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Frühe Neuzeit

Frage

Wieso sind sich manche Historiker nicht über die genaue Datierung der Industriellen Revolution einig?

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Antwort

Die Industrielle Revolution kann auf das Jahr 1835 oder auf das Jahr 1850 datiert werden. 


1835: Ein vierter Stand der lohnabhängigen Arbeitern entsteht, die Maschinenarbeit übernimmt vorwiegend die Handarbeit, der Deutsche Zollverein kurbelt den Handel an, Banken steigen auf, Eisenbahn trägt stark zum Verkehrswesen bei.


1850: Erste große industrielle Beteiligungen finden statt, die Wirtschaft wächst rasant, die Produktion steigt enorm an, erste Verbindungen mit der Eisenbahn.

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Frage

Wann und wodurch wurde in Deutschland die Industrielle Revolution ausgelöst und in welchem Land hatte sie bereits voriges Jahrhundert begonnen?

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Die Industrielle Revolution begann Mitte des 19. Jahrhunderts in Deutschland und folgte der Industriellen Revolution in England. Folgende Faktoren waren in Deutschland der Auslöser:


  • Bauernbefreiung
  • Verbesserung des Bildungssystems
  • Deutscher Zollverein
  • Bevölkerungswachstum
  • liberalisierte Wirtschaftspolitik
  • neue Techniken in der Produktion
  • verbessertes Bankwesen
  • verbessertes Verkehrswesen
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Frage

Welche Bedeutung hat die Französische Revolution für die Epoche?

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Antwort

- Es gab zum ersten Mal in Europa Menschen- & Bürgerrechte und damit das Aufkommen demokratischer Grundwerte

- Es gab zum ersten Mal Wahlen

- Die französische Revolution löste in ganz Europa weitere Revolutionen aus

- Die Vorstellung der Ständegesellschaft verlor an Bedeutung

- Die Abschaffung des Feudalsystems befreite die Bauern aus der Leibeigenschaft

- Die französische Revolution war die erste "große" Revolution der europäischen Geschichte


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In welchem Jahr fand der Wiener Kongress statt und welche Leitgedanken ergaben sich daraus?

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Der Wiener Kongress fand im Jahr 1815 statt. Die Leitgedanken, die sich daraus ergaben, waren folgende: Legitimität (Herrschaftsbefugnis), Restauration (Wiederherstellung), Solidarität (gegen Revolution), Kräftegleichgewicht (der Mächte).

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Frage

Was war das Heilige Römische Reich Deutscher Nation?

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Antwort

Im 10. Jahrhundert bildete sich das Reich durch die sächsisch-deutschen Könige und Kaiser. Im Mittelalter umfasste das Reich einen Großteil Mittel- und weitere Bereiche Südeuropas. Es sollte hier das Römische Reich fortgeführt werden und die Gebiete deutschsprachiger Kultur und Sprache waren dabei ausschlaggebend. Mit Napoleons Aufstieg nahm das Heilige Römische Reich Deutscher Nation 1806 sein Ende.

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Frage

Welche Pandemie wurde zur alltäglichen Bedrohung für die Bevölkerung in Europa des späten Mittelalters?

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Der sogenannte "Schwarze Tod", die Beulen- und Lungenpest wurde 1347 bis 1352 als Pandemie zur großen Bedrohung durch ihre hohe Infektionsgefahr und die daraus resultierenden hohen Todeszahlen. 

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Frage

Wann fand der Dreißigjährige Krieg statt und was verursachte er bei der Bevölkerung?

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Antwort

Der Dreißigjährige Krieg fand in den Jahren 1618 bis 1648 statt. Knapp die Hälfte der Bevölkerung starb dabei an den Folgen von Hungersnöten und Seuchen.

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Wie sah die Gesellschaft der Frühen Neuzeit des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation aus?

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Die Gesellschaft war nach Geburtsständen klassifiziert, in die man hineingeboren wurde. Diese wurden in drei Stände eingeteilt: Adel, Bürger, Bauern.

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Frage

In welchen Bereichen verschaffte die industrielle Revolution einen wirtschaftlichen Vorsprung für Deutschland?
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Antwort

Durch die Entwicklungen in den einzelnen Bereichen in der deutschen Industrie wurde die Wirtschaft stark angekurbelt. Die Elektroindustrie lag dank der Dynamomaschine von Siemens weltweit in Führung, die Pharmaindustrie gewann einen großen Vorsprung in der Produktion, das Verkehrswesen wurde ausgiebig ausgeweitet, der Außenhandel wuchs stetig an, das Bankenwesen erlebte einen großen Sprung, und die Eisen- und Stahlproduktion erlang große Erfolge. All das führte zum guten Ruf deutscher Qualität - "made in Germany" wurde somit zum Zeichen bester Beschaffenheit.

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Frage

Wieso glaubte Robert Malthus an die für die Bevölkerung entstandene Notwendigkeit von tödlichen Krankheiten?

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Malthus glaubte, dass es durch das stetige Wachstum der Bevölkerung zu Engpässen der Lebensmittel kommen könnte, daher wären tödliche Krankheiten wichtig, um das Gleichgewicht wiederherzustellen. 

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Frage

Definiere den Begriff Ständegesellschaft. Wie sah die Gesellschaft im deutschsprachigen Raum der Frühen Neuzeit aus?

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Eine Ständegesellschaft ist die Gesamtheit einer Bevölkerung innerhalb bestimmter politischer und kultureller Grenzen, in welcher die Bürgerinnen und Bürger von Geburt an in bestimmte Gruppen, also Stände, hineingeboren werden. 


Im deutschsprachigen Raum gab es drei Stände: Der Adel, das Bürgertum, die Bauern. Die unterständischen Schichten lebten dabei meist in schwerer Armut und soziale Mobilität war hierbei auch selten möglich. 

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Was bedeutet soziale Mobilität?

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Der Aufstieg in einen höheren Stand.

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Weshalb wurde die Ständegesellschaft als ein ungerechtes System betrachtet?

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Antwort

Da jeder Mensch in seinen Stand hineingeboren wurde und es kaum Möglichkeiten gab, in einen höheren Stand aufzusteigen, bewertete man die Ständegesellschaft als ungerecht. Vor allem die Bauern lebten in sehr ärmlichen Verhältnissen und konnten trotz harter Arbeit nicht aus ihren Missständen heraus. Dahingegen hatte der Adel etliche Privilegien und lebte meist im Wohlstand.

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Frage

Nenne die Merkmale des Adels der Frühen Neuzeit.

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Antwort

  • Die Adligen besaßen etliche Privilegien.
  • Sie hatten einen hohen politischen Einfluss.
  • Sie hatten ihren eigenen Herrschaftsbereich, in welchem sie als Gerichtsherr fungierten.
  • Sie waren ebenfalls Gutsherren und besaßen nützliches Land.
  • Sie bildeten die Herrschaftsklasse und beherrschten die Polizei.
  • Sie durften geistliche Positionen einnehmen.
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Frage

Woraus bestanden die unterbäuerlichen Schichten?

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Bei den unterbäuerlichen Schichten handelte es sich meist um Kleinbauern und deren Nachkommen und das Gesinde (Knechte und Mägde), die allesamt keinerlei Rechte besaßen und schwer verarmt lebten. 

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Wer waren die freien Bauern?

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Ehemalige Bauern, die es geschafft hatten, in einen höheren Stand aufzusteigen.

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Welches dieser Privilegien besaß der Adel nicht?

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Ernennung des Königs und der Königin. 

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Welche Bedeutung hat das Heilige Römische Reich Deutscher Nation in der Frühen Neuzeit?

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Antwort

In politischer Hinsicht wurde die Frühe Neuzeit im deutschsprachigen Kulturraum durch das Heilige Römische Reich Deutscher Nation geprägt. Dieses „Alte Reich“ war kein einheitlicher Nationalstaat, sondern ein vom Kaiser geführter Bund weitgehend unabhängiger Territorien, der nur wenige gemeinsame Institutionen hatte (z. B. Reichstag). Auf dem Gebiet des heutigen Bayern etwa existierten viele verschiedene Territorialstaaten, vom großen Kurfürstentum Bayern über geist- liche Staaten wie das Bistum Bamberg bis hin zu freien Reichsstädten wie Regensburg oder Augsburg.

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Frage

Nenne wichtige Faktoren der demografischen Entwicklung

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  • hohe Sterblichkeitsrate Mortalität) – v. a. von Kindern und Frauen im Wochenbett
  • geringe durchschnittliche Lebenserwartung
  • Kriege (z. B. Dreißigjähriger Krieg)
  • rückständige Infrastruktur im Alten Reich
  • hohe Geburtenrate (Nativität)
  • Pandemien, Seuchen, Infektionskrankheiten
  • Klimaschwankungen mit Hungerkrisen
  • Heiratsbeschränkungen, hohes Heiratsalter der Frauen
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Nenne die Merkmale der Ständegesellschaft

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  • Menschen wurden in eine bestimmte soziale Gruppe hineingeboren (Geburtsstand). Diese bestimmte den sozialen und wirtschaftlichen Status sowie die Rechte und Pflichte der Menschen.
  • Nur der Klerus (der geistliche Stand) war ein Funktionsstand, des- sen Vertreter ernannt wurden.
  • Die Menschen definierten sich über das Standesbewusstsein, also durch ihre Zugehörigkeit zu einem Stand.
  • Die hierarchische Gliederung der Gesellschaft mit ihrer sozialen und politischen Ungleichheit wurde als gottgewollt legitimiert.
  • Zahlreiche soziale Normen wie z. B. Kleiderordnungen sollten die Unterscheidbarkeit der Stände sicherstellen.
  • Die privilegierten Stände wie der Adel oder das städtische Groß- bürgertum profitierten von dieser sozialen Ordnung.
  • Große Teile der Bevölkerung gehörten unterständischen Schichten an und lebten in Rechtlosigkeit, Ausgrenzung und Armut.
  • Soziale Mobilität (Aufstieg in höheren Stand) war kaum möglich.
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Charakterisiere die Rolle des Adels in politischer / wirtschaftlicher sowie gesellschaftlicher Hinsicht

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politisch / wirtschaftlich

  • oft umfangreicher Landbesitz 
  • Rolle als gottgegebene Obrigkeit 
  • Anspruch auf Führungspositionen in Staat und Kirche 
  • Ausübung der Gerichtsbarkeit Privilegien (Vorrechte) wie Steuerfreiheit


gesellschaftlich 

  • kulturelle Dominanz durch repräsentativen Lebensstil 
  • Pflege der Traditionen des ritterlichen Lebensstils
  • Sicherung der adligen Exklusivität, z. B. durch strenges Eherecht, Standes- und Selbstbewusstsein
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Frage

Wieso hat der Adel seit Mitte des 18. Jahrhunderts an Bedeutung verloren?

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Seit Mitte des 18. Jahrhunderts setzte ein allmählicher Bedeutungsverlust ein. 

Verantwortlich für diese Entwicklung waren u. a. 

  • die ökonomische Konkurrenz des reichen Stadtbürgertums, 
  • der Verlust von Herrschaftsrechten und Verwaltungsfunktionen des Adels durch die Herausbildung der absolutistischen Herrschaft, 
  • die zunehmende Konkurrenz durch Bürgerliche in der staatlichen Verwaltung oder beim Militär.
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Frage

Welche zwei Definitionsmögkichkeiten des Begriffs "Stadtbürger" gibt es?

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im engeren Sinn: Personen mit Bürgerrecht:

  • Oberschicht: Patrizier („Stadtadel“) und angesehene Bürger („Honoratioren“) 
  • Mittelschicht: in Zünften organisierte Handwerker, kleine Kaufleute, mittlere Angestellte und Beamte


im weiteren Sinn: alle Stadtbewohner einschließlich der recht- und mittellosen Unterschichten

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Charakterisiere Bauern

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Die Landwirtschaft bildete die wirtschaftliche Basis für die frühneuzeit- liche Gesellschaft. Von den Abgaben der Bauern lebten Adel, Klerus und Landesherren. Der Stand der Bauern war eine sehr heterogene Gruppe, deren Mitglieder sich durch Größe und Qualität ihres Landes sowie durch die Art ihrer Besitzrechte am Land unterschieden.

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Charakterisiere die Rechtliche Stellung von Bauern

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freie Bauern

  • eigener Landbesitz
  • keine direkte Abhängigkeit von einem Grundherrn
  • keine Abgaben und Dienste
  • Zahlung von Steuern an Landesherrn


unfreie Bauern

  • kein eigener Landbesitz, lediglich Nutzungsrechte
  • Abhängigkeit von einem Grundherrn
  • Abgaben und Dienste
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Was versteht man unter unterbäuerlichen Schichten?

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Zu den unterbäuerlichen Schichten gehörten Landbewohner, die keinen Hof und kein Land besaßen, und daher am Rande des Existenzminimums lebten, z. B. das Gesinde (Mägde und Knechte), aber auch Tagelöhner. Aus dieser Schicht rekrutierte sich zudem das „fahrende Volk“ der Vaganten oder Vagabunden, die wegen des Fehlens eines sozialen Netzes ihren Geburtsort verlassen mussten.

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Von welchen zwei Ordnungssystemen war die Feudalordnung in der frühen Neuzeit bestimmt?

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von der Grundherrschaft westlich der Elbe und der Gutsherrschaft östlich davon.

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Was versteht man unter Gutsherrschaft?

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Diese Herrschaftsform war v. a. im preußischen Ostdeutschland („Ostelbien“) verbreitet. Der Gutsherr bewirtschaftete seinen Besitz mit ei- nem Gutshof selbst mithilfe ihm persönlich unterstellter Bauern. Diese mussten auf dem Gutshof und den Hofstellen ihres Gutsherrn arbeiten (Frondienste, Gesindedienste). Zudem nahmen die persönliche Bindung an und die Abhängigkeit vom Gutsherrn immer weiter zu (Gutsleibeigenschaft).

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Definiere Frondienste

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Arbeitsleistungen, die der Bauer mehrere Tage im Jahr für den Adel erbringen musste. Dazu gehörten auch sog. Hand- und Spanndienste.

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Definiere Renten

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Regelmäßige und festgelegte Geldzahlungen, die v. a. in Süd- und Westdeutschland die alten Naturallieferungen ersetzten.

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Definiere Erbuntertänigkeit

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Auf die Nachkommenschaft vererbliche persönliche Bindung des Bauern und seiner Familie an die vom Gutsherren überlassene Hofstelle.

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Definiere Leibeigenschaft

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Extreme Form der Erbuntertänigkeit in Ostelbien mit sklavenartigem Rechtsverhältnis zwischen Bauer und Gutsherr

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Beschreibe die politische Organisation des Dorfs

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Die Dörfer hatten einen unterschiedlich hohen Grad an Autonomie (Selbstverwaltung). Im Normalfall gab es eine Mischform aus herrschaftlicher und genossenschaftlicher Ordnung. So war der Grundherr (oder ein Stellvertreter) Gerichtsherr des Dorfgerichts, das die niedere Gerichtsbarkeit innehatte. Es regelte u. a. Erbverträge und Besitzübertragungen, ahndete aber auch kleinere Delikte wie Beleidigun- gen oder Schlägereien. Die Dorfgenossenschaft vertrat die kollektiven Interessen der Bauern. Mindestens einmal im Jahr trat die Gemeindeversammlung zusammen, die aber nur aus den Hausvätern der besitzenden Bauernfamilien bestand. Sie legte z. B. die Anbauordnung fest, verkündete das Dorfrecht und wählte die Amtsleute des Dorfes.

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Beschreibe die rechtliche Stellung der Stadtbewohner

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Entscheidend für die Stellung eines Stadtbürgers war das Bürgerrecht.

Nur Inhaber des Bürgerrechts durften

  • Handwerksmeister oder Geschäftsinhaber sein,
  • Häuser und Land im Stadtgebiet besitzen,
  • das aktive Wahlrecht ausüben,
  • städtische Verwaltungsämter innehaben,
  • zum Rat der Stadt gehören,
  • Vorzugsbehandlung bei Steuern und Zöllen beanspruchen,
  • Alters- / Krankenfürsorge aus städtischen Stiftungen beziehen,
  • städtisches Gemeinschaftseigentum (Allmende, z. B. Wald) nutzen.


Neben den Bürgern gab es in der Stadt viele Einwohner minderen Rechts (Schutzverwandte, Bei- oder Hintersassen). Gegen die Zahlung eines Schutzgeldes und höherer Steuern konnten diese auf Widerruf in der Stadt bleiben und ein Geschäft oder Handwerk betreiben. Zu dieser Gruppe gehörten u. a. Dienstboten, Gesellen und Juden.

Eine weitere Randgruppe stellten die Menschen mit „unehrlichen“ Be- rufen dar, die geringes gesellschaftliches Ansehen genossen. Aufgrund ihrer schmutzigen und blutigen Tätigkeiten gehörten u. a. die Abdecker, die Scharfrichter und die Totengräber zu dieser Gruppe. Sie besaßen kein Bürgerrecht und wurden von den „ehrbaren“ Leuten ausgegrenzt, indem sie außerhalb der Stadtmauer wohnen mussten bzw. zum Tragen besonderer Kleidung gezwungen wurden.

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Charakterisiere die rechtliche und gesellschaftliche Stellung der Juden im frühen Mittelalter bis 11. Jhd.

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  • gut organisierte und relative wohlhabende jüdische Gemeinden in Bischofsstädten
  • Schutz der Juden durch kirchliche Stadtherren
  • rege wirtschaftliche Tätigkeit, auch im Fernhandel
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Charakterisiere die rechtliche und gesellschaftliche Stellung der Juden seit Ende des 11. Jhd.

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  • mit Beginn der Kreuzzugbewegung zunehmende kollektive Diffamierung der Juden als religiöse Minderheit, vermehrte Verbreitung falscher Anschuldigungen („Hostienschänder“, „Brunnenvergifter“, „Zinswucherer“)
  • gewaltsame Ausschreitungen (Pogrome) gegen die Juden im Zusammenhang mit der Kreuzzugbewegung und während der Pestwellen
  • rechtliche Sonderstellung der Juden als „Kammer- knechte“ des Kaisers: Schutz der Juden gegen Zahlung hoher Steuern
  • Diskriminierung durch Tätigkeitsverbote (Fernhandel, Handwerk) und Kennzeichnungspflicht (Judenhut) sowie die Errichtung von Gettos in den Städten
  • Vertreibung aus den Städten auch aus wirtschaftlichen Gründen, Abwanderung
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Charakterisiere die rechtliche und gesellschaftliche Stellung der Juden in der frühen Neuzeit

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  • Andauern der Diffamierung und Diskriminierung der Juden als Randgruppe
  • aber gleichzeitig auch zunehmende Verrechtlichung der jüdischen Position im Absolutismus: Verbot von Vertrei- bung, Aufhebung von Tätigkeitsbeschränkung und Kenn- zeichnungspflicht
  • Rückgriff der absolutistischen Fürsten auf jüdische Finanz- und Wirtschaftsexperten („Hoffaktoren“, „Hofjuden“) im Rahmen der Rationalisierung der staatlichen Wirtschaftspolitik → Juden als Wirtschaftsfaktor
  • in Krisenzeiten (Pest, Kriege) weiterhin Vertreibung
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Beschreibe die Dreifelderwirtschaft und Allmende

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Die Verflechtung der Felder auf der dörflichen Flur und die Zersplitte- rung des Besitzes machten eine enge Zusammenarbeit der Bauern nötig.

Bei der Dreifelderwirtschaft wurde jeweils ein Drittel der Felder mit Sommergetreide und Wintergetreide bebaut, ein Drittel der Felder lag zur Regeneration des Bodens brach. Der Flurzwang legte die für alle verpflichtenden Anbauprodukte und den Ablauf der nötigen Arbeiten wie Pflügen oder Ernten fest. Daneben mussten die Bauern auch noch die Nutzungsrechte an der Allmende (Gemeinschaftsbesitz, z. B. Wiesen, Weiden, Wald) regeln.

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Was versteht man unter Manufaktur?

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Eine Manufaktur war ein zentralisierter Großbetrieb, in dem Luxus- güter (Baumwolltextilien, Spiegel, Teppiche) oder Waren des täglichen Bedarfs in Massenproduktion hergestellt wurden. Zwar gab es Arbeitsteilung und rationalisierte Arbeitsabläufe, es herrschte aber weiterhin Handarbeit vor. Neuartig war die Trennung von Wohnung und Arbeitsplatz, die dem Unternehmer eine bessere Kontrolle bzw. eine stärkere Disziplinierung der Arbeiterschaft ermöglichte.

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Was versteht man unter Protoindustrialisierung?

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Lange vor der Industrialisierung bildeten sich in Manufaktur bzw. im Verlagswesen moderne Verfahren wie Arbeitsteilung, Spezialisierung und Marktorientierung heraus. Diese Entwicklung bedrohte das traditionelle, in Zünften organisierte Handwerk. Die Zahl der von Unternehmern abhängigen Lohnarbeiter ohne Zunftbindung wuchs.

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Was versteht man unter einer Hausgemeinschaft?

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Die Hausgemeinschaft stellte für die Menschen die wichtigste und un- mittelbarste Form der sozialen Ordnung dar. Anders als heute wurde die Hausgemeinschaft nicht in erster Linie durch persönliche Beziehun- gen bestimmt, sondern das „ganze Haus“ war eine familiäre Rechts-, Arbeits- und Lebensgemeinschaft. Diese umfasste neben der Kern- familie und den im Haus lebenden Blutsverwandten auch das Gesinde, Lehrlinge oder Gesellen. Verbindendes Element war das gemeinsame Arbeiten und Wohnen. Im Zentrum der Rechtsgemeinschaft des Hau- ses standen die Eheleute (Hausvater und Hausmutter).

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Was versteht man unter Fürsorge als Teil der Sozialdisplinierung?

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Der absolutistische Staat verstärkte seit dem 16. Jahrhundert die Kontrolle der Gesellschaft, um sein Machtmonopol durchzusetzen. Des- halb versuchte er, mithilfe von Policey-, Sitten- und Kirchenordnun- gen auf alle Stände regelnd und disziplinierend einzuwirken.

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Nenne Beispiele von Fürsorgeeinrichtungen

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auf dem Land

  • Stiftungen
  • Landzünfte
  • dörfliche Spitäler


in der Stadt

  • Hospitäler und Stiftungen
  • Waisen-, Zucht- und Arbeitshäuser
  • Gesellenbruderschaften
  • Unterstützungskassen der Zünfte
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Wie definiert man den Adel aus dem Mittelalter?

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  • Hierbei handelte es sich um eine kleine gesellschaftliche Gruppe, die Vorrechte besaß und diese durch Abgrenzung gegenüber der nichtadligen Mehrheit für sich bewahrte. Grundlage dieser Vorrechte war die Verfügung des Adels über den Boden. 


  • Das Land, das die Bauern bewirtschafteten, verband sie also mit dem Adel, dem sie als Gegenleistung Abgaben, oft auch Frondienste, leisten mussten. Dafür übernahm der Adlige im Gegenzug den Schutz seiner Bauern im Falle kriegerischer Auseinandersetzungen; er sprach Recht, wo dies im dörflichen Rahmen erforderlich war.
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Was versteht man unter einer Gutsherrschaft?


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Man versteht darunter Bauern als Leibeigene auf dem Land des Adligen arbeiteten, ohne über eigenen Landbesitz zu verfügen.

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Was versteht man unter der mittelalterlichen Hausgemeinschaft?

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  • Dieser gehörte in vormoderner Zeit nicht nur die heutige, durch Abstammung genetisch miteinander verbundene Familie an. Auch das auf dem Hof lebende Gesinde, also Knechte und Mägde bzw. in städtischen Haushalten Lehrlinge und Gesellen, zählte dazu. 


  • Es handelte sich insofern um den gemeinschaftlich lebenden und wirtschaftenden Hausverband.
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Was versteht man unter dem Lehnswesens?

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Von der Grundherrschaft unterscheidet sich dieses dadurch, dass es sich dabei um ein Treueverhältnis zwischen Freien handelte, während die abhängigen Bauern (Grundholden) zumindest formal, häufig auch faktisch, unfrei waren.

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Wie trieben die Fürsten den Landesausbau voran?

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Die Fürsten förderten zunächst die Gründung von Städten durch Freiheitsrechte für deren Bewohner und trieben auf diese Weise den Landesausbau voran.

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Herrschaftsrechte wurden in der Regel so kleinräumig wie möglich ausgeübt, weshalb?

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Es wurde kleinräumig ausgeübt, weil die raumgreifende Verwaltung eines größeren Herrschaftsgebietes schwierig war.

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Warum waren die Bauernaufstände im Mittelalter meistens nicht erfolgreich?

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Sie waren meistens nicht erfolgreich, denn die Forderungen der Aufständischen betrafen in der Regel lediglich die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen; zu einer revolutionären Umgestaltung der Gesellschaftsordnung kam es bis 1789 nirgends.

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