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Wusstest Du, dass Reime in unterschiedlichen Kunstformen verwendet werden? Egal, ob in klassischen lyrischen Gedichten, wie Du sie aus der Schule kennst, oder in Poetry-Slams und Rap-Liedern – Reime sind auf die verschiedensten Weisen in der Kunst etabliert.Die Lyrik ist eine literarische Gattung, zu der Dichtungen in Versform zählen. Ein Poetry Slam ist eine Veranstaltungsform, bei der Künstler*innen selbst geschriebene Texte vortragen…
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Jetzt kostenlos anmeldenWusstest Du, dass Reime in unterschiedlichen Kunstformen verwendet werden? Egal, ob in klassischen lyrischen Gedichten, wie Du sie aus der Schule kennst, oder in Poetry-Slams und Rap-Liedern – Reime sind auf die verschiedensten Weisen in der Kunst etabliert.
Die Lyrik ist eine literarische Gattung, zu der Dichtungen in Versform zählen. Ein Poetry Slam ist eine Veranstaltungsform, bei der Künstler*innen selbst geschriebene Texte vortragen oder auch gegeneinander antreten. Rap bezeichnet in der Musikszene den Sprechgesang.
Der Kreuzreim ist eine der Reimformen, die Du in Gedichten finden kannst. Hier findest Du zunächst eine Definition, die seine wesentlichen Eigenschaften beschreibt:
Der Kreuzreim ist eine Reimform, bei der sich die aufeinanderfolgenden Verse einer Strophe jeweils abwechselnd reimen. Er wird deshalb auch Wechselreim genannt.
Bei einer vierzeiligen Strophe würde das Reimschema "abab" lauten, bei einer sechszeiligen Strophe "ababab".
Als Vers bezeichnet man eine Zeile in einem Gedicht. In lyrischen Texten sollte der Begriff "Zeile" jedoch vermieden und stattdessen von einem "Vers" oder einer "Verszeile" gesprochen werden.
Die Strophe ist ein Abschnitt aus mehreren Versen, die in einem Gedicht oder einem Lied zusammengehören. Mehrere Strophen werden meist durch Absätze voneinander getrennt.
Der Kreuzreim zählt zu den bekanntesten Reimschemata in der Lyrik. Demnach trifft man auf die meisten Reime in Gedichten. Daneben existieren beispielsweise noch der Paar-, der Schweif- und der Kettenreim. Diese haben jeweils ein unterschiedliches Reimschema.
Der Begriff Reimschemata ist die Mehrzahl des Wortes Reimschema. Lies Dir gerne auch die Erklärungen zu "Paarreim", "Schweifreim" oder "Kettenreim" durch, um mehr über die verschiedenen Formen zu erfahren.
Hier lernst Du zunächst die allgemeine Bedeutung und den Aufbau eines Reimschemas kennen.
Das Reimschema gibt Auskunft darüber, in welcher Abfolge sich die Verse einer Strophe aufeinander reimen. Dafür wird meistens auf den Endreim, also das Ende des Verses, geachtet.
Die Reimpaare (die Verse, die sich aufeinander reimen) werden jeweils mit demselben Kleinbuchstaben markiert. Hierbei wird alphabetisch vorgegangen.
Das Reimschema des Kreuzreims lautet bei einer vierzeiligen Strophe "abab". Das heißt, dass sich die Verse immer im Wechsel aufeinander reimen. In einem Gedicht mit mehreren Strophen beginnt in einem neuen Abschnitt zudem auch eine neue Buchstabenabfolge.
Ein anschauliches Beispiel für einen Kreuzreim stellt das Gedicht "In der Fremde" von Heinrich Heine dar. Sein Reimschema und die sich reimenden Endverse sind hier markiert:
a Du bist ja heut so grambefangen,b Wie ich dich lange nicht geschaut!a Es perlet still von deinen Wangen,b Und deine Seufzer werden laut.c Denkst du der Heimat, die so ferne,d So nebelferne dir verschwand?c Gestehe mirs, du wärest gerned Manchmal im teuren Vaterland.
Anhand des Beispiels kannst Du erkennen, dass die (End-)Verse, die sich aufeinander reimen und ein Reimpaar bilden, mit demselben Buchstaben versehen sind.
Vielleicht ist Dir auch aufgefallen, dass es nicht immer die ganzen Wörter sind, die sich aufeinander reimen (müssen). Ausschlaggebend ist meist die letzte betonte Silbe des Wortes. Dies ist im Beispiel bei den Wörtern "grambefangen" und "Wangen" der Fall. Im Grunde reimt sich nur der letzte Teil des ersten Wortes. Sie zählen dennoch als Reimpaar.
Zuerst lernst Du, was ein unreiner Reim ist.
Ein unreiner Reim ist eine Form des Reims, bei dem die sich reimenden Wörter nicht gleich, sondern nur ähnlich klingen. Er wird daher auch Halbreim genannt. Die Lautfolge der Reimsilben stimmt hierbei nur annähernd überein. Meistens äußert sich dies durch unterschiedliche Vokale innerhalb der Wörter.
Beispiele für einen unreinen Reim sind :
Hiebe – Schübe
reichen – keuchen
Auch hier muss die letzte betonte Silbe weiterhin gleich klingen. Eine Ausnahme dieser Regel bilden unreine Reime aus einsilbigen Wörtern, wie in diesem Beispiel:
Glück – schick
Da "Glück" und "schick" einsilbige Wörter sind, kann die letzte (beziehungsweise einzige) betonte Silbe nicht gleich klingen. Nur die letzten Buchstaben, also "ck", bleiben hier dieselben.
Ein unreiner Kreuzreim zeigt sich im folgenden Ausschnitt aus dem Gedicht "An die Freude" von Friedrich Schiller:
a Deine Zauber binden wieder,b was die Mode streng geteilt,a alle Menschen werden Brüder,b wo Dein sanfter Flügel weilt.
Die markierten Wörter "wieder" und "Brüder" bilden ein unreines Reimpaar. In diesem Fall unterscheiden sich die Vokale der ersten Silbe und klingen daher anders.
Es gibt noch eine weitere Sonderform, die sich halber Kreuzreim oder auch heterogener Kreuzreim nennt. Dieser liegt dann vor, wenn sich zwei Verse innerhalb des Reimschemas bzw. der Strophe nicht reimen. Diese Verse werden dann als Waise bezeichnet.
Eine sogenannte Waise kann nicht nur bei Kreuzreimen auftreten, sondern in jedem Gedicht. Sie beschreibt im Allgemeinen einen reimlosen Vers, daher steht sie meist alleine. Es können auch mehrere Waisen in einer Strophe vorkommen. Sie werden meistens mit einem "x" markiert.
Ein Beispiel für einen halben Kreuzreim findest Du im Gedicht "Mein Herz, mein Herz ist traurig" von Heinrich Heine. In der dritten Verszeile kannst Du ihn gut erkennen, da sich "Diamanten" nicht mehr auf den ersten Endvers "Wäsche" reimt:
x Die Mägde bleichen Wäsche,
a Und springen im Grad herum;
x Das Mühlrad stäubt Diamanten,
a Ich höre sein fernes Gesumm.
Die Waisen wurden hier gelb und mit einem x markiert. Sie stellen reimlose Verse innerhalb des Kreuzreims dar. Das Reimschema lautet in diesem Fall "xaxa".
Eine Stanze ist eine Strophe mit acht Versen. Sie beginnt mit einem sechszeiligen Kreuzreim, auf den ein zweizeiliger Paarreim folgt. Das Reimschema einer Stanze lautet somit "abababcc".
Das Reimschema des Paarreims lautet "aabb", weshalb es in der Stanze mit "cc" markiert wird. Eine kurze Definition findest Du in der Vertiefung weiter unten.
In dem Gedicht "Bei einer Kindesleiche" von Gottfried Keller findest Du ein Beispiel für eine Stanze:
a Nie hab’ an deine Zukunft ich gedacht,b War ja die Gegenwart so klar und heiter!a Du hast wie eine Blume mir gelacht,b Nicht dacht’ ich an gereifte Früchte weiter;a Ob einst vielleicht ein Held in dir erwacht’,b Ob du am Fuße bliebst der langen Leiter:c Du lieblich Kind warst in dir selbst vollkommen –c Was sollte dir und mir die Sorge frommen?
Durch die verschiedenen Reimschemata können unterschiedliche Wirkungen in Gedichten erzielt werden. So liest sich ein Paarreim etwa anders als ein Kreuzreim.
Ein Paarreim ist eine Form, bei der sich direkt aufeinanderfolgende Verse reimen. Bei einer vierzeiligen Strophe würden deshalb der erste und zweite sowie der dritte und vierte Vers ein Reimpaar bilden. Das Reimschema des Paarreims lautet "aabb".
Der Paarreim verbindet durch seine Form immer zwei aufeinanderfolgende Verse direkt miteinander und stellt sie in einen Zusammenhang.
Der Kreuzreim hingegen öffnet durch seine im Kreuz stattfindenden Reime immer einen "neuen Raum", da die Reimpaare hier nicht direkt beieinander liegen. Dieser entstandene Platz kann im Gedicht beispielsweise dafür genutzt werden, ein neues Thema einzuführen.
Der Rhythmus, der sich durch die Anordnung der Reime ergibt, wird oftmals als eine Art Wellenbewegung beschrieben, da der Reim immer im Wechsel stattfindet – vergleichbar mit den Bewegungen einer Welle, die zwischen "hoch" und "tief" schwanken. Du kannst den Rhythmus erkennen, wenn Du ein Gedicht laut vorliest.
Bei einem langen Gedicht kann dem Kreuzreim auch eine gewisse Sogwirkung zugeschrieben werden, die sich durch diese Wellenbewegungen ergibt. Durch die ineinander verkreuzten Reime und die dabei entstehenden Raumöffnungen werden die Lesenden immer wieder von Neuem in das Gedicht eingebunden.
Der Kreuzreim sagt aus, dass sich in einem Gedicht oder Werk die aufeinanderfolgenden Verse immer im Wechsel reimen.
Ein Kreuzreim lässt sich anhand seines Reimschemas "abab" erkennen. Dieses ergibt sich daraus, dass sich die Verse immer im Wechsel aufeinander reimen.
Ein Kreuzreim hat die Wirkung, dass sich durch sein Reimschema und sein Rythmus immer wieder ein "Raum" im Gedicht öffnet.
Ein halber Kreuzreim liegt dann vor, wenn sich innerhalb des Kreuzreims zwei Verse nicht reimen. Das Reimschema wird dann beispielsweise mit "xaxa" markiert.
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