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Es gibt verschiedene Arten von Küsten. Es wird hauptsächlich zwischen Steilküsten und Flachküsten unterschieden. Steilküsten kommen viel in südlichen Ländern vor und stellen oft ein beliebtes Urlaubsziel für Reisende dar. Es gibt jedoch auch Steilküsten in Deutschland.Küsten sind ein Übergangsbereich zwischen Land und Meer. Jede Küste verfügt über ein Stück Land und ein Stück Meereswasser. Küsten können sich permanent verändern.…
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Jetzt kostenlos anmeldenEs gibt verschiedene Arten von Küsten. Es wird hauptsächlich zwischen Steilküsten und Flachküsten unterschieden. Steilküsten kommen viel in südlichen Ländern vor und stellen oft ein beliebtes Urlaubsziel für Reisende dar. Es gibt jedoch auch Steilküsten in Deutschland.
Küsten sind ein Übergangsbereich zwischen Land und Meer. Jede Küste verfügt über ein Stück Land und ein Stück Meereswasser. Küsten können sich permanent verändern. Das liegt an den Wellen, die immer wieder auf den Küstenbereich treffen und diesen formen.
Die meisten Küsten bilden einen seichten Übergang zwischen Festland und Meer. Bei den Steilküsten ist dies jedoch anders. Auf der folgenden Abbildung siehst Du, wie eine Steilküste aussieht.
Abb. 1 - Steilküste
Eine Steilküste ist eine Küste ohne seichten Übergang vom Meer zum Festland. Das Festland ragt steil in die Höhe und befindet sich deutlich über dem Meeresspiegel.
Geformt wurde diese Art der Küste durch die Kraft des Meeres. Wie sehr die Küste sich verändert, hängt zudem auch vom Gestein der Küste ab. Weiches Gestein – wie beispielsweise Kreide – wird schneller ausgespült als festes Gestein.
Wie die Steilküsten entstehen, erfährst Du etwas später!
Oft wird der Begriffe Klippe als Synonym zur Steilküste genutzt. Eine Klippe ist jedoch lediglich ein Fels, der direkt aus dem Wasser herausragt. Eine Steilküste hat demzufolge eine Klippe, aber eine Klippe muss keine Steilküste sein.
Eine Steilküste besteht aus sechs verschiedenen Bereichen:
Allerdings ist nur die Kliff und der Blockstrand zum Teil oberhalb des Wassers. Der Rest befindet sich unterhalb des Wassers.
Steilküsten können entstehen, wenn Brandungen regelmäßig auf eine Gesteinswand treffen. Bei einer Brandung handelt es sich dabei um eine Welle, die an der Küste bricht. Besonders oft bilden sich Steilküsten jedoch an massiven Felswänden, an denen eine starke Brandung herrscht.
Steilküsten haben meist einen schmalen Strand, der Blockstrand genannt wird. Die Brandung erreicht ständig den unteren Teil des Felsen der Steilküste. Dabei nimmt die Brandung Steine und Geröll mit sich. Im Laufe der Zeit formt sich eine Aushöhlung des unteren Felsens, die sogenannte Brandungshohlkehle.
Die Brandungshohlkehle ist irgendwann so groß, dass der gesamte Fels oberhalb der Aushöhlung zusammenbricht. Die zerbrochenen und ausgewaschenen Felsen werden am Fuß der Küste im Meer abgelagert. Dieser Abschnitt wird Kliffhalde genannt. Durch Wellen werden die abgetragenen Steine auf dem Hang auf und ab gespült und formen die sogenannte Brandungsplattform unter Wasser.
Die Brandungsplattform kann die Brandung nicht abschwächen. Somit prallt die Brandung sehr stark an die Felswände. Die Ausspülung ist somit stärker und ein erneutes Einstürzen des Felsens wird begünstigt. Dieser Prozess wird stetig wiederholt, bis die Felswand steil zum Meer hin abfällt.
Langfristig wird das Gestein, dass sich auf der Brandungsplattform befindet, in das Meer hinausgetragen. Das Gestein sammelt sich dort auf der Seehalde an.
Diese Seehalde wird als Übergang zum offenen Meer angesehen und bildet somit das Ende des Küstenabschnittes zwischen Meer und Land.
Der Entstehungsprozess von Steilküsten hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zu den wichtigsten Faktoren zählen die folgenden Einflüsse:
Je intensiver eine Brandung ist, desto schneller wird das Gestein ausgespült. Die Intensität hängt von der Dauer und der Stärke der Brandung ab.
Zudem gibt es verschiedenen Arten an Gestein. Einige sind stabiler als andere. Wenn das Gestein brüchig, instabil oder weich ist, bricht es leichter. Auch die Witterung beeinflusst die Entstehung einer Steilküste und kann dazu führen, dass das Gestein brüchig wird. Witterung meint das Wetter über einen gewissen Zeitraum.
Beispielsweise kann durch die Witterung das Gestein über der Brandungshohlkehle schneller abbrechen, wenn es von Sickerwasser durchgeweicht ist. Sickerwasser ist Wasser von Niederschlägen oder von Gewässern, das in den Boden hinein fließt. Auch langanhaltende Sonneneinstrahlung führt zu porösem Gestein, das schneller bricht.
Über die verschiedenen Gesteinsarten erfährst Du in den jeweils separaten Erklärung etwas mehr.
Die Steilküsten bildet zusammen mit den Flachküsten die zwei Hauptkategorien der Küstenarten. Sie werden oft als Gegenteil voneinander beschrieben. Eine Flachküste ist dadurch charakterisiert, dass sie sich zum Wasser hin leicht absenkt. Die Brandung kann langsam am Strand auslaufen. Auf Abbildung 3 siehst Du, wie eine Flachküste aussehen kann.
Abb. 3 - Flachküste
Anders verhält es sich mit Steilküsten. Sie definieren sich durch einen abrupten Übergang zwischen Land und Meer. Somit prallt die Brandung immer wieder gegen den Fels der Steilküste.
Steilküsten gibt es nahezu überall auf der Welt. Einige davon sind ziemlich bekannt. Nennenswert sind jedenfalls die folgenden Steilküsten:
Auf der portugiesischen Insel Madeira befindet sich die höchste Steilküste Europas. Die Steilküste Cabo Girão liegt am Atlantischen Ozean. Sie ist 580 Meter hoch und stellt somit gleichzeitig die zweithöchste Steilküste der Welt dar.
Abb. 4 - Cabo Giãro
Auf Abbildung 4 siehst Du den Blick runter an einer speziell gebauten Aussichtsplattform. Von dieser Plattform kann durch den Glasboden an der gesamten Klippe heruntergeschaut oder weit über das Meer geschaut werden.
Teilweise wird am Strand dieser Steilküste noch Ackerbau betrieben. Durch die enorme Felswand waren die am Fuße der Küste liegenden Felder für lange Zeit nur mit Booten erreichbar. Mittlerweile wurde eine Seilbahn auf der Cabo Girão erbaut, um den Arbeitenden die Arbeit zu erleichtern.
Entlang der Ostsee in Norddeutschland gibt es eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Steilküsten. Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Klippen entlang der Küste langsam vom Meer abgetragen. Zwischen 1970 und 2000 verlor die Steilküste der Ostsee in Norddeutschland etwa je 10 Meter Landfläche. Das ist typisch für Steilküsten. Jedes Mal, wenn die Brandungshohlkehle zu groß wird, bricht ein Stück des Felsen weg und Landfläche geht verloren.
Ein besonderes Beispiel für Steilküsten sind die Kreidefelsen der Insel Rügen, die sich ebenfalls an der Ostsee befindet. Sie erstrecken sich über eine Länge von 15 Kilometern und sind rund 120 Metern hoch.
Die Kreide, aus der die Felsen bestehen, meint hier einen sehr reinen, feinkörnigen und weißen Kalkstein. Vor über 50 Millionen Jahren bildete sich diese Kreide aus fossil ähnlichen Überresten verschiedener Kleintiere, die sich im Meer abgelagert und im Laufe der Zeit verfestigt haben.
Zusammen mit Sand, Lehm und anderen Gesteinen haben sich die sogenannten Kreidefelsen geformt. Diese Felsen weisen eine weiße Farbe auf. Durch das Abbrechen der Kalksteinpartikel der Steilküste färbt sich ebenso das Ostseewasser von seiner grünen Grundfarbe in einen eher weißlichen bis türkisen Farbton.
Abb. 5 - Kreidefelsen Rügen
Die Steilküste der Kreidefelsen auf Rügen sind ein anschauliches Beispiel für die Faktoren, die einen Einfluss auf den Entstehungsprozess von Steilküsten haben. Die Kreidefelsen werden durch ihre mineralische Beschaffenheit von Niederschlag und Feuchte leicht durchsogen und brechen dadurch schneller ab. Teilweise rutschen Küstenabschnitte aus Kreide sogar ohne die vorherige Formung einer Brandungshohlkehle ins Meer. Dieser Vorgang führt dazu, dass sich diese Steilküsten stetig verändern.
Steilküsten sind Küstenabschnitte, wo das Meer direkt auf eine steil aufragende Landfläche trifft.
Steilküsten entstehen durch die Brandung des Meeres, wodurch Landmassen nach unten brechen, bis eine steil abfallende Felswand entsteht.
Die Intensität der Brandung, die Beschaffenheit des Gesteins und die Wetterverhältnisse beeinflussen den Entstehungsprozess.
Die höchste Steilküste Europa ist die Cabo Giãro.
Die Kreidefelsen auf Rügen in Norddeutschland sind ein bekanntes Beispiel für Steilküsten.
Eine Steilküste ist eine Küste ohne seichten Übergang vom Meer zum Festland. Das Festland ragt steil in die Höhe und befindet sich deutlich über dem Meeresspiegel.
Eine Steilküste entsteht, indem die Brandung gegen eine Felswand prallt und dabei das Gestein abträgt. Wenn viel Gestein ausgespült wurde, bricht der Teil über der Aushöhlung zusammen und eine Steilküste bildet sich.
Steilküsten kommen nahezu überall vor. In Portugal liegt unter anderem die höchste Steilküste Europas. Aber auch auf der Insel Rügen in Deutschland gibt es Steilküsten.
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