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Aufklärung Epoche
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Aufklärung Epoche

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Akkumulation

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Anhäufung von Wörtern ohne
Nennung eines Oberbegriffs

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Anapher

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Antwort

Wiederholung eines Wortes/
einer Wortgruppe zu Beginn
aufeinanderfolgender Sätze,
Verse oder Strophen

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Frage

Antithese

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Antwort

Gegenüberstellung von gegen-
sätzlichen Gedanken/Aussa-
gen/Begriffen

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Chiasmus

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Überkreuzstellung von Satz-
gliedern

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Ellipse

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Antwort

unvollständiger Satz durch Aus-
lassung eines Wortes oder Satz-
teils

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Frage

Euphemismus

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Beschönigung, Verschleierung

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Frage

Hyperbel

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Übertreibung

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Frage

Inversion

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Umstellung von Satzgliedern,
abweichend vom normalen
grammatikalischen Gebrauch

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Frage

Metapher

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sprachl. Bild, bei dem ein Aus-
druck durch einen anderen, meist
anschaulicheren Begriff mit ähnli-
cher Bedeutung ersetzt wird; oft
als verkürzter Vergleich, bei dem
zwei Vorstellungsbereiche ohne
„wie“ verbunden sind

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Frage

Neologismus

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Wortneuschöpfung

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Parallelismus

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Antwort

gleichartiger Satzbau

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Frage

Personifikation

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Vermenschlichung eines Gegen-
standes

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Frage

Symbol

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bildhafter Ausdruck, der auf
etwas Abstraktes (einen Begriff,
eine Idee) verweist

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Frage

Vergleich

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Verknüpfung zweier Sachver-
halte oder Bildbereiche durch
Hervorhebung des Gemeinsa-
men (durch das Wort „wie“)

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Autoren und Werke im Barock

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  • Martin Opitz: Buch von der Teutschen Poeterey (für barocke Regelpoetik maßgebliche Abhandlung)
  • Andreas Gryphius: Katharina von Georgien (Drama), Sonette
  • Christoffel v. Grimmelshausen: Der Abentheuerliche Simplicissimus Teutsch (Schelmenroman)
  • Paul Gerhardt: Kirchenlieder
  • Angelus Silesius (eig.: Johannes Scheffler): Cherubinischer Wandersmann (Epigramme)
  • Jakob Bidermann: Cenodoxus (Drama)
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Frage

In welchem Zeitraum war die Epoche der Aufklärung?

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ca. 1720 bis 1800

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Frage

Von welchem Menschenbild geht die Epoche der Aufklärung aus?

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Antwort

• Mensch: von Natur aus gut
• Mensch als selbstbestimmtes Subjekt, das sein Bewusstsein aus der Entfaltung intellektueller, psychischer und physischer Fähigkeiten gewinnt
• Bildung der Humanität und Erziehung zum Rationalismus
• Überwiegen der Verstandesseite führt zu Strömungen, die das Gefühl kultivieren
(Empfindsamkeit, Pietismus u. a.)
• Rationalismus weckt Sehnsucht nach dem Naturzustand des Menschen

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Frage

Welche historischen Ereignisse und Prägungen spielten sich während der Epoche der Aufklärung ab?

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• gesamteuropäische, vom aufstrebenden Bürgertum getragene Bewegung
• Wurzeln in Renaissance und Humanismus: Sinnfrage und Organisation des menschlichen Lebens ausschließlich aus Vernunftgründen (rationalistisch)
• Vorbereitung bereits zuvor durch Grotius, Descartes, Spinoza (Niederlande); Hobbes, Locke, Newton, Hume (England); Leibniz (rationalistischer Idealismus; Deutschland)
• Immanuel Kant als wichtigster deutscher Philosoph der Aufklärung
• Glaube an den Sieg der Vernunft und an das Fortschrittsdenken: neues Bewusstsein und neues „Modell“ zur Erklärung der Welt
• Staatsvertrag anstelle des Gottesgnadenkönigtums
• natürliche Religiosität / Deismus anstelle des Offenbarungsglaubens
• natürliche Sittlichkeit anstelle tradierter Normen der Moral
• Literatur soll nützlich sein: Erziehung zur Humanität – Literatur mit lehrhaftem Charakter
• Rationalität als neuer Maßstab
• Dichtung soll die Natur nachbilden – allmählich setzt sich aber die kreative Fantasie als zweite schöpferische Quelle durch und bereitet die Vorstellung von der Dichterpersönlichkeit vor
• frz. Vertreter: Voltaire, Rousseau, Diderot

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Frage

Wie war das literarische Leben in der Aufklärung?

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Antwort

• Vorlesungen in deutscher Sprache durch Chr. Wolff stärken Deutsch als Kultursprache
• Vernunftkultur und Bekenntnis zur Toleranz
• zunächst Dramen der französischen Klassik als Vorbilder (nach Gottscheds literaturtheoretischer Regelpoetik: Versuch einer kritischen Dichtkunst für die Deutschen)
• dann mit Lessing: Aufwertung Shakespeares, Entwicklung des freieren bürgerlichen Trauerspiels (Lessings Kritik an Gottsched in seiner Hamburgischen Dramaturgie)
• Gottsched, seine Frau und Schüler übersetzen Voltaire, Molière, Racine und Corneille
• Städte als literarische Zentren: gebildetes bürgerliches Lese- und Theaterpublikum
• Ideale und Ideen der Humanität werden in der kritischen Öffentlichkeit diskutiert – Diskussionsplattformen sind: „moralische Wochenschriften“, literarische Zirkel, Streitschriften
• Beginn freien Schriftstellertums
• Strömung der Empfindsamkeit als Gegengewicht zum Rationalismus: Kultivierung der Freundschaft; Literatur als Ausdruck des Individuums; Innenschau und Pflege edler Gefühle

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Sprache und Stil, Themen und Formen in der Aufklärung

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• allgemein gilt: Klarheit im Satzbau; Einfachheit im Ausdruck; Verständlichkeit
• frz. Vorbilder im Drama: Exemplifizierung eines moralischen Satzes anhand eines geschichtlichen Vorbildes; „Ständeklausel“; Einheit von Ort, Zeit und Handlung; oft gereimte Alexandriner
• Lessings bürgerliches Trauerspiel: Mitleid erregen durch mittlere Charaktere; Lösen von Ständeklausel; selbstbewusst-kritischer Blick auf absolutistische Machtform; keine Versdichtung
• Themen: (religiöse) Toleranz, Bildung, Humanität / Sittlichkeit, Erkenntnisfähigkeit des Menschen
• lehrhafte Kurzformen der fiktionalen Literatur (Fabel, Parabel, Lehrgedicht, Epigramm, Ode, Fortsetzungsroman) und der sachlich-philosophischen Literatur (Essay, Traktat, Aphorismen)
• Aufklärungsroman: Abenteuerroman mit belehrendem Hintergrund
• Gedankenlyrik

• Empfindsamkeit: Lyrik / Idylle, Tagebuch, Briefroman, Autobiografie (Analyse von Gefühlen)

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Autoren und Werke in der Aufklärung

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  • Johann Chr. Gottsched: Der sterbende Cato (Mustertragödie)
  • Georg Chr. Lichtenberg: Aphorismen
  • Gotthold E. Lessing: Minna von Barnhelm (Komödie), Emilia Galotti (bürgerliches Trauerspiel),
  • Nathan der Weise (dramat. Märchen), Hamburgische Dramaturgie (Dichtungstheorie), Fabeln
  • Immanuel Kant: Was ist Aufklärung? (Traktat)
  • Christoph M. Wieland: Geschichte des Agathon (Roman)
  • Christian F. Gellert: Fabeln
  • Friedrich Klopstock: Der Messias (Epos), Gedichte der Empfindsamkeit
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In welchem Zeitraum war die Epoche des Sturm und Drang?

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ca. 1765 bis 1785

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Welche historischen Ereignisse und Prägungen spielten sich während der Epoche des Sturm und Drang ab?

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• Wendung gegen den fortschrittsoptimistischen Rationalismus der Aufklärung
• Aufbruchsstimmung: kraftvolle Befreiung von gesellschaftlichen Beschränkungen
• Idealismus begründet in seiner Rationalismuskritik den Subjektivismus: Gegenstand der Erkenntnis sind Abbilder der Dinge als Produkte der geistigen Tätigkeit (Kants Erkenntnistheorie)
• seit Kants „Kopernikanischer Wende“: metaphysische Fragen nicht rational bzw. wissenschaftlich beantwortbar – Bedeutung für die Ethik: das Tun des Menschen nicht nach metaphysischen
Prinzipien regelbar
• Subjektivismus, Vorrang des Wollens vor dem Sollen und Gefühlskult der Empfindsamkeit: Entdeckung des kreativen Anteils des Individuums an der literarischen Produktion (Schlagworte: Genie; Ideal)
• Ablösung künstlerischer Produktion von ihrer Zweckgebundenheit und weitgehende Autonomie des Künstlers und der Schönheit des ästhetischen Werkes
• Begriff „Sturm und Drang“: zurückgehend auf gleichnamiges Drama von Friedrich Maximilian von Klinger – alternative Epochenbezeichnungen: Geniezeit
• Vorbilder: Homer, Shakespeare, Bibel, Volksdichtung (hier vor allem Macphersons Ossian)

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Von welchem Menschenbild geht die Epoche des Sturm und Drang aus?

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• Ideal: natürlicher und unverbildeter Mensch, Individualität mit schrankenloser Selbstentfaltung, Befreiung von Bevormundung und von unbegründeter Autorität, Mensch als Individuum mit Herz und Verstand (in diesem Sinne Weiterentwicklung der Aufklärung)
• „Originalgenie“ als Begriff für den Kraftmenschen: Dichter als Schöpfer – Medium der Literatur als Ausdruck der Schöpferkraft des Menschen schlechthin
• Kampf um Freiheit von Regeln / Zwängen im ästhetischen und gesellschaftspolitischen Sinne
• Begriffe wie Herz, Fantasie und Gefühl als Ergänzung zur auf den Verstand reduzierten Vernunft
• Vordenker: J. J. Rousseau, E. Young

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Wie war das literarische Leben im Sturm und Drang?

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• Träger der jungen Bewegung: hauptsächlich gebildete Männer aus dem Bürgertum
• „Göttinger Hain“ (Mitglieder u. a. Boie, Voss, Hölty, Graf Stolberg): Freundschafts- und Dichterbund überwiegend norddeutscher Studenten – Vorbild Klopstock und Nähe zur Empfindsamkeit
• Zentren: Straßburg (Herder, Lenz, Goethe); Frankfurt (Goethe, Schlosser, Klinger); Schwaben (Schiller, Schubart); Göttingen
• heftige Kritik an Empfindsamkeit und Geniekult durch Nicolai und Lichtenberg
• Herder als gemeinsamer Bezugspunkt der meisten Schriftsteller des Sturm und Drang

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Sprache und Stil, Themen und Formen im Sturm und Drang

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• Kraftausdrücke, Dialekt etc. als Ausdruck natürlicher Sprache
• Gefühlsbetontheit / Leidenschaftlichkeit der Sprache: Ausrufe, Hyperbeln, starke Bildlichkeit etc.
• Leitbegriffe und Leitthemen: Herz, Natur, Abend, Nacht, Freundschaft, Liebe, Einsamkeit, Freiheit, Brüderlichkeit, Gleichheit, politischer Widerstand, Einstehen für Gerechtigkeit
• Lyrik: beeinflusst von Klopstocks Oden; Erlebnislyrik: unmittelbarer Ausdruck des Gefühls (bevorzugt Liebeslyrik)
• Dramen: geschichtlich verortbare Stoffe mit Kritik an autoritären Strukturen
• Orientierung der Dramenform an Shakespeare: Abkehr vom hohen Stil der aristotelischen
Tragödie; Tendenz zur freieren Form des offenen Dramas
• Briefroman als Gestaltungsmöglichkeit der individuellen Perspektive einer Romanfigur

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Autoren und Werke im Sturm und Drang

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  • Johann G. Herder: Von deutscher Art und Kunst (Sammlung programmatischer Schriften)
  • Johann W. v. Goethe: Prometheus (Ode), Die Leiden des jungen Werthers (Briefroman), Götz von Berlichingen (Drama), Urfaust (Drama), Sesenheimer Lieder (Sammlung mit Erlebnislyrik)
  • Friedrich Schiller: Die Räuber (Drama), Kabale und Liebe (Drama)
  • Friedrich M. Klinger: Sturm und Drang (Drama)
  • Jakob R. M. Lenz: Die Soldaten (Drama)
  • Gottfried A. Bürger: Balladen (u.a.: Lenore)
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In welchem Zeitraum war die Epoche der Klassik?

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ca. 1786 bis 1805

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Von welchem Menschenbild geht die Epoche der Klassik aus?

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• Leitgedanken: Harmonie, Würde, Humanität, Autonomie, Toleranz, Selbstbestimmung
• Ideal: die volle Entfaltung aller moralischen, intellektuellen und kreativen Möglichkeiten, die durch die Beschäftigung mit der autonomen Kunst gebildet werden sollen
• Abschied vom subjektivistischen Ich-Verständnis des Sturm und Drang
• Ästhetik als Gegenentwurf zu den Schrecken der Französischen Revolution:
nicht die Gesellschaft erzieht den Einzelnen, sondern Selbsterziehung durch Bildung
• Verbesserung gesellschaftlicher Zustände durch ästhetische Selbstbildung des Einzelnen zur Harmonie (Leitbilder in Plastiken und Tragödien der griechischen Antike)
• Postulat eines inneren Sittengesetzes (Kategorischer Imperativ)
• Leitbild: Jeder Mensch trägt die natürlichen Anlagen zur sittlichen Selbstbestimmung in sich

• Ziel: Ausgleich der Gegensätze zwischen Verstand und Gefühl, Geist und Natur, Gesetz und
Freiheit, Pflicht und Neigung, Anspruch der Gesellschaft und Recht des Einzelnen
• verschiedene Harmoniekonzepte: Goethes „Naturidealismus“ und Schillers „Vernunftidealis-
mus“ (siehe Doppelstatue in Weimar: Goethes Blick geerdet und Schillers Blick in die Ferne)

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Welche historischen Ereignisse und Prägungen spielten sich während der Epoche der Klassik ab?

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• Begriff der Klassik: Bezeichnung für Epochen einer hohen Kulturstufe mit Vorbildcharakter – klassische Phasen in Europa: Renaissance in Italien, spanische Klassik (Cervantes, Calderon), englische Klassik (Shakespeare, elisabeth. Zeitalter), französische Klassik (Racine, Corneille)
• Weimarer Klassik als deutsche klassische Epoche: Beginn mit Goethes Italienreise (1786), Ende mit Schillers Tod (1805); gelegentlich ist mit dem Epochenbegriff auch nur die Zeit der engeren Zusammenarbeit von Schiller und Goethe in Weimar gemeint (1795 –1805)
• weitere in Weimar wirkende Autoren: C. M. Wieland, J. G. Herder (bilden zusammen mit Goethe und Schiller das sogenannte „Viergestirn“)
• Winckelmanns Kunsttheorie: Anregungen für Klassik-Verständnis der Antike – Einfachheit, Maß, Harmonie von Körper und Geist als Bedingung abendländischer ‚Größe‘
• Neubearbeitung antiker Stoffe im Geist der Humanität (z. B. Iphigenie auf Tauris)
• parallel zu Klassik / Romantik ohne klare Epochenzugehörigkeit: H. v. Kleist, J. Paul, Fr. Hölderlin
• Ideale des Guten, Wahren, Schönen

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Wie war das literarische Leben in der Klassik?

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• Förderung durch den Weimarer Hof des Herzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach
• klassisches Weimar („Musenhof“): Gesellschaft aus gebildeten Angehörigen des Bürgertums und Adels – deutsches Zentrum des geistigen Lebens (Herder, Wieland, Goethe, Schiller)
• freundschaftliche Verbindung von Goethe und Schiller: zum Teil enge Zusammenarbeit (z. B. die gemeinsam verfassten Xenien, eine Sammlung von polemischen, kulturpolitischen Distichen)
• von Schiller gegründete, programmatische Monatsschrift Die Horen (1795 –1797)
• Ziel der literarischen Zusammenkünfte: Veredelung des Menschen durch die schöne Kunst
• Goethe als Direktor des Weimarer Hoftheaters von 1791–1817
• neben literarischer Produktion auch wissenschaftliche, historische und philosophische Studien wichtig – zugleich Blüte der idealistischen Philosophie
• Ideal: Weltbürgertum (statt aufkommender Nationalstaatsidee während der Napoleon-Kriege)

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Sprache und Stil, Themen und Formen in der Klassik

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• Maß, Gesetz und Formstrenge, die sich in Inhalt, Sprache und Aufbau harmonisch verbinden (Ethos der Form)
• Drama: metrisch gebundene Sprache (Blankvers), hoher Stil, wenig Individualität im Ausdruck
• Anverwandlung antiker Vorbilder, Rückgriffe auf antike Mythologie und geschichtliche Stoffe
• im Besonderen kommt das Allgemeingültige zum Ausdruck; Verallgemeinerbarkeit der Stoffe
• Themen: Humanität, Freiheitsidee, Harmonie von Pflicht und Neigung
• statt Individualität und Subjektivität des Sturm und Drang nun allgemeine Menschlichkeit und Wahrheit: Konflikte verlagern sich ins Innere der stilisierten und idealisierten Figuren
• Ideal der „schönen Seele“: Verkörperung der spannungsvollen Harmonie
• Lyrik: klassische Formen (z. B. Elegien, Epigramme)
• Verwendung der aristotelischen Dramenform (geschlossene Form)
• Epik: vor allem Bildungsroman

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Autoren und Werke in der Klassik

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  • Johann W. von Goethe: Iphigenie auf Tauris, Torquato Tasso, Faust. Ein Fragment (Dramen), Wilhelm Meister-Romane, Römische Elegien (Gedichte)
  • Friedrich Schiller: Wallenstein, Maria Stuart, Wilhelm Tell (Dramen), Balladen / Gedichte, Über die ästhetische Erziehung des Menschen (programmatische Abhandlung)
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In welchem Zeitraum war die Epoche der Romantik?

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ca. 1795 bis 1830

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Welche historischen Ereignisse und Prägungen spielten sich während der Epoche der Romantik ab?

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• teilweise parallel zu Klassik und Vormärz
• europäische Bewegung
• Gegenbewegung zum Nützlichkeitsdenken der Aufklärung und zur Verzwecklichung
des Menschen in der Industrialisierung
• geistesgeschichtlich die letzte Stufe des Idealismus (prägend: Kant, Fichte, Schelling)
• Gemeinsamkeit mit Klassik: hohe Einschätzung der Kunst („Kunstperiode“)
• weiterhin hohe Wertschätzung des Gefühls (wie im Sturm und Drang / in der Empfindsamkeit)
• weiterhin Hinwendung zur Volksliteratur
• drei Phasen: Frühromantik (1795 –1804), Hochromantik (1804 –15) und Spätromantik (1815 – 30)
• Bewusstsein für Verlust der Einheit der Welt, des Ich und von Mensch und Natur, Kunst und Leben – Ausrichtung auf Wiederherstellung dieser Einheit in der Literatur
• statt ästhetischer Erziehung (im Sinne Schillers) Poetisierung des Lebens und der Gesellschaft
• parallel zu Klassik / Romantik ohne klare Epochenzugehörigkeit: H. v. Kleist, J. Paul, Fr. Hölderlin
• Rückbesinnung auf verlorene Vergangenheit (bei manchen Autoren Hinwendung zum christlichen Mittelalter als „goldenem Zeitalter“, das es wiederzuerlangen gilt)
• Heinrich Heine als „letzter Dichter der Romantik“: Überwindung und Ironisierung der Romantik

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Von welchem Menschenbild geht die Epoche der Romantik aus?

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• der Blick geht nach innen im Sinne einer Entdeckung des Unbewussten: zum einen fantastisch überformter Blick ins Innere als positive Gegenwelt, zum anderen Nachtseiten der Psyche
• Entgrenzung des Menschen – hin zum Traum, zum Wunderbaren, aber auch zum Wahnsinn
• Hochschätzung von Traum und Sehnsucht
• aufgrund realpolitischer Ohnmacht und gegen die Eintönigkeit des bürgerlichen Alltags: Fokus auf intensivem Erleben (und nicht mehr auf der vernunftgemäßen Veränderung) der Welt
• Suche des Menschen nach Wiederherstellung des verloren gegangenen Sinnzusammenhangs

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Wie war das literarische Leben in der Romantik?

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• Zentren: Jena (Frühromantik um die Brüder Schlegel), Heidelberg (vor allem Hochromantik um Arnim, Brentano, Eichendorff), Berlin (Frühromantik, aber vor allem Spätromantik)
• literarische Salons (besonders auch von Frauen – z. B. Caroline Schlegel und Rahel Varnhagen)
• Zeitschrift „Athenäum“ der Brüder Schlegel als maßgebliches Organ der Frühromantik
• Fülle an Übersetzungen von Werken der Weltliteratur (z. B. Shakespeare, Cervantes, Calderon)
• Künstler: schmaler Grat zwischen bürgerlichem Alltagszwang und poetischer Existenz
• Schlegels Maßgabe für romantische Literatur: „Progressive Universalpoesie“
– Integration verschiedener Gattungen und Künste, von Philosophie und Kritik etc.
– eigentliches Wesen der romantischen Poesie: unabschließbar und immer im Werden
• Dichter als Künder der Wahrheit
• Sammlung und Herausgabe von Märchen und Liedern (Hinwendung zur Volkspoesie)

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Autoren und Werke der Romantik

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  • Ludwig Tieck: Der gestiefelte Kater (Komödie), Franz Sternbalds Wanderungen (Roman)
  • Novalis: Heinrich von Ofterdingen (Romanfragment), Hymnen an die Nacht (Gedichtzyklus)
  • Clemens Brentano / Achim v. Arnim (Hrsg.): Des Knaben Wunderhorn (Volkslied-Sammlung)
  • Joseph v. Eichendorff: Aus dem Leben eines Taugenichts (Novelle), Gedichte
  • Brüder Grimm: Kinder- und Hausmärchen (Märchen-Sammlung)
  • E. T. A. Hoffmann: Die Elixiere des Teufels (Roman), Der Sandmann, Der goldne Topf (Novellen)
  • Karoline v. Günderrode: Gedichte
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Sprache und Stil, Themen und Formen in der Romantik

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• leicht verständliche Sprache in volksliedhafter Lyrik; Wohlklang und Wortmusik (z. T. Aufhebung der Grenzen zur Lyrik), Sprachmagie
• absolute Autonomie des Dichters: Aufhebung aller Regeln (gegen Harmonieideal der Klassik)
• „Romantische Ironie“ (Brechungen der Abgeschlossenheit eines Werks und der universalen Weltschau im Paradoxen, im Grotesken und im metafiktionalen Erzählen)
• Themen und Motive: Sehnsucht, Traum, Wahnsinn, Entgrenzung, Einsamkeit, Schwermut, Vergänglichkeit, Reisen und Wandern; Nacht, Tal, Berg, Wunderbares und Fantastisches
• thematisch gegen Philistertum und Bürgerlichkeit gerichtet
• Idealisierung des Mittelalters
• „Blaue Blume“ als Symbol für die metaphysische Sehnsucht nach dem Fernen / Unerreichbaren
• Ur-Motiv der Nacht, in der die innere ersehnte, sinndurchwaltete Gegenwelt wirklich wird
• Roman als universale Form, deren Teil die Lyrik ist – das Ganze im Fragment
• Formen: vor allem Epik (Roman, Novelle, Erzählung / Märchen) und Lyrik; kaum Dramen

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In welchem Zeitraum war die Epoche des Vormärz und Jungen Deutschland?


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ca. 1815 bis 1848

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Welche historischen Ereignisse und Prägungen spielten sich während der Epoche des Vormärz und Jungen Deutschlands ab?

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• Vormärz: geschichtlicher Begriff für die Zeit zwischen der französischen Julirevolution (1830) und der deutschen Märzrevolution (1848) – im weiteren Sinne für die Zeit der politischen Restauration (nach dem Wiener Kongress 1815 bis 1848)
• parallel zur Biedermeierzeit
• Träger der Bewegung: junge Intellektuelle und liberales Bürgertum
• ideengeschichtlich: Abgrenzung gegen den Idealismus
• Verarbeitung der unruhigen Zeit: progressiv-demokratische Ausrichtung gegen reaktionär-restaurative Politik (gegen Zensur, Bespitzelung, Unterdrückung der Meinungsfreiheit)
• „ Junges Deutschland“: literarische Bewegung mit liberaler Gesinnung und politischem Engagement
• Kunst als Mittel des politischen Kampfes
• Büchner und Heine werden dem Vormärz zugerechnet, ragen aber über die Menge der Journalisten und zeitgebundenen Autoren und Autorinnen hinaus (durch ihre Bearbeitung allgemeinerer „humanistisch-literarischer“ Themen)
• Heine: „Ende der Kunstperiode“ (Ende der Klassik und der Romantik)

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Von welchem Menschenbild geht die Epoche des Vormärz und Jungen Deutschlands aus?

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• seit der Aufklärung einsetzende wissenschaftlich-empirische Perspektive: Theorien der sozialen und natürlichen Determinierung des Verhaltens ändern das Menschenbild
• soziale Verhältnisse werden als von der Gesellschaft gestaltet, d. h. als veränderbar begriffen: Forderung nach Mitbestimmung
• Augenmerk besonders auf innerweltliche Bedingungen des Menschen gerichtet
• Freiheit des Einzelnen in der Gesellschaft wird als stark beschränkt aufgefasst

• Vorwurf gegen den Idealismus: unrealistisches und unpolitisches Menschenbild

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Wie war das literarische Leben im Vormärz und Jungen Deutschland?

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• durch Forderung nach Mitgestaltung: gesteigertes Informationsbedürfnis – bis zu 80 % der Bevölkerung als mögliche Leserschaft
• Leihbibliotheken eröffnen zunehmend Informationsmöglichkeit auch für ärmere Schichten
• steigende Auflagenzahlen: Zeitschriften, Zeitungen, Bücher
• publizistische Tätigkeit der Schriftsteller: Flugblätter, Streitschriften etc. – Präferenz für Tagesliteratur
• Ziel ist die Meinungsbildung: Presse als Kampfmittel
• Aufgabe der Literatur: Kampf gegen soziales Elend und Unterdrückung
• politische Zensur (Karlsbader Beschlüsse, 1819) erschwert publizistisch-literarische Arbeit
• „Junges Deutschland“ (u. a. Karl Gutzkow, Heinrich Laube, Theodor Mundt, Ludwig Börne – Heinrich Heine wird auch dazu gezählt): lose Verbindung durch oppositionelle, revolutionäre
Ausrichtung, aber keine literarische Schule oder politische Gruppe im eigentlichen Sinne
• Büchner teilt die revolutionären Ziele der Jungdeutschen, distanziert sich jedoch von ihnen; kein Glaube an Umsturz durch Tagesliteratur – Büchner wird, wie viele andere mit diesem Gedanken-
gut, politisch verfolgt
• Verbot der Jungdeutschen 1835 als „staatsgefährdend“

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Sprache und Stil, Themen und Formen im Vormärz und Jungen Deutschland

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• Literatur soll wirken: Themen und deren Aufbereitung bewusst populär
• populärer Stil, einfache und verständliche Sprache, z. T. der Umgangssprache angepasst, Benutzung von Dialekten
• insbesondere bei Heine: Ironie als Mittel der Kritik
• Themen: soziale, politische Missstände, Antihelden; kritischer Blick auf Deutschland (Heine)
• literarische Formen an der Grenze zur Publizistik: Reiseberichte, Briefe, politische Lyrik
• sonstige literarische Formen: Drama (v. a. Büchner); Gedichte; Versepen (v. a. Heine)

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Autoren und Werke im Vormärz und Jungen Deutschland

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  • Ludwig Börne, Ferdinand Freiligrath, Georg Herwegh: Artikel, Streitschriften, Gedichte
  • Karl Gutzkow: Wally die Zweiflerin (Roman)
  • Heinrich Heine: Reiseberichte, Gedichte, Essays, Deutschland. Ein Wintermärchen, Atta Troll. Ein Sommernachtstraum (Versepen)
  • Georg Büchner: Woyzeck, Dantons Tod (Dramen), Lenz (Erzählung), Der Hessische Landbote (Flugschrift)
  • Christian D. Grabbe: Die Hermannsschlacht
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In welchem Zeitraum war die Biedermeier Epoche?

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ca. 1815 bis 1848

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Welche historischen Ereignisse und Prägungen spielten sich während der Biedermeier Epoche ab?

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• Biedermeier: Bezeichnung leitet sich her von der Spottgedichtesammlung Gedichte des schwäbischen Schulmeisters Gottlieb Biedermaier (1855 – 57)
• „Biedermeier“ auch als Stilbegriff für die bürgerliche Wohnkultur dieser Zeit gebräuchlich
• (zum Teil) parallel zur späten Romantik sowie zu Vormärz und Jungem Deutschland
• an Klassik (Humanität, Harmonie) und Romantik (Idee des Schönen) anknüpfend
• Aufgabe der Literatur: Erbe des Idealismus tradieren
• unpolitisch und wertekonservativ: Abwendung vom Zeitgeschehen bzw. eher zur Restauration tendierend
• biedermeierliches Lebensgefühl häufig von Schwermut, Resignation und Stille geprägt
• typisch biedermeierliche Haltung: der als gefährdet wahrgenommenen Lebenssituation durch
Ordnung und Vernunft begegnen
• Idyllisierung zur Überbrückung des wahrgenommenen Gegensatzes von Ideal und Wirklichkeit
• Landschaftsgebundenheit vieler Autoren
• in der Biedermeierzeit große Bandbreite der Literatur – von trivial-dilettantischer Literatur bis hin zu großen Werken wie Die Judenbuche von Droste-Hülshoff oder Der Nachsommer von Stifter

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Von welchem Menschenbild ging die Biedermeier Epoche aus?

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• Erbe der Klassik: Entwicklung des Menschen als Bildung zur inneren Harmonie
• Unterschied zur Klassik: Absage an gesellschaftspolitischen Anspruch ästhetischer Bildung
• Erbe der Romantik: Ehrfurcht vor dem Schönen
• Unterschied zur Romantik: Aufgeben der Selbst-Entgrenzung und des radikalen Subjektivismus
• Werte der Selbstbescheidung und der Selbstgenügsamkeit
• Haltung der Mitte und des Maßes
• Kunstsinn, Familiensinn und Sinn für das Bescheidene bestimmen innere Entwicklung
• Spannung: Bedrohung des Idylls durch äußere und innere Kräfte

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Wie war das literarische Leben in der Biedermeier Epoche?

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• Gründung des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler (1825) und Gesetze zum Schutz des Urheberrechts (1837 und 1845)
• Pflege der literarischen Tradition im Theater, im Zeitschriftenwesen, im Verlagswesen
• Weitergabe der Klassiker im Bildungswesen
• Sammlung von Werken in Ausgaben
• Träger der Biedermeier-Literatur: gebildetes Bürgertum
• anspruchsvolle Literaten der Biedermeierzeit: häufig gefährdete Charaktere (Schwermut,
Hypochondrie, Suizidgefahr, Hypersensibilität)
• private Zirkel mit Interesse für Wissenschaft, Literatur und Musik
• Trivial-Biedermeier: große Zahl von Belletristik mit Tendenzen zum Dilettantismus
• Literatur versteht sich als unpolitisch; hierbei: Fortwirken der Ästhetik der Klassik unter Wegfall der politischen Dimension
• keine ästhetische oder theoretische Programmatik (im Unterschied zur vorangehenden Romantik und zum nachfolgenden Realismus)

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Sprache und Stil, Themen und Formen im Biedermeier

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• meist schlichte, verständliche Sprache; dabei Hochschätzung der Bildlichkeit
• Geringachtung der Form – stattdessen Vorliebe für Lebensnähe
• Detailgenauigkeit in der Beschreibung
• Themen: Familie, Ordnung und bürgerliche Beschaulichkeit, das Idyllische, Unterordnung unter das Schicksal, Verzicht und Entsagung
• Schaffen einer heilen poetischen Welt, die der Realität entgegengestellt wird
• Dramen: klassizistische Stücke, Lustspiele, Dramen für die Volksbühne
• Lyrik: häufig in Gedichtzyklen, Tendenz zur Volksliedhaftigkeit, Balladen eher mit epischen als mit dramatischen Zügen
• Epik: eher kleinere Formen – Novelle, Erzählungen, Märchen, Idylle; zum Teil aber auch größere Form des Romans (Entwicklungsroman)

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