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Flusssäure

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Flusssäure

Im Jahr 2006 kam zu einem Unfall mit Flusssäure in Chemiebetrieb. Ein Mitarbeiter wurde von etwa 50 ml Flusssäure am Oberarm bespritzt, wodurch eine handflächengroße Verätzungen entstand. Wenige Stunden nach dem Unglück mit Flusssäure starb der Mann im Krankhaus. Doch warum kam es zum Tod dieser Person? Was macht Flusssäure so gefährlich?

Im folgenden Artikel erhältst du die Antworten auf diese Fragen. Du erfährst alles rund um Flusssäure, ihre Eigenschaften, ihre Herstellung und die gesundheitsschädlichen Auswirkungen der Säure.

Flusssäure – Eigenschaften

Ein anderer Name der Flusssäure ist Fluorwasserstoffsäure. Es ist die wässrige Lösung des Gases Fluorwasserstoff (HF), weswegen das "aq" in der Summenformel geschrieben wird: HF(aq.).

Flusssäure ist eine farblose bis gelb-grüne Flüssigkeit und riecht stechend.

Flusssäure zählt zu den Halogenwasserstoffsäuren. Im Vergleich zu den anderen Halogenwasserstoffsäuren, wie Salzsäure, kannst du erkennen, dass Flusssäure eine relativ schwache Säure ist. Dennoch passt du beim Umgang mit Flusssäure besser auf, da die Säure hochgiftig ist. Des Weiteren musst du beachten, dass die Säure Glas stark angreift. Gold oder Platin werden nicht angegriffen.

Im Folgenden siehst du einen kleinen Überblick über weitere wichtige Eigenschaften der Fluorwasserstoffsäure:

Eigenschaften
Molare Masse20,01
Aggregatzustandflüssig
Schmelzpunkt-35 °C
Siedepunkt106 °C
pH-Wert3,27
pKs-Wert3,14
Löslichkeitin Wasser löslich (heftige Reaktion)

Flusssäure – Verätzung und weitere Gefahren

Fluorwasserstoffsäure kann als starkes Kontaktgift eingeordnet werden, denn die Säure wird von der Haut direkt aufgenommen. Flusssäure kann sich in tiefe Gewebeschichten und auch bis zu deinen Knochen fressen sowie diese verätzen.

Ein weiteres, großes Problem beim Umgang mit Flusssäure ist, dass du es weder von außen erkennen kannst noch direkt ein Schmerzgefühl an der betroffenen Stelle empfindest. Oft dauert es mehrere Stunden, bis sich diese Gewebsschädigungen durch Schmerzen bemerkbar machen, dann ist es jedoch meistens schon zu spät. Bei Flusssäure zählt jede Sekunde!

Ein Grund, warum die Säure extrem gefährlich ist, sind die Fluorid-Ionen (F). Diese Ionen führen zu einer Störung des Calcium- und Magnesiumstoffwechsels in deinem Körper. Zudem sorgt Fluorwasserstoffsäure für eine Hemmung lebensnotwendiger Enzyme. Folglich kommt es zu Stoffwechselstörungen, die schließlich zu Organversagen führen können. Das kann unter Umständen tödlich enden.

Außerden ist das Einatmen von Dämpfen der Flusssäure schlecht für deine Gesundheit. Schon bei kleinen Konzentrationen lösen sie einen Hustenreiz aus. Bei höheren Konzentrationen sind Verätzungen der Lungen und infolge dessen eine Bildung von Lungenödemen möglich.

Flusssäure – Herstellung

Die Herstellung von Flusssäure ist sowohl in einem Labor als auch in der Industrie möglich. In beiden Fällen bildet die gleiche Reaktion die Grundlage der Synthese.

Die Reaktion von Calciumfluorid (CaF2) und konzentrierter Schwefelsäure (H2SO4) findet in einem Labor bei ca. 300 °C statt. Es entsteht Fluorwasserstoffgas und Calciumsulfat als ein Nebenprodukt. Dieser Herstellungsschritt kann mit folgender Reaktionsgleichung beschrieben werden:

Flusssäure Reaktionsgleichung Entstehung von Fluorwasserstoff und Calciumsulfat StudySmarter

Im zweiten Schritt wird Fluorwasserstoff in Wasser gelöst, was zur Flusssäure führt. Dieser Vorgang siehst du in folgender Reaktionsgleichung:

Flusssäure Reaktion des Fluorwasserstoffs mit Wasser zu Flusssäure StudySmarter

Es ist also ein zweistufiges Verfahren notwendig, um Flusssäure herzustellen. Zuerst musst du Fluorwasserstoffgas herstellen. Danach musst du das Fluorwasserstoffgas in Wasser lösen.

Industriell wird häufig Flussspat, ein anderer Name für Calciumfluorid, genutzt. Diese reagiert mit Schwefelsäure in einem Drehrohofen bei etwa 280 °C. Auch hier bildet sich Fluorwasserstoffgas. Das Gas wird mit Hilfe von Destillation von Rückständen von Schwefelsäure und Flussspat gereinigt. Danach entsteht Flusssäure durch Lösen des Gases in Wasser.

Umgang mit Flusssäure

Du hast bereits gelernt, dass Flusssäure eine gefährliche Substanz ist. Deswegen müssen einige wichtige Punkte beim Umgang und bei der Lagerung beachtet werden.

Flusssäure wird in speziellen Kunststoffbehältern aus Teflon, Polyethylen oder Polypropylen aufbewahrt, denn die Säure greift Glas an. Zudem ist es empfehlenswert zum Verhindern einer Exposition die Kunststoffflasche in eine Auffangwanne zu lagern. Die Lagerung der Flusssäureflasche sollte dicht verschlossen an einem gut belüfteten Ort erfolgen. In Laboren stehen hierzu speziell entwickelte Chemikalienschränke zur Verfügung.

Alle Personen, die mit Flusssäure arbeiten, müssen speziell geschult sein. In dieser Schulung wird über die besonderen Gefahren und Verhaltensweisen beim Arbeiten mit Flusssäure aufgeklärt.

Häufig erhalten alle Personen, die in einem Labor Fluorwasserstoffsäure verwenden, einen sogenannten Flusssäurepass. Dieser Pass enthält die Information, dass mit Flusssäure gearbeitet wird, sowie die Adresse einer ärztliche Kontaktstelle, welche speziell auf Flusssäure ausgebildet ist. Denn nicht jeder Arzt weiß über die besonderen Gefahren von Flusssäure Bescheid.

Erste Hilfe bei Kontakt mit Flusssäure

Wenn es zu einem Kontakt mit Flusssäure kommt, muss wegen der gesundheitsschädigenden Effekte schnell gehandelt werden.

Zunächst begibt sich die betroffene Person schnellstmöglich unter eine sogenannte Notfalldusche. Notfallduschen sind Sicherheitsvorrichtungen in Laboren. Vielleicht hast du eine solche bereits schon einmal über der Eingangstür zu deinem Labor gesehen. Es gibt mindestens eine Notfalldusche in einem Labor, meistens sind es jedoch mehrere. Die verletzte Person legt ihre Kleidung ab und stellt sich unter den Wasserstrahl.

Der Betroffene bleibt so lange unter der Dusche bis eine Calciumgluconat-Salbe zur Verfügung steht. In jedem Labor, in dem Flusssäure genutzt wird, ist solch eine Salbe vorhanden. Umso wichtiger ist es auch, dass weitere Personen informiert werden, falls du nicht weißt, wo sich diese befindet. Mit dieser Salbe wird die verletzte Stelle eingecremt. Dabei musst du beachten, dass säurebeständige Handschuhe getragen werden. Schließlich begibt sich die verunglückte Person unmittelbar in ein Krankenhaus.

Calciumgluconat, das Calciumsalz der Gluconsäure, wird bei Vergiftungen mit Flusssäure eingesetzt. Grund sind die enthaltenen Calciumionen. Die Ionen verbinden sich mit den Fluoridionen der Fluorwasserstoffsäure im Körper und machen sie unschädlich. Es entsteht Calciumfluorid.

Flusssäure Reaktionsgleichung Calciumionen und Fluoridionen reagieren zu Calciumdifluorid StudySmarter

Zudem erhöhen die Calciumionen den Calciumspiegel im Körper. Denn die körpereigenen Calciumionen haben sich mit Fluoridionen verbunden, wodurch es zu einem niedrigeren Calciumspiegel gekommen ist.

Abschließend solltest du noch wissen, dass der Eigenschutz immer an erster Stelle steht. Du kannst nur so weit Hilfe leisten, dass du dich selbst nicht in Gefahr bringst.

Beachte jedoch, dass das Lesen dieses Artikels kein Ersatz für eine Schulung ist.

Flusssäure – Verwendung

Trotz der hochgiftigen Wirkung der Flusssäure findet sie häufig in der Industrie und Wissenschaft Verwendung. Im folgendem Anschnitt lernst du ein paar Beispiele kennen.

Zur Herstellung von Fluorkohlenstoffen, wie Fluorethan (C2H5F), wird ca. 60 % der Flusssäure benutzt. Zudem wird Flusssäure zur Metallgewinnung genutzt. Beispielsweise wird mithilfe der Säure Aluminiumfluorid (AlF3) erzeugt. Aluminiumfluorid ist ein Flussmittel bei der Herstellung von Aluminium. Auch seltene Metalle wie Niob (Nb) oder Tantal (Ta) werden mittels Flusssäure gewonnen.

Die ätzende Wirkung der Fluorwasserstoffsäure auf Glas wird gezielt bei der Herstellung von Kristallglas zur Polierung der Oberflächen eingesetzt.

Silicate sind Salze und Ester der ortho-Kieselsäure. Flusssäure hat die Fähigkeit, Silicate zu lösen, und wird bei Aufschlussverfahren in der Analytik genutzt. Bei einem Aufschlussverfahren werden schwerlösliche Stoffe mittels Aufschlussmitteln in eine säure- oder wasserlösliche Verbindung überführt.

Silicate sind Salze und Ester der ortho-Kieselsäure. Natürliche Silicate kommen in der Erdkruste vor. Verwendung finden sie bei Schmuck und Edelsteinen sowie in der Industrie. Ein bekanntes Produkt ist Borosilikatglas, welches häufig im Labor genutzt wird.

Flusssäure ist auch als Rostentferner für Textilien bekannt. Eine 10-prozentige Fluorwasserstofflösung kannst du zum Entfernen von Rost auf deiner Kleidung nutzen.

Etching bedeutet auf Deutsch "Radierung" und beschreibt das Beschädigen von Glasflächen. Insbesondere bei öffentlichen Verkehrsmitteln kannst du das beobachten. Die Flusssäure verätzt die Oberflächen und folglich kannst du zerkratzte Glasscheiben sehen. Diese sollte aufgrund der Gefahren, die Flusssäure mit sich trägt, nicht angefasst werden.

Weitere Einsatzgebiete sind in der Erdölindustrie sowie in kleinen Mengen bei der Produktion von Arzneimitteln und Pflanzenschutzmitteln.

Die Salze der Flusssäure

Die Salze der Flusssäure werden als Fluoride bezeichnet. In vielen Mineralien kommen Fluoride vor. Ein Beispiel, das du schon kennen gelernt hast, ist Calciumfluorid. Weitere wichtige salzartige Fluoride sind Natriumfluorid, Aluminiumfluorid und Ammoniumfluorid. Des Weiteren kommen auch Hydrogendifluoride, wie Kaliumdihydrogenfluorid, und organische Fluoride, wie Aminfluorid, vor.

Industriell werden Fluoride in der Metallurgie und zur Herstellung von fluorhaltigen, organischen Verbindungen eingesetzt. Darüber hinaus werden Fluoride zum Verschließen von Kraftstoffbehältern genutzt, sodass diese gasdicht sind.

Auch im Alltag begegnen dir täglich Fluoride, denn Fluoride befinden sich in deiner Zahnpasta, in deinem Speisesalz und vielen weiteren Produkten. Dieses Hinzufügen von Fluoriden zu Lebensmitteln wird als Fluoridierung bezeichnet.

Der Grund der Fluoridierung der Zahnpasta ist die Remineralisierung und Härtung des Zahnschmelzes. Die Fluoridionen aus der Zahnpasta werden in das Hydroxylapatit des Zahnschmelzes eingebaut. Dort ersetzen sie die Hydroxidgruppen, was zur Bildung von Fluorapatit führt. Zusammen mit den Fluoridionen werden auch Calcium- und Phosphationen in das Hydroxylapatit eingebaut. Es entsteht eine Schutzschicht auf dem Zahn, welche eine schützende Wirkung vor Karies ausübt.

Hydroxylapatit ist eine Substanz, die in all deinen Knochen und Zähnen vorkommt. Die Formel lautet: Ca5[OH(PO4)3]. Die Fluoridionen aus deiner Zahnpasta ersetzen die OH-Gruppe des Hydroxylapatits.

In Lebensmitteln kommen nur sehr kleine Mengen Fluorid vor. Diese geringen Mengen sind ungefährlich. Größere Mengen sind jedoch giftig für den menschlichen Körper. Höhere Konzentrationen an Fluorid im Körper rufen die selben Vergiftungen wie Flusssäure hervor.

Flusssäure - Das Wichtigste

  • Flusssäure ist die wässrige Lösung des Gases Fluorwasserstoff (HF).

  • Zur Herstellung von Flusssäure ist ein zweistufiges Verfahren notwendig:

    • 1.) Bildung von Fluorwasserstoffgas aus Calciumfluorid und Schwefelsäure

    • 2.) Fluorwasserstoffgas in Wasser lösen.

  • Flusssäure wird häufig in der Industrie und Wissenschaft verwendet, beispielsweise als Synthesestoff, zur Metallgewinnung oder als Ätzmittel.

  • Fluorwasserstoffsäure kann als starkes Kontaktgift eingestuft werden, da

    • es von der Haut direkt aufgenommen wird und tiefe Gewebeschichten und Knochen verätzen kann.

    • die Fluorid-Ionen (F-) den Calcium- und Magnesiumstoffwechsel blockieren, was z.B. Organversagen zur Folge haben kann.

  • Bei einer Kontamination mit Flusssäure muss schnell gehandelt werden. Zur ersten Hilfe vor Ort wird eine Calciumgluconat-Salbe auf die betroffene Stelle aufgetragen.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Flusssäure

Fluorwasserstoffsäure kann als starkes Kontaktgift eingestuft werden. Sie wird von der Haut direkt aufgenommen. So kann sie tiefe Gewebeschichten und sogar Knochen verätzen. Zudem blockieren die Fluorid-Ionen (F ⁻ ) den Calcium- und Magnesiumstoffwechsel, was z.B. Organversagen zur Folge haben kann.

Die Salze der Flusssäure heißen Fluoride. Fluoride sind in kleinen Mengen ungefährlich. Sie können sogar als Zusatz in beispielsweise Zahnpasta positive Effekte auf die Gesundheit haben. In größeren Konzentrationen sind Fluoride jedoch giftig.

Zur Herstellung von Flusssäure ist ein zweistufiges Verfahren notwendig. Zunächst wird Fluorwasserstoffgas aus Calciumfluorid und Schwefelsäure gebildet. Danach wird das Gas in Wasser gelöst.

Flusssäure wird in speziellen Kunststoffbehältern aus Teflon, Polyethylen oder Polypropylen aufbewahrt, da die Säure Glas angreift. Es ist empfehlenswert zum Verhindern einer Exposition die Kunststoffflasche in eine Auffangwanne zu lagern. Die Lagerung der Flusssäureflasche sollte dicht verschlossen an einem gut belüfteten Ort erfolgen.

Finales Flusssäure Quiz

Frage

Wichtige Fakten über Flusssäure

Antwort anzeigen

Antwort

auch Fluorwasserstoffsäure


Frage anzeigen

Frage

Entstehung der Flusssäure


Fülle die Lücken:


1) ........................................kann in einem 2) ........................... hergestellt werden. Dafür muss zuerst 3) ........................................... (HF) produzieren werden. 

Hierzu muss 4) ........................................... (CaF₂) mit konzentrierter 5) ............................................ (H₂SO₄) bei ca. 300°C reagieren lassen.


CaF₂ + H₂SO₄ → 2 HF (g) + CaSO₄


Es entsteht 6) ........................................ und Calciumsulfat (CaSO₄)

Um die Säure des Fluorwasserstoffs zu erhalten, wird diese in 7) ............................... gelöst.


HF (g) + H₂O → H₃O ⁺ + F ⁻

Antwort anzeigen

Antwort

1) Flusssäure

2) Labor

3) Fluorwasserstoff

4) Calciumfluorid 

5) Schwefelsäure 

6) Fluorwasserstoff

7) Wasser



Frage anzeigen

Frage

Erkläre kurz in eigenen Worten die Herstellung von Flusssäure

Antwort anzeigen

Antwort

Es ist ein zweistufiges Verfahren notwendig, um Flusssäure herzustellen: Zuerst muss das Gas, aus dem sie besteht, hergestellt werden. Danach muss das Fluorwasserstoff - Gas in Wasser gelöst werden.

Frage anzeigen

Frage

Eigenschaften von Flusssäure:


Fülle die Lücken:


  • 1) .....................................: 20,01 g/mol

  • Aggregatzustand: 2) ..................................

  • 3) ....................................: -35°C

  • 4) ..........................................: 106°C

  • pH-Wert: 5) ......................................

  • Säurekonstante: pKs-Wert = 3,14, somit eine relativ 6) ............................... Säure

  • Löslichkeit: 7) .................................. in Wasser löslich (heftige Reaktion!)

Antwort anzeigen

Antwort

1) molare Masse

2) flüssig

3) Schmelzpunkt

4) Siedepunkt

5) 3,27

6) schwache

7) vollständig

Frage anzeigen

Frage

In welchen Bereichen findet Flusssäure Verwendung?

Antwort anzeigen

Antwort

Industrie

Frage anzeigen

Frage

Wofür wird Flusssäure in der Industrie verwendet? Nenne zwei Bereiche:

Antwort anzeigen

Antwort

  • Als Synthesestoff
  • Zur Metallgewinnung
  • Zur Oberflächenpolierung:
Frage anzeigen

Frage

Wie und in welchen Aufbewahrungen muss Flusssäure gelagert werden?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Säure muss immer separat und unter Verschluss gelagert werden. Zudem dürfen nur berechtige und zuverlässige Personen Zugang haben. Beispielsweise wurde mittlerweile ein spezielles Flusssäure - Einbaufach entwickelt.

Zudem muss Flusssäure in speziellen Kunststoffbehältern aus Teflon, Polyethylen oder Polypropylen aufbewahrt werden, denn Glas greift es an.

Frage anzeigen

Frage

Die Gefahren der Flusssäure:


Richtig oder Falsch:


​​​​​Die Säure kann als starkes Kontaktgift eingestuft werden, denn sie wird von der Haut direkt aufgenommen. Deshalb kann sich HF nicht nur in tiefe Gewebeschichten, sondern bis zu deinen Knochen fressen und diese verätzen.

Antwort anzeigen

Antwort

Richtig

Frage anzeigen

Frage

Nenne 3 Auswirkungen, die Flusssäure auf den menschlichen Körper haben kann.

Antwort anzeigen

Antwort

  • Hustenreiz
  • Verätzungen der Lungen
  • Verätzungen der Haut und Knochen
  • lebensnotwendige Enzyme werden gehemmt
  • Gerinnungsstörungen
  • Stoffwechselstörungen
  • Organversagen
  • Tod
Frage anzeigen

Frage

"Bei Flusssäure zählt jede Sekunde!"


Nehme zu dieser Aussage Stellung und begründe, ob diese Aussage richtig oder falsch ist.

Antwort anzeigen

Antwort

Die Aussage ist richtig.

Verätzungen durch Flusssäure sind anfangs weder von außen erkennbar, noch ist direkt ein Schmerzgefühl in der betroffenen Stelle empfindbar. Oft dauert es mehrere Stunden, bis sich diese Gewebsschädigungen durch Schmerzen bemerkbar machen, dann ist es jedoch meistens schon zu spät.

Frage anzeigen

Frage

Was sind die Vorteile der einer Erste-Hilfe-Spülung

Antwort anzeigen

Antwort

sie stoppt sowohl die ätzende als auch giftige Wirkung von Flusssäure


Frage anzeigen

Frage

Erläutere, was die Salze der Flusssäure sind und ob sie genauso giftig sind  wie Flusssäure.

Antwort anzeigen

Antwort

Die Salze der Flusssäure (HF) werden als Fluoride bezeichnet. Sie sind nicht giftig, denn:

Indem das Gas eine Verbindung mit beispielsweise Natrium eingeht, verliert es seine toxischen Eigenschaften. Wäre das nicht der Fall gäbe es kein fluorhaltiges Speisesalz oder Zahncremes, die Fluorid enthalten. 

Frage anzeigen

Frage

Nenne jeweils ein Vor-und Nachteil von Fluorid in Zahnpasta.

Antwort anzeigen

Antwort

Vorteile von Zahnpasta mit Fluorid: 

  • Fluorid remineralisiert und härtet den Zahnschmelz

  • Fluorid schützt vor schädlichen Säuren


Nachteile von Zahnpasta mit Fluorid: 

  • Fluorid wirkt bei Verzehr größerer Mengen toxisch

  • Fluorose kann auftreten

Frage anzeigen

Frage

Wie wird die Flusssäure noch genannt?

Antwort anzeigen

Antwort

Ein anderer Name der Flusssäure ist Fluorwasserstoffsäure.

Frage anzeigen

Frage

Flusssäure ist eine starke Säure.

Antwort anzeigen

Antwort

Falsch

Frage anzeigen

Frage

Welche Stoffe werden von Flusssäure angegriffen und welche nicht?

Antwort anzeigen

Antwort

Flusssäure greift Glas stark an. Gold oder Platin werden nicht angegriffen.

Frage anzeigen

Frage

Welche Gefahren gehen von Flusssäure aus?

Antwort anzeigen

Antwort

Neben Verätzungen bewirkt Flusssäure auch eine Vergiftung. Die Fluoridionen der Flusssäure können zu einer Störung des Calcium- und Magnesiumstoffwechsels sorgen und Enzyme blockieren. Das kann zu Stoffwechselstörungen und Organversagen führen.

Frage anzeigen

Frage

Beschreibe den ersten Schritt der Flusssäureherstellung.

Antwort anzeigen

Antwort

Im ersten Schritt reagieren Calciumfluorid und Schwefelsäure zu Fluorwasserstoffsäure und Calciumsulfat. Im Labor findet die Reaktion bei 300°C statt.

Frage anzeigen

Frage

Beschreibe den zweiten Schritt der Flusssäureherstellung.

Antwort anzeigen

Antwort

Im zweiten Schritt wird Fluorwasserstoffgas in Wasser gelöst, sodass Flusssäure entsteht.

Frage anzeigen

Frage

Was muss bei der Auswahl der Behälter für Flusssäure beachtet werden?

Antwort anzeigen

Antwort

Es sollten nur Kunststoffbehälter genutzt werden.

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Frage

Welche Informationen sind im Flusssäurepass enthalten?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Flusssäurepass enthält die Information, dass mit Flusssäure gearbeitet wird, sowie die Adresse einer ärztliche Kontaktstelle, welche speziell auf Flusssäure ausgebildet ist.

Frage anzeigen

Frage

Was ist Calciumgluconat?

Antwort anzeigen

Antwort

Calciumgluconat ist das Calciumsalz der Gluconsäure und wird als Salbe bei Vergiftungen mit Flusssäure eingesetzt.

Frage anzeigen

Frage

Warum wird Calciumgluconat bei Vergiftungen mit Flusssäure eingesetzt?

Antwort anzeigen

Antwort

Die enthaltenen Calciumionen verbinden sich mit den Fluoridionen der Fluorwasserstoffsäure im Körper und machen sie unschädlich. Es entsteht Calciumfluorid. Zudem erhöhen die Calciumionen den Calciumspiegel im Körper. Denn die körpereigenen Calciumionen haben sich mit Fluoridionen verbunden, wodurch es zu einem niedrigeren Calciumspiegel gekommen ist.

Frage anzeigen

Frage

Nenne drei Beispiele, wo Flusssäure verwendet wird.

Antwort anzeigen

Antwort

  • Rostentferner für Textilien
  • Flussmittel bei der Herstellung von Aluminium 
  • bei Aufschlussverfahren in der Analytik
Frage anzeigen

Frage

Was sind Fluoride?

Antwort anzeigen

Antwort

Fluoride sind die Salze der Flusssäure.

Frage anzeigen

Frage

Warum sind Fluoride in der Zahnpasta?

Antwort anzeigen

Antwort

Fluoride sind in der Zahnpasta zur Remineralisierung und Härtung des Zahnschmelzes enthalten. Die Fluoride werden zusammen mit Calcium und Phosphat in das Hydroxylapatit der Zähne eingebaut.

Frage anzeigen

Frage

Was ist eine Fluoridierung?

Antwort anzeigen

Antwort

Eine Fluoridierung ist ass Hinzufügen von Fluoriden zu Lebensmitteln.

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