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Der zerbrochne Krug

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Der zerbrochne Krug

Ein Richter, der sich selbst anklagt, Wortspiele und ein derber Humor – das ist es, was das 1808 uraufgeführte Drama "Der zerbrochne Krug" von Heinrich von Kleist auszeichnet. Eine vollständige Druckfassung erschien erstmalig 1811. Das Stück ist das bekannteste Werk von Kleist und in den Kanon der Literaturgeschichte eingegangen. "Der zerbrochne Krug" spielt in derselben Zeit, in der es veröffentlicht wurde.

Als Kanon der Literaturgeschichte wird die Zusammenstellung wichtiger literarischer Werke verstanden, denen eine zentrale und zeitüberdauernde Stellung zugeschrieben wird.

"Der zerbrochne Krug" – Zusammenfassung

Heinrich von Kleists "Der zerbrochne Krug" besteht aus dreizehn Auftritten, deren Länge variiert. Auf eine zusätzliche Einteilung des Stücks in Akte hat der Autor verzichtet. Die verschiedenen Auftritte gliedern sich wortwörtlich entsprechend dem Auftreten der Figuren. Das bedeutet, sobald eine Figur die Szene betritt oder verlässt, beginnt innerhalb des Stücks ein neuer Auftritt.

Erster Auftritt: Die anstehende Inspektion

Der erste Auftritt beginnt damit, dass der Gerichtsschreiber Licht die Gerichtsstube des Dorfrichters Adam betritt. Dieser verbindet sich gerade sein verletztes Bein und gibt gegenüber dem Gerichtsschreiber nur unglaubwürdig Auskunft darüber, wie es zu seinen Verletzungen gekommen ist.

Ein Gerichtsschreiber führt während einer Gerichtsverhandlung das Protokoll.

Licht berichtet dem Dorfrichter, dass eine Inspektion des Gerichtsrats Walter bevorsteht. Der Dorfrichter befindet sich aktuell auf einer Reise durch das Land, um die Qualität der Rechtsprechung zu überprüfen. In einem Nachbardorf hatte eine solche Inspektion zur Entlassung des dort amtierenden Richters geführt. Der Richter – ein enger Bekannter von Adam – hatte daraufhin versucht, sich in seinem Haus zu erhängen, konnte allerdings ins Leben zurückgeholt werden.

Bei einer Inspektion handelt es sich um eine Besichtigung und Kontrolle, die von einer Überprüfungsinstanz durchgeführt wird. Im Falle des Dramas handelt es sich bei der Überprüfungsinstanz um den Gerichtsrat Walter.

Der Dorfrichter macht sich aufgrund der angekündigten Inspektion beachtliche Sorgen. Er bittet Licht darum, seinen Wunsch, Adam ins Richteramt zu folgen, noch einmal zurückzustellen und zu ihm zu halten. Scheinheilig willigt Licht ein und betont, dass er Adam bei der anstehenden Inspektion nicht in den Rücken fallen werde.

Zweiter Auftritt: Die verschwundene Perücke

Der Gerichtsrat Walter ist bereits eingetroffen, hält sich im Moment allerdings noch in einem Gasthaus auf. Ein Bedienter des Gerichtsrats tritt auf und kündigt im selben Zuge an, dass sein Vorgesetzter zeitnah zur Stelle sein wird, um mit seiner Inspektion zu beginnen. Das versetzt Adam – der zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal vollständig gekleidet ist – in Panik. Ihm kommt die Idee, sich krankzumelden, allerdings bringt Licht ihn von diesem Vorhaben ab, da Adam damit erst recht die Aufmerksamkeit des Gerichtsrats auf sich ziehen würde.

Adam ordnet an, Speisen und Getränke auftragen zu lassen, während Licht das Gespräch mit dem Bedienten aufrechterhält. Im Gespräch erfährt Licht, dass der Reisewagen des Gerichtsrats auf der Fahrt umgekippt und beschädigt worden ist.

Nachdem der Bediente die Szene verlassen hat, wird bekannt, dass die Perücke des Richters unauffindbar ist. Diese ist zur Ausübung seines Richteramts allerdings unerlässlich. Da sich die Zweitperücke beim Perückenmacher befindet, beauftragt Adam eine der anwesenden Mägde, für ihn eine Perücke zu organisieren.

Dritter und vierter Auftritt: Der Traum des Dorfrichters und die Ankunft des Gerichtsrats

Adam berichtet Licht von einem Traum, in dem er selbst zum Angeklagten wurde. Er stand also in doppelter Form im Gericht – zum einen als Richter, zum anderen als Angeklagter. Sein Ungeschick als Richter hat letztendlich dazu geführt, dass Adam sich selbst verurteilt hat. Licht erklärt diesen Traum für bedeutungslos und ermahnt Adam, sich auf die ordnungsgemäße Ausübung seiner Pflicht zu konzentrieren.

Der Gerichtsrat Walter betritt die Szene und beteuert gegenüber dem Dorfrichter, dass er keine allzu hohen Ansprüche an die Rechtsprechung auf dem Land habe. Sofern das Gerichtswesen einigermaßen in Ordnung sei, werde er es darauf beruhen lassen. Adam gibt von Anfang an zu, dass der Kenntnisstand des Gerichts vermutlich nicht den neuesten Standards entspricht und zeigt sich erleichtert über die Milde des Gerichtsrats.

Beiläufig fragt Walter, über wie viele Kassen das Gericht verfüge. Adam gibt an, dass es fünf seien, gemäß dem Gerichtsrat dürften es allerdings nur vier Kassen sein. Das Thema gerät jedoch schnell wieder in den Hintergrund, als der Gerichtsrat erwähnt, den Kläger für den heutigen Gerichtsprozess bereits getroffen zu haben. Walter kündigt an, diesem Prozess beiwohnen zu wollen.

Fünfter und sechster Auftritt: Der Beginn des Gerichtsprozesses

Die Magd konnte Adam keinen Ersatz für seine Perücke beschaffen, sodass der Dorfrichter dem Gerichtsrat gestehen muss, dass er den heutigen Prozess kahlköpfig abhalten muss. Walter zeigt sich schockiert und weist Adam an, sich zumindest den Kopf abzupudern. Bevor Adam die Szene verlässt, spricht der Gerichtsrat ihn auf seine Verletzungen an, die wie Walter findet schlimm aussehen. Adam beteuert, dass ihn diese Verletzungen nicht daran hindern werden, sein Amt auszuführen und verschwindet in aller Eile.

Die streitenden Parteien betreten den Gerichtssaal: Frau Marthe Rull und ihre Tochter Eve, sowie Veit Tümpel und sein Sohn Ruprecht. Zu Beginn geht es um eine Schadensersatzforderung für einen zerbrochenen Krug, was sich im Verlauf des Streitgesprächs allerdings nur als Vorwand erweist: Eigentlich geht es um die weibliche Ehre Eves. Der zerbrochene Krug wurde beschädigt, als sich spät nachts jemand aus ihrem Zimmer geschlichen hat.

Ruprecht Tümpel – der Verlobte von Eve wirft ihr vor, untreu gewesen zu sein und distanziert sich von ihr. Eve versucht, ihn zu besänftigen, scheitert aber. Da Ruprecht zum Militärdienst eingezogen werden soll, ist dies die letzte Möglichkeit zur Aussöhnung der Parteien. Dass Frau Marthe die Angelegenheit direkt vor Gericht gezogen hat, bringt Eve vermehrt in Bedrängnis.

Siebter Auftritt: Die Anklage

Der Dorfrichter erkundigt sich bei seinem Gerichtsschreiber, welchen Streitfall er zu verhandeln habe. Licht erwidert, dass es sich nur um eine Kleinigkeit handle einen zerbrochenen Krug. Daraufhin fragt Adam, wer den Krug denn zerbrochen habe, woraufhin sich Licht verwundert zeigt, denn schließlich ist es die Aufgabe Adams als Dorfrichter, den Schuldigen zu ermitteln.

Adam nimmt daraufhin Eve Rull zur Seite und verwickelt sie in ein persönliches Gespräch. Im Gespräch wird deutlich, dass der Richter über ein auf Ruprechts Namen ausgestelltes Attest verfügt, welches die junge Frau unter Druck zu setzen scheint. Die genaue Funktion oder Bedeutung des Attests bleibt an dieser Stelle im Drama allerdings noch unklar. Der Gerichtsrat greift schließlich ein und erklärt empört, dass ein solch vertrauliches Gespräch zwischen dem Richter und einer der streitenden Parteien unangemessen sei.

Die Verhandlung beginnt. Adam bittet Frau Marthe darum, ihre Personalien zu Protokoll zu geben. Das empfinden sowohl Marthe Rull als auch der Gerichtsrat Walter als überflüssig, da die Identität der Anklägerin dem Richter bekannt ist. Adam interpretiert diesen Umstand so, als dass der Gerichtsrat keinerlei Wert auf Formalitäten legt und nutzt dies zu seinem eigenen Vorteil, indem er selbst jegliche Formalität fallen lässt und den Fall nach seinem Belieben verhandelt.

Ins Protokoll lässt er aufnehmen, dass es lediglich um den zerbrochenen Krug geht und beschuldigt Ruprecht, diesen bei einem nächtlichen Besuch zertrümmert zu haben. Ruprecht wehrt sich gegen diese Behauptung, allerdings verbietet der Richter ihm das Wort. Marthe Rull unterstützt die Vermutung des Richters.

Vorschnell möchte Adam die Verhandlung beenden und Ruprecht zum Täter erklären. An dieser Stelle greift der Gerichtsrat ein. Licht schlägt zudem vor, die Verhandlung etwas förmlicher zu führen, was Adam allerdings ablehnt. Nach einer kurzen Auseinandersetzung darf der Richter die Verhandlung weiter führen. Er bittet Frau Marthe, ihre Anklage vorzubringen.

Frau Marthe berichtet von dem zerbrochenen Krug und unter welchen Umständen sie diesen vorfand: Sie war gerade im Begriff ins Bett zu gehen, als sie Männerstimmen im weit entfernten Zimmer ihrer Tochter vernommen hat. Dort fand sie den zerbrochenen Krug und die aufgebrochene und dadurch beschädigte Tür. Ruprecht Tümpel stand in der Mitte des Zimmers, beteuerte allerdings, dass ein anderer den Krug zerbrochen habe. Daraufhin hat Eve geschworen, dass nur Ruprecht sich in ihrem Zimmer aufgehalten habe.

Diesen Schwur leugnet Eve nun vor Gericht. Zwar habe sie Ruprecht am Vorabend als Täter bezeichnet, geschworen habe sie allerdings nicht. Auf Drängen ihrer Mutter wiederholt Eve die Anschuldigung jedoch vor Gericht. An dieser Stelle greift der Gerichtsrat erneut ein und muss feststellen, dass Adam sich parteiisch zugunsten der Anklägerin verhält.

Der Richter nimmt diese Zurechtweisung hin und beginnt anschließend mit der Befragung des Angeklagten. Dieser soll nun seine Version des Tathergangs schildern. Ruprecht sagt, dass er Eve am Abend habe besuchen wollen, um am Fenster mit ihr zu sprechen. Als er aber später als geplant eingetroffen sei, habe er Eve mit einem anderen Mann vorgefunden, den er für den Flickschuster Lebrecht hält. Ruprecht führt weiter aus, dass er Eve und den Mann belauscht habe, ehe er eingegriffen und die Tür zu ihrem Zimmer aufgetreten habe.

Bei der Flickschusterei handelt es sich um eine beruflich ausgeführte Tätigkeit. Im Gegensatz zu einem Schuster oder Schuhmacher, ist es die Aufgabe des Flickschusters, kaputte Schuhe zu reparieren und auszubessern.

Im selben Moment sei der fremde Mann aus dem Fenster geflohen und habe dabei den Krug zertrümmert. Ruprecht ist es gelungen, den Flüchtenden mit der herausgerissenen Türklinke am Kopf zu verletzen. Adam erkundigt sich noch einmal nach der provisorischen Tatwaffe, während Licht den Zusammenhang des von Ruprecht geschilderten Tathergangs und den Verletzungen des Dorfrichters bereits hergestellt hat.

Adam hat mittlerweile die Partei für Ruprecht ergriffen und erkundigt sich bei Frau Marthe, was sie auf diese Schilderungen zu erwidern habe. Diese entgegnet, dass die Ausführungen von Ruprecht schlichtweg gelogen seien und möchte ihre Tochter als Zeugin dafür ins Feld führen. Adam versucht, das zu verhindern, aber erneut schaltet sich der Gerichtsrat ein und erlaubt eine Befragung Eves.

Achter und neunter Auftritt: Die Verhandlung und eine unerwartete Zeugin

Kurz bevor Eve in den Zeugenstand gerufen wird, ringt der Dorfrichter Adam sichtlich um Fassung. Es lässt sich ein Glas Wasser bringen und bietet auch dem Gerichtsrat ein Glas an, was dieser sichtbar distanziert ablehnt.

In einem letzten verzweifelten Versuch, Eves Zeugenaussage zu verhindern, schlägt der Richter einen Vergleich vor. Dieser Vorschlag wird vom Gerichtsrat jedoch abgelehnt, da der Tathergang noch nicht abschließend geklärt ist. Ob er will oder nicht – Adam muss die Verhandlungen fortsetzen.

Bei einem juristischen Vergleich handelt es sich um das Schlichten einer Auseinandersetzung durch gegenseitiges Nachgeben. Die beiden Streitparteien gehen dabei einen Kompromiss ein. Ein Vergleich kann sowohl gerichtlich als auch außergerichtlich geschlossen werden.

Bevor Eve ihre Aussage machen kann, erinnert Adam sie daran, dass es besser für sie wäre, sich einen Richter nicht zum Feind zu machen. Der Gerichtsrat Walter verbittet sich solche Drohungen und deutet an, dass Adam sein Richteramt nicht mehr lange bekleiden wird.

Frau Marthe übernimmt die Befragung ihrer Tochter. Als diese sich weigert, ihre Anschuldigung gegenüber Ruprecht zu wiederholen, kommen der Mutter erste Zweifel. Auch Ruprecht schaltet sich nun ein und verkündet, dass er Eves Notlage kaum noch ertragen könne und wünschte, er hätte den Krug zerbrochen. Eve wirft ihm vor, ihr nicht genügend Vertrauen entgegengebracht zu haben, um sich tatsächlich zur Tat zu bekennen. Ihrer Meinung nach hätte er wissen müssen, dass sie zu Untreue ihm gegenüber gar nicht fähig gewesen wäre. Diese Art des Vertrauens lehnt Ruprecht jedoch ab. Eve erklärt nun, dass Ruprecht den Krug nicht zerbrochen habe und entsprechend nicht der Täter sei.

Adam versucht nun, den Verdacht auf den Flickenschuster Lebrecht zu lenken, woraufhin sich Eve empört zeigt. Sie weist Adam zurecht und wirft ihm vor, dass er genau wisse, wer der Täter sei. Der Gerichtsrat zeigt sich verwundert über eine derartige Respektlosigkeit gegenüber dem Gericht, belässt es allerdings bei einem Verweis.

Der Flickenschuster Lebrecht verfügt über ein hieb- und stichfestes Alibi. Die beiden bisherigen Verdächtigen wurden im Verlauf des Verfahrens entlastet und die Frage nach dem eigentlichen Täter stellt sich erneut.

Bei einem Alibi handelt es sich um einen Nachweis darüber, dass der Beschuldigte – in diesem Fall der Flickschuster Lebrecht zum Tatzeitpunkt nicht am Tatort gewesen sein kann.

Eve soll nun den Tathergang aus ihrer Perspektive schildern, sie weigert sich allerdings, dies zu tun. Sie gibt an, dass das, was am Vorabend geschehen ist, ganz allein ihre Angelegenheit sei. Adam unterstützt Eves Haltung, kann sich jedoch kein Gehör mehr verschaffen. Gerichtsrat Walter übernimmt die Verhandlung zunehmend und befragt erneut Frau Marthe.

Diese bringt nun eine neue Anschuldigung hervor: Um sich dem Militärdienst zu entziehen, wollte Ruprecht mit Eve fliehen, allerdings nicht, ohne Frau Marthe vorher zu bestehlen. Um diese neue Version der Geschichte zu belegen, führt Frau Marthe eine neue Zeugin ins Feld: Frau Brigitte, die Tante von Ruprecht. Adam ordnet an, die neue Zeugin zum Gericht bringen zu lassen.

Zehnter Auftritt: Der Verdacht gegen den Dorfrichter erhärtet sich

Der Gerichtsschreiber Licht macht sich auf den Weg, die neue Zeugin zum Gericht zu holen. Adam versucht erneut, unter vier Augen mit Eve zu sprechen, um sie weiterhin einzuschüchtern. Doch der Gerichtsrat Walter durchschaut das Vorhaben und lenkt den Dorfrichter mit der Bitte nach einem Glas Wein ab. Im Gespräch der beiden wird deutlich, dass der Gerichtsrat Adam mittlerweile für den gesuchten Täter hält.

Der Gerichtsrat befragt Adam noch einmal zu seinen Verletzungen und erkundigt sich bei Frau Marthe nach der Höhe des Fensters ihrer Tochter. Ruprecht wird noch einmal gefragt, wie oft er den Flüchtenden am Kopf erwischt habe. Zu diesem Zeitpunkt ist nicht mehr zu leugnen, dass die Verletzungen, die Ruprecht dem aus Eves Zimmer flüchtenden Unbekannten verpasst hat, zu den Verletzungen des Dorfrichters passen.

Dennoch muss der Gerichtsrat mit Verwirrung zur Kenntnis nehmen, dass der Dorfrichter Adam – der ausgezeichnet mit dem verstorbenen Mann von Frau Marthe befreundet war – bei der Familie Rull kaum mehr zu Besuch ist. Der Kontakt ist also nicht mehr so gut, wie der Gerichtsrat zuvor angenommen hatte. Der Verdacht des Gerichtsrats gerät noch einmal kurz ins Wanken.

Elfter Auftritt: Adams verzweifelte Versuche, sich aus der Affäre zu ziehen und seine Flucht

Als der Gerichtsschreiber Licht die neue Zeugin – Frau Brigitte – vorführt, wird das Schicksal des Dorfrichters besiegelt: Frau Brigitte bringt die verschollene Perücke Adams mit. Der Gerichtsrat sieht das Beweisstück in der Hand der Zeugin und fragt nach, um wessen Perücke es sich handelt. Licht eröffnet dem Gerichtsrat, dass Frau Brigitte die Perücke in einem Strauch gefunden habe – direkt unterhalb des Zimmers von Eve Rull. Walter wendet sich daraufhin an Adam und fragt diesen, ob er nicht ein Geständnis abzulegen habe.

Doch statt zu gestehen, unternimmt der Dorfrichter einen letzten Versuch, sich selbst aus der Affäre zu ziehen. Er gibt zwar zu, dass es sich um seine Perücke handelt, fügt allerdings hinzu, dass er Ruprecht diese Perücke vor acht Tagen mitgegeben habe, um sie zum Perückenmacher zu bringen. Adam wirft Ruprecht vor, die Perücke missbraucht zu haben, um sich selbst zu tarnen, als er zunächst in den Garten und dann in das Haus von Frau Marthe eingedrungen ist.

Frau Brigitte kann diese Theorie jedoch widerlegen. Sie berichtet, wie sie am Vorabend einen kahlköpfigen Mann mit Klumpfuß gesehen hat, der durch den Garten der Frau Marthe geeilt ist. Dabei ist ihr ein starker Gestank in die Nase gestiegen. Nachdem die Zeugin erfahren hat, was sich bei Frau Marthe zugetragen hat, ist sie an den Ort des Geschehens zurückgekehrt und hat den Tatort nach Beweisen untersucht.

Bei den Spuren, die der Flüchtende am Vorabend hinterlassen hatte, handelt es sich zum einen um einen menschlichen Fußabdruck und zum anderen um den Fußabdruck eines Pferdes. Frau Brigitte gibt an – gemeinsam mit dem Gerichtsschreiber Licht – die Spur verfolgt zu haben. Auch den Gestank konnte sie bald zuordnen: Der Flüchtende hatte seinen Darm entleert. Die Spur der menschlichen Exkremente führte die Zeugin und den Gerichtsschreiber bis zum Gerichtshof. Dort muss der Täter also zu finden sein.

Dem Gerichtsrat fällt nun auf, dass Adam einen Klumpfuß hat. Die Indizien lasten so schwer auf dem Dorfrichter, dass er sich nicht mehr aus der Affäre ziehen kann. Um die Ehre des Gerichts zu wahren, fordert der Gerichtsrat Adam auf, die Verhandlung abzuschließen. Adam verkündet sein Urteil: Ruprecht sei der Täter und gehöre ins Gefängnis, den Krug könne er ersetzen oder auch nicht. Eve verliert daraufhin die Fassung und bestätigt, dass der Dorfrichter selbst den Krug zerbrochen habe. Adam ergreift die Flucht, während der Gerichtsrat die Anwesenden zur Ordnung ruft.

Bei einem Klumpfuß handelt es sich um eine Fehlstellung des Fußes. Dabei ist der Fuß so stark verdreht, dass die Fußsohle nach innen oder sogar nach oben schaut.

Zwölfter und dreizehnter Auftritt: Die Aufklärung

Ruprecht muss sich nun eingestehen, dass er seiner Verlobten unrecht getan hat und bittet Eve um Verzeihung. Das Paar bittet den Gerichtsrat um Hilfe. Im folgenden Verlauf wird aufgedeckt, dass Adam Eve gegenüber behauptet hatte, Ruprecht würde nach Ostindien geschickt werden und seine Chancen, von dort zurückzukehren, stünden schlecht. Mit der Ankündigung, Ruprecht ein Attest besorgt zu haben, das ihn vom Militärdienst befreie, hatte der Dorfrichter sich Zugang zu Eves Zimmer verschafft und sie dort unsittlich bedrängt und belästigt.

Die Anwesenden bringen ihre Abscheu bezüglich des niederträchtigen Verhaltens des Dorfrichters zum Ausdruck. Die zwischenzeitlich geplatzte Hochzeit von Ruprecht und Eve soll nun doch wieder stattfinden.

Licht macht die Anwesenden darauf aufmerksam, dass Adam nach wie vor flieht. Der Gerichtsrat trägt ihm auf, Adam wieder zum Gerichtshof zurückzubringen und das Richteramt übergangsweise zu übernehmen. Es deutet sich an, dass das Gerichtswesen milde mit Adam verfahren wird.

Das Drama endet mit Frau Marthe, die sich nun persönlich an den Gerichtsrat wendet und sich danach erkundigt, wann und wie sie bei der nächsthöheren gerichtlichen Instanz vorsprechen könne, da sie die Sache mit dem zerbrochenen Krug nicht auf sich beruhen lassen möchte.

"Der zerbrochne Krug" – Charakterisierung der wichtigsten Personen

Die Figuren des Dramas "Der zerbrochne Krug" sind alle innerhalb des ländlichen Milieus angesiedelt. Während eine Tragödie das Schicksal von höhergestellten Personen behandelt, thematisiert Kleists Lustspiel das Leben der einfachen Leute.

Dorfrichter Adam

  • Adam ist die Hauptfigur des Stücks.
  • Er ist der Dorfrichter und sieht sich durch sein Richteramt geschützt.
  • Dabei missbraucht er sein Amt, um sich Eve auf unsittliche Weise zu nähern und Druck auf sie auszuüben.
  • Adam ist kahlköpfig, hat einen Klumpfuß und zeichnet sich durch eine stattliche Leibesfülle aus.
  • Er verhält sich rücksichtslos und verstrickt sich zunehmend in Widersprüche.

Marthe Rull

  • Marthe Rull ist die Mutter von Eve und die verwitwete Frau eines Verwalters.
  • Beruflich ist sie als Hebamme tätig.
  • Sie ist diejenige, die den Sachverhalt vor Gerichts bringt, dabei tritt sie temperamentvoll auf.
  • Vor Gericht verteidigt sie den guten Ruf ihrer Familie und die Ehre ihrer Tochter. Dennoch wendet sie sich gegen ihre Tochter, als sie den Verdacht erhebt, Eve und Ruprecht wollten sie gemeinsam bestehlen.
  • Marthe Rull fungiert als Kontrastfigur ihrer Tochter, die dadurch noch reiner und unschuldiger erscheint.

Veit Tümpel

  • Veit Tümpel ist der Vater von Ruprecht.
  • Als Vaterfigur erfüllt er innerhalb des Dramas eine ähnliche Funktion wie Marthe Rull.
  • Dennoch mischt er sich kaum in die Gerichtsverhandlung ein und verhält sich eher passiv.

Ruprecht Tümpel

  • Ruprecht ist der Sohn von Veit Tümpel und der Verlobte von Eve Rull.
  • Er wird von Frau Marthe beschuldigt, den Krug zerbrochen zu haben und daher vor Gericht gezogen.
  • Dabei gelingt es ihm, seine Version der Ereignisse glaubhaft vorzubringen.
  • Seine Haltung gegenüber Eve ist zwiegespalten: Zunächst beschimpft er sie und unterstellt ihr, ihn hintergangen zu haben, ehe er sie um Verzeihung bittet.
  • Ruprecht tritt nicht als strahlender Held in Erscheinung, ist insgesamt aber ein guter Junge.

Eve Rull

  • Eve ist die Tochter von Marthe Rull und die Verlobte von Ruprecht Tümpel.
  • Ihr Name ist eine Anspielung auf Eva – die Urmutter der Menschheit.
  • Ihre moralischen Werte entfremden sie von ihrem Umfeld, das zu einem solchen Feingefühl nicht fähig ist.
  • Im Verlauf des Dramas tritt die weitestgehend passiv auf, erst ganz am Ende beschuldigt sie Adam offen.
  • Dorfrichter Adam hat sie mit einem Attest, das ihren Verlobten vom Militärdienst befreien soll, erpresst.

Gerichtsrat Walter

  • Der Gerichtsrat agierte als zentraler Gegenspieler des Dorfrichters.
  • In seiner Funktion als Gerichtsrat kommt Walter in das Dorf, um die dortige Rechtsprechung einer Prüfung zu unterziehen.
  • Trotzdem braucht er verhältnismäßig lange, um die Zusammenhänge zu durchschauen. Der Gerichtsschreiber Licht muss ihm dabei auf die Sprünge helfen.

Gerichtsschreiber Licht

  • Der Gerichtsschreiber fungiert – wie der Gerichtsrat Walter – als Gegenspieler des Dorfrichters.
  • Bereits zu Beginn des Dramas wird deutlich, dass er es auf Adams Stelle abgesehen hat. Zwar versichert er Adam, dass er ihn unterstützen werde, fällt ihm allerdings illoyal in den Rücken.
  • Er tritt gebildet und wortgewandt auf.

"Der zerbrochne Krug" – Historischer Hintergrund

Das Drama "Der zerbrochne Krug" ist vor dem Hintergrund eines Wandels des Rechtssystems zu lesen. Heinrich von Kleist beendete seine Arbeit an dem Stück im Jahr 1806. In diesem Jahr wurde das Heilige Römische Reich aufgelöst, da die Mitglieder aus dem Reich austraten und stattdessen dem Rheinbund beitraten. Diesem neuen Zusammenschluss deutscher Staaten fehlte nun eine gemeinschaftliche gesetzliche Grundlage.

Das Heilige Römische Reich währte von ca. 962 bis 1806. Dabei handelte es sich um ein Herrschaftsgebiet in Zentraleuropa und war der Vorläufer des heutigen Deutschlands.

Der Rheinbund wurde 1806 auf Initiative des französischen Kaisers Napoleon Bonaparte gegründet. Es handelt sich dabei um einen Zusammenschluss deutscher Staaten, die sich dazu verpflichteten, Frankreich im Kriegsfall beizustehen. Mit der Gründung des Rheinbundes traten die Mitgliedsstaaten aus dem Heiligen Römischen Reich aus und trugen maßgeblich zu dessen Zerfall bei.

Im Stück wird deutlich, dass die Gepflogenheiten des Dorfrichters Adams nicht denen des Gerichtsrats Walter entsprechen, sondern viel eher die lokalen Gegebenheiten des Dorfes widerspiegeln. Diese Art der Auflehnung hatte einen realhistorischen Hintergrund: Das Gewohnheitsrecht, das zuvor das Leben auf dem Land regelte, sicherte die Rechte der Bauern ab darunter fiel unter anderem das Jagdrecht. Diese Rechte wurden mit dem neuen Staatenzusammenschluss außer Kraft gesetzt, was zur Folge hatte, dass sich die Bevölkerung auf dem Land besorgt zeigte.

"Der zerbrochne Krug" – Aufbau und Sprache

Obwohl die Einteilung in dreizehn Szenen vom der klassischen Gliederung des Dramas in fünf Akte abweicht, folgt Kleist in "Der zerbrochne Krug" dem klassischen Dramenaufbau. In Bezug auf die sprachliche Ausgestaltung arbeitet der Autor vorwiegend mit Wortspielen und einer derben Figurensprache.

Aufbau des Dramas

Das Drama gliedert sich nicht – wie sonst üblich – in Akte, sondern wurde von Kleist in dreizehn unterschiedliche lange Auftritte untergliedert. Die Auftritte beginnen und enden – im wortwörtlichen Sinne –, sobald eine Figur die Bühne verlässt oder eine neue Figur hinzukommt. Mit den Auf- und Abgängen der Figuren wird in der Regel auch inhaltlich ein neuer Abschnitt eingeleitet. Dennoch kann die Einteilung des klassischen Dramenaufbaus in fünf Akte auch auf Kleists Drama angewandt werden.

Exposition in den Auftritten eins bis sechs

In der Exposition werden die zentralen Figuren des Stücks eingeführt. In den ersten fünf Auftritten werden hauptsächlich der Dorfrichter Adam und der Gerichtsschreiber Licht eingeführt. Im vierten Auftritt kommt der Gerichtsrat Walter hinzu, nachdem er in vorangegangenen Auftritten bereits angekündigt wurde und schlussendlich treten die sich vor Gericht streitenden Parteien auf: Marthe und Eve Rull sowie Veit und Ruprecht Tümpel.

Das erregende Moment leitet in "Der zerbrochne Krug" gleich zwei Konflikte ein, die im Laufe des Dramas in einem Konflikt zusammenlaufen werden: zum einen die Angst des Dorfrichters vor der Inspektion und zum anderen der Streit um den zerbrochenen Krug.

Als Exposition wird die Einführung in die Handlung bezeichnet. Die Charaktere werden vorgestellt und die Handlung eingeleitet. Das erregende Moment leitet den zentralen Konflikt ein und wird vor allem genutzt, um Spannung zu erzeugen.

Steigende Handlung im siebten und achten Auftritt

Die steigende Handlung beleuchtet den Tathergang aus zweierlei Perspektive: zum einen aus der Perspektive von Frau Marthe Rull, zum anderen aus der Perspektive von Ruprecht Tümpel. Die beiden Darstellungen widersprechen einander, wodurch sich der Konflikt zusätzlich zuspitzt.

Nachdem in der Exposition die Ausgangssituation dargelegt wurde, wird durch die steigende Handlung der Konflikt weiter ausgebaut und zugespitzt. Die dramatische Handlung wird in Gang gesetzt.

Peripetie im neunten Auftritt

Die entscheidende Wende ereignet sich im neunten Auftritt des Stücks, als Eve in den Zeugenstand gerufen wird und Ruprecht entlastet. Dennoch hat sie am Vorabend gelogen und Ruprecht als Täter bezeichnet. Mittlerweile ist auch klar, dass der Dorfrichter in die Angelegenheit verstrickt ist, allerdings ist das Ausmaß noch unbekannt.

Als Peripetie wird der Höhe- und Wendepunkt eines Dramas bezeichnet. Dabei handelt es sich um das plötzliche Umschlagen der Handlung. Der Ausgang der Handlung wird ersichtlich.

Fallende Handlung im zehnten und elften Auftritt

Die fallende Handlung enthält gleich zwei retardierende Momente. Das erste retardierende Moment ist die Verhandlungspause im zehnten Auftritt, in der der Gerichtsschreiber Licht die neue Zeugin – Frau Brigitte – zum Gericht führt und das zweite retardierende Moment ist die ausschweifende Aussage der Zeugin, die Adam zwar als Täter entlarvt, sich allerdings in unzähligen Details verliert.

Die fallende Handlung führt zum unvermeidbaren Schluss. Das retardierende Moment zögert den unvermeidlichen Ausgang der Geschehnisse heraus und macht kurzzeitig Hoffnung auf ein anderes Ende.

Lösung am Ende des elften Auftritts

Die Lösung der Konflikte ereignet sich am Ende des elften Auftritts. Adam ist als Täter entlarvt und ergreift die Flucht. Die Intrige wird aufgeklärt, sodass Eve und Ruprecht sich wieder miteinander vertragen können. Die Hochzeit soll nun doch wie geplant stattfinden und bei der anstehenden Verhandlung gegen den Dorfrichter werde man Milde walten lassen. Der zwölfte und dreizehnte Auftritt fungieren im Kontext des Dramenaufbaus als Epilog.

Als Lösung bezeichnet man das Auflösen sämtlicher Konflikte am Ende eines Dramas.

Sprache des Dramas

Das Drama wurde von Kleist im klassischen Blankvers verfasst. Dabei handelt es sich um einen ungereimten, fünfhebigen Jambus.

Verslehre

Bei einem Jambus handelt es sich um einen Versfuß, der sich aus zwei Elementen zusammensetzt: einer unbetonten und einer betonten Silbe. Die betonte folgt dabei auf die unbetonte Silbe.

Ist der Jambus fünfhebig, bedeutet das, dass das Vermaß aus fünf aufeinanderfolgenden Jamben besteht.

Der fünfhebige Jambus ist in der deutschen Literatur der Weimarer Klassik ein verbreitetes Vermaß. Selten tritt er als gereimter Vers aus, sondern eher ungereimt. Bei einem ungereimten Vers spricht man von einem Blankvers.

Die Figurensprache in Kleists Drama "Der zerbrochne Krug" ist vorrangig eins: derb. Das hängt vorwiegend mit dem dörflichen Milieu zusammen, in dem die Handlung angesiedelt ist. Allerdings spielt auch die soziale Stellung der Figuren dabei eine entscheidende Rolle. Kleist stellt in seiner Komödie das Leben der einfachen Leute dar, abgesehen vom Gerichtsschreiber Licht verfügt keine der Figuren über einen nennenswerten Intellekt.

Die Komödie wird nicht nur von der Komik der Handlung und der Figuren getragen, sondern vor allem von der Sprache. Diese sprachliche Komik wird vor allem durch eine sehr bildhafte Sprache und Wortspiele vermittelt. Im Stück wird die sprachliche Komik vorwiegend durch Frau Marthe und Ruprecht transportiert.

So gibt Frau Marthe bezüglich Ruprechts Schilderung des Tathergangs zu Protokoll:

[...] wie der Marder einbricht,Und Wahrheit wie ein gakelnd Huhn erwürgt.Was Recht liebt, sollte zu den Keulen greifen,Um dieses Ungetüm der Nacht zu tilgen.1

Besonders als es darum geht, den zerbrochenen Krug zu beschreiben, verliert sich Frau Marthe in ausschweifenden und bildhaften Beschreibungen. Dabei beginnt sie mit einer Beschreibung seines äußeren Erscheinungsbilds und verliert sich in Erläuterungen darüber, dass der Krug von Generation zu Generation weitergereicht wurde. Frau Marthe beschreibt, welch abenteuerliche Geschehnisse der Krug angeblich heile überstanden haben soll und stellt ihn dadurch als unverwüstbar dar.

Der [Frau Marthes Mann] warf, als die Franzosen plünderten,Den Krug, samt allem Hausrat, aus dem Fenster,Sprang selbst, und brach den Hals, der Ungeschickte,Und dieser irdne Krug, der Krug von Ton,Aufs Bein kam er zu stehen, und blieb ganz.1

Neben Frau Marthe bedient auch Ruprecht sich vermehrt der bildhaften Sprache. Seine Sprachspiele sind dabei allerdings nicht ganz so originell wie die von Frau Marthe. In seiner Rede greift Ruprecht vermehrt auf Sprichwörter zurück, die er verfremdet und in einem neuen Kontext gebraucht. So beispielsweise, als er über Eves Anschuldigung sagt:

[...] sie [Eve] hat so unrecht nicht, Ihr Herren.Den Krug, den sie zu Wasser trug, zerschlug ich.1

Mit der Äußerung spielt Ruprecht auf das Sprichwort "Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht" an. Das Sprichwort diente ursprünglich dazu, unsittliche Veränderungen im Leben einer jungen Frau zu beschreiben. Durch diesen Ausspruch wird deutlich, dass es nicht primär um den zerbrochenen Krug, sondern um Eves weibliche Ehre geht.

Eve ist die Figur des Dramas, die sich kaum der bildhaften Sprache bedient. Stattdessen bleibt sie bei einfachen, dafür allerdings eindeutigen Sprache, die keinen Spielraum für Interpretationen lässt.

Zuordnung zur Epoche der Weimarer Klassik und der Romantik

Kleists "Der zerbrochne Krug" lässt sich nicht ausschließlich einer Epoche zuordnen, sondern schwankt zwischen den Literaturepochen der Weimarer Klassik und der Romantik.

Die Weimarer Klassik erstreckt sich über den Zeitraum von 1786 bis 1805 und endet mit dem Tod von Friedrich Schiller. Manchmal wird das Ende der Klassik auch auf 1832 datiert – das Todesjahr von Johann Wolfgang von Goethe. Ihren Namen erhielt die Epoche, da sich der Großteil des literarischen Schaffens in der Stadt Weimar abspielte. Zentral für die Weimarer Klassik war, dass der rebellische Ton des Sturm und Drang aufgeben und das antike Griechenland wieder als Vorbild genommen wurde. Der klassische Dramenaufbau und die aristotelischen Einheiten von Handlung, Zeit und Ort gewannen dadurch wieder an Bedeutung.

Die Epoche der Romantik wird auf den Zeitraum von 1795 bis 1835 datiert und untergliedert sich in die Frühromantik (bis 1804), die Hochromantik (bis 1815) und die Spätromantik (bis 1835). Die Romantik befasst sich grundsätzlich mit einer Abkehr von den Idealen der Weimarer Klassik. Zentrale Motive dieser Strömung waren Weltflucht, die Rückbesinnung auf die Natur, die Nacht sowie die Flucht vor der Realität in Traum- oder Fantasiewelten.

Wenn Du Dich noch genauer in die Epoche einlesen möchtest, kannst Du das in den entsprechenden Erklärungen zur "Weimarer Klassik" und "Romantik Literatur" auf StudySmarter machen.

Für einer Zuordnung des Stücks zur Weimarer Klassik spricht, dass das Drama von Kleist im klassischen Blankvers verfasst worden ist. Allerdings lässt sich die Verwendung dieses Versmaßes durchaus parodistisch verstehen: Die Figuren belügen sich, versuchen, die wahren Zusammenhänge zu vertuschen, reden aneinander vorbei und verwenden oftmals derbe Ausdrücke. Ferner verzichtet Kleist auf die klassische Einteilung in fünf Akte, folgt mit seinem Stück aber dennoch dem klassischen Dramenaufbau. Kleist bedient sich also der Merkmale, die für die Epoche der Weimarer Klassik üblich sind, hält sich allerdings nicht strikt an die Vorgaben, sondern lockert diese stellenweise auf.

Für eine Zuordnung zur Romantik spricht gerade die Auflockerung der strikten Vorgaben der Klassik. Die Romantiker*innen lehnten sich grundsätzlich gegen die Ideale der Weimarer Klassik auf. Ebenso das Motiv des vorausdeutenden Traums im dritten Auftritt für eine Zuordnung des Stücks zur literarischen Epoche der Romantik.

"Der zerbrochne Krug" – Interpretation

Kleists Drama "Der zerbrochne Krug" lässt sich der Form nach einerseits als Komödie in Abgrenzung zur Tragödie interpretieren, andererseits als analytisches Drama. In einer inhaltlichen Interpretation übt der Autor Kritik am geltenden Rechtssystem.

"Der zerbrochne Krug" als Komödie

Während die Tragödie als Gattung innerhalb der Literaturgeschichte viel Beachtung fand und immer wieder analysiert wurde, gibt es in Bezug auf die Komödie weniger Informationen über den Aufbau und die Wirkungsweise. Das liegt vorwiegend daran, dass Humor – also das, was komisch ist – stets im Auge des Betrachters liegt.

Bei einer Komödie – oft auch Lustspiel genannt handelt es sich um eine dramatische Gattung. Die Komödie thematisiert primär das Leben der einfachen Leute und geht auf deren menschliche Schwächen ein. Konflikte werden am Ende locker und heiter aufgelöst.

Wie bei einer Tragödie entwickelt sich die Handlung auch bei einer Komödie aus einem Konflikt heraus. Die Hauptfigur der Komödie hat sich dabei in eine Lage manövriert, in der sie den Werten und Normen der Gesellschaft konträr gegenübersteht. Dadurch wird dem/der Zuschauer*in das Identifikationspotential mit dem/der Protagonist*in genommen.

Die für die Komödie typische Komik entsteht erst im Bewusstsein der Zuschauer. Diese betrachten die Situation von außen, sind den Figuren auf der Bühne in ihrem Wissen überlegen und durchschauen die Zusammenhänge. Während alle Figuren – abgesehen vom Gerichtsschreiber Licht – in "Der zerbrochne Krug" die Gerichtsverhandlung sehr ernst nehmen, durchschaut der/die Zuschauer*in schnell, inwiefern der Dorfrichter in die Ereignisse verstrickt ist.

Dadurch, dass die Hauptfigur sich selbst in eine missliche Lage gebracht hat und dafür die Verantwortung trägt, entfällt nicht nur das Identifikationspotential, sondern auch das Mitleidsempfinden aufseiten der Zuschauer. Frei nach dem Motto: Wer anderen eine Grube gräbt, fällt am Ende selbst hinein. Dadurch wird Schadenfreude geschürt.

"Der zerbrochne Krug" endet – wie es für eine Komödie typisch ist – mit der Auflösung aller Konflikte. Obwohl der Dorfrichter Adam sich schuldig gemacht hat, wird am Ende zwar angedeutet, dass gerichtlich gegen ihn vorgegangen wird, aber man Milde walten lassen wird.

"Der zerbrochne Krug" als analytisches Drama

Kleists Drama "Der zerbrochne Krug" kann nicht nur als Komödie betrachtet werden, sondern auch als analytisches Drama. Weitere Dramen, die dieser Gattung zugeordnet werden können, sind beispielsweise "König Ödipus" von Sophokles oder auch "Der Besuch der alten Dame" von Friedrich Dürrenmatt. Eine analytische Erzählweise findet sich häufig auch in Kriminalgeschichten.

Ein analytisches Drama – oft auch Enthüllungsdrama genannt – baut auf einem bestimmten Vorfall auf, der sich in der Vergangenheit ereignet hat, und rückwirkend aufgerollt wird. Dabei sind zunächst nur die Auswirkungen, die das Geschehene auf die Gegenwart hat, erkennbar.

Der Gerichtsprozess, der in Kleists Drama verhandelt wird, verlangt förmlich nach einer Vorgeschichte, denn ohne ein Verbrechen, das sich zuvor ereignet hat, gäbe es keinen Sachverhalt, der vor Gericht verhandelt werden. Besagte Vorgeschichte kommt im Verlauf der Handlung ans Licht – auch, wenn der Dorfrichter Adam immer wieder versucht, seine Tat zu verschleiern.

Zentrales Element eines analytischen Dramas ist die Figur, die innerhalb des Stücks die Rolle des Detektivs übernimmt. Eigentlich wäre es im Drama die Aufgabe des Dorfrichters Adam, den Fall zu verhandeln und den Schuldigen zu ermitteln. Allerdings läuft diese Aufgabe dem Wunsch entgegen, die eigene Schuld zu verschleiern. Daher übernimmt der Gerichtsrat Walter – mit Hilfestellung durch den Gerichtsrat Licht – die Rolle des Detektivs.

Kritik am Rechtssystem

Der Dorfrichter Adam verkörpert im Stück die Schwächen des Justizsystems. Er missbraucht seine Amtsgewalt, um eine Straftat, die er selbst begangen hat, einem anderen in die Schuhe zu schieben zunächst Ruprecht Tümpel, dann dem Flickenschuster Lebrecht. Im Zuge des Verschleierungsversuchs ergreift er Partei, verhält sich gegenüber den vor Gericht Streitenden hochmütig und vermischt seine privaten Interessen mit seinen beruflichen Aufgaben.

Immer mehr verstrickt der Dorfrichter sich im Verlauf der Handlung in seinen Lügen, sodass seine Schuld am Ende offen ersichtlich wird.

"Der zerbrochne Krug" – Autor Heinrich von Kleist

Der Autor Heinrich von Kleist wurde entweder am 10. oder am 18. Oktober 1777 geboren. Bei dem erstgenannten Datum handelt es sich um eine eigene Angabe des Autors, das zweite Datum steht im Kirchenbuch. Kleist nahm sich am 21. November 1811 selbst das Leben.

Als Autor prägte er besonders die Literaturepochen der Weimarer Klassik und der Romantik. Die zentralen Themen und Motive seines Gesamtwerkes sind die Frage nach der individuellen Schuld und dem Konflikt zwischen Individuum und Gesellschaft. "Der zerbrochne Krug" gilt dabei als das bekannteste Werk von Heinrich von Kleist.

Heinrich von Kleist wurde als Sohn eines alten pommerschen Adelsgeschlechts geboren. Ganz im Sinne der Familientradition trat er nach Beendigung der Schule dem Militär bei. Seine militärische Laufbahn endete 1799. Im selben Jahr nahm Kleist sein Studium der Mathematik an der Universität Frankfurt an der Oder auf, brach es jedoch nach drei Semestern wieder ab.

Von da an führte Kleist ein unstetes Leben. Zunächst verschlug es ihn nach Paris, dann in die Schweiz, nach Königsberg, schließlich nach Dresden und zuletzt nach Berlin. Sein Leben war geprägt von der ständigen Suche nach Glück und innerer Unruhe.

Für seinen Weg in den Tod fand Kleist eine Begleiterin: die unheilbar an Krebs erkrankte Henriette Vogel. Mit ihrem Einverständnis erschoss er am 21. November 1811 erst sie und dann sich selbst.

Weitere bekannte Werke von Kleist sind die Dramen "Penthesilea" (1808) und "Prinz Friedrich von Homburg" (1809/1810) und die Erzählung "Die Marquise von O..." (1808).

Der zerbrochne Krug - Das Wichtigste

  • Die Komödie "Der zerbrochne Krug" wurde 1808 uraufgeführt, die erste vollständige Druckfassung erschien im Jahr 1811.
  • Inhaltlich geht es um den Dorfrichter Adam, der eine Tat verhandeln muss, die er selbst begangen hat. Im Verlauf der Handlung versucht er, seine Schuld zu vertuschen, die Indizien erhärten den Verdacht allerdings immer mehr, sodass am Ende offen ersichtlich wird, dass Adam sich schuldig gemacht hat.
  • Das Drama ist in dreizehn Auftritte gegliedert und nicht zusätzlich in Akte unterteilt, dennoch folgt Kleist damit dem klassischen Dramenaufbau.
  • Sprachlich ist das Stück im klassischen Blankvers einem ungereimten, fünfhebigen Jambus geschrieben. Entsprechend dem ländlichen Milieu ist die Figurensprache sehr derb und vor allem durch Wortspiele charakterisiert.
  • Das Stück lässt sich nicht eindeutig einer Epoche zuordnen, sondern erfüllt sowohl Merkmale der Weimarer Klassik als auch der Romantik.
  • Strukturell kann "Der zerbrochne Krug" zum einen als Komödie, zum anderen als analytisches Drama interpretiert werden. In einer inhaltlichen Interpretation übt der Autor Kritik am geltenden Rechtssystem.


Nachweise

  1. Projekt-Gutenberg.org: Der zerbrochne Krug von Heinrich von Kleist (13.06.2022)
  2. Inhaltsangabe.de: Der zerbrochne Krug von Heinrich von Kleist (13.06.2022)
  3. Lektürehilfe.de: Interpretation Der zerbrochne Krug von Heinrich von Kleist (13.06.2022)

Häufig gestellte Fragen zum Thema Der zerbrochne Krug

"Der zerbrochne Krug" spielt in dem kleinen Dorf Huisum. Dabei handelt es sich um ein fiktives niederländisches Dorf in der Provinz Utrecht. 

"Der zerbrochne Krug" kann als Komödie interpretiert werden. Die Komödie thematisiert primär das Leben der einfachen Leute und geht auf deren menschliche Schwächen ein. Konflikte werden am Ende locker und heiter aufgelöst. Die Hauptfigur des Stücks – der Dorfrichter Adam – hat sich durch das Verbrechen, das er begangen hat, in eine Lage gebracht, in der er den Werten und Normen der Gesellschaft konträr gegenübersteht. Bei dem/der Zuschauer*in entsteht kein Mitleidsempfinden, sondern viel eher Schadenfreude

Der Krug wurde vom Dorfrichter Adam zerbrochen. Allerdings versucht dieser, seine Schuld zu vertuschen und hängt das Verbrechen zunächst Ruprecht Tümpel und dann dem Flickenschuster Lebrecht an. 

"Der zerbrochne Krug" wurde von Heinrich von Kleist geschrieben. 

Finales Der zerbrochne Krug Quiz

Frage

Wann erschien die erste vollständige Druckfassung von "Der zerbrochne Krug"? 

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Antwort

1811

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Frage

Wovon handelt das Drama "Der zerbrochne Krug" grob zusammengefasst? 

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Im Drama "Der zerbrochne Krug" geht es um den Dorfrichter Adam, der vor Gericht eine Tat verhandeln muss, die er selbst begangen hat. Im Verlauf der Handlung versucht er, seine Schuld zu vertuschen, die Indizien erhärten den Verdacht allerdings immer mehr, sodass am Ende offen ersichtlich wird, dass Adam sich schuldig gemacht hat. 

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Frage

Wer ist der Verlobte von Eve Rull im Drama "Der zerbrochne Krug"? 

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Antwort

Ruprecht Tümpel

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Frage

Die beiden zentralen Gegenspieler des Dorfrichters sind der _____ _____ und der _____ _____. 

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Die beiden zentralen Gegenspieler des Dorfrichters sind der Gerichtsrat Walter und der Gerichtsschreiber Licht

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Frage

Aus wie vielen Auftritten besteht das Drama "Der zerbrochne Krug"? 

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13

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Frage

Wie unternimmt Kleist die Gliederung der verschiedenen Auftritte in "Der zerbrochne Krug"? 

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Die Auftritte beginnen und enden – im wortwörtlichen Sinne –, sobald eine Figur die Bühne verlässt oder eine neue Figur hinzukommt. Mit den Auf- und Abgängen der Figuren wird in der Regel auch inhaltlich ein neuer Abschnitt eingeleitet. 

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Frage

Inwiefern folgt Kleist dem klassischen Dramenaufbau, obwohl er auf eine Gliederung in Akte verzichtet? 

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Trotz der Tatsache, dass Kleist auf eine Einteilung in Akte verzichtet, folgt der Autor dem klassischen Dramenaufbau: Exposition (Auftritte eins bis sechs), steigende Handlung (Auftritte sieben und acht), Peripetie (Auftritt neun), fallende Handlung (Auftritt zehn und elf) und Lösung (Ende Auftritt elf). 

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Frage

Was ist der Höhe- und Wendepunkt des Dramas "Der zerbrochne Krug"? 

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Antwort

Der Höhe- und Wendepunkt ereignet sich im neunten Auftritt des Dramas, als Eve in den Zeugenstand gerufen wird und Ruprecht entlastet. Zu diesem Zeitpunkt ist auch klar, dass der Dorfrichter in die Angelegenheit verstrickt ist, allerdings ist das Ausmaß noch unbekannt. 

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Frage

Welche zwei Ereignisse fungieren als retardierende Momente im Drama "Der zerbrochne Krug"? 

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Antwort

Das Stück enthält gleich zwei retardierende Momente:

  • die Verhandlungspause, in der der Gerichtsschreiber Licht die neue Zeugin zum Gericht führt und
  • die ausschweifende Aussage der Zeugin, die Adam zwar als Täter entlarvt, sich allerdings in unzähligen Details verliert. 
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Frage

In welchem Versmaß verfasste Kleist das Drama "Der zerbrochne Krug"? 

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Antwort

Kleist verfasste das Drama im klassischen Blankvers.  Dabei handelt es sich um einen ungereimten, fünfhebigen Jambus.

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Frage

Die sprachliche Komik in "Der zerbrochne Krug" wird vor allem durch die Figuren _____ _____ und _____ _____ transportiert. 

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Antwort

Die sprachliche Komik in "Der zerbrochne Krug" wird vor allem durch die Figuren Marthe Rull und Ruprecht Tümpel transportiert. 

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Frage

Zu welcher literarischen Epoche lässt sich "Der zerbrochne Krug" zuordnen? 

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Antwort

Weimarer Klassik

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Frage

Inwiefern lässt sich "Der zerbrochne Krug" als Komödie interpretieren? 

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Antwort

Die Komödie thematisiert primär das Leben der einfachen Leute und geht auf deren menschliche Schwächen ein. Konflikte werden am Ende locker und heiter aufgelöst. Die Hauptfigur des Stücks – der Dorfrichter Adam – hat sich durch das Verbrechen, das er begangen hat, in eine Lage gebracht, in der er den Werten und Normen der Gesellschaft konträr gegenübersteht. Bei dem/der Zuschauer*in entsteht kein Mitleidsempfinden, sondern viel eher Schadenfreude

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Frage

Was ist ein analytisches Drama? 

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Antwort

Ein analytisches Drama – oft auch Enthüllungsdrama genannt – baut auf einem bestimmten Vorfall auf, der sich in der Vergangenheit ereignet hat, und rückwirkend aufgerollt wird. Dabei sind zunächst nur die Auswirkungen, die das Geschehene auf die Gegenwart hat, erkennbar. Eine analytische Erzählweise findet sich häufig in Kriminalgeschichten. 

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Frage

Welche weiteren bekannten Werke verfasste Heinrich von Kleist? 

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Antwort

Weitere bekannte Werke von Kleist sind die Dramen "Penthesilea" (1808) und "Prinz Friedrich von Homburg" (1809/1810) und die Erzählung "Die Marquise von O..." (1808). 

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