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Holocaust

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Welche Menschen wurden neben Juden von Nationalsozialisten verfolgt?

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Roma und Sinti

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Was passierte auf der Wannseekonferenz am 20. Januar 1942? 

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Koordination der NS-Reichsregierung und der SS des Holocausts unter Vorsitz des des SS-Obergruppenführers Reinhard Heydrich 

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Welchen Begriff bevorzugen Juden für den "Holocaust"?

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Die Juden selbst bevorzugen den hebräischen Begriff „Shoa“ („großes Unheil“, „Katastrophe“), denn dieser vermeide es im Gegensatz zu „Holocaust“, die Juden allein in die Opferrolle zu stellen und ihren Widerstand gegen den Völkermord zu verdecken

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Wie bezeichnete das NS Regime den Holocaust?

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Die Nationalsozialisten versuchten, das Morden mit dem euphemistischen (beschönigenden) Begriff „Endlösung der Judenfrage“ zu verschleiern.

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Wie viele Juden wurden im Holocaust ermordet? 

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Ca. 6 Millionen Juden 

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Wieso war der Holocaust ein Genozid?

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Die Angehörigen dieser Opfergruppen wurden, ausnahmslos vom Kleinkind bis zum Greis, nur deshalb getötet, weil sie einer bestimmten religiösen oder – wie die Sinti und Roma – einer ethnischen Gruppe angehörten, die von den fanatischen Nationalsozialisten als „minderwertig“ bezeichnet wurde.

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Man spricht beim Mord an den europäischen Juden von der Singularität, der Einzigartigkeit des Geschehens. Wieso? 

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Da sich der Holocaust von allen anderen Formen des Genozids durch seine bürokratisch organisierte und industrielle Ausführung unterscheidet. 


Symbol für diese Singularität des Holocaust in der modernen Menschheitsgeschichte ist das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz mit seiner Funktion als „Mordfabrik“.

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Wieso war der Holocaust ein "Zivilisationsbruch"?

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Der rational geplante, mitleidlose Massenmord an den europäischen Juden habe das Vertrauen in die Vernunft des Menschen und die Geltung der grundlegendsten Regeln der Humanität widerlegt


Niemand könne – in letzter Konsequenz gedacht – nach dem Holocaust sicher sein, dass ihm selbst nicht Ähnliches widerfahre.

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Zieht der Staat Israel aus den Erfahrungen des Holocaust seine entscheidende Legitimation? 

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Ja. Er will eine wehrhafte Heimstatt für die lange verfolgten Juden sein. Deutsche Juden haben einen großen Anteil an der Gründung und Entwicklung Israels.

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Wann haben sich nach dem Holocaust wieder größere jüdische Gemeinden in Deutschland gebildet?

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In Deutschland haben sich erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 wieder größere jüdische Gemeinden durch die Einwanderung russischer Juden gebildet.

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Welche weiteren Opfergruppen des NS Regimes gab es? 

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  • ca. 500 000 Sinti und Roma („Zigeuner“)
  • 2 – 3 Millionen polnische und ebenso viele russische Zivilisten
  • 3,3 Millionen sowjetische Kriegsgefangene 
  • mindestens 100 000 geistig behinderte Deutsche („Euthanasieaktion“).
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Wieso wurde die sozialdarwinistische Logik des Nationalsozialismus bereits im Juli 1933 zur politischen Realität?

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In dem Monat wurde das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ verabschiedet, das eine Zwangssterilisation bei Verdacht auf unheilbare Erberkrankungen vorsah. 


In der Konsequenz solchen Denkens und Handelns lag die Tötung Erbkranker und letztlich die Beseitigung aller als „lebensunwert“ bezeichneten Menschen.

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Was war das "Euthanasieprogramm"?

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Hitler ordnete an, „die Befugnisse bestimmter Ärzte so zu erweitern, dass nach menschlichem Ermessen unheilbar Kranken bei kritischer Beurteilung ihres Krankheitszustandes der Gnadentod (Euthanasie) gewährt werden kann“. Zu den Kriterien zählten auch Arbeitsleistung und Rasse.

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Wieso wurde das "Euthanasieprogramm" abgebrochen? 

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Die Aktion wurde nach Protesten aus der Gesellschaft und aus den Kirchen zumindest offiziell abgebrochen; sie ging aber verdeckt weiter.

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Wann begann der Holocaust? 

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Der Holocaust begann unmittelbar nach der militärischen Niederwerfung Polens im Herbst 1939

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Welche Befugnisse hatte die SS in den besetzten Gebieten? 

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Die SS übernahm die militärische und polizeiliche Kontrolle des eroberten Gebiets .


Gleich nach dem Einmarsch in Polen begannen in den eroberten Gebieten die Gewalttaten der „Einsatzgruppen“ der SS: Tausende der insgesamt 3,3 Millionen polnischen Juden, aber auch viele Angehörige der polnischen Elite und Intelligenz (Pfarrer, Lehrer, Anwälte, Ärzte oder Gutsbesitzer) wurden umgebracht

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Beschreibe die Situation in den jüdischen Gettos

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Die Situation war geprägt von elenden Wohn- und hygienischen Verhältnissen zusammengepfercht und die Bewohner wurden völlig unzureichend mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgt

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Wie viele Menschen starben in den Gettos?

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Bis zur Auflösung dieser Gettos und der Ermordung der Überlebenden in den Vernichtungslagern starben insgesamt etwa 500 000 Menschen an Hunger, Krankheiten und durch deutsche Gewalt.

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Wer wurde zur "Endlösung der Judenfrage" beauftragt?

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Reinhard Heydrich den Leiter des Reichssicherheitshauptamts (RSHA)

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Wieso radikalisierte sich die deutsche Rassenpolitik im Zuge des Angriffskriegs Deutschlands gegen die Sowjetunion noch weiter? 

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Für die Nationalsozialisten und ihre Helfer in der Wehrmacht war dieser Krieg von Anfang an ein Rassen-, Weltanschauungs- und Vernichtungskrieg gegen Juden und Slawen, der mit einer nie gesehenen Brutalität geführt wurde.

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Welche Menschen wurden von der SS in den besetzten Gebieten umgebracht? 

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  • Ermordet wurden in Massenerschießungen erwachsene jüdische Männer als „jüdische Bolschewisten“ (z. B. 30.000 Juden in Babi Jar bei Kiew).
  • Dem folgte die Tötung jüdischer Frauen und Kinder, um „unproduktive Esser“ zu beseitigen und den „Siedlungsraum“ für Deutsche frei zu machen.
  • In den folgenden Jahren wurden von Einsatzgruppen Hunderttausende jüdische, aber auch russische Zivilisten umgebracht, die man mit „Partisanen“ gleichsetzte.
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Wie viele Menschen wurden in den ersten 5 Kriegsmonaten durch die SS in besetzten Gebieten umgebracht? 

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Schon in den ersten fünf Kriegsmonaten wurden von den Einsatzgruppen und ihren Helfern systematisch 500 000 Menschen umgebracht:

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Durch wen wurde die SS weiterhin in den besetzten Gebieten unterstützt? 

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Von einheimischen, antikommunistischen Kollaborateuren, die als „Hilfspolizisten“ vor allem im Baltikum, im östlichen Galizien und in der Ukraine dienten. 


Auch russische Kriegsgefangene wurden als „Hilfswillige“ zu speziellen Einsatzgruppen ausgebildet. Die Russen meldeten sich vor allem, um dem Hungertod in der Kriegsgefangen- schaft zu entgehen.

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Wem wird die letzte Entscheidung für den Massenmord an Juden zugesprochen? 

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Die letzte Entscheidung für den Massenmord wird im aktuellen Forschungskonsens Hitler zugesprochen.


Einen schriftlichen Befehl Hitlers fand man nicht, Hitler drückte seinen Willen aber üblicherweise so aus, dass die nachgeordneten NS-Führer die radikalste Lösung für die halten mussten, die dem „Führerwillen“ am meisten entsprach.

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Welche Geschehnisse markierten den Weg zu Hitlers Entscheidung zum Holocaust? 

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  • Am 19. September 1941 wurde für die Juden das Tragen des „Judensterns“ verpflichtend
  • Am 17. Oktober 1941 begannen die Deportationen der verbliebenen, nicht emigrierten deutschen Juden in die bereits völlig überfüllten Gettos in Osteuropa
  • Ab dem 23. Oktober  1941 galt ein Auswanderungsverbot für Juden, ihnen wurde die Staatsangehörigkeit entzogen und das restliche Vermögen genommen, um ein Entkommen zu verhindern.
  • Schon im Oktober 1941 nahm die SS das erste „Vernichtungslager“ in Belzec bei Lublin in Betrieb, um die Morde mithilfe von LKW-Abgasen in mobilen Tötungskammern „effizienter“ zu gestalten.
  • Am 20. Januar 1942 fand die Wannsee Konferenz statt. Thema der Konferenz war die „Endlösung der Judenfrage“.
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Wie viele Menschen starben in Auschwitz?

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1,5 Millionen Menschen 

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Was begann nach der Wannsee-Konferenz? 

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Nach der Wannsee-Konferenz begann der fabrikmäßige Massenmord an den europäischen Juden und anderen Opfern: Im Verlauf des Jahres 1942 ersetzten die Gaskammern der Vernichtungslager die anderen Tötungsmethoden. 


In den Vernichtungslagern wurden die Opfer in getarnten Duschräumen mit dem Blausäuregas Zyklon B qualvoll erstickt.

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Wer half bei der Registrierung, Zusammentreiben und Deportation der Juden mit? 

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Bei der Registrierung der Juden, dem Zusammentreiben und der Deportation halfen neben der Wehrmacht einheimische Polizeikräfte oder faschistische Milizen mit, in Deutschland übernahmen Gestapo und die reguläre Ordnungspolizei diese Aufgabe.

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Was passierte mit Juden nach der Ankunft in den Vernichtungslagern? 

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Sie wurden nach der Ankunft an den Rampen der Bahnhöfe von SS-Ärzten in Arbeitsfähige und Nicht-Arbeitsfähige „selektiert“. 


Kinder und ihre Mütter, Alte und Kranke führte man sofort zu einem qualvollen 20-minütigen Erstickungstod in die Gaskammern

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Wo waren Stamm- und Konzentrationslager in Deutschland? 

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Hatten Juden in den Lagern Rechte? 

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Nein. In allen Lagern herrschte völlige Rechtlosigkeit der Häftlinge: Jeder SS-Mann oder Häftlings-„Kapo“ konnte willkürlich Menschen quälen oder töten, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen.

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Was war die entscheidende Kraft hinter dem Holocaust?

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Der fanatische „Erlösungs-antisemitismus“ Hitlers, der im NS-Staat zur politischen Doktrin wurde. 


Hitler und die wichtigen Männer seiner Gefolgschaft, vor allem Goebbels und Himmler, glaubten an die Vorstellung von „dem Juden“ als dem „Bösen“, von dem die Welt befreit werden müsse.

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Wieso war die fanatische Haltung der führenden Nationalsozialisten eine der Ursachen für die Beteiligung vieler Deutscher, aber auch der nichtdeutschen Kollaborateure am Holocaust?

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Der als sichere Wahrheit erachtete Glaube an eine gefährliche und schädliche Rolle der Juden motivierte die Fanatiker und senkte die moralischen Hemmschwellen vieler anderer Täter.

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Was war der "Generalplan Ost"?

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Der Plan Hitlers, aus Deutschland alle „Minderwertigen“ zu entfernen und Osteuropa mithilfe gigantischer Bevölkerungsverschiebungen im Sinne seiner Lebensraumpolitik umzugestalten

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Wieso wies die "Peripherie" möglicherweise dem Zentrum um Hitler den Weg in die radikalste Lösung des „Judenproblems“?


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Die moralisch verrohten, an Macht und Karriere interessierten NS-Funktionäre und -Amtsinhaber im besetzten Osten entwickelten immer brutalere Mordpläne, um sich vor der Zentrale zu „bewähren“

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Wieso stimmt der Mythos für die Untätigkeit der Deutschen "nichts gewusst" zu haben nicht? 

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Das Verschwinden der Juden in Deutschland war nicht zu übersehen, die öffentlich sichtbaren Mordaktionen der Einsatzgruppen wurden über die informierten Soldaten auf Heimaturlaub schnell bekannt.


Die Geschehnisse in den Konzentrationslagern unterlagen wohl der Geheimhaltung, aber auch dieses Wissen sickerte über Beteiligte und alliierte Radiosender zur deutschen Bevölkerung durch.

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Wie viele Täter hatte der Holocuast? 

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Die Holocaustforschung spricht von etwa 250 000 handelnden, also verantwortlichen deutschen und österreichischen Tätern

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Wie viele Juden wurden von Direkttätern ermordet?

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Die Hälfte allein der jüdischen Opfer, also ungefähr drei Millionen, starb nicht in den anonymen Abläufen der Todesfabriken, sondern wurde von Einzeltätern ermordet.

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Welche Verhaltensweise der Tätergruppen bei z.B. der Ordnungspolizei gab es? 

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  • Es gab eine Minderheit von barbarischen Antisemiten, die mit Freude töteten, sich bei Aktionen freiwillig meldeten und ihre Taten feierten
  • Eine Mehrheit tötete, weil es die Vorgesetzten befahlen, weil man es im Sinne des übergeordneten Ziels für notwendig hielt, weil die Opfer durch die langjährige NS-Propaganda entmenschlicht worden waren. Die Juden waren für diese Männer ein Feindbild, das sich entgegen der sichtbaren Realität dadurch bestätigte, dass man sie tötete
  • 10 – 20 % der eingesetzten Polizisten wollten nicht töten, sie beteiligten sich aber an den Aktionen, ohne selbst zu morden.
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Beschreibe den Ablauf des Holocaust

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  • erste Massenmorde nach dem Einmarsch in Polen durch die SS
  • systematische Gettoisierung der Juden aus Deutschland und den besetzten Ländern seit 1939 in polnischen Städten; Zwangsarbeit für die deutsche Be- satzungsmacht
  • Massenerschießungen von jüdischen Männern, Frauen und Kindern durch „Einsatzgruppen“ der SS nach Beginn des Russlandfeldzugs 1941
  • Entscheidung zur „Endlösung“ in der deutschen Führung zwischen Herbst und Winter 1941
  • systematische Erfassung, Deportation und fabrikmäßige Ermordung aller für die Deutschen erreichbaren europäischen Juden in den Vernichtungslagern
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Nenne Erklärungsansätze für den Holocaust

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  • Antisemitismus: tief verwurzelte europäische und deutsche Tradition einer Minderheit (Glaube an den Juden als Verkörperung des „Bösen“); Staatsdoktrin in Deutschland seit der Machtübernahme; fanatischer „Erlösungsantisemitismus“ als Triebkraft der NS-Führung und vieler Täter
  • Sachzwänge im Rahmen der undurchführbaren deutschen Umvolkungspläne („Generalplan Ost“) nach 1939 mit sich steigernder Eigendynamik bis zur „Endlösung der Judenfrage“
  • fehlender Widerstand und Gleichgültigkeit der deutschen Eliten und Bevölkerung als Motivation der NS-Führung zur Durchsetzung des Mordplans
  • Bereicherung des Staats und Einzelner an der Enteignung deportierter Juden
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Was war der inhaltliche Kern der Wannsee-Konferenz?

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  • Festlegen der „Endlösung“ (also des Massenmords an 11 Millionen europäischen Juden) als Ziel des NS-Regimes („nach vorheriger Genehmigung durch den Führer“) 
  • Organisation des Holocaust
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Was versteht man unter dem Wort Holocaust?

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Holocaust ist ein anderes Wort für die Massenvernichtung der Juden und wird mit Brandopfer übersetzt.

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