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Emilia Galotti

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Emilia Galotti

Das Drama "Emilia Galotti" wurde von Gotthold Ephraim Lessing verfasst und 1772 veröffentlicht. Uraufgeführt wurde das Stück am 13. März 1772 anlässlich des Geburtstags von Herzogin Philippine Charlotte im Herzoglichen Opernhaus in Braunschweig. Das Werk gehört zur literarischen Epoche der Aufklärung und die willkürliche Herrschaft des Adels wird darin der aufgeklärten Moral des Bürgertums gegenübergestellt.

Inhaltsangabe und Zusammenfassung von "Emilia Galotti"

Im Zentrum des Dramas steht die bürgerliche Emilia Galotti, die dem Grafen Appiani versprochen ist. Allerdings hat auch der Prinz von Guastalla – der eigentlich mit der Prinzessin von Massa verlobt ist – sein Herz an sie verloren. Er lässt Emilia entführen, um sie für sich zu gewinnen. Der Graf wird dabei getötet und Emilia zum Schloss den Prinzen gebracht.

Die Gräfin Orsina – eine ehemalige Geliebte des Prinzen durchschaut die Zusammenhänge und enttarnt die Intrige. Sie gibt Emilias Vater einen Dolch, um Rache am Prinzen zu üben. Odoardo Galotti ich jedoch ausschließlich daran interessiert, die Tugend seiner Tochter zu retten. Auch Emilia möchte ihre Unschuld nicht verlieren und bittet ihren Vater daher, sie umzubringen. Zögerlich ersticht Odoardo Galotti seine Tochter.

Erster Akt

Bei der Durchsicht von Bittschriften wird der Prinz von Guastalla an Emilia Galotti erinnert. Er hatte sie zuvor mit ihrer Mutter getroffen und danach mehrmals bei der Messe gesehen. Mit einer Ausfahrt möchte er versuchen, sich von den Gefühlen abzulenken, die er für Emilia hat. Zusätzlich zu der Bittschrift bekommt der Prinz einen Brief von der Gräfin Orsina, einer ehemaligen Geliebten. Doch er wirft diesen ungelesen wieder weg.

Eine Bittschrift (auch Bittbrief oder Bittgesuch genannt) ist eine Schrift, in der ein oder mehrere Bittsteller versuchen, auf eine höher gestellte Person oder Institution einzuwirken.

Der Maler Conti betritt die Szene und kündigt an, dem Prinzen seine Gemälde zeigen zu wollen. Darunter ist auch ein Bild der Gräfin Orsina. Während die Bilder geholt werden, versucht der Prinz, seine Gefühle in einem inneren Monolog zu sortieren.

Ein Drama muss immer im Kontext der Aufführungssituation betrachtet werden. Der innere Monolog ist die einzige Möglichkeit, über die ein Drama verfügt, um einen Einblick in die Innenwelt der Figuren zu geben.

Das Bild der Gräfin wird in aller Kürze abgehandelt. Der Prinz empfindet nichts mehr für sie. Von dem Gemälde, das die bürgerliche Emilia Galotti zeigt, ist der Prinz hingegen sehr angetan. Er gerät ins Schwärmen über Emilias Erscheinung und beschließt, nicht nur das Bild der Gräfin Orsina zu erwerben, sondern auch das von Emilia Galotti. Das Porträt von Emilia soll allerdings nicht in der Galerie hängen, sondern in seinem Zimmer aufbewahrt werden.

Der Prinz möchte nicht nur das Bild von Emilia Galotti, sondern auch dessen reale Entsprechung besitzen. Durch seine ausgiebige Betrachtung scheint er das Abbild zum Leben erwecken zu wollen. Dabei wird der Prinz durch die Ankunft von Marinelli unterbrochen. Bevor dieser das Zimmer betritt, versteckt der Prinz das Bild.

Marinelli berichtet dem Prinzen, dass die Gräfin Orsina wieder in der Stadt sei und vor Liebeskummer fast wahnsinnig werde. Der Prinz hat für diesen Umstand nur eine zynische Anmerkung übrig. Marinelli ahnt, dass der Prinz seine anstehende Verlobung mit der Prinzessin von Massa nutzen möchte, um die Liebschaft mit der Gräfin von Orsina endgültig zu beenden.

Das Thema des Gesprächs wendet sich der anstehenden Heirat zwischen dem Grafen Appiani und Emilia Galotti zu. Der Prinz gesteht Marinelli, dass er in Emilia verliebt ist. Marinelli plant, die Heirat zu verhindern, während der Prinz auf sein Lustschloss nach Dosalo fahren soll.

Ein Lustschloss ist ein kleines Schloss, das abseits der herrschaftlichen Pflichten ausschließlich dem privaten Vergnügen dient.

Nachdem Marinelli die Szene verlassen hat, beschließt der Prinz, selbst die Initiative zu ergreifen. Er weiß, dass Emilia die Messe besucht und möchte sie in der Kirche treffen, um ihr seine Liebe zu gestehen.

Die Heilige Messe (auch nur Messe genannt) ist der Gottesdienst der katholischen Kirche.

Bevor er aufbrechen kann, muss er den Berater Camillo Rota abfertigen, der möchte, dass der Prinz noch einige Bittschriften unterzeichnet. Der Prinz geht leichtfertig mit seinen Amtsgeschäften um. Er ist derart in seine Gedanken versunken und hadert mit seinen Gefühlen für Emilia, dass er ein Todesurteil unterschreiben möchte.

Rota reagiert geistesgegenwärtig und gibt vor, das Schriftstück vergessen zu haben. Es macht ihn betroffen, wie bedenkenlos der Prinz mit menschlichen Schicksalen umgeht.

Zweiter Akt

Der zweite Akt des Dramas spielt im Stadthaus der Familie Galotti. Claudia Galotti, die Mutter von Emilia, erfährt von ihrem Bediensteten Pirro, dass ihr Mann eingetroffen ist. Kurz darauf betritt Odoardo Galotti die Szene. Er erkundigt sich nach Emilia und zeigt sich besorgt, als er erfährt, dass seine Tochter allein bei der Messe ist.

Es gelingt Claudia, ihren Mann zu beruhigen. Dennoch befiehlt Odoardo Pirro, keinen Besuch auf das Anwesen der Familie Galotti zu lassen.

Als Pirro den Eingang bewacht, taucht Angelo auf. Pirro wird von seiner Vergangenheit eingeholt, da er Angelo bei seinem letzten Überfall ausgeholfen hat. Angelo möchte wissen, wann und wo genau die Heirat von Emilia Galotti und dem Grafen Appiani stattfinden soll. Pirro erzählt ihm alles, befürchtet allerdings gleichzeitig einen Überfall der Kutsche des Paares.

Während sich die Rückkehr von Emilia hinauszögert, erzählt Odoardo seiner Frau, wie angetan er vom Grafen Appiani ist. Claudia hingegen plagt sich damit, dass sie ihre einzige Tochter nicht verlieren möchte. Es gelingt Odoardo, seine Frau von der Heirat zu überzeugen. Sie berichtet ihm von dem Prinzen, der an Emilia interessiert ist, woraufhin Odoardo mit Wut reagiert. Das Gespräch artet in eine grundsätzliche Kritik am höfischen Lebensstil aus.

Emilia kehrt in dem Moment zurück, in dem ihre Mutter in einem inneren Monolog zum Ausdruck bringt, dass sie die Gefühle des Prinzen in Ordnung findet. Emilia berichtet ihrer Mutter, dass der Prinz gestanden habe, in sie verliebt zu sein. Aus Pflichtgefühl möchte sie Appiani davon erzählen, doch ihre Mutter hält sie davon ab. Emilia fügt sich den Wünschen ihrer Mutter.

Graf Appiani erscheint und gibt sich freudig in Bezug auf die anstehende Heirat. Er berichtet zugleich davon, dass seine Freunde ihn dazu drängen, dem Prinzen von der Heirat zu erzählen. In diesem Moment verkündet Pirro, dass Marinelli eine Unterredung mit dem Grafen Appiani wünscht. Appiani soll die Heirat verschieben und als Bevollmächtigter nach Massa reisen, was dieser ablehnt.

Massa ist eine Stadt im Landesinneren von Italien.

Es kommt zu einer Auseinandersetzung der beiden Männer, als Marinelli auf die nicht standesgemäße Ehe zwischen Appiani und Emilia Galotti anspielt. Der Graf bleibt bei seiner Entscheidung und verwirft nun auch das Vorhaben, dem Prinzen von der Heirat zu erzählen.

Bei einer nicht standesgemäßen Ehe befindet sich ein Ehepartner – in der Regel die Frau – in einer gesellschaftlich niederen Position und wird dem anderen Ehepartner gegenüber als nicht ebenbürtig betrachtet.

Dritter Akt

Der Ort der Handlung verlagert sich nun bis zum Ende des Dramas auf das Lustschloss Dosalo. Dort geht es in einem Gespräch zwischen Marinelli und dem Prinzen zunächst um den gescheiterten Plan, die Heirat von Appiani und Emilia Galotti zu verhindern.

Gerade als der Prinz Marinelli darlegt, dass er für eine Entführung nicht zur Verantwortung gezogen werden wolle, fallen in der Ferne Schüsse. Marinelli hat Angelo bereits damit beauftragt, die Kutsche des angehenden Ehepaares zu überfallen und Emilia zu entführen. Der Prinz zeigt sich aufgrund der Entwicklung der Lage besorgt.

Der Überfall diente dazu, Emilia zum Schloss des Prinzen zu bringen. Angelo berichtet Marinelli zudem vom Tod des Grafen Appiani. Der Prinz erfährt jedoch nicht nichts von diesem Mord.

Emilia sucht Zuflucht im Schloss des Prinzen, doch dieser traut sich nicht, mit ihr zu sprechen. Stattdessen möchte er beobachten, wie sie bei ihrer Ankunft auf Marinelli reagiert. Dieser versucht, die junge Frau bei ihrer Ankunft zu beruhigen. Als Emilia den Namen des Prinzen vernimmt, zeigt sie sich allerdings noch besorgter. Zu diesem Zeitpunkt kann sie die Tragweite der Ereignisse noch nicht erahnen.

Schließlich kommt der Prinz hinzu und versucht ebenfalls, Emilia zu besänftigen. Auch er scheitert und fordert, dass sie sein Misstrauen ihm gegenüber ablegen soll. Der Prinz führt die sich sträubende Emilia ab. Marinelli sorgt sogleich dafür, dass die beiden ungestört bleiben und lenkt Emilias Mutter ab. Diese erkennt jedoch, dass Marinelli in den Tod des Grafen verwickelt ist. Als Claudia die Stimme ihrer Tochter hört, eilt sie zu ihr – gefolgt von Marinelli.

Vierter Akt

Der Prinz erfährt erst zu diesem Zeitpunkt, dass der Graf Appiani beim Überfall auf die Kutsche gestorben ist. Marinelli weist jede Schuld von sich und beteuert, dass es nicht sein Ziel war, den Grafen zu töten. Vollkommen überraschend wird ein Besuch der Gräfin Orsina angekündigt, doch der Prinz möchte sie nicht sehen. Er bittet Marinelli, die Gräfin zu empfangen.

Die Gräfin zeigt sich enttäuscht darüber, dass der Prinz sie nicht persönlich im Empfang nimmt. Sie bleibt hartnäckig und besteht weiterhin auf ein Gespräch mit dem Prinzen. Dieser hat die Konversation aus dem Nachbarzimmer belauscht und teilt der Gräfin lediglich beiläufig mit, dass er Besuch und entsprechend keine Zeit für sie habe. Die Gräfin ist verletzt und beginnt, auf Rache zu sinnen.

Als der Name Emilia Galotti fällt, durchschaut die Gräfin Orsina die Zusammenhänge: Ihr wird klar, dass der Prinz Appianis Mörder sein muss. Sie droht damit, ihr neugewonnenes Wissen mit der gesamten Stadt zu teilen.

Odoardo Galotti trifft nun ebenfalls im Schloss ein. Er weiß noch nichts von der Ermordung Appianis, sondern hat lediglich gehört, dass der Graf verletzt sei. Marinelli versucht, die Gräfin Orsina als verrückt hinzustellen. Doch als sie und Odoardo sich allein unterhalten, setzt sie ihn darüber in Kenntnis, was sich wirklich zugetragen hat. Odoardo glaubt ihr.

Die Gräfin Orsina händigt Odoardo Galotti einen Dolch aus und fordert, dass er für sie Rache am Prinzen übt. Als Claudia erscheint, kann sie die Aussagen der Gräfin nur bestätigen. Dabei betont sie, dass Emilia an der misslichen Lage vollkommen unschuldig sei und sich dem Prinzen gegenüber abweisend zeige. Gräfin Orsina und Claudia fahren in die Stadt, während Odoardo seine Tochter retten möchte.

Fünfter Akt

Der Prinz und Marinelli beobachten, wie Odoardo unschlüssig vor dem Schloss umherläuft. Marinelli ist überzeugt, dass Odoardo sich so verhalten werde, wie man es von einem guten Untertan erwarten kann. Der Prinz teilt diese Überzeugung nicht und ist besorgt darüber, Emilia erneut zu verlieren. Marinelli beruhigt ihn.

In einem inneren Monolog hadert Odoardo mit sich selbst und seinem weiteren Vorgehen. Er möchte sich nicht von der Gräfin verleiten lassen. Sein Ziel ist es, Emilia und ihre Tugend zu retten. Den Prinzen möchte er nicht töten. Odoardo teilt Marinelli mit, dass er seine Tochter mitnehmen wolle. Dieser erwidert, dass diese Entscheidung einzig und allein dem Prinzen obliegt.

In einem zweiten inneren Monolog wägt Odoardo sein weiteres Vorgehen vor dem Hintergrund der neuesten Entwicklungen ab. Während Odoardo möchte, dass seine Tochter in ein Kloster gebracht wird, entscheidet der Prinz, dass sie bis zur Klärung des Überfalls im Schloss bleibt. Emilias Vater durchschaut die Intrige von Marinelli und dem Prinzen, stimmt dem Prinzen allerdings zu. Er bittet darum, mit seiner Tochter unter vier Augen sprechen zu dürfen.

Odoardo berichtet seiner Tochter von Appianis Tod und dem Vorhaben des Prinzen. Um ihre Unschuld zu retten, möchte Emilia sterben, da sie befürchtet, dem Prinzen nicht ewig widerstehen zu können. Odoardo zögert erst, kommt Emilias Wunsch dann allerdings nach und tötet seine Tochter. Er ist selbst über die begangene Tat entsetzt.

Marinelli und der Prinz kommen hinzu. Der Prinz zeigt sich über den Tod seiner geliebten Emilia verzweifelt. Marinelli beginnt, die Konsequenzen vorauszuahnen, die ihn erwarten werden. Der Prinz nimmt Odoardo den Dolch ab, da er nicht möchte, dass der Vater, der sich für seine Tochter eingesetzt hat, auch sterben muss. Marinelli wird die ganze Schuld zugeschoben und er wird des Landes verbannt.

Charakterisierung der Figuren in "Emilia Galotti"

Im Drama "Emilia Galotti" stehen sich das Bürgertum auf der einen und der Adel auf der anderen Seiten gegenüber. Das Bürgertum wird durch die Familie Galotti dargestellt, der Adel durch den Prinzen von Guastalla, seinen Kammerdiener, die Gräfin von Orsina und den Grafen Appiani.

Emilia Galotti

  • Emilia Galotti ist die Titelheldin des Trauerspiels.
  • Sie soll den Grafen Appiani heiraten.
  • Auch der Prinz von Guastalla hat sich in sie verliebt.
  • Im Verlauf des Stücks zeigt sich Emilia passiv, tugendhaft und ängstlich.
  • Aus Furcht, ihre Unschuld zu verlieren, wählt sie am Ende den Tod.

Odoardo Galotti

  • Odoardo Galotti ist der Vater von Emilia und der Ehemann von Claudia.
  • Er ist über die Verbindung von Emilia und dem Grafen Appiani erfreut.
  • Er verabscheut das höfische Leben.
  • Odoardo ist lange unentschlossen, wie er handeln soll.
  • Am Ende tötet er seine Tochter, um ihre Tugend zu bewahren.

Claudia Galotti

  • Claudia Galotti ist die Mutter von Emilia und die Ehefrau von Odoardo.
  • Sie fürchtet, ihre Tochter durch die Heirat mit dem Grafen Appiani zu verlieren.
  • Sie ist dem Interesse des Prinzen an ihrer Tochter nicht abgeneigt.
  • Dem höfischen Leben ist sie zugeneigt.
  • Das ist oftmals der Grund für Auseinandersetzungen mit Odoardo.

Prinz Hettore Gonzaga von Guastalla

  • Prinz Hettore ist ein absoluter Herrscher, wird seiner politischen Verantwortung allerdings nicht gerecht.
  • Er sollte ursprünglich in einer arrangierten Ehe die Prinzessin von Massa heiraten und pflegte eine Liebschaft zur Gräfin von Orsina.
  • Allerdings hat er sich in Emilia Galotti verliebt.
  • Er verleiht dem Wunsch Ausdruck, die junge Frau zu besitzen.
  • Er agiert egoistisch, zeigt sich am Ende allerdings auch verständnisvoll.

Gräfin Orsina

  • Die Gräfin Orsina ist eine ehemalige Geliebte des Prinzen.
  • Sie fühlt sich von ihm verschmäht.
  • Daher möchte sie sich an ihm rächen.
  • Sie eröffnet Odoardo die Wahrheit über die Geschehnisse um seine Tochter.
  • Sie agiert mutig und entschlossen.

Marinelli

  • Marinelli ist der Kammerdiener des Prinzen.
  • Er beauftragt Angelo mit der Entführung von Emilia.
  • Er ist verantwortlich für die Ermordung des Grafen Appiani.
  • Dabei zeigt er sich durchweg skrupellos und heuchlerisch.
  • Am Ende wird er aus dem Land verbannt.

Graf Appiani

  • Graf Appiani ist der Verlobte von Emilia Galotti.
  • Er pflegt ein ausgezeichnetes Verhältnis zu Odoardo Galotti.
  • Er achtet den Prinzen.
  • Dennoch tritt er selbstbestimmt auf.
  • Appiani zeigt sich distanziert gegenüber dem höfischen Leben.

Aufbau und Sprache in "Emilia Galotti"

Bei Gotthold Ephraim Lessings "Emilia Galotti" handelt es sich um ein bürgerliches Trauerspiel. Die Hauptfiguren stammen aus dem Bürgertum oder dem niederen Adel und werden von dem höhergestellten Adel unterdrückt. Die moralisch-ethischen Grundsätze des Bürgertums werden dargestellt und besonders durch die Figur des Odoardo Galotti verdeutlicht. Das Stück endet tragisch und ist sprachlich in Prosaform gehalten.

Aufbau des Dramas

Lessing orientiert sich mit "Emilia Galotti" am klassischen Aufbau des Dramas. Die drei aristotelischen Einheiten werden allerdings nur in Ansätzen erfüllt:

  • Der Einheit der Handlung widerspricht, dass es eine ausgestaltete Nebenhandlung um die Gräfin Orsina gibt.
  • Die Einheit des Ortes ist aufgrund der verschiedenen Schauplätze nicht erfüllt.
  • Lediglich die Einheit der Zeit ist gegeben: Der zeitliche Rahmen von einem Sonnenlauf (24 Stunden) wird nicht überschritten.

Die Unterteilung des Dramas in fünf Akte entspricht der klassischen Dramenform.

Exposition im ersten Akt

Im ersten Akt werden die zentralen Figuren des Stücks eingeführt. Dabei treten sie entweder tatsächlich auf oder werden in Gesprächen erwähnt. Durch die Gefühle des Prinzen für Emilia Galotti und deren anstehende Heirat mit dem Grafen Appiani deutet sich als erregendes Moment der Konflikt an. Die Intrige Marinellis wird in die Wege geleitet.

Als Exposition wird die Einführung in die Handlung bezeichnet. Die Charaktere werden vorgestellt und die Handlung eingeleitet. Das erregende Moment führt den zentralen Konflikt ein und wird vor allem genutzt, um Spannung zu erzeugen.

Steigende Handlung im zweiten Akt

Die bürgerliche Familie Galotti bildet das Gegenbild zur adeligen Welt. Odoardo Galotti zeigt sich dem höfischen Leben gegenüber durchweg abgeneigt. Durch den Streit von Marinelli und Appiani spitzt sich der Konflikt langsam aber sicher zu.

Nachdem in der Exposition die Ausgangssituation dargelegt wurde, wird durch die steigende Handlung der Konflikt weiter ausgebaut und zugespitzt. Die dramatische Handlung wird in Gang gesetzt.

Peripetie im dritten Akt

Das Blatt wendet sich, als die Kutsche von Emilia und Appiani überfallen wird. Dadurch fällt Emilia in die Hände des Prinzen. Ihr Verlobter ist tot. Die Katastrophe am Ende des Dramas bahnt sich an. Claudia Galotti durchschaut das Ausmaß der Intrige.

Als Peripetie wird der Höhe- und Wendepunkt eines Dramas bezeichnet. Dabei handelt es sich um das plötzliche Umschlagen der Handlung. Der Ausgang der Handlung wird ersichtlich.

Fallende Handlung im vierten Akt

Die Gräfin Orsina versucht, Odoardo Galotti für ihre Rachepläne zu instrumentalisieren. Sie lässt ihm den Dolch zukommen.

Die fallende Handlung führt zum unvermeidbaren Schluss.

Katastrophe im fünften Akt

Im letzten Akt entfaltet sich die Katastrophe schließlich, wird allerdings von den inneren Monologen Odoardos hinausgezögert. Diese Monologe fungieren als retardierendes Moment. Emilia fürchtet um den Verlust ihrer Tugend und möchte lieber sterben, als den Prinzen zum Mann zu nehmen. Sie stirbt durch die Hand ihres eigenen Vaters.

Als Katastrophe bezeichnet man das tragische Ende eines Dramas.

Das retardierende Moment zögert den unvermeidlichen Ausgang der Geschehnisse heraus und macht kurzzeitig Hoffnung auf ein anderes Ende. In "Emilia Galotti" hofft der Leser zumindest kurzzeitig, dass es ihrem Vater gelingen wird, sie zu retten.

Sprache des Dramas

Die Sprache in Lessings Drama ist durchweg auf demselben sprachlichen Niveau. Das zeigt sich vor allem dadurch, dass die Bediensteten nicht durch einen Dialekt sprachlich vom restlichen Figurenensemble abgegrenzt werden. Die Sprache in "Emilia Galotti" ist künstlerisch und stilisiert.

Die Dialoge der Figuren sind gekennzeichnet durch Hektik und Eile, die die Handlung des Dramas vorantreibt. In diesem Zusammenhang wird häufig das rhetorische Mittel der Ellipse verwendet. Dadurch wird verdeutlicht, wie eng Rede und Gegenrede miteinander verbunden sind.

Bei einer Ellipse handelt es sich um einen verkürzten Satz, der grammatikalisch nicht mehr vollständig ist.

Im siebten Auftritt des fünften Aufzugs treffen Emilia und ihr Vater ein letztes Mal aufeinander, bevor Odoardo am Ende dieses Auftritts ersticht. Das hier gewählte Zitat verdeutlicht das Stilmittel der Ellipse, statt "Sie sind hier, mein Vater?" lässt Emilia das Verb aus. Der Inhalt wird dadurch zusätzlich verstärkt.

Wie? Sie hier, mein Vater? – Und nur Sie? – Und meine Mutter? nicht hier? – Und der Graf? nicht hier? – Und Sie so unruhig, mein Vater?

Alle Zitate stammen, wenn nicht anders gekennzeichnet, aus Gotthold Ephraim Lessings "Emilia Galotti" (Projekt Gutenberg).

In hitzigen und emotionalen Gesprächen kommt es zu Ausrufen, nicht selten fallen die Gesprächsparteien einander ins Wort. Wortwiederholungen unterbrechen die Figurenrede und verleihen der emotionalen Gefühlswelt Ausdruck. Nachdem Claudia beispielsweise ihrem Mann gegenüber angesprochen hat, wie der Prinz sich Emilia gegenüber verhält, wiederholt Odoardo mehrmals fassungslos die Worte seiner Frau.

Claudia: Er [der Prinz] unterhielt sich mit ihr [Emilia] so lange – –

Odoardo: Unterhielt sich mit ihr?

Claudia: Schien von ihrer Munterkeit und ihrem Witze so bezaubert – –

Odoardo: So bezaubert? –

Claudia: Hat von ihrer Schönheit mit so vielen Lobeserhebungen gesprochen – –

Odoardo: Lobeserhebungen?

Dialoganalyse

Lessing stellt in seinem Drama grundsätzlich zwei Figurengruppen einander gegenüber: das Bürgertum und den Adel. Das Dialogverhalten dieser Figurengruppen ist grundverschieden. Diese Unterschiede lassen sich auf die Standeszugehörigkeit zurückführen.

In der bürgerlichen Familie Galotti herrschen klare Machtstrukturen: Odoardo hat als Familienoberhaupt stets das letzte Wort. Der Umgangston innerhalb der Familie ist geprägt von Freundlichkeit, Offenheit, Ehrlichkeit und einer gegenseitigen Wertschätzung. Letzteres wird vor allem durch eine schwärmerische Ausdrucksart deutlich.

Diese zeigt sich vor allem, wenn Odoardo Galotti über den Grafen Appiani – seinen zukünftigen Schwiegersohn – spricht.

Kaum kann ich's erwarten, diesen würdigen jungen Mann meinen Sohn zu nennen. Alles entzückt mich an ihm. Und vor allem der Entschluß, in seinen väterlichen Tälern sich selbst zu leben.

Während die von der Familie Galotti angestrebte Art der Kommunikation im zweiten Akt noch zu gelingen scheint, scheitert sie im weiteren Verlauf des Dramas. Am Ende dominiert ein hektisches Sprachverhalten. Die Handlungsmöglichkeiten sind limitiert und von außen vorgegeben.

Ich allein in seinen Händen? – Nimmermehr, mein Vater. – Oder Sie sind nicht mein Vater. – Ich allein in seinen Händen? – Gut, lassen Sie mich nur, lassen Sie mich nur. – Ich will doch sehn, wer mich hält – wer mich zwingt – wer der Mensch ist, der einen Menschen zwingen kann.

Im höfischen Bereich dient Sprache hauptsächlich dazu, die eigenen Interessen durchzusetzen – oftmals ohne Rücksicht auf Verluste. Marinelli drückt sich bewusst höflich und formelhaft aus. Dabei lügt er, um seine tatsächlichen Absichten gezielt zu verschleiern.

Als absoluter Herrscher kann der Prinz es sich zwar leisten, seinem Ärger sprachlich Luft zu machen, muss danach in der Regel aber einlenken. Auch die Gräfin Orsina instrumentalisiert die Sprache, indem sie versucht, Odoardo für ihre Rachepläne einzuspannen.

Marinelli: Wollen Sie mir freie Hand lassen, Prinz? Wollen Sie alles genehmigen, was ich tue?

Der Prinz: Alles, Marinelli, alles, was diesen Streich abwenden kann.

Interpretation von "Emilia Galotti"

Das Drama "Emilia Galotti" lässt sich insbesondere in zweierlei Hinsicht interpretieren: Zum einen vor dem Hintergrund des Gegensatzes von Bürgertum und Adel und zum anderen lässt sich der Aspekt der Selbst- und Fremdbestimmtheit analysieren.

Bürgertum und Adel als Gegenwelten

In "Emilia Galotti" stellt Lessing der Willkür des Adels die neugewonnene Moral des Bürgertums gegenüber. Emilia erscheint im Verlauf des Stücks durchweg passiv und handelt nicht aktiv. Ihre Bedeutung für das Stück ist dennoch nicht zu leugnen. Ihr Schicksal wird vom Prinzen und Marinelli bestimmt. Die Willkür der Herrschaft des Prinzen treibt Emilias Vater schließlich zum Mord an seiner eigenen Tochter.

In Bezug auf den Adel geht es Lessing nicht darum, den Prinzen in ein schlechtes Licht zu rücken – immerhin bekommt er am Ende durchaus menschliche Züge und erscheint verständnisvoll. Viel eher geht es Lessing darum, Kritik am politischen System zu äußern. Dem absoluten Herrscher wird zu viel Macht eingeräumt, es gibt keine Instanz, die ihn kontrolliert.

Odoardo Galotti lässt sich zwar als Vertreter der moralischen Werte und bürgerlichen Tugenden sehen, er versagt allerdings, wenn es darum geht, seine Familie zu schützen. Er ist das alleinige Oberhaupt der Familie und hat dabei immer das letzte Wort.

In gewisser Weise ist seine Stellung mit der des Prinzen zu vergleichen – allerdings in kleinerem Rahmen. Lessing kritisiert also nicht nur den höfischen Bereich, sondern enttarnt auch das Bürgertum als unfähig, die moralischen Werte zu vertreten.

Selbst- und Fremdbestimmung

Der Aspekt der Emanzipation ist zentral für die Epoche der Aufklärung. Die Menschen streben nach einem vernunftgeleiteten, selbstständigen Leben – ohne von Kirche oder Staat bevormundet zu werden.

Emanzipation bedeutet in diesem Kontext die Befreiung aus einem Zustand der Abhängigkeit.

Nach einem freien und selbstbestimmten Leben strebt auch die Familie Galotti und mit ihr der Graf Appiani. Ihr Streben scheitert aufgrund verschiedener Gegebenheiten: das politische System, persönliche Charakterdispositionen, Abhängigkeitsverhältnisse und Zufälle.

Die politische Herrschaft des Prinzen ist unberechenbar und die Familie Galotti ist gezwungen, sich unterzuordnen. Die von Marinelli gesponnene Intrige entfaltet zwar nicht ihre gewünschte Wirkung, hat aber fatale Auswirkungen auf die Galottis und mit ihnen auf Graf Appiani.

Am Ende des Dramas wählt Emilia eine Lösung des Konflikts, die durchweg der sittenstrengen Erziehung ihres Vaters entspricht. Diese beeinflusst nicht nur die Entscheidung, die Emilia trifft, sondern hat auch ihren Charakter entsprechend geformt. Odoardo ist charakterlich von bürgerlichen Tugenden und moralischen Werten bestimmt, an denen er am Ende ebenso scheitert.

Um einen der Zufälle ausführen, die sich im Verlauf der Dramenhandlung ergeben, sei auf den Maler Conti verwiesen. Dieser hat zufällig nicht nur ein Bild der Gräfin Orsina, sondern auch ein Bild von Emilia Galotti dabei hat.

Die Figuren im Stück handeln eher fremd- als selbstbestimmt. Lessing teilte zwar die Ansicht, dass es die Möglichkeit gibt, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, allerdings hängt dieses immer von gewissen Voraussetzungen ab. Auf diesen Missstand möchte er mit "Emilia Galotti" aufmerksam machen.

Zuordnung zur Epoche der Aufklärung des Dramas "Emilia Galotti"

Das Drama "Emilia Galotti" gehört zur literarischen Epoche der Aufklärung. Diese Epoche ist geprägt von Umbrüchen und Veränderungen in allen Lebensbereichen. Das Hinterfragen, Denken und Zweifeln wurde gefördert und die Emanzipation vorangetrieben.

Zentrale Merkmale dieser Epoche waren:

  • Auflehnung gegen die bestehende Ordnung und damit auch gegen gesellschaftliche Hierarchien
  • Protagonisten aus dem Bürgertum
  • Glaube an den Fortschritt
  • Individualismus
  • Forderung nach Vernunft, Toleranz und Gleichheit

Diese Themen bedient Lessing in seinem Drama. So stammt die Familie Galotti aus dem Bürgertum und wird dem Adel gegenübergestellt. Die Unterschiede der Schichten werden betont und im selben Zug deutlich kritisiert. Der Aspekt der Vernunft wird besonders am Ende des Dramas herausgestellt: Emilia stirbt lieber, als ihre Tugend zu verlieren.

Gotthold Ephraim Lessing, der Autor von "Emilia Galotti"

Gotthold Ephraim Lessing wurde am 22. Januar 1729 als Drittes von insgesamt zwölf Kindern in Kamenz geboren. Am 5. Februar 1781 verstarb der Schriftsteller in Braunschweig an den Folgen eines Schlaganfalls.

Bis heute gilt Lessing als der bedeutendste Autor der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Sowohl die Literatur als auch das Theater wurden von Lessing nachhaltig beeinflusst.

Obwohl für Lessing vorgesehen war, den geistlichen Weg einzuschlagen, hat er sich schon früh literarisch betätigt und den Kontakt zu anderen Literaturschaffenden seiner Zeit gesucht. Neben seinen freien literarischen Arbeiten betätigte er sich als Literatur- und Theaterkritiker. Anstatt wie geplant Theologie zu studieren, nahm Lessing ab 1748 das Studium der Medizin auf und machte 1752 seinen Abschluss an der Universität in Wittenberg.

1755 entstand Lessings erstes bedeutendes Drama. Mit "Miss Sara Sampson" führte er die neue Gattung des bürgerlichen Trauerspiels in Deutschland ein.

Lessing tat sich schwer damit, eine feste Anstellung zu finden. Die Einnahmen als freier Schriftsteller waren überschaubar, sodass er stets von wirtschaftlichen und finanziellen Sorgen geplagt war. Der preußische Monarch Friedrich II. stellte sich gegen Lessing und seine fortschrittlichen sowie aufklärerischen Schriften.

Ab 1760 fand Lessing schließlich eine Anstellung als Sekretär. Die Arbeit war monoton und wenig fordernd, sodass er sich nebenher weiterhin literarisch betätigen konnte. Seine Einstellung zum Siebenjährigen Krieg verarbeitete er in der 1767 fertiggestellten "Minna von Barnhelm".

Der Siebenjährige Krieg ging von 1756 bis 1763. Im Grunde genommen kann man nicht von einem Krieg sprechen, sondern von mehreren Kriegen, die zur gleichen Zeit auf verschiedenen Schauplätzen geführt wurden. Preußen und Großbritannien kämpften gegen Österreich, Frankreich, Russland und das Heilige Römische Reich. Ziel der Kämpfe war einerseits die Ausdehnung der territorialen Gebiete und anderseits die Macht über die Kolonien.

Lessing arbeitete ab 1766 als Dramaturg und Kritiker am Nationaltheater in Hamburg, ehe er von 1770 bis zu seinem Tod 1781 als Hofbibliothekar der Herzoglichen Bibliothek bei Braunschweig tätig wurde.

Erstmals frei von finanziellen Sorgen widmete sich Lessing wieder dem Schreiben und 1772 erschien "Emilia Galotti". Das Stück, das scharfe Kritik am Adel übt, wurde zum Geburtstag einer Herzogin uraufgeführt – eine Ironie, der sich Lessing bewusst war: zur Uraufführung erschien er nicht.

Kurz vor seinem Tod erschien 1779 "Nathan der Weise". Ein Stück, in dem Lessing seine Idee von religiöser Toleranz und einem friedlichen Zusammenleben der drei Weltreligionen ausarbeitete.

Emilia Galotti - Das Wichtigste

  • "Emilia Galotti" wurde von Gotthold Ephraim Lessing geschrieben und 1772 veröffentlicht. Es fällt damit in die Epoche der Aufklärung.
  • Das Drama stellt die Willkür des Adels der aufgeklärten Moral des Bürgertums gegenüber und kritisiert beide Aspekte.
  • Die Sprache im Stück ist stilisiert und künstlerisch. Das Stilmittel der Ellipse findet häufig Verwendung. Es kommt zu emotionalen Ausrufen und die Gesprächspartner fallen einander ins Wort.
  • Die Art der Dialogführung ist abhängig vom gesellschaftlichen Stand, dem die sprechende Figur angehört.
  • Das Streben nach Selbstbestimmung scheitert. Die Figuren sind von den äußeren Umständen, ihrem Charakter und Zufällen fremdbestimmt.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Emilia Galotti

Emilia Galotti lässt sich der Epoche der Aufklärung zuordnen. Die Hauptfiguren stammen aus dem Bürgertum und werden vom Adel unterdrückt.

An Emilia Galotti ist die Auflehnung gegen die bestehende Ordnung und damit auch gegen gesellschaftliche Hierarchien aufklärerisch. Auch der Aspekt der Vernunft spielt eine große Rolle: Emilia möchte lieber sterben, als ihre Tugend zu verlieren. 

Emilia Galotti endet mit dem Tod der Titelfigur. Sie stirbt durch die Hand ihres eigenen Vaters, um ihre Tugend zu bewahren. 

Emilia Galotti thematisiert die willkürliche Herrschaft des Adels und stellt diese der aufgeklärten Moral des Bürgertums gegenüber. 

Finales Emilia Galotti Quiz

Frage

Wer hat das Drama "Emilia Galotti" geschrieben?

Antwort anzeigen

Antwort

Das Drama wurde von Gotthold Ephraim Lessing geschrieben. 

Frage anzeigen

Frage

Wann wurde "Emilia Galotti" veröffentlicht?

Antwort anzeigen

Antwort

"Emilia Galotti" wurde 1772 veröffentlich. 

Frage anzeigen

Frage

Zu welcher Textsorte gehört "Emilia Galotti"? 

Antwort anzeigen

Antwort

Drama

Frage anzeigen

Frage

In welcher literarischen Epoche lässt sich "Emilia Galotti" verorten? 

Antwort anzeigen

Antwort

Aufklärung

Frage anzeigen

Frage

Was stellt Lessing in seinem Drama "Emilia Galotti" gegenüber?

Antwort anzeigen

Antwort

Lessing stellt in seinem Drama die willkürliche Herrschaft des Adels und die aufgeklärte Moral des Bürgertums gegenüber.

Frage anzeigen

Frage

Warum handelt es sich bei "Emilia Galotti" um ein bürgerliches Trauerspiel? 

Antwort anzeigen

Antwort

"Emilia Galotti" ist aus folgenden Gründen ein bürgerliches Trauerspiel: 

  • Die Protagonisten stammen aus dem Bürgertum und dem niederen Adel und werden von dem höhergestellten Adel unterdrückt
  • Die Figur des Odoardo Galotti verkörpert die moralisch-ethischen Wertvorstellungen des Bürgertums
  • Das Stück endet tragisch
  • Sprachlich ist das Drama in Prosaform gehalten. 
Frage anzeigen

Frage

Welche der drei aristotelischen Einheiten sind in "Emilia Galotti" erfüllt und welche nicht? 

Antwort anzeigen

Antwort

  • Die Einheit der Handlung ist aufgrund der Nebenhandlung um die Gräfin Orsina nicht erfüllt
  • Die Einheit des Ortes ist aufgrund der verschiedenen Schauplätze nicht erfüllt
  • Die Einheit der Zeit ist erfüllt, das Stück überschreitet die Dauer von einem Sonnenlauf (24 Stunden) nicht. 
Frage anzeigen

Frage

In wie viele Akte ist das Drama "Emilia Galotti" unterteilt?

Antwort anzeigen

Antwort

5

Frage anzeigen

Frage

Was ist der Wendepunkt des Dramas "Emilia Galotti"? 

Antwort anzeigen

Antwort

Der Wendepunkt eines Dramas zeichnet sich durch einen plötzlichen Umschlag der Handlung aus. In "Emilia Galotti" ist das der Fall, als Emilia nach dem Überfall in die Hände des Prinzen fällt. 

Frage anzeigen

Frage

Inwiefern endet "Emilia Galotti" in einer Katastrophe? 

Antwort anzeigen

Antwort

Als Katastrophe bezeichnet man den tragischen Ausgang eines Dramas. In "Emilia Galotti" stirbt die Titelfigur durch die Hand ihres eigenen Vaters, um ihre Tugend zu bewahren. 

Frage anzeigen

Frage

Welche rhetorischen Stilmittel kommen in "Emilia Galotti" gehäuft vor? 

Antwort anzeigen

Antwort

Folgende Stilmittel kommen in "Emilia Galotti" wiederholt vor:

  • Ellipsen (Verkürzung des Satzes)
  • Wortwiederholungen
  • Ausrufe 
Frage anzeigen

Frage

Wie lässt sich das Dialogverhalten der Familie Galotti beschreiben? 

Antwort anzeigen

Antwort

Das Dialogverhalten der Familie Galotti lässt sich folgendermaßen beschreiben: 

  • In der Familie Galotti gibt es klare Machtstrukturen: Odoardo hat als Familienoberhaupt immer das letzte Wort. 
  • Die Familie strebt eine ehrliche, offene und wertschätzende Kommunikation an
  • Dieses Streben scheitert allerdings. 
  • Die Kommunikation der Familie Galotti wird immer hektischer und immer mehr von außen bestimmt.
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Wie lässt sich das Dialogverhalten des Adels beschreiben? 

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Das Dialogverhalten des Adels lässt sich folgendermaßen beschreiben: 

  • Im höfischen Bereich dient Kommunikation vor allem dazu, die eigenen Interessen durchzusetzen
  • Marinelli drückt sich gewählt und formelhaft aus. Er lügt, um seine wahren Absichten zu verschleiern. 
  • Der Prinz kann sich emotionale Ausbrüche aufgrund seiner Machtposition erlauben, muss danach aber zurückrudern. 
  • Die Gräfin Orsina versucht, Odoardo Galotti für ihre Rachepläne zu instrumentalisieren. 
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Woran scheitert das Streben der Familie Galotti nach einem selbstbestimmten Leben?

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Das Streben der Familie Galotti nach einem selbstbestimmten Leben scheitert ...

  • an der Willkür der politischen Herrschaft.
  • an der persönlichen Charakterdisposition und Abhängigkeitsverhältnissen.
  • an Zufällen.
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Was ist an "Emilia Galotti" aufklärerisch? 

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An "Emilia Galotti" ist einerseits die Auflehnung gegen die bestehende Ordnung und damit auch gegen gesellschaftliche Hierarchien aufklärerisch, andererseits der Aspekt der Vernunft, denn Emilia möchte lieber sterben, als ihre Tugend zu verlieren.

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Welche weiteren Werke verfasste Gotthold Ephraim Lessing? 

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Lessing verfasste außerdem Miss Sara Sampson (1755), Minna von Barnhelm (1767) und Nathan der Weise (1779). 

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Wie stirbt der Graf Appiani?

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Der Graf Appiani fällt der von Marinelli geschmiedeten Intrige zum Opfer: Bei dem Überfall auf die Kutsche von Emilia Galotti und Appiani wird Appiani getötet und Emilia entführt. 

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Was zeichnet die Herrschaft des Prinzen aus?

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Die Herrschaft des Prinzen zeichnet sich durch Willkür und den Wunsch, Emilia zu besitzen aus. Er lässt sich stark von seinen Gefühlen leiten. 

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