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Glasnost und Perestroika

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Geschichte

Zum Ende der 1980er Jahre, wendete sich auch die Sowjetunion ihrem Ende zu. Der letzte Präsident der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, versuchte durch die umfangreichen Reformen, die Glasnost und die Perestroika, die Gesellschaft umzustimmen und die sich verschlimmernde Lage der Wirtschaft zu bändigen. Allerdings nutzten die Staaten der UdSSR (Sowjetunion) die neu gewonnene Freiheit um ihre eigenen Ziele für ihre Länder durchzuführen.

 


Das Politik-Geschehen vor Gorbatschow 


Um die Bedeutung der Glasnost und Perestroika nachvollziehen zu können, ist es wichtig sich die Staatsführer vor Gorbatschow und ihre Politik vor Augen zu führen:


Tod Breschnew war Präsident der Sowjetunion bis 1982. Er litt an einer Tablettensucht, wodurch er oft völlig apathisch (=teilnahmslos) wurde. Seine Ärzte und Leibwächter versuchten diesen Zustand so gut wie möglich vor der Öffentlichkeit zu verbergen. Hinzu kam, dass er Ruhm und Anerkennung nachjagte, doch Breschnew hatte nur wenig Erfolg als Politiker. Er hatte ein Beziehungsgefecht innerhalb der Regierung aufgebaut, welche sich korrumpierte und an den Bürger*innen der Union bereicherte.

Als Breschnew 1882 starb, wurde Juri Andropow sein Nachfolger und kurz darauf wurde Konstantin Tschernenko Präsident der Sowjetunion.


Auch die Nachfolger Breschnews beeinflussten das System der Sowjetunion nicht in positiver Weise. Meistens waren sie nicht lange genug im Amt um tatsächlich Veränderungen herbei zu führen. Die Partei der UdSSR stellte immer nur einen Kandidaten zur Verfügung – insbesondere im westlichen Europa machte man sich zu diesem Zeitpunkt darüber lustig, dass es "dem Sterben nahe" Kandidaten waren, die die Union nicht umstrukturierten, was dringend von Nöten war. 


Breschnews Nachfolger waren ebenso krank und alt und blieben daher nicht lange im Amt. Während Andropows kurzer Amtszeit versuchte dieser die Beziehungsgeflechte seines Vorgängers abzuschaffen, da sich diese am Eigentum des Volkes bereichert hatten. Im Zuge der Antikorruptionsmaßnahmen schaffte er es die besagten Leute zu entlassen und vor Gericht zu stellen. Doch nach hundert Tagen im Amt, zwang ihn sein kranker Körper an die Dialyse. Er starb am 

9. Februar 1984.

 

Eine Dialyse ist ein Verfahren, mit dem das Blut eines Menschen von giftigen Stoffen gereinigt wird. Dieses wird bei nierenkranken Patienten angewandt, da die Nieren dieser Menschen nicht mehr in der Lage sind das Blut von alleine zu reinigen.


Eigentlich war Michail Gorbatschow als Andropows Nachfolger vorgesehen. Andropow war eine Art Mentor für Gorbatschow gewesen, weshalb Andropow Gorbatschow als Nachfolger vorbereitet hatte. Allerdings wurde Gorbatschow bei der Nachfolge übergangen und der über siebzigjährige Tschernenko übertrumpfte ihn. Dieser war nämlich Breschnews treuster Gefolgsmann und hatte dementsprechend massive Unterstützung innerhalb der Partei.  


Tschernenko zog sich von der Antikorruptionskampagne seines Vorgängers zurück. Er warnte vor Reformen und wollte zum Gewohntem zurückkehren. Jedoch war er nur wenige Monate im Amt, als es ihm schon unmöglich wurde Reden fließend abzulesen. Er war schon in jungen Jahren zum Raucher geworden und litt an einem Lungenemphysem, sowie einer Leberzirrhose und chronischer Hepatitis. Bereits nach nur vierzehn Tagen im Amt verstarb der sowjetische Präsident am 10. März 1985.


Die Sowjetunion war wie ein brodelnder Topf mit heißem Wasser, welcher quasi unbeaufsichtigt war, da die Präsidenten zu krank und zu alt waren, um irgendeine Form von Reform durchzusetzen um den brodelnden Topf etwas abzukühlen. 


Die Bürger*innen der Sowjetunion waren also seit Jahrzehnten von Politikern ausgebeutet und hintergangen worden. Zudem litt die Bevölkerung am meisten unter der miserablen Wirtschaftslage. Diese aufgestaute Spannung war die Basis, die den Topf zum überkochen bringen würde.



Gorbatschow wird Generalsekretär

 


Am Tag nach Tschernenkos Tod wurde Gorbatschow zum Generalsekretär gewählt. Dieser befand sich am 11. März 1985 erst in seinen Fünfzigern. Da er seit 1978 für Andropow tätig gewesen war, kannte er die Systemstrukturen seiner Regierung von innen. Die Korruption widersprach allem woran Gorbatschow glaubte. Er wollte die Partei reformieren und ihr zu Stärke und Seriosität verhelfen, sprich sie wieder aufleben lassen. Um dies zu verwirklichen versuchte er mit der Perestroika und der Glasnost die Systeme der Sowjetunion zu reformieren. 


In der Sowjetunion waren der Erste Sekretär, oder auch der Generalsekretär, Machthaber der Union, sprich Präsident der Sowjetunion. 

 

            Glasnost und Perestroika Michail Gorbatschow StudySmarterAbbildung 1: Michail Gorbatschow
Quelle: hanisauland.de


Glasnost – Definition


Der Begriff der Glasnost bekam am Ende des 20. Jahrhunderts seine Bedeutung. Hierbei handelte es sich um eine Reform der sowjetischen Regierung, die von dem damaligen Generalsekretär Gorbatschow eingeführt wurde.


Es sollte eine größere Transparenz und Offenheit von der Regierung gegenüber der Bevölkerung entstehen. 


Im Zuge dieses Vorhabens wurden zahlreiche Affären und verheimlichte Katastrophen veröffentlicht. Da es den Bürger*innen nun erlaubt war eine freie Meinung zu haben bzw. diese öffentlich zu teilen, kam es zu hitzigen Debatten, die live im Fernsehen übertragen wurden. 


Glasnost wird meist mit dem Wort Transparenz übersetzt. Allerdings steht Glasnost im Russischen eher für das Wort Stimme und war wohl symbolisch dafür, dass die Bevölkerung mehr in das Politikgeschehen einbezogen werden sollte. 


Perestroika – Definition


Die Perestroika war der von Gorbatschow eingeführte Umbau der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Systeme.


Die Glasnost war lediglich ein Teil von ihr. Besonders wurde darauf geachtet, dass die Zentralwirtschaft an Gewicht verlor, um das Wirtschaftssystem der Union anzukurbeln. Dementsprechend wurden Maßnahmen unternommen, welche im Weiteren Verlauf des Textes erläutert werden. Vorweg lässt sich aber sagen, dass dem Einzelnen mehr Autonomie eingeräumt wurde, sprich den Unternehmen, den Bürger*innen und so weiter. 



Glasnost und Perestroika – Bedeutung 


In den folgenden Abschnitten wird auf die Bedeutung der Glasnost und der Perestroika eingegangen. Besonders wird die Einführung der Reform bedacht.


Einführung der Perestroika und Glasnost – innenpolitisch

 

Die Perestroika trat aber erst Mitte 1988 in Kraft. Obwohl die Reform einiges ändern sollte, sollte die bevorrechtete Stellung der Partei erhalten bleiben. Hier dienten die neuen „freien“ Wahlen als Beispiel, da keine unterschiedlichen Parteien zur Wahl standen, sondern lediglich verschiedene Kandidaten der Partei.

 

Des Weiteren waren in der Reform Perestroika die Glasnost mit einbezogen. Dies war vorallem mit mehr Transparenz gleichzusetzen. Hierbei wurde darauf abgezielt, dass die Politik der Sowjetunion offen und zugänglich für die Bevölkerung war.

 

Glasnost wird oft als das Wort Transparenz interpretiert beziehungsweise übersetzt, da das Wort Glas in Glasnost steckt. Allerdings bedeutet das Wort im russischen so etwas wie Stimme oder eine offene und ausgiebige Informationsgestaltung über national bedeutende Themen.

 

Gorbatschow arbeitete nach dem Prinzip, dass wenn Fehler offen benannt würden, dies zu ihrer Behebung führen würde. Allerdings stellte sich schnell raus, dass die Menschen weit mehr zu kritisieren hatten als erwartet.

 

Die Bevölkerung machte ihr Missfallen über das Einparteisystem und die Planwirtschaft deutlich. Dies wurde verstärkt als im Zuge der Glasnost unzählige Affären der Regierung ans Licht kamen. Gorbatschows illusioniertes Denken, dass dies das Vertrauen der Bürger*innen entfachen würde, war ein gewaltiges Fehlkalkül. Die Bevölkerung war entrüstet als sie beispielsweise über die Lügen der Umweltkatastrophen erfuhren oder die Gewalt- und Kriegsverbrechen Stalins.


Kyschtym gilt bis heute als eine der schlimmsten Katastrophen der Sowjetunion, welche von derer vertuscht wurde. Am 29. September explodierte eine kerntechnische Anlage im Ural. Dieses Ereignis wird als Vorreiter von Tschernobyl angesehen. Nach der Explosion im Ural, war das gesamte Gebiet (270.000) verseucht, mitsamt den Einwohner*innen. 


Die Nutztiere wurden sofort erschossen und die Menschen evakuiert. Es gab kaum Verletzte durch die Explosion, allerdings starben Tausende Menschen durch die Auswirkungen dieser. Die sowjetischen Medien erklärten die offensichtliche Strahlung mit Nordlichtern in dem Gebiet. 


Des Weitern kam es zu einem Zusammenstoß von zwei Passagierflugzeugen direkt über der ukrainischen Stadt Dniprodserschnisk. Dies ist  bis heute eine der gewaltigsten Katastrophen der Luftfahrtgeschichte. Der Fehler bestand nicht bei den Piloten, sondern bei den Fluglotsen, die den Zusammenstoß herbeiführten. 


Das Kreuzfahrtschiff Alexander Surworow überquerte am 5. Juni 1983 mit voller Geschwindigkeit die Wolga. Als das Schiff unter einer zu kleinen Brücke durch fuhr, wurden mehrere vollbesetzte Bereiche des Schiffes zerstört. Viele Zivilisten kam an diesem Tag ums Leben. 


Zudem war auf dieser Brück ein Güterzug, welche von der Brücke gestoßen wurden. Die Ladung des Zuges fiel auf das Schiff und tötete weitere Passagiere. 


Die bereits erwähnte Katastrophe um Tschernobyl wurde zu einem Symbol des sowjetischen Versagens. Am 26. April 1986 ereignete sich eine Explosion des Reaktors in Tschernobyl. Die Strahlung wurde über hunderte Kilometer verteilt. Die Strahlung konnte sogar noch in Irland nachgewiesen werden. 


Sogar umliegende Städte und Dörfer von Tschernobyl mussten evakuiert werden. Bis heute existiert Tschernobyl als Geisterstadt, da diese unbewohnbar ist. Über 4.000 Menschen starben an den Folgen der Katastrophe. 


            

Glasnost und Perestroika: Planwirtschaft, StudySmarterAbbildung 2: Planwirtschaft


Einführung der Perestroika und Glasnost – außenpolitisch

 

Das Wettrüsten zwischen der Sowjetunion und den Verneigten Staaten sollte beendet werden, da die UdSSR den Wohlstand der Union anheben wollte. Die Ausgaben für das Militär waren immens. Schon am 8. Dezember 1987 unterschrieben der US-amerikanische Präsident, Ronald Reagan, und der sowjetische Generalsekretär, Michail Gorbatschow, einen Vertrag, dessen Inhalt auf den Rückzug aller Mittelstreckenraketen aus Europa beinhaltete. 

   

                    Glasnost und Perestroika: INF-Vertrag Reagan Gorbatschow, StudySmarterAbbildung 3: Reagan und Gorbatschow schließen den INF-Vertrag bezüglich der Mittelstreckenraketen ab Quelle: dw.com

 

Zudem reduzierte die UdSSR die Unterstützung Kommunistischer Rebellengruppen in Afrika und Lateinamerika und beendete die Stationierung in Afghanistan.

 

Obendrein wurde die Breschnew-Doktrin abgeschafft, wodurch sich jeder sozialistische Staat (auch außerhalb der Union) dazu entscheiden konnte, welche Ideologie er ausüben oder sich anschließen wolle. Dies löste möglichen Druck von einigen Staaten, dem Ideal der Sowjetunion zu entsprechen. 


Zudem stellte Gorbatschow klar, dass falls sich ein Staat vom Sozialismus abwenden würde, die UdSSR nicht eingreifen würde. Dies veranlasste die anderen Republiken dazu ebenfalls Reformen durchzuführen.



Glasnost und Perestroika – Folgen 


Der folgende Abschnitt beschäftigt sich mit den Folgen der Glasnost  und Perestroika.


Folgen für die Wirtschaft – Arbeitsmarkt

 

Kurz nach seinem Amtsantritt war Gorbatschow dazu gezwungen sich der qualitativ und quantitativ mangelhaften Produktion und Industrie zuzuwenden. Auch hier war er dazu angetrieben eine Veränderung der Strategie herbeizuführen.

 

Er setzte auf eine Marktliberalisierung, sodass die Kräfte von Angebot und Nachfrage eine kostendeckende Produktion erwirtschaften würden, welche tatsächlich einen Bedarf hatte. Zudem wollte er sichergehen, dass die Löhne nicht unnötig erhöht werden und die Produktion tatsächlich bei dem gewünschten Maß lag. Somit etablierte der Generalsekretär am 1. Januar 1987 eine staatliche Kommission, die für die Qualitätskontrolle verantwortlich waren. Diese bewirkte aber ein kurzfristiges Absinken der Löhne.

 

Des Weiteren hatten die Unternehmen im Zuge der Umwandlungen an Autonomie beziehungsweise Selbstständigkeit gewonnen. Dies führte dazu, dass die Unternehmen die Löhne von selbst extrem erhöhten. Außerdem konnten die Arbeiter nun Entscheidungen darüber treffen, wer ihre Interessen und Anliegen in einem Unternehmen vertrat. Somit sorgte die Belegschaft dafür, dass ihre Löhne so extrem erhöht wurden.

 

Dies bewirkte, dass der Abstand zwischen der Nachfrage der Konsumenten und dem Angebot der Güter immer größer wurde, sprich das Gegenteil von Gorbatschows Plan trat ein. Auch die Anzahl der Defizitprodukte erhöhte sich weiter.

 

Obendrein machte sich die Regierung bei den Bürger*innen noch unbeliebter als sie die Prohibition in die Sowjetunion brachten. Wodka war ein fester Bestandteil jeder Mahlzeit und jedem Beisammenseins. Die Prohibition sollte den Alkoholkonsum einschränken und Betroffene vom Alkoholismus heilen.

 

Diese Maßnahme nahm allerdings negativen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Union. Darüber hinaus wurden die illegale Schnapsbrennerei und die Drogensucht sogar erhöht. Es gab nur noch wenige lizenzierte Alkoholbetriebe vor diesen nun Massen an Menschen standen. Alkoholsüchtige nutzen hingegen immer häufiger reinen Sprit, Parfum und weiter Mischungen von minderwertigen und gesundheitsschädlichen Stoffen.

 

Diese Wirtschaftskrise war nun zu einem Inferno mutiert. 1988 wurden in acht der Staaten der UdSSR Lebensmittel nur noch mittels Lebensmittelkarten verkauft. Streiks der Geschäftsführer, die von 1987 bis 1988 anhielten, bewirkten, dass die Obst- und Gemüseregale leer blieben, obwohl die Vorräte gefüllt waren.

 

Eine Lebensmittelkarte ist ein von Behörden ausgestelltes Dokument zur Bescheinigung, das der Besitzer dieser Karte ein bestimmtes Produkt in einer bestimmten Menge kaufen darf.


Die Geschäftsführer streikten, weil sie nicht mehr mit alkoholischen Getränken handeln durften. Tatsächlich wurde dadurch bewirkt, dass die Prohibition annulliert wurde. Trotz dieser Maßnahme boomte das Geschäft mit der Selbstbrennerei und die Preise der Unternehmen, die diese Produkte anboten waren in das unerreichbare gestiegen.


Folgen für die Wirtschaft – Außenhandel

 

Das Gesetz über Genossenschaften wurde im Frühjahr 1988 verabschiedet. Dies ermöglichte Privatunternehmen wieder in die Dienstleistung, Güterproduktion und den Außenhandel einzusteigen. Dadurch wurden Unternehmen, die der Genossenschaft angehörten ein Aspekt der Wirtschaft der UdSSR.

 

Die Perestroika griff durch Gorbatschow so tiefgreifend in den Außenhandel ein, dass das sowjetische Außenhandelsmonopol ausgemerzt wurde. Die entsprechenden Behörden mussten sich nicht mehr an das Außenhandelsministerium wenden, sondern konnten selbstständig handeln. Des Weiteren durften lokale und regionale Unternehmen in den Außenhandel mit eintreten.

 

Das sowjetische Außenhandelsmonopol war ein Begriff für die Alleinstellung der UdSSR bezüglich staatlicher Stellen bei dem Abwickeln von Handelsgeschäften mit dem Ausland.


Zusätzlich wurde es möglich, dass Unternehmen aus dem Ausland in die Sowjetunion investieren konnten.

 

Wichtig zu erwähnen ist noch, dass die wirtschaftlichen Veränderungen Gorbatschows keinen wirklichen Effekt auf die Wirtschaftskrise hatten, da sich die Union in einer Abwärtsspirale befand.



Glasnost und Perestroika: Briefmarke von 1988 aus der Sowjetunion, StudySmarterAbbildung 4: Briefmarke aus dem 1988
Quelle: dekoder.org


Demokratisierung durch Glasnost

 

Wie schon erwähnt, bewirkte die Reform von Gorbatschow das Gegenteilige von dem was er erwartet und erhofft hatte. Den Medien wurde eine Plattform der öffentlichen Kritik am Regime geboten. Debatten und Diskussionen über das Missfallen an den Systemstrukturen wurden live gezeigt. Es kamen Information über gefälschte Produktionsdatensetzte und weiteres an Licht.

 

Die Tatsache, dass dem Volk eine Stimme, gewisse Freiheiten und damit etwas mehr Macht zugutekam, wurde die Sowjetunion immer schwächer und fiel 1991.

 

Viele Gefangene, wie der Physiker Andrei Sacharow, wurden aus der Haft entlassen und durften in das Gebiet der Union zurückkehren. Es gab immer mehr friedliche Demonstrationen, die nicht in Polizeigewalt endeten. Auch die Kriechen erhielten ihre Autonomie zurück.

 

Glasnost erwies sich schlussendlich als sehr positiv für die Demokratie in der Sowjetunion und dem ganzen Ostblock, auch wenn die Folgen der Reform so nicht von Gorbatschow gewollt waren.  



Glasnost und Perestroika - Das Wichtigste


  • Michail Gorbatschow versuchte durch seine Reformen die gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Lage der Sowjetunion zu verbessern.
  • Die Glasnost sollte das Politik-Geschehen für die Bevölkerung öffentlicher machen.
  • Die Perestroika war als Umbau der grundlegenden Strukturen der UdSSR gedacht.
  • Die positive Reaktion der Bevölkerung blieb aus. Mit ihrer neu gewonnen Freiheit nahmen sie sich ihren Staat langsam zurück.


Häufig gestellte Fragen zum Thema Glasnost und Perestroika

Die Idee der Perestroika existierte schon länger, allerdings wurde sie erst Mittel 1988 verabschiedet. 

Die Glasnost und Perestroika waren Reformen von dem Generalsekretär Gorbatschow. Diese sollten für einen Umbau in der Politik, Gesellschaft und Wirtschaft sorgen. Zudem sollte die Politik der Sowjetunion transparent werden. 

Die Glasnost war eine Reform in der Sowjetunion zum Ende der 1980er hin. sie sollte bewirken, dass die Politik transparenter würde. 

Michail Gorbatschow, der damalige sowjetische Präsident führte die Reformen Glasnost und Perestroika ein.

Finales Glasnost und Perestroika Quiz

Frage

Wer war der Präsident der Sowjetunion, der 1982 starb?

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Antwort

Tod Breschnew 

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Frage

Welcher der sowjetischen Präsidenten starb am 9. Februar 1984?

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Antwort

Juri Andropow

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Frage

Was ist das Kürzel von der Kommunistischen Partei der Sowjetunion?


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Antwort

KPdSU 

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Frage

Definiere den Begriff Gewaltenteilung:


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Antwort

Die Gewaltenteilung ist ein fundamentales Organisations- und Funktionsprinzip der Verfassung eines Rechtsstaates. Das heißt, dass nicht eine Institution verschiedene Gewaltfunktionen, sprich Machtfunktionen ausüben kann. Bei diesem System hat die Regierung verschiedene Organe, die ihre eigenen Aufgaben haben, aber zusammen arbeiten.


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Frage

Welche Schlagwörter beziehen sich auf die Perestroika?


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Antwort

Umbau

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Frage

Warum wird Glasnost mit Transparenz assoziiert?


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Antwort

Glasnost wird oft als das Wort Transparenz interpretiert beziehungsweise übersetzt, da das Wort Glas in Glasnost steckt.

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Frage

Im Russischen bedeutet ___________ so etwas wie Stimme.


Antwort anzeigen

Antwort

Im Russischen bedeutet Glasnost so etwas wie Stimme.


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Frage

Welche unterwartete Reaktion hatte die Bevölkerung der Sowjetunion auf die Reform? 


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Antwort

Die Bevölkerung war entrüstet und schockiert als sie im Zuge der Reform über viele Geheimnisse der Regierung erfuhr. Dies führte zu Streiks und revolutionärem Verhalten. Schlussendlich brach die Sowjetunion auseinander.

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Frage

Was war der Inhalt des Vertrages vom 8. Dezember 1987?

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Antwort

Der US-amerikanische Präsident, Ronald Reagan, und der sowjetische Präsident Michail Gorbatschow unterzeichneten am 8. Dezember einen Vertrag, welcher vereinbarte, dass alle Mittelstreckenraketen aus Europa abgezogen werden würden.


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Frage

Kurz nach seinem Amtsantritt war __________ dazu gezwungen sich der__________ und _________ mangelhaften Produktion und __________zuzuwenden.


Antwort anzeigen

Antwort

Kurz nach seinem Amtsantritt war Gorbatschow dazu gezwungen sich der qualitativ und quantitativ mangelhafte Produktion und Industrie zuzuwenden.

Frage anzeigen

Frage

Was war Gorbatschows Plan um die Wirtschaft wieder anzukurbeln?


Antwort anzeigen

Antwort

Die Märkte liberalisieren

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Frage

Die _______ konnten dadurch, dass die Unternehmen _________erlangt hatten, ihre Löhne selbst _________ und dementsprechend beliebig ________.


Antwort anzeigen

Antwort

Die Arbeiter konnten dadurch, dass die Unternehmen Autonomie erlangt hatten, ihre Löhne selbst bestimmen und dementsprechend beliebig erhöhen.

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Frage

Hatte die Prohibition einen positiven oder negativen Effekt auf die Wirtschaft?


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Antwort

Negativ

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Frage

Von wann bis wann streikten die Geschäftsführer der Unternehmen?


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Antwort

1987 bis 1988 


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Frage

Was bewirkten die Streiks der Geschäftsführer  von 1987 bis 1988?


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Antwort

Die Streiks der Geschäftsführer, die von 1987 bis 1988 anhielten, bewirkten, dass die Obst- und Gemüseregale leer blieben, obwohl die Vorräte gefüllt waren.

Frage anzeigen

Frage

Definiere den Begriff Lebensmittelkarte:


Antwort anzeigen

Antwort

Eine Lebensmittelkarte ist ein von Behörden ausgestelltes Dokument zur Bescheinigung, das  der Besitzer dieser Karte ein bestimmtes Produkt in einer bestimmten Menge kaufen darf.


Frage anzeigen

Frage

Was war das sowjetische Außenhandelsmonopol?


Antwort anzeigen

Antwort

Das sowjetische Außenhandelsmonopol war ein Begriff für die Alleinstellung  der UdSSR bezüglich staatlicher Stellen bei dem Abwickeln von Handelsgeschäften mit dem Ausland.

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