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Wilsons 14 Punkte

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Geschichte

In diesem Artikel geht es um den 14 Punkte Plan des amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson. Du lernst wer Woodrow Wilson war und welche Ziele er mit seinem Programm verfolgte. Dieser Artikel hilft dir den Ersten Weltkrieg besser zu verstehen. Dieser Artikel gehört zum Fach Geschichte und erweitert das Themengebiet Erster Weltkrieg 1914-1918. 


Wilsons 14 Punkte

Der 14 Punkte Plan war eine vorläufige Friedensordnung nach dem ersten Weltkrieg, welche vom amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson am 8. Januar 1918 vorgestellt wurde. Insgesamt sollte dieses Programm Wohlstand und Frieden in Europa sichern. 


Wer war Woodrow Wilson?


Abb. 1: Woodrow Wilson Quelle: www.wdr.de


Thomas Woodrow Wilson war der 28. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Er gehörte der Demokratischen Partei an und war von 1913 bis 1921 amerikanischer Präsident.


Unter der Leitung Woodrow Wilsons wurde ebenfalls der Kriegseintritt der USA in den Ersten Weltkrieg beschlossen. Diesbezüglich hatte sich Wilson und somit die USA zu Beginn des Ersten Weltkriegs neutral verhalten. 


Obwohl die USA insbesondere Handel mit den Mächten der Entente betrieb und daher eher ein Sympathisant der Entente als ein Sympathisant der Mittelmächte war, verhielt es sich in der ersten Hälfte des Ersten Weltkriegs neutral.


Letztendlich war der Auslöser für den amerikanischen Kriegseintritt die Ausrufung des uneingeschränkten U-Boot-Krieges durch Wilhelm ll. im Jahr 1917. Dies kollidierte mit dem amerikanischen Interesse in den Welthandel einzutreten, bzw. weiterhin Handel mit Ländern wie Großbritannien zu betreiben. Deshalb erklärte die USA kurz darauf Deutschland den Krieg.


Tipp:

Wenn du mehr zum Kriegseintritt der USA in den ersten Weltkrieg erfahren möchtest, ließ auch unsere Zusammenfassung zum Kriegsverlauf des ersten Weltkriegs. 



Das 14 Punkte Programm

Die einzelnen Punkte beinhalteten: 


  1. Der erste Punkt sah die Transparenz der Diplomatie vor. Demnach sollten alle Verträge öffentlich bekannt gemacht werden.
  2. Zweitens sollten die Handelswege auf dem Meer offen für alle Staaten auch in Zeiten von Krieg sein.
  3. Auflösung wirtschaftlicher Schranken und Schaffung gleicher, allgemeingültiger Handelsbedingungen 
  4. Der vierte Punkt sah die Abrüstung der einzelnen Staaten vor. Hierbei sollten sie ihre Rüstung auf die zwingende Notwendigkeit beschränken.
  5. Kolonien sollten ein Mitbestimmungsrechte bekommen, sodass es ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Kolonialherr und der Kolonialbevölkerung gäbe.
  6. Die Räumung Russlands und die Sicherung der Hilfestellung jeder Art, welche es bei der russischen Frage bedürftig sei.
  7. Der siebte Punkt sah die Restauration Belgiens vor.
  8. In Frankreich besetzte Gebiete sollten geräumt werden und Elsass-Lothringen vom deutschen Staat angetreten werden.
  9. Die italienischen Grenzen sollten nach dem Verständnis der Zugehörigkeit zur italienischer Nation berichtigt werden.
  10. Der zehnte Punkt sah die eigenständige Autonome Entwicklung der Staaten, welche dem Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn angehörten vor.
  11. Montenegro, Rumänien und Serbien sollten geräumt werden. Außerdem sollte die Autonomie Serbiens mit eigenem Zugang zur See soll gesichert werden. Zudem sollte eine freundschaftliche Übereinkunft zwischen allen Balkanstaaten getroffen werden, welche die Bevölkerung ihren einzelnen Nationalitäten zuordnete. 
  12. Dem türkischen Staat sollte die Souveränität zugeschrieben werden und allen Staaten, welche sich unter türkischer Herrschaft befanden ebenfalls eine eigenständige Entwicklung gesichert werden. Zudem sollten die Dardanellen für Handelswege immer und für alle geöffnet bleiben.
  13. Der 13. Punkt sah die Errichtung eines souveränen polnischen Staat vor.  Zudem sah man die politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit des Staates vor mit eigenem Zugang zur See. 
  14. Zuletzt sollte ein allgemeiner Verband der Nationen gegründet werden, um die einzelnen Staat zu binden und die politische Souveränität der Staaten, sowie die territoriale Unverletzlichkeit zu sichern. 


All diese Maßnahmen bzw. Punkte zielten auf verschiedene Entstehungshypothesen des ersten Weltkriegs ab.
Insgesamt schlägt daher der 14 Punkte Plan friedliche Maßnahmen vor, welche im Bezug auf die Entstehung eines neuen Krieges präventiv wirken sollten. Im Folgenden wird dies anhand einiger Beispiele der 14 Punkte erläutert:


Bevor der erste Weltkrieg ausbrach, war die Beziehung der europäischen Mächte angespannt. Das persönliche Regiment Wilhelm der ll. hatte zuvor ein großes Wettrüsten betrieben. Doch nicht nur die deutsche Nation hatte massiv aufgerüstet, auch alle anderen Nationen zogen nach, um Falle eines Krieges gewappnet zu sein. Aus diesem Grund sah Woodrow Wilson die Beschränkung der Rüstung vor. Durch diese Forderung sollte es nie wieder zu einem Krieg kommen der aufgrund massiver Aufrüstung als Notwendig angesehen würde. 


Der Ausbruch des ersten Weltkrieges begründet sich in der Julikrise, in der die Nationen es nicht schaffen die europäische Konfliktlage zu entschärfen. Woodrow Wilson schlug daher die Gründung eines Völkerbundes vor und ebenfalls die Transparenz von Diplomatie, um fortan politische Konfliktlagen durch Öffentlichkeit und Hilfestellung zu entschärfen.


Im ersten Weltkrieg wurde Amerika der Handel mit europäischen Staaten durch den deutschen U-Boot-Krieg erschwert. Da Amerika deshalb nicht mehr seinem Interesse in den Welthandel einzutreten nachgehen konnte, trat die USA 1917 dem 1. Weltkrieg bei. Der zweite Punkt des Plans geht genau auf den Aspekt des offenen Handels ein. Daher kann man erschließen, dass die Forderung nach offenen Handelswegen auf dem Meer im direkt Zusammenhang mit dem Seekrieg im ersten Weltkrieg steht. 


Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es viele Staaten, welche der Souveränität eines anderen Staates unterlagen. Der Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn ist ein Beispiel hierfür. Dem amerikanischen Präsidenten lag das Selbstbestimmungsrecht der Völker sehr am Herzen. In mehreren Punkten wird die Souveränität einzelner Staaten thematisiert. Zum Beispiel in den Punkten 7, 12 und 13 von den Entwicklungen der Länder Türkei, Belgiens und Polens gesprochen. Er sieht also vor, dass jede Nation die Möglichkeit bekomme zur Gründung eines autonomen Staates. 


Tipp: 

Wenn du mehr zum ersten Weltkrieg erfahren willst, dann ließ auch unsere Zusammenfassung zur Kriegsschuldfrage. 


Hintergründe zum 14 Punkte Programm


Der 14-Punkte Plan wurde ursprünglich vom amerikanischen Präsidenten vor dem amerikanischen Kongress vorgestellt. Der Politiker sah das 14 Punkte Programm als friedliche Ordnung der europäischen Nationen an, welche es den USA ebenfalls ermöglichen würde ihre Stellung im Welthandel auszubauen. Letztendlich wurde dieses Programm an sich nach dem ersten Weltkrieg nicht direkt umgesetzt. 


Stattdessen sollte nach dem Ersten Weltkrieg in Versaille ein Vertrag von den Siegermächten des Ersten Weltkriegs ausgehandelt werden. Während dieser Friedensverhandlungen, welche 1919 im Versailler Vertrag mündeten, war der 14-Punkte-Plan jedoch genau der Standpunkt, welcher von der USA vertreten wurde. Viele Punkte aus Wilsons 14 Punkte Plan konnten aufgrund Differenzen mit der französischen Regierung nicht durchgesetzt werde. Einige Punkte wiederum wurden zumindest in abgewandelter Form im Versailler Friedensvertrag formuliert. 


Tatsächlich kam es mit dem Versailler Vertrag zur Gründung des Völkerbundes. Den Eintritt lehnte die USA jedoch ab und zog sich folglich außenpolitisch aus Europa zurück. 


Tipp: 

Wenn du mehr zu Thema erfahren willst, ließ auch unsere Zusammenfassung zum Versailler Vertrag



Wilsons 14 Punkte - Das Wichtigste auf einen Blick

  • Programm einer friedlichen Nachkriegsordnung in Europa welches nie direkt umgesetzt wurde


  • 14 Punkte beinhalteten:
  • Die Völker sollten ein Selbstbestimmungsrecht besitzen
  • Transparenz von Diplomatie, offene Handelswege
  • Gründung Völkerbund 
  • Abrüstung auf innenpolitische Notwendigkeit 


Häufig gestellte Fragen zum Thema Wilsons 14 Punkte

Der 14 Punkte Plan ist das Programm einer friedlichen Nachkriegsordnung in Europa. Dieser Plan wurde vom amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson erstellt und sollte in der Nachkriegszeit etabliert werden. 

Woodrow Wilson forderte offenen Handel, das Selbstbestimmungsrecht der Völker, Transparenz von Diplomatie, die Gründung eines Völkerbundes und die Abrüstung auf innenpolitische Notwendigkeit.

Die Amerikaner wollten einen dauerhaften Frieden und Wohlstand erreichen, in dem sie in Europa den Völkerbund etablierten, der als Mittel der Verständigung und der Zusammenarbeit dienen sollte. Zudem sollte Diplomatie öffentlich stattfinden und Handelswege jederzeit offen bleiben.

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