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Aufklärung Epoche

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Aufklärung Epoche

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit.1

Wenn Du einen Sachverhalt nicht verstehst und er Dir dann erklärt wird, dann wird er verständlich. Auch Verbrechen werden zum Teil aufklärt und in der Schule klären Lehrerinnen und Lehrer ihre Schülerinnen und Schüler im Fach Biologie über Sexualität auf. All das wird unter dem Begriff "Aufklärung" verstanden.

Doch der Begriff "Aufklärung" bezeichnet aber auch eine kulturwissenschaftliche Epoche des 18. Jahrhunderts. Literaturwissenschaftlich wird sie auf den Zeitraum von 1720 bis 1800 datiert. Der wohl bedeutendste Vertreter dieser Epoche ist der Philosoph Immanuel Kant. Sein oben angeführtes Zitat, aus dem Dezemberheft des Jahres 1784 der Berlinischen Monatsschrift, wurde zum Leitmotiv der Aufklärung.

Immanuel Kant (1724-1804) war ein deutscher Philosoph und einer der wichtigsten und bedeutendsten Vertreter der Epoche der Aufklärung.

Definition und Hintergründe der Aufklärung

Die Aufklärung bezeichnet eine literaturwissenschaftliche Epoche des 18. Jahrhunderts, die im Zeitraum von 1720 und 1785 angesiedelt wird. Die Autorinnen und Autoren dieser Zeit sahen die rationale Vernunft als die wichtigste, menschliche Fähigkeit an. Von dieser Fähigkeit ausgehend erhofften sich die Repräsentantinnen und Repräsentanten der Aufklärung gesellschaftliche Veränderungen auf sozialer, politischer und philosophischer Ebene.

Das zentrale Anliegen dieser Epoche war die Emanzipation, also Befreiung des Menschen aus strukturellen Abhängigkeiten vom Adel und der Kirche mittels ihrer Fähigkeit vernünftig und selbstständig zu denken. Während der Aufklärung wurde neben der rationalen Vernunft auch das empirische Erkenntnisverfahren betont, um wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn zu erzielen.

Die rationale Vernunft geht davon aus, dass sich Erkenntnisse jeglicher Art auch ohne sinnliche Wahrnehmung des zu untersuchenden Gegenstands gewinnen lassen. Rationale Vernunft bedeutet konkret das Erkennen von Mustern oder Gesetzmäßigkeiten, aus denen sich Regeln und Bedingungen ableiten lassen. Werden die Muster zutreffend erkannt, also eine korrekte Regel abgeleitet, dann ist die Schlussfolgerung einer neuen Aussage möglich.

Fachsprachlich wird dieses Vorgehen auch als deduktiv (lat. deductio, "Ableitung") bezeichnet. Umgangssprachlich ist dieser Prozess des Erkenntnisgewinns auch als "logisches Schließen" bekannt.

Das liegt daran, dass zunächst eine logische Regel und eine Bedingung erkannt werden. Auf sie folgt dann eine logische Schlussfolgerung. Bei diesem Vorgehen ist allerdings anzumerken, dass hierdurch keine neuen Erkenntnisse gewonnen werden können. Denklogisch ist dies nicht möglich, da empirische Erkenntnisse immer die ursprüngliche Grundlage darstellen. Durch diese Grundlage können Muster bzw. Regeln und Bedingungen überhaupt erst untersucht und erkannt werden.

logische Regel: Fische leben im Wasser.

Bedingung: Mein Clownfisch Karl ist ein Fisch.

Schlussfolgerung: Karl lebt im Wasser.

Im Französischen wird das Zeitalter der Aufklärung als Siècle des lumières bezeichnet, was übersetzt "Jahrhundert der Lichter" bedeutet. Während das Mittelalter als Zeit des dunkeln Aberglaubens angesehen wurde, brachten die Menschen in der Epoche der Aufklärung erstmalig Licht in diese jahrhundertelange Dunkelheit.

Seit dem 17. Jahrhundert wurden für die Epoche der Aufklärung das englische Verb to enlighten und das Partizip enlightened verwendet. Die beiden Begriffe heißen übersetzt so viel wie "Verständnis schaffen" oder auch "aufklären". Im 20. Jahrhundert wurde, im englischsprachigen Raum, das Nomen Entlightenment als Epochenbegriff gewählt.

Um 1770 wurde schließlich das deutsche Wort "Aufklärung" als Bezeichnung für die Epoche gewählt. Immanuel Kant prägte diesen Begriff mit seinem berühmten Aufsatz "Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?" in der Dezemberausgabe des Jahres 1784 der Berlinischen Monatsschrift. Das darin enthaltene Zitat:

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit.1

wurde zum Leitmotiv des 18. Jahrhunderts. Der Mensch sollte seinen Verstand benutzen und sich hierdurch zu einer mündigen Persönlichkeit entwickeln.

Der historische Hintergrund der Aufklärung

Im 18. Jahrhundert änderte sich einiges grundlegend innerhalb der Gesellschaft. Deutschland wurde durch den Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) in viele kleine Territorien aufgeteilt. So kam es, dass das Heilige Römische Reich Deutscher Nation tatsächlich aus über 300 souveränen Einzelstaaten bestand. Die Entscheidungsfindung in den Bereichen Politik, Gesetzgebung oder Wirtschaft, war demnach die Aufgabe der jeweiligen Staaten.

Im 18. Jahrhundert änderte sich einiges in der Gesellschaft. Diese Änderungen waren bedeutungsvoll. Deutschland wurde durch den Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) nämlich in viele kleine Territorien aufgeteilt. So kam es, dass das Heilige Römische Reich Deutscher Nation tatsächlich aus über 300 souveränen Einzelstaaten bestand. Die Entscheidungsfindung in den Bereichen Politik, Gesetzgebung oder Wirtschaft, war demnach die Aufgabe der jeweiligen Staaten.

Die Religions- und Bürgerkriege

Durch die Reformation wurde die katholische Kirche, im Jahr 1517, zudem in verschiedene Konfessionen gespalten. Hierdurch entstanden immer wieder Religions- und Bürgerkriege.

Aufgrund dessen begannen die Menschen, die Welt zu hinterfragen. Hierzu zählten die Religion, der Absolutismus und die bestehenden Gesellschaftsstrukturen mitsamt ihren Missständen.

Die Auswirkungen der Französischen Revolution

Im Jahr 1789 entwickelte sich, in Frankreich, schließlich die Französische Revolution, bei der die Menschen ihren Drang nach Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit durchsetzten.

Die Epoche der Aufklärung war eine Folge der Französischen Revolution. Auslöser für die Revolution war die Auflehnung des dritten Standes, also der Leibeigenen, Bauern und Stadtbürger, gegen die sie beherrschenden ersten- und zweiten Stände.

Die Ständeordnung des Mittelalters lässt sich bildlich mit einer Pyramide vergleichen: Die ersten beiden Stände waren, was die Anzahl der ihnen angehörigen Personen anbelangt, wesentlich weniger stark besetzt als der dritte Stand. Ein entscheidender Grund dafür, dass sich dies auch über Jahrhunderte nicht veränderte, war, dass die Zugehörigkeit zum ersten oder zweiten Stand ausschließlich durch Verwandtschaft begründet werden konnte. Ein Aufstieg aus dem dritten Stand war vom System grundsätzlich nicht vorgesehen.

1. Stand: Der Klerus (die geistlichen Führer)

2. Stand: Der Adel

3. Stand: Die Bauern, die Stadtbürger und die Leibeigenen

Abbildung: Die Ständeordnung des Mittelalters

Nachdem die Revolution erfolgreich durchgesetzt werden konnte, wurde der herrschende Adel in Frankreich entmachtet. Der dritte Stand entkam in der Folge aus einer jahrhundertelangen Abhängigkeit. Hierdurch entstand eine neue gesellschaftliche Klasse: das Bürgertum. Kennzeichnend für diese neue, überall in Europa entstehende gesellschaftliche Klasse war ihr Zugewinn an individueller und kollektiver Freiheit. Diese entwickelte sich durch die Selbstbildung und Entmachtung der Eliten.

Die Emanzipation des dritten Standes

Nachdem die Revolution erfolgreich durchgesetzt werden konnte, wurde der herrschende Adel in Frankreich entmachtet. Der dritte Stand entkam in der Folge aus einer jahrhundertelangen Abhängigkeit. Hierdurch entstand eine neue gesellschaftliche Klasse: das Bürgertum. Kennzeichnend für diese neue, überall in Europa entstehende gesellschaftliche Klasse, war ihr Zugewinn an individueller und kollektiver Freiheit. Diese entwickelte sich durch die Selbstbildung und Entmachtung der Eliten.

Die Emanzipation des dritten Standes durch die Erfindung des Buchdrucks

Nachdem die Revolution erfolgreich durchgesetzt werden konnte, wurde der herrschende Adel in Frankreich entmachtet. Der dritte Stand entkam in der Folge aus einer jahrhundertelangen Abhängigkeit. Hierdurch entstand eine neue gesellschaftliche Klasse: das Bürgertum. Kennzeichnend für diese neue, überall in Europa entstehende gesellschaftliche Klasse, war ihr Zugewinn an individueller und kollektiver Freiheit. Diese entwickelte sich durch die Selbstbildung und Entmachtung der Eliten.

Die Emanzipation des dritten Standes durch die Erfindung des Buchdrucks

Nachdem die Revolution erfolgreich durchgesetzt werden konnte, wurde der herrschende Adel in Frankreich entmachtet. Der dritte Stand entkam in der Folge aus einer jahrhundertelangen Abhängigkeit. Hierdurch entstand eine neue gesellschaftliche Klasse: das Bürgertum. Kennzeichnend für diese neue, überall in Europa entstehende gesellschaftliche Klasse, war ihr Zugewinn an individueller und kollektiver Freiheit. Diese entwickelte sich durch die Selbstbildung und Entmachtung der Eliten.

Die Emanzipation des dritten Standes durch die Erfindung des Buchdrucks

Die Emanzipation des dritten Standes vom Adel wurde in der weiteren Folge zum Anlass genommen, auch andere Abhängigkeiten infrage zu stellen: Neben der Abhängigkeit vom Adel bestand vordergründig, in philosophischen Fragen, eine enorme Abhängigkeit von den Lehren und Verhaltensregeln der Kirche. In dieser Konstellation lag die Abhängigkeit und das ihr zugrundeliegende Machtmissverhältnis zwischen dem ersten und zweiten Stand einerseits und dem dritten Stand. Dies wurde andererseits vordergründig darin begründet, dass der dritte Stand nicht lesen und sich dementsprechend nicht selbst bilden konnte.

Die Erfindung des Buchdrucks im 15. Jahrhundert durch Johannes Gutenberg stellte eine wichtige Weiche für die Aufklärung. Bücher waren von diesem Zeitpunkt an auch für Angehörige des dritten Standes leichter zugänglich. Vorher existierten Bücher vorrangig in Klöstern. Fast ausschließlich Klöster wurden vor der Erfindung des Buchdrucks damit betraut, Bücher (handschriftlich) zu kopieren und anschließend zu archivieren. Dieses Bildungsmonopol des Klerus wurde also u. a. durch die Erfindung des Buchdrucks aufgeweicht.

Johannes Gutenberg (1400-1468) war ein deutscher Erfinder. Seine bedeutendste Erfindung war der moderne Buchdruck mit beweglichen Metallbuchstaben.

Rationale Vernunft und Bildung

Zudem forderten die Philosophen der damaligen Zeit, darunter Immanuel Kant, dass der Mensch "sich aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit befreien müsse". Der Mensch besaß nämlich von Natur aus die Fähigkeit und mithin das Recht, rational-vernünftig zu denken. Die Epoche der Aufklärung ist europaweit von einem Emanzipations-Trend gekennzeichnet: Menschen entdeckten ihre eigenen Kompetenzen und nahmen ihre eigene Bildung in die Hand.

Ziel der Menschen war es, durch Bildung selbstbestimmter und in der Folge glücklicher zu werden. Speziell hinsichtlich der Literatur veränderte sich auch vieles. Durch das neu entstandene Bedürfnis der Menschen, sich selbst zu bilden, entstand nämlich erstmals eine literarische Öffentlichkeit. Dies hatte zu Folge, dass sich Literatur verbreitete. Des Weiteren entstanden durch die neue Zielgruppe auch neue literarische Textarten wie die Parabel.

Eine Parabel ist eine lehrhafte, kurze Erzählung, die mit dem Gleichnis verwandt ist. Das Drama "Nathan der Weise" (1779) von Gotthold Ephraim Lessing beinhaltet etwa die berühmte Ringparabel. Weitere Informationen zu den Themen "Parabel" und "Nathan der Weise" findest Du in den jeweiligen Erklärungen.

Religion

Religion wurde, wie bereits erwähnt, zunehmend kritischer hinterfragt. Immer mehr ehemalige Angehörige des dritten Standes, also innerhalb des neu entstandenen Bürgertums konnten nun u. a. auch selbst die Bibel lesen. Sie konnten so mithin zu ihren eigenen Einschätzungen kommen und waren nicht mehr auf die Vermittlerinstanz des Klerus angewiesen.

Das Weltbild der Aufklärung

Während der Epoche der Aufklärung kam es zu einem bedeutenden Wandel des Weltbildes. So zählten die Gedanken der Gleichheit und des Fortschritts zu den zentralen Ideen der Aufklärung. Das Bürgertum wollte der Vormachtstellung des Adels nicht länger folgen. Es forderte vielmehr das Recht auf Selbstbestimmung.

Empirismus und Vernunft als theoretisches Fundament

Wie bereits einleitend erwähnt, wurden in der Epoche der Aufklärung zwei Konzepte entwickelt. Diese sollten einen Menschen dazu befähigen, bislang unbekannte, nicht verstandene oder unzureichend erklärte Umstände oder Tatsachen verstehen zu können. Der Empirismus einerseits und das Konzept der rationalen Vernunft andererseits beendeten also eine, seit dem Mittelalter, andauernde Phase.

In dieser wurden die allermeisten Menschen in Europa von einem Alleinherrscher, also einem König, Fürsten oder Kaiser und der Kirche vollständig beherrscht. Das bedeutete auch, dass alle allgemein verbreiteten Vorstellungen und Erklärungen über die Welt, den Menschen sowie die Sinnhaftigkeit des Lebens von der Kirche oder dem Herrscher stammten.

Rationalismus und Empirie bzw. ihre Entwicklung stellen somit nichts Geringeres dar, als den Anfang und die bis heute aktuelle Grundlage moderner Wissenschaft.

Der Empirismus geht davon aus, dass Erkenntnisse jeglicher Art nur durch empirische, tatsächliche Beobachtungen entstehen können. Fachsprachlich wird dieses Vorgehen als deduktives Verfahren (herbei wird sich auf eine bereits bestehende Theorie bezogen) bezeichnet. Umgangssprachlich hingegen könnte man das Vorgehen auch als "verallgemeinerndes Denken" bezeichnen, weil durch eine (oder mehrere) Bedingungen eine allgemeine Regel abgeleitet werden kann.

Beispiel: Karl lebt im Wasser. Karl ist ein Fisch. (Bedingungen)

Alle Fische leben im Wasser. (Allgemeine Regel)

Idealerweise ergänzen sich die beiden Konzepte, da am Anfang von jeder rational-vernünftigen Erkenntnis, empirische Beobachtungen die "Rohdaten" liefern. Auf deren Grundlage können, wie oben erläutert, allgemeine Regeln und Bedingungen festgestellt werden.

Immanuel Kant hat in seiner Schrift "Kritik der reinen Vernunft" (1783) beide Ansätze miteinander vereint. Er hat damit gezeigt, dass die beiden Konzepte nicht im Widerspruch, sondern in Ergänzung zueinander stehen.

Literarische Motive und Merkmale der Aufklärung

Während der Epoche der Aufklärung standen hauptsächlich Emanzipation und Forschung im Vordergrund der literarischen Werke. Es entstanden unzählige Aufsätze und wissenschaftliche Forschungsarbeiten, die eine kritische Haltung gegenüber Traditionen, der Ständeordnung und dem absolutistischen Staat einnahmen.

Als Themen dieser Zeit können Bürgerrechte, Emanzipation, Bildung, allgemeine Menschenrechte und der Kampf gegen Vorurteile benannt werden. Die Vernunft sollte den Menschen dabei helfen, sich von starren und veralteten Vorstellungen und Ideologien zu distanzieren. Des Weiteren wurde zudem auch die Religion, die bis dahin in ihren Grundpfeilern, eigentlich als unantastbar galt, infrage gestellt. So entwickelte sich die Theodizee.

Die Theodizee beschäftigt sich mit der Frage, weshalb Gott zulässt, dass Menschen leiden müssen.

Die Motive der Aufklärung

Die Themen der Aufklärung sind vielfältig. In der Literatur findet sich jedoch die Kritik an Autoritäten wie der Kirche, dem Adel und dem Klerus sowie die von ihnen dominierte gesellschaftliche Ständeordnung. Das Gute und das Vernünftige wurden gleichgesetzt und der menschliche Verstand sollte die empirische Wahrnehmung ergänzen. Es herrschte ein intensiver Fortschrittsglaube.

Kritische Vernunft

Die kritische Vernunft der Aufklärung akzeptierte keine Standesunterschiede. So wurde das schlechte, auf ungleicher Macht- und Privilegienverteilung beruhende Verhältnis zwischen Adel und Bürgertum kritisiert und weitere Themen wie Erziehung und Bildung behandelt.

Emanzipation und Toleranz

Auffällig ist, dass in allen typischen Motiven immer wieder ein Emanzipationsanliegen erkennbar wird.

Später wurde Toleranz, insbesondere unter den monotheistischen Weltreligionen Islam, Christentum und Judentum, zu einem immer wieder thematisierten Anliegen der Autorinnen und Autoren der Aufklärung.

Die Ringparabel aus "Nathan der Weise" als Beispiel

Ein Beispiel für diese Thematik spiegelt sich in der Ringparabel aus "Nathan der Weise" wider. Die Ringparabel hat genau diese Kernaussage: nämlich, dass keine der drei Religionen einen offensichtlichen, rational begründbaren Wahrheitsanspruch hätte. Deshalb sind die Religionen in der logischen Schlussfolgerung zu gegenseitiger Toleranz verpflichtet, sodass sie nebeneinander friedlich existieren können.

Die Ringparabel des Dramas "Nathan der Weise" (1779) von Gotthold Ephraim Lessing befindet sich im 7. Auftritt des 3. Aufzugs des Werks.

Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781) war einer der bekanntesten Schriftsteller und einer der einflussreichsten Dramatiker der Literaturgeschichte.

In der Ringparabel unterhält sich der Sultan Saladin mit Nathan und fragt diesen, ob er wisse, welche Religion die wahre sei. Daraufhin antwortet Nathan ihm mit einer Erzählung:

Ein Mann besitzt einen Ring. Dieser Ring ist ein Familienerbstück und soll seinem Träger Glück bringen. Da das Schmuckstück immer vom Vater an seinen liebsten Sohn weitervererbt wird, hat der Mann ein Problem. Er hat nämlich drei Söhne, die er alle gleich liebt. Der Mann konnte sich somit nicht entscheiden und lies deshalb noch zwei weitere Kopien anfertigen. Nach seinem Tod erhielt jeder seiner Söhne einen der Ringe.

Die Söhne wollten nun herausfinden, welcher Ring der echte ist und zogen dafür vor Gericht. Doch auch das Gericht konnte nicht herausfinden, welcher Ring das Original ist. Der Richter gab ihnen aber den Rat, dass ihr Vater sie alle drei gleich liebte und gar nicht wollte, dass sie herausfinden, wer denn nun den echten Ring besitzt. Sollte der Ring allerdings tatsächlich Glück bringen, so würde sich dies später noch herausstellen. Die Söhne sollten deshalb einfach an die jeweilige Echtheit ihres Rings glauben.

Die Ringparabel des Dramas "Nathan der Weise" (1779) von Gotthold Ephraim Lessing befindet sich im 7. Auftritt des 3. Aufzugs des Werks.

Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781) war einer der bekanntesten Schriftsteller und einer der einflussreichsten Dramatiker der Literaturgeschichte.

In der Ringparabel unterhält sich der Sultan Saladin mit Nathan und fragt diesen, ob er wisse, welche Religion die wahre sei. Daraufhin antwortet Nathan ihm mit einer Erzählung:

Ein Mann besitzt einen Ring. Dieser Ring ist ein Familienerbstück und soll seinem Träger Glück bringen. Da das Schmuckstück immer vom Vater an seinen liebsten Sohn weitervererbt wird, hat der Mann ein Problem. Er hat nämlich drei Söhne, die er alle gleich liebt. Der Mann konnte sich somit nicht entscheiden und lies deshalb noch zwei weitere Kopien anfertigen. Nach seinem Tod erhielt jeder seiner Söhne einen der Ringe.

Die Söhne wollten nun herausfinden, welcher Ring der echte ist und zogen dafür vor Gericht. Doch auch das Gericht konnte nicht herausfinden, welcher Ring das Original ist. Der Richter gab ihnen aber den Rat, dass ihr Vater sie alle drei gleich liebte und gar nicht wollte, dass sie herausfinden, wer denn nun den echten Ring besitzt. Sollte der Ring allerdings tatsächlich Glück bringen, so würde sich dies später noch herausstellen. Die Söhne sollten deshalb einfach an die jeweilige Echtheit ihres Rings glauben.

Die Ringparabel des Dramas "Nathan der Weise" (1779) von Gotthold Ephraim Lessing befindet sich im 7. Auftritt des 3. Aufzugs des Werks.

Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781) war einer der bekanntesten Schriftsteller und einer der einflussreichsten Dramatiker der Literaturgeschichte.

In der Ringparabel unterhält sich der Sultan Saladin mit Nathan und fragt diesen, ob er wisse, welche Religion die wahre sei. Daraufhin antwortet Nathan ihm mit einer Erzählung:

Ein Mann besitzt einen Ring. Dieser Ring ist ein Familienerbstück und soll seinem Träger Glück bringen. Da das Schmuckstück immer vom Vater an seinen liebsten Sohn weitervererbt wird, hat der Mann ein Problem. Er hat nämlich drei Söhne, die er alle gleich liebt. Der Mann konnte sich somit nicht entscheiden und lies deshalb noch zwei weitere Kopien anfertigen. Nach seinem Tod erhielt jeder seiner Söhne einen der Ringe.

Die Söhne wollten nun herausfinden, welcher Ring der echte ist und zogen dafür vor Gericht. Doch auch das Gericht konnte nicht herausfinden, welcher Ring das Original ist. Der Richter gab ihnen aber den Rat, dass ihr Vater sie alle drei gleich liebte und gar nicht wollte, dass sie herausfinden, wer denn nun den echten Ring besitzt. Sollte der Ring allerdings tatsächlich Glück bringen, so würde sich dies später noch herausstellen. Die Söhne sollten deshalb einfach an die jeweilige Echtheit ihres Rings glauben.

Die Ringparabel des Dramas "Nathan der Weise" (1779) von Gotthold Ephraim Lessing befindet sich im 7. Auftritt des 3. Aufzugs des Werks.

Inhalt: Der Sultan Saladin unterhält sich mit Nathan und fragt diesen, ob er wisse, welche Religion die wahre sei. Daraufhin antwortet Nathan ihm mit einer Erzählung:

Ein Mann besitzt einen Ring. Dieser Ring ist ein Familienerbstück und soll seinem Träger Glück bringen. Da das Schmuckstück immer vom Vater an seinen liebsten Sohn weitervererbt wird, hat der Mann ein Problem. Er hat nämlich drei Söhne, die er alle gleich liebt. Der Mann konnte sich somit nicht entscheiden und lies deshalb noch zwei weitere Kopien anfertigen. Nach seinem Tod erhielt jeder seiner Söhne einen.

Diese wollten nun herausfinden, welcher Ring der echte ist und zogen dafür vor Gericht. Auch hier konnte nicht herausgefunden werden, welcher Ring, das Original ist. Der Richter gab ihnen aber den Rat, dass ihr Vater sie alle drei gleich liebte und gar nicht wollte, dass sie herausfinden, wer denn nun den echten Ring besitzt. Sollte der Ring allerdings tatsächlich Glück bringen, so würde sich dies später noch herausstellen. Die Söhne sollten deshalb einfach an die Echtheit glauben.

Die Ringparabel im Drama "Nathan der Weise" von Gotthold Ephraim Lessing befindet sich im 7. Auftritt des 3. Aufzugs.

Inhalt: Der Sultan Saladin unterhält sich mit Nathan und fragt diesen, ob er wisse, welche Religion die wahre sei. Daraufhin antwortet Nathan ihm mit einer Erzählung:

Ein Mann besitzt einen Ring. Dieser Ring ist ein Familienerbstück und soll seinem Träger Glück bringen. Da das Schmuckstück immer vom Vater an seinen liebsten Sohn weitervererbt wird, hat der Mann ein Problem. Er hat nämlich drei Söhne, die er alle gleich liebt. Der Mann konnte sich somit nicht entscheiden und lies deshalb noch zwei weitere Kopien anfertigen. Nach seinem Tod erhielt jeder seiner Söhne einen.

Diese wollten nun herausfinden, welcher Ring der echte ist und zogen dafür vor Gericht. Auch hier konnte nicht herausgefunden werden, welcher Ring, das Original ist. Der Richter gab ihnen aber den Rat, dass ihr Vater sie alle drei gleich liebte und gar nicht wollte, dass sie herausfinden, wer denn nun den echten Ring besitzt. Sollte der Ring allerdings tatsächlich Glück bringen, so würde sich dies später noch herausstellen. Die Söhne sollten deshalb einfach an die Echtheit glauben.

Die empirische Erkenntnis

Die Ringparabel stellt durch ihre rational-vernünftige Argumentationsstruktur in gewisser Weise die drei Kernanliegen der Aufklärung zeitgleich dar: Am Anfang steht die empirische Erkenntnis, dass keine der drei Religionen einen absoluten Wahrheitsanspruch bewiesen hätte. Zu dieser Erkenntnis gelangte man, weil nicht zu beobachten war, dass die Angehörigen einer bestimmten Religion allein erleuchtet waren. Sie waren gleichermaßen nicht imstande, Übernatürliches, "Göttliches" oder kurz gesagt empirisch nicht greifbare Phänomene zu erklären oder zu beeinflussen.

Rational-vernünftige Argumentation

In der Folge führt eine rational-vernünftige Argumentation zu der Erkenntnis, dass die drei Religionen gleichgeordnet und tolerant nebeneinander existieren sollen. Die denklogisch notwendige Voraussetzung für eine friedliche Koexistenz (friedliches nebeneinander Existieren) ist gegenseitige Toleranz.

In der Epoche der Aufklärung entstand, unter anderem, das bis heute wichtige Werk "Le Contract Social" von Jean-Jacques Rousseau (1762). Die, in diesem Werk, definierte Idee von einem "Gesellschaftsvertrag" stellt bis heute die Grundlage demokratischer Staatsformen dar.

Jean-Jacques Rousseau (1712-1778) war ein Schweizer Philosoph, Pädagoge, Naturforscher, Komponist und Schriftsteller.

Die Merkmale der Aufklärung

In der Literatur der Aufklärung wurden die moralischen und philosophischen Ansichten jener Zeit verarbeitet und so der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Hierdurch wandelten sich sowohl die Funktion als auch das Ansehen des Berufs des Dichters. Die Schriftsteller fungierten nicht mehr länger als Hofdichter und sie schrieben nicht länger nur über die höfische Gesellschaft.

Vielmehr wandten sie sich dem bürgerlichen Leben zu und arbeiteten fortan freischaffend. Hierdurch wurde die Literatur unabhängiger, freier und dem Volk zugewandt. Für die Autorinnen und Autoren hatte dies aber nicht nur positive, sondern auch negative Auswirkungen. Viele konnten ihren Lebensunterhalt vom Schreiben allein nicht bestreiten und mussten sich einen Nebenverdienst suchen.

Zu den typischen Merkmalen der Epoche der Aufklärung gehören:

  • Kritik an der bestehenden Ordnung: Die Menschen hinterfragten das gesellschaftliche und das staatliche System genauso wie die Kirche und die Religion.
  • Individualismus: Der einzelne Mensch steht im Mittelpunkt.
  • Geistige Emanzipation: Befreiung von Abhängigkeiten und eigenständiges Denken
  • Fortschrittsglaube
  • Verstand als wichtigstes menschliches Gut
  • Drang nach Gleichheit und Toleranz in den Bereichen Politik, Religion und Gesellschaft

Die Literaturgattungen in der Aufklärung

Im Nachfolgenden findest Du einige Erläuterungen zu den wichtigsten Merkmalen aufklärerischer Literatur. Differenziert wird mit Hinblick auf die drei Literaturgattungen Lyrik, Epik und Drama und deren Entwicklung.

Unter dem Begriff der Epik wird erzählende Dichtung in Prosa verstanden. Bei der Epik handelt es sich also um erzählende Literatur, wie Romane oder Kurzgeschichten. Im Unterschied zur Lyrik und zur Dramatik gibt es in der Epik einen Erzähler. Bei diesem handelt es sich um eine fiktive Person, die den Hergang der Ereignisse des Werks schildert.

Die Lyrik umfasst alle Gedichte und Lieder. Mit dem Begriff der Lyrik wird also die Dichtung in Versform bezeichnet.

Dramatische Texte sind stets im Kontext ihrer Aufführungssituation auf der Theaterbühne zu betrachten. Zum Teil sind sie auch zur Verfilmung bestimmt. Dramen sind in Dialogen und Monologen verfasst und enthalten Regieanweisungen.

Weitere ausführliche Informationen zur "Lyrik", "Epik", "Dramatik" und zum "Erzähler" findest Du in den jeweiligen Erklärungen auf StudySmarter.

Lyrik

Die Lyrik war, wie die anderen Gattungen auch, primär darauf ausgerichtet, die höfische Dichtkunst und ihre limitierenden Strukturen und Regeln zu entmachten und infrage zu stellen. Mithin war die Emanzipation von den herrschenden Ständen und deren Strukturen das zentrale Anliegen. Darüber hinausgehend dienten Gedichte aber auch als Plattform, auf der Empfindsamkeit ausgedrückt werden konnte.

Bei der Epik handelt es sich um erzählende Literatur, wie Romane oder Kurzgeschichten. Im Unterschied zur Lyrik und zur Dramatik gibt es in der Epik einen Erzähler. Bei diesem handelt es sich um eine fiktive Person, die den Hergang der Ereignisse des Werks schildert.

Die Lyrik umfasst alle Gedichte und Lieder. Mit dem Begriff der Lyrik wird also die Dichtung in Versform bezeichnet.

Dramatische Texte sind stets im Kontext ihrer Aufführungssituation auf der Theaterbühne zu betrachten. Zum Teil sind sie auch zur Verfilmung bestimmt. Dramen sind in Dialogen und Monologen verfasst und enthalten Regieanweisungen.

Weitere ausführliche Informationen zur "Lyrik", "Epik", "Dramatik" und zum "Erzähler" findest Du in den jeweiligen Erklärungen auf StudySmarter.

Lyrik

Die Lyrik war, wie die anderen Gattungen auch, primär darauf ausgerichtet, die höfische Dichtkunst und ihre limitierenden Strukturen und Regeln zu entmachten und infrage zu stellen. Mithin war die Emanzipation von den herrschenden Ständen und deren Strukturen das zentrale Anliegen. Darüber hinausgehend dienten Gedichte aber auch als Plattform, auf der Empfindsamkeit ausgedrückt werden konnte.

Bei der Epik handelt es sich um erzählende Literatur, wie Romane oder Kurzgeschichten. Im Unterschied zur Lyrik und zur Dramatik gibt es in der Epik einen Erzähler. Bei diesem handelt es sich um eine fiktive Person, die den Hergang der Ereignisse des Werks schildert.

Die Lyrik umfasst alle Gedichte und Lieder. Mit dem Begriff der Lyrik wird also die Dichtung in Versform bezeichnet.

Dramatische Texte sind stets im Kontext ihrer Aufführungssituation auf der Theaterbühne zu betrachten. Zum Teil sind sie auch zur Verfilmung bestimmt. Dramen sind in Dialogen und Monologen verfasst und enthalten Regieanweisungen.

Weitere ausführliche Informationen zur "Lyrik", "Epik", "Dramatik" und zum "Erzähler" findest Du in den jeweiligen Erklärungen auf StudySmarter.

Lyrik

Die Lyrik war (wie die anderen Gattungen auch) primär darauf ausgerichtet, die höfische Dichtkunst und ihre limitierenden Strukturen und Regeln zu entmachten und infrage zu stellen. Mithin war die Emanzipation von den herrschenden Ständen und deren Strukturen das zentrale Anliegen. Darüber hinausgehend dienten Gedichte aber auch als Plattform, auf der Empfindsamkeit ausgedrückt werden konnte.

Auch wenn Empfindsamkeit im ersten Moment nicht den Anschein macht, gut zu den Themen und Anliegen der Aufklärerinnen und Aufklärer zu passen, täuscht dieser erste Eindruck: Empfindsamkeit bedeutete im Kontext der Aufklärung die Abbildung der vielschichtigen Gefühlswelten von Menschen. Man erhoffte sich auf diese Weise eine klare Abgrenzung vom förmlichen und traditionsstarren Adel zu erreichen.

Inhaltlich wurden in den Werken der Lyrik auch Werte wie Freundschaft, Naturnähe und Authentizität der Gefühle als Gegenmodell zu den adeligen Strukturen wie Hierarchien und unkritischer Gehorsam behandelt.

Drama

Das Drama spielte eine prägende Rolle in der Aufklärung. Besonders hervorzuheben ist z. B. der Bruch Gotthold Ephraim Lessings mit der Ständeklausel.

Die Ständeklausel ist ein Prinzip aus der Theaterwissenschaft. Es verlangte im Kern, dass in Tragödien nur die Schicksale und das Leben von Adeligen beschrieben und erzählt werden solle.

Er schuf damit nicht nur die ersten bürgerlichen Trauerspiele, vielmehr gelang es ihm darüber hinaus, die Standesgrenzen auf der Bühne, sowie folglich auch in den Köpfen der Menschen aufzuheben oder zumindest aufzuweichen. Auf diese Weise konnte das Ziel der Emanzipation des Bürgertums vom Adel weiter vorangetrieben werden und Theaterbühnen wurden zu Orten, an denen politische Integration stattfand.

Ein Drama kann als eine, das Lustspiel und das Trauerspiel umfassende, literarische Gattung verstanden werden. Die Handlung des Dramas wird durch die beteiligten Personen auf der Bühne vorgestellt. Weitere Informationen zu dem Thema findest Du in der Erklärung "Drama" auf StudySmarter.

Epik

Die Epik der Aufklärung verfügte meistens einen belehrenden und zeitgleich unterhaltenden Charakter. Dies zeigt sich insbesondere in Untergattungen wie der Fabel oder der Parabel. Der Roman gewinnt zudem zunehmend an Beliebtheit und Bedeutung. In ihm können philosophische, didaktische und moralische Vorstellungen im Sinne der Aufklärung thematisiert und zeitgleich persönliche Empfindungen zum Ausdruck gebracht werden.

Ein Roman ist die Langform einer schriftlichen Erzählung.

Eine Fabel ist eine kurze Erzählung, in der Tiere menschliche Verhaltensweisen haben. Sie vermittelt eine moralische Lehre.

Die Parabel ist eine lehrhafte, auf einem Vergleich basierende, Art der Dichtung.

Weitere ausführlichere Informationen zu den Themen "Epik", "Fabel", "Parabel" und "Roman" findest Du in den jeweiligen Erklärungen.

Diese Vorstellungen und Empfindungen unterstreichen die Individualität der Menschen und vermochten sie vom uniformen Adel abzugrenzen. Auch die Satire spielte eine bedeutende Rolle in der Aufklärung. Hierbei wurden vor allem Aphorismen verwendet.

Unter einem Aphorismus kann ein kurzer, meist schlagkräftig formulierter Satz verstanden werden. Er vermittelt eine überraschende Erkenntnis.

Bekannte Vertreter der Aufklärung

Zu den wichtigsten Vertretern der Literaturepoche der Aufklärung gehören:

  • Johann Christoph Gottsched (1700 - 1766)
  • Johann Jakob Bodmer (1698 – 1783)
  • Gotthold Ephraim Lessing (1729 – 1781)
  • Johann Jakob Breitinger (1701 – 1776)
  • Friedrich Gottlieb Klopstock (1724 – 1803)
  • Immanuel Kant (1724 – 1804)
  • Christoph Martin Wieland (1733 – 1813)

Wichtige Werke der Aufklärung

Zu den wichtigsten Werken der Literaturepoche der Aufklärung gehören unter anderem:

  • "Nathan der Weise" (1779) – Gotthold Ephraim Lessing
  • "Emilia Galotti" (1772) – Gotthold Ephraim Lessing
  • "Miss Sara Sampson" (1755) – Gotthold Ephraim Lessing
  • "Der Zürchersee" (1750) – Friedrich Gottlieb Klopstock
  • "Versuch einer kritischen Dichtkunst vor die Deutschen" (1730) – Johann Christoph Gottsched

Aufklärung Epoche – Das Wichtigste

  • Die Aufklärung bezeichnet eine literaturwissenschaftliche Epoche des 18. Jahrhunderts.
  • Die Autorinnen und Autoren dieser Zeit sahen die rationale Vernunft als die wichtigste, menschliche Fähigkeit an. Von ihr ausgehend erhofften sich die Repräsentantinnen und Repräsentanten der Aufklärung gesellschaftliche Veränderungen auf sozialer, politischer und philosophischer Ebene.
  • Wichtiges Anliegen der Aufklärung war die Emanzipation aller Menschen von der Beherrschung und Bevormundung, insbesondere durch den Klerus und den Adel. Etwas später entwickelte sich Toleranz als weiteres zentrales Thema hinzu.
  • Im Französischen wird das Zeitalter der Aufklärung als Siècle des lumières (Jahrhundert der Lichter) bezeichnet.
  • Die Aufklärung war im Ausgangspunkt eine Folge der Französischen Revolution von 1789. Auslöser für die Revolution war die Auflehnung des dritten Standes, also der Leibeigenen und Bauern, gegen die sie beherrschenden ersten und zweiten Stand.
  • Nachdem die Revolution erfolgreich war und der dritte Stand infolgedessen aus einer jahrhundertelangen Abhängigkeit entkommen war, entstand aus dem ehemals dritten Stand eine neue gesellschaftliche Klasse: das Bürgertum.
  • Das Bürgertum zeichnete sich weiterhin durch ein allgegenwärtiges Bedürfnis nach Emanzipation aus, sowie die Wertschätzung von Toleranz als wichtiger Wert unter gleichberechtigten, freien Menschen.
  • Die Ringparabel aus "Nathan der Weise" (1779) von G. E. Lessing behandelt durch eine rational-vernünftige Argumentationsstruktur in gewisser Weise die drei Kernwerte der Aufklärung zeitgleich: Empirie, Vernunft und Toleranz.

Nachweise

  1. Kant (Dezember, 1784). Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? Berlinische Monatsschrift.
  2. Deutschbuch Orientierungswissen (2021), Cornelsen.
  3. Duden (2020), 28. Edition. Duden.
  4. Deutschbuch für die Oberstufe (2016), Literatur und Film: Analyse, Interpretation und Erörterung. Cornelsen.
  5. Abi last minute Deutsch (2016). Prosa, Drama, Lyrik. Schnell auffrischen, was wichtig ist. Klett Verlag.
  6. Lessing (2013). Nathan der Weise. Studienausgabe. Reclam.
  7. Kant (2009). Kritik der reinen Vernunft. Anaconda Verlag.
  8. Rousseau (2008). Der Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des Staatsrechts. Marix Verlag.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Aufklärung Epoche

Die literarische Gattung des Dramas spielte eine besonders prägende Rolle in der Aufklärung. Hierbei ist besonders der Bruch G.E. Lessings mit der Ständeklausel hervorzuheben. Er schuf damit nicht nur die ersten bürgerlichen Trauerspiele. Ihm gelang es darüber hinaus, die Standesgrenzen auf der Bühne, sowie folglich auch in den Köpfen der Menschen aufzuheben oder zumindest aufzuweichen. Auf diese Weise konnte das Ziel der Emanzipation des Bürgertums vom Adel weiter vorangetrieben werden und Theaterbühnen wurden zu Orten, an denen politische Integration stattfand.

Die Themen der Literatur der Aufklärung sind vielfältig. In den Werken der Epoche findet sich jedoch die Kritik an Autoritäten wie der Kirche, dem Adel und dem Klerus sowie die von ihnen dominierte gesellschaftliche Ständeordnung wieder. Das Gute und das Vernünftige wurde gleichgesetzt und der menschliche Verstand sollte die empirische Wahrnehmung ergänzen. Es herrschte zudem ein intensiver Fortschrittsglaube. 

In der Aufklärung wurden die Literaturgattungen Lyrik (Gedichte mit aufklärerischem Charakter), Epik (Fabel, Parabel oder Roman) und Drama (Trauerspiel und bürgerliches Drama) verwendet. 

Die Aufklärer sahen in der Literatur vordergründig einen Bildungszweck. Literatur sowie Kunst im Allgemeinen sollten dem Einzelnen ermöglichen, sich zu bilden und der Emanzipation des Bürgertums von Adel und Klerus den Weg bereiten.

Finales Aufklärung Epoche Quiz

Frage

Akkumulation

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Antwort

Anhäufung von Wörtern ohne
Nennung eines Oberbegriffs

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Frage

Anapher

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Antwort

Wiederholung eines Wortes/
einer Wortgruppe zu Beginn
aufeinanderfolgender Sätze,
Verse oder Strophen

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Frage

Antithese

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Antwort

Gegenüberstellung von gegen-
sätzlichen Gedanken/Aussa-
gen/Begriffen

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Frage

Chiasmus

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Antwort

Überkreuzstellung von Satz-
gliedern

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Frage

Ellipse

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Antwort

unvollständiger Satz durch Aus-
lassung eines Wortes oder Satz-
teils

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Frage

Euphemismus

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Antwort

Beschönigung, Verschleierung

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Frage

Hyperbel

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Antwort

Übertreibung

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Frage

Inversion

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Antwort

Umstellung von Satzgliedern,
abweichend vom normalen
grammatikalischen Gebrauch

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Frage

Metapher

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Antwort

sprachl. Bild, bei dem ein Aus-
druck durch einen anderen, meist
anschaulicheren Begriff mit ähnli-
cher Bedeutung ersetzt wird; oft
als verkürzter Vergleich, bei dem
zwei Vorstellungsbereiche ohne
„wie“ verbunden sind

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Frage

Neologismus

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Antwort

Wortneuschöpfung

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Frage

Parallelismus

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Antwort

gleichartiger Satzbau

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Frage

Personifikation

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Antwort

Vermenschlichung eines Gegen-
standes

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Frage

Symbol

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Antwort

bildhafter Ausdruck, der auf
etwas Abstraktes (einen Begriff,
eine Idee) verweist

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Frage

Vergleich

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Antwort

Verknüpfung zweier Sachver-
halte oder Bildbereiche durch
Hervorhebung des Gemeinsa-
men (durch das Wort „wie“)

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Frage

In welchem Zeitraumm war die Epoche des Barock?

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Antwort

ca. 1600 bis 1720

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Frage

Von welchem Menschenbild geht die Epoche des Barock aus??

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Antwort

• Mensch als Teil der göttlichen Schöpfungsordnung: die gesellschaftliche Ordnung der 3 Stände (Klerus, Adel, Bürger/ Bauern) wird als Wille Gottes verstanden
• schroffe Gegensätze im Lebensgefühl: Leben und Tod; Gott und Welt (u. a. auch Wiederbelebung des mittelalterlichen Dualismus von Vergänglichkeit im Diesseits und Erlösung im Jenseits)
• Leiderfahrungen (Krieg, Gewalt, Seuchen und Epidemien) prägen Stimmung von
Vergeblichkeit und Hinfälligkeit – antithetisch dazu: Gier nach Leben und Genuss
• Fortschritte in den Wissenschaften (durch Kopernikus, Leibniz, Newton, Galilei, Bacon etc.) lösen den Menschen allmählich aus dem christlich geprägten Erklärungszusammenhang – aber
noch kaum Niederschlag dieser Entwicklung in der barocken Literatur

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Frage

Welche historischen Ereignisse spielten sich während der Epoche des Barock ab?

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Antwort

• grundlegendes historisches Ereignis: Dreißigjähriger Krieg (1618 –1648) mit verheerenden Auswirkungen auf Wirtschaft, Handel und Kultur (über 15 000 Dörfer in Mitteleuropa zerstört)
• Umwandlung der gesellschaftlichen Strukturen: Herausbildung absolutistischer Höfe und Erstarken des Bürgertums in den Städten
• in der Folge der Reformation konfessionelle Spaltung Deutschlands – Träger kultureller Entwicklung: in den protestantischen Gebieten das zunehmend aufgeklärte Bürgertum sowie kirchliche
Einrichtungen; in katholischen Gebieten vor allem Orden und Einrichtungen des Weltklerus
• Barock (vom frz. baroque bzw. urspr. vom portugies. barucco, eigentlich: „unregelmäßige Perle“) als Kunst der Gegenreformation und des Absolutismus – vor allem in katholischen Gebieten
• höfisches Streben nach Repräsentation verwirklicht sich u. a. in der Größe und in der pathetischen Ausstrahlung des Kunstwerkes
• Verarmung weiter Landstriche, prunkvolle Prachtentfaltung weltlicher und kirchlicher Herrscher
• Blütezeit des literarischen Barock mit Gryphius und Grimmelshausen

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Frage

Wodurch war das literarische Leben im Barock gekennzeichnet?

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Antwort

• Literaturproduktion im Dienst von Adel und Kirche
• Deutsche Sprachgesellschaften emanzipieren Deutsch gegenüber Latein als Literatursprache
• bürgerliche und bäuerliche Schichten beginnen langsam, aufkommendes Selbstbewusstsein zu zeigen (deutsche Literatur in Kalendern: Lebenshilfe und Erbauung)
• Zwecke der Dichtung: Belehren, Unterhalten, Bewegen
• Dichter meist aus dem humanistisch gebildeten Gelehrtenstand
• Einfluss der Mystik (Jakob Böhme u. a.) auf die Dichtung (Gryphius, Silesius)
• Jesuitendrama als gegenreformatorisches Theater: biblische Stoffe, allegorische
Glaubensunterweisung
• erste Blütezeit der Oper
• Erlernbarkeit des Dichtens; Übertragung antiker Metrik auf die deutsche Sprache (Opitz)

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Frage

Sprache und Stil, Themen und Formen im Barock

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Antwort

• Regelpoetik: Qualität heißt souveräne / virtuose Regelkonformität; Tendenz zum Manierismus
• glänzende Erfüllung der Regelpoetik fördert Gedanken-, Wort- und Klangfiguren
• starke Bildlichkeit (insbesondere auch Allegorien); Wiederholung ähnlicher Motive
• artifizieller Charakter von Aufbau und Form; Antithetik; Hyperbolik
• zentrale Motive: Vanitas (lat. „leerer Schein, Nichtigkeit, Eitelkeit“), Memento mori (lat. „Gedenke des Todes“), Carpe diem (lat. „Genieße den Tag“)
• vorherrschende Themen: Krieg, Tod, Vergänglichkeit, Religion, Scheinwelt und Welt als Theater, in dem jeder seine Rolle zu spielen hat
• kaum persönliche Dichtung, starke Tendenz zu Allgemeingültigkeitsanspruch
• Lyrik: (Alexandriner-)Sonette als Form, die für den Ausdruck antithetischen Denkens
besonders geeignet ist; aber auch Oden
• Drama: Tragödie (teilweise auch Komödie) mit Einhaltung der Ständeklausel
• Epik: Roman (z. B. Schäferroman und Schelmenroman)
• Emblem als besondere Form: Verbindung aus Bild und Text

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Frage

Autoren und Werke im Barock

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  • Martin Opitz: Buch von der Teutschen Poeterey (für barocke Regelpoetik maßgebliche Abhandlung)
  • Andreas Gryphius: Katharina von Georgien (Drama), Sonette
  • Christoffel v. Grimmelshausen: Der Abentheuerliche Simplicissimus Teutsch (Schelmenroman)
  • Paul Gerhardt: Kirchenlieder
  • Angelus Silesius (eig.: Johannes Scheffler): Cherubinischer Wandersmann (Epigramme)
  • Jakob Bidermann: Cenodoxus (Drama)
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Frage

In welchem Zeitraum war die Epoche der Aufklärung?

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Antwort

ca. 1720 bis 1800

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Frage

Von welchem Menschenbild geht die Epoche der Aufklärung aus?

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• Mensch: von Natur aus gut
• Mensch als selbstbestimmtes Subjekt, das sein Bewusstsein aus der Entfaltung intellektueller, psychischer und physischer Fähigkeiten gewinnt
• Bildung der Humanität und Erziehung zum Rationalismus
• Überwiegen der Verstandesseite führt zu Strömungen, die das Gefühl kultivieren
(Empfindsamkeit, Pietismus u. a.)
• Rationalismus weckt Sehnsucht nach dem Naturzustand des Menschen

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Frage

Welche historischen Ereignisse und Prägungen spielten sich während der Epoche der Aufklärung ab?

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Antwort

• gesamteuropäische, vom aufstrebenden Bürgertum getragene Bewegung
• Wurzeln in Renaissance und Humanismus: Sinnfrage und Organisation des menschlichen Lebens ausschließlich aus Vernunftgründen (rationalistisch)
• Vorbereitung bereits zuvor durch Grotius, Descartes, Spinoza (Niederlande); Hobbes, Locke, Newton, Hume (England); Leibniz (rationalistischer Idealismus; Deutschland)
• Immanuel Kant als wichtigster deutscher Philosoph der Aufklärung
• Glaube an den Sieg der Vernunft und an das Fortschrittsdenken: neues Bewusstsein und neues „Modell“ zur Erklärung der Welt
• Staatsvertrag anstelle des Gottesgnadenkönigtums
• natürliche Religiosität / Deismus anstelle des Offenbarungsglaubens
• natürliche Sittlichkeit anstelle tradierter Normen der Moral
• Literatur soll nützlich sein: Erziehung zur Humanität – Literatur mit lehrhaftem Charakter
• Rationalität als neuer Maßstab
• Dichtung soll die Natur nachbilden – allmählich setzt sich aber die kreative Fantasie als zweite schöpferische Quelle durch und bereitet die Vorstellung von der Dichterpersönlichkeit vor
• frz. Vertreter: Voltaire, Rousseau, Diderot

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Frage

Wie war das literarische Leben in der Aufklärung?

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• Vorlesungen in deutscher Sprache durch Chr. Wolff stärken Deutsch als Kultursprache
• Vernunftkultur und Bekenntnis zur Toleranz
• zunächst Dramen der französischen Klassik als Vorbilder (nach Gottscheds literaturtheoretischer Regelpoetik: Versuch einer kritischen Dichtkunst für die Deutschen)
• dann mit Lessing: Aufwertung Shakespeares, Entwicklung des freieren bürgerlichen Trauerspiels (Lessings Kritik an Gottsched in seiner Hamburgischen Dramaturgie)
• Gottsched, seine Frau und Schüler übersetzen Voltaire, Molière, Racine und Corneille
• Städte als literarische Zentren: gebildetes bürgerliches Lese- und Theaterpublikum
• Ideale und Ideen der Humanität werden in der kritischen Öffentlichkeit diskutiert – Diskussionsplattformen sind: „moralische Wochenschriften“, literarische Zirkel, Streitschriften
• Beginn freien Schriftstellertums
• Strömung der Empfindsamkeit als Gegengewicht zum Rationalismus: Kultivierung der Freundschaft; Literatur als Ausdruck des Individuums; Innenschau und Pflege edler Gefühle

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Frage

Sprache und Stil, Themen und Formen in der Aufklärung

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• allgemein gilt: Klarheit im Satzbau; Einfachheit im Ausdruck; Verständlichkeit
• frz. Vorbilder im Drama: Exemplifizierung eines moralischen Satzes anhand eines geschichtlichen Vorbildes; „Ständeklausel“; Einheit von Ort, Zeit und Handlung; oft gereimte Alexandriner
• Lessings bürgerliches Trauerspiel: Mitleid erregen durch mittlere Charaktere; Lösen von Ständeklausel; selbstbewusst-kritischer Blick auf absolutistische Machtform; keine Versdichtung
• Themen: (religiöse) Toleranz, Bildung, Humanität / Sittlichkeit, Erkenntnisfähigkeit des Menschen
• lehrhafte Kurzformen der fiktionalen Literatur (Fabel, Parabel, Lehrgedicht, Epigramm, Ode, Fortsetzungsroman) und der sachlich-philosophischen Literatur (Essay, Traktat, Aphorismen)
• Aufklärungsroman: Abenteuerroman mit belehrendem Hintergrund
• Gedankenlyrik

• Empfindsamkeit: Lyrik / Idylle, Tagebuch, Briefroman, Autobiografie (Analyse von Gefühlen)

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Frage

Autoren und Werke in der Aufklärung

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  • Johann Chr. Gottsched: Der sterbende Cato (Mustertragödie)
  • Georg Chr. Lichtenberg: Aphorismen
  • Gotthold E. Lessing: Minna von Barnhelm (Komödie), Emilia Galotti (bürgerliches Trauerspiel),
  • Nathan der Weise (dramat. Märchen), Hamburgische Dramaturgie (Dichtungstheorie), Fabeln
  • Immanuel Kant: Was ist Aufklärung? (Traktat)
  • Christoph M. Wieland: Geschichte des Agathon (Roman)
  • Christian F. Gellert: Fabeln
  • Friedrich Klopstock: Der Messias (Epos), Gedichte der Empfindsamkeit
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In welchem Zeitraum war die Epoche des Sturm und Drang?

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ca. 1765 bis 1785

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Welche historischen Ereignisse und Prägungen spielten sich während der Epoche des Sturm und Drang ab?

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• Wendung gegen den fortschrittsoptimistischen Rationalismus der Aufklärung
• Aufbruchsstimmung: kraftvolle Befreiung von gesellschaftlichen Beschränkungen
• Idealismus begründet in seiner Rationalismuskritik den Subjektivismus: Gegenstand der Erkenntnis sind Abbilder der Dinge als Produkte der geistigen Tätigkeit (Kants Erkenntnistheorie)
• seit Kants „Kopernikanischer Wende“: metaphysische Fragen nicht rational bzw. wissenschaftlich beantwortbar – Bedeutung für die Ethik: das Tun des Menschen nicht nach metaphysischen
Prinzipien regelbar
• Subjektivismus, Vorrang des Wollens vor dem Sollen und Gefühlskult der Empfindsamkeit: Entdeckung des kreativen Anteils des Individuums an der literarischen Produktion (Schlagworte: Genie; Ideal)
• Ablösung künstlerischer Produktion von ihrer Zweckgebundenheit und weitgehende Autonomie des Künstlers und der Schönheit des ästhetischen Werkes
• Begriff „Sturm und Drang“: zurückgehend auf gleichnamiges Drama von Friedrich Maximilian von Klinger – alternative Epochenbezeichnungen: Geniezeit
• Vorbilder: Homer, Shakespeare, Bibel, Volksdichtung (hier vor allem Macphersons Ossian)

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Von welchem Menschenbild geht die Epoche des Sturm und Drang aus?

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• Ideal: natürlicher und unverbildeter Mensch, Individualität mit schrankenloser Selbstentfaltung, Befreiung von Bevormundung und von unbegründeter Autorität, Mensch als Individuum mit Herz und Verstand (in diesem Sinne Weiterentwicklung der Aufklärung)
• „Originalgenie“ als Begriff für den Kraftmenschen: Dichter als Schöpfer – Medium der Literatur als Ausdruck der Schöpferkraft des Menschen schlechthin
• Kampf um Freiheit von Regeln / Zwängen im ästhetischen und gesellschaftspolitischen Sinne
• Begriffe wie Herz, Fantasie und Gefühl als Ergänzung zur auf den Verstand reduzierten Vernunft
• Vordenker: J. J. Rousseau, E. Young

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Wie war das literarische Leben im Sturm und Drang?

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• Träger der jungen Bewegung: hauptsächlich gebildete Männer aus dem Bürgertum
• „Göttinger Hain“ (Mitglieder u. a. Boie, Voss, Hölty, Graf Stolberg): Freundschafts- und Dichterbund überwiegend norddeutscher Studenten – Vorbild Klopstock und Nähe zur Empfindsamkeit
• Zentren: Straßburg (Herder, Lenz, Goethe); Frankfurt (Goethe, Schlosser, Klinger); Schwaben (Schiller, Schubart); Göttingen
• heftige Kritik an Empfindsamkeit und Geniekult durch Nicolai und Lichtenberg
• Herder als gemeinsamer Bezugspunkt der meisten Schriftsteller des Sturm und Drang

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Sprache und Stil, Themen und Formen im Sturm und Drang

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• Kraftausdrücke, Dialekt etc. als Ausdruck natürlicher Sprache
• Gefühlsbetontheit / Leidenschaftlichkeit der Sprache: Ausrufe, Hyperbeln, starke Bildlichkeit etc.
• Leitbegriffe und Leitthemen: Herz, Natur, Abend, Nacht, Freundschaft, Liebe, Einsamkeit, Freiheit, Brüderlichkeit, Gleichheit, politischer Widerstand, Einstehen für Gerechtigkeit
• Lyrik: beeinflusst von Klopstocks Oden; Erlebnislyrik: unmittelbarer Ausdruck des Gefühls (bevorzugt Liebeslyrik)
• Dramen: geschichtlich verortbare Stoffe mit Kritik an autoritären Strukturen
• Orientierung der Dramenform an Shakespeare: Abkehr vom hohen Stil der aristotelischen
Tragödie; Tendenz zur freieren Form des offenen Dramas
• Briefroman als Gestaltungsmöglichkeit der individuellen Perspektive einer Romanfigur

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Autoren und Werke im Sturm und Drang

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  • Johann G. Herder: Von deutscher Art und Kunst (Sammlung programmatischer Schriften)
  • Johann W. v. Goethe: Prometheus (Ode), Die Leiden des jungen Werthers (Briefroman), Götz von Berlichingen (Drama), Urfaust (Drama), Sesenheimer Lieder (Sammlung mit Erlebnislyrik)
  • Friedrich Schiller: Die Räuber (Drama), Kabale und Liebe (Drama)
  • Friedrich M. Klinger: Sturm und Drang (Drama)
  • Jakob R. M. Lenz: Die Soldaten (Drama)
  • Gottfried A. Bürger: Balladen (u.a.: Lenore)
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In welchem Zeitraum war die Epoche der Klassik?

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ca. 1786 bis 1805

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Von welchem Menschenbild geht die Epoche der Klassik aus?

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• Leitgedanken: Harmonie, Würde, Humanität, Autonomie, Toleranz, Selbstbestimmung
• Ideal: die volle Entfaltung aller moralischen, intellektuellen und kreativen Möglichkeiten, die durch die Beschäftigung mit der autonomen Kunst gebildet werden sollen
• Abschied vom subjektivistischen Ich-Verständnis des Sturm und Drang
• Ästhetik als Gegenentwurf zu den Schrecken der Französischen Revolution:
nicht die Gesellschaft erzieht den Einzelnen, sondern Selbsterziehung durch Bildung
• Verbesserung gesellschaftlicher Zustände durch ästhetische Selbstbildung des Einzelnen zur Harmonie (Leitbilder in Plastiken und Tragödien der griechischen Antike)
• Postulat eines inneren Sittengesetzes (Kategorischer Imperativ)
• Leitbild: Jeder Mensch trägt die natürlichen Anlagen zur sittlichen Selbstbestimmung in sich

• Ziel: Ausgleich der Gegensätze zwischen Verstand und Gefühl, Geist und Natur, Gesetz und
Freiheit, Pflicht und Neigung, Anspruch der Gesellschaft und Recht des Einzelnen
• verschiedene Harmoniekonzepte: Goethes „Naturidealismus“ und Schillers „Vernunftidealis-
mus“ (siehe Doppelstatue in Weimar: Goethes Blick geerdet und Schillers Blick in die Ferne)

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Welche historischen Ereignisse und Prägungen spielten sich während der Epoche der Klassik ab?

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• Begriff der Klassik: Bezeichnung für Epochen einer hohen Kulturstufe mit Vorbildcharakter – klassische Phasen in Europa: Renaissance in Italien, spanische Klassik (Cervantes, Calderon), englische Klassik (Shakespeare, elisabeth. Zeitalter), französische Klassik (Racine, Corneille)
• Weimarer Klassik als deutsche klassische Epoche: Beginn mit Goethes Italienreise (1786), Ende mit Schillers Tod (1805); gelegentlich ist mit dem Epochenbegriff auch nur die Zeit der engeren Zusammenarbeit von Schiller und Goethe in Weimar gemeint (1795 –1805)
• weitere in Weimar wirkende Autoren: C. M. Wieland, J. G. Herder (bilden zusammen mit Goethe und Schiller das sogenannte „Viergestirn“)
• Winckelmanns Kunsttheorie: Anregungen für Klassik-Verständnis der Antike – Einfachheit, Maß, Harmonie von Körper und Geist als Bedingung abendländischer ‚Größe‘
• Neubearbeitung antiker Stoffe im Geist der Humanität (z. B. Iphigenie auf Tauris)
• parallel zu Klassik / Romantik ohne klare Epochenzugehörigkeit: H. v. Kleist, J. Paul, Fr. Hölderlin
• Ideale des Guten, Wahren, Schönen

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Wie war das literarische Leben in der Klassik?

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Antwort

• Förderung durch den Weimarer Hof des Herzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach
• klassisches Weimar („Musenhof“): Gesellschaft aus gebildeten Angehörigen des Bürgertums und Adels – deutsches Zentrum des geistigen Lebens (Herder, Wieland, Goethe, Schiller)
• freundschaftliche Verbindung von Goethe und Schiller: zum Teil enge Zusammenarbeit (z. B. die gemeinsam verfassten Xenien, eine Sammlung von polemischen, kulturpolitischen Distichen)
• von Schiller gegründete, programmatische Monatsschrift Die Horen (1795 –1797)
• Ziel der literarischen Zusammenkünfte: Veredelung des Menschen durch die schöne Kunst
• Goethe als Direktor des Weimarer Hoftheaters von 1791–1817
• neben literarischer Produktion auch wissenschaftliche, historische und philosophische Studien wichtig – zugleich Blüte der idealistischen Philosophie
• Ideal: Weltbürgertum (statt aufkommender Nationalstaatsidee während der Napoleon-Kriege)

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Sprache und Stil, Themen und Formen in der Klassik

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Antwort

• Maß, Gesetz und Formstrenge, die sich in Inhalt, Sprache und Aufbau harmonisch verbinden (Ethos der Form)
• Drama: metrisch gebundene Sprache (Blankvers), hoher Stil, wenig Individualität im Ausdruck
• Anverwandlung antiker Vorbilder, Rückgriffe auf antike Mythologie und geschichtliche Stoffe
• im Besonderen kommt das Allgemeingültige zum Ausdruck; Verallgemeinerbarkeit der Stoffe
• Themen: Humanität, Freiheitsidee, Harmonie von Pflicht und Neigung
• statt Individualität und Subjektivität des Sturm und Drang nun allgemeine Menschlichkeit und Wahrheit: Konflikte verlagern sich ins Innere der stilisierten und idealisierten Figuren
• Ideal der „schönen Seele“: Verkörperung der spannungsvollen Harmonie
• Lyrik: klassische Formen (z. B. Elegien, Epigramme)
• Verwendung der aristotelischen Dramenform (geschlossene Form)
• Epik: vor allem Bildungsroman

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Autoren und Werke in der Klassik

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  • Johann W. von Goethe: Iphigenie auf Tauris, Torquato Tasso, Faust. Ein Fragment (Dramen), Wilhelm Meister-Romane, Römische Elegien (Gedichte)
  • Friedrich Schiller: Wallenstein, Maria Stuart, Wilhelm Tell (Dramen), Balladen / Gedichte, Über die ästhetische Erziehung des Menschen (programmatische Abhandlung)
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In welchem Zeitraum war die Epoche der Romantik?

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ca. 1795 bis 1830

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Welche historischen Ereignisse und Prägungen spielten sich während der Epoche der Romantik ab?

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• teilweise parallel zu Klassik und Vormärz
• europäische Bewegung
• Gegenbewegung zum Nützlichkeitsdenken der Aufklärung und zur Verzwecklichung
des Menschen in der Industrialisierung
• geistesgeschichtlich die letzte Stufe des Idealismus (prägend: Kant, Fichte, Schelling)
• Gemeinsamkeit mit Klassik: hohe Einschätzung der Kunst („Kunstperiode“)
• weiterhin hohe Wertschätzung des Gefühls (wie im Sturm und Drang / in der Empfindsamkeit)
• weiterhin Hinwendung zur Volksliteratur
• drei Phasen: Frühromantik (1795 –1804), Hochromantik (1804 –15) und Spätromantik (1815 – 30)
• Bewusstsein für Verlust der Einheit der Welt, des Ich und von Mensch und Natur, Kunst und Leben – Ausrichtung auf Wiederherstellung dieser Einheit in der Literatur
• statt ästhetischer Erziehung (im Sinne Schillers) Poetisierung des Lebens und der Gesellschaft
• parallel zu Klassik / Romantik ohne klare Epochenzugehörigkeit: H. v. Kleist, J. Paul, Fr. Hölderlin
• Rückbesinnung auf verlorene Vergangenheit (bei manchen Autoren Hinwendung zum christlichen Mittelalter als „goldenem Zeitalter“, das es wiederzuerlangen gilt)
• Heinrich Heine als „letzter Dichter der Romantik“: Überwindung und Ironisierung der Romantik

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Von welchem Menschenbild geht die Epoche der Romantik aus?

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• der Blick geht nach innen im Sinne einer Entdeckung des Unbewussten: zum einen fantastisch überformter Blick ins Innere als positive Gegenwelt, zum anderen Nachtseiten der Psyche
• Entgrenzung des Menschen – hin zum Traum, zum Wunderbaren, aber auch zum Wahnsinn
• Hochschätzung von Traum und Sehnsucht
• aufgrund realpolitischer Ohnmacht und gegen die Eintönigkeit des bürgerlichen Alltags: Fokus auf intensivem Erleben (und nicht mehr auf der vernunftgemäßen Veränderung) der Welt
• Suche des Menschen nach Wiederherstellung des verloren gegangenen Sinnzusammenhangs

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Wie war das literarische Leben in der Romantik?

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• Zentren: Jena (Frühromantik um die Brüder Schlegel), Heidelberg (vor allem Hochromantik um Arnim, Brentano, Eichendorff), Berlin (Frühromantik, aber vor allem Spätromantik)
• literarische Salons (besonders auch von Frauen – z. B. Caroline Schlegel und Rahel Varnhagen)
• Zeitschrift „Athenäum“ der Brüder Schlegel als maßgebliches Organ der Frühromantik
• Fülle an Übersetzungen von Werken der Weltliteratur (z. B. Shakespeare, Cervantes, Calderon)
• Künstler: schmaler Grat zwischen bürgerlichem Alltagszwang und poetischer Existenz
• Schlegels Maßgabe für romantische Literatur: „Progressive Universalpoesie“
– Integration verschiedener Gattungen und Künste, von Philosophie und Kritik etc.
– eigentliches Wesen der romantischen Poesie: unabschließbar und immer im Werden
• Dichter als Künder der Wahrheit
• Sammlung und Herausgabe von Märchen und Liedern (Hinwendung zur Volkspoesie)

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Autoren und Werke der Romantik

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  • Ludwig Tieck: Der gestiefelte Kater (Komödie), Franz Sternbalds Wanderungen (Roman)
  • Novalis: Heinrich von Ofterdingen (Romanfragment), Hymnen an die Nacht (Gedichtzyklus)
  • Clemens Brentano / Achim v. Arnim (Hrsg.): Des Knaben Wunderhorn (Volkslied-Sammlung)
  • Joseph v. Eichendorff: Aus dem Leben eines Taugenichts (Novelle), Gedichte
  • Brüder Grimm: Kinder- und Hausmärchen (Märchen-Sammlung)
  • E. T. A. Hoffmann: Die Elixiere des Teufels (Roman), Der Sandmann, Der goldne Topf (Novellen)
  • Karoline v. Günderrode: Gedichte
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Sprache und Stil, Themen und Formen in der Romantik

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• leicht verständliche Sprache in volksliedhafter Lyrik; Wohlklang und Wortmusik (z. T. Aufhebung der Grenzen zur Lyrik), Sprachmagie
• absolute Autonomie des Dichters: Aufhebung aller Regeln (gegen Harmonieideal der Klassik)
• „Romantische Ironie“ (Brechungen der Abgeschlossenheit eines Werks und der universalen Weltschau im Paradoxen, im Grotesken und im metafiktionalen Erzählen)
• Themen und Motive: Sehnsucht, Traum, Wahnsinn, Entgrenzung, Einsamkeit, Schwermut, Vergänglichkeit, Reisen und Wandern; Nacht, Tal, Berg, Wunderbares und Fantastisches
• thematisch gegen Philistertum und Bürgerlichkeit gerichtet
• Idealisierung des Mittelalters
• „Blaue Blume“ als Symbol für die metaphysische Sehnsucht nach dem Fernen / Unerreichbaren
• Ur-Motiv der Nacht, in der die innere ersehnte, sinndurchwaltete Gegenwelt wirklich wird
• Roman als universale Form, deren Teil die Lyrik ist – das Ganze im Fragment
• Formen: vor allem Epik (Roman, Novelle, Erzählung / Märchen) und Lyrik; kaum Dramen

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In welchem Zeitraum war die Epoche des Vormärz und Jungen Deutschland?


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ca. 1815 bis 1848

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Welche historischen Ereignisse und Prägungen spielten sich während der Epoche des Vormärz und Jungen Deutschlands ab?

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• Vormärz: geschichtlicher Begriff für die Zeit zwischen der französischen Julirevolution (1830) und der deutschen Märzrevolution (1848) – im weiteren Sinne für die Zeit der politischen Restauration (nach dem Wiener Kongress 1815 bis 1848)
• parallel zur Biedermeierzeit
• Träger der Bewegung: junge Intellektuelle und liberales Bürgertum
• ideengeschichtlich: Abgrenzung gegen den Idealismus
• Verarbeitung der unruhigen Zeit: progressiv-demokratische Ausrichtung gegen reaktionär-restaurative Politik (gegen Zensur, Bespitzelung, Unterdrückung der Meinungsfreiheit)
• „ Junges Deutschland“: literarische Bewegung mit liberaler Gesinnung und politischem Engagement
• Kunst als Mittel des politischen Kampfes
• Büchner und Heine werden dem Vormärz zugerechnet, ragen aber über die Menge der Journalisten und zeitgebundenen Autoren und Autorinnen hinaus (durch ihre Bearbeitung allgemeinerer „humanistisch-literarischer“ Themen)
• Heine: „Ende der Kunstperiode“ (Ende der Klassik und der Romantik)

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Von welchem Menschenbild geht die Epoche des Vormärz und Jungen Deutschlands aus?

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• seit der Aufklärung einsetzende wissenschaftlich-empirische Perspektive: Theorien der sozialen und natürlichen Determinierung des Verhaltens ändern das Menschenbild
• soziale Verhältnisse werden als von der Gesellschaft gestaltet, d. h. als veränderbar begriffen: Forderung nach Mitbestimmung
• Augenmerk besonders auf innerweltliche Bedingungen des Menschen gerichtet
• Freiheit des Einzelnen in der Gesellschaft wird als stark beschränkt aufgefasst

• Vorwurf gegen den Idealismus: unrealistisches und unpolitisches Menschenbild

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Wie war das literarische Leben im Vormärz und Jungen Deutschland?

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Antwort

• durch Forderung nach Mitgestaltung: gesteigertes Informationsbedürfnis – bis zu 80 % der Bevölkerung als mögliche Leserschaft
• Leihbibliotheken eröffnen zunehmend Informationsmöglichkeit auch für ärmere Schichten
• steigende Auflagenzahlen: Zeitschriften, Zeitungen, Bücher
• publizistische Tätigkeit der Schriftsteller: Flugblätter, Streitschriften etc. – Präferenz für Tagesliteratur
• Ziel ist die Meinungsbildung: Presse als Kampfmittel
• Aufgabe der Literatur: Kampf gegen soziales Elend und Unterdrückung
• politische Zensur (Karlsbader Beschlüsse, 1819) erschwert publizistisch-literarische Arbeit
• „Junges Deutschland“ (u. a. Karl Gutzkow, Heinrich Laube, Theodor Mundt, Ludwig Börne – Heinrich Heine wird auch dazu gezählt): lose Verbindung durch oppositionelle, revolutionäre
Ausrichtung, aber keine literarische Schule oder politische Gruppe im eigentlichen Sinne
• Büchner teilt die revolutionären Ziele der Jungdeutschen, distanziert sich jedoch von ihnen; kein Glaube an Umsturz durch Tagesliteratur – Büchner wird, wie viele andere mit diesem Gedanken-
gut, politisch verfolgt
• Verbot der Jungdeutschen 1835 als „staatsgefährdend“

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Sprache und Stil, Themen und Formen im Vormärz und Jungen Deutschland

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• Literatur soll wirken: Themen und deren Aufbereitung bewusst populär
• populärer Stil, einfache und verständliche Sprache, z. T. der Umgangssprache angepasst, Benutzung von Dialekten
• insbesondere bei Heine: Ironie als Mittel der Kritik
• Themen: soziale, politische Missstände, Antihelden; kritischer Blick auf Deutschland (Heine)
• literarische Formen an der Grenze zur Publizistik: Reiseberichte, Briefe, politische Lyrik
• sonstige literarische Formen: Drama (v. a. Büchner); Gedichte; Versepen (v. a. Heine)

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Autoren und Werke im Vormärz und Jungen Deutschland

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Antwort

  • Ludwig Börne, Ferdinand Freiligrath, Georg Herwegh: Artikel, Streitschriften, Gedichte
  • Karl Gutzkow: Wally die Zweiflerin (Roman)
  • Heinrich Heine: Reiseberichte, Gedichte, Essays, Deutschland. Ein Wintermärchen, Atta Troll. Ein Sommernachtstraum (Versepen)
  • Georg Büchner: Woyzeck, Dantons Tod (Dramen), Lenz (Erzählung), Der Hessische Landbote (Flugschrift)
  • Christian D. Grabbe: Die Hermannsschlacht
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