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Weimarer Republik

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Weimarer Republik

Die Zeit der Weimarer Republik ist der Abschnitt der deutschen Geschichte der sich von 1918 bis 1933 zieht.

In dieser Zeit bestand die erste parlamentarische Demokratie in Deutschland.

In diesem Artikel geben wir dir einen Überblick zur Weimarer Republik und stellen dir wichtige Stationen dieser Epoche vor. Im Anschluss kannst du mit Hilfe unserer weiteren Artikel, dein Wissen weiter vertiefen und mehr zu einzelnen Ereignissen und Krisen der Weimarer Republik erfahren.

Zeitstrahl der Weimarer Republik

Die Epoche der Weimarer Republik löste die Kaiserzeit und damit auch die Herrschaftsform der konstitutionellen Monarchie in Deutschland ab. Beginnend mit der Ausrufung der Republik am 9. November 1918 wurde Deutschland erstmals zu einer parlamentarischen Demokratie.

Der offizielle Staatsname "Deutsches Reich" wurde auch nach dem Regierungswechsel beibehalten. Um aber den imperialistischen Klang zu vermeiden, wurde alternativ der Begriff "Deutsche Republik" verwendet. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Begriff "Weimarer Republik" geprägt – ausgehend davon, dass der erste Tagungsort der Verfassungsgebenden Nationalversammlung in der Stadt Weimar war.

Um einen ersten Eindruck von den Geschehnissen in dieser Epoche zu bekommen haben wir hier einen kleinen Überblick über die Zeit der Weimarer Republik und wie sich die Geschehnisse bis 1933 entwickelt haben:

Wer war der Reichskanzler der Weimarer Republik?

Der Reichskanzler war der Regierungschef der Weimarer Republik. Bereits im Deutschen Kaiserreich hatte es einen Ministerposten mit diesem Titel gegeben. Die Weimarer Verfassung griff den Titel erneut auf. Da die Weimarer Republik eine parlamentarische Demokratie war, handelte der Reichskanzler als Mitglied der Reichsregierung, er hatte aber durchaus besondere Rechte, die ihn von den Reichsministern abhob.

In der Verfassung wurde festgelegt, dass der Reichskanzler durch den Reichspräsidenten ernannt wurde. Allerdings konnte der Reichstag die Entlassung jedes Regierungsmitglieds fordern, falls nötig, so auch die des Reichskanzlers.

In der Zeit der Weimarer Republik gab es insgesamt 13 Amtsträger, Friedrich Ebert war der erste Reichskanzler.Der letzte Reichskanzler war Kurt von Schleicher.

Was ist eine parlamentarische Demokratie?

In der Herrschaftsform der parlamentarischen Demokratie, manchmal auch repräsentative Demokratie genannt, werden politische Entscheidungen nicht direkt durch das Volk, sondern durch Abgeordnete getroffen. Die Abgeordneten werden als Volksvertreter gewählt, sie können aber eigenverantwortlich Entscheidungen treffen. Alle Abgeordneten arbeiten zusammen in einem Parlament, daher auch der Begriff "parlamentarische Demokratie".

Wichtige Stationen der Weimarer Republik

Die Weimarer Republik entstand im Zuge der Novemberrevolution.

Durch die Ablösung der kaiserlichen Monarchie, gab es erstmals eine parlamentarische Demokratie in Deutschland.

Die Geschichte der Weimarer Republik lässt sich in vier Abschnitte unterteilen:

  1. Die Gründung
  2. Die Krisenjahre 1919 bis 1923
  3. Die Jahre der Stabilität 1924 bis 1929
  4. Die Phase ab der Weltwirtschaftskrise 1929.

Im nächsten Abschnitt gehen wir auf einige wichtige Stationen in der Zeit der Weimarer Republik ein. Sie geben dir einen ersten Eindruck davon, was dich in diesem Themengebiet erwarten wird. Wenn du mehr zu den jeweiligen Stichworten erfahren möchtest, klicke dich in unsere weiteren Artikel zum Thema Weimarer Republik - dort kannst du dein Wissen vertiefen.

Oktoberreformen

Die Oktoberreformen, waren eine Reihe von Verfassungs- und Gesetzesänderungen, welche gegen Ende des ersten Weltkrieges stattfanden. Durch die Oktoberreformen wurde erstmals ein parlamentarisches Regierungssystem in Deutschland eingeführt, damit wurde auch das Parlament als Organ der Exekutive gestärkt.

Jedoch behielt der Kaiser für die nächste Zeit seine Position als Monarch von Deutschland. Er behielt auch das Recht, den Reichskanzler zu ernennen, sowie die Kommandogewalt. Grund für die Oktoberreformen waren zum einen das Verlangen der Parteien, den Parlamentarismus, welchen es inoffiziell bereits seit 1917 gab, verfassungsrechtlich abzusichern.

Novemberrevolution

Ein weiterer zentraler Ausgangspunkt für die Gründung der Weimarer Republik war die Novemberrevolution.

Diese wurde von meuternden Matrosen zum Ende des ersten Weltkrieges hin angestoßen und führte zum Sturz der Monarchie im Deutschen Reich und zu dessen Umwandlung in eine parlamentarische Demokratie.

Obwohl die Oberste Heeresleitung bereits ihre Niederlage im Ersten Weltkrieg eingestanden hatte, entschied die Seekriegsleitung, die Flotte auslaufen zu lassen, um in eine letzte Schlacht gegen die britische Marine zu ziehen. Matrosen der Flotte verweigerten den Befehl, welches als Signal zur Revolution für das gesamte Land gesehen wurde.

  • Nun wurden in vielen deutschen Städten sogenannte Arbeiter- und Soldatenräte gegründet, die sich als neues örtliches Macht-Organ gegen die bisherige Reichsstaatsgewalt aufstellten.

  • Bis zum Ende des Monats hatten alle 22 Monarchen Deutschlands, inklusive des Kaisers abgedankt.

  • Der Reichsrätekongress (Kongress der verschiedenen Arbeiter- und Soldatenräte) rief nun für den 19. Januar 1919 die Wahlen zu einer Verfassungsgebenden Nationalversammlung aus.

Weimarer Verfassung

Die Nationalversammlung entschied am 31. Juli 1919, die Weimarer Verfassung anzunehmen, welche am 14. August 1919 in Kraft trat. Somit war die Weimarer Republik offiziell gegründet. Die Verfassung basierte größtenteils auf dem Entwurf von Hugo Preuß. "Schwarz-Rot-Gold" wurden zu den Reichsfarben der Republik ernannt. Denn es waren die Farben der bürgerlich-demokratischen Nationalbewegung.

Zentrale Prinzipien der Weimarer Verfassung:

  • Volkssouveränität (Art. 1)

  • Gewaltenteilung & Grundrechte→ erstmals staatsbürgerliche und familienrechtliche Gleichstellung der Frauen (Art. 109, 119)

  • Zusammenführung diverser deutscher und internationaler demokratischer Traditionen

  • Kompetenzen des Reiches wurden erweitert

  • Die Bismarck’sche Sozialgesetzgebung wurde ausgebaut

Hitlerputsch 1923

Unter dem Hitlerputsch, der manchmal auch der Bierkeller-Putsch genannt wird, versteht man den gescheiterten Putschversuch vom 8. und 9. November 1923. Durchgeführt wurde der Hitlerputsch von der NSDAP unter Adolf Hitler und Erich Ludendorff.

Ziel des Putsches war, mit Hilfe der rechtskonservativen bayerischen Landesregierung und Verwaltung die Reichsregierung in Berlin zu stürzen. Mussolini galt hierbei als Vorbild.

Dabei erklärte Hitler die Regierung des Deutschen Reichs und Bayern für abgesetzt und ernannte sich selbst zum Reichskanzler. Die Demonstration, der "Marsch zur Feldherrnhalle", wurde aber von der Polizei aufgelöst und Hitler wurde verhaftet.

Die Goldenen Zwanziger

Nach der erfolgreichen Währungsreform verbesserte sich der Lebensstandard in der Weimarer Republik. Es kam zum Aufleben der Massenkultur und auch im Bereich der Kunst etablierten sich avantgardistische Strömungen. Diese Ära wird oft “die goldenen Zwanziger” genannt.

Vor allem in der Freizeit gab es für die Reichsbürger neue Möglichkeiten durch die normalisierte politische und wirtschaftliche Lage und neuen Erfindungen wie Kino oder Radio.

Ende der 1920er Jahre kamen die ersten Tonfilme auf den Markt. Täglich gingen rund zwei Millionen Menschen ins Kino. Filme wie „Metropolis“ oder „Der blaue Engel“ machten Kinogeschichte.

Als neue Zeitschriftenform mit Bildern und Fotos setzte sich die Illustrierte durch. Es erschienen Boulevardzeitungen, die die neue Form der Bildreportage nutzten.

Erstmals im Herbst 1923 wurde der Hörfunkbetrieb in Deutschland aufgenommen. 1932 gab es bereits in einem Viertel aller Haushalte ein Radio. Auch erfreute sich der Fußball, im Kaiserreich noch als “undeutsch” abgestempelt, über immer wachsende Besucherzahlen.

Die Bevölkerung setzte kulturelle Freiheit und Vergnügen immer mehr in den Vordergrund, und das Feiern gehen mit neuen Tänzen wurde immer beliebter.

Weltwirtschaftskrise 1929

Im Oktober 1929 begann die Weltwirtschaftskrise und immer mehr Deutsche wurden arbeitslos. Das soziale System, das aufgrund der Sozialdemokraten eine wichtige Rolle in der politischen Gestaltung der Weimarer Republik spielte, brach zusammen.

Die allgemeine Stimmung der Gesellschaft spiegelte sich schließlich in den folgenden Reichstagswahlen im Jahr 1932 wider:

  • Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) unter der Führung von Adolf Hitler, welche sich offen für den Sturz des sozialen parlamentarischen Systems aussprach, erhielt 37% der Stimmen.

  • Auch die Kommunistische Partei Deutschland (KPD), ebenfalls kritisch dem parlamentarischen System gegenüber, konnte 14% erreichen.

  • Klare Ansage: Über die Hälfte der Bevölkerung hatte keine Lust mehr auf die alten Parteien und das demokratische System. Es begannen riesige Protestmärsche gegen die Republik.

Als Hitler schließlich zum Reichskanzler ernannt wurde, war dies das Ende der Weimarer Republik.Man dachte es wäre möglich ihn mit der konservativen Kabinettsmehrheit zu stoppen, was sich aber als Fehler herausstellte. Hitler machte die Verfassung der Weimarer Republik so gut wie nutzlos.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Weimarer Republik

Die Weimarer Republik war von Instabilität geprägt. Die Wirtschaft erholte sich nur langsam nach dem ersten Weltkrieg und die Arbeitslosigkeit war groß. Zusätzlich konnte die Demokratie durch eine schwache Verfassung nicht aufrecht gehalten werden.

Die Weimarer Republik beschreibt den deutschen Staat und seine Staatsform zwischen 1918 und 1933. Die Republik enstand am Ende des Ersten Weltkrieges durch die Novemberrevolution. Die Weimarer Republik stellte sich als instabil heraus.

Die Weimarer Republik war eine förderative Republik und bildete somit erstmals eine Demokratie in der deutschen Geschichte. Dennoch war die Republik von politischen Unruhen geprägt.

Der Name von der Weimarer Republik stammt von der Stadt ab, in der die Verfassung der Republik 1919 beschlossen wurde.

Finales Weimarer Republik Quiz

Frage

Was waren demokratische Errungenschaften der Weimarer Republik im Vergleich zum Kaiserreich?

Antwort anzeigen

Antwort

  • allgemeines Verhältniswahlrecht für Männer und Frauen
  • Wahl des Reichspräsidenten direkt durch das Volk
  • Volksbegehren und Volksentscheid als plebiszitäre Elemente
  • parlamentarische Verantwortlichkeit der Regierung, Misstrauens-votum
  • Katalog liberaler und sozialer Grundrechte
Frage anzeigen

Frage

Wieso war die Wahl Hindenburgs zum Reichspräsidenten ein Wendepunkt der Weimarer Republik?

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Antwort

Die alten, konservativen Eliten erlangten damit die zentrale Machtposition der Republik

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Frage

Welche wirtschaftlichen Probleme gab es in der Weimarer Republik nach 1924?

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Antwort

  • Hohe Abhängigkeit von ausländischen Krediten (v.a. aus der USA) 
  • Geringe Binnennachfrage und entsprechend hohe Abhängigkeit von Exporten 
  • Dauerkrise der Landwirtschaft, die wegen fehlender Modernisierung international wenig konkurrenzfähig, hoch verschuldet und abhängig von Staatshilfen war.
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Frage

Was ist der Black Friday und wann fand dieser statt?

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Antwort

Am 25. Oktober 1929, dem sog. Black Friday, platzte an der New
Yorker Börse eine gewaltige Spekulationsblase. Damit fand der wirtschaftliche Boom der Nachkriegszeit ein abruptes Ende.

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Frage

Was war die Reaktion der USA auf den Börsencrash?

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Antwort

  • Rücknahme kurzfristiger Kredite an das Ausland
  • Schutzzölle um heimische Unternehmen zu schützen 


Beide Maßnahmen führten dazu, dass sich die Wirtschaftskrise nicht nur auf die USA sondern auf die gesamte Welt auswirkte

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Frage

Welche Folgen hatte die Weltwirtschaftskrise für die deutsche Demokratie?

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Antwort

Die Weltwirtschaftskrise destabilisierte die Weimarer Republik, weil es den Regierungen nicht gelang, die wirtschaftlichen Probleme und deren katastrophale soziale Auswirkungen zu entschärfen. Diese Entwicklung führte bei großen Teilen der Bevölkerung zu einem Legitimationsverlust der Demokratie.

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Frage

Wieso konnte zwischen 1930 und 1933 keine parlamentarische Mehrheit für eine Regierung gefunden werden?

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Antwort

Dies lag vor allem an den Stimmenzuwachs der antidemokratischen Parteien (Nationalsozialisten und Kommunisten) 

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Frage

Wieso hatte Präsident Hindenburg eine entscheidende Rolle zwischen 1930 und 1933?

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Antwort

Er setzte von seinem Vertrauen abhängige Reichskanzler und Minderheitenregierungen ein, was zu einem Bedeutungsverlust des Parlaments führte. Als großes Problem erwies sich, dass Hindenburg immer stärker unter den Einfluss antidemokratischer Berater aus dem Kreis der alten Eliten geriet, von denen er zum Übergang zur autoritären Präsidialherrschaft gedrängt wurde

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Frage

Wann und wieso wurde Hitler zum Reichskanzler ernannt?

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Antwort

  • NSDAP war 1932 stärkste Partei und wurde Hitler wurde als Parteivorsitzender Reichskanzler mit der Bildung einer Regierung beauftragt
  • Die Regierung bestand aus NSDAP, DNVP und parteilosen Konservativen - Hoffnung Hitler mit einer Koalition zu zähmen 
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Frage

Wieso gab es November 1932 Neuwahlen?

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Antwort

Hitler verlangte nach der im Juli 1932, in der die NSDAP mit 37% der Stimmen als stärkste Kraft hervorging, die Reichskanzlerschaft.

Diese wurde Ihm von Hindenburg verwehrt und unterstütze die Regierung von Franz von Papen. Diese verlor am ersten Tag des neuen Reichstag ein Misstrauensvotum und der Reichstag wurde von Hindenburg aufgelöst, so dass es am 6. November 1932 erneut Wahlen statt fanden

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Frage

Wer wurde vor Hitler als Reichskanzler im Jahr 1932 ernannt?

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Antwort

Hindenburg ernannte Kurt von Schleicher am 3. Dezember 1932 als neuen Reichskanzler. 


Schleicher beabsichtigte in seinem sogenannten Querfront-Konzept, durch ein Bündnis von Reichswehr, berufsständischen Organisationen und der Arbeiterschaft quer zum Parteiensystem eine breite Basis in der Bevölkerung zu gewinnen. 


Durch die Weigerung der Gewerkschaften an einer Zusammenarbeit war dessen Konzept bereits Anfang Januar 1933 gescheitert.

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Frage

Welche Rolle spielte Franz von Papen bei der Ernennung von Hitler als Reichskanzler?

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Antwort

Papen führte Sondierungsverhandlungen mit Hitler, um in die Regierung zurückzukehren (mit Zustimmung von Hindenburg)

Papen überzeugte Hindenburg davon, dass ein von einer konservativen Kabinettsmehrheit "eingerahmter" und neutralisierter NSDAP-Führer als Träger der Regierungsgewalt eine überschaubare Gefahr bedeute.

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Frage

Welches Gerücht führte zur Ernennung Hitlers als Reichskanzler?

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Antwort

Gerüchts über einen unmittelbar bevorstehenden Militärputsch in einer hektischen Atmosphäre. 


Angeblich plante der damals amtierende Reichskanzler Schleicher mit der Verhaftung Hindenburgs, die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler zu verhindern.

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Frage

Gab es nur einen Grund für das Scheitern der Weimarer Republik?

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Antwort

Nein, es gab mehrere Gründe für das Scheitern.

Dazu gehören u.a. der Terror der NSDAP, die Wirtschaftskrise, der Versailler Vertrag und die linksextreme KPD.

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Frage

Welche Parteien waren gegen und welche waren für die Demokratie in der Weimarer Republik?
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Antwort

+ SPD, DDP, Zentrum, DVP
- KPD, DNVP, NSDAP
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Frage

Wann fand der Hitlerputsch statt? 

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Antwort

8. und 9. November 1923

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Frage

Was war die strafrechtliche Folge für Adolf Hitler nach dem Scheitern des Hitlerputsches?

Antwort anzeigen

Antwort

Hitler wurde zu 5 Jahren Festungshaft verurteilt, mit der Möglichkeit der vorzeitigen Entlassung schon nach 6 Monaten.


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Frage

Wie gelang Adolf Hitler nach dem Hitler Putsch an deutschlandweiter Berühmtheit?

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Antwort

Hitler konnte sich im Laufe des nun folgenden „Hitler-Prozesses“ aufgrund seiner rhetorischen Fähigkeiten vom Angeklagten zum Ankläger hochstilisieren. 


Dabei deutete er unter anderem das Ereignis und Gedenken der Kriegsniederlage zum „eigentlichen Hochverrat“ um und instrumentalisierte es in seinem Sinn als „Aufruf zum Putsch und Auflehnung gegen die Landesverräter

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Frage

Woran scheiterte der Hitlerputsch? 

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Antwort

Die Bayerische Landespolizei schritt gegen den „Marsch zur Feldherrnhalle“ in München ein

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Frage

Wie viele Menschen starben beim Hitlerputsch?

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Antwort

  • 4 bayerische Polizisten
  • 1 Schaulustiger
  • 15 Putschisten  
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Frage

Was passierte mit der NSDAP nach dem Scheitern des Hitlerputsches?

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Antwort

Die NSDAP wurde im ganzen Deutschen Reich verboten

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Frage

Was war die Zielsetzung des Hitlerputsch?

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Antwort

Das Ziel war die Beseitigung der parlamentarischen Demokratie und die Errichtung eines nationalsozialistischen Diktatorialregimes

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Frage

Wo fand der Hitlerputsch statt?

Antwort anzeigen

Antwort

In München 

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Frage

Was war das Vorbild für den "Marsch nach Berlin" beim Hitlerputsch?

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Antwort

Mussolinis "Marsch auf Rom" gegen die Reichsregierung.

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Frage

Wann wurde die Weimarer Republik gegründet?

Antwort anzeigen

Antwort

6. Februar 1919 

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Frage

Welche 3 Phasen der Weimarer Republik gab es?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Gründung und Nachkriegskrise 1919 –1923
  • Stabilisierung 1923 –1929 („Goldene Zwanzigerjahre“),
  • Weltwirtschaftskrise und Scheitern 1929 –1933.
Frage anzeigen

Frage

Aus welchem historischen Ereignis ging die Weimarer Republik hervor?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Weimarer Republik ging aus der Revolution von 1918/19 hervor

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Frage

Waren die sozialen Klassen in der Weimarer Republik stark voneinander abgegrenzt?

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Antwort

Ja. Die gesellschaftliche Struktur der Weimarer Republik entsprach der Klassengesellschaft des Kaiserreichs und war gekennzeichnet durch eine klare Abgrenzung der einzelnen sozialen Klassen voneinander

Frage anzeigen

Frage

Wieso war die Parteienlandschaft in der Weimarer Republik zersplittert?

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Antwort

Vor allem durch die klare Abgrenzung der einzelnen sozialen Klassen mit gemeinsamen Werten und politischen Überzeugungen.

Frage anzeigen

Frage

Was waren die wichtigsten Gruppen der deutschen Gesellschaft in der Weimarer Republik? 

Antwort anzeigen

Antwort

  • Arbeiterschaft
  • Landproletariat
  • Bürgertum
  • Adel und industrielle Großbürgertum
Frage anzeigen

Frage

Beschreibe die Arbeiterschaft in der Weimarer Republik

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Antwort

  • Ca. 40 Prozent der Bevölkerung
  • seit der Trennung der SPD (April 1917) politisch zerfallen in einen gemäßigteren demokratischen (MSPD) und einen radikaleren sozialistischen Teil (USPD);
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Frage

Beschreibe das Landproletariat in der Weimarer Republik

Antwort anzeigen

Antwort

  • Ca. 25 Prozent der Bevölkerung
  • besitzlose Landarbeiter oder Kleinbauern, die häufig radikale Parteien von rechts oder links bevorzugten,
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Frage

Beschreibe das Bürgertum in der Weimarer Republik

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Antwort

Ca. 30 Prozent der Bevölkerung mit einer Vielfalt der Gruppen vom Kleinbürgertum der Angestellten bis zum Bildungsbürgertum dachte generell national, unterschied sich aber durch eine  eher gemäßigt-parlamentarische oder eine rechte, monarchistische Orientierung. 

Frage anzeigen

Frage

Was war die Haltung der bürokratischen Eliten gegenüber der Weimarer Repbulik?

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Antwort

Konservativ-monarchistisch eingestellt waren die bürokratischen Eliten des Kaiserreichs in Verwaltung und Justiz. 


Die Weimarer Republik besaß gerade in dieser Gruppe kaum Zustimmung: Die Auflösung eines politisch stabilen Bürgertums und seine Radikalisierung nach rechts ist einer der Hauptgründe für den Aufstieg des Nationalsozialismus.

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Frage

Beschreibe die "alten Eliten" (Adel und industrielles Großbürgertum) in der Weimarer Republik

Antwort anzeigen

Antwort

Die Gruppe standen als „alte Eliten“ des Kaiserreichs der Republik grundsätzlich feindlich gegenüber und agitierten innerhalb der rechten Parteien für die Umgestaltung des politischen Systems zurück zu einem vordemokratischen Ständestaat


Wichtige Teile dieser Oberschicht gingen letztlich ein Bündnis mit den Nationalsozialisten und ihrer Massenbasis ein

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Frage

Wozu führte die atemlose Modernisierung bei der Bevölkerung?

Antwort anzeigen

Antwort

Die atemlose Modernisierung bei einem Großteil gerade der bürgerlichen Bevölkerung eine Gegenreaktion: eine angstvolle Rückwendung zu den überholten, scheinbar bewährten Werten und Weltbildern

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Frage

Welche Ursachen für den Legitimitätsverlust der Monarchie sah der Soziologe Max Weber?

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Antwort

  • die Aushöhlung der überlieferten gesellschaftlichen Maßstäbe im langen Ersten Weltkrieg
  • die bis zuletzt für unmöglich gehaltene Niederlage des Kaiserreichs und
  • den Zusammenbruch der geregelten materiellen Versorgung der Bevölkerung seit 1916 mit der Ausdehnung „schwarzer Märkte“.
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Frage

Welche Politiker übernahmen nach dem Ende der Monarchie die führende Rolle?

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Antwort

Die gemäßigten Sozialdemokraten, die sich gegen den Widerstand der Linksextremen mit ihrem Ziel durchsetzten, die Monarchie durch eine parlamentarische Demokratie zu ersetzen

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Frage

Wann wurde Deutschland eine parlamentarische Monarchie?

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Antwort

Am 28. Oktober 1918 erfolgte mit dem Erlass der „Oktoberverfassung“ die Parlamentarisierung der deutschen Reichsverfassung. 


Die konstitutionelle Monarchie wurde zu einer parlamentarischen Monarchie.

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Frage

Wer war der erste Reichskanzler der neuen Regierung 1918?

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Antwort

Reichskanzler der neuen Regierung war der liberal eingestellte Prinz Max von Baden 


Seinem Kabinett gehörten wichtige Politiker des Zentrums (Matthias Erzberger) und der MSPD (Philipp Scheidemann) an.

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Frage

Welcher Befehl war Auslöser des Matrosenaufstands?

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Antwort

Die deutsche Admiralität wollte in einer militärisch aussichtslosen Seeschlacht gegen die überlegene britische Flotte den deutschen Widerstandswillen demonstrieren

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Frage

Was war der Matrosenaufstand?

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Antwort

Die Matrosen waren nicht bereit, sich am Ende des verlorenen Krieges opfern zu lassen und verweigerten den Auslauf der deutschen Flotte. 

Frage anzeigen

Frage

Wann erreichte die revolutionäre Bewegung Berlin? 

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Antwort

Am 9. November 1918 erreichte die revolutionäre Bewegung die Reichshauptstadt Berlin 

Frage anzeigen

Frage

Wieso trat Reichskanzler Prinz Max von Baden zurück?

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Antwort

Um die Monarchie zu retten

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Frage

An wen übergab Prinz Max von Baden das Amt des Reichskanzler?

Antwort anzeigen

Antwort

An Friedrich Ebert, den Vorsitzenden der MSPD.

Frage anzeigen

Frage

Welche Vorstellung vertrat die MSPD bei der Neugestaltung des Deutschen Reichs?

Antwort anzeigen

Antwort

Die MSPD hatte sich im Kaiserreich zu einer parlamentarisch orientierten Partei entwickelt und trat deshalb für die Wahl einer Nationalversammlung durch alle Bürger ein

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Frage

Welche Vorstellung vertrat die USPD bei der Neugestaltung des Deutschen Reichs?

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Antwort

Linke Kräfte in der USPD und der linksradikale Spartakusbund wollten eine revolutionäre Entwicklung wie in Russland einleiten: Arbeiter- und Soldatenräte sollten die Regierung wählen („Diktatur des Proletariats“)


Die bestehenden politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen sollten zerschlagen werden

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Frage

Wann wurde die Entscheidung für eine Nationalversammlung getroffen? 

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Antwort

Auf dem Reichskongress der Arbeiter- und Soldatenräte in Berlin (16. – 21. Dezember 1918) wurde mit überwältigender Mehrheit zugunsten der Nationalversammlung entschieden.

Frage anzeigen

Frage

Was war die Reaktion der USPD Vertreter auf die Entscheidung für eine Nationalversammlung? 

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Antwort

Die USPD-Vertreter verließen daraufhin den „Rat der Volksbeauftragten“, der Spartakusbund und die radikalen Linken in der USPD gründeten am 1. Januar 1919 die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD)

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Frage

Womit begann der "Spartakusaufstand"?

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Antwort

Vor der Wahl zur Nationalversammlung, die auf den 19. Januar 1919 angesetzt war, rief die KPD zum Sturz der MSPD-Regierung auf

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