Nationalstaatsgedanken in Deutschland | StudySmarter
StudySmarter - Die all-in-one Lernapp.
4.8 • +11k Ratings
Mehr als 5 Millionen Downloads
Free

Nationalstaatsgedanken in Deutschland

Save Speichern
Print Drucken
Edit Bearbeiten
Melde dich an und nutze alle Funktionen. Jetzt anmelden
X
Du hast bereits eine Erklärung angesehen Melde dich kostenfrei an und greife auf diese und tausende Erklärungen zu
Geschichte

Dieser Artikel befasst sich mit dem Nationalstaatsgedanken in Deutschland, der im Hinblick auf die Revolution von 1848/1849 geäußert wurde. Denn bevor die Revolution entfachte gab es eine Phase, in der die Forderungen nach einem einheitlichen Deutschland immer größer wurden. In diesem Artikel erklären wir dir, wie sich dieser Zeitabschnitt der Deutschen Geschichte entwickelte und gehen auf alle nötigen theoretischen Hintergründe ein, die das Konzept der Nation stützen.


Der Artikel gehört zum Fach Geschichte und bildet das Thema Nationalstaatsgedanken in Deutschland. Im Anschluss an diesen Artikel wirst du die Zusammenfassungen zur Revolution 1848 noch besser verstehen.


Nation

Um den Nationalstaatsgedanken zu verstehen, müssen erst einmal die Konzepte der Nation und des Nationalismus verstanden werden, daher stellt sich die Frage: Was ist eine Nation?


Wir haben dir hier einige Merkmale aufgelistet, die häufig für die Entstehung einer Nation wichtig waren. 

  • Sprache: Nutzung einer gemeinsamen Sprache
    (es gibt Ausnahmen, wie z. B. die Schweiz, hier gibt es mehrere Landessprachen)
  • Kultur: Eine gemeinsame Kultur verbindet, wenn auch nur theoretisch, da sich eine Kultur schwer charakterisieren lässt
  • Ethnie: Betonung auf die gemeinsame Herkunft
  • Bürgerschaft: Definition für das Recht des "Bürgersein", z.B. durch die Eltern oder durch die Identifikation mit der Nation
  • Geschichte: Berufung auf die gemeinsame Geschichte und Konstruktion von "Gründungsmythen"
  • Religion: Gemeinsame Religion als Identifikationsmittel der Bürger
  • Territorium: Eingrenzung und teilweise konfliktreiche Eroberung des Staatsgebiets
  • Werte: Identifikation mit gemeinsamen Werten und Vorstellungen


Somit bezieht sich der Begriff "Nation" vor allem auf die Menschen, die diese bilden, also die Volksgemeinschaft.


Nationen als "vorgestellte" Gemeinschaften

Das Konzept "Nation" ist ein wenig abstrakt, deshalb ist es wichtig, dass du einige geläufige Definitionen kennst.
Dazu zählt auch die Definition des amerikanischen Politikwissenschaftler Benedict Anderson,.
Er stellt Nationen mit "imagined communities" (dt.: vorgestellten Gemeinschaften") gleich.
Dabei kritisiert Anderson zunächst einmal, dass Nationen nur vorgestellt sind, denn selbst im kleinsten Staat kennt niemand jedes andere Mitglied der Nation. Somit besteht zwar die Idee der Gemeinschaft durch die Zugehörigkeit zu einer Nation, aber die Realität sieht anders aus. Außerdem wird die Nation als idealistisch stilisiert, da Ungleichheiten und Ausbeutung in der Vorstellung ignoriert werden. 


Nationalismus vor der Nation

Auch der Historiker Eric Hobsbawm hat ein Konzept zu Nationen erstellt. Er argumentiert, dass Nationen nicht naturgegeben sind, sondern erst konstruiert werden. Erst durch nationalistische Bewegungen wird die Idee der Nation proklamiert und gefestigt. Somit bedarf es erst des Nationalismus, bevor eine Nation entsteht, da diese vom Nationalismus konstruiert wird. Hobsbawm betont ebenfalls, dass die Identifikation mit der Nation andere Identifikationen nicht ausschließt. Außerdem können nationale Identifikationen und ihre Werte sich mit der Zeit verändern, so Hobsbawm.


Nationalismus 

Um den Begriff Nationalismus kursieren verschiedene Definitionen. Zum einen wird damit eine starke Erkenntnis über die Bedeutung der eigenen Nation beschrieben. Zum anderen beschreibt der Begriff auch eine Ideologie die Wert auf die Identifikation und den Zusammenhang aller Bürger einer Nation liegt. Dabei soll der Zusammenhalt und die Solidarität durch einen souveränen Staat gefördert werden. In jedem Fall verherrlicht Nationalismus die eigene Nation und wertet sogar andere Nationen ab.

Nationsbildung 

Die Nationsbildung in Europa wird meistens mit der Einteilung in fünf chronologischen Phasen unterteilt. Dennoch sind diese Phasen nicht für alle Nationen zutreffend und auch nicht immer eindeutig anwendbar.

Phase 1

  • Gegen Ende des 18. Jahrhunderts oder zu Beginn des 19. Jahrhunderts
  • Gemeinsamkeiten der Menschen wurden herausgestellt oder konstruiert - meistens durch Intellektuelle 
  • Auch "romantische" Phase genannt, da der Fokus kulturell und literarisch war (kaum politische Auswirkungen)
  • Beispiel Deutschland: Die Sammlung von Volksmärchen durch die Brüder Grimm

Phase 2

  • Während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
  • Proklamation der "nationalen Idee" durch Vorkämpfer und militante Wortführer
  • Referenz zur historischen Vergangenheit der "Nation" 
  • Forderung der Wiedergeburt oder Wiedererweckung der "Nation"
  • Historische Grenzen und Merkmale der "Nation" jedoch nicht wirklich definiert
  • Beispiel Deutschland: Ca. ab 1813 durch Burschenschaften

Phase 3

  • Mitte des 19. Jahrhunderts und zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts
  • Nationalismus wurde populär
  • Einbezug der unteren Schichten in die "Nation"
  • Gegebenes Territorium stimmte selten mit den geforderten Staatsgrenzen überein, daher kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen, um das beanspruchte Territorium zu erreichen
  • Beispiel Deutschland: Von 1848 bis zur Reichsgründung 1871

Phase 4

  • Erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, zwischen den beiden Weltkriegen
  • Extremer Nationalismus gepaart mit Rassismus
  • Betonung der Stärke der eigenen Nation
  • Beispiel Deutschland: Aufstieg des Nationalsozialismus zur Zeit der Weimarer Republik bis hin zu Hitlers Diktatur

Phase 5

  • In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, nach Ende des Zweiten Weltkrieges
  • Nationalismus auf dem Rückzug
  • Bildung übernationaler Institutionen
  • Vermeidung internationaler Konflikte
  • Beispiel: Europäische Union


Was ist mit Nationalstaatsgedanke gemeint?

Grundsätzlich beschreibt der Nationalstaatsgedanke die Motivation, die hinter den Nationalbewegungen des 19. Jahrhunderts steckte. Das Ziel der Nationalbewegungen war es eine einheitliche Nation zu definieren und zu gründen. Im deutschen Fall kamen Nationalstaatsgedanken erstmals zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf, nachdem die Zerstörung durch die Napoleonischen Kriege eine Neuordnung Europas forderte. Denn auch deutsches Gebiet war von Napoleon erobert worden und Napoleon hatte erste Regionen vereint, wie zum Beispiel den Rheinbund.


Daher behandeln unsere Artikel zu der Entstehung der Nationalstaatsgedanken zunächst die Neuordnung Europas nach den Befreiungskriegen durch den Wiener Kongress. Nach dem Wiener Kongress wurde der Nationalstaatsgedanke in Deutschland vor allem durch Intellektuelle und Studenten getragen, wie die Burschenschaften und das Hambacher Fest zeigen. Diese Ereignisse lassen sich in der ersten und zweiten Phase der Nationsbildung einteilen.


Den Höhepunkt erreichte der Nationalstaatsgedanke in Deutschland mit der Nationalversammlung in Frankfurt. Denn Ziel dieser Versammlung war die Vereinigung Deutschlands durch die Gestaltung einer Verfassung, der Paulskirchenverfassung.


Dennoch endete der Nationalstaatsgedanke damit. Denn die Nationalversammlung in Frankfurt scheiterte und dadurch entstand keine geeinigte Nation. Erst mit der Entstehung des Deutschen Kaiserreichs begann in Deutschland die dritte Phase der Nationsbildung und der Nationalstaatsgedanke entfachte wieder. Das Deutsche Kaiserreich ist auch der Zeitpunkt zu dem Deutschland erstmals eine Nation war.


Nationalstaatsgedanke in Deutschland - alles auf einen Blick!

  • Eine Nation ist eine Volksgemeinschaft mit gemeinsamen werden, wie Sprache, Kultur, Geschichte, etc.
  • Nationalismus beschreibt die übersteigerte Identifikation und Solidarisierung mit der eigenen Nation
  • Nationsbildung wird in 5 Phasen eingeteilt
  • Nationalstaatsgedanke in Deutschland lässt sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts einteilen
  • Nationalstaatsgedanke zunächst durch Intellektuelle fortgetragen
  • Höhepunkt des Nationalstaatsgedanken: Paulkirchenverfassung

Nationalstaatsgedanken in Deutschland - Das Wichtigste auf einen Blick

  • Eine Nation ist eine Volksgemeinschaft mit gemeinsamen werden, wie Sprache, Kultur, Geschichte, etc.
  • Nationalismus beschreibt die übersteigerte Identifikation und Solidarisierung mit der eigenen Nation
  • Nationsbildung wird in 5 Phasen eingeteilt
  • Nationalstaatsgedanke in Deutschland lässt sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts einteilen
  • Nationalstaatsgedanke zunächst durch Intellektuelle fortgetragen
  • Höhepunkt des Nationalstaatsgedanken: Paulkirchenverfassung

Finales Nationalstaatsgedanken in Deutschland Quiz

Frage

Wann fand der Wiener Kongress statt?

Antwort anzeigen

Antwort

18. September 1814 bis 9. Juni 1815

Frage anzeigen

Frage

Was waren die drei Leitgedanken für den Wiener Kongress?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Restauration 
  • Legitimität 
  • Solidarität
Frage anzeigen

Frage

Was genau ist der Wiener Kongress?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Wiener Kongress:

  • September 1814 bis Juni 1815
  • Dritte große Friedenskonferenz in der Neuzeit
  • Ziel: Ein nachhaltiger Frieden in Europa
Frage anzeigen

Frage

Wer war der führender Politiker hinter dem Wiener Kongress und der Restauration?

Antwort anzeigen

Antwort

Otto von Bismarck 

Frage anzeigen

Frage

Beschreibe den Grundsatz der Restauration.

Antwort anzeigen

Antwort

  • Wiederherstellung der vorrevolutionären Ordnung (territorial und politisch)
  • Die napoleonische Führung und die Revolution soll  als Unglücksfall gelten
  • Die vorrevolutionäre Ordnung soll als historischer normal Zustand gelten
  • Vasallenstaaten (z.B Italien oder Westfalen) sollen aufgelöst werden
  • Säkularisierung (Trennung von Kirche und Staat) und die Mediatisierung konnten nicht mehr rückgängig gemacht werden.
Frage anzeigen

Frage

Beschreibe den Grundsatz der Solidarität.

Antwort anzeigen

Antwort

Beschreibt das gemeinsame Interesse der alten Mächte an der Bewahrung der Gott gegebenen Ordnung. Dabei sie zu verteidigen und zu bewahren gegen die revolutionären Kräfte.


  • Manifestiert sich in der Heiligen Allianz aus Russland, Österreich und Preußen (26.09.1815)
Frage anzeigen

Frage

Was ist die Heilige Allianz?

Antwort anzeigen

Antwort

Ein Bündnis aus europäischen Mächten, um sich gegen die revolutionären Kräfte zu verteidigen.

  • Gegründet am 26.09.1815
Frage anzeigen

Frage

Beschreibe den Grundsatz der Legitimität.

Antwort anzeigen

Antwort

Die Herrschaft ist nicht durch das Volk legitimiert, sondern durch Gott.

  • Die Herrschaft der Monarchen ist durch Gott legitimiert (Von Gottes Gnaden)
Frage anzeigen

Frage

Wie ging man beim Wiener Kongress mit der Deutschen Frage um?

Antwort anzeigen

Antwort

  • An eine komplette Wiederherstellung des Heiligenrömischen Reiches Deutscher Nation war nach der Auflösung 1806 nicht zu denken.
  • Die deutsche Einheit war auch keine Option
  • Die nationale Stimmung ist dennoch angefeuert 
  • Mittelstaaten fürchten um ihre Souveränität.
  • Europäische Großmächte fürchten eine Störung in Mitteleuropa: Mitteleuropa soll ein Gegengewicht zu Russland und Frankreich bilden.
  • Durch die Bundesakte wurde am 8.Juni 1815 der Deutsche Bund gegründet.
  • Verpflichtung zum Erstellen von Verfassungen. Dies wurde, aber nie wirklich umgesetzt 

Folge: Die national-liberale Bewegung ist nicht zufrieden mit den Ergebnissen.

Frage anzeigen

Frage

Wann wurde genau die Bundesakte verabschiedet?

Antwort anzeigen

Antwort

24. Juni 1815

Frage anzeigen

Frage

Was ist der Deutsche Bund?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Deutsche Bund ist ein lockerer Staatenbund und kein Nationalstaat oder Bundesstaat. Durch die Bundesakte im Jahre 1815 gegründet.

  • Die Zersplitterung bleibt also weiterhin bestehen.
  • Ist gegen den Zeitgeist.
  • Durch die Schlachten gegen Napoleon gibt es eine große nationalistische Stimmung in Deutschland.
  • Der Bund kriminalisiert die national-liberale Bewegung.
Frage anzeigen

Frage

Wozu diente die Demagogenverfolgungen?

Antwort anzeigen

Antwort

dienten der Unterdrückung von Freiheitsbestrebungen im

Deutschen Bund

Frage anzeigen

Frage

Was wurde errichtet, um 

die universitäre Arbeit von Professoren  zu

beobachten und zu verfolgen?

Antwort anzeigen

Antwort

eine zentrale

Untersuchungskommission

Frage anzeigen

Frage

Welche Maßnahmen gab es, um liberale Bewegungen zu unterdrücken?

Antwort anzeigen

Antwort

Aktivisten und Autoren zogen sich aus der

Öffentlichkeit zurück, da es ein Verbot der Pressezensur und ein Verbot der Burschenschaften

gab

Frage anzeigen

Frage

Bis wann gingen die Verbote zur Unterdrückung der liberalen Bewegung?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Wirkung dieser Maßnahmen ging bis 1830, danach gewann die liberale Bewegung

wieder an Bedeutung

Frage anzeigen

Frage

Was waren die Untersuchungen der Demagogenverfolgung?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Nach Ende der Ära Napoleon und seiner Vorherrschaft in Europa einigten sich die herrschenden Fürsten beim Wiener Kongress auf eine Restauration der Politik
  • Sie solidarisierten sich und versuchten die nationalen und liberalen Forderungen des Bürgertums zu unterdrücken. Nach der Ermordung des Schriftstellers Kotzebue durch einen Burschenschaftler reagierte Österreichs Staatskanzler Metternich
  • Im Jahr 1819 wurden in den Karlsbader Beschlüssen Burschenschaften verboten und die Presse zensiert
  • Außerdem wurden Universitäten beobachtet und somit vor allem verdächtige Professoren (Demagogen) verfolgt
Frage anzeigen

Frage

Was passierte in Frankreich 1830 und was war die Folge für die Unterdrückung Liberaler?

Antwort anzeigen

Antwort

Nach der Julirevolution in Frankreich 1830 wurde eine Unterdrückung der aufständischen,

liberalen und nationalen Bürger immer schwieriger

Frage anzeigen

Frage

Zu welcher Kundgebung kam es beim Hambacher Fest 1832?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Auf dem Hambacher Fest 1832 kam es zu einer Massenkundgebung, bei der sich 30.000 Menschen ansammelten
  • Das „System Metternich“ wurde immer weiter in Frage gestellt
Frage anzeigen

Frage

Was war die Folge für die Fürsten der Revolution 1848/49?

Antwort anzeigen

Antwort

Es mussten sich

die Fürsten dann den bürgerlichen Protesten beugen und ihnen politische Rechte zusichern

Frage anzeigen

Frage

Was passierte mit den Studenten als Folge der Demagogenverfolgung?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Ganz besonders wurde gegen Studenten vorgegangen, die in der Regel Mitglieder der Burschenschaften waren
  • Die Kabinettsorder ging sogar so weit, dass alleine der Verdacht der Zugehörigkeit zu einer Burschenschaft die Relegation ohne Gerichtsuntersuchung rechtfertigte
Frage anzeigen

Frage

Was war die Folge für Autoren und Aktivisten nach dem Verbot der Pressezensur und ein Verbot der Burschenschaften?

Antwort anzeigen

Antwort

Aktivisten und Autoren zogen sich aus der Öffentlichkeit zurück

Frage anzeigen

Frage

Wann ereignete sich die Schlacht bei Waterloo?

Antwort anzeigen

Antwort

am 18. Juni 1815

Frage anzeigen

Frage

Wessen letzte Schlacht war die Schlacht bei Waterloo?

Antwort anzeigen

Antwort

Es war die letzte Schlacht

Napoleon Bonapartes

Frage anzeigen

Frage

Für was war die Schlacht in Waterloo ein Inbegriff?

Antwort anzeigen

Antwort

für den endgültigen Untergang

Napoleons

Frage anzeigen

Frage

Wo fand die Schlacht bei Waterloo statt?

Antwort anzeigen

Antwort

Sie fand 15 km südlich von Brüssel in der Nähe des Dorfes Waterloo

Frage anzeigen

Frage

Wer kämpfte gegen wen und wer gewann?

Antwort anzeigen

Antwort

Niederlage der

Franzosen gegen die alliierten Truppen unter dem englischen General Wellington

Frage anzeigen

Frage

Was war die Folge der Schlacht bei Waterloo?

Antwort anzeigen

Antwort

beendete Napoleons Herrschaft der Hundert Tage und führt zum Ende des Französischen Kaiserreichs

Frage anzeigen

Frage

Was führte zur Schlacht bei Waterloo?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Napoleon war für viele Menschen außerhalb Frankreichs jahrelang das Vorzeigebeispiel für das politische Firmament Europas
  • Alliierte Armeen aus Paris zwangen Napoleon im April 1814 zur Abdankung und wurde in Exil auf die Insel Elba verbannt
  • Seine Rückkehr nach Frankreich erfüllte viele Franzosen mit Freude und Hoffnung auf eine bessere Zukunft, jedoch hatten viele vor allem aus Deutschland Angst vor erneuter französischer Fremdherrschaft
  • Deshalb wollte man Napoleon in seine Schranken weisen, was bei Waterloo auch gelang
Frage anzeigen

Frage

Wie verlief die Schlacht?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Die verbündeten Staaten Europas hatten eine militärische Intervention gegen Napoleon beschlossen, der mir der ebenfalls mit seiner kampfbereiten Armee einmarschierte
  • Am 16. Juni 1815 wurde das preußische Heer unter dem Generalfeldmarschall Gebhard Leberecht von Blücher von Napoleons Heer geschlagen
  • Zwei Tage später zog er mit rund 70.000 Soldaten in Waterloo ein
  • Dort stieß er auf eine fast ebenso große Anzahl Briten, Niederländer, Braunschweiger und Nassauer unter ihrem Feldmarschall Arthur Wellesley
  • Dieser konnte nur schwer dem französischen Ansturm standhalten und war hoch erfreut, als Blücher mit seinem preußischen Heer eintraf, der nach der Niederlage den Franzosen entkam
  • Rund 45.000 Preußen fielen über die Franzosen her und am Abend konnten sich die zwei Feldmarschalls gemeinsam zum errungenen Sieg gratulieren
Frage anzeigen

Frage

Was waren die Folgen der Schlacht bei Waterloo?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Die Franzosen verloren mit allen Toten, Verwundeten und Gefangenen mehr als die Hälfte der Armee
  • Von 188.000 Mann beteiligter Soldaten wurden ungefähr 51.000 Mann verwundet oder fielen auf dem Schlachtfeld
  • Am Morgen nach der Schlacht zeigte sich auf dem Schlachtfeld ein Bild des Grauens
  • Einheimische bereicherten sich an diesem Schlachtfeld, denn sowas bedeutete für sie ein materieller Glücksfall
Frage anzeigen

Frage

Wie viele wurden verletzt oder fielen?

Antwort anzeigen

Antwort

Über 51.000 Mann

Frage anzeigen

Frage

Für was kämpften die Göttinger Sieben?

Antwort anzeigen

Antwort

protestierten gegen die Aufhebung der eingeführten liberalen Verfassung im Königreich Hannover

Frage anzeigen

Frage

Wer waren die Göttinger Sieben?

Antwort anzeigen

Antwort

eine Gruppe von Professoren aus Göttingen

Frage anzeigen

Frage

Wann protestierten die Göttinger Sieben?

Antwort anzeigen

Antwort

1837

Frage anzeigen

Frage

Was war die Folge der Protestierung?

Antwort anzeigen

Antwort

Alle sieben Professoren wurden entlassen und drei von ihnen darüber hinaus des Landes verwiesen

Frage anzeigen

Frage

Wie hießen die Göttinger Sieben?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Wilhelm Eduard Albrecht
  • Friedrich Christoph Dahlmann
  • Wilhelm Eduard Weber
  • Wilhelm Grimm
  • Jacob Grimm
  • Georg Gottfried Gervinus
  • Heinrich Ewald
Frage anzeigen

Frage

Wieso protestierten die Göttinger Sieben?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Nach dem Ende der Napoleonischen Kriegen wurde 1815 auf dem Wiener Kongress der Deutsche Bund gegründet
  • In der Deutschen Bundesakte wurde ebenfalls festgelegt, dass für jeden Staat eine Verfassung verabschiedet werden sollte
  • 1833 trat die Verfassung in Hannover in Kraft
  • Dadurch wurde Hannover ein deutlich liberalerer Staat
  • 1837 wurde diese Verfassung jedoch wieder aufgehoben und auch der neu eingesetzte König Ernst August fühlte sich dieser Verfassung nicht gebunden und setzte sie außer Kraft
Frage anzeigen

Frage

Wie liefen die Proteste der Göttinger Sieben ab?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Christoph Friedrich Dahlmann gehörte zu dem bedeutendsten Widerstandskämpfer, der selbst an der Verfassung 1833 mitwirkte
  • Am 18. November legte er einen schriftlichen Protest vor, den neben ihm jedoch nur sechs weitere Professoren der Göttinger Universität unterschrieben
  • Es beteiligten sich an dem Protest noch zahlreiche Studenten
  • Die Professoren wurden im Dezember 1837 dem Universitätsgericht vorgeführt und aus ihren Ämtern entlassen
Frage anzeigen

Frage

Waren die Proteste erfolgreich?

Antwort anzeigen

Antwort

Nein, alle sieben wurden ihren Ämtern entlassen

Frage anzeigen

Frage

Was waren die Folgen der Proteste?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Die Proteste der sieben Göttinger Professoren und der Studenten bleiben zwar erfolglos und lokal begrenzt, jedoch erregte ihr Widerstand europaweites Aufsehen und stärkte die politische Bewegung des Liberalismus
Frage anzeigen

Frage

Was erhielten die Professoren nach den Protesten?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Die Professoren, die die negativen Konsequenzen in Kauf nahmen, stieß auf Bewunderung
  • Sie erhielten zahlreiche Spendengelder aus der deutschen Bevölkerung
Frage anzeigen

Frage

Was waren die Folgen der Solidarität?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Durch diese Solidarität entwickelte sich der Liberalismus zu einer stärkeren politischen Bewegung
  • Somit hatte die Göttinger Sieben einen großen Anteil an dem Ausbruch der Revolution 1848/49
Frage anzeigen

Frage

Was wurde 1988 enthüllt?

Antwort anzeigen

Antwort

1988 wurde eine Gedenktafel für die sieben Professoren enthüllt

Frage anzeigen

Frage

Wann fand der Weberaufstand fest?

Antwort anzeigen

Antwort

1844

Frage anzeigen

Frage

Wo fand der Weberaufstand statt?

Antwort anzeigen

Antwort

Schlesien

Frage anzeigen

Frage

Wogegen protestierten die Weber?

Antwort anzeigen

Antwort

Es waren Proteste im Zuge der Industrialisierung in den deutschen Ländern

Frage anzeigen

Frage

Wie kam es zum Weberaufstand?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Vor allem die Tuchproduktion veränderte sich stark und wurde immer weiter auf Fabriken mit mechanischen Webstühlen verlagert, sodass viele Menschen ihre Arbeit verloren
  • Textilien konnten so in besserer Qualität und schneller und somit günstiger produziert werden
  • Viele Familien gerieten in große Not, auch aufgrund von Missernten in den 1840er Jahren und somit Lebensmittel immer teurer wurden
Frage anzeigen

Frage

Was waren die Hintergründe des Weberaufstands 1844?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Zwei Drittel der schlesischen Bevölkerung waren noch einem Gutsherren unterworfen und mussten Feudalabgaben wie Grundzeins und Schuldgeld entrichten
  • Die schlesischen Weber versuchten den Preisverfall wieder wettzumachen, doch selbst Kinderarbeit und höhere Arbeitszeiten schufen keinen Ausgleich
  • Technische Innovationen und modernere Webstühle konnten sich die Heimwerker nicht leisten
  • Außerdem herrschte ein Überschuss an Arbeitskräften, somit waren die schlesischen Leinenweber vollkommen verarmt und hungerten. Es handelte sich um eine Maschinenstürmerei, denn die Wut der Weber richtete sich nicht gegen die spärlichen Maschinen, sondern gegen die als ungerecht empfundenen Verleger
Frage anzeigen

Frage

Wie verlief der Weberaufstand?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Der Weberaufstand wurde am 3. Juni 1844 ausgelöst, als ein Weber das Lied „Das Blutgericht“ gesungen hatte und von der Polizei verhaftet worden ist
  • Am 3. Juni 1844 trafen sich 20 Weber und berieten, wie man sich am besten gegen die Fabrikanten wehren könne
  • Am folgenden Tag verwüsteten andere Weber das Wohnhaus der Brüder Zwanziger und einen Tag darauf auch ihr Fabrikgebäude
  • Sie zogen danach durch andere Ortschaften und zerstörten andere Fabriken
  • Die preußische Regierung setzte das Militär ein, um den Webersaufstand niederzuschlagen
Frage anzeigen

Frage

Wie wurde der Weberaufstand geschlagen?

Antwort anzeigen

Antwort

Die preußische Regierung setzte das Militär ein, um den Webersaufstand

niederzuschlagen

Frage anzeigen
Mehr zum Thema Nationalstaatsgedanken in Deutschland
60%

der Nutzer schaffen das Nationalstaatsgedanken in Deutschland Quiz nicht! Kannst du es schaffen?

Quiz starten

Über 2 Millionen Menschen lernen besser mit StudySmarter

  • Tausende Karteikarten & Zusammenfassungen
  • Individueller Lernplan mit Smart Reminders
  • Übungsaufgaben mit Tipps, Lösungen & Cheat Sheets

Finde passende Lernmaterialien für deine Fächer

Hol dir jetzt die Mobile App

Die StudySmarter Mobile App wird von Apple & Google empfohlen.

Nationalstaatsgedanken in Deutschland
Lerne mit der Web App

Alle Lernunterlagen an einem Ort mit unserer neuen Web App.

JETZT ANMELDEN Nationalstaatsgedanken in Deutschland