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Humanismus

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Humanismus

Der Humanismus beschreibt eine geistige Strömung und Bildungsbewegung, die ihren Ursprung im Italien des späten 14. Jahrhunderts hat und der Kulturepoche der Renaissance entstammt. Das Thema gehört folglich zum Fach Geschichte.

In diesem Artikel erhältst du einen Überblick über die Entstehung, das Weltbild und die Auswirkungen der Humanismus-Bewegung und erfährst, warum der Humanismus so bedeutsam für die frühe Neuzeit war.

Entstehung des Humanismus

Im 14. und 15. Jahrhundert gewann internationaler Handel, zum Beispiel mit dem Orient, eine immer größere Bedeutung in Europa. Italienische Städte wie Florenz und Venedig erlangten großen Wohlstand und zahlreiche Kaufleute erkannten, dass sie viel durch ihr eigenes Handeln erreichen können. Sie wollten schließlich die angeblich gottgegebene Ordnung, von der man im Mittelalter überzeugt war, überwinden.

Daraufhin entstand ein neues Weltbild, das sich an den Erkenntnissen der Antike orientierte - der Humanismus.

Das klingt zunächst widersprüchlich, da es sich streng genommen nicht um neue Ideen handelte - doch die Schriften von zahlreichen griechischen Gelehrten wie Aristoteles und Sokrates inspirierten die Menschen zu neuen Blickwinkeln auf die Kunst, Wissenschaft, Philosophie und Politik. Erkenntnisse aus längst vergangenen Zeiten wurden neu entdeckt.

Michelangelo Buonarotti: Die Erschaffung Adams als klassisches Beispiel der Kunst zu Zeiten des Humanismus

Quelle: wikipedia.org

Diese Epoche, die sich auf die Antike zurückbesinnt, bezeichnet man heute als Renaissance. Die Renaissance bildete die Basis für das Weltbild der humanistischen Bewegung, die sich parallel zur Renaissance entwickelte.

Wichtig für die damalige Verbreitung der Schriften von zahlreichen Vertretern der Renaissance und des Humanismus war die Erfindung des Buchdrucks im Jahre 1450.

Die Schriften wurden auf diese Weise nämlich für die breite Masse zugänglich und konnten viele Menschen erreichen. Darüber hinaus trug die zunehmende Alphabetisierung der Menschen zur Verbreitung der humanistischen Literatur bei.

Weltbild des Humanismus

Der Begriff des Humanismus leitet sich von den lateinischen Wörtern „humanus“ (=menschlich) und „humanitas“ (=Menschlichkeit) ab.

Folglich stand zur Zeit des Humanismus die Würde des Menschen im Fokus des Interesses. Im mittelalterlichen Weltbild stand Gott im Mittelpunkt, während der Mensch nur eine untergeordnete Rolle spielte und seinen Umständen fast hilflos ausgeliefert war.

Die Humanisten stellten den Menschen ins Zentrum des Geschehens und entwickelten ein optimistisches Menschenbild: Das Gesellschaftsideal des Humanismus sieht vor, dass jeder Mensch seine bestmögliche Persönlichkeitsentwicklung ausleben kann. Hierfür ist der Aspekt der Bildung für die Humanisten zentral. Während in der vorangegangenen Epoche des Mittelalters die Menschen von Kirche und Staat beherrscht wurden, ermutigten die Humanisten den Menschen nun dazu, den eigenen Verstand zu nutzen und sich stets weiterzubilden.

Die Grundprinzipien des Humanismus

  • Selbstverwirklichung durch individuelle Freiheit
  • Toleranz und Mitgefühl gegenüber seinen Mitmenschen
  • Verzicht auf Gewalt zum Wohle des Menschen

Die Humanisten waren der Ansicht, dass der Mensch aus eigenem Antrieb fähig ist, sich und seine Welt zu begreifen und kritisch zu hinterfragen. Diese Prinzipien bildeten den Grundstein für die heutigen, modernen Wertevorstellungen.

Als Urvater der Humanisten gilt der italienische Dichter Francesco Petrarca (1304-1374), der in seinen Schriften die Rückbesinnung auf die Antike forderte und sogar ein neues Zeitalter einläutete. Das Mittelalter bezeichnete er als finstere und barbarische Zeit, die es zu überwinden galt.

Auswirkungen des Humanismus

Der Humanismus und das damit verbundene Menschenbild hatte große Auswirkungen, beispielsweise im Bereich der Naturwissenschaften, der Literatur oder der Kunst.

  • In der Kunst wurden Menschen meist sehr detailgetreu und häufig nackt abgebildet, um den Bezug zur Natürlichkeit des Menschen zu wahren.
  • In der Wissenschaft begannen die Naturforscher Galilei und Kopernikus das heliozentrische Weltbild zu lehren, in dem die Sonne im Mittelpunkt des Universums stand. Dieses bildete einen starken Gegensatz zum zuvor herrschenden geozentrischen Weltbild der Kirche, das die Erde im Mittelpunkt des Universums vermutete.

Die Kritik am religiösen Aberglauben hatte wichtigen Einfluss auf die Reformation 1517, als sich die Kirche in mehrere Konfessionen spaltete und ihr Einfluss immer mehr zurückging. Darüber hinaus wurde die Wiederentdeckung der Antike zum Wegbereiter der Aufklärung. Man kann also festhalten, dass die Anerkennung wichtiger naturwissenschaftlicher Erkenntnisse und die Überwindung der religiösen Ordnung wichtige Folgen des Humanismus waren.

Humanismus - Alles wichtige auf einen Blick!

Hier nun ein kurzer Überblick mit den wichtigsten Informationen über den Humanismus, die du dir auf jeden Fall merken solltest.

  • Der Humanismus war eine geistige Bewegung im 14. bis 16. Jahrhundert, die ihre Ursprünge in der Epoche der Renaissance hatte und sich parallel zu dieser entwickelte.
  • Der Begriff leitet sich von lat. „humanus“ (=menschlich) und „humanitas“ (=Menschlichkeit) ab. Das Wesen, der Verstand und die Würde des Menschen wurden in den Vordergrund gestellt, Selbstverwirklichung galt als wichtiges Ziel.
  • Die bis zu dieser Zeit geltenden, starren Vorstellungen der Kirche wurden hinterfragt. Der Mensch wurde als jemand angesehen, der durch seinen Verstand beispielsweise zu naturwissenschaftlichen Erkenntnissen kommen und die Welt beeinflussen kann.
  • Der Urvater der humanistischen Bewegung war der italienische Dichter Francesco Petrarca.
  • Die Strömung des Humanismus hatte starke Auswirkungen auf die Kunst, Naturwissenschaft, Politik und Philosophie und war somit ein wichtiger Aspekt der Entwicklungen der frühen Neuzeit.
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