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Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage bezüglich einer bestimmten Ware zusammen. Dabei kann ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage herrschen, das man auch Marktgleichgewicht nennt. Bei einem solchen Gleichgewicht wird genau die Menge an Gütern nachgefragt, die angeboten wird. Diese Menge wird dann als Gleichgewichtsmenge bezeichnet und der Preis, zu dem diese Menge angeboten wird, ist der Gleichgewichtspreis. Das Zustandekommen…
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Jetzt kostenlos anmeldenAuf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage bezüglich einer bestimmten Ware zusammen. Dabei kann ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage herrschen, das man auch Marktgleichgewicht nennt. Bei einem solchen Gleichgewicht wird genau die Menge an Gütern nachgefragt, die angeboten wird. Diese Menge wird dann als Gleichgewichtsmenge bezeichnet und der Preis, zu dem diese Menge angeboten wird, ist der Gleichgewichtspreis.
Das Zustandekommen dieses Gleichgewichts ist in der Realität jedoch selten der Fall. Und wenn die Nachfrage nach einem bestimmten Gut das Angebot übersteigt, entsteht ein Nachfrage-Überhang.
Nachfrage: Unter Nachfrage versteht sich die Gütermenge, die die Konsumenten zu einem bestimmten Preis kaufen wollen.
Angebot: Das Angebot ist die Gütermenge, die von den Erzeuger*innen zu einem bestimmten Preis angeboten wird.
In der Praxis stellt sich selten eine Gleichgewichtsmenge oder ein Gleichgewichtspreis ein. Das liegt daran, dass dafür die folgenden Voraussetzungen gelten müssten, die in der Regel nicht komplett erfüllbar sind:
Mehr zu dem Gleichgewicht auf einem Markt, dem Gleichgewichtspreis und der Gleichgewichtsmenge erfährst Du in unserer Erklärung zum Marktgleichgewicht.
Bei einem Nachfrageüberhang befindet sich der Markt in einem Zustand des Ungleichgewichtes. Der Nachfragende möchte zu einem niedrigen Preis mehr Produkte kaufen als die, die der Anbietende bereit ist, zu produzieren. Die Konsumenten können dann nicht die Menge an Gütern kaufen, die sie gerne kaufen würden. Je tiefer der Preis ist, zu dem die angebotenen Güter verkauft werden, desto höher ist der Nachfrageüberschuss.
Ein Nachfrageüberhang entsteht dann, wenn auf einem Markt die Nachfrage nach einem bestimmten Gut das Angebot übersteigt. Es werden nämlich mehr Güter nachgefragt als die, die die Anbieter zu einem bestimmten Preis herstellen bzw. anbieten.
Wenn Du annimmst, Avocados würden nur 0,50 € kosten, dann würde die Nachfrage nach Avocados rasant steigen. Nachfragende, die zuvor eher etwas anderes konsumiert haben, würden nun anfangen, Avocados zu konsumieren. So profitieren sie von dem niedrigen Preis. Zu diesem Preis würde jedoch kaum noch jemand Avocados anbauen. Dadurch kommt es zu einem Nachfrageüberhang – die Nachfrage nach Avocados ist höher als das Angebot.
Wenn möglich, werden deshalb die Preise für Avocados angehoben. Daraus resultieren zwei Effekte: Bei einem höheren Preis werden wieder mehr Avocados angeboten und die Kunden kaufen wieder weniger Avocados. Der Preis wird so lange angehoben, bis sich das Marktgleichgewicht wieder einstellt und genau so viele Avocados angeboten werden, wie die Konsumenten nachfragen.
Es existiert nicht nur die Option, dass die Nachfrage auf dem Markt das Angebot übersteigt. Ein umgekehrter Überhang ist ebenso möglich. Das bedeutet, das Angebot auf einem Markt übersteigt die Nachfrage.
Diese Gründe sprechen für einen Angebotsüberhang:
Bei einem Nachfrageüberhang steigen die Preise. Umgekehrt sinken die Preise bei einem Angebotsüberhang.
Avocados kosten in diesem Fall 10 €. Die Anbietenden sind gereizt, Avocados anstelle von anderen Gütern zu produzieren, um von den hohen Preisen profitieren zu können. Die Nachfrage nach Avocados würde jedoch aufgrund des hohen Preises sinken.
Manchmal werden Angebotsüberhänge künstlich unterdrückt. Das bedeutet, dass Lebensmittel einfach vernichtet werden.
Ein Nachfrageüberhang entsteht dann, wenn der Marktpreis nicht im Gleichgewicht ist, sondern unter dem Gleichgewichtspreis liegt. Daraus resultiert eine Knappheit an Gütern. Diese treibt die Anbieter dazu an, die Preise zu erhöhen, bis wieder ein Gleichgewichtspreis herrscht und somit das Marktgleichgewicht wieder hergestellt ist.
Auf freien Märkten kann ein kurzfristiger Nachfrageüberhang entstehen. Das geschieht beispielsweise, wenn die Nachfrage aus gewissen Gründen innerhalb von kurzer Zeit stark ansteigt oder das Angebot rasant sinkt. Aufgrund von steigenden Preisen wird sich dieser Nachfrageüberhang aber schnell wieder zurückbilden.
Bei einem freien Markt unterliegen Angebot und Nachfrage nur der staatlichen Wettbewerbspolitik, ansonsten können sie sich frei entfalten.
Es gibt allerdings auch Märkte mit verbindlichen Höchstpreisen. Das bedeutet, dass der Staat einen Höchstpreis für ein bestimmtes Gut oder eine Dienstleistung festlegt. In diesem Fall können die Anbieter ihre Preise trotz des Nachfrageüberhangs nicht erhöhen und die Nachfrage übersteigt das Angebot längerfristig.
Der Staat legt Höchstpreise fest, um Konsumenten vor übermäßig hohen Preisen zu schützen. Sie werden vor allem in Zeiten des wirtschaftlichen Mangels festgelegt, damit gewährleistet werden kann, dass die Verbraucher*innen weiterhin mit lebensnotwendigen Gütern und Dienstleistungen versorgt werden.
Ruf Dir noch einmal das Beispiel der Avocados in den Kopf. Angenommen, der Gleichgewichtspreis für Avocados läge bei 2,00 €. Der Staat hat jedoch einen Höchstpreis von 1,50 € festgelegt. In diesem Fall wäre es nicht möglich, das Marktgleichgewicht wieder herzustellen.
Aktuell wird über die Höchstpreise für Benzin oder Diesel diskutiert. Damit hast Du auch ein gegenwärtiges und sehr exklusives Beispiel für Höchstpreise.
Durch die staatlich verordneten Höchstpreise kommt es oft zu Nachfrageüberhängen. Dadurch können Schwarzmärkte entstehen, auf denen die Güter zu höheren Preisen gehandelt werden als vom Staat erlaubt. Diese Märkte haben Erfolg, da Unternehmen bei einem Nachfrageüberschuss aufgrund der sinkenden Gewinne ihre Produktion verringern oder einstellen müssen. Um Schwarzmärkten entgegenzuwirken, muss der Staat Maßnahmen ergreifen.
Als Beispiel für solche Maßnahmen kannst Du Dir die zwangsweise Verpflichtung der Unternehmen vorstellen, lebensnotwendige Güter zu produzieren oder zu rationieren. Das kann z. B. durch die Ausgabe von Bezugsscheinen oder Lebensmittelmarken geschehen.
Da Nachfrageüberhänge unwirtschaftlich sind, ist es wichtig, einen Preis zu finden, bei dem die Anbieter genau so viel produzieren, wie von den Konsumenten nachgefragt wird, damit ein Marktgleichgewicht bzw. Gleichgewichtspreis wieder herrschen.
Exogen bedeutet, dass etwas von äußeren Ursachen beeinflusst wird. Exogene Variablen sind nämlich die Variablen, die den Nachfrageüberhang von außen beeinflussen.
Der Nachfrageüberhang ist in der Regel nicht einzig und allein auf den Preis zurückzuführen. Andere Gründe können unter anderem sein:
Setzt sich im Inland ein bestimmter Trend durch, so steigt die Nachfrage nach einem Gut auch beim gleichen Preis. Ist der Trend vorbei, dann fällt die Nachfrage wieder.
Ein aktueller Trend ist eine vegetarische oder vegane Ernährung. Dadurch steigt die Nachfrage nach Fleischersatzprodukten. Diese werden momentan sehr teuer gehandelt und es kommen immer mehr Anbieter hinzu.
Bei einem Nachfrageüberhang befindet sich der Markt nicht im Gleichgewicht. Die Nachfrage nach bestimmten Gütern übersteigt die Menge, die von den Anbietern produziert oder angeboten wird.
Der Nachfrageüberhang hat negative Folgen für die Konsumenten. Ein Nachfrageüberhang entsteht häufig durch günstige Preise. Zu diesen günstigen Preisen wollen die Produzenten jedoch nicht produzieren oder anbieten. Die Anzahl der Produzenten geht zurück und die Preise steigen. Dadurch steigt das Angebot und die Nachfrage sinkt.
Ein Nachfrageüberhang entsteht dann, wenn der Marktpreis unter dem Gleichgewichtspreis liegt. Die Nachfrage steigt, da die Konsumenten Produkte und Dienstleistungen zu günstigen Preisen erwerben können.
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