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Römische Kaiser

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Römische Kaiser

Welcher Name kommt Dir als Erstes in den Sinn, wenn Du an römische Kaiser denkst? Ist es vielleicht Cäsar oder Augustus? Oder sogar Nero? Die Liste der römischen Kaiser ist nicht gerade kurz, aber natürlich sind nicht alle von ihnen gleich bekannt. In diesem Artikel lernst Du das Wichtigste, was es über die römische Kaiserzeit zu wissen gibt und erhältst eine Übersicht über die bedeutendsten Kaiser der römischen Antike.

Rom vor der Kaiserzeit

Wenn Du Dich schon ein wenig mit der Geschichte des antiken Roms auseinandergesetzt hast, weißt Du sicherlich bereits, dass Rom nicht immer von Kaisern regiert wurde. Die längste Zeit war Rom nämlich eine demokratische Republik (res publica) und in seinen Anfangsjahren sogar eine Monarchie mit etruskischen Königen an ihrer Spitze. Bevor Du also mehr zu den Kaisern des imperium romanum lernst, soll hier noch einmal ein kurzer Überblick über die Herrschaftsstruktur der Römischen Republik stehen.

Die Etrusker (lat. Etrusci) waren ein Volk im nördlichen Mittelitalien. Sie lebten in Gebieten, die wir heute als Toskana, Latium und Umbrien kennen. Erste Nachweise über die etruskische Kultur stammen aus dem 9. Jh. v. Chr. – also aus der Zeit, in der die Hügel Roms das erste Mal besiedelt wurden.

Politische Ämter und Machtteilung

In der Republik des antiken Roms gab es verschiedene politische Ämter, die Politiker bekleiden konnten und der Reihe nach durchlaufen mussten, um in der Politik aufzusteigen – diese Ämterlaufbahn wird auch cursus honorum genannt.

Die Ämter wurden Magistraturen genannt und die Personen, die sie bekleideten, Magistrate.

Doch bevor ein Eintritt in die Ämterlaufbahn möglich war, musste zuerst ein zehnjähriger Militärdienst abgeleistet werden (in der späten Republik genügte eine kürzere Zeit). Dann war es möglich Militärtribun (höherer Offizier) zu werden oder sich im Kollegium der vigintisexviri (unterste Magistraturen, die für Aufgaben im öffentlichen Bereich zuständig waren) mit Verwaltungsaufgaben einzubringen.

Danach folgten diese Ämter in folgender Reihenfolge:

  1. Quästur (Amtsträger = Quästoren)
  2. Ädilität / Volkstribunat (Amtsträger = Ädile / Volkstribunen)
  3. Prätur (Amtsträger = Prätoren)
  4. Konsulat (Amtsträger = Konsuln)

Die Konsuln bekleideten also das höchste militärische und zivile Amt und hatten somit eine recht hohe Entscheidungsgewalt. Es gab insgesamt zwei Konsuln, welche jährlich von einer comitia centuriata, einer römischen Volksversammlung, gewählt wurden.

Außerdem gab es noch das Amt der Zensoren, diese blieben insgesamt 18 Monate im Amt – eine neue Besetzung des Amtes erfolgte allerdings bloß alle fünf Jahre. In der Regel wurden nur Personen zu Zensoren gewählt, die in der Vergangenheit bereits das Amt des Konsuls bekleidet haben. Zensoren waren unter anderem für die Überprüfung der Bürgerlisten und die Einteilung der Bürger in Vermögensklassen zuständig. Zusätzlich entschieden sie über die Senatsaufnahme und überwachten die Lebensführung der Senatoren und Ritter.

Daneben gab es natürlich noch den Senat, welcher als Machtzentrum des antiken Roms galt. Er bestand aus ehemaligen Magistraten und umfasste mehrere hundert Mitglieder.

Römische Kaiser Diagramm der Verfassung der Römischen RepublikAbbildung 1: Vereinfachtes Diagramm der Verfassung der Römischen Republik

Du erkennst an dieser kurzen Zusammenfassung zur Politik der Römischen Republik also bereits, dass die Macht und Entscheidungsgewalt stets zwischen verschiedenen Parteien aufgeteilt war. Die Römer hielten nicht viel von Alleinherrschern – es gab allerdings die Möglichkeit einen Diktator zu ernennen, falls eine außerordentliche Situation dies erforderte. Seine Amtszeit war jedoch auf sechs Monate begrenzt.

Wie kam es nun aber dazu, dass eine Gesellschaft, die so abgeneigt von Alleinherrschern war, zu einem Kaiserreich wurde?

Die römische Kaiserzeit

Die Epoche der römischen Kaiserzeit wird von 27. v. Chr. bis 284 n. Chr. datiert. Auch danach, bis zum Ende der Spätantike (ca. 700 n. Chr.) wurde Rom noch von Kaisern regiert – für dich reicht es aber über die wichtigsten Punkte der Kaiserzeit Bescheid zu wissen.

Cäsar als Wegbereiter der römischen Kaiserzeit

Viele Menschen haben, wenn sie an die römische Kaiserzeit denken, als erstes Julius Cäsar (lateinische Schreibweise: Gaius Iulius Caesar) vor Augen, doch tatsächlich war er nie römischer Kaiser. Er war vielmehr der Wegbereiter für die römische Kaiserherrschaft und aus seinem Namen leitete sich später der Titel "Kaiser" ab. Es war tatsächlich sein Großneffe und Adoptivsohn Octavian, auch als Augustus bekannt, welcher der erste römische Kaiser wurde.

Wenn Du mehr über Octavian, beziehungsweise Augustus erfahren möchtest, lies Dir gern den Artikel zu ihm, hier auf StudySmarter, durch.

Wie bereits kurz erklärt, war es zur Zeit der Römischen Republik schon möglich Diktatoren für einen kurzen Zeitraum zu ernennen. Den Diktatoren wurde zumeist noch eine genaue Aufgabe übertragen, welche sich dann auch in seiner Amtsbezeichnung wiederfinden ließ. Wurde er für die Kriegsführung eingesetzt, so lautete dies rei gerundae causa, war er für die Abhaltung von Wahlen zuständig, so wurde von comitiorum habendorum causa gesprochen. Es gab noch mehr mögliche Aufgabenbereiche, doch die musst Du Dir nicht alle merken.

Kommen wir nun aber zurück zu Cäsar: Dieser war militärisch sowie politisch sehr erfolgreich und hatte es in seinen Feldzügen geschafft beinahe ganz Gallien zu erobern. Er bekleidete außerdem das Amt des Konsuls – das reichte ihm jedoch nicht und er strebte nach mehr Macht. Bereits 46 v. Chr. wurde er zum Diktator auf zehn Jahre ernannt, was deutlich länger als üblich war.

Nachdem er in Spanien weitere militärische Erfolge erzielt hatte, wurde er vom Senat im Februar 44 v. Chr. zum Senator auf Lebenszeit (dictator perpetuo) ernannt. Damit machte sich Cäsar viele Feinde, denn es wurde vermutet, dass er den Königstitel anstrebte – den Römern war dies ein Dorn im Auge. Dies führte dann dazu, dass er bloß einen Monat später, am 15. März 44 v. Chr., während einer Senatssitzung von einer Gruppe Senatoren ermordet wurde.

Wenn Du mehr über Cäsar erfahren willst, lies dir gern den Artikel über Cäsar, hier auf StudySmarter durch.

Das Prinzipat – Augustus wird Roms erster Kaiser

Eigentlich war Cäsar, mit seiner Ernennung zum Diktator auf Lebenszeit, auf einem gar nicht so schlechten Weg, so etwas wie ein Kaiser zu werden – wäre da nicht diese Gruppe von Senatoren gewesen. Doch Octavian hatte ein ähnliches Streben nach Macht wie sein Adoptivvater.

Octavian schaffte es, die Feinde und Mörder Cäsars zu besiegen und im Januar 27 v. Chr. den römischen Bürgerkrieg zu beenden. Er gab die Gewalt, die zuvor im Rahmen der vorherigen Militärdiktatur dem Senat und Volk genommen wurde, an diese zurück. Am 16. Januar 27 v. Chr. verlieh der Senat ihm aus diesem Grund den Ehrennamen "Augustus" (der Erhabene). Ab diesem Zeitpunkt nannte er sich Imperator Caesar Augustus.

Augustus bemühte sich, nicht die gleichen Fehler, wie sein Großonkel zu machen und gab sich daher formal mit dem Amt des Konsuls zufrieden. Das Besondere: Er bekleidete die Magistratur jährlich bis 23 v. Chr. und erhielt ein imperium proconsulare (außerordentliches Kommando) für die römischen Grenzprovinzen. Des Weiteren wurden ihm 23 v. Chr. die tribunicia potestas (Kompetenzen des Volkstribunen) verliehen, welche es ihm ermöglichten, Gesetzte einzubringen und mit dem Senat zu verhandeln, ohne Konsul oder Volkstribun zu sein.

Augustus ließ sich zwar einige klassische Gewalten übertragen, verzichtete jedoch darauf, ein eigenes Amt für seine außergewöhnliche Position zu schaffen. Er bezeichnete sich dafür allerdings als princeps, also "der Erste" unter den Senatoren. Der princeps wird in der Geschichtsschreibung häufig auch "Kaiser" genannt, abgeleitet vom Namen "Caesar".

Somit hatte Augustus die Grundlage für das Kaisertum geschaffen und es war ihm gelungen, seine Macht rechtlich geltend zu machen. Auch auf sozialer Ebene gelang es Augustus seinen Einfluss zu festigen, da er bei den Bürgern große Beliebtheit genoss.

Da Augustus aus den Fehlern seines Großonkels hatte lernen können, hegte er Vorsicht, wenn es um die Darstellung seiner eigenen Person ging. So betonte er stets, dass er nicht über dem Gesetz stehe, sondern sich diesem unterordne. Des Weiteren propagierte er das Kaiserreich nicht als neu geordnetes Regime, sondern sprach von der res publica restituta – der Wiederherstellung der Republik.

In östlichen Gebieten wurde Augustus tatsächlich bereits zu Lebzeiten als Gottheit verehrt und auch in westlichen Regionen wurde der Kaiserkult teilweise sogar staatlich gefördert – dies sollte für Stabilität und Loyalität sorgen. In der Hauptstadt selbst wurde "bloß" die göttliche Kraft verehrt, die angeblich in Augustus wirkte (genius). Diese Abgrenzung forderte er selbst, um den Senat nicht zu verärgern. Nach seinem Tod erfolgte dann erst eine eindeutige Vergöttlichung des Kaisers.

Die Struktur des Kaiserreiches

Auch nach Augustus Tod erhielt der Kaiser kein spezielles Amt – die Position des princeps blieb jedoch mit den gleichen Kompetenzen ausgestattet. Princeps sollte der werden, der aus der Sicht des Senats "der Beste" war, eine gesetzlich festgelegte Nachfolgeregelung gab es nicht. Allerdings spielte die Akklamation, also Ausrufung, des Heeres eine wichtige Rolle bei der Ernennung des neuen Kaisers.

Das römische Heer bevorzugte es in der Regel, wenn der neue Kaiser aus der Familie des Vorgängers stammte – also im besten Fall sein Sohn oder Adoptivsohn war. Begünstigt wurde dies dadurch, dass der alte Kaiser Einfluss auf die Neuwahl nehmen konnte. Dies führte dazu, dass sich kaiserliche Dynastien herausbildeten.

Eine Dynastie bezeichnet ein Herrschergeschlecht, also einer Herrscherfolge, die innerhalb einer Familie bleibt.

Rechtliche Regelungen

Dem antiken Rom war es wichtig zu betonen, dass der Kaiser nicht über den Gesetzen stand, sondern das Gesetz über dem Kaiser. Dies schrieb der jüngere Plinius auch in ebendiesen Worten nieder:

Non est princeps supra leges, sed leges supra principem. ("Der Kaiser steht nicht über den Gesetzen, sondern die Gesetze über dem Kaiser.")

Es muss allerdings beachtet werden, dass der Kaiser wesentlichen Einfluss auf die Gesetzgebung nehmen konnte. Dem Kaiser war es möglich, bestimmte Regelungen durch Edikte festzulegen oder durch Reskripte in Einzelfällen Entscheidungen zu treffen. Seit dem 2. Jhd. n. Chr. wurden Erlasse des Kaisers als Gesetze betrachtet.

Ein Edikt ist eine Verordnung/ein Erlass der Obrigkeit.

Bei einem Reskript handelt es sich um ein kaiserliches Rückschreiben auf Anfragen, die das Recht betreffen. Dabei geht es zumeist um umstrittene Einzelfälle, in denen der Kaiser die Entscheidungsgewalt inne hat – seine Entscheidung gilt auch zukünftig rechtsverbindlich.

Aufgaben des römischen Kaisers

Obwohl römische Kaiser eine große Zahl an Aufgaben zu erfüllen hatten, wurden diese nirgends eindeutig niedergeschrieben oder formuliert. Es kann jedoch zusammenfassend gesagt werden, dass der Kaiser über Krieg und Frieden entscheiden konnte, der Senat stand eher in der Position des Beraters. Der römische Kaiser schloss also Verträge und Verhandlungen mit auswärtigen Mächten ab.

Doch der princeps war auch der höchste Richter Roms, sowie oberster Heerführer und Priester (pontifex maximus). Der Kaiser stand somit in der Verantwortung den pax deorum, also den "Frieden seitens der Götter", umzusetzen. Generell sollte der Kaiser in Rom für das Wohl des gesamten Reiches sorgen und hatte sich daher an die Herrschertugenden zu halten.

Die Herrschertugenden formulierten eine Reihe von Erwartungen, die an den Kaiser gestellt wurden. So hatte er beispielsweise Milde (clementia) walten zu lassen, sollte durch Frömmigkeit (pietas) ausgezeichnet sein und der Bevölkerung Wohltaten (beneficia) zukommen lassen.

Reichsverwaltung

Während des Kaiserreiches wurde eine Zentralverwaltung geschaffen, welche dafür zuständig war das Reich zu verwalten. Zu Beginn wurden die neuen Ämter jedoch nicht als öffentliche Institutionen, sondern eher als persönlicher Helferstab des Kaisers gesehen. Mit der Zeit etablierte sich die Zentralverwaltung jedoch zunehmend und es wurden Büros (officia) geschaffen, die spezifische Zuständigkeitsbereiche hatten (beispielsweise für Finanzangelegenheiten oder Korrespondenzen des Kaisers).

Die Verwaltung der römischen Provinzen geschah hauptsächlich unabhängig von der Zentralverwaltung. Es gab zwar kaiserliche Provinzen, welche von kaiserlichen Legaten geleitet wurden, aber auch senatorische Provinzen, die von senatorischen Stadthaltern geführt wurden. Die senatorischen Stadthalter waren allerdings primär für die Rechtsprechung zuständig, ging es um militärische Angelegenheiten, konnten sie nur in Ausnahmefällen mitreden.

Das römische Heer erlebte in der frühen Kaiserzeit eine deutliche Veränderung. Es wurde nun ein Heer mit Berufssoldaten eingerichtet, mit dem Kaiser als Heerführer. Der Kaiser war ebenfalls für die Versorgung der Veteranen zuständig. Die Prätorianerkohorten dienten dem Schutz des Kaisers und wurden daher im eigentlich entmilitarisierten Italien eingesetzt.

Bedeutende römische Kaiser

Nun hast Du schon mal einen guten Überblick darüber, wie es zur Entstehung des römischen Kaiserreiches kam und wie es in etwa funktionierte. Um dein Wissen zu komplettieren, soll hier noch eine Übersicht über einige der bedeutendsten römischen Kaiser stehen.

Julisch-Claudische Dynastie

Die Julisch-Claudische Dynastie geht auf Julius Cäsar zurück, Augustus war der erste Kaiser dieser Dynastie. Sie dauerte von 27 v. Chr. bis 68 n. Chr. und wurde durch Kaiser Neros Konflikte mit dem Senat und dem Heer delegitimiert. Die Spannungen zwischen Kaiser, Militär und Staat mündeten sogar in einem Bürgerkrieg – aus diesem ging Vespasian (Titus Flavius Vespasianus) als Sieger hervor. So wurde er neuer Kaiser und die Dynastie der Flavier begann.

Jemanden zu delegitimieren bedeutet dieser Person ihre Berechtigung für etwas abzusprechen.

Augustus

Augustus war von 27 v. Chr. bis 14 n. Chr. Kaiser und kann eigentlich als wichtigster gesehen werden, da er derjenige war, der das Prinzipat aufbaute. Doch über ihn hast du ja bereits genug gelernt, er soll hier nur vollständigkeitshalber Erwähnung finden.

Caligula

Caligula, mit vollem Namen Gaius Caesar Augustus Germanicus, war von 37-41 n. Chr. römischer Kaiser und kam nach nur vier Jahren Amtszeit bei einem Attentat ums Leben. Er ist vor allem als "verrückter Kaiser" bekannt geworden. Dies geht nicht nur auf die äußerst grausamen und kostspieligen Gladiatorenkämpfe zurück, sondern auch auf die Tatsache, dass er sein Lieblingspferd Incitatus zum Konsul ernannte.

Nero

Nero (Nero Claudius Caesar Augustus Germanicus) gehört ebenfalls zu den bekannteren römischen Kaisern und regierte von 54 bis 68 n. Chr. Auch er ging in die Geschichte als einer der "verrückten Kaiser" ein. Nero wurde besonders bekannt für den Wiederaufbau Roms, nachdem mehrere Stadtteile beim Großen Brand Roms im Juli 64 n. Chr. zerstört wurden. Doch bereits in zeitgenössischen Schriften wurde vermutet, dass Nero selbst das Feuer legen ließ, um den Bau einer neuen Prachtvilla zu rechtfertigen. Ob dies der Wahrheit entspricht, lässt sich heute nicht mehr sagen.

Flavische Dynastie

Die Flavische Dynastie bestand aus bloß drei Kaisern und dauerte von 69-96 n. Chr. Trotz der vergleichsweise kurzen Herrschaftszeit nahm die Familie der Flavier starken Einfluss auf die Geschichte Roms, indem sie einen wesentlichen Grundstein für die weitere Ausdehnung des Römischen Reiches legten. Daher sollen die drei flavischen Kaiser hier kurz aufgezählt werden.

Die Flavische Dynastie endete, als Domitian ermordet und sich von seinem Nachfolger Nerva (Marcus Cocceius Nerva) dafür entschieden wurde, von nun an "die Besten" als Nachfolger auszuwählen und dafür diese "Besten" zu adoptieren. Dass niemand von ihnen eigene Söhne hatte, war dabei sicherlich ausschlaggebend für die Etablierung des Adoptivkaisertums.

Vespasian

Titus Flavius Vespasianus, genannt Vespasian war der erste Flavier, der Kaiser wurde und regierte von

69-79 n. Chr.

Titus

Um Verwechslungen zu vermeiden, wird Titus Flavius Vespasianus, der von 79 bis 81 n. Chr. regierte, bloß Titus genannt. Er führte die Politik seines Vaters Vespasians fort und ging in die Geschichte als idealer Herrscher ein.

Domitian

Domitian (Titus Flavius Domitianus) war der jüngere Sohn Vespasians und der dritte und letzte Kaiser aus der Dynastie der Flavier und regierte von 81 bis 96 n. Chr. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger und älteren Bruder, wurde Domitian als Tyrann und schlechter princeps beschrieben.

Adoptivkaiser

Von 98 bis 180 v. Chr. wurde die Herrschaftsabfolge des Kaisertums ausschließlich durch Adoption bestimmt. Die Herrschaftsjahre der Adoptivkaiser endeten, als sich Mark Aurel dafür entschied, seinen leiblichen Sohn, Commodus (Lucius Aurelius Commodus), als sein Nachfolger zu erklären.

Trajan

Marcus Ulpius Traianus (Trajan) regierte von 98 bis 117 n. Chr. als erster Adoptivkaiser und gleichzeitig erster Kaiser, der nicht aus Rom direkt, sondern einer Provinz stammte. Er wurde in der senatorischen Geschichtsschreibung als bester princeps geehrt.

Mark Aurel

Der letzte Kaiser des Adoptivkaisertums war Mark Aurel (Marcus Aurelius Antonius Augustus), der von

161 bis 180 n. Chr. regierte. Mark Aurel ist zum einen bekannt für sein philosophisches Werk "Selbstbetrachtungen", aber auch für seine gesellschaftlichen Taten wurde er schon zu Lebzeiten gelobt. Er setzte sich in seiner Rolle des obersten Richters besonders für Waisen, Sklaven und Frauen ein.

Severische Dynastie

Die letzte Dynastie der römischen Kaiserzeit war die der Severer. Sie bestand aus insgesamt fünf Kaisern und dauerte von 193 bis 235 n. Chr. Die severischen Kaiser hoben besonders die Rolle des Militärs hervor, was die nachfolgenden Jahre der sogenannten Soldatenkaiser begünstigte.

Römische Kaiser – Das Wichtigste

  • Die römische Kaiserzeit wird auf 27 v. Chr. bis 235 n. Chr. datiert.
  • Julius Cäsars Großneffe und Adoptivsohn Octavian (auch als Augustus bekannt) wurde Roms erster Kaiser und etablierte das Prinzipat.
  • Es gab zwar keine feste Nachfolgeregelung der römischen Kaiser, doch häufig wurden Familienmitglieder als Nachfolger auserkoren – so bildeten sich Dynastien heraus.
  • Der römische Kaiser wurde princeps also "der Erste" genannt. Damit war gemeint, dass er der Erste Mann des Senats sei.
  • Formell standen die römischen Kaiser nicht über dem Gesetz, allerdings hatten sie wesentlichen Einfluss auf die Gesetzgebung.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Römische Kaiser

Es gab zahlreiche römische Kaiser, zu den wichtigsten gehören:

  • Augustus
  • Caligula
  • Nero
  • Vespasian
  • Titus
  • Trajan
  • Mark Aurel

Der letzte römische Kaiser überhaupt war Romulus Augustulus, er wurde 476 n. Chr. abgesetzt. Der letzte Kaiser der römischen Kaiserzeit war Severus Alexander, welcher 235 n. Chr. ermordet wurde.

Der erste römische Kaiser war Augustus, von 27 v. Chr. bis 14 n. Chr. Er war Adoptivsohn und Großneffe Cäsars und hieß eigentlich Gaius Octavius.

In der römischen Kaiserzeit (27 v. Chr. bis 284 n. Chr.) gab es insgesamt 21 Kaiser. Bis zum Ende des Römischen Reiches gab es 171 römische Kaiser.

Finales Römische Kaiser Quiz

Frage

Auf welche Zeit wird die Römische Kaiserzeit datiert?

Antwort anzeigen

Antwort

27 v. Chr. bis 284 v. Chr.

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Frage

Wer war der erste römische Kaiser?

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Antwort

Augustus

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Frage

Unter welchem Namen ist Augustus noch bekannt?

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Antwort

Octavian

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Frage

In welchem Verwandtschaftsverhältnis stand Octavian zu Cäsar?

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Antwort

Großneffe

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Frage

Wie hieß die erste kaiserliche Dynastie Roms?

Antwort anzeigen

Antwort

Julisch-Claudische Dynastie

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Frage

Wer gilt als Wegbereiter der römischen Kaiserzeit?

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Antwort

Cäsar

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Frage

Wie wird die römische Kaiserherrschaft noch genannt?

Antwort anzeigen

Antwort

Prinzipat

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Frage

Wie nannte man den Kaiser in Rom?

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Antwort

Princeps

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Frage

Welche Aussage ist wahr?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Kaiser stand formell nicht über dem Gesetz.

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Frage

Welches politisches System herrschte in Rom vor der Kaiserzeit?

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Antwort

Die Römische Republik (res publica), mit klarer Verfassung und demokratischen Zügen.

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Frage

Welche römischen Kaiser sind besonders bekannt?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Augustus
  • Caligula
  • Nero
  • Vespasian
  • Titus
  • Trajan
  • Mark Aurel
Frage anzeigen

Frage

Welcher römische Kaiser ernennte sein Pferd zum Konsul?

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Antwort

Caligula

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Frage

Als was stellte Augustus das Prinzipat dar, um nicht in Missgunst des Senats und des römischen Volkes zu fallen?

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Antwort

Als Wiederherstellung der Römischen Republik (res publica restituta).

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Frage

Wovon leitet sich das Wort "Kaiser" ab?

Antwort anzeigen

Antwort

Vom Namen Caesar.

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Frage

Wieso erhielt Octavian den Namen Augustus?

Antwort anzeigen

Antwort

Octavian schaffte es im Januar 27 v. Chr. den römischen Bürgerkrieg zu beenden. Er gab die Gewalt, die zuvor im Rahmen der vorherigen Militärdiktatur dem Senat und Volk genommen wurde, an diese zurück. Am 16. Januar verlieh der Senat ihm aus diesem Grund den Ehrennamen "Augustus" (der Erhabene). Ab diesem Zeitpunkt nannte er sich Imperator Caesar Augustus.

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Frage

Wann wurde Julius Cäsar geboren?

Antwort anzeigen

Antwort

100 v. Chr.

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Frage

Wie hieß die erste Ehefrau Julius Cäsars?

Antwort anzeigen

Antwort

Cornelia

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Frage

Was bedeuten Cäsars berühmte Worte "Veni, Vidi, Vici" ?

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Antwort

Ich kam, Ich sah, Ich siegte.

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Frage

Wann wurde Julius Cäsar ermordet?

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Antwort

Am 15. März 44 v. Chr.

Frage anzeigen

Frage

Mit wem gründete Cäsar das Erste Triumvirat?

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Antwort

  • Gnaeus Pompeius Magnus
    → hoher militärischer Einfluss, erfolgreichster Feldherr Roms

  • Marcus Licinius Crassus
    → hoher finanzieller Einfluss, reichster Mann Roms


Frage anzeigen

Frage

Cäsar war __ Jahre alt, als er Konsul wurde. Eigentlich lag die Altersgrenze für dieses Amt bei __ Jahren.

Antwort anzeigen

Antwort

Cäsar war 40 Jahre alt, als er Konsul wurde. Eigentlich lag die Altersgrenze für dieses Amt bei 43 Jahren.

Frage anzeigen

Frage

Wie lange war Cäsar Diktator?

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Antwort

30 Tage

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Frage

Die Hauptverschwörer gegen Cäsar waren __ und __.

Antwort anzeigen

Antwort

Die Hauptverschwörer gegen Cäsar waren Brutus und Cassius.

Frage anzeigen

Frage

Wieso spricht man bei der Ermodung Cäsars auch von den "Iden des März"?

Antwort anzeigen

Antwort

Das Wort "Iden" bezeichnet im römischen Kalender die Monatsmitte, also meist den 15. Kalendertag. Und Cäsar wurde am 15. März 44 v. Chr. umgebracht.

Frage anzeigen

Frage

Mit welcher Handlung provozierte Cäsar die Senatoren bei einem Fest?

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Antwort

Er trug ein altes Königsgewand und erweckte so den Eindruck als würde er sich als König einsetzen wollen.

Frage anzeigen

Frage

Wieso war Cäsars Überschreitung des Rubikon so folgenschwer?

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Antwort

Die Senatoren hatten ihn zuvor befohlen, ohne Truppen zurückzukehren, außerdem durfte Rom ohnehin nicht bewaffnet betreten werden. Die Rubikonüberquerung stellte also eine Kriegserklärung dar.

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