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Französische Verfassung 1791

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Französische Verfassung 1791

In diesem Artikel erklären wir dir die Französische Verfassung von 1791.

Dieses Thema gehört zu dem Fach „Geschichte” und erweitert das Thema der Nationalstaatsbildung Frankreichs.

Wir erläutern in den folgenden Abschnitten, wie es zu der Französischen Verfassung kam und wie sich das Leben in Frankreich dadurch geändert hat. Am Ende dieses Kapitels bekommst du einen Überblick über die wichtigsten Punkte zur Französischen Verfassung 1791.

Wichtige Stichworte im Überblick:

  • Nationalversammlung

  • Konstitutionelle Monarchie

  • Gewaltenteilung

Hintergründe zur Französischen Verfassung von 1791

Im Überblick:

  • In Frankreich herrscht der Absolutismus unter Ludwig XVI.

  • 3 Stände-Gesellschaft

  • Ballhausschwur -> Nationalversammlung wird gebildet

  • Nationalversammlung soll eine Verfassung erarbeiten

König Ludwig XVI herrschte seit 1774 mit Absolutismus in Frankreich. Frankreich war ein Land ohne Verfassung

und Rechte für seine Bürger. Hungersnot und Unzufriedenheit plagten das einfache Volk.

Die feudale Ständegesellschaft teilte die Bürger in 3 Schichten.

  • 1.Stand: Klerus (Geistliche)

  • 2.Stand: Adel

  • 3.Stand: Handwerker, Bauern

Die ersten beiden Stände hatten Sonderrechte. 95% der Bevölkerung gehörten den 3. Stand an und hatten keine Rechte.

Die Ständegesellschaft erschwerte das Leben der Bürger. Während die ersten beiden Stände steuerbefreit waren,

hatte der 3.Stand mit hohen Steuern und teure Lebensmittelpreise zu kämpfen.

Nach ihrem jahrelangen Leiden forderte das einfache Volk bessere Lebensbedingungen und eine politische Mitbestimmung.

Der Weg zur Verfassung:

Die Unruhen und gewalttätigen Auseinandersetzungen zeigten, dass Frankreich bereit für eine Revolution war.

25 Jahre nach Ludwigs Krönung zum König rebellierte das Volk und der Verlauf der Revolution weckte

die Hoffnung auf ein gerechteres Leben.

  1. Am 5.Mai 1789 rief der König die Generalstände, um seine finanzielle Probleme zu lösen.

  2. Am 17. Juni 1789 ernannte sich der 3.Stand zur Nationalversammlung. Als Gemeinwohl wollten sie über das Schicksal Frankreichs bestimmen.

  3. Am 20.Juni 1789 kam es in Versailles zum Ballhausschwur (Link zum Ballhausschwur?).

  4. Am 14.Juli 1789 stürmte das Volk das Pariser Gefängnis, die Bastille (Link Sturm der Bastille). Dieser Tag gilt als der Anfang der Französischen Revolution.

  5. Am 26. August 1789 verabschiedet die verfassunggebende Nationalversammlung die Menschen- und Bürgerrecht (Link Erklärung der Menschen-und Bürgerrechte) mit 17 Artikeln.

  6. Ab Oktober 1789 galten für alle Bürger die Menschen- und Bürgerrechte.

  7. Am 20.Juni 1791 versuchte der König zu fliehen, aber sein Fluchtversuch war nicht erfolgreich und er wurde gefangen genommen.

  8. Am 3. September 1791 erhielten die Menschen eine neue Verfassung.

Mit der “ersten Revolution” provozierten die Bürger also einen Wandel und erhielten dadurch die eine gesellschaftliche Änderung. Am 3. September 1791 verabschiedete die Nationalversammlung, als Vertretung des Gemeinwohls, die neue Verfassung und machte Frankreich zu einer konstitutionellen Monarchie (Eine Regierung, die ein politisches Mitbestimmungsrecht erlaubt).

Was war der Inhalt der Verfassung von 1791?

Im Überblick:

  • Ende der Absolutistischen Monarchie

  • Nun: Konstitutionelle Monarchie -> Wahlrecht für Aktivbürger

  • Aktivbürger sind: Männlich, mindestens 25 Jahre alt, haben ein Steueraufkommen von mind. 3 Livre

  • Aktivbürger wählen Beamte und Richter und Wahlmänner -> indirektes Wahlsystem

  • Großer Nachteil: Veto-Recht für den König

  • Gewaltenteilung in

    • Exekutive

    • Legislative

    • Judikative

Durch die Verfassung öffneten sich für die Bürger neue Wege. Ludwig XVI. verlor dadurch sein Königreich und Macht.

Er war an der Verfassung gebunden und regierte mit der Nationalversammlung. Nun stand er nicht mehr allein über dem Gesetz. Auch er musste sich durch die neue Verfassung an die Gesetze halten.

Auch wenn der Weg zur Verfassung ein großer Schritt für die Menschen war, galten die Gesetze nicht für jeden Bürger.

Frauen und Sklaven durften die Vorteile der neuen Verfassung nicht nutzen. Sie hatten auch nicht das Recht zu wählen,

da Frankreich das Zensuswahlrecht eingeführt hatte.

Um wählen zu können, musste man ein Aktivbürger sein:

  • Geschlecht: Männlich

  • Alter: Mindestens 25 Jahre

  • Steueraufkommen: 3 livre (damalige Währung in Frankreich)

Die Aktivbürger wählten die sogenannten Beamten und Richter. Sie bestimmten auch die Wahlmänner, die wiederum die Abgeordneten für die Nationalversammlung wählten. Dieser Prozess wird als indirektes Wahlsystem bezeichnet.

Voraussetzungen, um ein Abgeordneter zu sein:

  1. Man brauchte ein Grundbesitz.

  2. Ein Steueraufkommen von mindestens 54 Livres.

Die Gewaltenteilung in 3 Bereiche:

Eine Gewaltenteilung sollte das “neue” Frankreich formen. Frankreich ließ sich von Montesquieu (französischer Philosoph) inspirieren. Seine Idee, die politische Macht in 3 unabhängige Bereiche einzuteilen, hatte das Ziel, die Regierung besser unter Kontrolle zu haben.

  • Exekutive (ausführende Gewalt): Der König wählte die Minister, die die Verwaltung kontrollieren.

  • Legislative (gesetzgebende Gewalt): Die Nationalversammlung bestimmte mit Gesetzen undkontrollierte die Minister und das Berufungsgericht.

  • Judikative (rechtsprechende Gewalt): Das Hoch-und Berufungsgericht kontrollierte die Judikative.

Durch ein Vetorecht konnte der König gegen die Gesetzentwürfe der Legislative ein Veto einlegen und hatte so das letzte Wort.

via wikipedia.org

Die Nachteile der Verfassung:

Die Nationalversammlung schaffte 1791 eine Grundlage für ein besseres Leben für das einfache Volk, aber es war keine Garantie für politische Mitbestimmung. Die sogenannten Passivbürger waren, ohne großes Einkommen, mittellos. Nur das Großbürgertum konnte sich eine eigene Meinung in der Politik “erkaufen”.

Dadurch kam es 1793 durch die Sansculottes.

Wie lange bestand die Verfassung?

Im Überblick:

  • König Ludwig nutzt Veto-Recht sehr oft -> Unmut im Volk

  • Aufstand der Sansculottes August 1792

  • Nationalversammlung wird aufgelöst --> Terrorherrschaft der Jakobiner

König Ludwig XVI arbeitete heimlich mit dem Ausland, um seine alleinige Autorität und Macht zurückzubekommen. Er versuchte 1791 nach Varennes zu fliehen. Sein Fluchtversuch scheiterte und das Volk reagierte wütend und protestierte im August 1792. Es kam zu einem blutigen Kampf bei dem mehrere Tausend Menschen starben. Als Konsequenz wurde der König verhaftet und es wurde eine neue Volksvertretung gewählt, die eine republikanische Verfassung verabschieden sollte. Das war das Ende der Nationalversammlung.

Tipp: Wenn du mehr zu den Aufständen im Herbst 1792 lesen willst, schau mal in unseren Artikel über die Sansculottes!

Das wichtigste zur Französischen Verfassung 1791 auf einen Blick

  • Die Französische Verfassung sicherte den Menschen 1791 ein neues Leben.

  • Durch die konstituelle Monarchie entstand eine Gewaltenteilung und die Macht des Königs reduzierte sich auf die Executive.

  • Eingeschränkt durch das Zensuswahlrecht hatte nicht jeder Bürger das Recht zu wählen.Die reichen Bürger hatten einen größeren, politischen Einfluss.

    • Frauen und Sklaven hatten kein Wahlrecht

  • Die Verfassung konnte nicht alles halten, was sie versprach: Es herrschte immer noch Ungerechtigkeit und Armut.

  • König Ludwig XVI hielt an der Idee des Absolutismus fest und wollte ins Ausland fliehen.

  • Nach der dem Aufstand der Sansculottes 1792 kam es zur Schreckensherrschaft von Maximilien Robespierre/ den Jakobinern.

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