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"Die Erdölvorkommen werden in 40 Jahren aufgebraucht sein" – ein Satz, den du bestimmt schon einmal gehört hast. Doch was sind die Alternativen neben Solarautos oder Elektroautos? - Kraftstoff aus Pflanzen! Genauer gesagt handelt es sich dabei um Biodiesel. Biodiesel ist ein Kraftstoff, der als Alternative zu mineralölbasiertem/fossilem Diesel gilt. Du gewinnst ihn durch die Umesterung von pflanzlichen oder tierischen Fetten…
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Jetzt kostenlos anmelden"Die Erdölvorkommen werden in 40 Jahren aufgebraucht sein" – ein Satz, den du bestimmt schon einmal gehört hast. Doch was sind die Alternativen neben Solarautos oder Elektroautos? - Kraftstoff aus Pflanzen! Genauer gesagt handelt es sich dabei um Biodiesel.
Biodiesel ist ein Kraftstoff, der als Alternative zu mineralölbasiertem/fossilem Diesel gilt. Du gewinnst ihn durch die Umesterung von pflanzlichen oder tierischen Fetten oder Ölen mit Methanol. Wie genau der Biodiesel hergestellt wird, welche Eigenschaften er hat und wie er sich neben dem normalen Diesel schlägt, erfährst du in diesem Artikel.
Im folgenden lernst du ein paar Eigenschaften des Biodiesels kennen:
Hier siehst du auch einen direkten Vergleich mit konventionellem Diesel:
Biodiesel | Dieselkraftstoff | |
Dichte (15°C) in kg/l | 0,88 | 0,83 |
Flammpunkt in °C | 120 | 80 |
Cetanzahl | 56 | > 51 |
Siedebereich | 315 – 350°C | 250 – 350°C |
Flammpunkt | 100 – 170°C | 55°C |
Viskosität | 7,5 | 2,0 – 4,5 |
Zündtemperatur | circa 250°C | circa 220°C |
Biodiesel gewinnst du noch heute durch die Umesterung einerseits von pflanzlichen oder tierischen Fetten, andererseits von Ölen, mit Methanol. Das (Pflanzen) – Öl und das Methanol werden in der Reaktion im Verhältnis 9 : 1 eingesetzt. Chemisch gesehen bildet sich dabei ein Fettsäuremethylester (abgekürzt: FAME, abgeleitet von der englischen Übersetzung "Fatty Acid Methyl Ester").
In europäischen Regionen wird der Biodiesel hauptsächlich aus Raps gewonnen – genauer aus Rapskernen, die bis zu 45 % Öl enthalten. Das Rapsöl besteht aus sogenannten Triacylglyceriden (oder kurz Triglyceride). Dabei ist Glycerin mit drei Fettsäuren verestert.
Abbildung 2: Schematische Darstellung eines Triglycerids
Nach der Extraktion (Entnahme) aus den Rapskörnern, wird das Öl mit einem Alkohol, in diesem Beispiel Methanol, umgesetzt. Die beiden Stoffe reagieren dann zu Rapsmethylestern (RME, umgangssprachlich auch Raps- oder Biodiesel genannt) und Glycerin – es findet eine Umesterung statt.
Abbildung 3: Reaktion der Umesterung von Rapsöl zu Glycerin und Rapsmethylestern
Die so entstandenen Fettsäuremethylester werden anschließend destilliert und können als Biodiesel verwendet werden.
Das Glycerin wird weiterverwertet zu Cremes, anderen Kosmetikartikeln oder zu Produkten in der Lebensmittelbranche oder Pharmaindustrie.
Die Reaktion findet im basischen Milieu statt, man fügt ihr also Natronlauge hinzu. Diese dient zur Beschleunigung der Reaktion und wird nicht verbraucht. Die Natronlauge erfüllt in diesem Fall also den Zweck eines Katalysators.
Theoretisch kannst du auch das Speiseöl, das du bei dir zu Hause stehen hast, zu einem Kraftstoff umwandeln, mit dem du fahren kannst. Du findest aber auch andere Fettquellen in anderen Ländern, beispielsweise Sojaöl in Nordamerika und Palmöl in Asien.
Die Nutzung von Palmöl als Biokraftstoff ist sehr umstritten, denn für die Gewinnung dieses Öls müssen Regenwälder flächendeckend gerodet werden.
Biodiesel ist ein bekannter Biokraftstoff, der als Alternative zu Kraftstoffen aus Erdöl gilt. Jährlich werden in Deutschland ca. vier Millionen Tonnen Biodiesel produziert.
Dieser Biodiesel wird einerseits als Reinkraftstoff an manchen Tankstellen angeboten, andererseits wird er fossilem Diesel beigemischt. Dabei ist der Biodieselgehalt innerhalb der EU gesetzlich auf auf maximal 7 % begrenzt.
Möglicherweise hast du an einer Zapfsäule schon einmal die Bezeichnung "Diesel B7" gesehen, diese Bezeichnung geht auf den Anteil des Biodiesels im fossilen Diesel zurück.
Reiner Biodiesel wird demnach als "B100" gekennzeichnet. Dieser darf aber nur bei bestimmt angelegten Motoren verwendet werden, bei denen man auch die Freigabe des Herstellers erhalten hat – anderenfalls kann es zu Schäden des Motos führen. Hauptsächlich Lastkraftwagen können mit reinem Biodiesel getankt werden.
Der Biodiesel hat, wie du dir bestimmt schon denken kannst, einige Vorteile gegenüber normalem Diesel. Doch auch Biodiesel birgt Nachteile. Beide Aspekte findest du in der folgenden Tabelle zusammengefasst.
Vorteile von Biodiesel | Nachteile von Biodiesel |
Biodiesel ist klimaschonender. | Autos, die jetzt mit einem Gemisch oder reinem Mineralöldiesel fahren, können nicht auf puren Biodiesel umsteigen. |
Biodiesel enthält keine giftigen Aromaten wie Benzol. | Der gesamte Dieselverbrauch kann durch den Umstieg auf Biodiesel nicht gedeckt werden. |
Biodiesel wird aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen. | Felder für die Dieselproduktion können den Platz für die der Nahrungsmittelproduktion wegnehmen. |
Beim Fahren wird der Kohlenmonoxid-Ausstoß vermindert | Die Emissionen der Stickoxide steigen. |
Das Öl kann aufgrund der guten Schmierbarkeit den Motor schonen. | Die positiven Auswirkungen auf die Umwelt sind kaum bemerkbar. |
Biodiesel ist einfach zu transportieren und zu lagern, denn es ist nicht als Gefahrgut eingestuft. | In Deutschland gibt es kaum noch reine Biodiesel-Tankstellen. |
Aus einem Gemisch der beiden Dieselarten hat sich letztendlich ein Kompromiss gefunden, sodass wir wohl auch noch in 40 Jahren die Möglichkeit haben werden, mit unseren Autos zu fahren.
Biodiesel gilt als bekanntester Biokraftstoff, der als Alternative zu Kraftstoffen aus Erdöl gilt. Jährlich werden in Deutschland ca. vier Millionen Tonnen Biodiesel produziert.
Dieser Biodiesel wird einerseits als Reinkraftstoff an manchen Tankstellen angeboten, andererseits wird er zu fossilem Kraftstoffdiesel beigemischt. Die beigemischte Menge darf jedoch die 7%-Marke nicht überschreiten, denn dies wurde so durch Deutschland und die EU gesetzlich geregelt.
Biodiesel ist weniger umweltschädlich und belastet die Böden und Gewässer weniger stark im Vergleich zu fossilem Kraftstoff. Der in Deutschland verwendete Biodiesel weißt außerdem eine durchschnittliche Treibhauseinsparung von über 80% auf, dadurch trägt Biodiesel zu einem gewissen Grad zum Klimaschutz bei
In europäischen Regionen wird der Biodiesel hauptsächlich aus Rapskernen gewonnen, die bis zu 45% Öl enthalten. Die Kerne werden ausgepresst und das so erhaltene Öl raffiniert. Alternativ dazu können auch Öle aus Sojapflanzen oder der Ölpalme als Basis verwendet werden.
Biodiesel ist ein Kraftstoff, der als Alternative zu mineralölbasiertem/fossilem Diesel gilt. Biodiesel enthält hauptsächlich Fettsäuremethylester.
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