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El Nino

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El Nino

El Niño ist ein Wetterphänomen, das Teil der Walker Zirkulation ist. Genauer gesagt handelt es sich bei El Niño um eine Umkehrung der Walker Zirkulation. Das Gegenstück zu El Niño ist dabei La Niña.

El Niño – Einfach erklärt

El Niño ist ein Wetterphänomen, welches das Auftreten ungewöhnlicher und nicht zyklischer Meeresströmungen des äquatorialen Pazifiks mit sich bringt.

Beim El Niño erwärmt sich das Oberflächenwasser im östlichen tropischen Pazifik und das Wasser im Westen kühlt ab. Daraus folgt eine Umkehrung der Walker Zirkulation.

Genaueres zur “Walker Zirkulation” findest Du in einem separaten Artikel.

Die Folge dieser Umkehrung ist, dass es in sonst sehr trockenen Gebieten starke Niederschläge gibt und die absinkende Luft über dem westlichen Pazifik für Trockenheit sorgt.

El Niño Aufbau einfach erklärt StudySmarter

Abbildung 1: El Niño

Quelle: StudySmarter.de

Abbildung 1 zeigt das Wetterphänomen El Niño. Zu sehen sind Indonesien und Südamerika, zwischen denen der Pazifik liegt. Aufgrund der Passatwinde zirkuliert das Wasser und an der Küste Perus wird kaltes Wasser nach oben gedrückt. Durch die niedrigen Temperaturen bildet sich dort ein Hochdruckgebiet, während sich an der Küste Indonesiens aufgrund der höheren Wassertemperaturen ein Tiefdruckgebiet bildet.

Walker Zirkulation

Bei der Walker Zirkulation handelt es sich um eine Windzirkulation, bei der Luftmassen entgegengesetzt zirkulieren. Verschiedene Formen der Walker Zirkulation sind El Niño und La Niña.

Genauer gesagt, handelt sich bei der Walker-Zirkulation um einen Strömungskreislauf der Luft über dem äquatorialen Pazifik.

Über dem Indischen Ozean und dem Atlantik ist die äquatoriale Zirkulation nicht besonders stark ausgeprägt.

Was die Walker Zirkulation ausmacht, ist die dazwischen entgegengesetzt zirkulierende Luft über den Landmassen.

La Niña

La Niña ist ein Wetterereignis, das meist im Anschluss an ein El-Niño-Ereignis auftritt. Es ist sozusagen das Gegenstück von El Niño.

In Europa macht sich La Niña vor allem durch Polarwirbel bemerkbar. Im Gegensatz zu El Niño ist La Niña jedoch eine ungewöhnlich kalte Meeresströmung im äquatorialen Pazifik.

In Indonesien entwickelt sich durch diese kalte Strömung ein besonders starkes Tiefdruckgebiet, wobei die Passatwinde lange und stark wehen. Dadurch kühlt sich der östliche Pazifik weiter ab und es gibt in Indonesien besonders viele und starke Regenfälle.

Dem entgegengestellt ist es in Peru sehr trocken und es gibt kaum Niederschlag. Durch die globale Erwärmung sind jedoch mittlerweile auch außergewöhnlich kalte La Niña Jahre wärmer geworden.

Das Merkmal für das Wetterphänomen La Niña, sind überdurchschnittlich hohe Luftdruckunterschiede zwischen Indonesien und Südamerika. Diese sorgen dafür, dass die Passatwinde stärker werden.

Wenn Du mehr zum Phänomen La Niña erfahren möchtest, schau Dir gern den dazugehörigen Artikel an.

El Niño – Entstehung

Kühles Wasser wird durch die Passatwinde vor Perus Küsten zum Auftrieb gebracht. Das aus den Tiefen des Ozeans stammende Wasser ist dabei Teil des Humboldtstroms.

Der Humboldtstrom ist eine kalte Meeresströmung nahe an der Oberfläche. Da er an der Westküste Südamerikas liegt, wird er auch Peru-Strom genannt.

Benannt wurde die Meeresströmung nach dem Forscher Alexander von Humboldt.

Vor Australien und Indonesien sinkt die Wassertemperatur ab, während sich der Ostpazifik vor Südamerika erwärmt. Normalerweise herrschen im Westpazifik höhere Temperaturen, daher kommt es durch diese Veränderung zu einer Luftdruckabnahme. Dadurch, dass der Ostpazifik im Normalfall eine niedrigere Wassertemperatur hat, bildet sich ein Hochdruckgebiet.

Folglich entstehen bodennahe Ostwinde, durch die warmes Oberflächenwasser aus dem Pazifik vor Südamerika in Richtung Westen nach Indonesien geschoben wird. Die Luftzirkulation (Walker Zirkulation) wird während eines El Niño also umgekehrt.

Innerhalb von etwa drei Monaten strömt die gesamte Warmwasserschicht von Südostasien nach Südamerika. Durch die Ostwinde und den schwachen Passat erhöht sich der Wasserstand in östlicher Richtung um circa 30 cm.

El Niño – Auswirkungen

El Niño sorgt für einen geringeren Auftrieb aufgrund der schwächeren Passatwinde, wodurch der kalte Humboldtstrom schwächer wird und nach einer gewissen Zeit zum Erliegen kommt. Vor der Küste Perus kommt es zu einer hohen Algenbildung, da sich das Oberflächenwasser so stark erwärmt, dass es sich mit dem kühlen und nährstoffreichen Tiefenwasser nicht mehr vermischen kann.

Probleme stellen auch die starken Regenfälle, beispielsweise an der Westseite der Anden, dar, die wiederum zu Überschwemmungen der Abflussgewässer und zu Hangrutschungen führen. Dadurch werden auch die Siedlungen der Bewohner betroffen.

Die grundlegendsten, aber auch schwerwiegendsten Folgen sind also:

  • Überschwemmungen, bedingt durch die starken Regenfälle
  • Dürren, bedingt durch das Ausbleiben des Regens
  • Wirbelstürme, bedingt durch die starken Winde
  • Trockenheit, bedingt durch das Ausbleiben des Regens
  • Hungersnöte, bedingt durch verwirkte Ernten und die fehlenden Fischbestände
  • Waldbrände, bedingt durch die enorme Trockenheit
  • Erdrutsche, bedingt durch die starken Regenfälle

Positive Auswirkungen von El Niño sind, dass Wüsten zum Blühen gebracht werden können und Wasserreservoirs aufgefüllt werden.

El Nino Auswirkungen Blüte Atacama Wüste Blumen Wüste Foto StudySmarterAbbildung 2: Blüte in der Atacama Wüste Quelle: dpa

Vorkommen von El Niño

Die Passatwinde werden durch die Veränderung der Windzirkulation im Pazifikraum rund um den Globus beeinträchtigt.

Diese Beeinträchtigung sorgt an der Ostküste Afrikas beispielsweise für das Entstehen der Dürren, weil es keinen Passat mehr gibt, der die feuchte Luft von Ozean auf das Land bringt.

In Australien und Indonesien kommt es ebenso zu Trockenperioden, die die Waldbrandgefahr deutlich erhöhen.

Den eisigen Winter in Europa im Jahre 2009/2010 führen einige Experten ebenfalls auf das Phänomen zurück.

Betroffene RegionAuswirkungUrsache
Südamerikanische Küste bis nordamerikanische Westküste ÜberschwemmungDas Meereswasser vor der südamerikanischen Küste erwärmt sich stark, feuchte Luft steigt auf und es entstehen starke Niederschläge.
Vor der Küste Mexikos WirbelstürmeDurch die warmen Wassermassen entstehen Hurrikans und Wirbelstürme
Ostküste Südostasiens und AfrikaBuschfeuer und WaldbrändeAbsinkende Luftmassen führen zu starker Trockenheit
Peruanische KüsteSterben der MeereslebewesenDie hohen Wassertemperaturen sorgen für das Absterben des Planktons, wodurch die Fische nichts mehr zu fressen haben und abwandern oder sterben.

El Niño El Niño weltweit StudySmarterAbbildung 3: El Niño weltweitQuelle: Spiegel.de

Häufigkeit von El Niño

Das Phänomen tritt in Abständen von durchschnittlich vier Jahren auf, jedoch sind diese Abstände unregelmäßig. Der Name El Niño ist vom Zeitpunkt des Auftretens abgeleitet.

Es geschieht immer im Südsommer, der heißesten Jahreszeit, und die ist auf der Südhalbkugel stets zur Weihnachtszeit. El Niño heißt in diesem Kontext übersetzt “das Christkind”.

El Nino - Das Wichtigste

  • El Niño ist das Auftreten ungewöhnlicher und nicht zyklischer Meeresströmungen im äquatorialen Pazifik.
  • Es handelt sich um die Umkehrung der Walker Zirkulation.
  • Das Gegenstück von El Niño ist La Niña.
  • El Niño führt zu starken Niederschlägen in den sonst trockenen Gebieten, während über dem westlichen Pazifik absinkende Luft vorherrscht und Trockenheit bewirkt.
  • Das Phänomen tritt in unregelmäßigen Abständen von durchschnittlich vier Jahren auf.
  • El Niño geschieht immer im Südsommer, der heißesten Jahreszeit, und die ist auf der Südhalbkugel stets zur Weihnachtszeit.

Häufig gestellte Fragen zum Thema El Nino

El Nino ist die Umkehrung der Walker Zirkulation, d.h. das Oberflächenwasser im östlichen tropischen Pazifik erwärmt sich und das Wasser im Westen kühlt sich ab. 

Die Luftdruckverhältnisse verändern sich durch El Nino. Im Pazifik sinkt der Luftdruck und über Südostasien erhöht er sich.

Das Gegenstück zu El Nino ist La Nina.

Aus der starken Erwärmung des Wassers von der Küste Perus sorgt zum Teil für Dürren oder auch extreme Regenfälle.

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