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Mutter Courage und Ihre Kinder

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Im Laufe Deiner schulischen Laufbahn wird Dir das eine oder andere Drama begegnen. Ein sehr Bekanntes ist hierbei "Mutter Courage und ihre Kinder". Es wurde 1941 in Zürich uraufgeführt und ist das einflussreichste Werk des deutschen Schriftstellers und Dichters Bertolt Brecht.

"Mutter Courage und ihre Kinder" - Inhaltszusammenfassung

"Mutter Courage und ihre Kinder" ist ein Drama von Bertolt Brecht, das 1939 verfasst wurde. Das Stück beschreibt in zwölf Szenen die Geschichte der Mutter Courage, die mit ihren drei Kindern während des Dreißigjährigen Krieges als Händlerin verschiedene Heerestruppen begleitet. Die dargestellte Handlung erstreckt sich von 1624 bis 1636. Das Drama spielt im heutigen Schweden, Polen und Deutschland. Es wird gezeigt, wie der Krieg Mutter Courage als Einkommensquelle dient, ihr aber gleichzeitig ihre Kinder nimmt.

Im Folgenden findest Du eine detaillierte Szenenanalyse des Werks.

Wie viele andere Werke von Bertolt Brecht behandelt auch dieses Drama die Fragen der Moral und der Menschlichkeit in Zeiten großer Not.

1. Szene

Die Handlung startet im Frühjahr 1624. Die Marketenderin (= Person, die Soldaten mit Dienstleistungen und Waren versorgt) Anna Fierling, genannt Mutter Courage, fährt mit einem Planwagen über eine Landstraße in Schweden. Bei sich hat sie ihre drei Kinder: die Söhne Eilif und Schweizerkas sowie ihre stumme Tochter Kattrin. Sie werden von einem Feldwebel und einem Werber angehalten.

Der Werber und der Feldwebel sehen ihre Chance, neue Soldaten für den Krieg zu gewinnen und wollen die Söhne der Courage zum Kriegsdienst verpflichten. Doch Mutter Courage ist vehement dagegen und sagt dem Feldwebel und ihren Kindern den Tod voraus. Als sie aber von dem Feldwebel in ein Geschäft verwickelt wird, gelingt es dem Werber, Eilif für sich zu gewinnen und er zieht mit ihm davon.

2. Szene

Mutter Courage ist mit dem schwedischen Lager weitergezogen und befindet sich zwei Jahre später in Polen. Ganz in ihrem Element streitet sie sich mit dem Militärkoch Lamb über den Verkauf eines Masthahns, als unvermittelt ihr Sohn Eilif auftaucht. Sie ist überglücklich ihren Sohn wiederzusehen und mit Stolz erfüllt, als der Feldhauptmann ihren Sohn lobt, da dieser Bauern getötet und Vieh geraubt hatte. Sie rügt ihn aber auch für seinen Wagemut.

Eilif erfährt, dass sein Bruder Schweizerkas inzwischen Zahlmeister beim zweiten schwedischen Regiment geworden ist.

3. Szene

1629, drei Jahre später, sind Mutter Courage, Kattrin und Schweizerkas mit dem finnischen Regiment unterwegs.

Der Feldprediger und der Koch diskutieren derweil über die politische Situation. Während Ersterer sagt, im Krieg zu sterben, sei eine Gnade, entgegnet der Koch, dass es einfach nur ein Krieg wie jeder andere sei.

Das Gespräch wird unterbrochen, als das Lager von katholischen Truppen überfallen wird. Mutter Courage versucht, ihre Kinder zu retten. Ihre Tochter beschmiert sie mit Asche, um sie unattraktiv zu machen und Schweizerkas sagt sie, er solle die Kasse wegwerfen. Doch der will die Kasse retten und versteckt sie am Fluss.

Schweizerkas wird festgenommen, weil man ihn als Zahlmeister entlarven konnte. Er soll hingerichtet werden. Seine Mutter versucht, ihren Wagen zu verpfänden, um ihren Sohn freizukaufen. Doch sie verhandelt zu lange. Derweil wird Schweizerkas erschossen. Als die Soldaten die Leiche von Schweizerkas zu Mutter Courage bringen, verleugnet sie, ihn zu kennen, um sich selbst zu retten.

4. Szene

Der Wagen der Mutter Courage wird zerstört, als dieser nach der Regimentskasse durchsucht wird. Außerdem soll sie ein Bußgeld bezahlen, da ein evangelischer Feldprediger bei ihr entdeckt wurde.

Als sie daraufhin zum Rittmeister geht, um sich zu beschweren, trifft sie auf einen Soldaten, der auch ebendies vorhat. Er wurde um eine ausstehende Belohnung betrogen. Mutter Courage beschwichtigt ihn und singt das "Lied von der großen Kapitulation". Dieses Lied handelt von der Resignation und der Kapitulation vor den Mächtigen. Ihr wird klar, dass es schlauer ist, sich nicht beim Rittmeister zu beschweren.

5. Szene

In den folgenden zwei Jahren zieht Mutter Courage mit ihrer Tochter durch Europa. Im Jahr 1631 siegen die Katholiken unter Tilly bei Magdeburg und Mutter Courage steht mit ihrem Wagen vor einem zerstörten Dorf mit einigen Verletzten.

Ein Feldprediger will Offiziershemden als Verbandsmaterial für die verwundeten Bauern benutzen, doch Mutter Courage ist dagegen. Sie will die wertvollen Hemden nicht opfern. Ihre Tochter Kattrin ist entsetzt und gemeinsam mit dem Prediger zwingt sie ihre Mutter, die Hemden herauszugeben.

Kattrin setzt ihr eigenes Leben aufs Spiel, als sie einen Säugling aus einem brennenden Bauernhof rettet. Ihre Mutter beschimpft währenddessen einen Soldaten, der eine Flasche Schnaps stehlen wollte.

6. Szene

1632 findet in Ingolstadt das Begräbnis des katholischen Heeresführers Tilly statt. Mutter Courage hingegen ist besorgt, der Krieg könnte nun bald enden und damit auch ihre Geschäfte. Der Feldprediger beruhigt sie und bekundet Interesse an mehr als einer Wohngemeinschaft mit ihr. Mutter Courage weist ihn ab, nimmt den Feldprediger jedoch als Gehilfen mit auf die Reise.

Kattrin wird in die Stadt geschickt, um Waren einzukaufen. Sie kommt verwundet und verunstaltet zurück. Mutter Courage verflucht den Krieg, da Kattrin mit einer Narbe nun keinen Mann mehr finden wird.

7. Szene

Die Geschäfte von Mutter Courage laufen gut, weshalb sie den Krieg wieder als etwas Positives sieht. Er bildet die Grundlage ihrer wirtschaftlichen Existenz.

8. Szene

Als 1632 der schwedische König Gustav Adolf ebenfalls stirbt, wird der Frieden ausgerufen. Mutter Courage ist entsetzt, da nun ihr Geschäft ruiniert ist. Sie macht sich auf den Weg, um ihre Waren zu verkaufen, ehe deren Wert verfällt. Im Lager treffen der Koch und der Feldprediger aufeinander und Yvette, eine Soldatenhure, enttarnt den Koch als ihren ehemaligen Liebhaber, der sie ins Unglück stürzte.

Während Mutter Courage unterwegs ist, um ihren Geschäften nachzugehen, wird ihr Sohn Eilif festgenommen. Er hat einen Bauernhof überfallen. In Friedenszeiten wird diese Tat mit dem Tod bestraft. Er fleht und beteuert, dass er nur getan habe, was im Krieg immer getan wurde, wird jedoch abgeführt und gehängt. Mutter Courage erfährt davon nichts.

Es stellt sich heraus, dass der Frieden wieder beendet ist. Mutter und Tochter ziehen erneut in ihrem Wagen los, begleitet vom Koch, der nun anstelle des Feldpredigers ihr Gehilfe ist.

9. Szene

Im Winter 1634 befindet sich das Trio im Fichtelgebirge. Der Koch, dessen Mutter verstorben ist, möchte zurück nach Utrecht, um dort ihr Wirtshaus weiterzuführen. Obwohl sie weiß, dass sie keine großen Geschäfte mehr machen kann, lehnt Mutter Courage das Angebot ab, ihn zu begleiten. Der Koch verweigert nämlich die Mitnahme Kattrins. Diese möchte durch eine Flucht ihrer Mutter die Entscheidung erleichtern. Jedoch kann Mutter Courage ihre Tochter davon abhalten und zieht daraufhin ohne den Koch mit ihr weiter.

10. Szene

1635 ziehen Mutter und Tochter den zerlumpten Heeren durch Mitteldeutschland hinterher. Als sie an einem Bauernhof vorbeikommen, lauschen sie einem Lied. Es handelt vom Glück, ein Dach über dem Kopf zu haben. Mutter und Tochter erkennen, dass sie dieses Glück nicht haben und ziehen weiter.

11. Szene

Ein Jahr später, im Januar, überfallen katholische Soldaten ein Bauernhaus vor der evangelischen Stadt Halle. Dort haben auch Mutter Courage und Kattrin ihr Lager aufgeschlagen. Mutter Courage ist in der Stadt, als die Soldaten den Bauernsohn zwingen, ihnen den Weg nach Halle zu zeigen.

Um die Bewohner der Stadt zu warnen, klettert Kattrin mit einer Trommel auf das Dach des Hauses. Sie wird von den Soldaten mit einem Schuss getötet. Dennoch konnte ihre Warnung von der Stadt gehört werden.

12. Szene

Der Angriff ist misslungen und die Truppen ziehen ab. Mutter Courage findet ihre Tochter tot vor und verabschiedet sich mit einem Lied. Anschließend zieht sie den geschlagenen Truppen hinterher. Sie hofft, wenigstens Eilif zu finden und im weiteren Kriegsverlauf gute Geschäfte machen zu können.

Figuren in "Mutter Courage und ihre Kinder"

Mutter Courage

  • Sie ist die Mutter von Kattrin, Eilif und Schweizerkas.
  • Sie heißt eigentlich Anna Fierling.
  • Sie ist Händlerin im Krieg und zieht verschiedenen Heerestruppen hinterher.
  • Sie ist hin- und hergerissen zwischen der Rolle der skrupellosen Händlerin und der einer Mutterfigur.

Kattrin

  • Kattrin ist die Tochter von Mutter Courage.
  • Sie ist stumm.
  • Sie ist bereit, sich für ihre Mitmenschen aufzuopfern.

Eilif

  • Er ist der älteste Sohn von Mutter Courage.
  • Er ist kühn und wird Soldat.
  • Er stirbt, da er nicht weiß, wann Kühnheit angebracht und wann sie leichtsinnig ist.

Schweizerkas

  • Er ist der redliche und ehrliche Sohn der Mutter Courage.
  • Er opfert sein Leben sinnlos, als er versucht, die Regimentskasse zu retten.
  • Die Mutter, die ihn hätte retten können, feilscht zu lange um den Preis der Befreiung und verleugnet schließlich ihren Sohn.

Weitere auftretende Personen

  • Koch Pieter Lamb
  • Lagerhure Yvette
  • Feldprediger

Aufbau und Sprache in "Mutter Courage und ihre Kinder"

Aufbau des Werks

Bertolt Brecht schrieb seine Stücke ganz im Sinne des epischen Theaters. Anders als beim klassischen aristotelischen Theater hat das Werk also nicht fünf Akte, sondern 12 locker aneinandergereihte Szenen, auch Bilder genannt. Diese Szenen sind unterschiedlich lang und agieren alle unabhängig voneinander, sind aber durch verschiedene Elemente miteinander verbunden.

  • Die Figuren verbinden die einzelnen Bilder; vor allem Mutter Courage, die hier als Hauptfigur agiert.

  • Der ambivalente (= zwiespältige) Charakter von Mutter Courage wird von der ersten bis zur letzten Szene aufrechterhalten.

  • Szenentitel und Inhalt der Szene werden der Handlung stets vorangestellt.

  • In jeder Szene herrscht der gleiche Krieg.

  • Der Wagen begleitet nicht nur Mutter Courage, sondern auch die Zuschauer*innen durch die Geschichte.

  • Anfang und Schluss werden miteinander verknüpft, als – wie von Mutter Courage vorhergesagt – der Tod all ihrer Kinder eintritt.

  • In jeder Szene werden Lieder gesungen.

Ganz im Konzept des epischen Theaters sollten die Zuschauer*innen das Stück auf der Bühne distanziert, rein als Betrachter verfolgen. Um die Zuschauer*innen davon abzuhalten, sich mit den Figuren zu identifizieren oder zu sehr in die Geschichte einzutauchen, hat Brecht sogenannte Verfremdungseffekte genutzt:

  • Es gibt keinerlei dramatische Entwicklung im Stück.

  • Es ist keine Figurenentwicklung erkennbar, vor allem nicht bei der Rolle der Mutter Courage.

  • Die Handlung geht einfach immer weiter, ohne zu reflektieren oder das Verhalten der Figuren anzupassen.

  • Ein hohes Tempo lässt kaum Zeit, sich mit der Geschichte oder den Figuren zu identifizieren.

  • Der Schauplatz verändert sich nicht – es ist der immer gleiche Krieg.

  • Die Ereignisse, die den Krieg illustrieren, scheinen teilweise zufällig aus den Jahren entnommen zu sein.

  • Vor jeder Szene gibt es eine Zusammenfassung des Inhalts – dadurch wird Spannung genommen.

  • Um die Zuschauer*innen zu animieren, die Handlung kritisch zu hinterfragen, wird in jeder Szene ein Lied gesungen, das den Krieg aus einer anderen Perspektive zeigt.

Wenn Du mehr über das Thema erfahren willst, dann lies Dir gerne unsere Zusammenfassung zum Thema "Episches Theater" durch!

Sprache des Werks

"Mutter Courage und ihre Kinder" ist ein Stück mit temporeicher Umgangssprache und scharfem, erbarmungslosem Witz. Die klassische Bühnensprache bildete nach Brechts Meinung nicht die Wirklichkeit ab, daher entschied er sich, ein volksnahes Deutsch zu verwenden. Vor allem Dialekte spielten dabei eine große Rolle.

Brecht schrieb jedoch auch sehr sachlich und distanziert, was den Zuschauer*innen ein kritisches Hinterfragen ermöglicht, da sie nicht in die Geschichte hineingezogen werden. Er baute Spott, Ironie und bissige Formulierungen ebenso ein, wie Mundarten (= Dialekte) und Bibelzitate. Dadurch wollte er ein hohes Maß an Realität erreichen.

Wenn Du dich für das Thema interessierst, schau Dir gerne unseren Artikel "Dialekt" an!

Eine ganz besondere Rolle spielt in dem Stück "Mutter Courage und ihre Kinder" die stumme Kattrin. Allein mit ihren Gesten kann sie sich kaum verständigen, wird missverstanden oder ignoriert. Allerdings ist es ihr Verhalten und ihr Mut, der die Menschen in Halle vor den Truppen warnt, die die Stadt angreifen wollen. Mit einer Trommel steigt sie auf ein Dach und trommelt, bis sie stirbt. Kattrin hat mit der Trommel etwas erreicht, was mit Sprache nicht möglich gewesen wäre.

Die Sprache des Krieges

Der Krieg hat großen Einfluss auf die Sprache, die Bertolt Brecht in dem Stück verwendet. Sie ist verroht und animalisch. Das wird u. a. an dem häufigen Gebrauch der Wörter "fressen" und "saufen" anstatt "essen" und "trinken" deutlich. So sagt Mutter Courage, dass sie nichts "zu fressen" haben, der Feldhauptmann aber...

... verfressen ist bis dorthinaus.

Alle Zitate und Beispiele stammen, wenn nicht anders gekennzeichnet, aus: Bertolt Brecht "Mutter Courage und ihre Kinder" (2006, Berlin: Suhrkamp Verlag AG)

Aber auch Wörter aus dem tierischen Bereich werden verwendet.

Vieh

herumgesaut

Maul

Zudem wird auch mit Schimpfwörtern nicht gespart.

Brut

Lumpen

Teufel

Auf diese Weise wird sprachlich verdeutlicht, was der Krieg mit den Menschen macht. Er macht sie zu Tieren, die fressen und saufen und die sich aufs Maul hauen. Er macht sie zu Lumpen. Der Krieg spiegelt sich auch in der Verwendung von Antithesen, die teilweise mit Verfremdung arbeiten. So äußert der Feldwebel:

…erst der Krieg schafft Ordnung.

Ohne Ordnung kein Krieg.

Im Krieg waren die Menschen mit Leid und Tod konfrontiert. In solchen Zeiten waren religiöse Themen wichtig. Zahlreiche Formulierungen sind der Bibel entnommen, wie zum Beispiel:

Freudental

Sie nagen am Hungertuch.

"Mutter Courage und ihre Kinder" - Interpretationsansätze

Im Drama "Mutter Courage und ihre Kinder" gibt es verschiedene Themen, die bei einer Interpretation berücksichtigt werden müssen. Das Thema Krieg ist hier zentral. Brecht stellt diesen aus der Perspektive von Mutter Courage, ihren Kindern, den Soldaten, einem Koch, einem Feldprediger und einer Hure dar.

Der Krieg als zentrales Thema

Kriege sind immer wieder Thema in der Literatur. Das älteste Werk, das schriftlich überliefert wurde, ist gleichzeitig auch das älteste Werk, das den Krieg thematisiert: Die "Ilias" von Homer (schriftlich erfasst im 8. Jhd. vor unserer Zeitrechnung). Sie handelt von der größten Schlacht der Antike. Dir ist das Werk vielleicht aufgrund des trojanischen Pferdes bekannt. In der zeitgenössischen Literatur findet sich oft der Zweite Weltkrieg als Thema, sowohl in epischen und dramatischen Werken als auch in der Lyrik.

Aber auch der Dreißigjährige Krieg ist in verschiedenen Werken Thema. Im Drama "Mutter Courage und ihre Kinder" ist der Krieg einziger Schauplatz der Handlung. Mutter Courage nutzt den Krieg, um Geschäfte zu treiben. Sie sieht ihre Geschäfte als Höhepunkt ihres Schaffens, erkennt jedoch nicht, was der Krieg ihr nimmt: ihre Kinder. Ohne sich nach deren Tod aufhalten zu lassen, zieht sie immer weiter den Heeren hinterher, stets einem guten Geschäft auf der Spur.

Krieg und Kapital

Bertolt Brecht zeigt in "Mutter Courage und ihre Kinder" den Zusammenhang zwischen Krieg und Kapital auf. Mutter Courage führt ihre Geschäfte trotz des Krieges fort, sieht in diesen sogar etwas Positives, denn er macht sie erfolgreich. Sie blendet Moral und Menschlichkeit aus. Sie verleumdet ihren Sohn, verweigert ihre Unterstützung, um verwundeten Bauern zu helfen und zieht ohne Rücksicht auf Verluste immer weiter durch den Krieg. Das Kapital steht für sie im Vordergrund.

Die gesamte Handlung, vor allem aber das Verhalten von Mutter Courage, ist eine Kritik am Krieg und am Kapitalismus. Die Zuschauer*innen werden mit dem Verhalten der Mutter konfrontiert und der Zusammenhang zwischen Krieg und Kapital wird deutlich. Durch das Stück erhofft sich Brecht, dass die Zuschauer*innen im Alltag moralischer und menschlicher handeln.

Das Dilemma der kleinen Leute

Aber Mutter Courage ist keine durchweg schlechte Figur. Vielmehr steckt sie in einem Dilemma. Sie will ihre Kinder beschützen und durch den Krieg bringen. Als in der ersten Szene ein Feldwebel und ein Werber kommen, um die Söhne Eilif und Schweizerkas für den Krieg anzuheuern, wehrt sie sich vehement dagegen. Auch in der 9. Szene wird deutlich, wie viel Mutter Courage an ihren Kindern liegt, als sie ein genügsames Leben mit dem Koch Lamb in seinem Wirtshaus ablehnt, da dieser Kattrin nicht bei sich haben möchte. Mutter Courage entscheidet sich stattdessen, mit ihrer Tochter allein weiterzuziehen.

Die kleinen Leute werden den großen gegenübergestellt. Letztere sind es, die Kriege anzetteln für Geld, Macht, Ruhm und Land. Die kleinen Leute nehmen das als Vorbild und wollen ihren Anteil. Auch sie wollen am Krieg verdienen. Mutter Courage treibt Handel mit allem, was im Krieg Gewinn bringt und der Zeugmeister verkauft Munition, um Alkohol zu kaufen. Die kleinen Leute, die Soldaten, werden vorgeschickt, um zu kämpfen, während die größeren, z. B. der Feldwebel sich in den Hintergrund zurückziehen.

Der Krieg als verkehrte Welt

In der ersten Szene spricht der Feldwebel darüber, was Krieg für ihn bedeutet:

Frieden, das ist nur Schlamperei, erst der Krieg schafft Ordnung.

Krieg und Frieden werden hier gegenübergestellt. Der Feldwebel macht deutlich, dass der Krieg gut ist, weil erst durch diesen Ordnung in die Welt komme. Im Folgenden spricht er von

ordentliche[n] Listen und Registraturen

mit denen Mensch und Vieh erfasst und gezählt werden. Doch nicht nur Ordnung, sondern auch Auslese wird thematisiert. So sagt Mutter Courage, der Krieg

vertilgt die Schwachen.

Menschen werden in Gruppen eingeteilt. Die einen, die den Krieg überleben, weil sie stark sind. Die anderen, die aussortiert werden, weil sie schwach sind.

In "Mutter Courage und ihre Kinder" werden viele ethische Werte ins Gegenteil verkehrt. Ein Beispiel hierfür ist die Szene, in der Kattrin verwundet und geschändet von Soldaten ins Lager zurückkehrt. Der Feldprediger äußert:

Schuld sind die, wo Krieg anstiften, sie kehren das Unterste zuoberst im Menschen.

Demnach sind nicht die Soldaten, die Kattrin Schaden zugefügt haben, schuld, sondern eine andere Macht, die dafür gesorgt hat, dass es Krieg gibt. Die Schuldigen sind unschuldig und die Straftat, die sie begangen haben, ist keine mehr.

Ein weiteres Beispiel für die Verkehrung der Werte wird deutlich, als Eilif in Szene 8 einen Bauernhof überfällt und dafür bestraft werden soll. Er rechtfertigt sich, indem er sagt, er habe nur getan, was im Krieg üblich sei und wofür er nie bestraft worden wäre. Hier wird gezeigt, dass im Krieg überfallen, beraubt, geschändet und ermordet werden darf, ohne dafür zur Rechtschaffenheit gezogen zu werden.

Religion als Rechtfertigung für die Notwendigkeit eines Krieges

Kriege brauchen eine Rechtfertigung, die oft in der Religion gesucht und gefunden wird. All die Dinge, die moralisch verwerflich sind, werden verharmlost und sogar befürwortet. Die Religion als eine höhere Instanz, die nicht angreifbar ist, fungiert wie ein Schutzschild, hinter dem man sich verstecken kann. Die Religion wird nicht nur Rechtfertigung und Motiv, sondern erlöst auch von der eigenen Schuld.

Bis heute sind viele Kriege oder terroristische Anschläge religiös motiviert, wodurch dieses Thema auch heute noch aktuell ist.

Der Autor von "Mutter Courage und ihre Kinder"

Bertolt Brecht wurde am 10. Februar 1898 in Augsburg geboren und verstarb am 14. August 1956 in Ost-Berlin. Er gilt als einer der einflussreichsten deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts. Zu seinen bekanntesten Werken gehören neben "Mutter Courage und ihre Kinder" auch "Die Dreigroschenoper" sowie "Die heilige Johanna der Schlachthöfe".

Der volle Name des Autors lautete Eugen Berthold Friedrich Brecht. Er stammte aus einem bürgerlichen Elternhaus. Sein Vater war Sohn eines Lithografen und hatte eine kaufmännische Lehre absolviert. Er hatte keine höhere Bildung, arbeitete sich aber zum Prokuristen und dann zum leitenden Direktor der Augsburger Papierfabrik hoch. Bertolt Brecht wuchs in sichereren wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen auf.

Schon früh fing er mit dem Schreiben an; Gedichte gehörten zu seinen ersten Werken. Er gab auch eine Schülerzeitung ("Die Ernte") heraus, für die er die meisten Texte selbst schrieb. Neben Gedichten waren das epische Texte und ein Einakter ("Die Bibel"). Nach Ende des Ersten Weltkrieges (1914) verfasste er die sog. "Augsburger Kriegsbriefe". Sie enthielten Reportagen, Gedichte und Prosatexte. Außerdem schrieb er Texte für die "Augsburger Neueste Nachrichten".

Bertolt Brecht produzierte zeitlebens eine große Zahl von Gedichten und Dramen. Zunächst in Deutschland, während des Zweiten Weltkrieges im Exil und später wieder in Deutschland. Er ist Begründer des epischen Theaters, zu welchem auch sein Werk "Mutter Courage und ihre Kinder" zählt.

Entstehungsgeschichte und historischer Hintergrund

Brechts "Mutter Courage und ihre Kinder" ist geprägt von zeitgeschichtlichen Erfahrungen. Brecht lebte in einer Zeit, die von zwei Weltkriegen beherrscht wurde. Während des Zweiten Weltkrieges lebte er im Exil. Aber nicht nur der Krieg hatte Einfluss auf sein Schaffen, es gab auch viele literarische Einflüsse.

Einflüsse aus der Literatur

Brecht wurde zu "Mutter Courage und ihre Kinder" durch eine Ballade des Schriftstellers Johan Ludvig Runeberg inspiriert. In dessen Werk gibt es eine Marketenderin mit dem Namen Lotta Svärd, die Brecht eine Inspiration für die Figur Mutter Courage war. Den Namen "Courage" wiederum entnahm er einem anderen Werk, dem Roman "Lebensbeschreibung der Ertzbetrügerin und Landstörtzerin Courasche" (1670) von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen.

In Grimmelshausens Werk wurde durch die Figur einer "Zigeunerin" gezeigt, wie der Krieg Menschen verändert. Der Roman spielte, wie auch Brechts Drama, im Dreißigjährigen Krieg. Brecht übernahm aber nicht nur den Namen, sondern auch die Gier, Verschlagenheit und Unbelehrbarkeit der "Zigeunerin".

Weitere Einflüsse sind von Schillers "Wallensteins Tod" und "Wallensteins Lager" zu erkennen. Bertolt Brecht kannte diese Texte bereits als Schüler. Später wurden sie eine seiner Inspirationsquellen, indem er den Dreißigjährigen Krieg in "Mutter Courage und ihre Kinder" behandelte.

Historische Einflüsse

Der Schauplatz von "Mutter Courage und ihre Kinder" ist der Dreißigjährige Krieg. Zu Beginn des Stücks spielt das Geschehen in Schweden und Polen. Damit wird die Auseinandersetzung zwischen Schweden und Polen thematisiert. Unter Gustav II. Adolf eroberten die Schweden einen Großteil der polnischen Küste.

Der Dreißigjährige Krieg dauerte von 1618 bis 1648 und kann in vier Etappen, denen jeweils ein Konflikt zugrunde liegt, unterteilt werden. Dabei wurde aus dem Religionskrieg später ein Territorialkrieg.

Als Auslöser gilt der Prager Fenstersturz (1618), mit welchem der Aufstand der protestantischen böhmischen Stände ausbrach. In den einzelnen Konflikten traten jeweils die Gegner des Kaisers und der Habsburger Mächte gegeneinander an. Das Ende des Krieges wurde durch den gesamteuropäischen Friedenskongress von Münster und Osnabrück (1641–1648) eingeleitet. Am 24. Oktober 1648 endete der Krieg und hinterließ verwüstete und entvölkerte Gebiete. In Süddeutschland überlebte nur ein Drittel der Bevölkerung den Krieg.

Bertolt Brecht nahm die Themen seiner Zeit auf. Neben dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, der verheerender war, als alle Kriege zuvor, werden auch Nationalismus und Rassismus thematisiert. Durch Mutter Courage wird die Rassenlehre kritisiert, denn ihre Kinder, die alle aus anderen Nationen stammende Väter haben, bezeichnet Brecht als multikulturelle Gesellschaft. Kattrin ist eine halbe Deutsche (S. 11), Eilif bedeutet "finnischer Teufel" und in Schweizerkas steckt die Nationalität (Schweiz) im Namen.

Auch andere NS-Ideologien werden kritisiert, beispielsweise an der Stelle, in der der Feldprediger vom Endsieg schwärmt. Diese Terminologie wurde im Zweiten Weltkrieg ausgebildet.

Der Krieg und das Leben im Exil

Am 28. Februar 1933, einen Tag nach dem Reichstagsbrand, floh Brecht mit seiner Familie aus Deutschland. Im April 1933 standen seine Werke auf der "Schwarzen Liste" und am 10. Mai 1933 wurden sie verbrannt und verboten. 1935 wurde ihm die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt.

Brecht floh über Prag, Wien und Zürich nach Paris. Erst im Mai 1941 erhielt er ein Einreisevisum für die USA.

Das Exil stellte einen großen Einschnitt in Brechts Leben dar. Er hatte seine Bühnen verloren und litt dadurch unter finanziellen Problemen. Sein "Werk Mutter Courage und ihre Kinder" wollte niemand aufführen, weil Konfrontationen und Sanktionen durch das NS-Regime gefürchtet wurden.

Die Entstehung des Stücks

Über den genauen Zeitpunkt der Niederschrift des Stücks herrscht Uneinigkeit. Brecht sagte wiederholt, er hätte es 1938 im dänischen Exil geschrieben. Andere Quellen zeigen auf, dass es erst 1939 verfasst wurde.

Bis zur korrigierten Neuauflage 1950 gab es nur wenige Veränderungen an dem Stück. Lediglich einige Züge der Mutter Courage wurden stärker herausgearbeitet, um ihre Profitgier deutlicher zu machen. "Mutter Courage und ihre Kinder" gehört zur Literaturepoche der deutschen Exilliteratur.

Wenn Du mehr zum Thema wissen willst, schau Dir gerne unsere Erklärung "Literaturepochen" an!

Bedeutung des Dramas "Mutter Courage und ihre Kinder"

Das Drama, das im Exil verfasst wurde, thematisiert vor allem den Zynismus des Krieges und hebt gleichzeitig die Verbindung mit einer kapitalistischen Gesellschaftsordnung hervor. Bertolt Brecht schildert, wie die Menschen verrohen unter dem Zwang, in der Welt zu bestehen. Er beschreibt den Konkurrenzkampf im Krieg.

Bertolt Brecht möchte mit seinem Drama das Publikum aufrütteln. Vor allem vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkrieges stellt das Drama eine kraftvolle Kriegs- und Kapitalismuskritik dar.

Mutter Courage und Ihre Kinder - Das Wichtigste

  • Das Drama wurde 1939 verfasst und 1941 in Zürich uraufgeführt.
  • Es ist eines der bekanntesten Werke von Bertolt Brecht und zählt zur Epoche der deutschen Exilliteratur.
  • Das Drama spielt im Dreißigjährigen Krieg und zeigt die Geschichte der Marketenderin Courage, die mit ihren Kindern den Heeren hinterherzieht, um gewinnbringende Geschäfte zu machen. Dabei verliert sie ihre drei Kinder.
  • Brecht verwendet Mittel der Verfremdung, um dem Zuschauer eine distanzierte und kritische Rezeption zu ermöglichen.
  • Er benutzt volksnahe Sprache mit Mundart, Bibelzitaten, Ironie, Spott und bissigen Bemerkungen, um das Stück realistisch zu gestalten.
  • Mit dem Drama kritisiert Brecht den Krieg und den Kapitalismus.

Mutter Courage und Ihre Kinder

Alle drei Kinder von Mutter Courage sterben. Schweizerkas wird erschossen, weil er dabei erwischt wurde, wie er die Regimentskasse vor den Katholiken, die das Lager überfielen, verstecken wollte. Eilif wird gehängt, nachdem er in einer kurzen Zeit des Friedens einen Bauernhof überfallen hatte. Und die stumme Kattrin stirbt, als sie die Stadt durch Trommeln vor dem Angriff der Soldaten warnt. Sie wird erschossen.

Zum genauen Entstehungszeitpunkt gibt es keine eindeutigen Angaben. Brecht behauptete, er habe das Stück 1938 geschrieben. Es gibt jedoch Hinweise in Briefen von Brechts Sekretärin, die darauf schließen lassen, dass das Drama erst im Herbst 1939 geschrieben wurde.

Mutter Courage heißt eigentlich Anna Fierling. Ihren Namen Courage hat sie, weil sie couragiert handelt. Sie fürchtet den finanziellen Verlust und setzt so alles daran, ihren Geschäften im Krieg nachzugehen. Sie hält es für notwendig, couragiert zu sein, weil es in ihren Augen für die kleinen Leute keinen anderen Ausweg gibt.

Mutter Courage ist eine Marketenderin. Sie verdient ihr Geld, indem sie Waren an Soldaten verkauft. Das sind Kleidung, Alkohol, Lebensmittel und andere nützliche Waren.

Finales Mutter Courage und Ihre Kinder Quiz

Frage

Wann wurde das Drama "Mutter Courage und ihre Kinder" verfasst?

Antwort anzeigen

Antwort

1939

Frage anzeigen

Frage

In welche Epoche gehört das Drama "Mutter Courage und ihre Kinder"?

Antwort anzeigen

Antwort

Mutter Courage und ihre Kinder ist ein Werk, das zur deutschen Exilliteratur gehört.

Frage anzeigen

Frage

Wo und wann wurde das Drama uraufgeführt?

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Antwort

1939 in Zürich

Frage anzeigen

Frage

Wovon handelt das Drama "Mutter Courage und ihre Kinder"?

Antwort anzeigen

Antwort

Das Drama handelt von Mutter Courage, die mit ihren drei Kindern während des 30-jährigen Krieges als Händlerin verschiedenen Heerestruppen hinterherzieht. 

Frage anzeigen

Frage

Wie wird der Inhalt des Drama dargestellt?

Antwort anzeigen

Antwort

Durch drei Akte.

Frage anzeigen

Frage

Wo und wann beginnt die Geschichte im ersten Bild?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Geschichte beginnt im Frühjahr 1624 im schwedischen Dalarne. 

Frage anzeigen

Frage

Was passiert in der ersten Szene?

Antwort anzeigen

Antwort

Eilif, einer der beiden Söhne von Mutter Courage, wird von einem Feldwebel zum Kriegsdienst rekrutiert.

Frage anzeigen

Frage

Wie heißen die Kinder der Mutter Courage?

Antwort anzeigen

Antwort

Eilif, Schweizerkas und Kattrin

Frage anzeigen

Frage

Was passiert in der zweiten Szene des Dramas?

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Antwort

  • Wiedersehen zwischen Mutter Courage und Eilif 
  • Schweizerkas ist nun Zahlenmeister
Frage anzeigen

Frage

Was passiert mit den drei Kindern der Mutter Courage?

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Antwort

Alle drei Kinder sterben.

  • Schweizerkas gibt sein Leben, bei dem Versuch die Regimentskasse für seine Mutter zu verstecken. 
  • Eilif wird hingerichtet, weil er einen Bauernhof überfallen hat.
  • Kattrin stirbt, als sie die Einwohner der Stadt Halle vor Angreifern warnt.
Frage anzeigen

Frage

Welche Elemente verbinden die 12 Szenen miteinander?

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Antwort

Einige verbindende Elemente sind:

  • Die Figuren verbinden die einzelnen Bilder. Vor allem Mutter Courage, die hier als Hauptfigur agiert. 
  • Szenentitel und Inhalt der Szene werden der Handlung stets vorangestellt. 
  • In jeder Szene herrscht der gleiche Krieg. 
  • Anfang und Schluss werden miteinander verknüpft, als wie von Mutter Courage vorhergesagt, der Tod all ihre Kinder trifft. 
Frage anzeigen

Frage

Welche Mittel der Verfremdung benutzt Bertolt Brecht in "Mutter Courage und ihre Kinder"?

Antwort anzeigen

Antwort

Einige Verfremdungseffekte sind:

  • Es gibt keinerlei dramatische Entwicklung im Stück. 
  • Es ist keine Figurenentwicklung erkennbar, vor allem bei der Rolle der Mutter Courage nicht. 
  • Ein hohes Tempo lässt kaum Zeit, sich mit der Geschichte oder den Figuren zu identifizieren. 
  • Der Schauplatz verändert sich nicht - es ist der immer gleiche Krieg. 
Frage anzeigen

Frage

Warum nutzt Bertolt Brecht Verfremdungseffekte?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Die Zuschauer*innen sollen das Stück auf der Bühne distanziert, rein als Betrachter, verfolgen. Sie sollen die Geschichte kritisch betrachten und hinterfragen.
  • Die Zuschauer*innen sollen davon abgehalten werden, sich mit den Figuren zu identifizieren oder zu sehr in die Geschichte einzutauchen.
Frage anzeigen

Frage

Was zeichnet die Sprache im Drama "Mutter Courage und ihre Kinder" aus?

Antwort anzeigen

Antwort

Volksnahes Deutsch mit Dialekten, Mundart, Ironie und Spott.

Frage anzeigen

Frage

Welche sprachlichen Mittel verwendet Brecht, um den Krieg darzustellen?

Antwort anzeigen

Antwort

Verrohte Sprache, z.B. durch die Wörter "fressen" und "saufen" statt "essen" und "trinken"

Frage anzeigen

Frage

Berthold Brecht zeigt in Mutter Courage und ihre Kinder den Zusammenhang zwischen                                auf. Mutter Courage führt ihre Geschäfte trotz des Krieges fort, sieht in diesen sogar etwas Positives, denn er macht sie erfolgreich. Sie blendet                           aus. 


Antwort anzeigen

Antwort

Krieg und Kapital, Moral und Menschlichkeit

Frage anzeigen

Frage

Das Verhalten von Mutter Courage ist eine Kritik am                             . Durch das Stück erhofft sich Brecht, dass die Zuschauer*innen im Alltag                                handeln. 


Antwort anzeigen

Antwort

Krieg und am Kapitalismus, moralischer und menschlicher

Frage anzeigen

Frage

In Mutter Courage und ihre Kinder wird der Krieg als verkehrte Welt dargestellt. Nenne Beispiele hierfür.

Antwort anzeigen

Antwort

  • Krieg und Frieden werden einander gegenübergestellt. Der Feldwebel sagt, erst durch den Krieg herrsche Ordnung.
  • Das Thema "Auslese" wird thematisiert, denn Mutter Courage sagt, dass der Krieg die Schwachen aussortiere.
  • Ethische Werte werden ins Gegenteil verkehrt. Als Kattrin von Soldaten verwundet und geschändet wird, sagt der Feldprediger, die Schuld tragen diejenigen, die den Krieg ausgelöst hatten.


Frage anzeigen

Frage

Wovon wurde Brecht beim Schreiben des Dramas "Mutter Courage und ihre Kinder" beeinflusst?

Antwort anzeigen

Antwort

Das Werk ist geprägt von zeitgeschichtlichen Erfahrungen.

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Frage

Wann floh Bertolt Brecht mit seiner Familie aus Deutschland?

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Berthold Brecht floh am 28. Februar 1933, einen Tag nach dem Reichstagsbrand, mit seiner Familie aus Deutschland.

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