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Vormärz

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Geschichte

Mit der Zeit des Vormärz meint man im weiteren Sinne die Zeit zwischen 1815 und 1848 in Deutschland. Sie war sozusagen die Vorbedingung der Revolution 1848. Mit dem Wiener Kongress 1815 wurde das Zeitalter der Französischen Revolution und der napoleonischen Kriege abgeschlossen. Zudem wuchs in der Gesellschaft der Nationalismus und der Wunsch nach politischer Freiheit. Wie genau sich das für Deutschland auswirkte und wie sich der Vormärz entwickelte erfährst du im folgenden Artikel.


  • Der Vormärz beschreibt die Zeit zwischen 1815 und 1848 in Deutschland.

  • durch den Kampf gegen Napoleons Vorherrschaft wuchs das deutsche Nationalbewusstsein

  • die Deutschen Bürger forderten einen Nationalstaat und Freiheitsrechte

  • die Fürsten lehnten die Forderungen ab und gründeten 1815 den Deutschen Bund

  • Die wichtigsten Merkmale des Vormärz sind:
    ↪ Gesellschaftlicher Widerstand: Burschenschaften, Wartburgfest, Hambacher Fest
    ↪ Repression und Unterdrückung: Die Fürsten erließen die Karlsbader Beschlüsse, Verfolgung und Verhaftung politischer Gegner
    ↪ Soziales Elend und Armut: Deutschland kam mit der industriellen Revolution nicht mit, Massenarmut = Pauperismus

  • Die wachsenden politischen und wirtschaftlichen Missstände führten 1848 zur Ausbruch der deutschen Revolution.



Vorgeschichte Vormärz


Napoleons Reformen


                                                        Abbildung 1: Napoleon
Quelle: planet-wissen.de


Napoleons Herrschaft war 1815 offiziell abgeschlossen, jedoch hatte sie sich bis zu dieser Zeit auf große Teile Europas ausgeweitet und die politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Lage des Kontinents nachhaltig verändert. Seine Reformen auf deutschen Boden lassen sich verkürzt wie folgt zusammenfassen:


Mediatisierung


Mit der Mediatisierung wurden kleiner Staaten und Kleinstaaten in größere deutsche Staaten eingegliedert. Die süddeutschen Staaten Bayern, Württemberg und Baden erhielten nach dem Verlust linksrheinischer Gebiete größere rechtsrheinische Gebiete als Ausgleich.


Säkulierung


Unter Säkulierung versteht man die "Verweltlichung", durch die kirchliche Einrichtungen enteignet wurden. Bischöfliche Kleinstaaten wurden aufgelöst und deren Besitz wurde den weltlichen Fürstentümern übertragen.


Auflösung des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation


1806 löste Napoleon das Heilige Römische Reich auf, welches seit dem Mittelalter als Stütze für das deutsche Ständewesen gedient hatte. Zudem hatte es Reformen verhindert. 


Bürgerliche Freiheitsrechte


Durch die Einführung des Code Civil als Gesetzbuch wurden Männern bürgerliche Freiheitsrechte garantiert und die Rechtsgleichheit aller Männer gesetzlich festgelegt. Die bürgerlichen Freiheitsrechte sollten die Bürger vor staatlicher Willkür schützen. Außerdem ermöglichen diese den Bürgern eine direkte oder indirekte Beteiligung an der Politik und gewähren ihnen persönliche Freiheiten wie die Gedanken-, Religions- und Meinungsfreiheit.


Einführung von Verfassungen


Wie auch in Frankreich haben auch viele deutsche Staaten angefangen, Verfassungen einzuführen, mit denen die absolute Macht des Monarchen eingeschränkt wurde.


Liberalisierung der Wirtschaft


Bürgerliche Unternehmen erhielten nun mehr Entscheidungsfreiheit zur Führung ihrer Unternehmen. Schutzzölle, Binnenzölle und Währungsschranken wurden aufgehoben. Dadurch gewann diese bürgerliche Unternehmerschicht an Kapital und Einfluss.


Entstehung deutsches Nationalbewusstseins


Der Freiheitskampf gegen die Truppen Napoleons hatte den Deutschen bewusst gemacht, dass sie durch die deutsche Sprache, die deutsche Kultur und die deutsche Geschichte eine gemeinsame deutsche Identität besaßen. Sie wurden sich bis 1815 also vor allem in Abgrenzung zur französischen Kultur, französischen Sprache und französischer Geschichte ihrer eigenen Identität bewusst. Dies brachte im gebildeten Bürgertum den Wunsch nach einem geeinten und freien Deutschland hervor.


Auf dem Wiener Kongress einigten sich die europäischen Fürsten, gegen den Wunsch des Volkes, jedoch auf die Restauration um für ein friedliches Gleichgewicht in Europa zu sorgen. Mit dem Deutschen Bund gründeten sie 1815 einen lockeren Staatenbund und Napoleons liberale Reformen wurden rückgängig gemacht



Gesellschaftlicher Widerstand


Burschenschaften


Da die Fürsten die Wünsche des Bürgertums nach nationaler Einheit und Gesellschaftsreformen verhinderten, wuchs in der Gesellschaft der Widerstand. Vor allem junge Leute engagierten sich für die politischen Veränderungen. 1815 schlossen sich Studenten aus verschiedenen Deutschen Staaten zu sogenannten Burschenschaften zusammen. "Burschen" war die Bezeichnung für Studenten und zu dieser Zeit konnten nur Männer studieren, weshalb Frauen in diesen nicht miteinbezogen waren.


Die Studenten wollten mit den Burschenschaften zeigen, dass Deutschland über die Grenzen der einzelnen Staaten hinwegreicht, dass sie zusammen arbeiten konnten und das es möglich war, ein geeintes Deutschland zu schaffen.


Wartburgfest


1817 trafen sich dann alle deutschen Burschenschaften auf dem Wartburgfest auf der Wartburg. Dort forderten sie gemeinsam einen Nationalstaat und eine Verfassung, die bürgerliche Freiheiten garantieren sollte. Die Fürsten beobachteten diesen Widerstand und ließen die Burschenschaften von Polizei und Spitzeln überwachen.



Repression und Unterdrückung


Karlsbader Beschlüsse


1819 wurde der antiliberale Schriftsteller August von Kotzebue durch Karl Ludwig Sand ermordet. Er erlässt daraufhin die Karlsbader Beschlüsse.


Mit den Karlsbader Beschlüssen wurden die Burschenschaften verboten. Zudem wurden Zeitungen zensiert und die Studenten, Schriftsteller etc. wurden verschärft bespitzelt und verfolgt. Es herrschte eine Unterdrückung der Meinungsäußerung. Wer eine andere Meinung als die der Fürsten vertrat wurde verhaftet und mit Berufsverbot bestraft. Der Revolutionsgeist wuchs jedoch trotzdem immer mehr.


Julirevolution und Hambacher Fest


Im Jahr 1830 brach in Frankreich die Julirevolution aus. Der Sturz der Bourbonen-Dynastie verlieh der liberalen und nationalen Bewegung im Deutschen Bund ebenfalls neuen Aufschwung. 1832 trafen sich rund 30.000 Menschen aus verschiedenen Ländern im Hambacher Schloss zum Hambacher Fest.


Abbildung 2:Hambacher Fest Helge Hopp 1832, Quelle: geo.de

Auf dem Hambacher Fest fordern die Bürger wieder die Bildung eines deutschen Nationalstaats und eine freiheitliche Verfassung. Dazu fordern sie eine Abkehr der Fürstenherrschaft und die Einführung eines demokratischen Regierungssystems – sie forderten Liberalismus.

Unter politischem Liberalismus versteht man die Freiheit des Individuums, Menschenrechte, Selbstverantwortung und Selbstverwirklichung, sowie auch die Gewährung wirtschaftlicher Freiheit.


Die schwarz-rot-goldene Flagge wurde zum Symbol der Einheit und Freiheit. Diese war zuvor das Symbol der Burschenschaften gewesen. Obwohl dieses Fest ohne konkrete Auswirkungen blieb, diente es als Zeichen des neuen Aufschwungs der liberalen Bewegung.


Die Fürsten, vor allem der Fürst von Metternich, blieben bei ihren Methoden und reagierten auf dieses Ereignis mit verschärfter Repression. Die Karlsbader Beschlüsse wurden verschärft und es durfte öffentlich nicht mehr über Politik gesprochen werden. Hunderte von Menschen wurden darauffolgend verhaftet oder des Landes verwiesen. Außerdem flohen viele aus Deutschland nach Amerika oder in die Schweiz.

Unter Repression versteht man die Unterdrückung von Kritik, Widerstand, politischen Bewegungen, individueller Entfaltung und individuellen Bedürfnissen, auch auf gewaltsame Art und Weise.


Neuer Widerstand


Die, die nicht flohen zogen sich ins Privatleben zurück oder fanden neue Formen politisch aktiv zu werden. Sie gründeten zum Beispiel Turnvereine. Diese Vereine waren für die Handwerker wie die Burschenschaften der Studenten. Auch Gesangsvereine, in denen man Lieder über ein geeintes und freies Deutschland sang, gründeten sich. Dort entstand auch das Lied der Deutschen: "Einigkeit und Recht und Freiheit".



Soziales Elend und Armut


                                                                Abbildung 3: "Armuth", 1843
Quelle: Illustrierte Zeitung, Leipzig

Den Großteil der Bevölkerung bildete die Arbeiterschicht, diese war stark von Armut geplagt. 80% der deutschen Bevölkerung gehörte zwischen 1815 und 1850 zur Unterschicht.


Die Bevölkerungszahl nahm in deutschen Staaten gleichzeitig enorm zu. Während es 1815 ca. 20 Millionen Deutsche gab, stieg die Bevölkerungszahl bis 1840 auf 30 Millionen. Die Wirtschaft und Landwirtschaft konnten mit diesem Wachstum nicht mithalten. Somit blieben viele Menschen arbeitslos


Aber auch die Heimarbeiter hatten Probleme, da die industrielle Revolution Deutschlands nur langsam voranging und sie mit der Industrie, die sich in England entwickelt hatte, hinterher hingen. Heimarbeit war damals eine Form der Erwerbsarbeit, bei der eine spezifische Arbeitsteilung zwischen Handwerkern und Unternehmern zugrunde lag. Die Arbeiter arbeiteten von zu Hause aus und konnten aufgrund des industriellen Mangels nicht genug Material für ihre Arbeit erwerben. Infolge dessen verdienten sie immer weniger und wurden immer ärmer.


Gleichzeitig stiegen auch die Preise für Grundnahrungsmittel sehr stark an. Der Pauperismus, die Verelendung der Unterschichten, wurde immer schlimmer. Ab 1840 veranstalteten die Bürger Hungerrevolten und öffentlich begrenzte Aufstände.


Schlesischer Weberaufstand


Ein bedeutender Aufstand war der schlesische Weberaufstand 1844. Zahlreiche Heimweber meuterten in der Provinz Schlesien gegen die Lohnkürzungen der Verleger und plünderten und demolierten die konkurrierenden Fabriken. Der Schlesische Weberaufstand erweckte große Aufmerksamkeit im Deutschen Bund und er führt dazu, dass die soziale Frage nun von einer breiteren Öffentlichkeit wahrgenommen wurde.


Die wachsenden politischen und wirtschaftlichen Missstände führten 1848 letztendlich zur Deutschen Revolution. Genaueres dazu kannst du hier erfahren: Revolution 1848.



Vormärz - Das Wichtigste auf einen Blick


  • Gesellschaftlicher Widerstand: Burschenschaften, WartburgfestHambacher Fest
  • Repression und Unterdrückung: Die Fürsten erließen die Karlsbader Beschlüsse, Verfolgung und Verhaftung politischer Gegner
  • Soziales Elend und Armut: Deutschland kam mit der industriellen Revolution nicht mit,
    Massenarmut = Pauperismus
  • Der Vormärz beschreibt die Zeit zwischen 1815 und 1848 in Deutschland. Die wachsenden politischen und wirtschaftlichen Missstände führten 1848 zur Ausbruch der deutschen Revolution.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Vormärz

Der Vormärz beschreibt die Zeit zwischen 1815 und 1848 in Deutschland. Die wachsenden politischen und wirtschaftlichen Missstände führten 1848 zum Ausbruch der deutschen Revolution.

Mit dem Wiener Kongress 1815 wurde das Zeitalter der Französischen Revolution und der napoleonischen Kriege abgeschlossen. Zudem wuchs in der Gesellschaft der Nationalismus und der Wunsch nach politischer Freiheit. Die Bürger veranstalteten Aufstände und bildeten politische Gruppierungen. Die Fürsten reagierten auf diese mit Repressionen und Unterdrückung. Neben den politischen Missständen war Deutschland auch von einer Massenarmut und sozialem Elend geplagt.

Die wichtigsten Merkmale des Vormärz sind:

  • Gesellschaftlicher Widerstand
  • Repression und Unterdrückung
  • Soziales Elend und Armut

Die Märzrevolution in Berlin war Teil der Europäischen Revolutionen von 1848/1849 und ein zentrales Ereignis der deutschen Freiheits- und Nationalbewegung. Nachdem oppositionelle Volksversammlungen in Berlin Freiheitsrechte von der preußischen Monarchie gefordert hatten, ging ab dem 13. März 1848 das Militär gegen sie vor.

Finales Vormärz Quiz

Frage

Wozu diente die Demagogenverfolgungen?

Antwort anzeigen

Antwort

dienten der Unterdrückung von Freiheitsbestrebungen im

Deutschen Bund

Frage anzeigen

Frage

Was wurde errichtet, um 

die universitäre Arbeit von Professoren  zu

beobachten und zu verfolgen?

Antwort anzeigen

Antwort

eine zentrale

Untersuchungskommission

Frage anzeigen

Frage

Welche Maßnahmen gab es, um liberale Bewegungen zu unterdrücken?

Antwort anzeigen

Antwort

Aktivisten und Autoren zogen sich aus der

Öffentlichkeit zurück, da es ein Verbot der Pressezensur und ein Verbot der Burschenschaften

gab

Frage anzeigen

Frage

Bis wann gingen die Verbote zur Unterdrückung der liberalen Bewegung?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Wirkung dieser Maßnahmen ging bis 1830, danach gewann die liberale Bewegung

wieder an Bedeutung

Frage anzeigen

Frage

Was waren die Untersuchungen der Demagogenverfolgung?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Nach Ende der Ära Napoleon und seiner Vorherrschaft in Europa einigten sich die herrschenden Fürsten beim Wiener Kongress auf eine Restauration der Politik
  • Sie solidarisierten sich und versuchten die nationalen und liberalen Forderungen des Bürgertums zu unterdrücken. Nach der Ermordung des Schriftstellers Kotzebue durch einen Burschenschaftler reagierte Österreichs Staatskanzler Metternich
  • Im Jahr 1819 wurden in den Karlsbader Beschlüssen Burschenschaften verboten und die Presse zensiert
  • Außerdem wurden Universitäten beobachtet und somit vor allem verdächtige Professoren (Demagogen) verfolgt
Frage anzeigen

Frage

Was passierte in Frankreich 1830 und was war die Folge für die Unterdrückung Liberaler?

Antwort anzeigen

Antwort

Nach der Julirevolution in Frankreich 1830 wurde eine Unterdrückung der aufständischen,

liberalen und nationalen Bürger immer schwieriger

Frage anzeigen

Frage

Zu welcher Kundgebung kam es beim Hambacher Fest 1832?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Auf dem Hambacher Fest 1832 kam es zu einer Massenkundgebung, bei der sich 30.000 Menschen ansammelten
  • Das „System Metternich“ wurde immer weiter in Frage gestellt
Frage anzeigen

Frage

Was war die Folge für die Fürsten der Revolution 1848/49?

Antwort anzeigen

Antwort

Es mussten sich

die Fürsten dann den bürgerlichen Protesten beugen und ihnen politische Rechte zusichern

Frage anzeigen

Frage

Was passierte mit den Studenten als Folge der Demagogenverfolgung?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Ganz besonders wurde gegen Studenten vorgegangen, die in der Regel Mitglieder der Burschenschaften waren
  • Die Kabinettsorder ging sogar so weit, dass alleine der Verdacht der Zugehörigkeit zu einer Burschenschaft die Relegation ohne Gerichtsuntersuchung rechtfertigte
Frage anzeigen

Frage

Was war die Folge für Autoren und Aktivisten nach dem Verbot der Pressezensur und ein Verbot der Burschenschaften?

Antwort anzeigen

Antwort

Aktivisten und Autoren zogen sich aus der Öffentlichkeit zurück

Frage anzeigen

Frage

Für was kämpften die Göttinger Sieben?

Antwort anzeigen

Antwort

protestierten gegen die Aufhebung der eingeführten liberalen Verfassung im Königreich Hannover

Frage anzeigen

Frage

Wer waren die Göttinger Sieben?

Antwort anzeigen

Antwort

eine Gruppe von Professoren aus Göttingen

Frage anzeigen

Frage

Wann protestierten die Göttinger Sieben?

Antwort anzeigen

Antwort

1837

Frage anzeigen

Frage

Was war die Folge der Protestierung?

Antwort anzeigen

Antwort

Alle sieben Professoren wurden entlassen und drei von ihnen darüber hinaus des Landes verwiesen

Frage anzeigen

Frage

Wie hießen die Göttinger Sieben?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Wilhelm Eduard Albrecht
  • Friedrich Christoph Dahlmann
  • Wilhelm Eduard Weber
  • Wilhelm Grimm
  • Jacob Grimm
  • Georg Gottfried Gervinus
  • Heinrich Ewald
Frage anzeigen

Frage

Wieso protestierten die Göttinger Sieben?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Nach dem Ende der Napoleonischen Kriegen wurde 1815 auf dem Wiener Kongress der Deutsche Bund gegründet
  • In der Deutschen Bundesakte wurde ebenfalls festgelegt, dass für jeden Staat eine Verfassung verabschiedet werden sollte
  • 1833 trat die Verfassung in Hannover in Kraft
  • Dadurch wurde Hannover ein deutlich liberalerer Staat
  • 1837 wurde diese Verfassung jedoch wieder aufgehoben und auch der neu eingesetzte König Ernst August fühlte sich dieser Verfassung nicht gebunden und setzte sie außer Kraft
Frage anzeigen

Frage

Wie liefen die Proteste der Göttinger Sieben ab?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Christoph Friedrich Dahlmann gehörte zu dem bedeutendsten Widerstandskämpfer, der selbst an der Verfassung 1833 mitwirkte
  • Am 18. November legte er einen schriftlichen Protest vor, den neben ihm jedoch nur sechs weitere Professoren der Göttinger Universität unterschrieben
  • Es beteiligten sich an dem Protest noch zahlreiche Studenten
  • Die Professoren wurden im Dezember 1837 dem Universitätsgericht vorgeführt und aus ihren Ämtern entlassen
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Frage

Waren die Proteste erfolgreich?

Antwort anzeigen

Antwort

Nein, alle sieben wurden ihren Ämtern entlassen

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Frage

Was waren die Folgen der Proteste?

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Antwort

  • Die Proteste der sieben Göttinger Professoren und der Studenten bleiben zwar erfolglos und lokal begrenzt, jedoch erregte ihr Widerstand europaweites Aufsehen und stärkte die politische Bewegung des Liberalismus
Frage anzeigen

Frage

Was erhielten die Professoren nach den Protesten?

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Antwort

  • Die Professoren, die die negativen Konsequenzen in Kauf nahmen, stieß auf Bewunderung
  • Sie erhielten zahlreiche Spendengelder aus der deutschen Bevölkerung
Frage anzeigen

Frage

Was waren die Folgen der Solidarität?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Durch diese Solidarität entwickelte sich der Liberalismus zu einer stärkeren politischen Bewegung
  • Somit hatte die Göttinger Sieben einen großen Anteil an dem Ausbruch der Revolution 1848/49
Frage anzeigen

Frage

Was wurde 1988 enthüllt?

Antwort anzeigen

Antwort

1988 wurde eine Gedenktafel für die sieben Professoren enthüllt

Frage anzeigen

Frage

Welche Zeit umfasst der Vormärz?

Antwort anzeigen

Antwort

1815 bis 1848

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Frage

Was war der Vormärz?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Zeit nach der Neuordnung Europas
  • Zeit vor der Revolution
  • wachsendes Nationalbewusstsein der Bevölkerung
  • gesellschaftlicher Widerstand gegen die Fürsten
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Frage

Was waren die wichtigsten Merkmale des Vormärz?

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Antwort

  • Gesellschaftlicher Widerstand
  • Repression und Unterdrückung
  • soziales Elend und Armut
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Frage

Was war die Vorgeschichte des Vormärz?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Ende der Napoleonkriege
  • Neuordnung Europas
  • Deutschen forderten einen Nationalstaat
  • Fürsten lehnten dies auf dem Wiener Kongress 1815 ab und gründeten den Deutschen Bund
Frage anzeigen

Frage

Wodurch wurde das deutsche Nationalbewusstsein gestärkt?

Antwort anzeigen

Antwort

Durch den Kampf gegen die Vorherrschaft Napoleons.

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Frage

Was waren Ereignisse des Widerstandes der Gesellschaft?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Burschenschaften
  • Wartburgfest
  • Hambacher Fest
  • Göttinger Sieben
  • Schlesischer Weberaufstand
Frage anzeigen

Frage

Was waren die Burschenschaften?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Studentengruppen aus verschiedenen deutschen Staaten
  • forderten nationale Einheit
  • wollten zeigen, dass sie zusammen arbeiten können und dass es möglich ist, ein geeintes Deutschland zu schaffen
Frage anzeigen

Frage

Was war das Wartburgfest?

Antwort anzeigen

Antwort

  • 1817 auf der Wartburg
  • Burschenschaften forderten gemeinsam einen Nationalstaat und eine Verfassung, die bürgerliche Freiheiten garantiert
Frage anzeigen

Frage

Wie unterdrückten die Fürsten die politischen Gegner?

Antwort anzeigen

Antwort

Sie erließen die Karlsbader Beschlüsse:

  • Bespitzelung und Überwachung
  • Pressezensur und Meinungsunterdrückung
  • Verfolgung und Verhaftung
Frage anzeigen

Frage

Was geschah auf dem Hambacher Fest?

Antwort anzeigen

Antwort

  • 1832 trafen sich rund 30.000 Menschen aus verschiedenen Ländern 
  • Forderung nach nationaler Einheit und einer freiheitlichen Verfassung
  • wollten eine Abkehr der Fürstenherrschaft
Frage anzeigen

Frage

Wie reagierten die Fürsten auf das Hambacher Fest?

Antwort anzeigen

Antwort

  • verschärfte Repression
  • Verschärfung der Karlsbader Beschlüsse 
  • man durfte öffentlich nicht mehr über Politik sprechen
  • Hunderte von Menschen wurden verhaftet oder des Landes verwiesen
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Frage

Wie übten die Bürger trotzdem Widerstand aus?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Turnvereine
  • Gesangsvereine
Frage anzeigen

Frage

Wodurch entstand der Pauperismus?

Antwort anzeigen

Antwort

  • wachsende Bevölkerung
  • mangelnder wirtschaftlicher Fortschritt Deutschlands
Frage anzeigen

Frage

Was war der schlesische Weberaufstand?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Heimweber meuterten in der Provinz Schlesien gegen die Lohnkürzungen der Verleger
  • Plünderung und Demolierung konkurrierender Fabriken
  • soziale Frage wurde von einer breiteren Öffentlichkeit wahrgenommen
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Frage

Was waren die Burschenschaften?

Antwort anzeigen

Antwort

Studentengruppen, die sich zusammenschlossen, um für ein geeintes Deutschland zu kämpfen.

Frage anzeigen

Frage

Warum entstanden die Burschenschaften?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Wunsch nach nationaler Einheit und Freiheitsrechten wuchs in der deutschen Bevölkerung
  • 1815 beschlossen die Fürsten auf dem Wiener Kongress, gegen die Wünsche des Volks, die Gründung des Deutschen Bunds
  • Studenten gründeten daraufhin ab 1815 Burschenschaften 
Frage anzeigen

Frage

Wodurch wuchs das Nationalbewusstsein der Deutschen?

Antwort anzeigen

Antwort

Durch den Kampf gegen Napoleons Truppen während der Befreiungskriege

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Frage

Wann wurde die erste Burschenschaft gegründet?

Antwort anzeigen

Antwort

12.06.1815

Frage anzeigen

Frage

Wo wurde die erste Burschenschaft gegründet?

Antwort anzeigen

Antwort

in Jena (Jenaische Burschenschaft)

Frage anzeigen

Frage

Was wollten die Burschenschaften mit ihren verschiedenen Gruppen in verschiedenen Staaten zeigen?

Antwort anzeigen

Antwort

Sie wollten zeigen,  dass Deutschland über die Grenzen der einzelnen Staaten hinwegreicht, dass sie zusammen arbeiten konnten und dass es möglich war, ein geeintes Deutschland zu schaffen.

Frage anzeigen

Frage

Was waren die Ziele der Burschenschaften?

Antwort anzeigen

Antwort

  • staatliche und wirtschaftliche Freiheit
  • frei gewählte Volksvertretung
  • Bindung des Monarchen an das Gesetz
  • Rechtsgleichheit
  • Bürgerrechte
Frage anzeigen

Frage

Wer gehörte zu den Burschenschaften?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Studenten, Schriftsteller etc.
  • akademische Jugend
  • nur Männer
Frage anzeigen

Frage

Wann entstand die Allgemeine Deutsche Burschenschaft?

Antwort anzeigen

Antwort

18.10.1818

Frage anzeigen

Frage

Was war die Allgemeine Deutsche Burschenschaft?

Antwort anzeigen

Antwort

​Sie war ein Zusammenschluss der deutschen Burschenschaften aus allen deutschen Staaten.

Frage anzeigen

Frage

Welche Farben beschlossen sie als Symbol der Burschenschaften?

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Antwort

Schwarz-Rot-Gold

Frage anzeigen

Frage

Was war die erste große Veranstaltung der Burschenschaften?

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Antwort

Wartburgfest 1817

Frage anzeigen

Frage

Was geschah auf dem Wartburgfest?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Reden
  • Bücherverbrennungen
  • öffentliche Aufmerksamkeit bezüglich des Wunschs nach nationaler Einheit und Freheitsrechten 
Frage anzeigen

Frage

Wie hießen die radikalen Strömungen? Wer führte sie an?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Unbedingten 
  • Schwarzen
  • Führer: Karl Follen
Frage anzeigen
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