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Kreuzzüge

Kreuzzüge

"Deus lo volut" – Gott will es so. Unter diesem Leitspruch versammelten sich Tausende christliche Ritter und Soldaten aus Europa, um Ende des 11. Jahrhunderts in den "Heiligen Krieg" zu ziehen. Ziel dieses Krieges: die heilige Stadt Jerusalem aus den Fängen der aus christlicher Sicht heidnischen Muslime zu befreien.

Dieser eine Krieg im Namen Gottes, mündete aber schließlich in einem rund 200-jährigen Konflikt zwischen Christen und Muslimen, bei dem in etlichen weiteren Auseinandersetzungen zahlreiche Menschen ihr Leben verloren – die Rede ist von den sieben Kreuzzügen.

Kreuzzüge – Definition

Als "Kreuzzüge" bezeichnet man die religiös motivierten militärischen Feldzüge der europäischen Christen vom 11. bis zum 13. Jahrhundert zur Befreiung der "heiligen" Stadt Jerusalems von den Muslimen.

Die Kreuzzüge dienten neben der Eroberung der Stadt Jerusalem vor allem auch der Verbreitung und der Verteidigung des christlichen Glaubens – der Einflussbereich der Muslime sollte zurückgedrängt werden.

Diejenigen, die sich auf Kreuzzug begaben, nannte man auch Kreuzritter oder Kreuzfahrer.

Jerusalem wird von den Christen als "heilige" Stadt bezeichnet, da dort angeblich das Grab des Jesus Christus liegen soll.

Kreuzzüge – Ausgangssituation

Im 11. Jahrhundert war der türkische Reiterstamm der Seldschuken auf dem Vormarsch. Von Osten her eroberten sie unter anderem byzantinische Gebiete in Kleinasien (wie Anatolien) und auch Territorien in der Levante (Bezeichnung für die Gebiete östlich des Mittelmeeres, unter anderem auch das Heilige Land). Jerusalem war damals eine beliebte Pilgerstätte für die Christen, doch durch die Vorherrschaft der Seldschuken waren Pilgerreisen dorthin nun nicht mehr möglich.

Der konkrete Anlass für den Ersten Kreuzzug war dann der Hilferuf des byzantinischen Kaisers Alexios I. Komnenos, da die Seldschuken immer weiter auf die byzantinische Hauptstadt Konstantinopel vorrückten. Alexios I. wandte sich dabei nicht an die weltlichen Herrscher Europas, sondern konkret an den Papst. Das Byzantinische Reich und sein Kaiser waren orthodoxe Christen – da die Seldschuken ein muslimisches Volk waren, erhoffe sich Alexios I. die Unterstützung des Papstes und der katholischen Christen im Kampf gegen die "Heiden".

Und tatsächlich erhörte Papst Urban II. den Hilferuf des byzantinischen Herrschers und rief im Jahr 1095 zum "Heiligen Krieg" auf, um die Seldschuken zurückzudrängen und im selben Zug Jerusalem für die Christenheit zurückzuerobern.

Kreuzzüge – Gründe

Doch warum entschied sich der Papst überhaupt dazu, Alexios I. zu helfen und warum meldeten sich Menschen tatsächlich freiwillig, um in diesem "Heiligen Krieg" zu kämpfen?

Gründe des Papstes

  • Kirchenunion: Urban II. war an einer (Wieder-)Vereinigung der christlich-orthodoxen und der christlich-katholischen Kirche in Europa interessiert. Da das Byzantinische Reich unter Alexios I. christlich-orthodox war, erhoffte sich Urban II. eine Annäherung in dieser Angelegenheit und die Unterstützung des byzantinischen Kaisers.
  • Die Heilige Stadt Jerusalem für die Christen zurückerobern: Durch einen erfolgreichen Kreuzzug und die Rückeroberung Jerusalems würden die Christen nicht nur eine ihrer heiligsten Pilgerstätten zurückerhalten, auch das Ansehen und die Macht des Papstes würden größer werden.
  • Muslime zurückdrängen: Durch die Rückeroberung Jerusalems konnten die Muslime geschwächt werden.
  • Kirchlichen Einfluss in Europa stärken: Im Zuge des sogenannten "Investiturstreits" kam es im 11. Jahrhundert zu einer Spaltung der weltlichen und kirchlichen Macht im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Und auch in anderen Nationen gewannen die weltlichen Herrscher zunehmend an Macht. Durch den Aufruf zum Kreuzzug wollte Urban II. den kirchlichen Einfluss auf die weltlichen Herrscher wieder verstärken.

Der Papst hatte also nicht nur religiöse, sondern auch politische Gründe für den Ausruf des "Heiligen Krieges". Durch den Kreuzzug erhoffte er sich eine erneute macht-politische Stärkung der Kirche und des Papsttums.

Wenn Du Dich für den Streit zwischen der Kirche und den weltlichen Herrschern im Zuge des Investiturstreits interessierst, dann wirf gerne einen Blick in die Erklärung "Gang nach Canossa". Dort findest Du einige Informationen zu diesem Thema.

Gründe der Kreuzfahrer

Das mittelalterliche Leben war sehr religiöse geprägt – die Kirche und Gott bestimmten den Alltag der Menschen. So lockte es viele Gläubige, als verkündet wurde, dass allen Kreuzfahrern ihre Sünden erlassen werden und ihnen der Einzug ins himmlische Paradies sicher war.

Doch auch die Kreuzfahrer hatten nicht nur religiöse Beweggründe:

  • Ruhm und Ehre: Die Kreuzfahrer, vorwiegend beteiligte Könige und Fürsten, erhofften sich durch die Kreuzzüge Ruhm und wollten ihr Ansehen steigern.
  • Eroberung weltlicher Güter: Bei den Kreuzzügen konnten nicht nur Geld und wertvolle Güter erobert werden, sondern auch Land.
  • Verteidigung der Heimat: Die Muslime stellten nicht nur in Kleinasien und in der Levante ein Problem dar. Über Nordafrika waren sie bis nach Spanien vorgedrungen und bedrohten die europäischen Christen direkt. Durch die Kreuzzüge konnte die muslimische Macht geschwächt werden.

Kreuzzüge – Mittelalter

Da Du nun einiges über die Beweggründe des Papstes und der Kreuzfahrer erfahren hast, ist es Zeit, sich die insgesamt sieben Kreuzzüge etwas genauer anzuschauen.

Erster Kreuzzug (1096–1099)

Einige Monate nach Papst Urbans II. Aufruf zum "Heiligen Krieg" versammelten sich 1096 Streitkräfte aus unterschiedlichen europäischen Ländern vor den Mauern der byzantinischen Stadt Konstantinopel, um sich dort auf den weiteren Kreuzzug in Richtung Jerusalem vorzubereiten.

Schätzungen zufolge bestand die Armee aus rund 7.000 berittenen Kriegern, etwa 20.000 Fußsoldaten und noch einmal rund 20.000 unbewaffneten Mitgliedern.

Bei ihrem Vorstoß nach Kleinasien gelang es den Kreuzfahrern, die Seldschuken zu schlagen und sich einen Weg in Richtung Jerusalem freizukämpfen. Doch innerhalb des Heeres kam es immer wieder zu Streitigkeiten, und einige Truppen setzten sich von der Hauptstreitmacht ab und verfolgten eigene Interessen – zusätzlich zu den Verlusten in den Schlachten, wurde die Streitmacht so zunehmend kleiner.

1098 erreichten nur noch rund 20.000 Kreuzritter die Stadt Antiochia (heute die Stadt Antakya in der Türkei). Es kam zu einer monatelangen und schlecht organisierten Belagerung der Stadt, die die Kreuzfahrer nur mit Not und unter hohen Verlusten gewannen.

Von Antiochia aus schlugen sich die Kreuzfahrer bis nach Jerusalem durch und belagerten die Stadt im Jahr 1099. Und auch bei Jerusalem gelang es den Kreuzrittern, den Sieg zu erringen. Damit hatten sie ihr Ziel erreicht: Sie hatten Jerusalem für die Christenheit zurückerobert.

Doch die Einnahme der Stadt verlief sehr blutig. Bei der Plünderung durch die Kreuzritter wurden zahlreiche muslimische und jüdische Menschen getötet – schätzungsweise gab es rund 70.000 Opfer.

Der Erste Kreuzzug war nicht der letzte Kreuzzug, aber aus Sicht der europäischen Christen, war er der einzige Erfolgreiche.

Die vier Kreuzfahrerstaaten

Neben der Stadt Jerusalem und seinem Umland, gab es noch drei weitere Gebiete, die die Kreuzritter im Zuge des Ersten Kreuzzuges im Küstengebiet des Heiligen Landes erobert hatten. Aus diesen Territorien wurden dann die sogenannten vier "Kreuzfahrerstaaten".

Zu den Kreuzfahrerstaaten zählten:

  • das Königreich Jerusalem
  • das Fürstentum Antiochia
  • die Grafschaft Tripolis
  • die Grafschaft Edessa

Zweiter Kreuzzug (1147–1149)

Im Jahr 1144 wurde die Grafschaft Edessa angegriffen und von den Muslimen zurückerobert. Um diese Aktion zu rächen, rief Papst Eugen II. 1147 zum Zweiten Kreuzzug auf.

Dieser scheiterte jedoch schnell, hauptsächlich an der mangelnden Organisation und schlussendlich blieb Edessa muslimisch.

Dritter Kreuzzug (1189–1192)

Doch die Muslime gaben sich nicht nur mit der Rückeroberung Edessas zufrieden. Im Jahr 1187 gelang es Saladin, dem Sultan von Ägypten und Syrien, Jerusalem einzunehmen – die Heilige Stadt wurde wieder muslimisch.

Papst Gregor VIII. rief daraufhin zum Dritten Kreuzzug auf. Viele namentlich bekannte europäische Herrscher schlossen sich diesem Kreuzzug an, so etwa der römisch-deutsche Kaiser Friedrich Barbarossa, der französische König Philipp II. und der englische König Richard Löwenherz.

Doch trotz des Aufgebotes scheiterte auch dieser Kreuzzug. Barbarossa starb auf dem Weg nach Jerusalem und ein Großteil seiner Streitmacht kehrte um. Und auch Philipp II. und Richard Löwenherz konnten sich nicht gegen die Muslime behaupten. Schlussendlich war der einzige Erfolg des Dritten Kreuzzuges ein Waffenstillstand (ausgehandelt durch Richard Löwenherz) zwischen den Kreuzfahrern und den muslimischen Truppen unter Sultan Saladin.

Vierter Kreuzzug (1202–1204)

Anders als bei den ersten drei Kreuzzügen gab es für den Vierten Kreuzzug keinen akuten Anlass.

Ziel dieses Kreuzzuges war es, Gebiete in Ägypten anzugreifen, um dort die Macht des muslimischen Sultans zu schwächen.

Doch die Kreuzfahrer gelangten gar nicht bis nach Ägypten. Stattdessen endete der Kreuzzug mit der Plünderung der Stadt Konstantinopel durch die christlichen Kreuzritter.

Durch diesen Angriff verschlechterte sich die Beziehung zwischen der katholischen Kirche unter dem Papst und der orthodoxen Kirche in Konstantinopel gravierend.

Wenn Du wissen möchtest, wieso genau es zur Eroberung Konstantinopels im Zuge des Vierten Kreuzzuges kam, dann wirf einen Blick in die Erklärung "Eroberung Konstantinopel" hier auf StudySmarter – dort findest Du eine Vertiefung zu diesem Ereignis!

Kinderkreuzzug (1212)

Nach der Plünderung Konstantinopels durch die Kreuzritter befand sich die Kreuzfahrerbewegung in einer Krise. Viele Menschen konnten die Kreuzzüge unter diesen Umständen nicht mehr gutheißen.

Zu dieser Zeit etablierte sich in der europäischen Bevölkerung der Glaube daran, dass Jerusalem nicht durch Waffengewalt zurückerobert werden konnte. Stattdessen sollten unbewaffnete und unschuldige Menschen nach Jerusalem ziehen und die Stadt durch ihren Glauben erobern.

Die meisten Mitglieder dieses Kreuzzuges entstammten der gesellschaftlichen Unterschicht. Und da auch viele Kinder und Jugendliche dabei waren, wurde dieser Kreuzzug auch als "Kinderkreuzzug" bezeichnet.

Tatsächlich gelangten die Kreuzfahrer niemals nach Jerusalem – die meisten wurden auf dem Weg dorthin gefangen genommen und/oder versklavt.

Hinweis! Der Kinderkreuzzug ist nicht in der offiziellen Zählung der Kreuzzüge enthalten!

Fünfter Kreuzzug (1217–1221 / 1228–1229)

In der deutschen Geschichtsschreibung werden zwei einzelne Kreuzzüge zum Fünften Kreuzzug zusammengefasst.

  1. Einmal der sogenannte Kreuzzug von Damiette 1217–1221, der die strategische Eroberung der ägyptischen Stadt Damiette vorsah, jedoch scheiterte.
  2. Und zum anderen der Kreuzzug unter dem römisch-deutschen Kaiser Friedrichs II. 1228–1229. Nach dem Ersten Kreuzzug war der unter Friedrich II. wohl der einzige, den man zumindest teilweise als Erfolg werten konnte.

Geschichtsschreibungen anderer Länder zählen diese beiden Kreuzzüge einzeln – der Kreuzzug von Damiette wäre dann der Fünfte, der Kreuzzug Friedrichs II. wäre Nummer Sechs – somit zählen sie insgesamt 8 Kreuzzüge.

Kreuzzug Friedrichs II.

Anstatt erneut blutige Schlachten gegen die Muslime zu führen, die viele Opfer gefordert hätten, wählte Friedrich II. den Weg der Diplomatie. Er trat in Verhandlungen mit dem Sultan al-Kamil und konnte 1229 tatsächlich ein Abkommen aushandeln – den "Frieden von Jaffa".

Der Friede von Jaffa besagte Folgendes:

  • Die Christen erhielten die Städte Jerusalem, Bethlehem, Lydda und Nazareth. Dafür durften Muslime aber auch frei in diesen Gebieten leben und erhielten eine eigene Gerichtsbarkeit.
  • Die Muslime hingegen behielten die Herrschaft über den Tempelberg in Jerusalem. Dafür durften Christen den Tempelberg aber zum Gebet und der Andacht frei betreten.
  • Zusätzlich verpflichtete sich Friedrich II. dazu, sein Heer, die Ritterorden und auch die Kreuzfahrerstaaten davon abzuhalten, andere Gebiete unter der Herrschaft von Sultan al-Kamil anzugreifen.

Kreuzzüge Friedrich II. StudySmarterAbb. 3 - Darstellung des Friedensschlusses zwischen Friedrich II. (links) und Sultan al-Kamil.

Damit endete der Fünfte Kreuzzug eigentlich mit einem Erfolg für die Christen, wurde von vielen aber nicht als solcher gesehen. Stattdessen wurde Friedrich II. unterstellt, den Sultan und damit die Muslime durch seine Verhandlungen als gleichberechtigt anerkannt zu haben.

Wenn Du mehr über die Person Friedrich II. erfahren möchtest, wirf gerne einen Blick in die Erklärung "Staufer" hier auf StudySmarter!

Bis zum Jahr 1244 befand sich Jerusalem unter der Herrschaft der Christen, dann jedoch wurde die Stadt erneut von den Muslimen zurückerobert.

Sechster und Siebter Kreuzzug (1248–1254 / 1270)

Als Folge der Rückeroberung Jerusalems 1244 kam es vier Jahre später, 1248, zum Sechsten Kreuzzug unter Führung des französischen Königs Ludwig XI.

Ziel des Kreuzzuges war es, die ägyptischen Städte Damiette und Kairo anzugreifen, um die Muslime zu schwächen. Danach sollte der Kreuzzug weiter in Richtung Heiliges Land ziehen und Jerusalem zurückerobern. Doch auch dieser Kreuzzug scheiterte.

Bis zum Jahr 1270 gelang es den Muslimen, weite Teile der Kreuzfahrerstaaten zu erobern. Und auch die letzten verbliebenen christlichen Gebiete um Antiochia und Tripolis drohten nun an die Muslime zu fallen.

Und erneut war es der französische König Ludwig XI., der den Siebten und letzten Kreuzzug anführte. Doch aus heute unerfindlichen Gründen griff das Kreuzfahrerheer nicht das Heilige Land an, sondern die nordafrikanische Stadt Tunis.

Der Angriff scheiterte verheerend, Ludwig XI. starb und damit war auch der Siebte Kreuzzug gescheitert.

Ende der Kreuzzüge

Nach dem gescheiterten Siebten Kreuzzug wurden die letzten Teile der ehemaligen Kreuzfahrerstaaten vollständig durch die Muslime zurückerobert. Alle durch die Kreuzfahrer erbauten Festungen und Verteidigungsanlagen wurden zerstört, um zu verhindern, dass sie bei eventuellen weiteren Kreuzzügen genutzt werden konnten.

Die letzte christliche Bastion im Heiligen Land war die Stadt Akkon, die im nördlichen Teil des Königreichs Jerusalems lag. Doch auch diese fiel im Jahr 1291 an die Muslime und damit hatten die Kreuzfahrer auch ihr letztes Gebiet verloren.

Folgen der Kreuzzüge

Die Kreuzzüge zählen als eine der dunkelsten Stunden des Mittelalters. Die Christen führten Kriege im Namen Gottes, im Zuge derer zahlreiche Andersgläubige unterdrückt, verfolgt und getötet wurden.

Kreuzzüge – Tote

Aufgrund der Blutrünstigkeit der Kreuzzüge und der hohen Opferzahlen können diese Kriege nicht als glorreiche Schlachten gesehen werden, die sie in den Augen vieler Kreuzfahrer waren. Viel mehr waren die Kreuzzüge eine humanitäre Katastrophe.

Genaue Daten zu den Opferzahlen sind nicht überliefert, doch laut Schätzungen sind durch die Kreuzzüge 1–3 Millionen Menschen ums Leben gekommen.

Folgen für Europa und den Nahen Osten

Die Europäer im Mittelalter konnten durch die Entwicklungen der Kreuzzüge tatsächlich profitieren. Es waren neue Handelsnetzwerke in den Nahen Osten entstanden und ein kultureller Austausch fand statt – die Medizin im Nahen Osten war damals sehr viel fortschrittlicher als in Europa.

Im Nahen Osten hingegen brannten sich die Kreuzzüge als ein Trauma in das gesellschaftliche Gedächtnis ein – noch heute werden beispielsweise westliche Staaten oft als "Kreuzfahrer" betitelt.

Kreuzzüge – Zusammenfassung

KreuzzugDatum EreignisseErfolg
Erster Kreuzzug 1096–1099Eroberung Jerusalems durch die Kreuzfahrer. Errichtung der vier Kreuzfahrerstaaten. erfolgreich
Zweiter Kreuzzug1147–1149Nach der Eroberung des Kreuzfahrerstaates Edessa durch die Muslime → gescheiterter Rückeroberungsversuch.gescheitert
Dritter Kreuzzug1189–1192Nach der Rückeroberung Jerusalems durch den muslimischen Sultan Saldin → Rückeroberungsversuch der Stadt unter dem römisch-deutschen König Friedrich Barbarossa, dem Englischen König Richard Löwenherz und dem französischen König Philipp II. scheiterte. gescheitert
Vierter Kreuzzug1202–1204Ziel: Ägypten zur Schwächung der Muslime. Endete aber mit der Plünderung des christlich-orthodoxen Konstantinopel durch die christlichen Kreuzfahrer. gescheitert
Kinderkreuzzug(nicht in der offiziellen Zählung!)1212Menschen aus den unteren Gesellschaftsschichten machten sich auf den Weg nach Jerusalem. Ein Großteil wurde aber bereits auf dem Weg gefangen und versklavt. gescheitert
Fünfter Kreuzzug1217–1221 / 1228–1229Diplomatischer Erfolg Friedrichs II.: Vertrag mit Sultan al-Kamil → Jerusalem war wieder in christlicher Hand. Die Stadt wurde aber einige Jahre später wieder von den Muslimen zurückerobert. teilweise erfolgreich
Sechster Kreuzzug1248–1254Rückeroberungsversuch Jerusalems unter dem französischen König Ludwig XI. scheiterte. gescheitert
Siebter Kreuzzug1270Angriff Ludwigs XI. auf die nordafrikanische Stadt Tunis scheiterte. gescheitert

Der Erfolg ist hier aus Sicht der Christen beurteilt.

Kreuzzüge – Das Wichtigste

  • Als "Kreuzzüge" bezeichnet man die religiös motivierten militärischen Feldzüge der europäischen Christen vom 11. bis zum 13. Jahrhundert zur Befreiung der Stadt Jerusalems von den Muslimen.
  • Anlass für den Ersten Kreuzzug war der Vorstoß der türkischen Seldschuken in Richtung Konstantinopel. Der byzantinische Kaiser Alexios I. hatte die europäischen Christen um Hilfe gebeten und so rief Papst Urban II. im Jahr 1095 zum "Heiligen Krieg" auf.
  • Insgesamt gab es sieben Kreuzzüge, von denen nur der Erste Kreuzzug von den Christen als Erfolg gewertet werden konnte. Beim Ersten Kreuzzug wurde die Stadt Jerusalem erobert und die vier Kreuzfahrerstaaten errichtet.
  • Alle nachfolgenden Kreuzzüge, bis auf den Dritten und Fünften (diplomatische Lösungen), endeten mit einem Sieg der Muslime. Schlussendlich wurden die Christen aus dem Nahen Osten vertrieben.
  • Schätzungsweise kamen während der Sieben Kreuzzüge 1–3 Millionen Menschen ums Leben.

Nachweise

  1. Thorau, Peter (2012). Die Kreuzzüge. C. H. Beck Verlag.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Kreuzzüge

Als "Kreuzzüge" bezeichnet man die religiös motivierten militärischen Feldzüge der europäischen Christen vom 11. bis zum 13. Jahrhundert zur Befreiung der Stadt Jerusalems von den Muslimen.

Insgesamt gab es im Mittelalter 7 Kreuzzüge der christlichen Kreuzfahrer gegen die Muslime. 

Ziel der Kreuzzüge war die Eroberung der heiligen Stadt Jerusalems, sowie die Verbreitung und Verteidigung des christlichen Glaubens. 

Die Sieben Kreuzzüge fanden vom 11. bis zum 13. Jahrhundert statt. Der Erste Kreuzzug begann 1096 und der letzte Kreuzzug endete 1270.  


1. Kreuzzug: 1096–1099

2. Kreuzzug: 1147–1149

3. Kreuzzug: 1189–1192

4. Kreuzzug: 1202–1204

5. Kreuzzug: 1228–1229

6. Kreuzzug: 1248–1254

7. Kreuzzug: 1270

Finales Kreuzzüge Quiz

Frage

Was versteht man unter "Kreuzzügen"?

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Antwort

Religiös motivierte militärische Feldzüge der europäischen Christen vom 11. bis zum 13. Jahrhundert.

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Frage

Was waren die Ziele der Kreuzzüge?

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Antwort

  • Die Heilige Stadt Jerusalem von den Muslimen befreien
  • Die Verbreitung und Verteidigung des christlichen Glaubens

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Frage

Wie nannte man die Personen, die sich auf Kreuzzuge begaben?

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Antwort

Kreuzritter

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Frage

Wie viele Kreuzzüge gab es (laut offizieller deutscher Zählung)?

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Antwort

7

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Frage

Im Jahr _____ rief Papst _____ zum ersten Mal zum _____ Krieg auf. 

Antwort anzeigen

Antwort

1095

Urban II.

Heiligen 

Frage anzeigen

Frage

Weshalb kam es zum Ersten Kreuzzug?

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Antwort

Die türkischen Seldschuken drangen in die Gebiete des Byzantinischen Reichs vor – der byzantinische Kaiser Alexios I. bat die europäischen Christen um Hilfe. 

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Frage

Wann begann der Erste Kreuzzug und wann endete der letzte und Siebte Kreuzzug? 

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Antwort

1096 & 1270 

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Frage

Der _____ Kreuzzug kann als der einzige erfolgreiche gesehen werden. 

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Antwort

Erste 

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Frage

Wie endete der Erste Kreuzzug (10961099)? 

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Antwort

Die Christen eroberten Jerusalem.

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Frage

Benenne die vier Kreuzfahrerstaaten. 

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Antwort

  • Königreich Jerusalem
  • Fürstentum Antiochia
  • Grafschaft Tripolis
  • Grafschaft Edessa

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Frage

Welche drei (berühmten) europäischen Herrscher waren am Dritten Kreuzzug beteiligt?

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Antwort

  • der römisch-deutsche Kaiser Friedrich Barbarossa
  • der französische König Philipp II. 
  • der englische König Richard Löwenherz

Frage anzeigen

Frage

Neben dem Ersten Kreuzzug kann nur der ____ Kreuzzug als (Teil-)Erfolg gewertete werden, da es dem römisch-deutschen Kaiser _____ im Jahr _____ diplomatisch gelang, Jerusalem für die Christen zurückzugewinnen. 

Antwort anzeigen

Antwort

Fünfte 

Friedrich II.

1229

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Frage

Wie endeten die Kreuzzüge?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Siebte Kreuzzug scheiterte verheerend. 

Frage anzeigen

Frage

Schätzungen zufolge fielen den Kreuzzügen circa _____ Millionen Menschen zum Opfer. 

Antwort anzeigen

Antwort

1–3

Frage anzeigen

Frage

Welchen Folgen hatten die Kreuzzüge für Europa?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Neue Handelswege in den Nahen Osten.
  • Kultureller Austausch mit dem Nahen Osten (z. B. fortschrittliche Medizin).

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Frage

Welcher Kreuzzug aus dem Jahr 1212 wird nicht in der offiziellen Zählung der Kreuzzüge berücksichtigt?

Antwort anzeigen

Antwort

Kinderkreuzzug

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Frage

Wann fanden die einzelnen Kreuzzüge statt? Zähle auf. 

Antwort anzeigen

Antwort

Erster Kreuzzug: 1096–1099

Zweiter Kreuzzug: 1147–1149

Dritter Kreuzzug: 1189–1192

Vierter Kreuzzug: 1202–1204

Fünfter Kreuzzug: 1217–1221 / 1228–1229

Sechster Kreuzzug: 1248–1254

Siebter Kreuzzug: 1270

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Frage

Warum begaben sich Menschen auf einen Kreuzzug / warum nahmen sie daran teil?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Sündenerlass 
  • Ruhm und Ehre
  • Eroberung weltlicher Güter
  • Verteidigung der Heimat

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