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Stammesgeschichtliche Entwicklung

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Stammesgeschichtliche Entwicklung

Die Stammesentwicklung bildet die Evolution ab und bezieht sich entweder auf die Entwicklung der Gesamtheit der Lebewesen oder auf bestimmte Verwandtschaftsgruppen (Taxa). Eine weitere Bezeichnung für die stammesgeschichtliche Entwicklung ist die "Phylogenese" oder "Phylogenie". Der Begriff der Phylogenese kann auch verwendet werden, um einzelne Merkmale in ihrer Weiterentwicklung im Verlauf der Entwicklungshistorie zu charakterisieren.

Definition zur stammesgeschichtlichen Entwicklung

Die stammesgeschichtliche Entwicklung wird fachsprachlich als Phylogenese bezeichnet. Phylogenese stammt von den beiden altgriechischen Wörtern phýlon ("Stamm") und génesis ("Ursprung") ab. Sie bezieht sich sowohl auf die Stammesgeschichte aller Lebewesen als auch auf bestimmte Verwandtschaftsgruppen.

Erforschung der Phylogenie

Hinter der stammesgeschichtlichen Entwicklung verbirgt sich die Wissenschaft der Phylogenetik. Hierbei werden verschiedene Methoden angewandt, um die Stammesentwicklung abbilden zu können. Aus den gewonnenen Daten kann anschließend ein phylogenetischer Baum erstellt werden, der die Verwandtschaftsverhältnisse der Arten untereinander abbildet.

Methoden der Phylogenetik sind unter anderem:

  • Vergleich von anatomischen, morphologischen und physiologischen Merkmalen rezenter Lebewesen
  • Auswertung struktureller und anatomischer Merkmale von Fossilien
  • molekulargenetische Analyse von Genomen
  • Vergleich der Ontogenese (überwiegend rezenter Lebewesen)

Die Ontogenese kann der Phylogenie gegenübergestellt werden. Sie bezeichnet die Entwicklung von einzelnen Individuen einer Art über deren Lebensspanne. Das heißt, dass hierbei die Entwicklung einer Art von der befruchteten Eizelle bis zum Tod betrachtet wird.

Stammesgeschichtliche Entwicklung der Lebewesen

Ziel der Evolutionsforschung ist es, die Entwicklung aller Lebewesen zu rekonstruieren. Evolutive Prozesse laufen über verschiedene Arten hinweg ab und nicht nur während der Ontogenese. Außerdem wurde aufgrund von neuen wissenschaftlichen Methoden und archäologischen Funden die Idee, dass die Lebewesen einen gemeinsamen Ursprung haben, immer fundierter.

Eine wissenschaftlich fundierte Grundlage für den gemeinsamen Ursprung bietet die Deszendenztheorie (Abstammungslehre). Sie besagt, dass alle heutigen Lebewesen aus früheren Lebewesen hervorgegangen sind. Dabei wird eine Weiter- und Höherentwicklung der Lebewesen eingeschlossen, weshalb die heute vorkommenden Pflanzen- und Tierarten sowie der Mensch aus sehr einfach organisierten und primitiven Vorfahren entstanden sind. Charles Darwin konnte Mitte des 19. Jahrhunderts mit seiner Selektionstheorie die Deszendenztheorie wissenschaftlich erklären.

Wenn Du mehr über die Selektionstheorie erfahren möchtest, dann lies doch gerne die Erklärung über Darwins Evolutionstheorie durch!

Belege für die stammesgeschichtliche Entwicklung

Um die Phylogenie einer Gruppe zu rekonstruieren, werden Untersuchungen der Erbeigenschaften von lebenden (rezenten) Arten sowie fossiler Vertreter herangezogen.

Belege für die Verwandtschaft der Arten untereinander bieten folgende Formen und Untersuchungsergebnisse aus den Bereichen:

  • Homologien
  • Analogien
  • Mosaikformen
  • Rudimente
  • Atavismen
  • Molekularbiologie

Homologien

Homologien sind ähnliche oder gleichwertige Strukturen bei verschiedenen Lebewesen in ihrem Bauplan. Ähnlichkeiten können in der Anatomie, im Verhalten, Stoffwechsel sowie im Erbgut verschiedener Lebewesen vorhanden sein. Ist ein gleicher Grundaufbau vorhanden, kann auf eine gemeinsame Abstammung und somit eine Verwandtschaft geschlossen werden.

Durch Homologien konnte herausgefunden werden, dass Menschen beispielsweise mit Walen und Vögeln verwandt sind. Was sich zunächst abwegig anhört, kann anhand der Gliedmaßen belegt werden. Der anatomische Grundaufbau ist bei den Vordergliedmaßen der Vogelflügel, der Flosse eines Wals und dem Arm eines Menschen gleich.

Analogien

Analoge Merkmale weisen im Gegensatz zu homologen Merkmalen darauf hin, dass bestimmte Lebewesen nicht miteinander verwandt sind. Hierunter fallen Strukturen mit ähnlicher Funktion, die allerdings auf unterschiedlichen Bauplänen und somit von unterschiedlichen Genen codiert sind.

Ein Beispiel für ein analoges Merkmal sind die Speicherorgane bei Kartoffeln und Dahlien. Die Aufgabe der Knollen ist bei beiden Pflanzenarten identisch, denn sie dienen zur Speicherung von Reservestoffen. Allerdings wird die Knollenstruktur bei der Kartoffel aus ihrem Spross gebildet, während sie bei der Dahlie aus dem Wurzelgewebe hervorgeht.

Mosaikformen

Mosaikformen sind bei Lebewesen zu finden, die Merkmale von eigentlich getrennten Gruppen aufweisen. Sehr relevant sind hierfür Brückentiere, da sie Merkmale zweier verschiedener, heute lebender Organismen besitzen. Daraus lässt sich schließen, dass sich Lebewesen verschiedener Gruppen aus demselben Organismus entwickelt haben.

Das Schnabeltier gilt als das Bindeglied zwischen Reptilien und Säugetieren. Im Gegensatz zu vielen fossilen Brückentieren zählt es zu den rezenten Lebewesen, da es heute noch existiert. Schnabeltiere vereinen Merkmale von Reptilien und Säugetieren. Vorhandene Merkmale, die zu den Reptilien zählen, sind das Legen von Eiern, eine Kloake (nur ein Körperausgang für Ausscheidungs- und Geschlechtsorgane) sowie ein schnabelförmiges Kiefer. Seine Merkmale sind die Behaarung, Milchdrüsen, Gehörknöchelchen und die gleichbleibende Körpertemperatur. Das Schnabeltier wird zu den Eier legenden Säugetieren gezählt.

Rudimente

Rudimente sind rudimentäre Organe, die sich im Verlauf der Evolution zurückgebildet haben, da sie meist keine Funktion mehr erfüllen. Rudimente können auf eine Verwandtschaft zwischen verschiedenen Gruppen von Lebewesen verweisen oder Hinweise auf die Stammform geben.

Auch beim Menschen sind bestimmte Rudimente feststellbar. Ein Beispiel dafür sind die Weisheitszähne, die bei den Vorfahren des Menschen die Funktion hatten, härteres Essen wie Wurzeln, Nüsse und rohes Fleisch zu zerkauen. Durch die Entdeckung von Feuer wurde das Essen immer weicher und die Weisheitszähne dementsprechend überflüssig. Außerdem wurden die Kiefer immer kleiner, weshalb die Weisheitszähne heutzutage oftmals nicht mehr ausreichend Platz haben. Bei rund 20 % aller Europäer sind deshalb keine Weisheitszähne mehr veranlagt oder sie fallen teilweise deutlich kleiner aus.

Atavismen

Zu den Atavismen zählen Organe oder Merkmale, die sich im Laufe der Evolution zurückgebildet haben, vereinzelt bei den Individuen aber wieder auftreten können. Das liegt daran, dass sie noch in der DNA vorhanden sind, aber durch eine Art Abschaltung reguliert werden. Ist das regulatorische Gen, das für die Abschaltung sorgt, mutiert, kann es passieren, dass die Organe oder Merkmale wieder ausgebildet werden.

Beim Menschen können verschiedene Atavismen aufgetreten. Beispiele hierfür sind überzählige Brustwarzen, eine extrem starke Körperbehaarung, die Ausbildung eines Schwanzes durch ein verlängertes Steißbein sowie Halsrippen (durch zusätzliche Halswirbel angesetzt an der Rippe).

Molekularbiologie

Auch auf molekularbiologischer Ebene kann bestätigt werden, dass alle Lebewesen aus einer gemeinsamen Urform entstanden sind. Grund hierfür sind der genetische Code, der universell und bei allen Lebewesen identisch ist und Adenosintriphosphat (ATP), was den universellen Energieträger aller Organismen bildet. Außerdem gleicht sich der Ablauf der Proteinbiosynthese größtenteils bei allen Lebewesen.

Die Proteinbiosynthese meint den Herstellungsprozess von Proteinen in den Zellen. Das ist ein komplexer Prozess, den Du in der passenden Erklärung dazu noch intensiver kennenlernen wirst.

Phylogenetischer Baum

Um die stammesgeschichtliche Entwicklung bei Lebewesen abzubilden, können phylogenetische Stammbäume verwendet werden. In der Phylogenie können dabei verschiedene Arten von Stammbäumen eingesetzt werden. Folgende Stammbaumarten können verwendet werden:

  • Dendrogramm
  • Kladogramm
  • Phylogramm

Dendogramm

Zu den Dendrogrammen zählen alle Stammbäume, die Abstammungsverhältnisse zeigen. Hier werden verwandtschaftliche Beziehungen von Taxa grafisch dargestellt.

Kladogramm

Kladogramme geben die stammesgeschichtlichen Beziehungen von Taxa wieder. Sie werden mit den Methoden der phylogenetischen Systematik erstellt, weshalb sie in Bezug auf die stammesgeschichtliche Entwicklung von hoher Bedeutung sind. Jede Verzweigung ist durch ein neues evolutionäres Merkmal zu begründen.

Phylogramme

Phylogramme können noch anschaulicher sein als Kladogramme, da sie neben unterschiedlichen Abständen der Taxa auch deren Divergenz zeigen.

Divergenzen sind in der Evolutionsbiologie Auseinanderentwicklungen von Merkmalen zwischen verschiedenen Arten. Dabei kann es sich um die Ausprägung von Körperstrukturen, Organen, physiologischen Prozessen oder auch Verhaltensweisen handeln.

Ein Beispiel zur stammesgeschichtlichen Entwicklung

Menschen zählen zu den Säugetieren, die wiederum eine eigene Wirbeltierklasse darstellen. Neben den Säugetieren bilden auch Fische, Amphibien, Reptilien und Vögel jeweils Wirbeltierklassen. Alle Wirbeltiere sind miteinander verwandt, da sie einen gemeinsamen Vorfahren haben und eine Wirbelsäule besitzen. Einer der Vorfahren ist das Urwirbeltier (Kieferlose).

Das Kladogramm wird von links nach rechts gelesen. Die Kieferlosen galten als eine ursprüngliche Gruppe der Wirbeltiere, welche heute jedoch als veraltete systematische Gruppe gilt und größtenteils ausgestorben ist. Es sind primitive Wirbeltiere, denen das typische Kieferskelett fehlt.

Zur ältesten Wirbeltierklasse zählen heute die Fische. Die ersten Fische gab es bereits vor rund 450 Millionen Jahren. Amphibien haben sich anschließend vor 416 bis 359 Millionen Jahren aus den Fischen entwickelt. Reptilien entwickelten sich dann aus den Amphibien vor etwa 300 Millionen Jahren. Sie waren die ersten Wirbeltiere, die sich vollständig auf dem Land ausbreiten konnten. Vögel sind vor 150 Millionen Jahren aus den Reptilien entstanden. Aus den Reptilien gingen ebenfalls die Säugetiere vor 200 Millionen Jahren hervor.

Innerhalb des Kladogramms kann eine Entwicklung festgestellt werden: Der Lebensraum wechselte zwischen den Fischen und Amphibien von Wasser zu Land. Die Amphibien stellen einen Übergangszustand dar, während alle folgenden Klassen nicht mehr vom Wasser abhängig sind.

Der Wal stellt bei den Säugetieren eine Ausnahme dar, da er vom Land wieder ins Wasser zurückgekehrt ist.

Gemeinsame Merkmale aller Wirbeltierklassen

  • Wirbelsäule
  • Gegliederter Körper (Kopf, Rumpf, Schwanz)
  • Zwei Paar Gliedmaßen (Arme und Beine, Flossen, Flügel)
  • Gehirn, das von einem Schädel geschützt wird
  • Nervensystem (mit Gehirn als zentrales Organ)
  • Geschlossenes Herz-Kreislauf-System
  • Nieren

Stammesgeschichtliche Entwicklung des Menschen

Der heute lebende Mensch wird fachsprachlich auch Homo sapiens genannt und gehört der Gattung Homo an. Die Gattung Homo gehört neben den Gattungen Pongo (Orang-Utan), Gorilla und Pan (Schimpanse) zur Familie der Hominiden (Menschenaffen).

Einige Gattungen der Menschenaffen haben bereits lange Zeit vor der Gattung Homo existiert. Vor etwa 5–7 Mio. Jahren haben sich die Menschen von den Menschenaffen getrennt. Aufschluss hierüber geben Vergleiche von Anatomie der Säugetiere und von den Chromosomen bzw. der DNA.

Dadurch fand man außerdem heraus, dass der Schimpanse das am nächsten mit dem Menschen verwandte Tier ist!

Entstehung des Homo sapiens

Die heute lebenden Menschen (Homo sapiens) stammen nicht direkt vom Affen ab, sondern vom Homo erectus und dieser wiederum von vielen weiteren vorher lebenden Homo-Arten. Homo erectus hatte bereits starke Ähnlichkeiten mit Homo sapiens wie eine Körpergröße von rund 1,60 m und ein Gehirnvolumen von 1000 cm3.

Da viele verschiedene Arten der Gattung Homo zeitgleich lebten, ist es schwierig, daraus einen genauen Stammbaum zu erstellen. Es war zudem keine schnelle und plötzliche Entwicklung. Die menschliche Evolution war ein langsamer Prozess über mehrere Millionen Jahre hinweg.

Bei der Gattung Australopithecus handelt es sich um die sogenannten Vormenschen und gleichzeitig um eine ausgestorbene Gattung der Menschenaffen. Sie lebten vor circa 4 bis 1 Million Jahren ausschließlich in Afrika.

Vor etwa 5 bis 7 Millionen Jahren spaltete sich die Linie der gemeinsamen Vorfahren von Schimpansen und Menschen auf. So entstanden die ersten Australopithecus-Arten (Vormenschen), aus denen dann weitere Homo-Arten hervorgegangen sind (Frühmenschen).

Stammesgeschichtliche Entwicklung des Menschens - Das Wichtigste

  • Die Stammesentwicklung bildet die Evolution ab.
  • Sie bezieht sich entweder auf die Entwicklung der Gesamtheit der Lebewesen oder auf bestimmte Verwandtschaftsgruppen (Taxa).
  • Die stammesgeschichtliche Entwicklung wird fachsprachlich als "Phylogenese" oder "Phylogenie" bezeichnet.
  • Hinter der stammesgeschichtlichen Entwicklung verbirgt sich die Wissenschaft der Phylogenetik.
    • Hierbei werden verschiedene Methoden angewandt, um die Stammesentwicklung abbilden zu können.
  • Aufgrund neuer wissenschaftlicher Methoden und archäologischen Funden ist die Idee, dass Lebewesen einen gemeinsamen Ursprung haben, immer fundierter.
  • Um die Phylogenie einer Gruppe zu rekonstruieren, werden Untersuchungen der Erbeigenschaften von lebenden (rezenten) Arten sowie fossiler Vertreter herangezogen.
  • Mithilfe von phylogenetischen Stammbäumen kann die stammesgeschichtliche Entwicklung abgebildet werden.

Nachweise

  1. Tomiuk; Loeschke (2017). Grundlagen der Evolutionsbiologie und Formalen Genetik. Springer Spektrum, Berlin, Heidelberg.
  2. Das „Tier-Mensch-Übergangsfeld“: Evolutive Wandlung und konstruktionsmorphologische Rekonstruktion (September, 2010).
  3. Clauss; Clauss (2017). Humanbiologie kompakt. Springer Spektrum, Berlin, Heidelberg.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Stammesgeschichtliche Entwicklung

Der heute lebende Mensch (Homo sapiens) stammt nicht direkt vom Affen ab, sondern vom Homo erectus und er wiederum von vielen weiteren vorher lebenden Homo-Arten (Frühmenschen).

Die stammesgeschichtliche Entwicklung bildet die Evolution ab und bezieht sich entweder auf die Entwicklung der Gesamtheit der Lebewesen oder auf bestimmte Verwandtschaftsgruppen. Ziel der Evolutionsforschung ist es die Entwicklung aller Lebewesen zu rekonstruieren.

Die stammesgeschichtliche Entwicklung wird fachsprachlich als Phylogenese bezeichnet. Sie bezieht sich sowohl auf die Stammesgeschichte aller Lebewesen als auch auf bestimmte Verwandtschaftsgruppen.  

Der Mensch unterscheidet sich dahingehend von den Menschenaffen, dass er ein ausgebildetes Mund-Kehlkopf-System besitzt, das zum Sprechen geeignet ist. Weitere Merkmale, die den Menschen vom Menschenaffen unterscheiden, sind unter anderem seine senkrechte Körperhaltung, verlängerte Beine, gewölbte Füße und ein kurzes, breites Becken.

Finales Stammesgeschichtliche Entwicklung Quiz

Frage

Was ist der Australopithecus?

Antwort anzeigen

Antwort

Australopithecus ist eine ausgestorbene Gattung der Menschenaffen und zählt zu den Vormenschen

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Frage

Wann haben die Australopithecinen gelebt?

Antwort anzeigen

Antwort

Sie haben vor 4 bis 1 Mio. Jahren gelebt.

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Frage

Wo haben die Australopithecinen gelebt?

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Antwort

Ihr Lebensraum war von Ostafrika bis Südafrika.

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Frage

Wie groß war das Hirnvolumen der Australopithecinen?

Antwort anzeigen

Antwort

Das Hirnvolumen war zwischen 400 und 550 cm3 groß.

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Frage

Wie groß wurden die Australopithecinen im Schnitt?

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Antwort

Sie wurden zwischen 1,10m und 1,40 m groß.

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Frage

Was war das durchschnittliche Gewicht der Australopithecinen?

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Antwort

Das Gewicht lag bei 30 – 40 kg.

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Frage

In welche Arten kann die Gattung Australopithecus unterteilt werden?

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Antwort

  • anamensis
  • afarensis
  • africanus
  • boisei
  • robustus
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Frage

Was war charakteristisch für die Australopithecinen?

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Antwort

  • zweibeiniger aufrechter Gang 
  • konnten die Hände als Werkzeuge benutzen 
  • durch die Zunahme der Körpergröße waren größere Schritte möglich 
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Frage

Wie sah das Gebiss der Australopithecinen aus?

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Antwort

Sie besaßen kein Oberkiefer-Diastema und die Eckzähne waren nicht so auffallend groß.

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Frage

Was war besonders bei A. anamensis?

Antwort anzeigen

Antwort

A. anamensis gilt als die älteste Art der Australopithecinen. Die Krümmung an den Fingerknochen deutet darauf hin, dass sie Knöchelgänger waren.

Frage anzeigen

Frage

Was war besonders bei A. afarensis?

Antwort anzeigen

Antwort

Bei A. afarensis konnte ein aufrechter Gang nachgewiesen werden. Mit einem relativ kleinen Hirnvolumen erinnerten sie noch sehr an Schimpansen mit einem aufrechten Gang.

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Frage

Was war besonders bei A. africanus?

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Antwort

A. africanus wird auch als "graziler" Australopithecus bezeichnet. Er hatte einen kleineren und feineren Zahnapparat. 

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Frage

Was war besonders bei A. boisei?

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Antwort

Gemeinsam mit A. robustus zählt diese Art zu den "robusten" unter den Australopithecinen. Sie hatten einen sehr kräftigen Kieferapparat und große Backenzähne.

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Frage

Was war besonders bei A. robustus?

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Antwort

Sie besaßen einen großen, kräftigen Schädel mit massiven Zähnen

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Frage

Sind Australopithecinen die Vorfahren der Menschen?

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Antwort

Die direkten Vorfahren der Menschen sind die der Gattung Homo. Diese Gattung stammt von den Australopithecinen, also den sogenannten Vormenschen, ab.

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Frage

Zur welcher Gattung zählt der Homo rudolfensis?

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Antwort

Er zählt zur Gattung Homo.

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Frage

Woher stammt der Name "rudolfensis"?

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Antwort

Von seinem Fundort am Rudolfsee in Kenia.

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Frage

Wann lebte H. rudolfensis?


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Antwort

Er lebte vor 2,5 – 1,8 Millionen Jahren.

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Frage

Wo wurden Fossile von H. rudolfensis entdeckt?

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Antwort

Fossile wurden in Kenia, Äthiopien und Malawi (Ostafrika) entdeckt.

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Frage

Wie groß wurde H. rudolfensis?

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Antwort

Er wurde zwischen 1,30m und 1,50m groß.

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Frage

Wo lag das Körpergewicht bei H. rudolfensis? 

Antwort anzeigen

Antwort

Das Körpergewicht lag bei 50 bis 60 kg.

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Frage

Wie groß war das Hirnvolumen der H. rudolfensis?

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Antwort

Das Hirnvolumen war zwischen 600 – 800 cm3 groß.

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Frage

Wie unterscheidet sich H. rudolfensis von den Australopithecinen? 

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Antwort

  • eher menschenähnlicher Bewegungsapparat 
  • deutlich größer und mehr Gewicht 
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Frage

Welche Werkzeuge hatte H. rudolfensis wahrscheinlich schon? 

Antwort anzeigen

Antwort

Steinwerkzeuge mit scharfkantigen Abschlägen von Steinen, um Tiere zu zerlegen.

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Frage

Welcher ist der direkte Vorfahre von H. rudolfensis?

Antwort anzeigen

Antwort

H. rudolfensis stammt wohl von Australopithecus afarensis ab.

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Frage

Von was hat sich H. rudolfensis ernährt?

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Antwort

Man geht davon aus, dass er sich pflanzlich ernährt hat.

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Frage

Wie konnte man ermitteln, dass sich H. rudolfensis wahrscheinlich pflanzlich ernährt hat?

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Antwort

Durch die Messung der Zusammensetzung von Kohlenstoff- und Sauerstoff-Isotopen im Zahnschmelz.

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Frage

Wovon geht man aus, von was sich H. rudolfensis genau ernährt hat?

Antwort anzeigen

Antwort

Man geht davon aus, dass er sich von Bäumen, wie Früchte, Blätter und Knollen ernährt hat.

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Frage

In welchem Lebensraum hat H. rudolfensis gelebt?

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Antwort

H. rudolfensis bewohnte vorzugsweise Wälder entlang von Flüssen aber auch offene, savannenartige Graslandschaften.

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Frage

Wie hieß die erste Fossilie des H. rudolfensis, die entdeckt wurde?

Antwort anzeigen

Antwort

Sie wurde KNM-ER 1470 benannt.

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Frage

Was bedeutet der Name Homo erectus übersetzt?

Antwort anzeigen

Antwort

Sein Name kann als "der aufrechte Mensch" übersetzt werden. 

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Frage

Wann lebte H. erectus?

Antwort anzeigen

Antwort

H. erectus lebte vor circa 2 Mio. bis 40.000 Jahren.

Frage anzeigen

Frage

Wo hat H. erectus gelebt?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Afrika
  • Europa
  • Asien
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Frage

Was waren die Besonderheiten des H. erectus?

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Antwort

  • der aufrechte Gang
  • er konnte Werkzeuge herstellen
  • er benutzte Feuer für Nahrung und als Wärmequelle 
Frage anzeigen

Frage

Wie groß wurde H. erectus?

Antwort anzeigen

Antwort

Er wurde bis 1,65 m groß.

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Frage

Wie groß war das Gehirnvolumen des H. erectus

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Antwort

Das Gehirnvolumen betrug 750 – 1250 cm3.

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Frage

Wie schwer wurde H. erectus?

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Antwort

Der H. erectus wurde bis zu 65 kg schwer. 

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Frage

Wo wurden die ersten Fossilien gefunden?

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Antwort

Auf der Insel Java in Indonesien.

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Frage

Woher stammt H. erectus?

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Antwort

Er stammt wahrscheinlich aus Afrika. 

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Frage

Wovon ernährte sich H. erectus

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Antwort

Er ernährte sich von Früchten, Fleisch und Wurzeln.

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Frage

Wofür könnte der Fleischkonsum nach einer Theorie verantwortlich gewesen sein?

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Antwort

Der Fleischkonsum könnte ein Faktor für die Gehirnentwicklung darstellen.

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Frage

Wie hat sich die Aufspaltung der Arten wahrscheinlich zugetragen?

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Antwort

Es wird angenommen, dass es eine Spaltung in der menschlichen Evolution gab. Aus dem Homo erectus soll sich einerseits der auch ausgestorbene Homo neanderthalensis gebildet haben und andererseits der heute lebende Mensch (Homo sapiens).

Frage anzeigen

Frage

Wie alt ist das älteste bislang gefundene Fossil eines H. erectus?

Antwort anzeigen

Antwort

Das älteste bislang gesunde Fossil ist 2,04 Mio. Jahre alt. 

Frage anzeigen

Frage

Welche Werkzeuge konnte H. erectus herstellen?

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Antwort

  • Werkzeuge aus Stein
  • Lanzen
  • Speere
Frage anzeigen

Frage

Wie könnte der H. erectus gelebt haben? 

Antwort anzeigen

Antwort

Man vermutet, dass H. erectus in zeltartigen Behausungen mit Feuerstellen lebte.

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Frage

Wie lange gibt es schon den Homo sapiens?

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Antwort

Seit rund 300.000 Jahren

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Frage

Existiert neben Homo sapiens noch eine weitere Homo-Art?

Antwort anzeigen

Antwort

Nein, nur Homo sapiens gibt es noch

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Frage

Wie groß ist das Gehirnvolumen des Homo sapiens? 

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Antwort

Das Hirnvolumen beträgt 1250 – 2000 cm3.

Frage anzeigen

Frage

Was bedeutet "Homo sapiens" übersetzt?

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Antwort

Er kann als der "weise" oder "vernunftbegabte" Mensch übersetzt werden. 

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Frage

Warum wird vermutet, dass der Homo sapiens auch aus Afrika stammt?

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Antwort

Das bisher älteste gefundene Fossil stammt aus Marokko. 

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