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Stockholm Syndrom

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Stockholm Syndrom

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Das Stockholm Syndrom in der Psychologie – Definition

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Das Stockholm Syndrom, oder auch Stockholmer Syndrom genannt, versteht man die Veränderung des Verhaltens einer Geisel während und auch nach einer Geiselnahme. Das Opfer entwickelt dabei oft Gefühle der Sympathie oder des Verständnisses für den oder die Geiselnehmer. In extremen Fällen führt diese Sympathie bis hin zu Liebesgefühlen.

Das Stockholm ist ein psychologisches Phänomen, das im Opfer ohne Absicht und Bewusstsein passiert. Die Wahrnehmung der Opfer wird durch die gegeben Umstände verzerrt und ihr Verhalten passt sich der neuen Ausnahmesituation an.

Es handelt sich daher nicht um ein Syndrom im medizinischen Sinne, sondern wird innerhalb der Psychologie behandelt.

  • Das Stockholm Syndrom ist ein psychologisches Phänomen, bei dem Opfer einer Geiselnahme positive Gefühle zu ihren Geiselnehmern entwickeln.
  • Die positiven Gefühle können sich in Sympathiebekundungen, dem Zeigen von Verständnis oder sogar in Liebesgefühlen äußern.

Woher hat das Stockholm Syndrom seinen Namen?

Den Namen hat das Stockholm Syndrom durch die Hauptstadt Schwedens bekommen. In Stockholm wurde das Phänomen nämlich im Jahr 1973 zum ersten Mal bei einem Banküberfall entdeckt. Der Täter hielt vier Bankangestellte für über fünf Tage in einem Tresorraum fest. Während und auch nach der Geiselnahme konnte man bei den Geiseln beobachten, dass sie mit dem Täter sympathisierten und sogar mehr Angst vor der Polizei hatten, als vor dem Täter.

Fälschlicherweise wird das Stockholm Syndrom oftmals als Helsinki Syndrom bezeichnet. Dieses existiert allerdings gar nicht.

1973 wurde bei einer Geiselnahme in Stockholm zum ersten Mal das psychologische Phänomen beobachtet.

Das Lima Syndrom

Ein weiteres Syndrom, das in Verbindung mit dem Stockholm Syndrom gebracht werden kann, ist das Lima Syndrom. Dieses ist praktisch das umgekehrte Stockholm Syndrom. Es beschreibt das Phänomen, bei dem der oder die Täter Sympathie für ihre Opfer empfinden. Die Täter beginnen dann, sich um die Opfer zu kümmern und sich für deren Wohlergehen einzusetzen. Erstmals entdeckt wurde dieses Phänomen bei einer Geiselnahme im Jahr 1996 in der Hauptstadt Perus, Lima.

Daher hat das Lima Syndrom auch seinen Namen.

    • Das Stockholm Syndrom wird oft fälschlicherweise als Helsinki Syndrom bezeichnet.
    • Dieses gibt es aber nicht!
    • Das Lima Syndrom beschreibt das Phänomen, dass Geiselnehmer mit ihren Opfern
    • sympathisieren.

Symptome des Stockholm Syndrom

Wie bereits erwähnt, zeichnet sich das Stockholm Syndrom durch ein positives Verhältnis zwischen Geisel und Geiselnehmer aus. Typische Verhaltensmuster, die die Opfer äußern, entstehen alle aufgrund der empfundenen Sympathie zu ihren Geiselnehmern.

Kleinste Zugeständnisse, wie die Lockerung der Fesseln, kann von den Opfern schon als großer Gnade-Akt verstanden werden. Die Schuld geben die Opfer zudem nicht ihren Peinigern, da sie sich selbst oft nur als zufälligen Teil der

Situation sehen.

In manchen Fällen führt das Stockholm Syndrom so weit, dass die Opfer beginnen der Regierung oder der Polizei zu misstrauen und die Geiselnehmer selbst als die Opfer wahrzunehmen.

Manchmal führt dies dazu, dass die Geiseln sich mit den Geiselnehmern verbünden und diesen vertrauen.

Auch nach der Geiselnahme kann das Stockholm Syndrom noch seine Wirkung zeigen. Es gibt Opfer, die sich nach der Entlassung aus der Geiselnahme dankbar gegenüber den Geiselnehmern zeigen und diese sogar im Gefängnis besuchen.

    • Merkmale des Stockholm Syndroms sind Sympathiegefühle der Opfer zu ihren Tätern.
    • Außerdem geben die Opfer den Tätern oft nicht die Schuld an der Situation und sehen sich als zufälligen Teil.
    • In manchen Fällen führt das Stockholm Syndrom zu einem Misstrauen der Opfer gegenüber der Regierung oder der Polizei.
    • Auch nach der Geiselnahme kann das Stockholm Syndrom noch wirken.

Ursachen des Stockholm Syndrom

Das Stockholm Syndrom entsteht aus einem Zusammenspiel mehrerer Ursachen, welche wir dir im Folgenden zusammengefasst haben. Wir erklären dir unter anderem, was man unter einer Wirklichkeitsverzerrung oder einem Kontrollverlust versteht.

Die Wirklichkeitsverzerrung

Eine Ursache, die eine große Rolle bei der Entstehung des Stockholm Syndroms spielt ist die Wirklichkeitsverzerrung der Opfer. Sie fühlen sich allein gelassen, sind isoliert von der Außenwelt und haben keine Informationen über die derzeitige Situation, in der sie sich befinden. Die einzigen sozialen Kontakte sind die Geiselnehmer selbst. Dies führt zu einer Veränderung der Wahrnehmung und somit zu einer Wirklichkeitsverzerrung.

Der Kontrollverlust

Die Opfer befinden sich während einer Geiselnahme in einer Ausnahmesituation, die mit einem Kontrollverlust über ihr Leben verbunden ist. In einer solchen Situation wird man alles tun, um seine eigene Existenz zu erhalten. Zudem kommt, dass die Geiseln im Normalfall keine Informationen über die Außenwelt bekommen und sich somit in einer ausweglosen Situation

befinden. Sie werden von den Geiselnehmern als Druckmittel eingesetzt, um deren Forderungen durchzusetzen. Um das auszugleichen, identifizieren sich die Geiseln unterbewusst mit den Tätern. Dies kann von Sympathiebekundungen bis hin zu Allianzen mit den Geiselnehmern gehen.

Das Verhalten der Täter

Das Verhalten der Täter spielt außerdem auch eine tragende Rolle bei der Entstehung des Stockholm Syndroms. Oftmals überzeugen die Täter die Geiseln davon, dass sie keine Gewalt anwenden wollen, wenn es nicht absolut notwendig ist. In ihrer verzerrten Wahrnehmung können die Geiseln dies als Schutz und Sicherheit deuten, die die Geiselnehmer ihnen bieten.

  • Das Stockholm Syndrom entsteht aus einem Zusammenspiel mehrerer Ursachen und Umstände.
  • Durch die Ausnahmesituation und die Isolation der Opfer wird deren Wahrnehmung verzerrt, was die Entstehung des Stockholm Syndroms unterstützt.
  • Um den Kontrollverlust über die Situation auszugleichen, identifizieren sich die Opfer mit den Tätern.
  • Können die Täter die Opfer davon überzeugen, dass sie keine Gewalt anwenden wollen, verstärkt dies den Effekt des Stockholm Syndroms.

Stockholm Syndrom häusliche Gewalt

Stockholm Syndrom Beziehung

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Stockholm Syndrom – Therapie

Oftmals lassen die positiven Gefühle der Opfer gegenüber ihren Geiselnehmern nach einer gewissen Zeit nach. Von Mensch zu Mensch kann dies einige Tage bis hin zu einigen Jahren dauern bis sich die Wahrnehmung der Situation der Opfer wieder verändert.

Eine Psychotherapie kann den Prozess unterstützen, indem die erlebten Geschehnisse aufgearbeitet werden. Die vergangene Situation kann durch die Therapie erneut erlebt werden und mit anderen Emotionen verknüpft werden.

Normalerweise geht das Stockholm Syndrom nach einiger Zeit von selber weg. Eine Psychotherapie kann bei diesem Prozess helfen und ihn unterstützen.

Stockholm Syndrom - Das Wichtigste

    • Das Stockholm Syndrom ist ein psychologisches Phänomen, bei dem Opfer einer Geiselnahme positive Gefühle zu ihren Geiselnehmern entwickeln.
    • Die positiven Gefühle können sich in Sympathiebekundungen, dem Zeigen von Verständnis oder sogar in Liebesgefühlen äußern.
    • In manchen Fällen führt das Stockholm Syndrom zu einem Misstrauen der Opfer gegenüber der Regierung oder der Polizei und es kann auch nach der Geiselnahme noch anhalten.
    • Die Wirklichkeitsverzerrung der Opfer, der Kontrollverlust, den sie erleiden und das Verhalten der Täter tragen zur Entstehung des Stockholm Syndroms bei.
    • 1973 wurde bei einer Geiselnahme in Stockholm zum ersten Mal das psychologische Phänomen beobachtet, das danach als Stockholm Syndrom bezeichnet wurde.
    • Das Stockholm Syndrom wird oft fälschlicherweise als Helsinki Syndrom bezeichnet. Dieses gibt es aber nicht!
    • Das Lima Syndrom beschreibt das Phänomen, dass Geiselnehmer mit ihren Opfern sympathisieren.
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