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Frauen im Nationalsozialismus

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Frauen im Nationalsozialismus

Über Frauen im Nationalsozialismus ist meist relativ wenig bekannt. Dabei waren Frauen, wie auch Männer, Täterinnen, Opfer und im Widerstand gegen das "Dritte Reich". In diesem Artikel, sowie den beiden Artikeln Täterinnen im Nationalsozialismus und Weiblicher Widerstand erfährst du daher mehr über das Frauenbild und einzelne weibliche Persönlichkeiten des Nationalsozialismus.

Frauen in der Zeit des Nationalsozialismus

Wie bei allen anderen Personengruppen im Nationalsozialismus war auch die Rolle der Frauen in der NS Ideologie klar vorgegeben. Welche Rollenbilder der Frau im Nationalsozialismus existierten und wie diese die Gesellschaft beeinflussten, erfährst du in den nächsten Abschnitten.

Wenn du weitere Informationen zur NS Ideologie außerhalb der Rolle der Frau bekommen möchtest, empfehlen wir dir, unseren Artikel zum Thema NS Ideologie zu lesen.

Frauen im Nationalsozialismus - Bedeutung der Frauen

Wenn man sich die Rolle der Frauen im Nationalsozialismus anschaut, ist es wichtig, neben der ideologischen Rolle der Frau auch ihre politische zu betrachten.

Ideologische Rolle der Frauen im Nationalsozialismus

Die ideale Frau sollte nach der NS Ideologie als "Trägerin von Blut und Rasse" oder "Hüterin von Kraft und der ewigen Nation" vor allem für den Fortbestand der "arischen Rasse" sorgen und "stählerne, kampfbereite Nachkommen produzieren". Neben ihrer eigenen arischen Abstammung sollte sie sich durch Charaktereigenschaften wie Treue, Pflichterfüllung, Opferbereitschaft, Leidensfähigkeit und Selbstlosigkeit auszeichnen.

In der NS Ideologie wurde zwischen unterschiedlichen "Menschenrassen" unterschieden. Als "überlegende Herrenrasse" galt dabei die der "Arier". Während des Nationalsozialismus galten die meisten Menschen mit einer weißen Hautfarbe und europäischer Abstammung, welche keine jüdischen Vorfahren hatten als "Arier".

Hinweis: Die Begriffe "Arier" und "Rasse" sind hier bewusst in Anführungszeichen gesetzt, da die Existenz von "Menschenrassen" wissenschaftlich widerlegt ist.

Neben ihrer Rolle als Mutter sollten sich Frauen im "Dritten Reich" vor allem um den Haushalt kümmern. Die Erwerbsarbeit sollte vor dem Beginn des Zweiten Weltkrieges vor allem von Männern übernommen werden.

Adolf Hitler bewertete die zugeschriebene Rolle der Frau 1935 wie folgt:

"Ich glaube nicht, daß es eine Degradierung der Frau ist, wenn sie Mutter wird, sondern ich glaube im Gegenteil, daß es ihre höchste Erhebung ist. Es gibt keinen größeren Adel für die Frau, als Mutter der Söhne und der Töchter eines Volkes zu sein.“

Anhand solcher Aussagen wird deutlich, dass Frauen im Nationalsozialismus zwar eine ideologisch gleichwertige Position, aber keinesfalls eine rechtlich gleichwertige Position zu Männern einnahmen.

Das Frauenbild des Nationalsozialismus lässt sich aus heutiger Sicht als antifeministisch beschreiben.

Als Feminismus bezeichnet man die Bestrebung beziehungsweise den Einsatz für die Gleichberechtigung aller Geschlechter sowie den Abbau von Rollenbildern. Feminismus beinhaltet dabei nicht nur die Forderung nach zum Beispiel gleicher Bezahlung von Frauen wie Männern im selben Beruf, sondern auch den Abbau von Rollenbildern, die sich negativ auf Männer auswirken. Ein Beispiel hierfür ist der oft verbreitete Glaube, dass Männer keine Gefühle zeigen sollten.

Der Begriff Antifeminismus bezeichnet wiederum Bestrebungen, die die Gleichberechtigung aller Geschlechter zu verhindern sowie ein Denken in gefestigten Rollenbildern, die den unterschiedlichen Geschlechtern unterschiedliche Eigenschaften zuweisen. In der nationalsozialistischen oder extrem rechten Ideologie ist Antifeminismus ein wichtiger Bestandteil, da diese Ideologien davon ausgehen, dass die Aufgabe der Frau der Erhalt des eigenen Volkes und die Abwicklung des Haushaltes ist.

Politische Rolle der Frau im Nationalsozialismus

Ähnlich wie in der NS Ideologie nahmen Frauen auch in der Politik zu Zeiten des Nationalsozialismus eine untergeordnete Rolle ein. Bereits am 21. Januar 1921 zu Zeiten der Weimarer Republik beschloss die NSDAP Frauen aus allen leitenden Ausschüssen sowie der Parteiführung auszuschließen. In der Folge durften sie auch nicht als Parlamentarierinnen für die NSDAP antreten.

Mit der Zerschlagung der KPD im Nachgang des Reichstagsbrandes im März 1933, dem Verbot der SPD im Juni des selben Jahres, sowie der Selbstauflösung vieler weiterer Parteien und dem "Gesetz gegen die Neubildung von Parteien" im Juli 1933 wurde Frauen de facto das passive Wahlrecht aberkannt.

Als passives Wahlrecht bezeichnet man in einer Demokratie das Recht jedes/jeder Bürger*in für ein bestimmtes Amt zu kandidieren und von den anderen Bürger*innen gewählt zu werden. Das aktive Wahlrecht wiederum bezeichnet das klassische Recht eines/einer jeden Bürger*in andere Personen im Rahmen einer Abstimmung wählen zu dürfen.

Auch in den meisten anderen Organisationen des nationalsozialistischen Regimes wie der SA, SS oder der DAF blieb den Frauen der damaligen Zeit die Möglichkeit auf eine Führungsrolle, beziehungsweise auf eine Mitgliedschaft verwehrt. Ausnahmen bildeten hierbei der Bund deutscher Mädel (BDM), die NS-Frauenschaft (NSF) und das Deutsche Frauenwerk (DFW), welche jedoch lediglich zur Durchsetzung der NS-Ideologie in Bezug auf die Rolle der Frau dienten.

Wenn du mehr zu den Organisationen des Dritten Reiches, wie zum Beispiel der SS erfahren möchtest, empfehlen wir dir, unseren Artikel zu diesem Thema zu lesen.

Frauen im Nationalsozialismus - die Rolle als Mutter

Wie du bereits in den vorherigen Absätzen erfahren hast, galt die Rolle der Mutter als eine der Hauptaufgaben der Frauen zu Zeiten des Nationalsozialismus. Aufgrund der Anreize für Frauen, ihre Erwerbsarbeit aufzugeben und sich auf den Haushalt und die Kinder zu fokussieren, stieg die Anzahl der Mütter im Nationalsozialismus zunächst an.

Auch die Geburtenrate konnte durch das von den Nationalsozialist*innen vorgegebene Ziel von vier Kindern pro Familie, von denen die Frau laut NS Ideologie "ein Kind an der Hand, eins auf dem Arm, eins im Kinderwagen und eins unterm Herzen" tragen sollte, zumindest kurzfristig erhöht werden. Während die Geburtenrate 1933 noch bei circa 1,4 Kindern pro Frau lag, stieg sie bis zu ihrem Höhepunkt 1937 auf circa 2,5 an.

Mütterschulungen und Mütterschulen

Nach der Machtübernahme Hitlers 1933 wurden sogenannte Mütterschulen und die in ihnen durchgeführten Mütterschulungen zum zentralen Bestandteil in der NS-Frauenpolitik. Der 1943 gegründete Reichsmütterdienst der NS-Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerkes war als Träger für die Mütterschulen zuständig. Er organisierte die Mütterschulen einheitlich auf Kreisebene und wollte somit langfristig alle Frauen ab 18 Jahren zu einer Teilnahme an einer Mütterschulung bewegen.

Frauen im Nationalsozialismus, Anstecker Reichsmütterdienst, StudySmarterAbbildung 1: Anstecker Reichsmütterdienst.Quelle: museum-digital.de

Ab 1935 wurde die Reichsarbeitsgemeinschaft für Mütterschulen auf Erlass des Innenministeriums zum alleinigen Träger der Mütterschulen. Durch diese Arbeitsgemeinschaft wurden die Mütterschulen klarer politisch ausgerichtet. Sie dienten ab diesem Moment vorrangig der Umsetzung und Einführung des nationalsozialistischen Frauenbildes, in welchem die Frau als "Trägerin von Blut und Rasse" oder "Hüterin von Kraft und der ewigen Nation" vor allem für den Fortbestand der "arischen Rasse" sorgen und "stählerne, kampfbereite Nachkommen produzieren" sollte.

Im Laufe des Dritten Reiches wurden viele unterschiedliche Formen der Mütterschulen, wie zum Beispiel Bräuteschulen für verlobte und kinderlose Frauen sowie Werkmütterschulen bewusst für Arbeiterinnen eingerichtet. Diese unterschiedlichen Abwandlungen der Mütterschulen sollten für eine möglichst flächendeckende und zielgerichtete Umsetzung der Mütterschulungen sorgen. Durch diese Maßnahmen zur Verbreitung der Mütterschulungen wurden bis 1937 circa 53.000 Mütterschulungen für 1,14 Millionen Frauen abgehalten.

Frauen im Nationalsozialismus, Mütterschulung in einer Mütterschule, StudySmarterAbbildung 2: Mütterschulung im Dritten Reich.Quelle: dhm.de

Neben der Erhöhung der Gebärfreudigkeit der Frauen im nationalsozialistischen Staat sollten die Mütterschulen den Frauen auch weitere Grundlagen in den Themenbereichen Haushalts- und Gesundheitsführung, Erziehung sowie Volks- und Brauchtumslehre vermitteln. Der Besuch blieb während des Bestehens des nationalsozialistischen Dritten Reiches freiwillig, für arbeitslose Frauen und Frauen von SS-Angehörigen wurden die Schulungen jedoch verpflichtend eingeführt.

Zu einer Elite- und Vorzeigeschule wurde die Reichsbräuteschule für Frauen von SS- und SA-Angehörigen in Berlin Schwanenwerder, die unter direkter Leitung der Reichfrauenführerin Gertrud Scholtz-Klink stand.

Frauen im Nationalsozialismus, Reichsbräuteschule Schwanenwerder. StudySmarterAbbildung 3: Reichsbräuteschule Schwanenwerder.Quelle: Briefmarkensammler-schwedt.de

Bereits vor der Machtübernahme Hitlers existierten in Deutschland Mütterschulen. Die Erste wurde 1917 von der Pädagogin Luise Lampert (1891–1962) gegründet. Bis 1933 entstanden 37 weitere Mütterschulen. Ursprünglich sollten diese mit Kursen rund um die Themen Schwangerschaft, Geburt und Pflege von Kindern die hohe Säuglingssterblichkeit während und nach dem Ersten Weltkrieg bekämpfen.

Mutterkreuz

Das "Ehrenkreuz der deutschen Mutter" (Mutterkreuz) wurde ab 1938 von der NSDAP gestiftet. Da Adolf Hitler die Mutterschaft als "Schlachtfeld der Frau" bezeichnete, war es praktisch gleichbedeutend mit militärischen Orden wie dem Eisernen Kreuz. In der Folge salutierten Soldaten vor Müttern, welche das Mutterkreuz trugen.

Frauen im Nationalsozialismus Mutter mit Mutterkreuz StudySmarterAbbildung 4: Mutter mit Mutterkreuz.Quelle: dhm.de

Das Mutterkreuz wurde lediglich an "reichsdeutsche" Mütter mit einem Ariernachweis verliehen, welche "erbgesunde" Kinder gebaren. Wurden nach der Verleihung des Mutterkreuzes "rassenideologische Mängel" an den Müttern oder deren Kindern bekannt, konnte das Mutterkreuz auch rückwirkend wieder entzogen werden.

Menschen mit Behinderung besaßen nach der NS Ideologie im Dritten Reich oftmals nicht die gleichen Rechte wie Personen ohne Behinderung. Teilweise wurden sie von den Nationalsozialist*innen sogar ermordet. Mehr Informationen zu diesem Thema findest du in unserem Artikel "Euthanasie im Dritten Reich".

Für die Geburt von vier Kindern wurde das bronzene Mutterkreuz verliehen, für die Geburt von sechs das silberne und für die Geburt von acht Kindern das goldenen Mutterkreuz. Müttern beziehungsweise Familien, die das Mutterkreuz erhielten, wurden außerdem verschiedene steuerliche und andere wirtschaftliche Vorteile gewährt.

Frauen im Nationalsozialismus, Mutterkreuze, StudySmarterAbbildung 5: goldenes (links), silbernes (Mitte) und bronzenes Mutterkreuz (rechts).Quelle: auf Grundlage von dhm.de

Zunächst wurden 1939 knapp 3 Millionen Mutterkreuze an Frauen über 60 Jahren, welche die Voraussetzungen für die Verleihung erfüllten, verliehen. Ab 1942 wurde das Mutterkreuz bei den staatlichen Muttertagsfeiern verliehen.

Wie viele Mutterkreuze im Dritten Reich insgesamt verliehen wurden, lässt sich heute nicht mehr eindeutig sagen. Schätzungen gehen von 6 bis 10 Millionen verliehenen Mutterkreuzen aus.

Heutzutage gilt das Mutterkreuz aufgrund seines rassenpolitischen Hintergedankens als ein verfassungsfeindliches Abzeichen. Nach dem "Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen" vom 26. Juli 1957 ist das Tragen des Mutterkreuzes in der Bundesrepublik Deutschland unter allen Umständen verboten.

Frauen im Nationalsozialismus - Arbeitsdienst

Insbesondere der Bereich der Erwerbsarbeit zeigt die Ambivalenz des nationalsozialistischen Frauenbildes. Während die Nazis zu Beginn des Dritten Reiches vor allem den Ausstieg der Frau aus der Erwerbsarbeit förderten, wandelte sich diese Vorgehensweise nach Kriegsbeginn schlagartig. Für die unzähligen Fronten der NS-Kriegsführung wurden im Kriegsverlauf so viele gesunde, junge und mittelalte Männer rekrutiert, dass die inländische Kriegsindustrie einem Arbeitermangel unterlag.

Diesen Mangel konnten auch Zwangsarbeiter nicht ausgleichen, weshalb zunehmend mehr Frauen in der Erwerbsarbeit eingesetzt werden mussten. Trotz Hitlers Ziel der Verringerung des Anteils erwerbstätiger Frauen stieg die Anzahl weiblicher Erwerbstätiger auch vor dem Zweiten Weltkrieg von 11,6 Millionen 1933 auf 14,6 Millionen im Jahr 1939.

Frauen im Nationalsozialismus, Frau bei der Arbeit in einer Munitionsfabrik, StudySmarterAbbildung 6: Eine Frau beim Einsatz in einer Munitionsfabrik.Quelle: dhm.de

Diese Erhöhung des Anteils erwerbstätiger Frauen wurde durch eine Reihe an Maßnahmen möglich, welche während des Dritten Reiches den akuten Mangel in einzelnen Berufsfeldern bekämpfen sollten. Aufgrund des Ärztemangels wurden beispielsweise in den Kriegsjahren die Beschränkungen für Frauen beim Medizinstudium aufgehoben, was den Anteil der Ärztinnen, der 1933 noch bei 6,5 % gelegen hatte, bis 1944 mehr als verdoppelte.

In einigen Berufen, wie zum Beispiel dem der Straßenbahnschaffnerin, konnten Frauen sogar eine gleiche Bezahlung wie ihre männlichen Kollegen durchsetzen.

Schlussendlich erreichten Hitler und die NSDAP nicht ihr Ziel, Frauen aus der Erwerbsarbeit herauszuführen, sodass sich diese auf die Familie und die Hausarbeit konzentrieren konnten. Es entstand ein Zielkonflikt mit der wirtschaftlichen Funktionsweise des Dritten Reiches.

Einer der wenigen Bereiche, aus dem Hitler und die NSDAP Frauen weitgehend verbannen konnten, war der Juristische. Der damalige Präsident des Reichsjustizprüfungsamtes, Otto Palandt erarbeitete 1934 das "Gesetz zur Änderung der Rechtsanwaltsordnung", nach welchem Frauen als Anwältinnen nicht mehr zugelassen werden sollten. Für Palandt stellten weibliche Anwältinnen einen "Einbruch in den altgeheiligten Grundsatz der Männlichkeit des Staates“ dar. Für ihn war klar, dass es Sache des Mannes sei, das Recht zu wahren.

Otto Palandt (1877–1951) war schon vor der Machtergreifung durch die Nazis Richter und 1934–1943 Vorsitzender des Reichsjustizprüfungsamtes. In dieser Position war er für die rechtliche Umsetzung der menschenfeindlichen NS Ideologie zuständig. Ab 1938 übernahm Palandt im Auftrag des Verlages C.H.BECK die Herausgeberschaft für den Kommentar des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Bis zur 80. Auflage im Jahr 2021 blieb der prestigeträchtige Kommentar trotz Kritik nach Palandt benannt.

Seit der 81. Auflage für das Jahr 2022 ist der Namensgeber für den BGB-Kommentar der Richter am Bundesgerichtshof Christian Grüneberg.

Frauen im Nationalsozialismus - NS-Frauenschaft

Die NS-Frauenschaft (NSF) wurde bereits im Jahr 1931 als Zusammenschluss unterschiedlicher nationalistischer und nationalsozialistischer Frauenverbände gegründet. Sie galt als die Frauenorganisation der NSDAP. Neben dem Deutschen Frauenwerk (DFW) diente sie nach der Machtübernahme der Nationalsozialist*innen als ein Sammelbecken für die Frauenorganisationen und Vereine der Weimarer Republik.

Frauen im Nationalsozialismus, Abzeichen NS-Frauenschaft, StudySmarterAbbildung 7: Abzeichen der NS-Frauenschaft.Quelle: wikipedia.de

Die NS-Frauenschaft unterstützte die Gleichschaltung aller Vereine und politischen Organisationen in den Untergliederungen der NSDAP und löste als Sammelbecken für die Frauenorganisationen der Weimarer Republik den 1933 verbotenen Bund deutscher Frauenvereine praktisch in seiner Funktion ab. Offiziell war die NSF für die gesamte Umsetzung der NS-Frauenpolitik zuständig und sollte somit die "weltanschauliche, kulturelle und volkswirtschaftliche Führung" übernehmen.

Der Bund deutscher Frauenvereine (BDF) wurde als Dachorganisation der bürgerlichen Frauenbewegung im Jahr 1894 gegründet. Um die Mitgliedschaft für eine möglichst große Anzahl an Frauenvereinen möglich zu machen, vertrat der BDF eher gemäßigte Forderungen. Er setzte sich vor allem für die Bildung von Frauen, bessere Arbeitsbedingungen für weibliche Beschäftigte sowie mehr Partizipation von Frauen im gesellschaftlichen Bereich ein.

Radikalere Forderungen wie das Frauenwahlrecht vertrat der BDF erst im Laufe der Zeit. Mit der Machtergreifung Hitlers wurde der BDF 1933 aufgelöst. Zwischenzeitlich hatte der BDF circa 1 Million Mitglieder.

In ihrem inneren Aufbau glich die NS-Frauenschaft der NSDAP. Sie besaß die Untergliederungen Gau, Kreis, Ortsgruppe, Zelle, Block (beziehungsweise Haushaltsgruppe). Über diese Untergliederungen waren 2,3 Millionen Mitglieder in der NSF organisiert, was über die Hälfte der 4 Millionen Frauen, die sich im Dritten Reich in einer NS-Organisation engagierten ausmachte. Trotz dieser beträchtlichen Mitgliederanzahl galt die NSF als eine Art Eliteorganisation für die Frauen im Dritten Reich.

Der politische Einfluss der NSF auf die NSDAP war sehr gering. Die NS-Frauenschaft durfte praktisch keine politischen Vorschläge in die NSDAP einbringen, sondern agierte als ausführender Arm der NSDAP und Hitlers in frauenpolitischen Themen.

Frauen im Nationalsozialismus - Deutsches Frauenwerk

Das Deutsche Frauenwerk war neben der NS-Frauenschaft die einzige zugelassene Frauenorganisation im Dritten Reich. Im Unterschied zur NS-Frauenschaft wurde das Deutsche Frauenwerk erst nach der Machtergreifung Hitlers im Oktober 1933 gegründet. Es war vor allem ein Sammelbecken für vorherige nationalistische und konservative Frauenverbände wie dem Bund Königin Luise oder der Schwesternschaft des Deutschen Roten Kreuzes.

Frauen im Nationalsozialismus, Abzeichen Deutsches Frauenwerk, StudySmarterAbbildung 8: Abzeichen des Deutschen Frauenwerkes. Quelle: wikipedia.de

Als eingetragener Verein unterstand das Deutsche Frauenwerk offiziell nicht der NSDAP, sondern galt nur als personell eng verbundene Organisation. Diese enge Bindung des Deutschen Frauenwerkes an die NSDAP und die NS-Politik wurde mit der Ernennung von Gertrud Scholtz-Klink zur "Reichsfrauenführerin" 1934 und somit zur Vorsteherin des Deutschen Frauenwerkes und der NS-Frauenschaft weiter befeuert.

Mehr Informationen zur Reichsfrauenführerin Gertrud Scholtz-Klink findest du weiter unten im Absatz "Täterinnen im Nationalsozialismus".

Insgesamt zählte das Deutsche Frauenwerk knapp 1,7 Millionen Mitglieder und hatte die Hauptaufgabe, alle deutschen Frauen "in den Dienst des Volkes und des Staates" zu stellen. Dieser Aufgabe kam das Deutsche Frauenwerk zusammen mit der NS-Frauenschaft vor allem über den sogenannten Reichsmütterdienst nach, welcher die flächendeckenden Mütterschulungen gestaltete und Träger der Mütterschulen war. Außerdem veranstaltete das Deutsche Frauenwerk immer wieder Veranstaltungen, vor allem zum Thema Haushalt.

Frauen im Nationalsozialismus - Bund Deutscher Mädel (BDM)

Der BDM bezeichnete den Ableger der Hitlerjugend (HJ) für Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren. Für Mädchen im Alter von 10 bis 14 Jahren gab es den sogenannten Jungmädelbund (JM), der umgangssprachlich oft auch als "Kükengruppe" bezeichnet wurde.

Frauen im Nationalsozialismus, Bund Deutscher Mädel (BDM), StudySmarterAbbildung 10: Mitglieder des BDM bei einer Kundgebung.Quelle: dhm.de

Der BDM wurde 1930 als Zusammenschluss unterschiedlicher Mädchen- und Schwesternschaften der HJ gegründet. Durch die gesetzliche Pflichtmitgliedschaft ab 1936 für alle "arischen" weiblichen Jugendlichen wuchs die Anzahl der Mitglieder von 1.700 im Jahr 1931 auf über 4,5 Millionen im Jahr 1944. Damit wurde der BDM zur größten weiblichen Jugendorganisation der Welt.

Mehr Informationen zum Bund Deutscher Mädel (BDM) findest du in unserem Artikel zu diesem Thema. Außerdem erfährst du im Artikel Täterinnen im Nationalsozialismus mehr zur damaligen Reichsreferentin für den Bund Deutscher Mädel, Jutta Rüdiger.

Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Schaut man heute auf die Zeit des Nationalsozialismus und des "Dritten Reiches" zurück, so denkt man meistens nicht in erster Linie an Frauen. Dabei waren sie unter allen entscheidenden Akteur*innen des "Dritten Reiches" vertreten. Sie waren Täterinnen im Dienste der NS Ideologie, sie waren wie viele andere Menschen Mitläuferinnen des NS-Regimes und stützten dieses durch ihre Passivität. Frauen waren aber auch Opfer des NS-Unrechtsstaates und befanden sich im Widerstand gegen diesen.

Mehr Informationen zu Täterinnen und Widerstandskämpferinnen im Nationalsozialismus findest du in unseren Artikel Täterinnen im Nationalsozialismus und Weiblicher Widerstand.

Das über Frauen im Nationalsozialismus heute so wenig bekannt ist, hat viele verschiedene Gründe. Der Wichtigste ist aber sicherlich, dass die Gleichberechtigung der Frau in vielen Bereichen auch nach Beendigung des Dritten Reiches nicht abgeschlossen war und auch heutzutage noch einen weiten Weg vor sich hat. Zwar haben sich die meisten Teile der Gesellschaft sicherlich von dem Bild, dass Frauen vor allem zum Kinder gebären da sind, wegbewegt. Trotzdem gibt es immer noch Bereiche, in denen Frauen strukturell benachteiligt werden.

Der Bereich der historischen Forschung ist ein Beispiel für eine solche strukturelle Benachteiligung. Durch das Patriarchat waren zwar Männer schon immer in mächtigeren Positionen als Frauen anzutreffen und sind somit für Historiker*innen heutzutage meist interessanter. Trotzdem ist über Errungenschaften, welche von Frauen in der Geschichte erzielt wurden, meist weniger bekannt als über solche, die von Männern erreicht wurden.

Der Begriff Patriarchat leitet sich vom altgriechischen Wort "patriarches" (deutsch: Erster unter den Vätern, Stammesführer, Herrschaft der Väter, etc.) ab. Er bezeichnet in der Soziologie ein System von sozialen Beziehungen, bei welchem die maßgeblichen Werte wie Macht oder Ordnung den Männern zugeschrieben werden.

Vereinfacht gesagt könnte man den Begriff Patriarchat also auch als Vormachtstellung der Männer in einer Gesellschaft bezeichnen.

In Bezug auf den Widerstand im Nationalsozialismus sind weibliche Personen in der Geschichtsschreibung vergleichsweise relativ oft erwähnt. Allerdings finden sich meist recht wenige Informationen über die genauen Handlungen dieser. Sie werden häufig nur als "Frau, Verlobte, Freundin oder Bekannte" von männlichen Widerstandskämpfern erwähnt.

Frauen im Nationalsozialismus - Das Wichtigste

  • Nach der NS Ideologie waren Frauen im Nationalsozialismus "Trägerin von Blut und Rasse" oder "Hüterin von Kraft und der ewigen Nation", welche für den Fortbestand der "arischen Rasse" sorgen und "stählerne, kampfbereite Nachkommen produzieren" sollten.
  • Seit einem Beschluss der NSDAP von 1921 waren Frauen von leitenden Ausschüssen und der Parteiführung ausgeschlossen. Mit den Verboten und der Auflösung der anderen Parteien in der Folge des Reichstagsbrandes verloren sie somit faktisch ihr passives Wahlrecht.
  • Die einzigen beiden Frauenorganisationen des Nationalsozialismus waren die NS-Frauenschaft und das Deutsche Frauenwerk, dessen gemeinsame Vorsitzende und Reichsfrauenführerin Gertrud Scholtz-Klink war.
  • Für Mädchen im Alter von 14 bis 18 Jahren gab es den Bund Deutscher Mädel (BDM), den weiblichen Arm der Hitlerjugend, sowie für Mädchen im Alter von 10 bis 14 Jahren den Jungmädelbund.
  • Über die Rolle der Frau im Nationalsozialismus ist zwar wenig bekannt. Trotzdem waren Frauen Täterinnen, Mitläuferinnen, Opfer, sowie Widerstandskämpferinnen des, beziehungsweise gegen das "Dritte Reich".

Häufig gestellte Fragen zum Thema Frauen im Nationalsozialismus

Das nationalsozialistische Frauenbild war klar durch die NS Ideologie vorgegeben. Die ideale Frau sollte nach der NS Ideologie als "Trägerin von Blut und Rasse" oder "Hüterin von Kraft und der ewigen Nation" vor allem für den Fortbestand der "arischen Rasse" sorgen und "stählerne, kampfbereite Nachkommen produzieren". Neben ihrer eigenen arischen Abstammung sollte sie sich durch Charaktereigenschaften wie Treue, Pflichterfüllung, Opferbereitschaft, Leidensfähigkeit und Selbstlosigkeit auszeichnen. 

Für die Geburt von 4 Kindern wurde das bronzene Mutterkreuz verliehen, für die Geburt von 6 das silberne und für die Geburt von 8 Kindern das goldenen Mutterkreuz. Müttern beziehungsweise Familien, die das Mutterkreuz erhielten, wurden außerdem verschiedene steuerliche und andere wirtschaftliche Vorteile gewährt.

Finales Frauen im Nationalsozialismus Quiz

Frage

In welchen der genannten Organisationen haben sich Frauen während des Nationalsozialismus NICHT schuldig machen können?

Antwort anzeigen

Antwort

SS-Gefolge

Frage anzeigen

Frage

In welchen Berufen halfen Frauen bei der "Germanisierungspolitik" auf dem Ostfeldzug?

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Antwort

Frauen halfen im Namen der "Germanisierungspolitik" als "Ansiedlerbetreuerinnen" und "Arbeitsmaiden" im Osten nicht nur bei der Ansiedlung von deutschen Familien und der Gestaltung der Dörfer im Osten, sondern auch an der Vertreibung und Tötung der polnischen Bevölkerung und der polnischen Juden. 

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Frage

Wie viele Frauen arbeiteten während des "Dritten Reiches" schätzungsweise für die Gestapo?

Antwort anzeigen

Antwort

1.000 - 10.000

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Frage

Wofür waren Frauen bei der Gestapo verantwortlich?

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Antwort

Weibliche Mitarbeiterinnen unterstützten die Mitarbeit der Gestapo an der menschenverachtenden NS-Rassenpolitik vor allem bei Büro- und Verwaltungstätigkeiten. Außerdem wurden sie für den Wachdienst in Arbeitserziehungslagern sowie die Durchsuchung von Jüdinnen während der Deportation eingesetzt. 

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Frage

Was war das SS-Gefolge?

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Antwort

Als SS-Gefolge wurden die weiblichen Zivilangestellten der SS bezeichnet. Mitglieder des SS-Gefolges assistierten beispielsweise bei der medizinischen Versorgung SS-Angehöriger, unterstützten bei administrativen Aufgaben der SS und halfen als Aufseherinnen in Konzentrationslagern. 

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Frage

Wofür waren weibliche Mitarbeiterinnen bei den Einsatzgruppen der SiPo und des SD zuständig?

Antwort anzeigen

Antwort

In den Einsatzgruppen waren weibliche Mitarbeiterinnen vor allem für die Dokumentation und Übermittlung der Zahlen der ermordeten Personen jüdischer Herkunft und anderen Opfern der NS Ideologie verantwortlich.

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Frage

Wie hieß die ehemalige Reichsfrauenführerin?

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Antwort

Eva Braun

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Frage

Wie hieß die ehemalige Reichsreferentin für den BDM?

Antwort anzeigen

Antwort

Herta Oberheuser

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Frage

Wie viele Frauen waren unter den 185 Angeklagten der Nürnberger Prozesse (Hauptprozess und Folgeprozesse)?

Antwort anzeigen

Antwort

10

Frage anzeigen

Frage

Für welche Verbrechen wurden Frauen nach Kriegsende am häufigsten in NS-Kriegsverbrecherprozessen verurteilt?

Antwort anzeigen

Antwort

Denunziationsverbrechen und Euthanasieverbrechen

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Frage

Wann wurde Sophie Scholl geboren?

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Antwort

1909

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Frage

Zu welcher Widerstandsgruppe gehörte Sophie Scholl?

Antwort anzeigen

Antwort

Weiße Rose

Frage anzeigen

Frage

Von wem wurden die Flugblätter der Weißen Rose nach England geschmuggelt?

Antwort anzeigen

Antwort

Helmut James Graf von Moltke

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Frage

Wann wurde Sophie Scholl hingerichtet?

Antwort anzeigen

Antwort

22. Februar 1943

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Frage

Womit lehnte sich Elisabeth Abegg gegen das nationalsozialistische System auf?

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Antwort

Kurz nach der Machtergreifung der NSDAP beschützte sie jüdische Schülerinnen vor der offenen Diskriminierung.

1935 verweigerte sie den Führereid und wurde in der Folge zwangsversetzt und später aus ihrem Job entlassen. 

Während der gesamten Laufzeit des Nationalsozialismus hielt sie Kontakt zu unterschiedlichen Widerstandskämpfer*innen wie der Robinsohn-Strassmann-Gruppe. Außerdem versteckte sie zusammen mit ihrer Schwester Julie Abegg mindestens 12 jüdische Personen in ihrer Wohnung in Berlin-Tempelhof.


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Frage

Womit lehnte sich Liselotte Herrmann gegen das nationalsozialistische System auf?

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Antwort

Kurz nach der Machtergreifung Hitlers unterschrieb sie den "Aufruf zur Verteidigung demokratischer Rechte und Freiheiten an der Berliner Universität" und wurde daher mit 100 anderen Studierenden von ihrem Studium ausgeschlossen.

In der Folge hielt sie Kontakt zu unterschiedlichen kommunistischen und linkssozialistischen Widerstandskämpfer*innen und arbeitete für unterschiedliche ehemalige untergetauchte KPD-Funktionäre.

Sie gelangte unter anderem an Informationen über deutsche Rüstungsprojekte und gab diese an den KPD-Widerstand in der Schweiz weiter.

Nach ihrem Auffliegen wurde Liselotte zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde am 20. Juni 1938 in der Hinrichtungsstätte Berlin-Plötzensee vollstreckt. 

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Frage

Womit lehnte sich Helene Jacobs gegen das nationalsozialistische System auf?

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Antwort

Helene Jacobs war ab 1934 Mitglied der Bekennenden Kirche (eine Widerstandsgruppe evangelischer Christen). 

Außerdem arbeitete sie im Geheimen für einen jüdischen Patentanwalt

Ab 1940 unterstützte sie andere Personen aktiv bei der Flucht aus dem "Dritten Reich" und versteckte jüdische und politisch verfolgte Personen in ihrer Wohnung.

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Frage

Womit lehnte sich Traute Lafrenz gegen das nationalsozialistische System auf?

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Antwort

Traute Lafrenz gilt als die letzte Überlebende der Widerstandsgruppe Weiße Rose, der auch Hans und Sophie Scholl angehörten. 

In dieser war sie vor allem für den Transport und die Verbreitung von Flugblättern zuständig und beteiligte sich an Diskussions- und Organisationsrunden. 

Sie war die Geliebte von Hans Scholl.

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Frage

Womit lehnte sich Louise Schroeder gegen das nationalsozialistische System auf?

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Antwort

Louise Schroeder rief 1933 als Abgeordnete für die SPD im deutschen Reichstag zur Ablehnung des Ermächtigungsgesetzes auf.

1934 gründete sie für einen Treffpunkt ehemaliger SPD-Angehöriger eine Bäckerei in Berlin. 

Da sie wiederholt den Hitlergruß verweigerte, wurde sie mehrmals von der Gestapo verhört.  

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Frage

Womit lehnte sich Anna Stiegler gegen das nationalsozialistische System auf?

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Antwort

Anna Stiegler war bereits vor der Machtergreifung Hitlers Abgeordnete für die USPD und SPD in der Bremischen Bürgerschaft. Nach der Machtergreifung führte sie illegale Parteiaktivitäten innerhalb der SPD fort.

Außerdem verteilte sie illegal Flugblätter und unterstütze die Familien von politisch Verfolgten

Nachdem sie zur Haft im KZ Ravensbrück verurteilt und dort zum Funktionshäftling ernannt wurde, wurde sie als "Engel von Ravensbrück" bekannt, da sie sich besonders für ihre Mithäftlinge einsetzte.

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