Schlacht von Verdun

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In diesem Artikel erklären wir dir genauer, was die Schlacht von Verdun war und worum es dabei genau ging. Das Thema gehört zum Fach Geschichte und erweitert das Subtopic Erster Weltkrieg. Dazu markiert die Schlacht von Verdun den Höhepunkt der Materialschlachten.


Ein Kurzüberblick über die Schlacht von Verdun


Die Schlacht von Verdun war eine Schlacht während des ersten Weltkriegs zwischen Deutschland und Frankreich. Begonnen hat sie am 21. Februar 1916 durch einen Angriff der Deutschen auf den Festen Platz Verdun in Frankreich und endete am 20. Dezember 1916 mit der Rückeroberung ihres Gebiets durch die Franzosen. Die Schlacht zählt als eine der längsten und verlustreichsten Schlachten des ersten Weltkriegs. 


Der Feste Platz Verdun stellte zusammen mit der französischen Stadt Verdun in Ostfrankreich eine strategische Verteidigungsanlage für die Franzosen dar. 


Die Situation vor der Schlacht von Verdun

Bereits Ende 1915 wurde der Angriff auf deutscher Seite geplant. Ursprünglich für den 12. Februar angelegt, musste dieser aufgrund von schlechten Wetters verschoben werden. Es wurden Geschosse und Kampffliegerabteilungen eingeteilt und das gesamte Gebiet, das man angreifen wollte, aus der Luft fotografiert. Um Luftaufklärung durch Frankreich zu verhindern sowie die gegnerische Seite gar nicht erst auf den Plan aufmerksam zu machen, flogen deutsche Kampfflieger in Schichten Sperre. 


Trotz mehrfacher Warnungen durch den französischen Geheimdienst erkannte Frankreich aber erst am 10. Februar 1916 die Lage und den damit bevorstehenden Angriff und hatte somit nur Zeit für einfache Feldbefestigungen. 



Quelle: https://www.akg-images.com/archive/-2UMEBMBFH6LG.html#/SearchResult&ITEMID=2UMEBMBFH6LG&POPUPPN=1&POPUPIID=2UMEBMBFH6LG


Die Anfänge der Schlacht von Verdun


Nachdem das Wetter am Abend des 20.02.1916 aufklärte, wurde am selben Abend noch die Entscheidung gefällt, am nächsten Morgen anzugreifen.


So wurde am Morgen des 21.02.1916 um 08:12 Uhr deutscher Zeit durch die Oberste Heeresleitung (OHL) eine Granate auf Verdun abgefeuert, das 27km entfernt lag. Direkt danach eröffnete Deutschland mit 1200 Geschützen ein stundenlanges Feuer auf die französischen Stellungen. Um 16:00 Uhr erreicht das Feuer seinen Höhepunkt, als Deutschland ein Trommelfeuer auf Frankreich eröffnet. Da der französische Widerstand trotz der stillen Planung der Deutschen stärker war als erwartet, fielen am ersten Tag etwa 600 Soldaten auf deutscher Seite.


Die nächsten Tage bis zum 25.02.1916 verliefen ähnlich zum ersten Kriegstag. Deutschland eroberte Schritt für Schritt einzelne Orte in Ostfrankreich, bis sie auch das Fort Douaumont erreichen – eine 1885 erbaute Festungsanlage im Verteidigungsgürtel von Verdun. 

Die Eroberung des Forts Douaumont

  • Am 25. Februar bekamen zwei deutsche Regiments den Befehl, sich in der Nähe von Douaumont zu verschanzen, um die Eroberung des Forts Douaumont vorzubereiten.
  • Entgegen des Befehls arbeiteten sich die beiden Regiments eigenmächtig zum Fort Douaumont voran.
  • Gemeinsam drängten sie die französische 37. Division zurück, bis sie am Fort Douaumont ankamen.
  • Ein deutscher Unteroffizier entdeckte einen Schacht, der in das Fort führte.
  • Trotz der Überzahl der französischen Soldaten mit 67 Personen, konnten die 20 deutschen Soldaten das Fort Douaumont einnehmen.
  • Die Eroberung geschah ganz ohne Schüsse und wurde in Deutschland als großer Sieg gefeiert.


Nach der Einnahme des Forts Douaumont wurden am 26.02.1916 noch einige Infanteriewerke des Zwischenwerkes Ouvrage de Hardaumont eingenommen. Dieser Tag sollte auch den letzten Eröffnungstag der Schlacht darstellen.


Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Verdun_Fort_Douaumont_(1616904728).jpg


Die Übernahme durch General Pétain

Am 26. Februar wurde die französische Verteidigung von General Pétain, Oberbefehlshaber der 2. Armee, übernommen. Dieser war französischer Frontkommandant im Grabenkrieg und hatte demnach schon Erfahrung mit den deutschen Gegnern. Sein Plan war, den Sieg des Krieges durch Erschöpfen des Gegners zu erringen.


Er investierte in einen effektiven Nachschub von Geschossen, Munition und Soldaten. Dies war außerhalb der Reichweite der Deutschen nur über die Bar-le-Duc möglich, die später als „La Voie Sacrée“ bekannt wird. 


General Pétain hatte auch den Angriff auf das Fort Vaux erwartet, der am 27. Februar durch das schlesische V. Reservekorps ausgeübt worden war, und die Verteidigung dort verstärkt. Unerwartet auf Seiten der Deutschen, wurde der Angriff dann durch die Franzosen zum Stehen gebracht.


Die Hauptphasen der Schlacht von Verdun

Da die deutsche Offensive bisher nur in den Wäldern und Gräben auf der Ostseite der Maas war, beschlossen sie, ihr Gebiet auch auf die Westseite links der Maas auszubreiten, wo Frankreich bisher seine Front hatte.


So griff Deutschland am 06. März an und gelang auch bis zur Anhöhe „Höhe Toter Mann“ (frz. „Le Mort Homme“). Die westlich der Höhe Toter Mann gelegene „Höhe 304“ (frz. „Côte 304“) wurde auch zum Eroberungsziel der Deutschen. Dies gelang ihnen am 07. März auch – schon am 08. März 1916 wurden sie aber wieder durch einen Gegenangriff zurückgedrängt. Damit waren sie ab dem 14. März unter Kontrolle der Höhe Toter Mann.


Die Schwächung des deutschen Heeres

Die restlichen Tage des März bis Ende Mai bestand die Schlacht nur noch aus Artilleriegefechten, was beide Seiten erschöpfte. Auch die steigende Sommerhitze setzte beiden Seiten zu. Trotz dessen entschied man sich auf deutscher Seite dazu, das Fort Vaux nochmals anzugreifen und zu erobern und bereitete dafür die Artillerie am 01. Juni vor. 


Nach dem Start des Angriffs am 02. Juni und langen blutigen Kämpfen erkämpften sich die Deutschen Stück für Stück das Fort Vaux, bis die Franzosen am 07. Juni aufgaben und sich 250 Soldaten einschließlich des Kommandanten des Forts Vaux, Sylvain Eugène Raynal, in Gefangenschaft der Deutschen begaben. Die Eroberung des Forts Vaux forderte auf beiden Seiten eine große Zahl gefallener Soldaten.


Die letzte deutsche Offensive

Trotz der wenigen einsatzfähigen Soldaten, die auf deutscher Seite übrig waren, entschied man sich für einen Großangriff mit drei weiteren Angriffszielen auf Frankreich. Etwa 30.000 Mann wurden am 21. Juni 1916 mit Granaten ausgestattet und sollten am 23. Juni das Fort de Souville, das Ouvrage de Thiaumont sowie das Dorf Fleury-devant-Douaumont einnehmen. 


Unvorbereitet auf die Verwendung von Granaten, wurden die Franzosen beim Angriff auf Fleury überwältigt und das Dorf fast ganz eingenommen. Thiaumont konnte ganz eingenommen werden, doch die geschwächten Truppen mussten dem Gegenangriff der Franzosen zurückweichen, weswegen Thiaumont wieder verloren wurde. Für die Einnahme von Souville waren die Truppen der Franzosen den Deutschen überlegen, weswegen dieser Angriff stecken blieb. Indes hatten die Franzosen auch in der Luft die Überhand über die deutschen Fliegerstaffeln genommen. 



Trotz der immer nachteilhafteren Lage der deutschen Truppen und der Unterstützung durch die Briten auf französischer Seite, wurde für den 11. Juli 1916 ein letzter Angriff beschlossen. Die Ziele lagen diesmal beim Fort Souville, St. Michel und Belleville. Die Ausstattung mit Gasgranaten hatte nicht den Effekt auf die Franzosen, wie erhofft, da diese schützende Gasmasken trugen. Viel mehr schafften die Granaten für die Deutschen selber Probleme, da diese selbst keine Gasmasken trugen und das Gas durch den Westwind wieder in die deutschen Stellungen geweht wurde, was viele Tote forderte.

Bei dieser letzten deutschen Offensive konnte Fleury zwar ganz eingenommen werden, die eigentlichen Ziele mit Fort Souville, St. Michel und Belleville, konnte man nicht mehr einnehmen.


So wurde noch am selben Tag beschlossen, jegliche Offensive einzustellen, in der Hoffnung, Frankreich würde den Deutschen gleichtun. 


Die französische Offensive und das Ende der Schlacht

In den folgenden Monaten wurde es ruhiger an der Front zwischen Frankreich und Deutschland und man hatte in Deutschland die Hoffnung, die Franzosen hätten Verdun tatsächlich als ruhige Front abgestuft.


Am 24. Oktober 1916 wurde erst Fleury von Frankreich massiv angegriffen. Unvorbereitet seitens der Deutschen, konnten die Franzosen bis Douaumont vordringen, wo sie dann durch die Abwehr der gegnerischen Seite zum Stehen kamen. Indes wurde im Fort Douaumont ein Lazarett eingerichtet, was sich vor allem auf die Ausstattung mit Verbänden der Verwundeten konzentrierte. Dieses wurde am selben Tag durch den Beschuss durch französische Mörser komplett zerstört und tötete alle Anwesenden. Auch ein Feuer brach aus, was letztendlich fast alle deutschen Soldaten zur Rückkehr zwang. Die überlebenden 28 Soldaten, die hinterblieben waren, wurden von den Franzosen in Gefangenschaft genommen.


Nach ihrer Rückeroberung von Fort Douaumont starteten die Franzosen am 02. November auch einen weiteren Angriff auf das Fort Vaux. Da die deutschen Soldaten kaum noch Unterstützung an der Front hatten, sahen diese sich letztendlich auch zum Rückzug gezwungen. Damit hatte Frankreich mit dem Fort Douaumont und dem Fort Vaux zwei wichtige Festungen wieder zurückerobert.


Ein letzter Angriff wurde von den Franzosen am 16. Dezember am Ufer rechts der Maas durchgeführt, der die Deutschen auch drei Kilometer zurückdrängte. Am 20. Dezember wurde auch seitens Frankreich die Offensive eingestellt, was gleichzeitig das Ende der ganzen Schlacht darstellt.


Die Auswirkungen der Schlacht von Verdun

Eine genaue Zahl der Gefallenen gibt es durch die teilweise chaotischen und brutalen Umstände nicht. Schätzungen zufolge wurden auf beiden Seiten im Laufe der Schlacht etwa 1.200.000 Mann eingesetzt, wovon insgesamt etwa 700.000 bis 800.000 – auf französischer Seite war der Verlust geringfügig höher - entweder während der Schlacht oder durch ihre Folgen (Gasvergiftungen, Selbstmord, etc.) verstorben sind.


Bis heute wird die Schlacht von Verdun durch ihre Intensität und die Anzahl der gebrauchten Geschütze und Truppen sowie der Toten als einer der Höhepunkte des ganzen ersten Weltkriegs angesehen. Die damals umkämpften Gebiete haben sich immer noch nicht von diesem Jahr erholt und sichtbar sind immer noch Explosionskrater der Granaten. Im Erdreich finden sich auch jetzt vor allem noch Blindgänger, Gewehre und menschliche Knochen. Im ganzen Kampfgebiet gibt es zahlreiche Friedhöfe und Denkmäler für Soldaten beider Seiten.


Eines der Schlachtfelder heute:


(Quelle: Von Oeuvre personnelle - Photographie personnelle prise près de l'ossuaire de Douaumont, ., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2218997)


Die Schlacht von Verdun – alles Wichtige auf einen Blick!


  • Die Schlacht von Verdun begann am 21. Februar 1916 durch einen lang geplanten Angriff der Deutschen auf die Franzosen und endete am 20. Dezember 1916 mit der Rückeroberung durch Frankreich.
  • Während der Schlacht wurden die zwei wichtigen Festungen Fort Douaumont und Fort Vaux durch Deutschland eingenommen, von Frankreich aber in der zweiten Hälfte wieder zurückerobert.
  • Trotz der kontinuierlichen Schwächung des deutschen Heeres erhielt man die deutsche Offensive bis zum 11. Juli 1916 aufrecht.
  • Am 24. Oktober 1916 begann die Offensive und damit die Zeit der Rückeroberung durch Frankreich, welche etwa zwei Monate anhielt.
  • Nach einem letzten Angriff am 16. Dezember stellte auch Frankreich ihre Offensive am 20. Dezember 1916 ein. Dies bedeutete das Ende der Schlacht von Verdun.
  • Insgesamt forderte die Schlacht von Verdun an die 800.000 Tote und zählt bis heute als verlustreichste und brutalste Schlacht des ganzen ersten Weltkriegs. Sie hat damit eine große symbolische Bedeutung gewonnen.


Nun solltest du dich mit der Schlacht von Verdun bestens auskennen. Wenn dich andere Themen zum ersten Weltkrieg interessieren, kannst du gerne auf den anderen Seiten bei StudySmarter vorbeischauen!

Finales Schlacht von Verdun Quiz

Frage

Wann begann der 1. Weltkrieg

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Antwort

28. Juli 1914

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Frage

Wann endete der 1. Weltkrieg


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Antwort

11. November 1918 mit dem Waffenstillstand zwischen Deutschland und den alliierten Siegermächten Frankreich, Großbritannien und den USA

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Frage

Womit begann der 1. Weltkrieg?

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Antwort

Mit der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien

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Frage

Wie viele Soldaten starben im ersten Weltkrieg?

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Antwort

Im Ersten Weltkrieg starben zehn Millionen Soldaten und über zwanzig Millionen wurden verwundet.

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Frage

Wie unterscheidete sich der 1. Weltkrieg von anderen Kriegen im Hinblick auf die eingesetzten Waffen? 

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Antwort

Im 1. Weltkrieg kamen „moderne“ Waffen zum Einsatz wie Panzer, Maschinengewehre, Flammenwerfer, Flugzeuge oder U-Boote. 


Stellungskrieg, „Material-“ und „Abnutzungsschlachten“ oder die Verwendung von Giftgas kennzeichneten eine neue Art von Krieg

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Frage

Wieso bezeichnet man den Ersten Weltkrieg als ersten "totalen Krieg"?

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Antwort

Weil der Erste Weltkrieg die gesamte Bevölkerung der kriegführenden Mächte einbezog


Strategien wie die alliierte Seeblockade oder das „Hilfsdienstgesetz“ von 1916, das alle Männer zwischen 17 und 60 Jahren zur Arbeit in der Rüstungsindustrie oder einem kriegswichtigen Betrieb verpflichtete, hatten unmittelbare Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung.

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Frage

Wann trat die USA in den Ersten Weltkrieg ein? 

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Antwort

Die USA trat 1917 in den Ersten Weltkrieg ein 

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Frage

Nenne politische Folgen des Ersten Weltkriegs

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Antwort

  • Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich wurden aufgelöst. Aus ihrem „Erbe“ entstanden neue Staaten wie die Tschechoslowakei, Jugoslawien oder die Türkei.
  • Die Zarenherrschaft in Russland wurde bereits 1917 erst durch eine bürgerliche, dann durch die bolschewistische Revolution beseitigt
  • In Deutschland schließlich wurde die Monarchie von einer parlamentarischen Demokratie abgelöst.
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Frage

Welches Attentat gilt als Auslöser des ersten Weltkriegs?

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Antwort

Das Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 in Sarajevo

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Frage

Wem gehörten die Attentäter auf Franz Ferdinand an? 

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Antwort

Der Attentäter gehörte zu einer serbischen Geheimgesellschaft, die gegen die Herrschaft Österreich-Ungarns auf dem Balkan kämpfte und Anspruch auf die von Serben bewohnten Gebiete innerhalb des Vielvölkerstaats erhob.

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Frage

Was war das Ziel der österreichischen Regierung nach der Ermordung des österreichischen Thronfolgers?


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Antwort

Nach der Ermordung des österreichischen Thronfolgers wollten die meisten Mitglieder der österreichischen Regierung die Gelegenheit ergreifen, Serbien als mutmaßlichem Drahtzieher durch einen Krieg eine Lektion zu erteilen.

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Frage

Wie unterstützte Deutschland Österreich-Ungarn während der Julikrise im Umgang mit Serbien? 

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Antwort

Am 5. Juli 1914 sicherte das Deutsche Reich Österreich- Ungarn seine volle Unterstützung (auch im Angriffsfall) zu und stellte damit seinem Bündnispartner einen „Blankoscheck“ für sein weiteres Vorgehen gegen Serbien aus.

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Frage

Wann stellte Österreich Serbien ein Ultimatum? 

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Antwort

Am 23. Juli 1914 stellte Österreich Serbien ein auf 48 Stunden begrenztes Ultimatum mit weitreichenden Forderungen, die stark in die serbische Souveränität eingriffen.

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Frage

Akzeptierte Serbien das Ultimatum?

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Antwort

Die serbische Regierung akzeptierte wider Erwarten fast alle Bedingungen, nur mit der Mitwirkung österreichischer Beamter an der Aufklärung des Attentats war man nicht einverstanden

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Frage

Wie reagierte Österreich auf die serbische Antwort auf das Ultimatum?

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Antwort

Die österreichische Regierung betrachtete das Ultimatum als gescheitert und erklärte Serbien am 28. Juli 1914 den Krieg.

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Frage

Was ist mit dem Automatismus der Bündnisverpflichtung im Ersten Weltkrieg gemeint? 

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Antwort

  • Russland war Verbündeter Serbiens
  • Frankreich war Verbündeter Russlands
  • Deutschland war Verbündeter Österreichs 


Durch die Bündnisse wurde aus einem regionalen Konflikt ein Konflikt aller europäischen Territorialmächte 

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Frage

Wann erklärte das deutsche Reich Frankfreich und Russland dn Krieg? 

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Antwort

Das deutsche Reich forderte Russland und Frankreich ultimativ auf, die Mobilmachung zu stoppen bzw. im Kriegsfall neutral zu bleiben. 


Nachdem die Ultimaten verstrichen waren, erklärte die deutsche Regierung am 1. August Russland und am 3. August Frankreich den Krieg

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Frage

Warum erklärte Großbritannien Deutschland den Krieg? 

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Antwort

Deutschland marschierte gemäß dem Schlieffen-Plan in das neutrale Belgien ein.

Das britische Königreich garantierte die Neutralität und erklärte am 4. August Deutschland den Krieg. 

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Frage

Was sagt der "Kriegsschuldartikel" im Versailler Vertrag aus?

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Antwort

Der „Kriegsschuldartikel“ 231 des Versailler Vertrags schrieb dem Deutschen Reich und seinen Verbündeten die Alleinschuld am Kriegsausbruch zu.

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Frage

Wieso hatte Deutschland eine entscheidende Verantwortung für den Ausbruch des Ersten Weltkriegs?

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Antwort

Man hatte in Berlin kein großes Interesse an einer diplomatischen Lösung des Konflikts gezeigt und eine solche teilweise sogar sabotiert. 


So trugen der „Blankoscheck“, die Ultimaten an Russland und Frankreich oder die Unterordnung der Diplomatie unter die Zwänge der militärischen Planungen maßgeblich zur Eskalation der Julikrise bei.

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Frage

Was waren die Kriegsziele des Deutschen Reichs?

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Antwort

  • dauerhafte Ausschaltung von Frankreich als europäische Großmacht
  • Vormachtstellung in Mitteleuropa
  • Schwächung Russlands und Abdrängung in den Osten


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Frage

Was waren die Kriegsziele Frankreichs?

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Antwort

  • Revanche für 1870/71, Rückgewinnung von Elsass-Lothring
  • Ausschaltung Deutschlands als europäische Großmacht
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Frage

Was waren die Kriegsziele Russlands?

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Antwort

  • Auflösung des Osmanischen Reichs und Österreich-Ungarns
  • Kontrolle über Polen, Konstantinopel, die Dardanellen und den Bosporus
  • Vormachtstellung in Osteuropa
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Frage

Was waren die Kriegsziele Großbritanniens?

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Antwort

  • machtpolitische Eindämmung Deutschlands
  • Wiederherstellung Belgiens
  • Zerschlagung des deutschen Kolonialreichs
  • Erhalt des europäischen Gleichgewichts
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Frage

Was waren die Kriegsziele des Österreich-Ungarns?

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Antwort

  • • Ausweitung des Einflusses auf den Balkan 
  • Schwächung Russlands
  • Bestrafung Serbiens
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Frage

Was waren die Kriegsziele der Reichsregierung?

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Antwort

Das „Septemberprogramm“ zielte auf eine Ausschaltung Frankreichs als europäische Großmacht und auf eine wirtschaftliche Hegemonie Deutschlands in Europa ab. 


Dazu sahen seine Aufzeichnungen die Annexion Luxemburgs, der lothringischen Industriegebiete sowie eines Teils der französischen Kanalküste vor. 


Belgien sollte ein abhängiger Vasallenstaat werden. Frankreich wollte man zu hohen Kriegsentschädigungen verpflichten, um es dauerhaft zu schwächen

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Frage

Welche Staaten bildeten die Mittelmächte?

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Antwort

  • Deutschland und Österreich-Ungarn
  • Verbündete: Osmanisches Reich und seit 1915 Bulgarien
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Frage

Welche Staaten bildeten das Triple-Entente?

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Antwort

Frankreich, Großbritannien und Russland

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Frage

Welche Seite besaß im Ersten Weltkrieg über mehr Soldaten? 

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Antwort

Die Alliierten der Triple-Entente verfügten über ungefähr anderthalbmal so viele Soldaten wie das Deutsche Reich und Österreich-Ungarn



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Frage

Beschreibe den Krieg an der Westfront

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Antwort

In der Folge erstarrte der Krieg im Westen zum verlustreichen Stellungskrieg


Beim Versuch, gegnerische Schützengräben zu stürmen, starben Hunderttausende von Soldaten beider Seiten, ohne dass nennenswerte Gebietsgewinne erzielt worden wären.

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Frage

War der Schlieffen-Plan erfolgreich? 

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Antwort

Nein. Der deutsche Angriff konnte jedoch in der sogenannten Schlacht an der Marne (5. bis 12. September 1914), ungefähr 60 km nördlich von Paris, gestoppt werden. Damit war der Schlieffen-Plan gescheitert.

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Frage

Wann trat Italien in den Ersten Weltkrieg ein? Auf welcher Seite?

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Antwort

Italien trat 1915 auf der Seite der Entente in den Krieg ein

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Frage

Wie verlief der Krieg an der Ostfront?

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Antwort

  • Da Russland 1914 seine Truppen schneller mobilmachen konnte als erwartet, marschierten russische Armeen in Ostpreußen und ins österreichisch-ungarische Galizien ein. 
  • Nach anfänglichen Verlusten und Niederlagen für die Mittelmächte konnten die gegnerischen Truppen in der Schlacht bei Tannenberg aufgehalten werden (26. bis 30. August 1914). 
  • Nach 1915 entwickelte sich aber auch der Krieg im Osten immer mehr zum Stellungskrieg.
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Frage

Wann zog sich Russland aus den Ersten Weltkrieg zurück? Wieso?

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Antwort

Um ihre Macht zu sichern und der Kriegsmüdigkeit der Bevölkerung sowie der Soldaten zu begegnen, akzeptierte die bolschewistische Revolutionsregierung im Jahr 1917 ein Friedensangebot von deutscher Seite

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Frage

Wieso trat die USA in den Ersten Weltkrieg ein? 

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Antwort

Aufgrund des uneingeschränkten U-Boot-Krieg auch gegen Schiffe neutraler Staaten seitens Deutschlands

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Frage

Welche Rolle spielten die Kolonien für Frankreich und Großbritannien?

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Antwort

Für Frankreich und Großbritannien dienten die eigenen Kolonien vor allem als Basis für Nachschub und für die Rekrutierung von insgesamt ca. 3 Millionen Soldaten.

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Frage

Wann wurde im Ersten Weltkrieg zum ersten Mal Giftgas eingesetzt?

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Antwort

1915 wurde erstmals von deutscher Seite Giftgas verwendet, eine Waffe, die die Atemwege der Opfer verätzte oder sie erblinden ließ.

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Frage

Wieso wird der Kampf an der Westfront auch als "Materialschlacht" bezeichnet? 

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Antwort

Die Kämpfe um diese Schützengräben waren von einer bis dahin unvorstellbaren Massierung von Artilleriefeuer auf die gegnerischen Stellungen gekennzeichnet, um den folgenden Infanterieangriff vorzubereiten

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Frage

Wie viele Soldaten starben bei der Schlacht von Verdun?

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Antwort

In der Schlacht um Verdun (Februar bis Dezember 1916) starben über 700.000 Soldaten

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Frage

Wie viele zivile Opfer hatte der Erste Weltkrieg in Deutschland?

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Antwort

Über 750.000

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Frage

Nenne neue Waffen im Ersten Weltkrieg

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Antwort

  • Zeppeline, Flugzeuge
  • U-Boote
  • schwere Artillerie (z. B. Granat-, Minenwerfer) 
  • Maschinengewehre
  • Flammenwerfer
  • Giftgas
  • Tanks (Panzer)
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Frage

Charakterisiere die Kriegsführung im Ersten Weltkrieg

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Antwort

  • Einsatz von Massenheeren
  • anonymer, entpersönlichter Kampf
  • defensiver Stellungskrieg
  • „Ausbluten“ des Gegners durch „Material-“ und „Abnutzungsschlachten“
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Frage

Was war das "Kriegsfhilfsdienstgesetz" und wann trat es in Kraft?

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Antwort

Seit Ende 1916 wurden im Deutschen Reich mit dem „Kriegshilfsdienstgesetz“ alle Männer zwischen 17 und 60 Jahren, die noch nicht eingezogen waren, zur Arbeit verpflichtet.

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Frage

Wann fand der "Streckrübenwinter" satt?

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Antwort

Spätestens seit dem „Steckrübenwinter“ 1916/17 war der Kriegsalltag großer Teile der deutschen Bevölkerung von Hunger und Mangelernährung bestimmt. 

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Frage

Wie viele Menschen starben in Deutschland an den Folgen des Hungers?

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Antwort

Ungefähr 700 000 Menschen – vornehmlich alte und schwache Personen sowie Kinder – starben bis Kriegsende an den Folgen des Hungers.

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Frage

Wieso litten Arbeiter unter der wirtschaftlichen Entwicklungen während dem Ersten Weltkrieg? 

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Antwort

Weil deren Lohnerhöhungen von den Preissteigerungen weit übertroffen wurden.

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Frage

Wer profitierte von der wirtschaftlichen Entwicklung im ersten Weltkrieg?

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Antwort

Zu den Nutznießern der wirtschaftlichen Entwicklung gehörten vor allem Bevölkerungsschichten, die über Sachwerte oder Grundbesitz verfügten. 


In besonderer Weise profitierten deutsche Großunternehmen, vor allem die Rüstungsproduktion sowie andere kriegswichtige Wirtschaftszweige, von der Kriegswirtschaft

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Frage

Bestand im Sommer 1914 Kriegsbegeisterung in Deutschland?

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Antwort

Nein. Das sogenannte August-Erlebnis einer massenhaften Kriegsbegeisterung betraf – anders als viele Bilder es vermitteln – nur eine Minderheit der Bevölkerung.

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Frage

Wieso gab es trotz fehlender Kriegsbegeisterung keine große Opposition gegenüber den Kriegsaktivitäten?

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Antwort

Da die Reichsleitung den Krieg als Verteidigungskrieg dargestellt hatte, waren viele Deutsche allerdings davon überzeugt, dass man zusammenstehen müsse, um die vermeintlichen Angreifer geschlossen abzuwehren.

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Frage

Was ist die "Dolchstoßlegende"?

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Antwort

Die Dolchstoßlegende besagt, dass das deutsche Heer im Felde unbesiegt geblieben, aber von der Heimat im Stich gelassen worden sei. 


Durch Streiks, Sabotage und Revolution habe die „Heimatfront“ (je nach politischer Absicht Arbeiter, Sozialisten, Kommunisten oder Juden) das Heer hinterrücks „erdolcht“ und zu Fall gebracht.

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