Kostenlos lernen →

Periodensystem der Elemente einfach erklärt

Das Periodensystem (PSE) ordnet alle Elemente nach der Ordnungszahl. Hier findest du die interaktive Tabelle, den Aufbau aus Perioden und Gruppen und die wichtigsten periodischen Trends.

SS
Autor StudySmarter Chemie Redaktion
Erstellt 07.07.2026 · Aktualisiert 07.07.2026 · 4,7 (2.164 Stimmen)
Mini-Quiz · 5 Fragen
⚗️ Chemie · Anorganische Chemie 🎓 Klasse 7 bis 13 ⏱ 9 Min. Lesezeit Periodensystem Ordnungszahl Elemente
Chemie · Anorganische Chemie Aktualisiert 7. Juli 2026
Speichern

Das Periodensystem der Elemente auf einen Blick

Das Periodensystem der Elemente (PSE) ordnet alle 118 bekannten chemischen Elemente nach steigender Ordnungszahl. Elemente mit ähnlichen Eigenschaften stehen dabei in derselben Spalte, sodass sich Regelmäßigkeiten ablesen lassen. Die folgende interaktive Tabelle zeigt zu jedem Element die Ordnungszahl, das Symbol und den Namen, farblich nach Kategorie geordnet und filterbar.

Klicke unten auf eine Kategorie, um sie im Periodensystem hervorzuheben, oder tippe ein Element an, um seine Einordnung zu sehen. So erkennst du auf einen Blick, wo Metalle, Nichtmetalle und Edelgase stehen.

1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
1
2
3
4
5
6
7
57–71LaLanthanoide
89–103AcActinoide
Tipp: Auf dem Handy kannst du die Tabelle seitlich scrollen. Tippe ein Element an, um Ordnungszahl, Gruppe und Kategorie zu sehen.
  • Oben links: die Ordnungszahl (hier 8 = 8 Protonen)
  • Mitte: das Elementsymbol (O)
  • Unten: der Name des Elements (Sauerstoff)

Aufbau: Perioden, Gruppen und Ordnungszahl

Das Periodensystem besteht aus 7 Perioden (waagerechte Zeilen) und 18 Gruppen (senkrechte Spalten). Die Ordnungszahl gibt die Zahl der Protonen an. Die Periodennummer verrät, wie viele Elektronenschalen besetzt sind, und die Hauptgruppennummer die Zahl der Valenzelektronen in der äußersten Schale.

Die Ordnungszahl ist der Schlüssel zum gesamten PSE: Sie steht für die Protonenzahl im Atomkern und legt die Reihenfolge der Elemente fest. Bei einem neutralen Atom ist sie zugleich die Zahl der Elektronen. Von Wasserstoff (1) bis Oganesson (118) steigt sie um genau eins von Feld zu Feld.

Wanderst du in einer Periode von links nach rechts, kommt pro Schritt ein Proton und ein Elektron hinzu. Die Zeilennummer sagt dir, wie viele Elektronenschalen gefüllt sind: Elemente der 3. Periode haben drei besetzte Schalen. In einer Gruppe von oben nach unten bleibt die Zahl der Valenzelektronen gleich, es kommt aber jeweils eine Schale dazu. Deshalb ähneln sich Elemente einer Gruppe chemisch so stark.

So ist ein Element-Feld aufgebaut 8 O Sauerstoff Ordnungszahl = Protonenzahl (8) Symbol Kurzzeichen (O) Name des Elements
Aufbau eines Element-Feldes nach Wikipedia (Periodensystem).

Haupt- und Nebengruppen unterscheiden

Die Hauptgruppen sind die Gruppen 1, 2 und 13 bis 18; ihre Nummer verrät bei den Hauptgruppenelementen die Zahl der Valenzelektronen. Die Nebengruppen sind die Gruppen 3 bis 12, die Übergangsmetalle. Bei ihnen werden innere d-Schalen aufgefüllt. Seit 1988 empfiehlt die IUPAC, alle Gruppen einfach von 1 bis 18 durchzunummerieren.

In der Schule sind vor allem die Hauptgruppen wichtig, weil sich aus ihrer Nummer direkt die Zahl der Außenelektronen und damit das chemische Verhalten ableiten lässt. Die folgende Tabelle fasst die Hauptgruppen mit ihren typischen Namen zusammen.

Gruppe (IUPAC)Name der HauptgruppeValenzelektronen
1Alkalimetalle (ohne Wasserstoff)1
2Erdalkalimetalle2
13Bor-Gruppe (Erdmetalle)3
14Kohlenstoff-Gruppe4
15Stickstoff-Gruppe (Pnictogene)5
16Sauerstoff-Gruppe (Chalkogene)6
17Halogene7
18Edelgase8 (Helium: 2)

Die 3 bis 12 dazwischen sind die Nebengruppen, also die Übergangsmetalle wie Eisen, Kupfer oder Zink. Ihre Chemie ist vielfältiger, weil sich hier die inneren d-Orbitale füllen und viele von ihnen mehrere Ladungszustände annehmen können.

Wichtige Gruppen im Periodensystem

Vier Gruppen tauchen im Unterricht immer wieder auf: die Alkalimetalle (Gruppe 1, sehr reaktive Metalle), die Erdalkalimetalle (Gruppe 2), die Halogene (Gruppe 17, sehr reaktive Nichtmetalle) und die Edelgase (Gruppe 18), die wegen ihrer vollen Außenschale kaum reagieren. Ihre Reaktivität folgt direkt aus der Zahl der Valenzelektronen.

Die Alkalimetalle haben ein einziges Valenzelektron und geben es sehr leicht ab; sie reagieren heftig mit Wasser. Die Erdalkalimetalle mit zwei Außenelektronen sind etwas weniger reaktiv. Am anderen Ende brauchen die Halogene nur ein Elektron, um die stabile Edelgaskonfiguration zu erreichen, weshalb sie besonders reaktionsfreudige Nichtmetalle sind.

💡
Merkhilfe für die Edelgase

Die Edelgase in Gruppe 18 haben eine voll besetzte Außenschale (8 Elektronen, Helium 2). Dieser stabile Zustand ist das Ziel, das andere Elemente durch Elektronenaufnahme oder -abgabe anstreben, die sogenannte Oktettregel.

Metalle, Halbmetalle und Nichtmetalle

Grob teilt man die Elemente in Metalle, Halbmetalle und Nichtmetalle. Metalle stehen links und in der Mitte und stellen mit rund 80 Vertretern die Mehrheit. Nichtmetalle stehen rechts oben, es sind nur etwa 17. Dazwischen liegen entlang einer Diagonale die wenigen Halbmetalle mit Zwischeneigenschaften.

Metalle leiten Strom und Wärme, sind glänzend und meist gut verformbar; Beispiele sind Eisen, Aluminium und Kupfer. Nichtmetalle wie Sauerstoff, Stickstoff oder Schwefel leiten dagegen schlecht und sind oft gasförmig. Die Halbmetalle wie Silicium, Bor oder Germanium liegen dazwischen und sind als Halbleiter technisch besonders wichtig, etwa für Computerchips.

In der interaktiven Tabelle oben erkennst du diese Einteilung an den Farben: Der große metallische Block links und in der Mitte steht den wenigen Nichtmetallen rechts gegenüber, während sich die Halbmetalle wie eine Treppe von Bor bis Polonium durch das System ziehen.

⚗️
Chemie sicher für die Klausur
Karteikarten zum Periodensystem, KI-Übungsaufgaben und ein Lernplan zur anorganischen Chemie, kostenlos und auf dein Niveau.
Kostenlos lernen →

Geschichte: Mendelejew und Meyer

Das heutige Periodensystem geht auf das Jahr 1869 zurück. Damals ordneten der russische Chemiker Dmitri Mendelejew und unabhängig von ihm der Deutsche Lothar Meyer die Elemente nach ihren Eigenschaften. Mendelejew ließ sogar Lücken für damals unbekannte Elemente und sagte deren Eigenschaften richtig voraus, ein großer Erfolg der Systematik.

Mendelejew ordnete die Elemente zunächst nach der Atommasse, ließ aber bewusst Lücken, wo eine Regelmäßigkeit ein noch unentdecktes Element verlangte. Als später etwa Gallium und Germanium gefunden wurden und genau seinen Vorhersagen entsprachen, war das Periodensystem als Ordnungsprinzip anerkannt. Heute ordnet man nach der Ordnungszahl statt der Atommasse.

Zu Ehren dieser Leistung riefen die UNESCO und die IUPAC das Jahr 2019, den 150. Jahrestag von Mendelejews Tabelle, zum Internationalen Jahr des Periodensystems aus. Das PSE gilt bis heute als eines der wichtigsten Ordnungswerkzeuge der Naturwissenschaften.

So liest du das Periodensystem ab

Um ein Element einzuordnen, gehst du in wenigen Schritten vor: Ordnungszahl ablesen, dann Periode (Zeile) und Gruppe (Spalte) bestimmen, die Kategorie an der Farbe erkennen und schließlich mithilfe der Position die Trends wie Atomradius oder Elektronegativität abschätzen. So wird das PSE zu einem echten Nachschlagewerkzeug.

  1. Ordnungszahl ablesen: Die Zahl im Feld nennt die Protonenzahl, beim neutralen Atom auch die Elektronenzahl.
  2. Periode bestimmen: Die Zeile verrät die Zahl der besetzten Elektronenschalen.
  3. Gruppe bestimmen: Bei einer Hauptgruppe gibt die Spaltennummer die Zahl der Valenzelektronen an.
  4. Kategorie erkennen: Die Farbe zeigt, ob es sich um ein Metall, Halbmetall, Nichtmetall oder Edelgas handelt.
  5. Trend abschätzen: Aus der Position folgen Atomradius, Elektronegativität und Reaktivität.

Ein Beispiel: Chlor hat die Ordnungszahl 17, steht in der 3. Periode und in Gruppe 17. Also besitzt es drei Elektronenschalen und sieben Valenzelektronen. Es ist ein Halogen, ein sehr reaktives Nichtmetall, das gern ein Elektron aufnimmt, um die Edelgaskonfiguration von Argon zu erreichen.

Dein Lernplan
Automatisch aus dem Thema erstellt
5 Kapitel
1Aufbau des Periodensystems2 Lektionen
2Ordnungszahl & Atombau3 Lektionen
3Haupt- & Nebengruppen3 Lektionen
4Periodische Trends3 Lektionen
5Klausurtraining Chemie4 Lektionen
Kapitel 3 bis 5 freischalten
Mit deinem Fortschritt durch den ganzen Plan lernen
Vollständigen Lernplan ansehen

Karteikarten zum Periodensystem

Sechs Karteikarten zu den wichtigsten Fakten über das Periodensystem, von der Ordnungszahl bis zu den periodischen Trends, ideal zur schnellen Wiederholung. Klicke auf eine Karte, um die Antwort zu sehen, und navigiere mit den Pfeilen durch das Set.

Karteikarte 1/6
Klicke zum Umdrehen
Antwort
Klicke zum Umdrehen
1/6
Noch 18 weitere Karteikarten
Kostenlos freischalten und im Lernmodus üben
Alle Karten freischalten
🃏
Mehr Karteikarten zur Chemie
Lade deine Unterlagen hoch, StudySmarter erstellt dir in Sekunden Karteikarten, Zusammenfassungen und Übungen, kostenlos und auf dein Niveau.
Kostenlos lernen →
Lernzettel
Periodensystem kompakt · 1 Seite
PDF
Periodensystem
Ordnung nach steigender Ordnungszahl (Protonen) Aufbau 7 Perioden (Zeilen), 18 Gruppen (Spalten) Merke Hauptgruppennr. = Zahl der Valenzelektronen

Hol dir den ganzen Lernzettel. Kostenlos!

  • Lernzettel, Karteikarten & Lernplan freischalten
  • Auf deinem Niveau, in deinem Tempo
  • Über 40 Millionen Lernende dabei
Sign up with Google Mit E-Mail anmelden
Mit der Anmeldung akzeptierst du die Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung.

Periodensystem, das Wichtigste

Das Periodensystem der Elemente ordnet alle 118 Elemente nach steigender Ordnungszahl in 7 Perioden und 18 Gruppen. Die Periodennummer nennt die Zahl der Elektronenschalen, die Hauptgruppennummer die Zahl der Valenzelektronen. Metalle stehen links, Nichtmetalle rechts, und Eigenschaften wie Atomradius oder Elektronegativität folgen klaren Trends.

  • Ordnung: nach steigender Ordnungszahl, also der Protonenzahl.
  • Aufbau: 7 Perioden (Zeilen), 18 Gruppen (Spalten).
  • Merke: Periode = Schalenzahl, Hauptgruppennummer = Valenzelektronen.
  • Gruppen: Alkalimetalle, Erdalkalimetalle, Halogene und Edelgase.
  • Kategorien: Metalle links, Nichtmetalle rechts, Halbmetalle dazwischen.
  • Trends: Atomradius nimmt nach rechts ab, Elektronegativität nimmt nach rechts zu.
War das hilfreich?

Häufige Fragen zum Periodensystem

Das Periodensystem der Elemente (PSE) ordnet alle chemischen Elemente nach steigender Ordnungszahl. Elemente mit ähnlichen Eigenschaften stehen dabei untereinander. Es enthält 118 bestätigte Elemente in 7 Perioden (Zeilen) und 18 Gruppen (Spalten).

Die Ordnungszahl gibt die Anzahl der Protonen im Atomkern an. Sie ist für jedes Element eindeutig und legt die Reihenfolge im Periodensystem fest. Bei einem neutralen Atom entspricht sie zugleich der Zahl der Elektronen.

Perioden sind die waagerechten Zeilen, Gruppen die senkrechten Spalten. Die Periodennummer gibt die Zahl der Elektronenschalen an, die Hauptgruppennummer die Zahl der Valenzelektronen. Elemente einer Gruppe verhalten sich chemisch ähnlich.

Hauptgruppen sind die Gruppen 1, 2 und 13 bis 18; ihre Gruppennummer verrät die Zahl der Valenzelektronen. Nebengruppen sind die Gruppen 3 bis 12, die Übergangsmetalle. Bei ihnen werden innere d-Schalen aufgefüllt.

Alkalimetalle (1. Hauptgruppe) sind sehr reaktive Metalle, Halogene (7. Hauptgruppe) sehr reaktive Nichtmetalle. Edelgase (8. Hauptgruppe) sind wegen ihrer vollen Außenschale sehr reaktionsträge.

Innerhalb einer Periode (von links nach rechts) nimmt der Atomradius ab, während Elektronegativität und Ionisierungsenergie zunehmen. Innerhalb einer Gruppe (von oben nach unten) ist es genau umgekehrt.

1869 stellten Dmitri Mendelejew und unabhängig von ihm Lothar Meyer ein Periodensystem vor. Mendelejew sagte sogar Eigenschaften damals noch unbekannter Elemente voraus. 2019 wurde als Internationales Jahr des Periodensystems gefeiert.

Quellen

Die Angaben stützen sich auf frei zugängliche Fachquellen zum Periodensystem und den chemischen Elementen:

  1. Periodensystem. Wikipedia. de.wikipedia.org
  2. Chemisches Element. Wikipedia. de.wikipedia.org
  3. IUPAC: Periodic Table of Elements. iupac.org
40 Mio.+
Lernende weltweit
94 %
berichten bessere Noten
4,8 ★
App-Store-Bewertung
✦ Komplett kostenlos

Chemie sicher in der Klausur

Schluss mit stundenlangem Pauken ohne Fortschritt. In drei Schritten zu besseren Noten, wissenschaftlich bewiesen.

Schritt 1
📂
Sag uns, was du lernen möchtest
Lade deine Unterlagen hoch oder wähle ein Thema, in Sekunden startet dein persönlicher Lernplan.
Schritt 2
KI erstellt deine Lernmaterialien
Karteikarten, Zusammenfassungen und Übungsaufgaben, automatisch auf dich zugeschnitten.
Schritt 3
🏆
Lerne mit Methoden, die wirken
Spaced Repetition, aktives Erinnern und Mock-Klausuren, die effektivsten Lerntechniken der Wissenschaft.
Kostenlos lernen starten →
4,7 / 5Geprüfte Bewertungen
auf Trustpilot →

Verwandte Themen der Chemie

Weitere Grundlagen der anorganischen Chemie, die das Periodensystem ergänzen.

Speichern Kostenloses Konto erstellen