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Avantgarde

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Avantgarde

Dadaismus, Futurismus, Surrealismus – sowohl das literarische Leben als auch das künstlerische Schaffen waren um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert geprägt durch ein Nebenher von vielen verschiedenen Stilrichtungen. Einige dieser Stilrichtungen gingen besonders radikale und innovative Wege: Sie sprachen sich in ihren Werken gegen Traditionen und alles Alte aus. Stattdessen fordern sie eine strikte Erneuerung der Kultur und der Gesellschaft. Diese Gruppe von Künstler*innen und Literat*innen werden unter dem Begriff Avantgarde zusammengefasst.

Die Literaturepoche der Avantgarde

Im frühen 20. Jahrhundert gab es viele Bewegungen in der Kunst und in der Literatur, die sich durch ihre radikalen Forderungen nach kulturellen und gesellschaftlichen Erneuerung und ihre progressive Grundhaltung auszeichnen.

Das Adjektiv "progressiv" stammt vom lateinischen Wort progredior ab, was "vorwärtsgehen, weitergehen" bedeutet. Eine "progressive Grundhaltung" ist somit eine auf Fortschritt bedachte Einstellung.

Die Avantgarde ist eine zusammenfassende Bezeichnung für verschiedene literarische und künstlerische Bewegungen im frühen 20. Jahrhundert in ganz Europa, die sich durch ihre strikte Ablehnung der Traditionen auszeichnen. Das gemeinsame Ziel der avantgardistischen Bewegungen ist die revolutionäre Innovation der Gesellschaft und der Kunst. Zu den bedeutenden avantgardistischen Bewegungen in der Literatur zählen der Dadaismus, der Surrealismus und der Futurismus.

Der Begriff "Innovation" kommt vom lateinischen Wort innovare, was übersetzt "erneuern" bedeutet. Innovation ist somit ein Synonym für "Erneuerung".

Der Zeitraum der Avantgarde ist nicht klar definiert, sondern kann (wie bei allen Epochen) unterschiedlich angegeben werden und ist daher nicht als feststehend zu verstehen. Einerseits wird der Zeitraum von 1915 bis 1925 häufig als Hauptzeit der avantgardistischen Strömungen angesehen. Andererseits gibt es auch schon vorher, zu Beginn des 20. Jahrhunderts, Anfänge der Avantgarde-Bewegungen, die bis in die 30er-Jahre des 20. Jahrhunderts andauern.

Der Begriff Avantgarde stammt ursprünglich aus dem militärischen Bereich und bezeichnet eine kleine Einheit von Soldaten, die ihrem Heer vorauseilen, um das Gebiet auszuspähen. Das Wort "Avantgarde" kommt aus dem Französischen und besteht aus den Wörtern avant, was "vor" bedeutet und garde, was übersetzt "Wache" heißt.

Die Avantgarde begann in Italien mit dem Futurismus vor dem Ersten Weltkrieg, in Zürich und Berlin entstand die Bewegung des Dadaismus nach dem Ersten Weltkrieg. In Paris kristallisierte sich der Surrealismus heraus.

Zeitgeschichtlicher Hintergrund der Avantgarde

Europa war zu Beginn des 20. Jahrhunderts geprägt von zahlreichen gesellschaftlichen Unsicherheiten, politischen Krisen und Spannungen zwischen den Ländern Europas, die 1914 in den Ersten Weltkrieg mündeten. Für diese Krisen und Spannungen gab es viele Ursachen. Dazu zählen unter anderem die Politik des deutschen Kaisers Wilhelm II. (1859-1941) und der Imperialismus der verschiedenen Länder.

Unter Imperialismus versteht man das politische Ziel eines Landes, sich zu vergrößern und andere Länder zu unterwerfen. Um diese Ziele durchzusetzen, werden auch Kriege geführt.

Während die Zeit vor 1890 noch unter dem Einfluss von der Bündnispolitik Bismarcks stand, änderte sich dies jedoch mit dem Antritt von Kaiser Wilhelm II. und dem darauffolgenden Ausscheiden Bismarcks im Jahr 1890.

Otto von Bismarck (1815-1898) war in der Zeit von 1871 bis 1890 unter Kaiser Wilhelm I. (1797-1888) der Reichskanzler des Deutschen Reichs und für seine Bündnispolitik bekannt. Unter der Bündnispolitik versteht man Bismarcks Außenpolitik, die weitere Kriege zwischen den Nationen verhindern sollte. Er schied 1890 aus seinem Amt aus, da er von Wilhelm II. entlassen wurde.

Wilhelm II. löste verschiedene Bündnisse Bismarcks mit den europäischen Mächten auf und verfolgte eine imperialistische Kolonialpolitik, die dafür sorgte, dass Deutschland in Europa immer isolierter wurde.

Unter Kolonialpolitik versteht man die gewaltsame Unterwerfung anderer Länder und deren Bevölkerungen. Kolonien von Deutschland waren unter anderem Teile des heutigen Kongo, Namibia, Togo und Teile von China.

Zudem rüstete er auch militärisch immer weiter auf, was bei den europäischen Mächten zunehmende Bedrängnis auslöste. Hinzu kamen Ereignisse wie die Marokko-Krise 1905/06, sowie die Balkankriege 1912/13, die die Spannungen in Europa verstärkten.

Im Jahr 1905 kam es zur sogenannten Marokko-Krise, bei der Kaiser Wilhelm II. die Ausdehnung Frankreichs in Marokko einschränken wollte. Dazu berief er eine internationale Konferenz in Marokko ein, bei der über Frankreichs Expansion gesprochen werden sollte. Jedoch hatte die Konferenz einen gegenteiligen Effekt, wodurch Frankreich vielmehr durch ein Bündnis mit Großbritannien gestärkt wurde, während Deutschland isoliert war. Die politischen Spannungen zwischen den Ländern verstärkten sich.

Kurz vor dem Beginn des Ersten Weltkriegs kam es zu den Balkankriegen in den Jahren 1912 und 1913. Verschiedene Balkanstaaten (Bulgarien, Serbien, Griechenland und Montenegro) schlossen Bündnisse, um das expandierende Osmanische Reich, das von 1299 bis 1922 bestand, zurückzudrängen. Diese Entwicklungen führten zu einer angespannten politischen Situation, die 1914 im Ersten Weltkrieg eskalierte.

Doch nicht nur die Politik war instabil und spannungsgeladen, sondern auch die gesellschaftliche Ordnung war nach der Jahrhundertwende von Unsicherheiten und von einem Wandel gezeichnet. Die Folgen der Industrialisierung waren in den Städten spürbar, viele Menschen zogen auf der Suche nach Arbeit in die Großstädte, wo sie jedoch unter schlechten Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie in großer Armut lebten.

Die Industrialisierung ist die Zeit des technischen Fortschritts und der Umstellung von Handarbeit auf Massenproduktion. Viele Menschen verloren ihre ursprüngliche Arbeit und mussten in die Städte ziehen, um dort in Fabriken zu arbeiten.

Überdies befanden sich auch das Denken der Menschen und das Menschenbild in einem Wandel. Traditionelle Werte wie das Christentum und die Existenz Gottes wurden infrage gestellt, was zu Orientierungslosigkeit und einer Sinnkrise vieler Menschen führte.

Einen großen Einfluss hatten außerdem die Theorien des Psychologen Sigmund Freuds (1856-1939). In seinen Werken, wie in der 1900 veröffentlichten "Traumdeutung" begründete er die Psychoanalyse, die davon ausgeht, dass das menschliche Verhalten auf sexuelle Antriebe zurückzuführen ist.

Die avantgardistische Strömung des Surrealismus ist stark beeinflusst von Sigmund Freuds Psychoanalyse. Mehr Informationen erhältst Du weiter unten in dieser Erklärung im Kapitel "Surrealismus".

Forderungen der Avantgarde

Die Avantgardist*innen forderten die Abkehr von alten Traditionen und die Innovation der Künste und der Gesellschaft. Diese Forderungen hielten die Künstler*innen und Literat*innen in Manifesten fest, die auf abendlichen Veranstaltungen vor Publikum verkündet wurden.

Der Ausdruck "Manifest" kommt vom lateinischen Wort manifestus, das übersetzt "handgreiflich gemacht, offenbart" bedeutet. Ein Manifest ist eine öffentliche Verkündung von Zielen. Oft erstellen etwa politische Parteien oder Gruppierungen Manifeste, in denen sie ihre wichtigsten Ziele festhalten und erklären.

Die meisten avantgardistischen Bewegungen hatten keine Programme mit feststehenden künstlerischen Regeln, sondern verkündeten ihre Ziele in Form von Manifesten. Diese Manifeste wurden in Form von abendlichen Veranstaltungen vorgetragen, die oftmals selbst Kunstcharakter hatten. So wurden auf diesen avantgardistischen Events beispielsweise neben den Manifesten auch dadaistische Lautgedichte, die keinen bedeutungsvollen Inhalt hatten, sondern aus Lauten und Geräuschen bestanden, vorgetragen. Oder das Publikum wurde sogar aktiv vonseiten der Künstler*innen provoziert.

Alles, was bisher in der Kunst und in der Literatur traditionellerweise als wertvoll galt, spielte in den Augen der Avantgardist*innen keine Rolle mehr. Sie wollten vielmehr etwas ganz Neues, etwas radikal Anderes schaffen, das mit vorherigen Formen und Regeln der Künste nichts mehr zu tun hat.

Die Futurist*innen forderten beispielsweise in ihrem "Technische[n] Manifest der futuristischen Literatur" von 1912:

[...] da fühlte ich die lächerliche Leere der alten, von Homer ererbten Syntax.

Stürmisches Bedürfnis, die Worte zu befreien, sie aus dem Gefängnis des lateinischen Satzbaus zu ziehen! 1

Typisch für den Kunststil der Avantgarde war somit das Bestreben, sich von konventionellen Normen und Idealen in den Künsten zu befreien. Um das Bewusstsein der Bürger*innen zu verändern, wurden Kunstaktionen und avantgardistische abendliche Events veranstaltet, bei denen die Forderungen in Form von Manifesten verkündet wurden oder das Publikum provoziert und beleidigt wurde.

Den Bruch mit der traditionellen Kunst erkennt man beispielsweise bei dem Ready-made "Fountain" von Marcel Duchamp (1887-1968), das 1917 im Grand Central Palace in New York ausgestellt wurde. Bei dem "Fountain" handelt es sich eigentlich um ein Urinal, dass in einer Kunstausstellung präsentiert wurde, wodurch das alte Verständnis von Kunst hinterfragt wurde.

Ein Ready-made ist ein gewöhnlicher Gegenstand aus dem Alltag, den ein Künstler nimmt und zu Kunst erklärt, indem er ihn beispielsweise in einer Ausstellung präsentiert.

Wichtigste Strömungen der Avantgarde

Die Avantgarde der frühen Zwanzigerjahre des 20. Jahrhunderts bestand aus so vielen Bewegungen und Strömungen, dass man in der Forschung auch von der Zeit der Ismen spricht, da alle Bewegungen und Gruppierungen auf -ismus enden.

Weitere Ismen waren zum Beispiel der Ultraismus, der Adamismus, der Konstruktivismus, der Expressionismus, der Suprematismus, der Abstraktivismus und der Zentisimus.

Zu den Hauptbewegungen der europäischen Avantgarde werden der Futurismus, der Dadaismus und der Surrealismus gezählt, die im Folgenden näher betrachtet werden.

Futurismus

Die Bewegung des Futurismus wird als eine der ersten avantgardistischen Bewegungen in Europa angesehen. Der Futurismus wurde im Jahr 1909 von Filippo Marinetti (1876-1944) in Italien mit der Veröffentlichung des "Manifest des Futurismus" begründet.

Die Bezeichnung Futurismus (auf italienisch futurismo) geht auf das lateinische Wort futurum zurück, was übersetzt "Zukunft" bedeutet.

Wegen seiner äußerst radikalen und gewaltverherrlichenden Tendenzen und Ansichten kann der Futurismus auch als die radikalste Strömung der Avantgarde bezeichnet werden. Im Gründungsmanifest des Futurismus hieß es beispielsweise:

Schönheit gibt es nur noch im Kampf. Ein Werk ohne aggressiven Charakter
kann kein Meisterwerk sein. Die Dichtung muss aufgefasst werden als ein heftiger
Angriff auf die unbekannten Kräfte, um sie zu zwingen, sich vor dem Menschen zu beugen. 1

Laut Marinetti sollten die Künstler*innen bei der Neugestaltung von Kunst, Theater und Literatur nicht vor Brutalität zurückschrecken. Auch der Krieg als Mittel zur Durchsetzung futuristischer Ziele und zur Zerstörung alter Strukturen hieß Marinetti gut. Viele futuristische Künstler*innen befürworteten den Ersten Weltkrieg und wurden zu Anhänger*innen des italienischen Faschismus und Mussolini.

Der Faschismus ist eine Herrschaftsform, die 1922 unter Benito Mussolini (1883–1945) in Italien entstand und dort bis 1945 andauerte. Zunächst bezog sich der Begriff "Faschismus" konkret auf Mussolinis Regierungssystem in Italien und wurde später jedoch auch verallgemeinernd auf andere Herrschaftsformen mit ähnlichen Grundprinzipien angewandt. Hauptmerkmale des Faschismus sind die unterdrückende und nationalistische Grundgesinnung sowie die Verfolgung von Demokraten und Liberalen.

Merkmale der futuristischen Literatur

Technischer Fortschritt, Geschwindigkeit, Gewalt und die Gleichzeitigkeit von Sinneseindrücken waren die zentralen Elemente der futuristischen Kunst und der Literatur. Diese Forderung nach Geschwindigkeit und Gewalt formulieren die Futuristen ebenfalls in ihrem Gründungsmanifest, aus dem das folgende Zitat stammt:

Bis heute hat die Literatur die gedankenschwere Unbeweglichkeit, die Ekstase
und den Schlaf gepriesen. Wir wollen preisen die angriffslustige Bewegung, die
fiebrige Schlaflosigkeit, den Laufschritt, den Salto mortale, die Ohrfeige und den
Faustschlag. 1

Um Abstand von alten Formen der Literatur zu nehmen und etwas Neues zu schaffen, setzten die Futurist*innen Collagen und Montagen ein.

Eine Collage ist eine Technik, die vorwiegend in der bildenden Kunst angewendet und auch von der Literatur übernommen wurde. Dabei werden aus verschiedenen Medien einzelne Bestandteile entnommen, unter anderem Bildausschnitte, Text- oder Zeitungsausschnitte, Fotos oder andere Materialien. Diese einzelnen Bestandteile werden miteinander kombiniert und auf einen Untergrund aufgeklebt. Der Begriff "Collage" enthält das "Kleben" bereits im Namen, da das Wort von dem französischen coller abstammt, was übersetzt "kleben" bedeutet.

Auch bei der Montage-Technik werden verschiedene bereits bestehende Elemente miteinander kombiniert und zu einem neuen Werk zusammengefügt. Im Unterschied zur Collage, wo unterschiedliche Medien zum Einsatz kommen, werden bei der Montage meist Elemente aus dem gleichen Medium zusammengefügt. So werden beispielsweise verschiedene Textausschnitte zu einem neuen Text aneinandergefügt oder unterschiedliche Filmausschnitte aneinandergereiht.

Sprache des Futurismus

Die Vertreter*innen des Futurismus erstellten Werke, in der sich Literatur und bildende Kunst vermischten. Darin sollten alle traditionellen Regeln der Sprache und der Literatur, wie die Syntax, die Zeichensetzung sowie die Verwendung von Adjektiven und Adverbien außer Kraft gesetzt werden.

Syntax ist ein Teilgebiet der Linguistik und legt Regeln fest, wie Sätze korrekt gebildet werden.

So fordert Marinetti im "Technische[n] Manifest der futuristischen Literatur" von 1912 z. B.:

Mann muss die Syntax dadurch zerstören, dass man die Substantive aufs Geradewohl anordnet, so wie sie entstehen. 1

Die entstandenen Werke des Futurismus wurden Parole in libertà genannt, was übersetzt "Befreite Wörter" bedeutet. Die folgende Abbildung ist ein Beispiel, wie Literatur und Malerei im Futurismus miteinander verschmelzen. Das Werk stammt von dem futuristischen Künstler Gino Severini (1883-1966) aus dem Jahr 1915 und trägt den Titel "Canons en action (mots en liberté et forms)", was aus dem Französischen übersetzt "Kanonen in Aktion (Befreite Wörter und Formen)" bedeutet.

Es handelt sich dabei um ein Kriegsbild, auf dem eine Kanone und zwei grau gekleidete Männer dargestellt sind. Zusätzlich wurden Wörter, Satzteile und Lautmalereien hinzugefügt, wie beispielsweise "BBOUMM", "rhythme géometrique", was französisch ist und übersetzt "geometrischer Rhytmus" bedeutet und "puanteur", was "Gestank" bedeutet.

Autoren und Werke des Futurismus

Folgende Autoren zählen zu den Vertretern der futuristischen Literatur:

  • Filippo Marinetti (1876–1944): "Manifest des Futurismus" (1909); "Mafarka der Futurist. Afrikanischer Roman" (1910); "An das Rennautomobil" (1912)
  • Francesco Cangiullo (1888–1977): "Le cocottesche" (1912); "Piedigrotta: parole in libertà (1916)
  • Mario Carli (1888–1935): "Retroscena" (1915); "Notti filtrati" (1918)

Dadaismus

Der Dadaismus ist eine avantgardistische Bewegung, die ihre Anfänge 1916 in Zürich hatte. Während die futuristischen Künstler*innen den Ersten Weltkrieg stark befürworteten, handelt es sich bei der Gruppe der Dadaist*innen hingegen um Kriegsgegner*innen, die während des Krieges in die neutrale Schweiz ausgewandert sind und auf die Sinnlosigkeit des Krieges aufmerksam machen wollen. Nach dem Krieg wurden Berlin und Paris zu wichtigen Zentren des Dadaismus.

Was genau der Begriff Dadaismus bedeutet und wer ihn erfunden hat, ist unklar. Einer allgemeinen Anekdote nach sollen die Begründer des Dadaismus Hugo Ball (1886-1927) und Richard Huelsenbeck (1892-1974) auf das Wort Dada (es wurde von den Dadaisten oft in Großbuchstaben verwendet: DADA) in einem Wörterbuch gestoßen sein.

Im Französischen bezeichnet dada das Steckenpferd und erinnert somit an das Brabbeln von Kindern. Die Sinnlosigkeit des Namens entspricht damit der Grundhaltung der Dadaist*innen.

Merkmale der dadaistischen Literatur

Auch wenn sich die Künstler*innen des Dadaismus gegen die Forderungen des Futurismus und den dessen Kriegsverherrlichung positionierten, so hatten sie doch Gemeinsamkeiten. Auch die Dadaist*innen wollten mit den alten, traditionellen Kunstformen brechen und etwas radikal Neues schaffen. Die Motivation lag vor allem in den Schrecken und der Sinnlosigkeit, die sich während des Ersten Weltkrieges offenbarten.

Die Dadaist*innen waren überzeugt, dass der Krieg und die Kriegspropaganda die Sprache missbraucht und ihr ihren Sinn entzogen haben. Deshalb experimentierten sie mit neuen Ausdrucksformen, wie beispielsweise dem Lautgedicht, der Collage oder der Zufallsdichtung. Die DADA-Kunst sollte nichts mit der vorher geschaffenen Kunst zu tun haben, sondern eine Anti-Kunst sein.

Im "Eröffnungs-Manifest. 1. Dada-Abend in Zürich", das am 14. Juli 1916 in der Hauptstadt der Schweiz vorgetragen wurde, stellt Hugo Ball die Bedeutung der Sprache infrage:

Jede Sache hat ihr Wort; da ist das Wort selber zur Sache geworden. Warum kann der
Baum nicht Pluplusch heißen, und Pluplubasch, wenn es geregnet hat? Und warum
muß er überhaupt etwas heißen? Müssen wir denn überall unseren Mund dran hängen? 1

Die Dadaist*innen waren auch gegen die Werte des Bürgertums, gegen die sich zum Teil bereits die Wiener Moderne teils gewandt hatte. Die Vertreter*innen des Dadaismus störten sich an der Doppelmoral des Großbürgertums. Zu unterscheiden ist hier zwischen dem Dada in Paris, welcher sich durch provozierende öffentliche Veranstaltungen von Künstler*innen auszeichnete und dem Dada in Berlin, das eher politisch aktiv war.

Die Wiener Moderne ist ein Oberbegriff für verschiedene literarische und kulturelle Strömungen, die zwischen 1890 und 1910 in den Kaffeehäusern der österreichischen Hauptstadt entstanden. Zentrale Themen der Wiener Moderne sind das Unbewusste, das innere Erleben sowie Kritik am Bürgertum. Vertreter der Wiener Moderne sind beispielsweise Hugo von Hofmannsthal (1874-1929), Arthur Schnitzler (1862-1931) und Rainer Maria Rilke (1875-1926).

Sprache des Dadaismus

Wie oben bereits erwähnt, hinterfragten die Dadaist*innen den Sinn der Sprache und forderten deren Bedeutungs- und Sinnlosigkeit. Dazu nutzten sie neue künstlerische Prinzipien wie die Collage oder das Zufallsprinzip, bei dem Buchstaben oder Fragmente zufällig aneinander gereiht werden.

Ein Beispiel für eines der berühmtesten dadaistischen Lautgedichte von Hugo Ball ist das Gedicht "Karawane" aus dem Jahr 1917, das der Semantik vollends entbehrt und lediglich aus aneinandergereihten Lautmalereien und Fantasiewörtern besteht, die hauptsächlich durch ihren Klang wirken.

Semantik ist ein Synonym für "Bedeutung". Darüber hinaus ist die Semantik als "Bedeutungslehre" ein Bereich der Linguistik, der sich mit der Bedeutung von Sprache beschäftigt.

Lediglich der Titel des Lautgedichts "Karawane" trägt eine Bedeutung und ruft die Assoziation einer vorbeiziehenden Karawane hervor:

jolifanta bambla o falli bambla

grossiga mpfa habla horem

egiga goramen

higo bloiko russula huju

hollaka hollala

anlogo bung

blago bung

[...] 2

Die dadaistischen Lautgedichte werden auch als phonetische (lautliche) Poesie bezeichnet, da es bei ihnen nicht um den Inhalt, sondern vor allem um den Klang ging.

Der Ausdruck "phonetisch" stammt von dem altgriechischen Begriff phonetikós ab, was "zur Stimme gehörend" bedeutet. Die Phonetik ist zudem ein Teilgebiet der Linguistik, das sich mit den Lauten der Sprache beschäftigt.

Ein weiteres Beispiel für ein dadaistisches Gedicht ist "An Anna Blume" (1923–1930) des Autors Kurt Schwitters (1887–1948). Dabei handelt es sich um ein Gedicht, dass eine Parodie klassischer Liebesgedichte ist und diese durch viele unlogische, ungrammatikalische und sinnfreie Wortkombinationen und Satzkonstruktionen ad absurdum führt.

Oh Du, Geliebte meiner 27 Sinne, ich liebe Dir!Du, Deiner; Dich Dir, ich Dir, Du mir, - - - - wir?Das gehört beiläufig nicht hierher!

[...]Blau ist die Farbe Deines gelben Haares,

Rot ist die Farbe Deines grünen Vogels. 3

Als ungrammatikalisch lässt sich im Gedicht unter anderem der Satz "Ich liebe Dir!" identifizieren, unlogisch sind die Ausdrücke "Geliebte meiner 27 Sinne" oder "Rot ist die Farbe Deines grünen Vogels".

Autoren und Autorinnen sowie Werke des Dadaismus

Zu den Vertretern und Vertreterinnen und Werken des Dadaismus zählen beispielsweise:

  • Hugo Ball (1886–1927): "Die Nase des Michelangelo. Tragikomödie in vier Auftritten" (1911); "Tenderenda der Phantast" (1914–1920); "Karawane" (1917), "Wolken" (Erstdruck 1928)
  • Tristan Tzara (1896–1963): "La Première aventure céleste de Monsieur Antipyrine" (1916); "Vingt-cinq poèmes" (1918); "Sept manifestes Dada" (1924)
  • Emmy Hennings (1885–1948): "Die letzte Freude" (1913); "Gefängnis" (1919); "Das Brandmal. Ein Tagebuch" (1920)
  • Richard Huelsenbeck (1892–1974): "Schalaben schalabai schalamezomai" (1916)
  • Hans Arp (1886–1966): "Die Wolkenpumpe. Die Silbergäule" (1920); "Der Pyramidenrock" (1924)
  • Kurt Schwitters (1887–1948): "An Anna Blume" (1923–1930)

Surrealismus

Der Surrealismus war eine der spätesten avantgardistischen Bewegungen in Europa. Er wurde 1924 in Frankreich von André Breton (1896-1966) begründet. Der Surrealismus war zunächst noch beeinflusst von den Dadaist*innen, distanzierte sich später jedoch von diesen. Wie auch die anderen avantgardistischen Bewegungen wollten die Surrealist*innen die Werte des Bürgertums provozieren und neue Formen in der Kunst etablieren.

Des Weiteren grenzen die Surrealist*innen sich jedoch von den vorhergehenden Avantgarde-Gruppen ab, indem sie das Denken der Menschen ändern und das Leben dadurch revolutionieren wollen. Dafür gründeten die Surrealist*innen eigens das "Büro für surrealistische Forschungen", das dazu beitrug, dass sich der Surrealismus nicht nur als avantgardistische Kunstströmung, sondern auch als eine Art Wissenschaft identifizierte.

In der "Erklärung des Büros für surrealistische Forschungen" aus dem Jahre 1925 machen die Surrealist*innen deutlich, dass sie mehr als eine neue Kunstform begründen wollten. Vielmehr war es ihr Ziel, die Menschen anzuregen, ihre eigenen Denkweisen und ihr Bewusstsein zu ergründen und zu hinterfragen:

Der Surrealismus ist kein neues oder einfacheres Ausdrucksmittel, nicht einmal eine
Metaphysik der Poesie; er ist ein Mittel totaler Befreiung des Geistes und all dessen,
was ihm ähnelt.4

Merkmale der surrealistischen Literatur

Die psychologischen Theorien Sigmund Freuds hatten einen zentralen Einfluss auf die Ausrichtung des Surrealismus. Da die Surrealist*innen das menschliche Denken revolutionieren wollten, beschäftigten sie sich mit dem von Freud entdeckten menschlichen (Un-)bewussten und der Bedeutung von Träumen.

Der österreichische Arzt und Psychologe Sigmund Freud lebte von 1856 bis 1939 und ist berühmt für die Psychoanalyse und die Traumdeutung. Er entwickelte ein Modell, das die Psyche des Menschen in drei Teile gliedert: Das unbewusste "Es", das für die Triebe des Menschen verantwortlich ist, das "Über-Ich", das die Moral des Menschen darstellt und das "Ich", das der Teil des aktiven Denkens und Bewusstseins der menschlichen Psyche ist. Laut Freud würden sich in den Träumen die unterbewussten und triebhaften Wünsche des Menschen wiederfinden, die im Leben jedoch unterdrückt werden.

Träume, Albträume, Visionen, Wahnzustände, psychische Störungen, erweiterte Bewusstseinszustände nach dem Konsum von Drogen, Erinnerungen und schlafwandlerische Zustände spielten somit eine wichtige Rolle für das künstlerische Schaffen der Surrealist*innen, da nur in ihnen eine andere unbewusste Realität zum Vorschein kommt. Im ersten "Manifest des Surrealismus" aus dem Jahr 1924 erklärt Breton die Verschmelzung von Traum und Wirklichkeit zum zentralen Ziel des Surrealismus:

Ich glaube an die künftige Auflösung dieser scheinbar so gegensätzlichen Zustände
von Traum und Wirklichkeit in einer Art absoluter Realität, wenn man so sagen kann:
Surrealität. 4

Darüber hinaus haben auch bestimmte Elemente der literarischen Epoche der Romantik Einfluss auf das Schaffen der Surrealist*innen. Denn auch im literarischen Programm der Romantik spielen Themen wie das Unterbewusste und Träume eine zentrale Rolle, weshalb die Surrealisten sich an diesen Motiven der Romantik orientierten.

Wenn Du mehr über die Literaturepoche der Romantik erfahren möchtest, schau Dir gern die entsprechende Erklärung auf StudySmarter an!

Sprache des Surrealismus

Ähnlich wie bei den beiden anderen hier beschriebenen avantgardistischen Strömungen, wandte sich die surrealistische Literatur von der Logik und den Regeln der Syntax ab. Vielmehr traten Techniken der Verschlüsselung und Verzerrung wie Collagen und Montagen an deren Stelle.

Um beim Schaffen von Kunst nicht nach traditionellen Mustern zu verfahren, verwendeten die surrealistischen Künstler*innen neue literarische Verfahren, um den psychischen Mechanismen des Unbewussten und dem Verschmelzen von Traum und Wirklichkeit möglichst nahezukommen.

So etablierte Bréton insbesondere das sogenannte automatische Schreiben (auf Französisch: écriture automatique), bei dem das Schreiben lediglich von spontanen Assoziationen und einem Gedankenfluss und nicht von bewusstem Nachdenken geleitet werden soll. Auch das Niederschreiben von Träumen ist eine literarische Technik des Surrealismus.

Ein wichtiges Beispiel für einen surrealistischen Text, bei dem die Technik des automatischen Schreibens angewandt wurde, ist der Text "Les champs magnétiques" (Die magnetischen Felder) aus dem Jahre 1920 von André Breton und Philippe Soupault :

Gefangene der Wassertropfen,

wir sind nur ewige Tiere.

Wir laufen durch die lautlosen Städte… 5

Nicht nur der Text des Werkes erinnert an einen Traum, den Autoren zufolge, wurde es in einem halbschlafähnlichen Zustand verfasst.

Autoren und Werke des Surrealismus

Folgende Autoren zählen zu den Vertretern der surrealistischen Literatur:

  • Philippe Soupault (1897-1990): "Les champs magnétiques" (1920)
  • André Breton (1896-1966): "Les champs magnétiques" (1919); "Nadja" (1928),
  • Louis Aragon (1897-1982): "Le paysan de Paris" (1925)

Russische Avantgardeliteratur

Auch in Russland formierten sich sowohl in der bildenden Kunst als auch in der Literatur und der Musik avantgardistische Bewegungen. Wichtig ist der russische Futurismus, der ähnlich wie der italienische Futurismus seine Anfänge im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts hat und ca. von 1905 bis 1934 andauerte.

Vertreter sind beispielsweise David Burljuk (1882-1967), Aleksei Kruconych (1886-1969), Vladimir Majakovskij (1893-1930) und Velimir Chlebnikov (1885-1922), die im Jahre 1912 ein Gründungs-Manifest veröffentlichen, das die Überschrift "Eine Ohrfeige dem öffentlichen Geschmack" trug. Wie auch die italienischen Futuristen forderte die russische Gruppe eine Erneuerung und Abkehr von der "alten" Sprache.

Wir befehlen die Rechte der Dichter zu achten:
Auf die Vergrößerung des Wortschatzes in seinem Volumen durch willkürliche und
abgeleitete Wörter (Wort-Neuerung). 6

Merkmale und Sprache der russischen Avantgarde-Literatur

Wie beim italienischen Futurismus schufen auch die russischen Vertreter des Futurismus literarische Werke, die sich zum einen gegen die traditionelle Literatur wandten und bei denen zum anderen Kunst und Literatur miteinander verschmolzen. Darüber hinaus erfanden die russischen Futuristen eine eigene Sprache, die sogenannte "Zaum-Sprache", bei der vorwiegend Klänge und Geräusche im Vordergrund standen. Die "Zaum-Sprache" kam zum Beispiel in der futuristischen Oper "Sieg über die Sonne" zum Einsatz.

Chlebnikov verfasste ein Libretto – dabei handelt es sich um einen Text einer Oper –, der sich durch zahlreiche Neologismen, Lautmalereien und die "Zaum-Sprache"charakterisieren lässt. Die Zaum-Sprache soll vorrangig emotionale Inhalte durch Laute transportieren und von den Bedeutungen der "normalen" Sprache losgelöst sein.

Der Begriff "Neologismus" setzt sich aus den beiden altgriechischen Wörtern neo ("neu") und logos ("Wort, Rede") zusammen. Neologismen sind Wortneuschöpfungen, also Wörter, die es in einer Sprache noch nicht gibt. Wenn Du das Thema "Neologismus" vertiefen möchtest, schau Dir gern die entsprechende Erklärung "Neologismus" auf StudySmarter an!

Im Folgenden findest Du einen beispielhaften Ausschnitt aus dem Libretto der futuristischen Oper "Sieg über die Sonne" von Chlebnikov aus dem Jahre 1913, bei dem Geräusche und Lautmalereien in der Sprache zum Einsatz kommen:

[…]„nmdr dr rd rd

u u uk n k n lk mba ba ba ba…..”Es geht zugrunde die Heimat durch Libellen,es zeichnet Liliendie Lokomotive 7

Ein weiteres Beispiel für einen Text der russischen Avantgarde ist das Gedicht "Telefon", das 1914 von Wassili Kamenski (1884–1961) verfasst und in dem Gedichtband "Tango mit Kühen" veröffentlicht wurde. Die besonderen Merkmale des Gedichts sind Lautmalereien wie "rgrgrrrrr", sowie die besondere Anordnung der Schrift und der Zahlen, die eine starke bildliche Wirkung haben. Durch diese bildliche Wirkung vermischen sich Kunst und Literatur miteinander.

Autoren und Werke der russischen Avantgarde

Bedeutende Vertreter und Werke der russischen Avantgarde und der russischen futuristischen Literatur sind:

  • Wassili Kemenski (1884–1961): "Tango mit Kühen" (1914)
  • Aleksei Kruconych (1886–1969): "Dyr bul shchyl" (1912); "Sieg über die Sonne" (1913)
  • Vladimir Majakovskij (1893–1930): "Morgen" (1912); "Wolke in Hose" (1915)
  • Velimir Chlebnikov (1885–1922): "Kolokol Uma" (1913); "Sieg über die Sonne" (1913)

Avantgarde - Das Wichtigste

  • Avantgarde ist ein Oberbegriff für viele verschiedene radikale Strömungen in der bildenden Kunst, der Literatur und der Musik, die in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts entstanden.
  • Die avantgardistischen Bewegungen traten in ganz Europa auf.
  • Zu den wichtigsten avantgardistischen Strömungen zählen der Futurismus, der Dadaismus und der Surrealismus.
  • Ein gemeinsames Ziel der avantgardistischen Künstler*innen war der Bruch und die Abkehr von alten Traditionen und eine Erneuerung der Künste und der Gesellschaft.
  • Besonders extrem war dabei die Strömung des Futurismus, der den Ersten Weltkrieg befürwortete und dem Faschismus nahestand.
  • Der Dadaismus ist eine avantgardistische Bewegung, die ihre Anfänge 1916 zunächst in Zürich und dann ihre Zentren in Paris und Berlin hatte.
  • Ziele der Literatur des Dadaismus sind die Sinnentleerung der Sprache, in Form von Laut- und Zufallsgedichten.
  • Der Surrealismus wurde 1924 in Frankreich von André Breton begründet.
  • Ziele der Surrealist*innen waren die Revolutionierung des Denkens der Menschen durch das Einbeziehen der psychologischen Theorien Sigmund Freuds in Form von Träumen, Visionen, Kindheitserinnerungen und bewusstseinserweiternde Zustände.

Nachweise

  1. Asholt; Fähnders (2005): Manifeste und Proklamationen der europäischen Avantgarde (1909-1938). Metzler Verlag.
  2. hor.de: Hugo Ball, Karawane. (13.06.2022)
  3. hor.de: Kurt Schwitters, An Anna Blume. (13.06.2022)
  4. Asholt; Fähnders (2005): Manifeste und Proklamationen der europäischen Avantgarde (1909-1938). Metzler Verlag.
  5. Breton/Soupault (1990): Les champs magnétiques. Wunderhorn Verlag.
  6. Asholt; Fähnders (2005): Manifeste und Proklamationen der europäischen Avantgarde (1909-1938). Metzler Verlag.
  7. Erbslöh/Krucenych (2012): Pobeda nad solncem. Ein futuristisches Drama von Aleksej Krucenych. Peter Lang Verlag.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Avantgarde

Die Avantgarde umfasst in Europa ca. den Zeitraum von 1909 bis 1934. Den Beginn machte der italienische Futurismus mit der Veröffentlichung des ersten futuristischen Manifests. Der Surrealismus war eine der letzten avantgardistischen Strömungen und ging bis ca. 1934.

Avantgardistische Stilrichtungen sind Strömungen in der Kunst, der Literatur und der Musik, die eine radikale Erneuerung der Künste forderten. Die drei wichtigsten avantgardistischen Stilrichtungen sind der Dadaismus, der Surrealismus und der Futurismus. 

Die Avantgarde ist ein Oberbegriff für verschiedene europäische Bewegungen und Gruppierungen in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Eine Gemeinsamkeit der Bewegungen war die Forderung der Abkehr von Traditionen und von konventionellen Normen in Kunst und Literatur.

Vor dem Dadaismus begann der Futurismus, dann verliefen die Strömungen parallel.

Finales Avantgarde Quiz

Frage

Was bezeichnet der Begriff Avantgarde ursprünglich? 

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Der Begriff Avantgarde stammt aus dem Militärwesen und bezeichnet eine kleine Einheit an Soldaten, die vor ihrem Heer reitete, um das Gebiet auszuspähen.

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Definiere die Bezeichnung Avantgarde in deinen eigenen Worten.

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Avantgarde ist ein Oberbegriff für verschiedene europäische Bewegungen und Gruppierungen in der Kunst, der Literatur und der Musik. Die Avantgardist*innen forderten eine radikale Ablehnung der alten Traditionen und wollten eine Erneuerung der Kunst und der gesellschaftlichen Strukturen erreichen.

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Frage

Nenne drei avantgardistische Bewegungen.

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Dadaismus, Surrealismus und Futurismus. 

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Wann begann die Avantgarde?

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Den Anfang der avantgardistischen Bewegungen machten die Futurist*innen im Jahre 1909.

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Was waren die gemeinsamen Forderungen der avantgardistischen Bewegungen im Hinblick auf die Literatur?

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Radikale Erneuerung der Sprache

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Was war die Grundhaltung des Dadaismus?

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Ablehnung des Kriegs

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Was war für die Literatur des Dadaismus typisch? 

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Einhaltung von bestehenden Regeln 

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Definiere den Begriff "Lautgedicht".

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Lautgedichte waren eine Form des Dadaismus, in der Laute und Lautmalereien aneinander gereiht wurden.

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Wie ist die Sprache der russischen Avantgardist*innen charakterisiert?

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Die russischen Avantgardist*innen verwendeten Lautmalereien, Neologismen und die sogenannte "Zaum-Sprache".

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Frage

Was bedeutet die Bezeichnung "Surrealismus" wörtlich? 

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Wörtlich heißt Surrealismus "Über der Wirklichkeit". 

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Welche künstlerischen Techniken waren für den Surrealismus typisch? 

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Notieren von Träumen

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Wo entstand der Futurismus? 

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Italien 

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Was waren Tendenzen des Futurismus?

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Kriegsverherrlichung

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Was inspirierte die Futurist*innen besonders? 

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Technischer Fortschritt und Geschwindigkeit 

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Nenne ein Werk der russischen Avantgarde.

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"Sieg über die Sonne" von Aleksej Krucenych

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Nenne einen wichtigen Vertreter des Dadaismus.

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Hugo Ball

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Was ist das "Automatische Schreiben"?

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Das Automatische Schreiben (écriture automatique) ist eine literarische Technik der Surrealist*innen, bei der der Gedankenfluss spontan und frei ohne nachzudenken niedergeschrieben wird.

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