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Lyrik Arten

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Lyrik Arten

Lyrik tritt in verschiedenen Formen auf und ermöglicht trotz der kurzen Länge, in wenigen Worten viel zu erzählen. Außerdem kann Lyrik Gefühle, Gedanken und Erlebnisse ausdrücken sowie auf (gesellschaftliche) Probleme einer Zeit aufmerksam machen.

Ursprünglich aus dem Griechischen bezeichnet das Wort lyra (deutsch: Leier) ein Musikinstrument, das lyrische Texte in der Antike begleitete. Heute versteht man unter dem Begriff Lyrik alle Texte, die in Gedichtform geschrieben sind.

Die Lyrik als literarische Gattung

In der Literatur lässt sich jeder Text einer bestimmten Gruppe zuordnen. Diese Gruppe wird auch als Gattung bezeichnet. In der Literatur gibt es die drei großen Gattungen Lyrik, Epik und Dramatik.

Lyrik lässt sich daran erkennen, dass sie in Gedichtform geschrieben ist. Sie besteht aus Versen und Strophen.

Die einzelnen Zeilen eines Gedichts werden Verse genannt. Zusammen verbinden sie sich zu einer geschlossenen Einheit, die als Strophen eines Gedichts bezeichnet werden.

Thematisch werden lyrische Texte von Gefühlen, Stimmungen und Gedanken bestimmt, die durch ein "lyrisches Ich" wiedergegeben werden. Diese Stimmungen werden durch sprachliche Rhythmen ausgedrückt. Häufig werden dafür auch Reime verwendet. Gedichte sind zudem durch rhetorische Stilmittel geprägt. Dazu gehört z. B. die Metapher, die dazu beiträgt, dem Text eine Bildhaftigkeit zu verleihen.

Lyrik lässt sich an folgenden Merkmalen erkennen:

  • Gliederung in Verse und Strophen
  • Verwendung von rhetorischen Stilmitteln: Worte werden auf eine bestimmte Art und Weise eingesetzt, um eine gezielte Wirkung zu erschaffen.
  • Verwendung von Reimen: Reime sind Muster, die die systematische Anordnung am Ende von Gedichtversen beschreiben. Die meisten Reime sind Endreime, das heißt, dass sich die Wörter am Ende von Versen reimen.
  • Erkennbarer sprachlicher Rhythmus: Gedichte können auf verschiedene Weise gelesen oder gesprochen werden, sie haben einen Rhythmus. Dieser wird durch das Metrum bestimmt.

Das Metrum, auch bekannt als Versmaß, beschreibt die Abfolge von betonten und unbetonten Silben in einem Vers. Betonte Silben werden als Hebungen bezeichnet, unbetonte Silben als Senkungen. Das Versmaß bestimmt den sprachlichen Rhythmus eines Gedichts.

Um mehr über das Metrum zu erfahren, schau Dir gerne die Erklärung "Versmaß" an!

Lyrik Arten und ihre Besonderheiten

Gedichte weisen bestimmte Eigenschaften auf, die Dir helfen, das Gedicht einer bestimmten Form der Lyrik zuzuordnen. Dazu gehören das Versmaß, das Reimschema und die Vers- und Strophenanzahl.

Arten des Reimschemas

Die Verse eines Gedichts werden durch Reime zu Strophen verbunden. Je nach Position des Reims in einem Vers werden verschiedene Reimarten unterschieden:

  • Anfangsreim: Mindestens zwei Silben klingen am Anfang eines Verses gleich.
  • Endreim: Mindestens zwei Silben klingen am Ende eines Verses gleich. Das ist die häufigste Reimart.
  • Binnenreim: Mindestens zwei Silben klingen innerhalb eines Verses gleich.

Zusätzlich können Reime nach ihrer lautlichen Qualität unterschieden werden:

  • reiner Reim: Das Klangbild zweier Wörter ist trotz anderer Schreibweise gleich (z.B.: Welt/hält).
  • unreiner Reim: Das Klangbild zweier Wörter stimmt nicht vollständig miteinander überein, daher reimen sich die Silben nur annähernd (z.B. Freude/Beute).
Um Dich in das Thema zu erfahren, lies Dir gerne die Erklärung "Reimschema" durch!

Die Lyrik wird in verschiedene Formen unterteilt. Die gängigsten davon findest Du im Folgenden.

Die Ballade

Aus dem Französischen stammend, leitet sich das Wort Ballade von ballare ab. Übersetzt bedeutet dies "tanzen". Ursprünglich galt die Ballade als Gattung des Tanzliedes.

Eine Ballade vereint Merkmale mehrerer Textsorten in sich: Sie weist nicht nur lyrische, sondern auch epische und dramatische Elemente auf. Balladen sind Erzählungen in Gedichtform, sie bestehen also aus Versen und Strophen. Häufig haben sie viele Strophen und bestehen manchmal, aber nicht immer, aus Reimen. Eine berühmte Ballade ist zum Beispiel Goethes "Erlkönig".

Um mehr zu erfahren, lies Dir gerne die Erklärung zum "Erlkönig" durch!

Die Elegie

Die Elegie gilt als Klagegedicht und thematisiert dramatische Zustände, wie z.B. Trauer, Trennung, Verlust oder sogar Tod. Die Form der Elegie lässt sich daran erkennen, dass sie ausschließlich aus Distichen besteht. Eine berühmte Elegie ist zum Beispiel Hölderlins "Der Gang aufs Land".

Distichon bedeutet Zweizeiler. Es handelt sich dabei um zwei Verse: Der erste besteht aus einem Hexameter, und der zweite aus einem Pentameter.

Ein Hexameter ist ein Versschema, das aus sechs Metren besteht. Ein Pentameter ist ein Vers, der aus sechs Metren besteht und in zwei Hälften geteilt ist.

Das Elfchen

Das Elfchen ist aus elf Wörtern und fünf Versen aufgebaut. Dabei thematisiert jeder Vers einen anderen Aspekt. Das Elfchen wird auch als "literarisches Spiel" bezeichnet.

Das Epigramm

Der Begriff Epigramm stammt aus dem Altgriechischem und bedeutet übersetzt "Aufschrift". Epigramme waren ursprünglich Aufschriften auf Kunstwerken, Weihgeschenken, Gräbern oder Gebäuden. Dieser Tradition folgend zeichnet sich das Epigramm durch seine Kürze aus. Meist hat es nicht mehr als vier Verse.

Die Ode

Die Ode fällt durch ihre feste Gliederung in Strophen und ihren Lobpreisungscharakter auf. Sie hat kein festes Reimschema, dafür aber einen gehobenen Sprachstil und eine theatralische und beinahe übertriebene Betonung. Der Begriff Ode stammt ebenfalls aus dem Altgriechischen. Übersetzt bedeutet er Gesang, Gedicht oder Lied. Ab dem 18. Jahrhundert wurde eine Unterscheidung zwischen dem Begriff Ode und Lied vorgenommen. Friedrich Gottlieb Klopstocks Ode "Der Zürchersee" ist ein berühmtes Beispiel für diese Lyrikform.

Die Lobpreisung ist eine besondere Form des Gebets im christlichen Glauben. Der Gläubige erweist Gott in der Lobpreisung Ehre, indem er seine Taten besingt und ihn lobt.

Die Hymne

Die Hymne ähnelt der Ode. Aus dem Altgriechischen stammend bedeutet der Begriff übersetzt Lobgesang. Im Gegensatz zu der Ode hat die Hymne aber keine feste Form, ihre Verse sind frei. Inhaltlich ist auch die Hymne eine Lobpreisung, allerdings bezieht sie sich meist auf eine Gottheit, weniger auf Personen oder andere Dinge.

Das Haiku

Das Haiku ist eine aus dem japanischen stammende Gedichtform. Es muss sich nicht reimen und besteht aus circa 17 Silben. Oft werden in der ersten Zeile fünf Silben verwendet, in der zweiten sieben und in der dritten fünf. Inhaltlich handeln Haikus häufig von Jahreszeiten und der Natur.

Das Volkslied

Das Volkslied ist eine schlichte Form der Lyrik. Volkslieder lassen sich bestimmter Volksgemeinschaften zuordnen, demnach variieren auch die Texte in regionaler oder sozialer Hinsicht. Sie handeln thematisch oftmals von Naturempfindungen oder existenziellen Erfahrungen des Menschen, wie z.B. Liebe oder Schmerz. Das Volkslied besteht meist aus vier Zeilen und folgt dem Reimschema "Kreuzreim".

Ein berühmtes Beispiel für ein Volkslied ist Heinrich Heines "Wenn ich ein Vöglein wär".

Was Du hinsichtlich der Lyrikformen beachten solltest

Alle Lyrikformen folgen einem bestimmten Prinzip. Oft werden die Formen sogar miteinander vermischt. Es kann aber auch vorkommen, dass sich ein Gedicht keiner Lyrikform zuordnen lässt. Besonders bei moderner Lyrik ist dies häufig der Fall, denn dort wird oftmals auf ein Reimschema verzichtet.

Dass ein Gedicht auch ohne bestimmte Lyrikform auskommt, zeigt das Beispiel einer Strophe des Gedichts "Löwenherz" von Julia Engelmann:

"Ich weiß nicht, was ich sagen soll,

mir ist, als ob es gestern war,

weil alles, was ich sage,

doch nichts ändert oder besser macht.

Ich höre dich noch lachen,

und ich sehe dich noch am Fensterplatz.

Du ahnst nicht, was ich machen würde,

dass ich dich noch länger hab."

-Julia Engelmann, Löwenherz

Um mehr über verschiedene Lyrikformen zu erfahren, sieh Dir gerne die Erklärung "Gedichtform" an!

Themen der Gattung Lyrik

Unterscheidet man lyrische Gattungen ihrem Inhalt nach, so erhält man verschiedene Unterformen der Gattung Lyrik.

Die Liebeslyrik

Die Liebeslyrik thematisiert Gefühle und Stimmungen des lyrischen Ichs. Jede Epoche weist verschiedene Merkmale dieser Lyrikform auf. Nachfolgend findest Du ein Gedicht der Unterform Liebeslyrik von Goethe:

"Du hast uns oft im Traum gesehen Zusammen zum Altare gehen, Und dich als Frau, und mich als Mann. Oft nahm ich wachend deinem Munde In einer unbewachten Stunde, So viel man Küsse nehmen kann."

-Johann Wolfgang von Goethe, Glück und Traum

In diesem Gedicht sind die typischen Merkmale der Liebeslyrik erkennbar. Es handelt sich um eine Gefühlsoffenbarung des lyrischen Ichs an die geliebte Person. Liebeslyrik wird auch synonym zum Begriff Gefühlspoesie verwendet.

Die Gedankenlyrik

In der Gedankenlyrik werden reflektierte Anschauungen über die Welt oder Gedanken über eine bestimmte Thematik wiedergegeben. Dabei spielen Empfindungen keine Rolle.

Ein bekanntes Beispiel für Gedankenlyrik ist Goethes Gedicht "Gesang der Geister über den Wassern":

"Des Menschen Seele gleicht dem Wasser:

Vom Himmel kommt es,

zum Himmel steigt es,

und wieder nieder zur Erde muss es.

Ewig wechselnd."

-Johann Wolfgang von Goethe, Gesang der Geister über den Wassern

Hier werden weder Gefühle noch Erlebnisse in die Strophe eingebunden. Das lyrische Ich vergleicht die Begriffe "Seele" und "Wasser" miteinander, ohne diesen Vergleich mit einer persönlichen Empfindung zu unterlegen. Es handelt sich deshalb um Gedankenlyrik.

Die Erlebnislyrik

In der Erlebnislyrik spielen, im Gegensatz zur Gedankenlyrik, Gefühle und Stimmungen eine Rolle, da es um die Erlebnisse des lyrischen Ichs geht.

Goethe prägte ebenfalls die Erlebnislyrik. Ein Beispiel hierfür ist die folgende Strophe des Gedichts "Willkommen und Abschied":

"Der Mond von einem Wolkenhügel
Sah kläglich aus dem Duft hervor,
Die Winde schwangen leise Flügel,
Umsausten schauerlich mein Ohr;
Die Nacht schuf tausend Ungeheuer,
Doch frisch und fröhlich war mein Mut:
In meinen Adern welches Feuer!
In meinem Herzen welche Glut!"

-Johann Wolfgang von Goethe, Willkommen und Abschied

Das Lyrische Ich beschreibt hier nicht nur Gedanken, sondern macht zugleich auf seine innere Gefühlslage aufmerksam: "In meinen Adern welches Feuer! In meinem Herzen welche Glut!"

Die Lyrik in den Literaturepochen

Jede Epoche weist verschiedene Besonderheiten auf, darunter fallen auch die lyrischen Merkmale. Lyrik spiegelt häufig gesellschaftliche oder zeitbezogene Probleme wider. Verschiedene Epochenmerkmale bedeuten auch, dass die Autor*innen ihre Gefühle dichterisch auf unterschiedliche Weise ausleben.

Im Folgenden erhältst Du eine Übersicht zur Lyrik in den Epochen der Aufklärung, der Romantik und des Expressionismus. Dort spiegeln sich die gesellschaftlichen Probleme der jeweiligen Zeit insbesondere in der Lyrik wider.

Arten der Lyrik in der Aufklärung

Die Aufklärung beginnt um 1720 und endet um 1800. Mit Immanuel Kant als wichtigstem Denker dieser Zeit sind es vor allem moralische und philosophische Themen, die die Menschen bewegen. Die Themen Vernunft und Humanität bestimmt die Literatur dieser Epoche. Das Bürgertum strebt nach Emanzipation und Freiheit. Gleichzeitig geht es dem Einzelnen darum, sich mithilfe des Ausdrucks einer eigenen Gefühlswelt als eigenständiges Individuum von der Adelswelt abzugrenzen.

In der Lyrik entstehen zu der Zeit sowohl Lehrgedichte, Gedankenlyrik als auch gefühlvolle Hymnen und Oden. Die Hymne gilt als typische Lyrikform. Der Themenbereich ist vielfältig, vor allem aber werden aufklärerische Gedichte und Ideale der Zeit thematisiert. Auch wird der Bürger in den Mittelpunkt der Lyrik gerückt und es findet eine Abwendung von Lobpreisungen an den Fürsten und den höfischen Unterhalt statt. Beliebte Beispiele für die Lyrik der Aufklärung sind Klopstocks Oden.

Arten der Lyrik in der Romantik

Auch die Epoche der Romantik, die von 1795 bis 1840 datiert ist, weist bestimmte lyrische Merkmale auf. Im 18. Jahrhundert wird die Gesellschaft zunehmend wissenschaftlich und damit fortschrittlicher. Dies hat zur Folge, dass Mythen naturwissenschaftlich erklärt werden können.

Die Romantik gilt als eine der wichtigsten Gegenströmungen zur Epoche der Aufklärung, weil die Romantiker sich von der rein rationalistischen Betrachtung abwenden und Gefühle und Empfindungen in den Vordergrund rücken.

Die Romantiker grenzen sich vom aufstrebenden Kapitalismus und der anfänglichen Industrialisierung ab, indem sie weiterhin das Mystische verehren. So beziehen sie sich häufig auf die ungebändigte Natur oder auf subjektives Empfinden. Zu den typischen Motiven und Symbolen der romantischen Lyrik gehören die Blaue Blume, das Spiegel- und das Nachtmotiv.

Die Blaue Blume gilt als das zentrale Motiv der romantischen Lyrik. Als Symbol für Sehnsucht und Liebe verdeutlicht sie, was den Menschen zu dieser Zeit wichtig ist: der Mensch und dessen Geist, die Natur und die Liebe.

Das Spiegelmotiv steht für die Hinwendung der Menschen zum Unheimlichen und Surrealen, während das Nachtmotiv Phänomene wie Tod und Vergänglichkeit in den Vordergrund rückt.

Im Folgenden findest Du ein Beispiel für epochenbezogene romantische Lyrik:

"Es ist schon spät, es wird schon kalt,Was reitst du einsam durch den Wald?Der Wald ist lang, du bist allein,Du schöne Braut! Ich führ dich heim!"

-Joseph von Eichendorff, Waldgespräch

Arten der Lyrik im Expressionismus

Der Expressionismus ist auf die Jahre von 1905 bis 1925 datiert. Mit den Geschehnissen des Ersten Weltkriegs und der Industrialisierung entstehen große Ängste in der Bevölkerung. Menschen, die zuvor ein handwerkliches und bäuerliches Leben führten, versuchen sich eine neue Existenz in den Großstädten aufzubauen.

Die typischen Epochenmerkmale des Expressionismus sind die Industrialisierung, die Auflösung familiärer und sozialer Strukturen und eine allgemeine Zeit gesellschaftlicher Veränderung.

Die Zeit des Expressionismus ist geprägt von gesellschaftlichem Umbruch und der Rebellion des Individuums. Das heißt, dass auch in der Lyrik alte Strukturen aufgebrochen und neue Strukturen gebildet werden. Einerseits sind Wortauslassungen, Wortneuschöpfungen und der Verzicht auf grammatikalische Regeln typisch. Andererseits ist eine Hinwendung zu strengen Formen wie dem Sonett und vierzeiligen Strophen geläufig. Es kann von einer allgemeinen Experimentierfreudigkeit der Dichter*innen gesprochen werden.

Im Folgenden findest Du ein Beispiel für epochenbezogene expressionistische Lyrik:

"Die Städte aber wollen nur das Ihreund reißen alles mit in ihren Lauf.Wie hohles Holz zerbrechen sie die Tiereund brauchen viele Völker brennend auf."

-Rainer Maria Rilke, Die Städte aber wollen nur das Ihre

Dieses Gedicht Rilkes thematisiert die typischen Epochenmerkmale des Expressionismus: die Großstadt und die negative Einstellung des Menschen dieser gegenüber: "Die Städte aber wollen nur das Ihre / und reißen alles mit in ihren Lauf". Die Verben "reißen", "zerbrechen" und "aufbrauchen" verdeutlichen die negative Assoziation des lyrischen Ich mit der Stadt.

Arten der Lyrik in der Neuen Sachlichkeit

Die Neue Sachlichkeit ist auf die Jahre zwischen 1918 und 1933 datiert. Die neue Sachlichkeit kennzeichnet sich dadurch, dass gesellschaftliche und politische Gegebenheiten sachlich betrachtet werden. Nach den Erfahrungen des Ersten Weltkriegs sind den Menschen nun die Stellung zu Krieg und Nachkriegszeit ein Anliegen. Gleichzeitig werden auch moralische Fragen oder Alltagsfragen thematisiert sowie die Demokratie und das Verhältnis des Bürgers zum Staat.

Bekannte Autoren sind z.B. Erich Kästner oder Kurt Tucholsky.

Moral

Es gibt nichts Gutes

außer: Man tut es.

-Erich Kästner, Moral

Bei diesem Kurzgedicht Kästner's handelt es sich um ein Epigramm.

Arten der Lyrik in der Gegenwart

Eine neue Form von Lyrik, die sich in der heutigen Zeit entwickelt hat, sind Poetry-Slam-Gedichte. Das sind Gedichte, die laut vorgetragen werden. Meist treten die Verfasser*innen dabei in Wettstreit miteinander.

Folgende Merkmale der Lyrik sind heute auffallend:

  • Verwendung von Umgangssprache/Alltagssprache

  • Wort- und Satzwiederholungen

  • unreine Reime oder keine Reime

  • freie Formen

  • Themen wie Globalisierung, Konsum(kritik) und Schnelllebigkeit

Arten von Lyrik Das Wichtigste

  • Gedichte lassen sich einer bestimmten Lyrikform zuordnen. Die gängigsten Eigenschaften sind das Versmaß, das Reimschema und die Vers- und Strophenanzahl.
  • Lyrik erkennst Du an den folgenden Merkmalen: Gliederung in Verse und Strophen, Verwendung von Reimen, Verwendung von sprachlichen Mitteln und einem erkennbaren sprachlichen Rhythmus.
  • Lyrik wird in verschiedene Formen aufgeteilt. Die gängigsten davon sind: Ballade, Elegie, Elfchen, Epigramm, Ode, Hymne, Haiku, Volkslied.
  • Alle Lyrikformen folgen einem bestimmten Prinzip. Oft werden die Formen sogar miteinander vermischt. Es kann aber auch vorkommen, dass Du ein Gedicht keiner Lyrikform zuordnen kannst. Besonders bei moderner Lyrik ist dies häufig der Fall, denn dort wird oftmals auf ein Reimschema verzichtet.
  • Gedichte thematisieren Gedanken, Erlebnisse und Gefühle, weshalb auch von Gedanken-, Erlebnis- und Liebeslyrik als Unterform der Gattung Lyrik gesprochen wird.
  • Jede literarische Epoche weist verschiedene Besonderheiten auf, darunter fallen auch die lyrischen Merkmale. Lyrik ist häufig zeitbezogen, sodass sich bestehende gesellschaftliche oder zeitbezogene Probleme in ihr widerspiegeln.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Lyrik Arten

Zu den Lyrikarten gehören zum Beispiel die Ballade und Elegie, das Elfchen und Epigramm, die Ode und Hymne und das Haiku und Volkslied.

Lyrik macht aufmerksam: auf (gesellschaftliche) Probleme einer Zeit, auf Gefühle, Gedanken und Erlebnisse. Die Gattung Lyrik ermöglicht, mithilfe von Stilmitteln und einer bestimmten Form Bezug auf Themen zu nehmen, die schwierig Ausdruck finden (z.B. Gedanken und Gefühle).

Das Volkslied ist eine schlichte Form der Lyrik. Es ist das Lied bestimmter Volksgemeinschaften. Demnach variieren auch die Texte in regionaler oder sozialer Hinsicht, handeln aber thematisch oftmals von Naturempfindungen oder existenziellen Erfahrungen des Menschen, wie z.B. der Liebe oder dem Schmerz.

Ursprünglich aus dem Griechischen, bezeichnet das Wort lyra (deutsch: Leier) ein Musikinstrument, das lyrische Texte zu jener Zeit begleitete. Heute wird der Begriff Lyrik als Überbegriff für Gedichte verwendet und tritt in verschiedenen Abwandlungen auf.

Finales Lyrik Arten Quiz

Frage

Auf was macht Lyrik aufmerksam?

Antwort anzeigen

Antwort

Lyrik macht auf (gesellschaftliche) Probleme einer Zeit, auf Gefühle, Gedanken und Erlebnisse aufmerksam.

Frage anzeigen

Frage

Was sind die einschlägigen Merkmale von Lyrik?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Gliederung in Verse und Strophen, Reime, Sprachlicher Rhythmus und Metaphern.

Frage anzeigen

Frage

Worin liegt der Unterschied zwischen moderner und nichtmoderner Lyrik?

Antwort anzeigen

Antwort

Moderne Lyrik ist nicht regelkonform. Ihre Form ist freier und es werden keine Reime oder bestimmte Arten (z.B. Sonett) gefordert.

Frage anzeigen

Frage

Zu welcher Lyrikform gehört Goethes "Der Erlkönig"?

Antwort anzeigen

Antwort

Ballade

Frage anzeigen

Frage

Was ist ein Volkslied?

Antwort anzeigen

Antwort

Das Volkslied ist eine schlichte Form der Lyrik. Es ist das Lied bestimmter Volksgemeinschaften. Demnach variieren auch die Texte in regionaler oder sozialer Hinsicht, handeln aber thematisch oftmals von Naturempfindungen oder existenziellen Erfahrungen des Menschen, wie z.B. der Liebe oder dem Schmerz.

Frage anzeigen

Frage

Wonach werden Reime Unterschieden?

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Antwort

Reime werden nach der Position des Reims in einem Vers und nach ihrer lautlichen Qualität unterschieden.

Frage anzeigen

Frage

Wodurch erkennst Du Liebeslyrik?

Antwort anzeigen

Antwort

Sobald es thematisch um Gefühle geht.

Frage anzeigen

Frage

Woran erkennst Du Gedankenlyrik?

Antwort anzeigen

Antwort

An der Gedankenwiedergabe des lyrischen Ichs.

Frage anzeigen

Frage

Woran erkennst Du Erlebnislyrik?

Antwort anzeigen

Antwort

An den Gefühlen und Stimmungen, die das lyrische Ich wiedergibt.

Frage anzeigen

Frage

Welche Merkmale sind typisch für die Lyrik in der Romantik?

Antwort anzeigen

Antwort

- Abwendung vom aufstrebenden Kapitalismus und der anfänglichen Industrialisierung durch Verehrung des Mystischen

- Bezugnahme auf eine ungebändigte Natur 

- Bezugnahme auf subjektives Empfinden

- typische Motive: die Blaue Blume sowie das Spiegel- und das Nachtmotiv

Frage anzeigen

Frage

Welche Merkmale sind typisch für Lyrik der Aufklärung?

Antwort anzeigen

Antwort

In der aufklärerischen Lyrik gibt es sowohl Lehrgedichte, Gedankenlyrik als auch gefühlvolle Hymnen und Oden. Der Themenbereich ist vielfältig, vor allem aber werden aufklärerische Gedichte und Ideale der Zeit thematisiert.

Frage anzeigen

Frage

Warum ist der Expressionismus ein gutes Beispiel für epochenbezogene Lyrik?

Antwort anzeigen

Antwort

Weil in dieser Zeit in der Gesellschaft nicht viel passiert ist.

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