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Romantik Literatur

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Deutsch

Die Romantik bezeichnet eine Epoche der Kulturgeschichte. Sie begann am Ende des 18. Jahrhunderts und endete erst Anfang des 19. Jahrhunderts. Literaturwissenschaftlich wird die Romantik von 1795 bis 1835 datiert und untergliedert sich in die Frühromantik (bis 1804), die Hochromantik (bis 1815) und die Spätromantik (bis 1835).

Inhaltlich befassten sich die Vertreter*innen der Romantik mit einer grundsätzlichen Abkehr von den Idealen der Weimarer Klassik. Dabei wurde insbesondere der Rationalismus der Aufklärung in Frage gestellt. Wichtige Motive der romantischen Kunst waren zudem die Freiheit des Individuums und seines schöpferischen Schaffens, sowie Weltflucht und Sehnsucht nach dem Mittelalter.

Wenn Du Dich tiefgehend mit vorangegangenen Literaturepochen beschäftigen möchtest, dann schau Dir die Erklärungen zur "Aufklärung" oder "Weimarer Klassik" auf StudySmarter an.

Der Begriff "Romantik" geht ursprünglich auf das altfranzösische Wort „romanz“ zurück und meint etwa sowas wie fantastisch oder wunderbar. Der romantische Dichter Novalis benutzte das Wort Romantik als Erster, meinte damit aber eigentlich die „Lehre vom Roman“. Wie der Roman leitet sich auch der Name der Literaturepoche vom gleichen Begriff Lingua romana ab, womit die romanischen Sprachen wie Französisch oder Spanisch gemeint sind.

Historische Einordnung der Romantik

Die romantische Epoche stand vor allem unter dem prägenden Einfluss der Französischen Revolution von 1789 sowie deren Folgen. Sie führte in Europa zu einem Epochenumbruch im politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereich. In Frankreich endete durch die Revolution die Herrschaft des Adels und des Klerus über den restlichen, weit überwiegenden Teil der Bevölkerung. Ihre Kerninhalte "Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit" fanden in der Folge über die französischen Grenzen hinaus schnellen Anklang und verbreiteten sich in Europa.

Im Folgenden findest Du ein kurze Zusammenfassung der wichtigsten Folgen der Französischen Revolution.

Ende der Feudalgesellschaft

Die feudale Gesellschaftsordnung (Ständegesellschaft) bestand in Europa seit dem Mittelalter. Sie bedeutete eine Gliederung der Gesellschaft in den 1. Stand (Klerus) und den 2. Stand (Adel). Diese zwei Stände umfassten nur sehr wenige Menschen und die Zugehörigkeit zu einem der beiden ersten Stände bestimmte die Geburt oder die Herkunft. Sie herrschten über den 3. Stand, die Bauern und Leibeigenen.

Die revolutionären Kräfte in Frankreich waren Angehörige des 3. Standes und ihre Intention war es, die Herrschaft der kleinen Elite über sie selbst zu beenden. Von besonderem Einfluss war dabei die Epoche der Aufklärung, die sich unmittelbar vor der Romantik ansiedeln lässt. Inhaltlich kann die Französische Revolution als eine logische Folge der Verbreitung aufklärerischer Ideen in Europa gesehen werden.

Die Aufklärung

Die Aufklärung bezeichnet eine literaturwissenschaftliche Epoche des 18. Jahrhunderts, die im Zeitraum zwischen 1720 und 1785 angesiedelt wird. Die Autor*innen dieser Zeit sahen die rationale Vernunft als die wichtigste menschliche Fähigkeit an. Von dieser Fähigkeit ausgehend erhofften sich die Repräsentant*innen der Aufklärung gesellschaftliche Veränderungen auf sozialer, politischer und philosophischer Ebene.

Ihr zentrales Anliegen war die Emanzipation, also Befreiung des Menschen aus strukturellen Abhängigkeiten vom Adel und der Kirche mittels ihrer Fähigkeit vernünftig und selbständig zu denken. Neben dem Konzept der rationalen Vernunft entstand während der Aufklärung auch das empirische Erkenntnisverfahren.

Trennung von Kirche und Staat

Die Trennung von Kirche und Staat (Säkularisierung) war eine weitere Folge der Revolution von 1789. Konkret bedeutete Trennung, dass der unmittelbare Einfluss des Klerus (1. Stand) auf politische Entscheidungen unterbunden wurde. Allerdings nahm die Kirche noch bis ins 19. Jahrhundert entscheidenden Einfluss auf das Leben der Menschen.

Entstehung neuer Staatsformen

Nachdem die Revolution geglückt war und die Herrschaft des Adels beendet werden konnte musste über eine neue Staatsordnung nachgedacht werden. Der schwindende Einfluss der Kirche und insbesondere die Trennung ihrer vom Staat führten in diesem Zusammenhang dazu, dass das Konzept einer Monarchie grundsätzlich in Frage gestellt werden musste, da die Monarchien Europas ihren Herrschaftsanspruch mit Hilfe der Kirche rechtfertigen konnten: Sie bezeichneten und inszenierten sich als Vertreter*innen Gottes auf Erden.. Durch die Trennung von Kirche und Staat entfiel auch die Legitimationsgrundlage des Herrschaftsanspruches.

Als Monarchie (altgr. "Alleinherrschaft") wird eine Staatsform bezeichnet, bei der die gesamte politische Entscheidungsgewalt bei einer Person, dem/der Monarch/in, liegt. Das Amt wird in der Regel auf Lebenszeit ausgeübt. Monarch*innen hatten meistens eine adelige Herkunft und übertrugen ihr Amt durch Vererbung (dynastisches Prinzip) oder (selten) durch Wahlen.

Viele europäische Kleinstaaten und Fürstentümer fielen unter die Herrschaft des französischen Kaisers Napoleon und die Menschen mussten sich nicht nur mit schnellen Veränderungen ihrer Lebensrealitäten arrangieren, sondern auch mit häufigen, kriegerischen Auseinandersetzungen.

Nachdem sich Napoleon in Europa innerhalb von wenigen Jahren eine militärische Vorherrschaft gesichert hatte, begannen bereits 1792 die Koalitions- oder Befreiungskriege. Im Herbst 1813 kam es dann zur berühmten Völkerschlacht bei Leipzig, bei der über 100.000 Soldaten ihr Leben verloren.

Die Koalitions- oder auch Napoleonischen Kriege (1792-1815) waren kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und anderen europäischen Monarchien. Ausgangspunkt der Konflikte war die Französische Revolution von 1789, die zum Sturz der französischen Monarchie führte. Viele europäische Monarchien hatten in der Folge die Befürchtung, dass sich das gedankliche Gut der Revolution in Europa verbreiten könnte und ihre Herrschaft damit in Gefahr wäre.

Im späteren Verlauf der Kriege ging es allerdings nicht mehr nur um die Eindämmung der Ideale der französischen Revolution. Vielmehr sollte auch verhindert werden, dass Napoleon, der sich inzwischen selbst zum Kaiser der Franzosen gekrönt hatte, das französische Kaiserreich in Europa weiter ausdehnt.

Selbstverständnis der Romantiker*innen

Die Künstler*innen der romantischen Epoche vertraten die Auffassung, dass sich die Menschen von den Idealen der Weimarer Klassik abwenden sollten. Insbesondere war ihnen wichtig, dass Empfindsamkeit, Fantasie und Übernatürliches wieder mehr Beachtung finden darf.

Ideale der Weimarer Klassik

Zu den zentralen Anliegen der Weimarer Klassik gehörten das Streben nach einer moralischen und ästhetischen Welt. Insbesondere bezog man sich auf die Ideale der griechischen Antike. Durch die aufkommende Industrialisierung in Europa und den immer stärker werdenden Einfluss von Wissenschaft orientierten sich die Vertreter*innen der Klassik verstärkt an real existierenden, weltlichen Themen und Pflichten.

Die menschliche Empfindsamkeit trat im Vergleich zu der Epoche davor, dem Sturm und Drang, stark in den Hintergrund. Emotionen sollten aber weiterhin einen Platz haben. Wichtig war nur, dass die Empfindsamkeit des Menschen stets von einem moralischen Wertegerüst umgeben war, so dass Emotionen, Fantasien und Gefühle in rationaler Weise eingeordnet und gegebenenfalls korrigiert werden können.

Menschen sollten sich stärker an der eigenen Kultur und Geschichte orientieren und nicht mehr länger an einem Ideal aus der Antike festhalten. Dies bedeutete konkret, dass sich die Künstler*innen der Romantik an der Sagen- und Mythenwelt des Mittelalters orientierten.

Die Romantiker*innen sahen in den Gesellschaften des Mittelalters die letzte kulturelle Entwicklungsstufe vor der Aufklärung, in der eine universale oder "Ganzheitskultur" gegenwärtig war. Größtenteils lässt sich diese Bewertung des Mittelalters aus heutiger Sicht jedoch als verklärt bewerten, weil die Grundlage für die romantische Sichtweise auf das Mittelalter aus Mythen und Sagen entstammt und nicht auf den tatsächlichen, historischen Begebenheiten des Mittelalters. Dennoch sahen Menschen in der Romantik das Mittelalter als das "Goldene Zeitalter".

Im Kern ging es den Romantiker*innen darum, dass in ihren Augen das Menschenbild der Weimarer Klassik unvollständig war. Dieses wurde entscheidend durch die Aufklärung geprägt und sah vor, dass nur in rationalen Kategorien gedacht werden solle. Nach Auffassung der Vertreter*innen der Romantik sollten diese rationalen Denkkategorien nicht abgeschafft, sondern ergänzt werden. Über rationales Denken hinaus sollten auch unerklärliche, phantastische und träumerische Aspekte zum menschlichen Denken und Empfinden hinzukommen.

Die rationale Vernunft als grundlegendes Konzept der Aufklärung sieht vor, dass sich Erkenntnisse jeglicher Art auch ohne sinnliche Wahrnehmung des zu untersuchenden Gegenstands gewinnen lassen. Rationale Vernunft bedeutet konkret das Erkennen von Mustern oder Gesetzmäßigkeiten, aus denen sich Regeln und Bedingungen ableiten lassen. Werden die Muster zutreffend erkannt, also eine korrekte Regel und eine korrekte Bedingung festgelegt, dann ist die Schlussfolgerung neuen Aussage möglich.

Intuitionen und Ahnungen sollten zum Beispiel einen ebenso hohen Stellenwert genießen wie naturwissenschaftliche Ansätze. Es bestand eine Sehnsucht nach der Schönheit und Unverfälschtheit der Wildnis, von der sich die Menschheit seit der Aufklärung immer weiter entfernte.

Ein Zustand in dem sowohl rationales Denken, als auch übernatürliche Empfindungen und Träume möglich sind, wurde als "universalpoetisch" bezeichnet und kennzeichnete das Hauptanliegen von Künstler*innen der Romantik. Sie sahen diesen Zustand als einen Zustand der Einheit von Körper und Geist. Weitere Erläuterungen zu diesem Aspekt findest Du im Abschnitt zur Frühromantik weiter unten.

Phasen der Romantik

Die Literaturepoche der Romantik (1795-1835) lässt sich in drei zeitliche Phasen untergliedern. Im Folgenden findest Du die wichtigsten Merkmale der Phasen sowie deren Entwicklung.

Frühromantik (1798-1804)

Die Phase der Frühromantik wird als "Jenaer Romantik" bezeichnet. Ursächlich dafür ist der Umstand, dass die Universitätsstadt Jena damals ein geistiges Zentrum Europas war. Wichtige Vertreter*innen der Geisteswissenschaften wirkten dort zusammen und erschufen das romantische Weltbild, wozu insbesondere der Wunsch nach einer "Universalpoesie" gehörte.

Das Konzept der Universalpoesie wurde von Friedrich Schlegel (1772-1829) geprägt. Einerseits meinte er damit die Erweiterung des Menschenbildes der Klassik um ein Denken und Wirken jenseits von rationalen Kategorien. Zudem sollten auch verschiedene geisteswissenschaftliche Disziplinen und Kunstformen miteinander kombiniert werden, also zum Beispiel Literatur und Philosophie. Die daraus resultierenden Mischformen wurden dann als "Universalpoesie" bezeichnet.

Wichtige Vertreter der Frühromantik waren unter anderem der Dichter Friedrich von Hardenberg (1772-1801), der unter seinem Pseudonym "Novalis" bekannt wurde sowie August Wilhelm Schlegel (1767-1845) und Friedrich Schlegel (1772-1829).

Hochromantik (1804-1815)

Die Phase der Hochromantik war stark von den Koalitionskriegen geprägt. In dieser Zeit voller schneller Veränderungen und kriegerischem Leid hinterfragten viele Menschen in Europa die eigene kulturelle Identität und strebten nach einem Nationalgefühl, mit dem sie sich identifizieren konnten. In der Folge suchten viele Vertreter*innen dieser Phase nach nationalen Traditionen und hatten ein starkes Interesse an Volkspoesie, Volksmärchen und Fabeln. Diese wurden zum Teil gesammelt, überarbeitet und veröffentlicht.

Wichtige Vertreter dieser Phase waren unter anderem die Brüder Jacob (1785-1863 ) und Wilhelm Grimm (1786-1859). Ihre Sammlung von Volksmärchen, heute bekannt als "Grimms Märchen", gelangte zu weltweiter Berühmtheit. Neben den Gebrüdern Grimm gelten Persönlichkeiten wie Joseph von Eichendorff (1788-1857), Clemens Brentano (1778-1842) und Achim von Arnim (1781-1831) zu den bekanntesten Schriftstellern der Hochromantik.

Spätromantik (1816-1835)

Die Phase der Spätromantik wird auch als "Berliner Romantik" bezeichnet. Der Hintergrund dessen ist, dass Berlin damals ein Ort war, in dem viele Anhänger*innen der Romantik ihren Lebens- und Schaffensmittelpunkt hatten. Inhaltlich wurden in dieser Phase die Ansätze der vorangegangen Phasen aufgegriffen. Neu war eine verstärkte Fokussierung auf Mystik und Unheimliches.

Zu den bekannten Vertreter*innen dieser Phase gehörten unter anderem E.T.A. Hoffmann (1776-1822), Bettina von Arnim (1785-1859) sowie Ludwig Tieck (1773-1853).

Schwarze Romantik (1816-1848)

Ungefähr zeitgleich mit der Spätromantik entstand auch eine Strömung, die als "Schwarze Romantik" bezeichnet wird. Inhaltlich wurde die dunkle Seite der menschlichen Psyche thematisiert, vor allem Ängste und Abgründe. Vorbildhaft für die Strömung war die englische Gothic Novel, eine Art Schauerroman. E.T.A. Hoffmann (1776-1822) ist der bekannteste Vertreter dieser Strömung in Deutschland.

Motive in der Romantik

Im Zuge der Aufklärung entstand ein neues Menschenbild. Aufgeklärte Menschen sahen sich aufgrund ihres rationalen Verstandes und dem Erstarken der Naturwissenschaften als Herrscher über die Natur. Die Vertreter*innen der Romantik hingegen wollten den Menschen als Teil der Natur verstehen.

Der rationale Verstand sollte weiterhin einen Stellenwert haben, jedoch idealerweise ergänzt durch die teilweise irrationalen Potentiale einer blühenden Fantasie und menschliche Empfindungen.

Die Flucht in Traum- und Fantasiewelten

Das Zeitalter der Romantik war politisch und gesellschaftlich von vielen Umbrüchen und Unsicherheiten geprägt. Die fortschreitende Industrialisierung veränderte Europa grundlegend. Maschinen konnten fortan die Tätigkeiten von Menschen übernehmen und Menschen wurden zunehmend rational auf Grundlage ihrer Nützlichkeit bewertet.

Zudem gab es unzählige, kriegerische Auseinandersetzungen, was das allgemeine Gefühl von Verunsicherung innerhalb der Gesellschaft verstärkte. Folglich flüchteten sich die Romantiker*innen in Traum- und Fantasiewelten, die nur in ihrer Fantasie existierten. So war es möglich der schwer erträglichen Realität wenigstens zeitweise zu entkommen.

Die Ablehnung des gegenwärtig Etablierten

Romantische Künstler*innen verstanden sich als gegensätzlich zum bestehenden Bürgertum. Es wurde vor allem moralisch kritisiert, dass Angehörige des Bürgertums angepasst seien und das Erreichen von wirtschaftlichen Erfolgen das Wichtigste sei. Zusammengefasst wurden bürgerliche Menschen als "Spießbürger" abgetan.

Die Blaue Blume

Die Blaue Blume ist das wichtigste Symbol der Romantik. Sie repräsentiert die Sehnsucht nach dem Unerreichbaren.

Erstmalig benutzte der Dichter Novalis (1772 -1801) in seinem Roman "Heinrich von Ofterdingen" das Symbol einer blauen Blume.

Die Nacht

Die Nacht wird in der Romantik als wichtig empfunden, da in der Nacht z.B. geträumt wird. In Träumen kommen Menschen mit ihrer inneren Gefühlswelt in Berührung.

Der Spiegel

Spiegel werden in der Romantik als Symbol für eine Schnittstelle zwischen Realität und Irrealität benutzt. Einerseits zeigt ein Spiegel ganz real des Spiegelbild desjenigen Menschen, der in ihn hineinschaut. Auf der irrealen Ebene hingegen bedeutet "in den Spiegel schauen" viel mehr. In der Regel ist damit gemeint zu überprüfen, ob man mit sich selbst hinsichtlich der eigenen Handlungen zufrieden ist.

Das Reisen

Ein weiteres Motiv der Romantik ist die Reiselust. Viele Künstler*innen der Epoche verspürten einen Drang nach Freiheit und fernen Orten. Hier spielt das Fluchtmotiv zudem eine Rolle.

Die romantische Ironie

Romantische Ironie bedeutet, dass ein romantisches Werk sich auf sich selbst bezieht.

Stell Dir vor, dass "Harry" in "Harry Potter" z.B. nach einer Unterrichtsstunde Zaubertränke zur Entspannung "Harry Potter" lesen würde. Solche Selbstbezüge kommen in romantischen Werken häufig vor.

Synästhesie

Die Sprache der Romantiker*innen ist geprägt von einem Stil, der mit Klängen und Farben arbeitet. So entstehen z.B. bildliche Assoziationen und die Leser*innen sind imstande, das Gelesene auf verschiedenen Sinnesebenen wahrzunehmen.

"Die Wälder rauschen" oder "Die Melodie schmeckt nach Liebe".

Literaturgattungen in der Romantik

Der nachfolgende Abschnitt befasst sich mit den Besonderheiten verschiedener Gattungen in der romantischen Epoche. Ganz zentral war aber in der Romantik der Wunsch nach einer Universalpoesie, also einem verschmelzen der verschiedenen Gattungen.

Epik

Unter den epischen Literaturformen werden besonders der Roman, die Novelle und das Kunstmärchen verbreitet. Der Roman ist jedoch als die dominierende Gattung anzusehen. Sie wird durch Volksmärchen, Lieder und Briefe ergänzt.

Lyrik

Die Lyrik war in der Romantik wohl die beliebteste Gattung, weil in Gedichten sehr gut der innere Gefühlszustand beschrieben und thematisiert werden kann. Im Sinne der Universalpoesie konnten zudem erzählerische, also epische, Elemente einbezogen werden.

Romantische Lyrik war hinsichtlich des Aufbaus wie ein Volkslied aufgebaut: Strophen mit vier bis sechs Versen, die im Kreuzreim formuliert sind.

Drama

Das Drama hatte in der Romantik eine eher unbedeutende Rolle. Die lag vor allem daran, dass Dramen nach recht strikten Regeln ablaufen und eine Vermischung verschiedener Kunstformen deshalb stark erschwert war.

Bekannte Vertreter*innen der Romantik

Nachfolgend findest Du eine Auflistung wichtiger Autor*innen der Romantik.

Wichtige Autor*innen

  • Joseph von Eichendorff (1788 – 1857)
  • E.T.A Hoffman (1776 – 1822)
  • Novalis (1772 -1801)
  • Clemens Brentano (1778 - 1842)
  • Mary Shelly (1797 – 1851)

Wichtige Werke

Romantik Epoche - Das Wichtigste

  • Die Romantik bezeichnet eine Epoche der Kulturgeschichte. Sie begann am Ende des 18. Jahrhunderts und endete erst Anfang des 19. Jahrhunderts. Literaturwissenschaftlich wird die Romantik von 1795 bis 1835 datiert und untergliedert sich in die Frühromantik (bis 1804), die Hochromantik (bis 1815) und die Spätromantik (bis 1835).
  • Die romantische Epoche stand vor allem unter dem prägenden Einfluss der Französischen Revolution von 1789 sowie deren Folgen. Die zeitgenössischen Menschen mussten sich nicht nur mit schnellen Veränderungen ihrer Lebensrealitäten arrangieren, sondern auch mit häufigen, kriegerischen Auseinandersetzungen

  • Im Kern des Selbstverständnisses romantischer Künstler*innen stand der Vorsatz einer Abwendung von den Idealen der Weimarer Klassik. Es ging es den Romantiker*innen darum, dass neben dem rationalen Denken der Aufklärung auch Fantasie und Irrationales einen Platz erhalten.

  • In der Phase der Frühromantik entsteht das Konzept der Universalpoesie.

  • Vertreter*innen der Hochromantik suchten nach nationalen Traditionen und hatten ein starkes Interesse an Volkspoesie, Volksmärchen und Fabeln. Bei der Flucht in märchenhafte Welten ging es primär um ein geistiges Entfliehen aus der kriegerischen Realität.

  • In der Spätromantik wurden inhaltlich die Ansätze der vorangegangen Phasen aufgegriffen. Neu war eine verstärkte Fokussierung auf Mystik und Unheimliches.

  • Die wichtigsten Motive der Romantik sind: Rückbesinnung auf die Natur, Flucht in Traum- und Fantasiewelten, Glorifizierung des Mittelalters sowie eine Ablehnung des gegenwärtig Etablierten.

  • Das wichtigste sprachliche Stilmittel der Romantik ist die Synästhesie.

Romantik Literatur

Die Romantik ist eine literaturgeschichtliche Epoche. Sie begann am Ende des 18. Jahrhunderts und endete erst Anfang des 19. Jahrhunderts. Literaturwissenschaftlich wird die Romantik von 1795 bis 1835 datiert. Inhaltlich befassten sich die Vertreter*innen der Romantik mit einer grundsätzlichen Abkehr von den Idealen der Weimarer Klassik. Dabei wurde insbesondere der Rationalismus der Aufklärung in Frage gestellt. Wichtige Motive der romantischen Kunst waren zudem die Freiheit des Individuums und seines schöpferischen Schaffens, sowie Weltflucht und Sehnsucht nach dem Mittelalter.

Typisch waren inhaltlich vor allem Beschreibungen innerer Gefühlszustände von Menschen. Im Sinne der Universalpoesie konnten zudem erzählerische, also epische, Elemente einbezogen werden.

Romantische Lyrik war hinsichtlich des Aufbaus wie ein Volkslied aufgebaut: Strophen mit vier bis sechs Versen, die im Kreuzreim formuliert sind.

Die wichtigsten Merkmale der Romantik sind die Rückbesinnung auf die Natur, die Flucht in Traum- und Fantasiewelten, eine Glorifizierung des Mittelalters sowie eine Ablehnung des gegenwärtig Etablierten.

Die Künstler*innen der romantischen Epoche wollten erreichen, dass sich die Menschen von den Idealen der Weimarer Klassik abwenden. Insbesondere war ihnen wichtig, dass Empfindsamkeit, Fantasie und Übernatürliches wieder mehr Beachtung finden darf.

Finales Romantik Literatur Quiz

Frage

In welchen Jahren ist die Epoche der Romantik anzusiedeln?


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Antwort

1795-1830

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Frage

Zwischen welchen Epochen befindet sich die Romantik?

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Antwort

Weimarer Klassik,

Sturm und Drang, Aufklärung und Biedermeier

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Frage

Womit befasst sich die Epoche?

Antwort anzeigen

Antwort

Vor allem das Individuum mit seiner Gefühlswelt steht im Mittelpunkt.



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Frage


Was zeichnet die Frühromantik/ Jenaer Romantik aus?

Antwort anzeigen

Antwort

Die ältere oder Frühromantik, wie sie genannt wird, zeigt eine philosophisch-spekulative Ausrichtung

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Frage

Was charakterisiert die Spätromantik/ Berliner Romantik?


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Antwort

Ein wichtiges Zentrum der Spätromantik ist wieder Berlin, wo sich die wichtigsten Vertreter, wie Eichendorff, Arnim und Mörike zu dieser Zeit aufhielten.


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Frage

Woher hat die Romantik ihren Namen?


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Antwort

Der Begriff geht ursprünglich auf das altfranzösische Wort „romanz“ zurück und meint etwa sowas wie fantastisch oder wunderbar.


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Frage

Wie ist der historische Kontext der Romantik?


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Antwort

Mit dem Anfang der Französischen Revolution 1789, wurden die bisher gesetzten Regeln und Gesetze geändert: es ergaben sich gesellschaftliche Umbrüche, die vor allem technische und wirtschaftliche Fortschritte hervorriefen.


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Frage

Wie war das literarische Leben während der Romantik?


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Antwort

Um 1800 bilden sich in den Universitätsstädten nach französischem Vorbild kleine intellektuelle Gruppen.

Im Mittelpunkt dieser Salonkultur stehen vor allem geistreiche Frauen, wie Caroline Schlegel in Jena oder Henriette Herz in Berlin, die auch dichterisch tätig sind.


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Frage

Was waren die Themen und Motive der Romantik?


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Antwort

Die Lebenseinstellung der Romantiker zielt auf Schlichtheit und Harmonie, da die Menschen zu dieser Zeit, aufgrund der gesellschaftlichen Spannungen und den Wertverlusten tief verunsichert sind.

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Frage

Wie war die Sprache in der Romantik?


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Antwort

Die Sprache der Romantiker ist Magie und Wortmusik, die mit Klängen und Farben arbeitet (Synästhesie). Es entstehen feinste Assoziationen, schwebende Ahnungen und nuancenreiche Stimmungen.


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Frage

Welche epischen Formen waren besonders verbreitet?

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Antwort

Unter den epischen Formen werden besonders der Roman, die Novelle und das Kunstmärchen gepflegt. Der Roman war die dominierende Gattung.

Die geschriebenen Romane wurden jedoch mit dem Einbau von Märchen, Liedern und Briefen aufgeweicht und erweitert.

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Frage

Was war besonders an Lyrik in der romantischen Epoche?

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Antwort

Lyrik erlaubt zwar nicht den gleichen Spielraum zur Vermischung der Gattungen wie die Epik, jedoch war sie den Autor*innen der Epoche nichtsdestoweniger wichtig.

Die Lyrik zeichnete sich durch sprachliche Musikalität, Liedhaftigkeit und Volkstümlichkeit aus. Das wesentliche Gewicht lag auf der Beschreibung persönlicher Stimmungen.

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