Erster Weltkrieg

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Der Weg in den Krieg


Imperialismus


Hin zum Ende des 19. Jahrhunderts nahm der Nationalismus der europäischen Industriestaaten zu. Dies führte zu einem Wettlauf der Großmächte um den Kolonialbesitz noch nicht besetzter Gebiete. 


Das Zeitalter des Imperialismus beschreibt die Aufteilung hauptsächlich Afrikas und Asiens unter den Kolonialmächten und deren Wettlauf um noch unbesetzte Gebiete. 


Kolonialmächte:

  • Europäischen Großmächte
  • USA 
  • Japan


Gerechtfertigt wurde die Aufteilung der Erde unter den Großmächten mit dem Sozialdarwinismus - das Recht des Stärkeren, oder das sogenannte Sendungsbewusstsein - die Überzeugung der Großmächte auf das Recht der Europäisierung der Welt. 


Imperialistische Weltmachtpolitik, Flottenbau und Balkankrisen hatten die Kriegsbereitschaft der Großmächte verstärkt und die Situation war ohnehin bereits sehr angespannt.



Das Attentat von Sarajevo 1914


Tatort: Sarajevo, Hauptstadt Bosniens 

Datum: 28. Juni 1914


Der Thronfolger von Österreich-Ungarn Franz Ferdinand und seine Ehefrau Sophie Chotek besuchten die in Sarajevo 1914 stationierten Truppen. Da die Presse den genauen Besuchstermin und das Besuchsprotokoll veröffentlicht hatte, konnten die Attentäter ihr Vorhaben genau planen. 


Thronfolger Franz Ferdinand und Ehefrau Sophie Chotek. Quelle Lebendiges Museum Online, dhm.de (Entnommen September, 2020)




Die Attentäter gehörten einer Gruppe an, die für die Vereinigung aller Südslawen in einem Staat unter serbischer Führung kämpften. Das Attentat auf das Thronfolgerpaar sollte ein Zeichen sein gegen österreich-ungarische Besatzung. 

Der 19 jährige bosnische Serbe Gavrilo Princip erschoss den Thronfolger und seine Gemahlin. Princip war Mitglied der serbisch-nationalistischen Bewegung Mlada Bosna (Junges Bosnien) und wurde in Serbien zum Attentäter ausgebildet.






Gavrilo Princip. 

Quelle: Spartacus Educational, spartacus-educational.com (Entnommen, September 2020)


Das tödliche Attentat auf das österreichisch-ungarischen Thronfolgerpaar Franz Ferdinand und Sophie Chotek war der Auslöser für die Julikrise, in deren Folge der Erste Weltkrieg ausbrach.


Julikrise


Das Attentat löste die sogenannte Julikrise aus, in der sich die Anspannung zwischen den europäischen Großmächten Frankreich, Großbritannien, Deutsches Reich, Österreich-Ungarn, Russland und Serbien weiter zuspitzte.  


Das Deutsche Reich stand seinem Bündnispartner Österreich-Ungarn zur Seite und Kaiser und König Franz Joseph erhielt den sogenannten Blankoscheck von dem deutschen Kaiser Wilhelm II. Ein Treuebekenntnis das bedingungslose Unterstützung implizierte.


Es konnten keine Beweise für eine Mitwisserschaft der serbischen Regierung an dem Attentat auf das Thronfolgerpaar erbracht werden, jedoch erschien dies wahrscheinlich. Österreich-Ungarn erklärte Serbien den Krieg. 

Russland, als damaliger Bündnispartner Serbiens erklärte somit Österreich-Ungarn den Krieg und reaktiv das Deutsche Reich, als Bündnispartner zu Österreich-Ungarn, erklärte Russland den Krieg. Kurz darauf traten auch Frankreich und Großbritannien in den Krieg mit ein - der Erste Weltkrieg hatte begonnen, nur 6 Wochen nach dem Attentat von Sarajevo.




Der Kriegsverlauf


Der Krieg wurde in allen europäischen Ländern als nationale Angelegenheit angesehen. Die Opferbereitschaft war groß und es meldeten sich Freiwillige, um für die “gerechte Sache” zu kämpfen.



Der Schlieffenplan


Der Schlieffenplan beschreibt die Strategie des Generalstabs des Deutschen Reiches beruhend auf der Vermutung eines Zweifrontenkrieges gegen Russland und Frankreich. Der Plan zielte darauf ab, erst einen schnellen Sieg an der Westfront (Frankreich) zu erlangen um dann vereint mit allen Kräften der deutschen Armee an der Ostfront (Russland) zu kämpfen.


Der bereits 1905 entwickelte Plan von Schlieffen wurde somit wieder ausgegraben und diente als Leitfaden für militärische Planungen. 


Die Umsetzung des Schlieffenplans scheiterte. Zusammen mit der Unterstützung der Briten gelang es den Franzosen, den Vormarsch der deutschen Armee zu stoppen. Das Triple Entente hatte somit genug Zeit gewonnen, um an der Westfront genug militärisches Gegengewicht zu erlangen. Zeitgleich waren die russischen Truppen schon bereits im Oktober in Ostpreußen eingedrungen.


Folglich hatte das Deutsche Reich zwei parallele Feldzüge an beiden Fronten zu bewältigen, was sie ursprünglich unbedingt vermeiden wollten. Somit war der Schlieffenplan schon kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs gescheitert.



Materialschlacht


Der Erste Weltkrieg war der erste Krieg in dem Panzer, Flugzeuge, Massenvernichtungswaffen (Giftgas) und massiver Maschineneinsatz (Artillerie, Maschinengewehre) eingesetzt wurden. Man spricht deshalb auch von der Materialschlacht.


Die tödlichste Waffe im Ersten Weltkrieg war das Artilleriefeuer, Waffen die mit großen Kugeln oder Raketen schießen. Durch dieses allein starben rund die Hälfte aller Gefallenen im Ersten Weltkrieg. 


Die Industrialisierung hatte den Krieg revolutioniert. Die Schlacht um Verdun stellt den Wendepunkt der damaligen Kriegsführung dar. Kämpfe entwickelten sich zu sogenannten Materialschlachten. Entscheidend war hier, wer mehr Soldaten mobilisieren, mehr Waffen produzieren und militärische Innovationen umsetzen konnte.


Neben Geschützen und Munition wurden auch Soldaten wie Material eingesetzt. Jeden Tag wurde von diesen verlangt, ihr Leben als Einsatz zu bringen.



Stellungskrieg


Trotz des Großaufgebots an Kriegsmaterial, bewegten sich die Fronten kaum, da sich die gegnerischen Armeen in einem endlosen Stellungskriegen befanden. 


Insbesondere auf dem Schlachtfeld von Verdun, verloren hunderttausende Soldaten ihr Leben für ein paar hundert Meter Geländegewinn. Der Versuch, durch Materialschlachten wieder zum Bewegungskrieg zurückzukehren, führte zu bis dahin unvorstellbaren Opferzahlen, wie in der Schlacht um Verdun. 




Schlacht von Verdun


Wo: Verdun, Frankreich (ca. 240 km entfernt von Paris)

Zeitraum: 21. Februar 1916 - 19. Dezember 1916

Wer: Frankreich gegen Deutschland 


Soldaten im Schützengraben. Quelle: planetwissen, https://www.planet-wissen.de (Entnommen September, 2020)


Die Schlacht von Verdun war eine Schlacht in der sich das Deutsche Reich und Frankreich gegenüber standen. Sie begann im Februar 1916 mit einer Großoffensive der deutschen Armee und endete im Dezember ohne Erfolg der Deutschen.


Das Ziel war es zu einem Bewegungskrieg zurück zu kehren und den Kriegswillen Frankreichs zu brechen. Die würde eine Entscheidung des Krieges zugunsten Deutschlands bringen. 


Die Kämpfe, die während der Schlacht ausgeführt wurden, waren brutal und blutig. Die Schlacht um Verdun stellt den Wendepunkt der damaligen Kriegsführung dar. Die Kämpfe in Verdun entwickelten sich zu Materialschlachten.


Der blutige und verlustreiche Stellungskrieg steht symbolisch für die Sinnlosigkeit des Krieges und wurde von Soldaten auch als “Blutmühle” und “Hölle von Verdun” bezeichnet.




Das  Epochenjahr 1917


Kriegseintritt der USA


Mit dem Kriegseintritt der USA weitete sich der europäische Krieg zu einem Weltkrieg aus. Die Vereinigten Staaten traten aufseiten der Entente am 6. April 1917 in den Krieg ein, aufgrund des uneingeschränkten U-Boot-Krieges*.


Der Kriegseintritt der USA auf Seiten der Entente, brachte die entscheidende Wende des Krieges. Das amerikanische Wirtschaftspotenzial glich die französischen und britischen Verluste aus. Über 1 Million amerikanische Soldaten kamen an der Westfront gegen Deutschland zum Einsatz.


*Als U-Boot-Krieg versteht man Kampfhandlungen auf See, bei denen U-Boote eingesetzt werden, um  feindliche Kriegs- und Handelsschiffe zu versenken. Einen uneingeschränkter U-Boot-Krieg impliziert, dass feindliche Schiffe angegriffen werden, ohne vorherige Warnung.



Russische Februarrevolution


Eine Miss- und Mangelwirtschaft führte in Russland im Winter 1916/1917 zu Demonstrationen von Arbeitern und Bauern. Die schlechte Versorgungslage hatte ihren Tiefpunkt erreicht durch den Zusammenbruch der Brotversorgung Anfang März 1917* in Petrograd (St. Petersburg). Als Reaktion auf die zunehmenden Proteste der Bevölkerung gegen die Auswirkungen des Ersten Weltkrieges, dankte Zar Nikolaus II ab.


Die Februarrevolution hatte zufolge, dass die 300 Jährige Dynastie der Romanow Familie zu Ende ging. Daraufhin entstand ein Macht-Vakuum und eine Doppelherrschaft resultierte daraus. Diese bestand aus einer Provisorischen Regierung und einem Arbeiter- und Soldatenrat.


Eine erhoffte Verbesserung der Versorgungslage der Bürger blieb jedoch aus, da die Provisorische Regierung den Krieg weiter fortsetze. Zu Gunsten der Bolschewiki, einer radikalen  Fraktion unter der Führung von Lenin, die den Bürgern Frieden Land und  Brot beteuerten.


*Februarrevolution im März? Bis 1918 galt in Russland noch der Julianische Kalender, nach ihm begann die Revolution am 25. Februar 1917. 




Oktoberrevolution


Die Oktoberrevolution 1917 in Russland leitete eine historische Wende ein. Sie bezeichnet den Sturz der Provisorischen Regierung von den Bolschewiki, da die Regierung plante russische Truppen an die Front gegen das Deutsche Reich zu verlegen. Der Putsch wurde später auch von den Bolschewiki als dramatischer „Sturm auf den Winterpalast“ glorifiziert.


Der Putsch per se verlief größtenteils unblutig, es folgte jedoch ein blutiger Bürgerkrieg und letztlich die Alleinherrschaft der kommunistischen Bolschewiki. Sie errichteten einen sozialistischen Staat, der unter dem Namen „Sowjetunion“ zur Supermacht aufstieg.


Mit dem Frieden von Brest-Liosk beendeten die Bolschewiki 1918 Russland Teilnahme am Ersten Weltkrieg. Daraufhin entstand die Weiße Opposition, die Russland in einen langen und blutigen Bürgerkrieg trieb. 1922 dann kam es zur Gründung der Sowjetunion, einem sozialistischen Staat der später zur Supermacht aufstieg als Gegner der westlich geprägten Welt . Nach Lenins Tod 1924 begann die Zeit des Stalinismus.



Ende des Krieges und Waffenstillstand


Auch als Russland infolge der Oktoberrevolution 1917 aus dem Krieg austrat, brachte dies für die Mittelmächte keinen entscheidenden Vorteil. Die oberste Heeresleitung der Armee forderte somit am 29. September 1918 schnellstmögliche Waffenstillstandsverhandlungen, welche am 8. November 1918 begannen. 


Am 11. November 1918 wurde der Waffenstillstand bei Compiègne, im Norden Frankreichs, unterschrieben. 


Zudem hatte sich die politische Landkarte Europas verändert: ehemals beherrschende Monarchien Österreich-Ungarn, Deutschland und Russland gab es nicht mehr. Als Folgen der Nachkriegszeit blieben Hunger und Elend in weiten Teilen Europas.

 

Der Friedensvertrag von Versailles vom 28. Juni 1919 führte nicht zu einer Aussöhnung der ehemaligen Kriegsgegner, was die Grundlage für den Zweiten Weltkrieg bildete.  




Erster Weltkrieg - das Wichtigste auf einen Blick


  • Dauer: 28.Juli 1914 - 11.Novemver 1918


Beteiligte Staaten


Mittelmächte des Dreibunds Deutschland, Österreich-Ungarn und Italien (später Türkei und Bulgarien)


vs.

Entente-Mächte Russland, Frankreich, Großbritannien, Serbien (später Italien, Rumänien, die USA und Japan) 



Ursachen

  • Imperialismus: Großmachtstreben europäischer Großmächte
  • Attentat von Sarajevo & Julikrise
  • Kettenreaktion von Beistandspflichten 


Merkmale

  • Stellungskriege
  • Materialschlacht
  • Hohe Verluste an Menschenleben 


Kriegsende

  • Waffenstillstand am 11. November 1918
  • Mehr als 9 Millionen Tote 
  • Sieg der Alliierten



Finales Erster Weltkrieg Quiz

Frage

Was war die größte Kolonie des deutschen Kaiserreichs 

Antwort anzeigen

Antwort

Namibia

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Frage

Definition Imperialismus
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Antwort

Streben einzelner Großmächte, ihren politischen und wirtschaftlichen Einfluss in der Welt zu erweitern
Frage anzeigen

Frage

Gründe und Motive des Imperialismus
Antwort anzeigen

Antwort

Erschließung neuer Absatzmärkte, Rohstoffquellen, Siedlungsgebiete

Wettexpansion

Industrialisierung

Ansehensgewinn

Massenproduktion 

sich verschiebendes Mächtegleichgewicht
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Frage

Wann begann der 1. Weltkrieg

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Antwort

28. Juli 1914

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Frage

Wann endete der 1. Weltkrieg


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Antwort

11. November 1918 mit dem Waffenstillstand zwischen Deutschland und den alliierten Siegermächten Frankreich, Großbritannien und den USA

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Frage

Womit begann der 1. Weltkrieg?

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Antwort

Mit der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien

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Frage

Wie viele Soldaten starben im ersten Weltkrieg?

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Antwort

Im Ersten Weltkrieg starben zehn Millionen Soldaten und über zwanzig Millionen wurden verwundet.

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Frage

Wie unterscheidete sich der 1. Weltkrieg von anderen Kriegen im Hinblick auf die eingesetzten Waffen? 

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Antwort

Im 1. Weltkrieg kamen „moderne“ Waffen zum Einsatz wie Panzer, Maschinengewehre, Flammenwerfer, Flugzeuge oder U-Boote. 


Stellungskrieg, „Material-“ und „Abnutzungsschlachten“ oder die Verwendung von Giftgas kennzeichneten eine neue Art von Krieg

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Frage

Wieso bezeichnet man den Ersten Weltkrieg als ersten "totalen Krieg"?

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Antwort

Weil der Erste Weltkrieg die gesamte Bevölkerung der kriegführenden Mächte einbezog


Strategien wie die alliierte Seeblockade oder das „Hilfsdienstgesetz“ von 1916, das alle Männer zwischen 17 und 60 Jahren zur Arbeit in der Rüstungsindustrie oder einem kriegswichtigen Betrieb verpflichtete, hatten unmittelbare Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung.

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Frage

Wann trat die USA in den Ersten Weltkrieg ein? 

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Antwort

Die USA trat 1917 in den Ersten Weltkrieg ein 

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Frage

Nenne politische Folgen des Ersten Weltkriegs

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Antwort

  • Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich wurden aufgelöst. Aus ihrem „Erbe“ entstanden neue Staaten wie die Tschechoslowakei, Jugoslawien oder die Türkei.
  • Die Zarenherrschaft in Russland wurde bereits 1917 erst durch eine bürgerliche, dann durch die bolschewistische Revolution beseitigt
  • In Deutschland schließlich wurde die Monarchie von einer parlamentarischen Demokratie abgelöst.
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Frage

Welches Attentat gilt als Auslöser des ersten Weltkriegs?

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Antwort

Das Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 in Sarajevo

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Frage

Wem gehörten die Attentäter auf Franz Ferdinand an? 

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Antwort

Der Attentäter gehörte zu einer serbischen Geheimgesellschaft, die gegen die Herrschaft Österreich-Ungarns auf dem Balkan kämpfte und Anspruch auf die von Serben bewohnten Gebiete innerhalb des Vielvölkerstaats erhob.

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Frage

Was war das Ziel der österreichischen Regierung nach der Ermordung des österreichischen Thronfolgers?


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Antwort

Nach der Ermordung des österreichischen Thronfolgers wollten die meisten Mitglieder der österreichischen Regierung die Gelegenheit ergreifen, Serbien als mutmaßlichem Drahtzieher durch einen Krieg eine Lektion zu erteilen.

Frage anzeigen

Frage

Wie unterstützte Deutschland Österreich-Ungarn während der Julikrise im Umgang mit Serbien? 

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Antwort

Am 5. Juli 1914 sicherte das Deutsche Reich Österreich- Ungarn seine volle Unterstützung (auch im Angriffsfall) zu und stellte damit seinem Bündnispartner einen „Blankoscheck“ für sein weiteres Vorgehen gegen Serbien aus.

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Frage

Wann stellte Österreich Serbien ein Ultimatum? 

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Antwort

Am 23. Juli 1914 stellte Österreich Serbien ein auf 48 Stunden begrenztes Ultimatum mit weitreichenden Forderungen, die stark in die serbische Souveränität eingriffen.

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Frage

Akzeptierte Serbien das Ultimatum?

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Antwort

Die serbische Regierung akzeptierte wider Erwarten fast alle Bedingungen, nur mit der Mitwirkung österreichischer Beamter an der Aufklärung des Attentats war man nicht einverstanden

Frage anzeigen

Frage

Wie reagierte Österreich auf die serbische Antwort auf das Ultimatum?

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Antwort

Die österreichische Regierung betrachtete das Ultimatum als gescheitert und erklärte Serbien am 28. Juli 1914 den Krieg.

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Frage

Was ist mit dem Automatismus der Bündnisverpflichtung im Ersten Weltkrieg gemeint? 

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Antwort

  • Russland war Verbündeter Serbiens
  • Frankreich war Verbündeter Russlands
  • Deutschland war Verbündeter Österreichs 


Durch die Bündnisse wurde aus einem regionalen Konflikt ein Konflikt aller europäischen Territorialmächte 

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Frage

Wann erklärte das deutsche Reich Frankfreich und Russland dn Krieg? 

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Antwort

Das deutsche Reich forderte Russland und Frankreich ultimativ auf, die Mobilmachung zu stoppen bzw. im Kriegsfall neutral zu bleiben. 


Nachdem die Ultimaten verstrichen waren, erklärte die deutsche Regierung am 1. August Russland und am 3. August Frankreich den Krieg

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Frage

Warum erklärte Großbritannien Deutschland den Krieg? 

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Antwort

Deutschland marschierte gemäß dem Schlieffen-Plan in das neutrale Belgien ein.

Das britische Königreich garantierte die Neutralität und erklärte am 4. August Deutschland den Krieg. 

Frage anzeigen

Frage

Was sagt der "Kriegsschuldartikel" im Versailler Vertrag aus?

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Antwort

Der „Kriegsschuldartikel“ 231 des Versailler Vertrags schrieb dem Deutschen Reich und seinen Verbündeten die Alleinschuld am Kriegsausbruch zu.

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Frage

Wieso hatte Deutschland eine entscheidende Verantwortung für den Ausbruch des Ersten Weltkriegs?

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Antwort

Man hatte in Berlin kein großes Interesse an einer diplomatischen Lösung des Konflikts gezeigt und eine solche teilweise sogar sabotiert. 


So trugen der „Blankoscheck“, die Ultimaten an Russland und Frankreich oder die Unterordnung der Diplomatie unter die Zwänge der militärischen Planungen maßgeblich zur Eskalation der Julikrise bei.

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Frage

Was waren die Kriegsziele des Deutschen Reichs?

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Antwort

  • dauerhafte Ausschaltung von Frankreich als europäische Großmacht
  • Vormachtstellung in Mitteleuropa
  • Schwächung Russlands und Abdrängung in den Osten


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Frage

Was waren die Kriegsziele Frankreichs?

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Antwort

  • Revanche für 1870/71, Rückgewinnung von Elsass-Lothring
  • Ausschaltung Deutschlands als europäische Großmacht
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Frage

Was waren die Kriegsziele Russlands?

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Antwort

  • Auflösung des Osmanischen Reichs und Österreich-Ungarns
  • Kontrolle über Polen, Konstantinopel, die Dardanellen und den Bosporus
  • Vormachtstellung in Osteuropa
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Frage

Was waren die Kriegsziele Großbritanniens?

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Antwort

  • machtpolitische Eindämmung Deutschlands
  • Wiederherstellung Belgiens
  • Zerschlagung des deutschen Kolonialreichs
  • Erhalt des europäischen Gleichgewichts
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Frage

Was waren die Kriegsziele des Österreich-Ungarns?

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Antwort

  • • Ausweitung des Einflusses auf den Balkan 
  • Schwächung Russlands
  • Bestrafung Serbiens
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Frage

Was waren die Kriegsziele der Reichsregierung?

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Antwort

Das „Septemberprogramm“ zielte auf eine Ausschaltung Frankreichs als europäische Großmacht und auf eine wirtschaftliche Hegemonie Deutschlands in Europa ab. 


Dazu sahen seine Aufzeichnungen die Annexion Luxemburgs, der lothringischen Industriegebiete sowie eines Teils der französischen Kanalküste vor. 


Belgien sollte ein abhängiger Vasallenstaat werden. Frankreich wollte man zu hohen Kriegsentschädigungen verpflichten, um es dauerhaft zu schwächen

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Frage

Welche Staaten bildeten die Mittelmächte?

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Antwort

  • Deutschland und Österreich-Ungarn
  • Verbündete: Osmanisches Reich und seit 1915 Bulgarien
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Frage

Welche Staaten bildeten das Triple-Entente?

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Antwort

Frankreich, Großbritannien und Russland

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Frage

Welche Seite besaß im Ersten Weltkrieg über mehr Soldaten? 

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Antwort

Die Alliierten der Triple-Entente verfügten über ungefähr anderthalbmal so viele Soldaten wie das Deutsche Reich und Österreich-Ungarn



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Frage

Beschreibe den Krieg an der Westfront

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Antwort

In der Folge erstarrte der Krieg im Westen zum verlustreichen Stellungskrieg


Beim Versuch, gegnerische Schützengräben zu stürmen, starben Hunderttausende von Soldaten beider Seiten, ohne dass nennenswerte Gebietsgewinne erzielt worden wären.

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Frage

War der Schlieffen-Plan erfolgreich? 

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Antwort

Nein. Der deutsche Angriff konnte jedoch in der sogenannten Schlacht an der Marne (5. bis 12. September 1914), ungefähr 60 km nördlich von Paris, gestoppt werden. Damit war der Schlieffen-Plan gescheitert.

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Frage

Wann trat Italien in den Ersten Weltkrieg ein? Auf welcher Seite?

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Antwort

Italien trat 1915 auf der Seite der Entente in den Krieg ein

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Frage

Wie verlief der Krieg an der Ostfront?

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Antwort

  • Da Russland 1914 seine Truppen schneller mobilmachen konnte als erwartet, marschierten russische Armeen in Ostpreußen und ins österreichisch-ungarische Galizien ein. 
  • Nach anfänglichen Verlusten und Niederlagen für die Mittelmächte konnten die gegnerischen Truppen in der Schlacht bei Tannenberg aufgehalten werden (26. bis 30. August 1914). 
  • Nach 1915 entwickelte sich aber auch der Krieg im Osten immer mehr zum Stellungskrieg.
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Frage

Wann zog sich Russland aus den Ersten Weltkrieg zurück? Wieso?

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Antwort

Um ihre Macht zu sichern und der Kriegsmüdigkeit der Bevölkerung sowie der Soldaten zu begegnen, akzeptierte die bolschewistische Revolutionsregierung im Jahr 1917 ein Friedensangebot von deutscher Seite

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Frage

Wieso trat die USA in den Ersten Weltkrieg ein? 

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Antwort

Aufgrund des uneingeschränkten U-Boot-Krieg auch gegen Schiffe neutraler Staaten seitens Deutschlands

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Frage

Welche Rolle spielten die Kolonien für Frankreich und Großbritannien?

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Antwort

Für Frankreich und Großbritannien dienten die eigenen Kolonien vor allem als Basis für Nachschub und für die Rekrutierung von insgesamt ca. 3 Millionen Soldaten.

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Frage

Wann wurde im Ersten Weltkrieg zum ersten Mal Giftgas eingesetzt?

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Antwort

1915 wurde erstmals von deutscher Seite Giftgas verwendet, eine Waffe, die die Atemwege der Opfer verätzte oder sie erblinden ließ.

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Frage

Wieso wird der Kampf an der Westfront auch als "Materialschlacht" bezeichnet? 

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Antwort

Die Kämpfe um diese Schützengräben waren von einer bis dahin unvorstellbaren Massierung von Artilleriefeuer auf die gegnerischen Stellungen gekennzeichnet, um den folgenden Infanterieangriff vorzubereiten

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Frage

Wie viele Soldaten starben bei der Schlacht von Verdun?

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Antwort

In der Schlacht um Verdun (Februar bis Dezember 1916) starben über 700.000 Soldaten

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Frage

Wie viele zivile Opfer hatte der Erste Weltkrieg in Deutschland?

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Antwort

Über 750.000

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Frage

Nenne neue Waffen im Ersten Weltkrieg

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Antwort

  • Zeppeline, Flugzeuge
  • U-Boote
  • schwere Artillerie (z. B. Granat-, Minenwerfer) 
  • Maschinengewehre
  • Flammenwerfer
  • Giftgas
  • Tanks (Panzer)
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Frage

Charakterisiere die Kriegsführung im Ersten Weltkrieg

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Antwort

  • Einsatz von Massenheeren
  • anonymer, entpersönlichter Kampf
  • defensiver Stellungskrieg
  • „Ausbluten“ des Gegners durch „Material-“ und „Abnutzungsschlachten“
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Frage

Was war das "Kriegsfhilfsdienstgesetz" und wann trat es in Kraft?

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Antwort

Seit Ende 1916 wurden im Deutschen Reich mit dem „Kriegshilfsdienstgesetz“ alle Männer zwischen 17 und 60 Jahren, die noch nicht eingezogen waren, zur Arbeit verpflichtet.

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Frage

Wann fand der "Streckrübenwinter" satt?

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Antwort

Spätestens seit dem „Steckrübenwinter“ 1916/17 war der Kriegsalltag großer Teile der deutschen Bevölkerung von Hunger und Mangelernährung bestimmt. 

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Frage

Wie viele Menschen starben in Deutschland an den Folgen des Hungers?

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Antwort

Ungefähr 700 000 Menschen – vornehmlich alte und schwache Personen sowie Kinder – starben bis Kriegsende an den Folgen des Hungers.

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Frage

Wieso litten Arbeiter unter der wirtschaftlichen Entwicklungen während dem Ersten Weltkrieg? 

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Antwort

Weil deren Lohnerhöhungen von den Preissteigerungen weit übertroffen wurden.

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Frage

Wer profitierte von der wirtschaftlichen Entwicklung im ersten Weltkrieg?

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Antwort

Zu den Nutznießern der wirtschaftlichen Entwicklung gehörten vor allem Bevölkerungsschichten, die über Sachwerte oder Grundbesitz verfügten. 


In besonderer Weise profitierten deutsche Großunternehmen, vor allem die Rüstungsproduktion sowie andere kriegswichtige Wirtschaftszweige, von der Kriegswirtschaft

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