Select your language

Suggested languages for you:
Log In Anmelden
StudySmarter - Die all-in-one Lernapp.
4.8 • +11k Ratings
Mehr als 5 Millionen Downloads
Free
|
|

Die All-in-one Lernapp:

  • Karteikarten
  • NotizenNotes
  • ErklärungenExplanations
  • Lernpläne
  • Übungen
App nutzen

Hundsche Regel

Save Speichern
Print Drucken
Edit Bearbeiten
Melde dich an und nutze alle Funktionen. Jetzt anmelden
Hundsche Regel

In der Quantenmechanik gibt es vier Gesetze, die als Hundsche Regeln bekannt sind. Sie wurden nach dem Physiker Friedrich Hund benannt.

In der Chemie kommt nur die zweite Regel zum Einsatz und wird schlicht als Hundsche Regel bezeichnet.

Die Hundschen Regeln geben an, welche Drehimpulskonfiguration ein Elektron im Orbital besitzt. Die Drehimpulskonfiguration wird auch als Spin bezeichnet. Mit Hilfe der Hundschen Regel kannst du die Elektronenkonfiguration eines Atoms im Grundzustand, also im kleinstmöglichen Energiezustand, bestimmen.

Die Hundsche Regel in der Chemie

In der Chemie spielt ausschließlich die zweite Hundsche Regel eine Rolle. Sie besagt, dass Orbitale, die die gleiche Energie besitzen, auch nacheinander Elektronen des gleichen Spins aufnehmen. Erst im Anschluss wird jedes Orbital mit einem zweiten Elektron des entgegengesetzten Spins vervollständigt.

Mit der Hundschen Regel kann die Elektronenkonfiguration eines Atoms bestimmt werden. Dies können wir am Beispiel des Elements Fluor darstellen. Um die Verteilung der Elektronen besser verstehen können, solltest du das Orbitalmodell gut verstanden haben.

Das Element Fluor besitzt in seinem Grundzustand neun Elektronen. Das 1s-Orbital, sowie das 2s-Orbital wird nun mit jeweils zwei Elektronen aufgefüllt, die beide einen unterschiedlichen Spin besitzen. Damit sind nur noch vier Elektronen zur Verteilung übrig.

Die restlichen Elektronen werden nun auf die drei 2p-Orbitale verteilt, wobei die Hundsche Regel zum Einsatz kommt. Jedes Orbital wird mit einem der Elektronen besetzt, welche jeweils die gleiche Spinrichtung besitzen. Damit sind somit noch keine Elektronenpaare in den drei 2p-Orbitalen vertreten. Die beiden letzten Elektronen werden nun mit einem gegenteiligen Spin zu zwei der drei 2p-Orbitale hinzugefügt.

Die Hundsche Regel und die Russel-Saunders-Kopplung

Die Hundsche Regel gilt im Rahmen der LS-Kopplung, auch Russel-Saunders-Kopplung genannt. Diese Kopplung ermöglicht es, die verschiedenen Bahndrehimpulse der Elektronen zu einem einzigen Gesamtdrehimpuls zusammenzufassen.

Die Bahndrehimpulse und der Spin der Elektronen geschehen nicht unabhängig voneinander, sondern reagieren gemeinsam mit externen Magnetfeldern. Aus diesem Grund besteht die Möglichkeit, sie zusammen zu zählen.

Dafür wird der Gesamtbahndrehimpuls aus den Bahndrehimpulsen der Elektronen ermittelt, während der Gesamtspin aus den einzelnen Spins der Elektronen zusammengezählt wird. Im Anschluss werden auch noch der Gesamtbahndrehimpuls und der Gesamtspin addiert, um den Gesamtdrehimpuls zu erhalten.

Die Hundschen Regeln

Wenn du im Chemiunterricht lernst benötigst du nur die eine Hundsche Regel. In der Quantenmechanik lassen sich jedoch insgesamt vier Hundesche Regeln finden. Dabei spielt auch das Pauli Prinzip eine wichtige Rolle.

Die erste Hundsche Regel

Die erste Hundsche Regel besagt, dass volle Schalen und Unterschalen einen Gesamtdrehimpuls von Null haben. Diese Regel steht in engem Zusammenhang mit dem Pauli Prinzip, welches aussagt, dass zwei Elektronen in einem Atom nicht in allen Quantenzahlen übereinstimmen können.

In einer vollen Schale muss also für jeden Spin eines Elektrons und für jeden Bahndrehimpuls ein gegenteiliger Wert vorhanden sein. Aus diesem Grund lässt sich schlussfolgern, dass der Gesamtdrehimpuls des Atoms und alle anderen Quantenzahlen den Wert Null ereichen müssen.

Die zweite Hundsche Regel

Die zweite Hundsche Regel stimmt am ehesten mit der Hundschen Regel überein, die in der Chemie verwendet wird. Sie besagt, dass der Gesamtspin den maximal möglichen Wert annimmt und die Spins der einzelnen Elektronen also parallel stehen.

Diese Regel besitzt allerdings eine Voraussetzung. Die Elektronen müssen verschiedene Werte für die magnetische Quantenzahl besitzen. Damit besteht nach dem Pauli Prinzip die Möglichkeit, dass gleiche Spinquantenzahlen existieren können.

Wenn die Spins alle möglichst parallel ausgerichtet sind, wird eine Schale mit Elektronen des selben Spins aufgefüllt und anschließend mit Elektronen des gegenteiligen Spins vervollständigt.

Die dritte Hundsche Regel

Wenn das Pauli Prinzip mehrere Konstellationen mit maximalem Gesamtspin zulässt, werden die Unterzustände mit der Magnetquantenzahl so besetzt, dass der Gesamtbahndrehimpuls maximal wird. Diese Aussage wird in der dritten Hundschen Regel festgehalten.

Die vierte Hundsche Regel

Die vierte Hundsche Regel besagt, wenn eine Unterschale höchstens zur Hälfte gefüllt ist, ist der Zustand mit minimaler Gesamtdrehimpulszahl am stärksten gebunden. Umgekehrt läuft dies ab, wenn die Unterschale mehr als halbvoll ist.

Für diese Regel lässt sich eine Formel für den Gesamtdrehimpuls J aufstellen. Wenn die Schale dabei mehr als halbvoll ist, lautet die Formel:

J = L + S

Wenn die Schale weniger als halbvoll gefüllt ist, lautet die Formel:

J = |L - S|

L steht hierbei für den Gesamtbahndrehimpuls und S für den Gesamtspin.

Wenn die Unterschale genau halbvoll gefüllt ist, lässt sich dies nach einer dritten Formel darstellen:

L = |ml| = 0

Die Hundsche Regel – Alles Wichtige auf einen Blick

Damit bist du bereits am Ende des Artikels angelangt und hast die wichtigsten Punkte zur Hundschen Regel kennengelernt. Hier findest du nun noch einmal alles Wichtige in Stichpunkten für dich zusammengefasst:

  • In der Chemie ist nur eine Hundsche Regel wichtig, insgesamt gibt es jedoch vier
  • Nach der Hundschen Regel nehmen Orbitale, die die gleiche Energie besitzen, auch nacheinander Elektronen des gleichen Spins auf
  • Im Anschluss wird jedes Orbital mit einem zweiten Elektron des entgegengesetzten Spins vervollständigt.
  • Die LS-Kopplung ermöglicht es, die Bahndrehimpulse der Elektronen zu einem Gesamtdrehimpuls zusammenzufassen
  • Die erste Hundsche Regel besagt, dass volle Schalen und Unterschalen einen Gesamtdrehimpuls von Null haben
  • Die zweite Hundsche Regel besagt, dass der Gesamtspin den maximal möglichen Wert annimmt und die Spins der einzelnen Elektronen parallel stehen
  • Die dritte Hundsche Regel besagt, dass bei mehreren Konstellationen mit maximalem Gesamtspin der Gesamtbahndrehimpuls maximal wird
  • Die vierte Hundsche Regel besagt, dass wenn eine Unterschale höchstens zur Hälfte gefüllt ist, der Zustand mit minimaler Gesamtdrehimpulszahl am stärksten gebunden ist

Super! Damit bist du nun perfekt auf die nächste Chemiestunde vorbereitet. Wenn du noch mehr über das Verhalten der Elektronen im Atom erfahren willst, dann sieh dir die Artikel zum Pauli Prinzip oder dem Orbitalmodell auf StudySmarter an.

60%

der Nutzer schaffen das Hundsche Regel Quiz nicht! Kannst du es schaffen?

Quiz starten

Finde passende Lernmaterialien für deine Fächer

Alles was du für deinen Lernerfolg brauchst - in einer App!

Lernplan

Sei rechtzeitig vorbereitet für deine Prüfungen.

Quizzes

Teste dein Wissen mit spielerischen Quizzes.

Karteikarten

Erstelle und finde Karteikarten in Rekordzeit.

Notizen

Erstelle die schönsten Notizen schneller als je zuvor.

Lern-Sets

Hab all deine Lermaterialien an einem Ort.

Dokumente

Lade unzählige Dokumente hoch und habe sie immer dabei.

Lern Statistiken

Kenne deine Schwächen und Stärken.

Wöchentliche

Ziele Setze dir individuelle Ziele und sammle Punkte.

Smart Reminders

Nie wieder prokrastinieren mit unseren Lernerinnerungen.

Trophäen

Sammle Punkte und erreiche neue Levels beim Lernen.

Magic Marker

Lass dir Karteikarten automatisch erstellen.

Smartes Formatieren

Erstelle die schönsten Lernmaterialien mit unseren Vorlagen.

Gerade angemeldet?

Ja
Nein, aber ich werde es gleich tun

Melde dich an für Notizen & Bearbeitung. 100% for free.