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Ursachen Erster Weltkrieg

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Ursachen Erster Weltkrieg

Seit 1817 war das Mächtegleichgewicht in Europa durch dessen Neuordnung nach den Napoleonischen Kriegen gestört. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 fanden zahlreiche Ereignisse statt, die ein immer größeres Spannungsfeld zwischen den Großmächten entstehen ließen. Das Attentat von Sarajevo und die Julikrise gelten als zentrale Ereignisse, die dafür sorgten, dass dieses Spannungsfeld sich in Form des Ersten Weltkriegs entlud.

Ursachen 1. Weltkrieg – Zusammenfassung

Der Erste Weltkrieg war kein Krieg, welcher ohne große Vorzeichen plötzlich ausgelöst wurde. Er bahnte sich über Jahrzehnte hinweg an und wurde zu guter Letzt durch das Handeln eines jungen Mannes final in Gang gesetzt.

Die politische Lage Europas war spätestens seit der Reichsgründung 1871 angespannt. Es herrschte nur wenig Vertrauen zwischen den verschiedenen Staaten, vor allem zwischen den Großmächten Frankreich, Großbritannien, Russland und dem Deutschen Reich. Otto von Bismarck entwickelte eine komplizierte Bündnispolitik, um sich gegen einen Zweifrontenkrieg abzusichern und Misstrauen abzubauen.

Als Kaiser Wilhelm II. 1890 jedoch die Außenpolitik selbst in die Hand nahm, strebte er nach einer aggressiveren Außen- und Kolonialpolitik – die Bündnisse zerfielen. So entwickelten sich neue Bündnisse zwischen den europäischen Staaten und Deutschland wurde zunehmend isoliert. Wilhelm II. verfolgte außerdem das Ziel, das Deutsche Reich zu einer stärkeren Seemacht zu machen, und begann daher mit dem Ausbau der kaiserlichen Marine. Dies machte wiederum der britischen Marine Konkurrenz, weswegen diese ebenfalls mit dem Bau neuer Kriegsschiffe begann.

An diesem Wettrüsten beteiligten sich auch die restlichen Großmächte, da die angespannte Situation bereits vermuten ließ, dass sich ein Krieg anbahnte und sich nun nicht mehr vermeiden ließ. Als dann am 28. Juni 1914 das österreichisch-ungarische Thronfolgerpaar Franz Ferdinand und Sophie Chotek bei einem tödlichen Attentat ums Leben kam, brach die sogenannte Julikrise aus, welche wiederum in den Ersten Weltkrieg mündete.

Ursachen Erster Weltkrieg Vorgeschichte – die Langzeitauslöser

Bevor der Blick auf die direkten Auslöser des Ersten Weltkriegs geworfen werden soll, ist es wichtig, sich ein Bild von der politischen Landschaft und der angespannten Situation in Europa zu machen. Eine wichtige Rolle spielte dabei zum einen die Außenpolitik Otto von Bismarcks, dem ehemaligen Ministerpräsidenten von Preußen, und zum anderen die des ehemaligen Deutschen Kaisers Wilhelm II. Diese Entwicklungen können als Langezeitauslöser des Ersten Weltkriegs angesehen werden.

Ursachen Erster Weltkrieg, Karte Europas 1871, StudySmarterAbbildung 1: Karte Europas im Jahr 1871

Bündnispolitik Bismarcks

Der Krieg bahnte sich im Prinzip bereits in den 1870er Jahren an, das heißt, zur Zeit des Deutschen Kaiserreichs. Otto von Bismarck war der deutsche Außenminister und ging nach einem komplizierten Bündnissystem vor, welches die Verhältnisse zwischen den Großmächten deutlich verändern sollte.

Ziele

Bismarck zielte damit auf den Abbau des Misstrauens zwischen den Großmächten ab. Dies spielte vor allem nach der Krieg-in-Sicht-Krise von 1875 eine wichtige Rolle.

Die Krieg-in-Sicht-Krise entwickelte sich als diplomatische Krise nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71. Getrieben wurde diese von Misstrauen, da es unter Bismarck bereits zu drei Kriegen in kürzester Zeit gekommen war:

  • Deutsch-Dänischer Krieg 1864,
  • Deutsch-Deutscher Krieg 1866,
  • Deutsch-Französischer Krieg 1870/71.

Bismarck wurde daher als Kriegstreiber angesehen und auch die Gründung des Deutschen Reichs von 1871 machte seine Nachbarstaaten nervös. Namensgebend für diese Krise war der Titel eines Zeitungsartikels vom 8. April 1875: "Ist der Krieg in Sicht?"

Um neues Vertrauen aufzubauen, erklärte er das Deutsche Reich für "saturiert", also "gesättigt". Aus diesem Grund führte Bismarck eine gemäßigte Kolonialpolitik, die nicht darauf abzielte, neue Kolonien zu errichten.

Unter einer Kolonialpolitik versteht man die Schaffung von Kolonien im Rahmen des Kolonialismus und Imperialismus und die dazugehörige Ausübung der Kolonialherrschaft in diesen Gebieten durch die Kolonialmächte.

International gesehen plante Bismarck die Isolation Frankreichs, da er es als Bedrohung für Deutschland sah. Das Deutsche Reich stand bereits in einem Bündnis mit Österreich-Ungarn, brauchte jedoch für einen möglichst weitläufigen Spielraum in Europa ebenfalls ein Bündnis mit Russland. Da Bismarck fürchtete, dass Russland aufgrund seiner Interessen im Balkan zum potentiellen Gegner Österreich-Ungarns werden könnte, wollte er keine einseitige oder zu enge Bindung des Deutschen Reichs an Russland.

Bündnissysteme und Abkommen Bismarcks

Bismarcks Außenpolitik beruhte auf einem komplizierten Bündnissystem, welches von Geheimdiplomatie sowie Machtpolitik geprägt war und unter seinen Nachfolgern nicht aufrechterhalten werden konnte. Diese Bündnisse spielten ebenfalls eine wichtige Rolle für den Aufbau der Spannungen zwischen den Großmächten.

Bismarck war es besonders wichtig, dass es nicht durch ein Bündnis zwischen Russland und Frankreich oder Russland und Großbritannien zu einem Zweifrontenkrieg gegen das Deutsche Reich kommt. Dafür vereinbarte er das sogenannte Dreikaiserabkommen mit Russland und Österreich-Ungarn.

Des Weiteren bestand zwischen Deutschland und Österreich-Ungarn ein geheimer Zweibund, welcher den beiden Parteien militärische Unterstützung zusicherte, falls einer der Staaten von Russland angegriffen werden sollte. Ab 1879 bestand zudem ein Dreibund zwischen dem Deutschen Reich, Österreich-Ungarn und Italien – diesem schloss sich außerdem 1883, in einem geheimen Abkommen, Rumänien an.

Ebenfalls geheim war der Rückversicherungsvertrag zwischen dem Deutschen Reich und Russland, welcher seit 1887 bestand. Dieser sollte im Falle eines Kriegs mit einem anderen Staat dem jeweils anderen Neutralität zusichern.

Hier noch einmal Bismarcks Bündnispolitik vereinfacht zusammengefasst:

  • ab 1873: Dreikaiserbündnis (Russland, Deutschland, Österreich-Ungarn),
  • ab 1879: Zweibund (Österreich-Ungarn, Deutschland),
  • ab 1879: Dreibund (Österreich-Ungarn, Italien, Deutschland),
  • ab 1883: Rumänien schloss sich dem Dreibund an,
  • 1887–1890: Rückversicherungsvertrag (Deutschland, Russland).

Genaueres dazu erfährst du im Artikel Bismarcks Außenpolitik.

Außenpolitik Wilhelm II.

Nach Bismarcks Entlassung 1890 übernahm Kaiser Wilhelm II. selbst die Aufgaben des deutschen Außenministers. Im Gegensatz zu Bismarck, der nach seinem defensiven Bündnissystem vorging, strebte Wilhelm II. für Deutschland einen "Platz an der Sonne" an. In seiner Regierungszeit ging Deutschland zu einer aktiven Kolonialpolitik in Afrika über. Mit ihm begann die Hochphase des Imperialismus für Deutschland.

Zu Wilhelm II. findest du ebenfalls einen eigenen Artikel hier auf StudySmarter. Auch interessant: der Artikel, in dem Wilhelm II. Persönliches Regiment näher erklärt wird!

Isolierung Deutschlands

Wilhelm II. führte die Bismarck'schen Bündnissysteme nicht weiter. Sie verfielen und Deutschland wurde als Resultat in den folgenden Jahren isoliert – eben dies hatte Bismarck zu verhindern versucht.

1894 entstand der Französisch-Russische Zweibund, bei dem sich Russland und Frankreich offiziell zusammenschlossen. Zudem näherte sich Russland auch an England an. Sie schlossen 1907 einen englisch-russischen Interessenausgleich. Frankreich und Großbritannien schlossen 1904 die Entente Cordiale, welche 1907 mit Russland zur Triple Entente erweitert wurde.

Deutschland war somit international weitestgehend isoliert. Dies zeigte sich vor allem in der Marokkokrise, in der Deutschland nur noch von Österreich unterstützt wurde.

Krisen

Neben der Isolierung Deutschlands bahnten sich einige Krisen an, die die Spannungen bis zum Kriegsausbruch immer mehr verschärften.

Bosnienkrise 1908Im Jahr 1908 annektierte Österreich-Ungarn Bosnien und Herzegowina vollends. Serbien versuchte zwar, Österreich-Ungarn von der Annexion abzuhalten, konnte dies allein jedoch nicht bewältigen. Es hatte sich Unterstützung von seinem Bündnispartner Russland erhofft. Dieses war jedoch mit eigenen innerpolitischen Krisen beschäftigt. So blieb Serbiens Widerstand erfolglos und musste widerwillig die Annexion Bosniens und Herzegowina durch Österreich-Ungarn hinnehmen.

Unter Annexion versteht man die gewaltsame und widerrechtliche Aneignung eines fremden Gebiets.

Marokkokrise 1911Marokko wurde zum Krisengebiet, nachdem Kaiser Wilhelm II., als Drohgebärde gegen die französische Expansion in Marokko, ein deutsches Kriegsschiff nach Agadir entsenden lassen hatte. Dieser sogenannte "Panthersprung" blieb aber erfolglos und Deutschland musste die französische Vorherrschaft über Marokko anerkennen.

Balkankrise 1912/13In den Jahren 1912/1913 kam es zum Ersten Balkankrieg. Hierbei führten Serbien, Montenegro, Griechenland und Bulgarien einen Angriffskrieg gegen das Osmanische Reich. Das Osmanische Reich war international isoliert und verlor in dieser Auseinandersetzung den größten Teil seiner Territorien auf der Balkanhalbinsel. Serbien erreichte somit seine maximale territoriale Ausbreitung – plante jedoch noch weitere Expansionen.Österreich-Ungarn stellte sich offen gegen dieses Expansionsbestreben und inszenierte sich selbst als Gleichgewichtsbewahrer der Kräfte im Balkan. Diese Machtspiele und somit die wachsenden Spannungen im Balkan sowie zwischen Österreich-Ungarn und Serbien werden auch als "Pulverfass" bezeichnet, dessen "Explosion" in den Ersten Weltkrieg mündete.

Erster Weltkrieg Ursachen Wettrüsten

Eine besonders wichtige Rolle, wenn es um die Ursachen des Ersten Weltkriegs im Zusammenhang mit dem Deutschen Kaiserreich geht, spielte das Wettrüsten. Die angespannte internationale Situation, kombiniert mit undurchsichtigen Bündnissen und Abkommen, erreichte, dass sich die Großmächte auf zunehmende Konflikte einstellten. Dies sorgte unweigerlich für verstärkte Rüstungsanstrengungen, da ein Krieg bereits als unvermeidbar angesehen wurde.

Zuvor war Großbritannien die vorherrschende Flottennation gewesen. Dieser wollte Wilhelm II. Konkurrenz machen und begann Anfang des 20. Jahrhunderts mit dem Ausbau der kaiserlichen Marine. Der britischen Marine blieb dies freilich nicht unbemerkt, sodass auch diese ab 1904 mit dem Bau von mehr und zugleich größeren Kriegsschiffen begann. Dieses rasante Wettrüsten der Großmächte verstärkte die unstete Stimmung in Europa zusätzlich.

Der enorme Ausbau der kaiserlichen Marine sollte sich im Verlauf des Ersten Weltkriegs jedoch als gewaltige Fehlinvestition entlarven. Falls du mehr darüber erfahren willst, dann ließ dir gerne den Artikel U-Boote 1. Weltkrieg durch, darin wird die Thematik genauer erläutert.

Ursachen Erster Weltkrieg einfach erklärt

Obwohl diese politischen Entwicklungen sozusagen als Langzeitauslöser ebenfalls zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs beitrugen, gibt es zwei Ereignisse, die besonders im Fokus stehen, wenn es um die direkten Ursachen für den Ersten Weltkriegs geht – das Attentat von Sarajevo 1914 und die darauffolgende Julikrise. Sie waren im Prinzip die Tropfen, die das Fass letztlich zum Überlaufen brachten.

Attentat von Sarajevo

Der Thronfolger von Österreich-Ungarn Franz Ferdinand und seine Ehefrau Sophie Chotek besuchten am 28. Juni 1914 die Hauptstadt Bosniens, Sarajevo. Da die Presse den genauen Besuchstermin und das Besuchsprotokoll veröffentlicht hatte, konnten die Attentäter ihr Vorhaben genau planen.

Die Attentäter gehörten einer serbisch-nationalistischen Gruppe an, die für die Vereinigung aller Südslawen in einem Staat unter serbischer Führung kämpften – sie nannten sich Mlada Bosna (Junges Bosnien). Das Attentat auf das Thronfolgerpaar sollte ein Zeichen gegen die österreich-ungarische Besatzung setzen.

Tatsächlich brauchten sie zwei Versuche, um das Attentat auszuführen. Mlada Bosnas Mitglied Nadelijko Cabrinovic versuchte, eine Bombe in den Wagen des Thronfolgerpaares zu werfen. Ihr Fahrer bemerkte dies jedoch noch rechtzeitig und beschleunigte, sodass der Sprengkörper am Arm Franz Ferdinands abprallte und hinter dem Wagen explodierte. Dabei wurden Passanten und Begleiter des Thronfolgers verletzt.

Nach einer kurzen Pause setzte das Thronfolgerpaar die Fahrt fort und sie beschlossen, im gleichen Zug Oberstleutnant Merizzi im Krankenhaus zu besuchen, der beim ersten, fehlgeschlagenen Anschlag verletzt wurde. Es wurde zwar eine neue Route für den Auto-Konvoi geplant, doch durch einen unglücklichen Zufall blieben drei Wagen auf der alten Strecke, darunter auch der des Thronfolgerpaars.

Als sie vor einem Café zum Stehen kamen, erkannte der 19-jährige Gavrilo Princip, der eigentlich bloß zufällig vor Ort war, um sich eine Stärkung zu kaufen, seine Chance und erschoss Franz Ferdinand sowie Sophie Chotek. Auch er war Mitglied der Mlada Bosna und war zuvor zum Attentäter ausgebildet worden.

Der Artikel Sarajevo 1914 informiert dich noch genauer über dieses historisch äußerst bedeutsame Ereignis!

Julikrise 1914

Das tödliche Attentat auf das österreichisch-ungarische Thronfolgerpaar Franz Ferdinand und Sophie Chotek war der Auslöser für die Julikrise, in der sich die Anspannung zwischen den europäischen Großmächten, Frankreich, Großbritannien, dem Deutschen Kaiserreich, Österreich-Ungarn und Russland sowie Serbien, weiter zuspitzte.

Das Deutsche Kaiserreich stand seinem Bündnispartner Österreich-Ungarn zur Seite. Das Land erhielt den sogenannten Blankoscheck vom deutschen Kaiser Wilhelm II. Dies war ein Treuebekenntnis, welches bedingungslose Unterstützung seitens Deutschland versprach.

Am 23. Juli stellte Österreich-Ungarn ein Ultimatum an die serbische Regierung – ein Versuch, die Situation diplomatisch zu lösen. Serbien akzeptierte die Forderungen jedoch nicht vollständig. Hinzu kam noch die Annahme Österreich-Ungarns, dass Serbiens Regierung von dem Attentat gewusst hatte. Es konnten zwar keine Beweise für eine Mitwisserschaft der serbischen Regierung an dem Attentat erbracht werden, jedoch erschien dies als sehr wahrscheinlich.

Wenn du noch mehr Details zur Julikrise erfahren willst, dann schau dir doch mal den Artikel zu dem Thema hier auf StudySmarter an.

Ausbruch des Ersten Weltkriegs

All dies führte dazu, dass Österreich-Ungarn am 28. Juli 1914 Serbien den Krieg erklärte. Als damaliger Bündnispartner Serbiens erklärte Russland somit Österreich-Ungarn den Krieg. Das Deutsche Reich, Bündnispartner Österreich-Ungarns, erklärte daher wiederum Russland den Krieg. Kurz darauf traten auch Frankreich und Großbritannien in den Krieg ein – der Erste Weltkrieg hatte also mit dem 28. Juli 1914 offiziell begonnen.

Wie du der Bildunterschrift bereits entnehmen kannst, stammt die Zeichnung aus dem Jahr 1912, also zwei Jahre vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Die Karikatur ist jedoch die perfekte Darstellung der gefährlichen Kettenreaktion der europäischen Bündnispolitik, die 1914 schließlich zum Kriegsausbruch geführt hat.

Ursachen Erster Weltkrieg - Das Wichtigste

  • Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde die Lage in Europa zunehmend angespannt – es wurden mehrere Kriege geführt und 1871 wurde das Deutsche Kaiserreich gegründet.
  • Bismarck setzte auf eine komplizierte Bündnispolitik, um das Deutsche Reich vor Angriffen bestmöglich zu schützen.
  • Unter Kaiser Wilhelm II. wurde diese Bündnispolitik sozusagen zunichtegemacht. Seine aggressivere Außen- und Kolonialpolitik sowie sein Ausbau der kaiserlichen Marine führten unter anderem zum Wettrüsten unter den Großmächten, die einen nahenden Krieg inzwischen für unvermeidbar hielten.
  • Am 28. Juni 1914 wurden der österreichisch-ungarische Thronfolger Franz Ferdinand und seine Ehefrau Sophie Chotek bei einem Attentat umgebracht.
  • Das Attentat löste die sogenannte Julikrise aus, welche wiederum den Beginn des Ersten Weltkriegs einleitete.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Ursachen Erster Weltkrieg

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde im Versailler Vertrag festgelegt, dass Deutschland die alleinige Kriegsschuld trage. Jedoch kann man nicht wirklich sagen, dass Deutschland alleine am Ersten Weltkrieg Schuld hat. Die zahlreichen Krisen verschärften die Spannungen zwischen den Großmächten schon viele Jahre zuvor.

Deutschland wollte die Allianz mit Österreich-Ungarn festhalten.

Österreich-Ungarn stellte Serbien ein Ultimatum und erklärte ihnen schließlich den Krieg. 

Es wurde behauptet, die Entente würde sowieso die belgische Neutralität nicht respektieren oder hätte sie schon verletzt. Dann hat Deutschland es "auch" gemacht.

Man kann zwar nicht sagen, dass Deutschland die alleinige Schuld am Ersten Weltkrieg hat, aber seine Ausstellung des Blankoschecks an Österreich und der Einmarsch in Belgien brachten große Spannungen und Kriegsbereitschaft auf.

Der Krieg wurde durch die Ermordung des österreichisch-ungarischen Thronfolgers und seiner Gemahlin ausgelöst. Ein serbischer Nationalist ermordete diese am 28. Juni 1914 in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo. Das Attentat löste die sogenannte Julikrise aus, welche wiederum im Ersten Weltkrieg endete.

Finales Ursachen Erster Weltkrieg Quiz

Frage

Welche Auslöser gab es für die Julikrise?

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Antwort

1. Das Attentat von Sarajevo 

2. Die angespannte Lage der Großmächte durch bspw. die Marokkokrise oder das massive Wettrüsten. 

Frage anzeigen

Frage

Wann fand das Attentat von Sarajevo statt?

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Antwort

Am 28. Juni 1914

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Frage

Welche Forderung aus dem österreichischen Forderungskatalog wurde von Serbien abgelehnt?

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Antwort

Serbien lehnte den Einsatz österreichischer Beamter in Serbien ab, da es so keine Möglichkeit sah einen souveränen Staat aufzubauen. 

Frage anzeigen

Frage

Was ist das Resultat der beiden Balkankriege Anfang des 20. Jahrhundert?

Antwort anzeigen

Antwort

Das Resultat ist das veränderte Kräfteverhältnis auf dem Balkan und der Zerfall das Osmanischen Reiches. Serbien konnte seine Macht im Balkan ausbauen und wurde geografisch verdoppelt. 

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Frage

Was ist der Panslawismus? 

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Antwort

Eine übersteigerte Form des Nationalismus in den slawischen Bevölkerung, welche den Zusammenschluss in allen slawischen Völkern anstrebt. Diese Bewegung entfachte im 19. Jahrhundert und wandte sich gegen den Vielvölkerstaat Österreich, was zum Attentat in Sarajevo führte. 

Frage anzeigen

Frage

Italien kämpfte ab 1915 an der Seite der _________.

Antwort anzeigen

Antwort

Entente

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Frage

Welche Verträge/Allianzen waren die Grundlage für die Triple Entente?


Antwort anzeigen

Antwort

Grundlage der Triple Entente bildete die Französich-Russischen Allianz, welche bereits 1894 entstand, und der Entente Cordiale von 1904.

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Frage

Was passierte mit der Triple Entente nach Ende des Ersten Weltkrieges?

Antwort anzeigen

Antwort

Nur wenige Tage nach Friedensschluss besetzten britische, und später auch französische, amerikanische, japanische und griechische Truppen ehemalige Teile Russlands, um die eigenen Einflusssphären zu waren und die Weiße Armee in Kampf gegen die Bolschewiki nach der Oktoberrevolution 1917 zu unterstützen.

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Frage

Waren die USA Teil der Entente? Warum / Warum nicht?


Antwort anzeigen

Antwort

Die USA trat dem Ersten Weltkrieg am 6. April 1917 als assoziierte Macht und nicht als Alliierter der Entente bei, um so eventuell die Rolle eines Vermittlers zwischen den sich bekriegenden Staaten einzunehmen.

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Frage

Die Mächte der Entente waren den Mittelmächten zahlreich ________.


Antwort anzeigen

Antwort

überlegen

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Frage

Welche Verbündete hatten die Mittelmächte?


Antwort anzeigen

Antwort

  • das Osmanische Reich
  • Bulgarien


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Frage

Was waren die Mittelmächte? 

Antwort anzeigen

Antwort

Als Mittelmächte bezeichnete man das Deutsche Reich und seine verbündeten Staaten. Sie wurden als die direkten Gegner der Entente gesehen.

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Frage

Weshalb schlossen sich Russland, Großbritannien und Frankreich mit der Triple Entente zusammen?

Antwort anzeigen

Antwort

Das Deutsche Reich wurde immer mehr zur politischen und militärischen Bedrohung für die angrenzenden Staaten und die Großmächte Europas. Das stetige Aufrüsten Deutschlands und das dadurch steigende Misstrauen veranlasste Großbritannien, Frankreich und Russland ein Bündnis zu schließen, um sich so Verbündete gegen das Deutsche Reich und dessen Verbündete im Dreibund zu sichern

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Frage

Wann wurde die Entente cordiale zum Triple Entente erweitert?

Antwort anzeigen

Antwort

Das Bündnis der Triple Entente wurde am 31. August 1907, im Vertrag von Sankt Petersburg von britischen und russischen Botschaftern beschlossen. Das Bündnis zwischen Großbritannien und Frankreich (Entente Cordiale) wurde zum Triple Entente mit Russland erweitert.

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Frage

Weshalb war die Triple Entente wichtig für den Kriegsverlauf des Ersten Weltkrieges?

Antwort anzeigen

Antwort

Das Bündnis der drei Großmächte war der Kern der Alliierten Mächte im Ersten Weltkrieg.

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Frage

Was ist die Triple Entente?

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Antwort

Die Triple Entente war ein informeller Zusammenschluss zwischen den Großmächten Frankreich, Russland und Großbritannien ab 1907.

Frage anzeigen

Frage

Was war das Ziel der Entente cordiale?

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Antwort

Das Ziel der Entente cordiale war es, die Interessenkonflikte zwischen Frankreich und Großbritannien um die Kolonialgebiete in Afrika zu lösen.

Frage anzeigen

Frage

Was ist die Entente Cordiale?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Entente cordiale war ein Bündnisabkommen der beiden Großmächte Frankreich und Großbritannien, welches am 8. April 1904 geschlossen wurde.

Frage anzeigen

Frage

Welche Länder gehören zur Entente?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Triple Entente (Großbritannien, Frankreich und Russland) bildete den Kern der Entente. Alliierte und assoziierte der Entente waren: 

  • Serbien
  • Montenegro
  • Japan
  • Italien (ab 1915)
  • Portugal (ab 1916)
  • Rumänien
  • Griechenland
  • China
  • Siam
  • Belgien
  • USA
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Frage

Nach Österreich-Ungarns Annexion von Bosnien und Herzegowina verstärkte sich der Konflikt mit welchem Land?

Antwort anzeigen

Antwort

Bulgarien

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Frage

Wie wurde der Zusammenschluss von Serbien, Bulgarien, Griechenland und Montenegro vor dem Ersten Balkankrieg genannt?

Antwort anzeigen

Antwort

Balkanbund

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Frage

Von welchem Land wurde der Balkanbund unterstützt?

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Antwort

​Russland

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Frage

Was war das Ziel des Balkanbundes?

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Antwort

Ziel war es, den europäischen Teil des Osmanischen Reichs unter sich aufzuteilen.

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Frage

Wann begann der Erste Balkankrieg?

Antwort anzeigen

Antwort

​10. August 1912

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Frage

Weshalb war die Osmanische Armee bei Kriegsbeginn des Ersten Balkankriegs bereits geschwächt?

Antwort anzeigen

Antwort

Weil sie zuvor einen Krieg gegen Libyen verloren haben und ein Angriff Russlands auf Ostanatolien befürchteten.

Frage anzeigen

Frage

Wann wurde der Londoner Friedensvertrag verabschiedet?

Antwort anzeigen

Antwort

Am 30. Mai 1913

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Frage

Wann erklärte Albanien seine Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich?

Antwort anzeigen

Antwort

Noch während des Ersten Balkankriegs am 28. Dezember 1912.

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Frage

Was löste den Zweiten Balkankrieg aus?

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Antwort

​Ein Streit unter den Kriegsgewinnern über die Verteilung des neu gewonnenen Landes.

Frage anzeigen

Frage

Mit wessen Angriff begann der Zweite Balkankrieg?

Antwort anzeigen

Antwort

Mit dem Angriff Bulgariens.

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Frage

Wann griff Bulgarien Serbien im Zweiten Balkankrieg an?

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Antwort

Am 29. Juni 1913.

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Frage

Wer schloss sich Serbien im Zweiten Balkankrieg an?

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Antwort

Griechenland stellte sich im Zweiten Balkankrieg auf die Seite Serbiens.

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Frage

Wer war am Zweiten Balkankrieg beteiligt?

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Antwort

Bulgarien gegen Serbien, Griechenland, Rumänien und das Osmanische Reich.

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Frage

Welches Land wollte Rumänien im Zweiten Balkankrieg erobern?

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Antwort

Süd-Drobudscha

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Frage

Was war das Ergebnis des Zweiten Balkankriegs?

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Antwort

Bulgarien verlor den Krieg und damit fast alle im Ersten Balkankrieg besetzten Gebiete. Mazedonien wurde zwischen Serbien und Griechenland aufgeteilt, Kreta wurde mit Griechenland vereint und das Osmanische Reich durfte das zurückeroberte Adrianopel-Gebiet behalten 

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Frage

Welche beiden Folgen des Balkankriegs trugen zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs bei?

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Antwort

Die Unzufriedenheit über die neuen Grenzen nach dem Frieden der Länder Serbien, Griechenland, Bulgarien und dem Osmanischen Reich.
Und der drohende Zusammenbruch des Osmanischen Reichs und damit verbundene Machtbestreben von Österreich und Russland im Balkan, welche unter den Großmächten zu kritischen Spannungen führten.

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Frage

Wann brach der Erste Weltkrieg aus?

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Antwort

Während der Julikrise 1914

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Frage

​Wie sah die Außenpolitik Bismarcks aus?

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Antwort

  • kompliziertes Bündnissystem
  • Ziele: Abbau des Misstrauens der Großmächte
  • sah Deutschland als "saturiert" an
  • Kolonialpolitik
  • Isolierung Frankreichs


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Frage

Was war das Drei-Kaiser-Abkommen?

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Antwort

  • 1873 zwischen Russland, Österreich und Deutschland 
  • im Krisenfall gemeinsame Absprachen
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Frage

Was geschah während der Orientkrise 1875-1878?

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Antwort

  • "Krieg-in-Sicht-Krise" 
  • In Bosnien, Herzegowina und Bulgarien herrschten überall Aufstände gegen die türkische Herrschaft
  • Russland wollte eigenmächtig einen großen bulgarischen Staat bilden
  • Österreich und England wiedersetzten sich


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Frage

Was war der Berliner Kongress?

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Antwort

  • Juni bis Juli 1878
  • Konfliktlösung der Orientkrise
  • Bismarck als "ehrlicher Makler"
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Frage

Was war das Ergebnis des Berliner Kongress?

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Antwort

  • Rumänien, Serbien und Montenegro wurden souverän 
  • Russland erhielt Bessarabien und Teile der Türkei
  • Österreich verwaltete Bosnien, Herzegowina und Sandschak
  • Bulgarien selbstständig, aber der Türkei tributpflichtig
  • England erhielt Zypern
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Frage

Was waren die Folgen des Berliner Kongress?

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Antwort

  • Frieden für den Moment wiederhergestellt
  • neues Problem: nationalen Interessen der Balkanländer wurden nicht beachtet 
  • Bismarck betrieb eine rein "machtpolitische Politik
  • Der Balkan wurde zum Pulverfass 
  • Russland fühlte sich benachteiligt, da Deutschland sich enger an Österreich anband
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Frage

Was war der Zweibund?

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Antwort

  • geheimes Abkommen zwischen Deutschland und Österreich 1879
  • gegenseitige militärische Hilfe im Falle eines russischen und französischen Angriffs  
Frage anzeigen

Frage

Was war der Dreibund?

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Antwort

  • 1882 schloss Bismarck den Dreibund mit Österreich-Ungarn und Italien
Frage anzeigen

Frage

Was geschah während der Balkankrise 1885?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Österreich mischte sich zugunsten Serbiens ohne Absprache mit Russland in den bulgarisch-serbischen Krieg ein
  • Bruch des Drei-Kaiser-Vertrags von 1881
  • verschlechterte die russisch-österreichische Beziehung
  • Annäherung zwischen Russland und Frankreich
Frage anzeigen

Frage

Was war die Mittelmeerentente?

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Antwort

  • 1887 zwischen Österreich, England und Italien
  • Einhaltung des Status quo im Mittelmeer und im Balkangebiet 
  • England rückte über das Bündnis mit Österreich auch indirekt an Deutschland heran
Frage anzeigen

Frage

Was war der Rückversicherungsvertrag 1887?

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Antwort

  • ganz geheimer Vertrag zwischen Deutschland und Russland
  • leitete eine doppelbödige Politik ein
  • Widerspruch zum Zwei- und Dreibund
Frage anzeigen

Frage

Wie sah die Außenpolitik von Wilhelm II. aus?

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Antwort

  • Kolonialpolitik in Afrika
  • imperialistische Politik
  • Verfall des Bismark'schen Bündnissystems


Frage anzeigen

Frage

Was war die Folge der Außenpolitik Wilhelm II.?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Isolierung Deutschlands 
  • Zusammenschluss Frankreichs, Russland und Englands (Triple Entente 1907)
  • Deutschland wurde nur noch von Österreich unterstützt


Frage anzeigen

Frage

Was geschah während der Marokkokrise 1911?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Kaiser Wilhelm II. entsand als Drohgebärde gegen die französische Expansion in Marokko ein deutsches Kriegsschiff nach Agadir 
  • Panthersprung blieb erfolglos 
  • Deutschland musste die französische Vorherrschaft über Marokko anerkennen
Frage anzeigen
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