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Wiedervereinigung Deutschland

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Wiedervereinigung Deutschland

In diesem Artikel geht es um die Wiedervereinigung Deutschlands. Du erfährst alles über die Ausgangslage der beiden deutschen Staaten und ihre Beziehung. Außerdem erfährst du, wie es durch die Montagsdemonstrationen zur friedlichen Revolution und letztendlich zum Mauerfall kam. Schließlich lernst du, welcher Weg vom Mauerfall zur Wiedervereinigung geführt hat.

Wiedervereinigung Deutschland Zusammenfassung

Mit dem Zweiten Weltkrieg kam es zur Teilung Deutschlands. Somit war auch die deutsche Einheit vorerst Geschichte. Es wurden die beiden Staaten DDR und BRD gegründet, welche als zwei deutsche Staaten 45 Jahre lang auf deutschem Gebiet koexistierten. Mit den Jahren kam es immer mehr zur Abgrenzung der beiden Staaten.

Wiedervereinigung Deutschland Zusammenfassung Karte Deutschland von 1949-1990 StudySmarterAbbildung 1: Deutschland 1949-1990

Obwohl sich die Bürger*innen, auch nach der Gründung der beiden Staaten, weiterhin einen einheitlichen deutschen Staat wünschten, wurden verschiedene Maßnahmen unternommen um dies zu verhindern. Unter anderem wurde die Berliner Mauer gebaut, die die beiden Bevölkerung räumlich voneinander trennen sollte.

Der Mauerbau 1961 verschärfte also die Abgrenzung, denn die Mauer trennte die Stadt Berlin in Westen und Osten und war 155km lang. Sie war 4,2 Meter hoch und durch Stacheldraht so gut wie unüberwindbar für die Bürger*innen. Zudem gab es Beobachtungstürme, von denen aus die Mauer den ganzen Tag überwacht wurde.

Immer wieder kam es zu Fluchtversuchen der Bürger*innen der DDR. Sie versuchten dem diktatorischen Regime zu entfliehen. Die meisten Fluchtversuche scheiterten jedoch und wurden oft mit dem Tod oder der Einweisung in ein Stasigefängnis bestraft.

Die Mauer machte die Unterschiede der beiden Staaten DDR und BRD klar. Die Staaten waren in ihrer politischen Orientierung von Grund auf verschieden. Bei der BRD handelte es sich einen demokratischen Staat, der sich an den westlichen Staaten orientierte und bei der DDR um eine Diktatur, die dem Ostblock und somit der Sowjetunion zugewandt war.

Weitere interessante Artikel findest Du auch in der Gründung der BRD und der Gründung der DDR.

Deutsch-Deutsche Beziehungen

Wie bereits angeschnitten war das Verhältnis zwischen BRD und DDR nach Errichtung der beiden deutschen Staaten angespannt.

Mit der jeweiligen Orientierung am West- oder Ostblock wurde auch der Kalte Krieg zwischen USA und Sowjetunion in Deutschland ausgetragen. In Deutschland trafen die beiden ambivalenten Ideologien aufeinander. Unter der Legislaturperiode Konrad Adenauer orientierte sich die BRD zunehmend am Westen und versuchte freundschaftliche Beziehungen, unter anderem mit Frankreich, aufzubauen. Auch die DDR konzentrierte sich zunächst auf den Osten.

Der Nachfolger von Konrad Adenauer war der Politiker Willy Brandt, welcher im Jahr 1969 zum vierten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt wurde. Der neue Bundeskanzler betrieb eine „Neue Ostpolitik“, welche den Anfang der beginnenden Entspannung des Verhältnisses zwischen BRD und DDR bildete.

Ein weiterer Schritt der Entspannung zwischen Ost- und Westblock war die Reformpolitik Gorbatschows. Sie war nach dem Motto „Glasnost und Perestroika“ aufgebaut.

Perestroika: Neugestaltung des politischen Systems/ Modernisierung

Glasnost: Transparenz im Bezug auf die Zielsetzung der sowjetischen Regierung

Politische Wende im Osten

Mit der Reformpolitik veränderte sich die politische Lage der DDR in den 1980er-Jahren. Der sowjetische Politiker lockerte den Einfluss der Sowjetunion auf die Teilnehmer-Staaten des Warschauer-Pakts und erlaubte Modernisierung. Durch seine Politik war es somit auch der DDR möglich freie Wahlen abzuhalten und die Grenzen zu öffnen.

Wenn du noch mehr interessante Details zum Thema erfahren willst, lies auch unseren Artikel zu Perestroika und Glasnost.

Jedoch weigerte sich das SED-Regime der DDR gegen diese Modernisierung, da man der Bevölkerung nicht mehr Freiheiten gewähren wollte. In Folge kam es im Osten Deutschlands, der DDR, zu einer großen Unzufriedenheit.

Wiedervereinigung Deutschland - Montagsdemonstrationen

Die Unzufriedenheit und Ungerechtigkeit, die die Bürger*innen der DDR empfanden, galt der SED-Regierung und dem politischen System der DDR, welches keine Modernisierung zuließ. Schließlich entschlossen sich Bürgerinnen und Bürger auf die Straße zu gehen und für mehr Freiheiten zu demonstrieren. Dabei forderten die Demonstrierenden demokratische Wahlen, das Ende des SED-Regimes, Reisefreiheit sowie die Abschaffung der Staatssicherheit.

Ihren Ursprung hatten die Montagsdemonstrationen in Leipzig. Dort fanden vor der Nikolaikirche bereits ab 1988 vereinzelt kleinere Demonstrationen statt. Da diese montags abgehalten wurden bezeichnete man sie als „Montagsdemonstrationen“.

Von Leipzig aus schwappten die friedlichen Protestaktionen auch auf andere Standorte über. Die Montagsdemonstrationen fanden immer mehr Anhänger unter den DDR-Bürger*innen.

Die Unterdrückungsversuchen der SED durch die Stasi blieben erfolgslos, weshalb die Anzahl der Teilnehmer bei den Demonstrationen immer weiter anstieg. Schließlich wurden die Montagsdemonstrationen zu Massenprotesten.

Am 6. November 1989 demonstrierten bereits 500.000 Menschen allein in Leipzig.

Bei einer solchen Anzahl an Demonstrierenden musste die SED-Regierung schließlich klein bei geben, da der Druck zu hoch geworden war. Es kam zur friedlichen Revolution der DDR, welche durch die Demonstranten der Montagsdemonstrationen angeführt war. Das SED-Regime kündigte politische Neuerung an, setzte Erich Honecker mitsamt der SED-Führung ab und öffnete in Folge die Grenzen.

Wenn du weitere spannende Artikel zu den Montagsdemonstrationen und der friedlichen Revolution lesen willst, dann schau dir auch unsere Artikel hierzu an.

Mauerfall: Datum

Bei einer TV-Übertragung verkündete der Sekretär für Informationswesen der SED, Günter Schabowski versehentlich falsche Informationen. Obwohl der Beschluss noch nicht durch war, verkündete er, dass alle Bürger*innen der DDR ab sofort in die BRD ausreisen dürften.

Dies hatte zur Folge, dass tausende Menschen die Mauer stürmten. Am 9. November 1989 kam es zum Mauerfall zwischen Ost- und Westberlin. Um 23:30 Uhr fiel die Mauer und die Menschen konnten sich frei zwischen Ost- und West bewegen.

Voraussetzungen des Einigungsprozesses

Am 23. November 1989 veröffentlichte der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl ein Zehn-Punkte-Programm, welches er als eine Art Anleitung der Deutschen Wiedervereinigung präsentierte. Die 10 Programmpunkte sollten Schritt für Schritt zur Wiedervereinigung führen.

Das Zehn-Punkte-Programm beinhaltete:

  1. Humanitäre Sofortmaßnahmen an die Bürger*innen der DDR
  2. Wirtschaftliche Unterstützung im Aufbau der Infrastruktur
  3. Zusammenarbeit DDR und BRD, sowie Abschaffung alten politischen Systems der DDR
  4. Zusammenarbeit und Bildung von Vertragsgemeinschaften
  5. Konföderative Strukturen
  6. Vereinigung Deutschlands als Zeichen für die Vereinigung Europas
  7. Beitritt von reformorientierter Ostblockstaaten in die europäische Gemeinschaft
  8. Forcierung der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa
  9. Abrüstung und Rüstungskontrolle
  10. Deutsche Einheit

Wenn du mehr über die Rolle Helmut Kohls als „Kanzler der Einheit“ erfahren möchtest, dann lies auch unseren Artikel zu Helmut Kohl.

Die deutsche Regierung brauchte auch noch den Segen der Sowjetunion, um einen eigenständigen Staat aufzubauen. Der Politiker Gorbatschow machte der Deutschen Bundesregierung am 10. Februar 1990 das Zugeständnis, dass BRD und DDR selbst wissen sollten, welchen Weg sie gehen wollten.

Wahlen in der DDR

In der DDR stand man vor einer offenen Zukunft, da die Regierung durch die friedliche Revolution abgesetzt worden war. Außerdem blieb die Frage der Wiedervereinigung offen. In einer Wahl 1990 sollten die Bürger*innen nun in ersten freien und geheimen Wahlen ihre Stimme zur deutschen Einheit abgeben.

Obwohl der DDR-Politiker Hans Modrow Vorsitzender des Ministerrates war und seine Regierungsbeteiligung im Januar 1990 vorschlug, sowie das Parlament der DDR erst im Mai zu wählen, wurden die Wahlen aufgrund des ausgesprochenen Drucks auf den 18. März 1990 vorverlegt.

Bei den Wahlen bildeten einige Parteien politische Vereinigungen, um mehr Wähler für sich zu gewinnen. So schloss sich auch das Neue Forum, die Initiative Frieden und Menschenrechte sowie Demokratie zum Bündnis 90 zusammen. Die CDU, die Deutsche Soziale Union und Demokratischer Aufbruch bildeten die Allianz für Deutschland.

Bei der Wahl am 18. März gingen 90% der DDR-Bürger*innen wählen, was eine außerordentlich hohe Wahlbeteiligung darstellte. Letztendlich gewann knapp die Allianz, wodurch die Mehrheit der DDR-Bevölkerung für die deutsche Wiedervereinigung stimmte.

Deutsch-Deutsche Verträge zur Wiedervereinigung Deutschlands

Da nun die Bürger*innen Deutschlands über die deutsche Zukunft entschieden hatten, konnten erste Verträge die zur Wiedervereinigung führen sollten ausgearbeitet werden.

Am 1. Juli 1990 wurde die gemeinsame Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion von BRD und DDR geschaffen. Dieser war der erste deutsche Staatsvertrag, welcher zwischen den beiden deutschen Staaten geschaffen wurde. Unter anderem wurde D-Mark als alleiniges Zahlungsmittel eingeführt und die Übernahme der Wirtschafts- und Sozialordnung der BRD in der DDR festgelegt. Der deutsch-deutsche Vertrag wurde von den beiden Finanzministern in Bonn unterzeichnet. Als die Volkskammer und der Bundestag dem Vertrag zustimmten war der erste Schritt zu deutschen Einheit getan.

Es folgte der Einigungsvertrag am 31. August 1990. An diesem Tag unterzeichneten der Bundesinnenminister Schäuble und DDR-Staatssekretär Krause den deutsch-deutschen Einigungsvertrag. Dies war der zweite deutsche Staatsvertrag, welcher die Verteilung der Umsatzsteuererlöse, die Verwaltungshilfe für die neuen Länder, die Kulturförderung, das Rundfunkwesen und vieles mehr regelte.

Die Zwei-plus-Vier-Verhandlungen

Im Mai 1990 wurden die Vertragsverhandlungen des 2+4-Vertrags eingeleitet. Hierbei trafen sich Vertreter der beiden deutschen Staaten BRD und DDR, sowie Vertreter Frankreichs, Großbritanniens, der Sowjetunion und der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde ein Vertrag ausgearbeitet, der die Souveränität Deutschlands festlegen sollte.

Der Vertrag beinhaltete folgende Forderungen:

1. Im Vertrag war eine Zahlung von 20 Milliarden D-Mark an die wirtschaftlich abgeschlagene Sowjetunion festgelegt. Dafür sollte die Sowjetunion ihre Truppen aus Deutschland abziehen.

2. Die polnische Oder-Neiße-Linie sollte als Grenze anerkannt werden.

3. Zudem soll das wiedervereinigte Deutschland Mitglied der NATO werden. Außerdem musste Deutschland seine Truppenstärke reduzieren.

4. Außerdem sollte das politische System der BRD übernommen werden.

Im Gegenzug für diese Forderungen legte die Sowjetunion, sowie Frankreich, Großbritannien und die USA alle Vorbehaltsrechte auf Deutschland nieder. Deutschland erhielt somit die volle Souveränität.

Nach anfänglichen Verhandlungsschwierigkeiten wurde der 2+4-Vertrag letztendlich am 12. September 1990 in Moskau unterzeichnet. Dieser ebnete den Weg für die deutsche Wiedervereinigung.

Tag der Deutschen Einheit

Letztendlich beschloss man die DDR der BRD anzuschließen und somit das politische System der BRD für Gesamtdeutschland zu übernehmen. Fast ein Jahr nach dem Mauerfall kam es somit am 3. Oktober 1990 zur Wiedervereinigung Deutschlands. Die deutsche Einheit war mit diesem Ereignis neu entfacht.

Bis heute wird am Tag der Deutschen Einheit die Wiedervereinigung Deutschlands vom 3. Oktober 1990 gefeiert. In ganz Deutschland ist dieser Tag als „Feiertag“ deklariert. Man feiert, dass die DDR durch den Einigungsvertrag der BRD beitrat und die deutsche Teilung, welche 45 Jahre anhielt, letztendlich aufgehoben wurde.

Wiedervereinigung Deutschland: Folgen

Die deutsche Wiedervereinigung war ein historisches Ereignis mit weitreichenden Auswirkungen vor allem für Europa. Deutschland war nach 45 Jahren der Teilung erstmals wieder ein souveräner Staat und die deutsche Nation vereint.

Nach der Wiedervereinigung mussten Entscheidungen für das gesamte Deutschland getroffen werden. Mit der Wiedervereinigung musste die deutsche Regierung Entscheidungen für ganz Deutschland treffen und stand in der Verantwortung die Unterschiede zwischen Ost- und West auszugleichen.

Erste gesamtdeutsche Wahlen

Am 14. Oktober 1990 fanden die ersten gesamtdeutschen Wahlen statt, bei denen die CDU die stärkste Fraktion wurde. Später, am 20. Dezember trat das erste gesamtdeutsche Parlament im Berliner Reichstag zusammen.

Was trennt Ost und West heute?

Obwohl die Wiedervereinigung heute schon lange her ist und die neue Generation Deutschland nur als „vereinigt“ kennt, gibt es auch heute noch Aspekte die Ost- und Westdeutschland trennen. Nach mehr als 30 Jahren der Einheit gibt es auch heute noch Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland.

Im Osten Deutschlands ist beispielsweise die Arbeitslosigkeit deutlich höher als in Westdeutschland. Die Arbeitslosenrate betrug 2019 im Osten 6,9% und im Westen 4,8%.

Zudem kann ein Einkommensgefälle in zwischen Osten und Westen festgestellt werden. Bei einer Umfrage von 2013 betrug das Bruttogehalt in Westdeutschland im Schnitt 3.577€, während es in Ostdeutschland dagegen nur 2.691€ betrug. Auch das Weihnachtsgeld wurde in Westdeutschland in rund 57% der Fälle ausgezahlt, während es in Ostdeutschland nur in 40% der Fälle ausgezahlt wurde.

Heutzutage gibt es noch immer Vorurteile zwischen Ost und West. Zum Beispiel haben viele west-deutsche Bürger*innen auch noch Vorurteile gegenüber dem sächsische Dialekt, da er unter anderem mit den DDR-Offizieren oder Walter Ulbricht in Verbindung gebracht wird, welcher einen besonders starken sächsischen Akzent sprach.

Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung brachte weitere erschreckende Ergebnisse hervor. In der Umfrage wurde deutsche Bürger*innen aus Ost- und Westdeutschland 30 Jahre nach der Wiedervereinigung zur deutschen Einheit befragt. 2020 gaben die Bürger*innen an, ob es heutzutage egal ist, ob man aus West- oder Ostdeutschland kommt. Hierbei stimmten nur 55% der Westdeutsche für „Ja“ und 38% der Ostdeutschen.

Außerdem antworteten 60% der Ostdeutschen, dass sie sich heute als Bürger*innen zweiter Klasse in Deutschland fühlten.

Zudem wurden die Befragten nach ihrer Meinung zu der Aussage „Manche Dinge haben in der DDR besser funktioniert und hätten in das vereinigte Deutschland übernommen werden sollen“ gefragt. Hierbei stimmten 48% der Westdeutschen und 84% der Ostdeutschen zu.

Anhand der Statistiken kann man also erkennen, dass viele Aspekte der Wiedervereinigung innerhalb Deutschlands sehr unterschiedlich empfunden werden. Interessant ist auch, dass in Ostdeutschland eine Mehrheit ihre Herkunft aus dem Osten als Teil ihrer Identität ansieht, während dies im Westen keine große Rolle mehr spielt.

Wiedervereinigung Deutschland - Das Wichtigste

  • Die Montagsdemonstrationen der Bürger*innen der DDR führten zu friedlicher Revolution, welche die Möglichkeit der deutschen Einheit eröffnete, da die Berliner Mauer am 9. November 1989 fiel.
  • Am 1. Juli 1990 wurde die gemeinsame Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion von BRD und DDR geschaffen.
  • Am 31. August 1990 folgte der deutsche Einigungsvertrag, welcher die deutsche Einigung festlegte.
  • Mit der Unterzeichnung des 2+4-Vertrags am 12. September stimmten auch die Alliierten des Zweiten Weltkriegs der deutschen Einigung und der deutschen Souveränität zu.
  • Am 3. Oktober 1990 wurde die DDR der BRD angeschlossen und das politische System der BRD für das vereinigte Deutschland übernommen.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Wiedervereinigung Deutschland

Am 3. Oktober 1990 kam es zur Wiedervereinigung Deutschlands, als die DDR der BRD angeschlossen wurde. Auch heute feiert man den 3. Oktober noch als „Tag der deutschen Einheit“.

Zur deutschen Wiedervereinigung führte der politische Wandel der BRD und DDR während der 1980er-Jahre. Die beiden Staaten näherten sich wieder an und mit der friedlichen Revolution wurde die Möglichkeit der deutschen Einheit geschaffen. Letztendlich führte die Bildung der deutsche Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion, sowie die Unterzeichnung des Einigungsvertrags und des 2+4-Vertrags zur Wiedervereinigung Deutschlands.

Der deutsche Einigungsvertrag wurde am 31. August 1990 vom Bundesinnenminister Schäuble der BRD und dem DDR-Staatssekretär Krause unterzeichnet.

Finales Wiedervereinigung Deutschland Quiz

Frage

Nach wie viel Jahren der deutschen Teilung kam es zur deutschen Einheit?

Antwort anzeigen

Antwort

45 Jahre

Frage anzeigen

Frage

Wieso kam es zum Mauerfall?

Antwort anzeigen

Antwort

Durch die friedliche Revolution der DDR-Bürger wurde die DDR-Regierung unter Druck gesetzt zu handeln und die Berliner Mauer zu öffnen.
Bei einer TV-Übertragung verkündete der Sekretär für Informationswesen der SED, Günter Schabowski versehentlich falsche Informationen. Obwohl der Beschluss noch nicht durch war, verkündete er, dass alle Bürger*innen der DDR ab sofort in die BRD ausreisen dürften.

Dies hatte zur Folge, dass tausende Menschen die Mauer stürmten und am 9. November 1989 die Mauer zwischen Ost- und Westberlin fiel. 

Frage anzeigen

Frage

Wann fanden die ersten freien und geheimen Wahlen in der DDR statt?

Antwort anzeigen

Antwort

Am 18. März 1990 fanden die ersten freien und geheimen Wahlen in der DDR statt. 

Frage anzeigen

Frage

Welches Wahlergebnis zeigte die Wahl vom 18. März aus der DDR?

Antwort anzeigen

Antwort

Bei der Wahl am 18. März gewann knapp die Allianz, ein Zusammenschluss aus der CDU, der Deutsche Soziale Union und der Partei „Demokratischer Aufbruch“. Diese Wahlentscheidung hatte Einfluss auf die Wiedervereinigung, da sich die Parteien für die deutsche Einheit einsetzten. Somit hatte die Mehrheit der DDR-Bevölkerung auch für die deutsche Wiedervereinigung gestimmt  

Frage anzeigen

Frage

Welche Verträge führten zur deutschen Einheit?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Bildung der deutschen Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion am 1. Juli 1990
  • der deutsche Einigungsvertrag am 31. August 1990
  • der 2+4-Vertrag vom 12. September 1990
Frage anzeigen

Frage

Von welchen Politikern wurde der deutsch-deutsche Einigungsvertrag unterzeichnet?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Einigungsvertrag wurde am 31. August 1990 vom Bundesinnenminister Schäuble und DDR-Staatssekretär Krause unterzeichnet. 

Frage anzeigen

Frage

Wann fanden die ersten gesamtdeutschen Wahlen statt?

Antwort anzeigen

Antwort

24. Oktober 1990

Frage anzeigen

Frage

Was war das Ergebnis der ersten gesamtdeutschen Wahlen?

Antwort anzeigen

Antwort

Am 14. Oktober 1990 fanden die ersten gesamtdeutschen Wahlen statt, bei denen die CDU die stärkste Fraktion wurde. 

Frage anzeigen

Frage

In welchen Aspekten unterscheiden sich Ost- und Westdeutschland heute noch?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Einkommen der Bürger*innen
  • Arbeitslosigkeitsrate 
  • Empfinden der deutschen Einheit 
Frage anzeigen

Frage

Welcher deutsche Politiker steht für die „Neue Ostpolitik“ und die zunehmende Entschärfung des Konflikts zwischen Ost und West?

Antwort anzeigen

Antwort

Willy Brandt

Frage anzeigen

Frage

Wann wird der “Tag der deutschen Einheit“ gefeiert?

Antwort anzeigen

Antwort

Am 3. Oktober wird jährlich der Tag der deutschen Einheit gefeiert, da a, 3. Oktober 1990 die DDR der BRD sozusagen „beitrat“ und Deutschland nach 45 Jahren der Teilung erstmals wieder vereinigt war. 

Frage anzeigen

Frage

Wann wurde die Berliner Mauer gebaut und welchen Nutzen hatte sie?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Berliner Mauer wurde 1961 gebaut und trennte die Stadt Berlin in Westen und Osten. Sie war 155km lang und 4,2 m hoch. Der unüberwindbare Wall sollte die Bürger*innen daran hindern von Ostberlin nach Westberlin zu flüchten. 

Frage anzeigen

Frage

Wo hatten die „Montagsdemonstrationen“ ihren Ursprung?

Antwort anzeigen

Antwort

Ihren Ursprung hatten die Montagsdemonstrationen in Leipzig. Dort fanden vor der Nikolaikirche bereits ab 1988 vereinzelt kleinere Demonstrationen statt die sich gegen das politische System der DDR richteten. 

Frage anzeigen

Frage

​Wie viel Prozent der Bürger*innen Ostdeutschlands stimmten bei einer Umfrage 2020 der Aussage „Manche Dinge haben in der DDR besser funktioniert und hätten in das vereinigte Deutschland übernommen werden sollen“ zu?

Antwort anzeigen

Antwort

84%

Frage anzeigen

Frage

Mit welchem Zugeständnis machte der Politiker Gorbatschow die deutsche Einigung möglich?

Antwort anzeigen

Antwort

Gorbatschow machte der Deutschen Bundesregierung am 10. Februar 1990 das Zugeständnis, dass BRD und DDR selbst wissen sollten, welchen Weg sie gehen wollten.

Frage anzeigen

Frage

Was versteht man unter den Montagsdemonstrationen?

Antwort anzeigen

Antwort

Friedliche Protestaktionen gegen das SED-Regime in der DDR.

Frage anzeigen

Frage

Was riefen die Demonstranten bei den Montagsdemonstrationen?

Antwort anzeigen

Antwort

"Wir sind das Volk!"

Frage anzeigen

Frage

Wie hieß die größte und älteste Kirche Leipzigs?

Antwort anzeigen

Antwort

Nikolaikirche

Frage anzeigen

Frage

In welchem Jahr fanden die ersten Friedensgebete vor der Nikolaikirche an?

Antwort anzeigen

Antwort

1982

Frage anzeigen

Frage

Was wurde von den Demonstrierenden gefordert?

Antwort anzeigen

Antwort

Neue demokratische Wahlen

Frage anzeigen

Frage

Wann fand die Montagsdemonstration am Dresdener Haupbahnhof statt?

Antwort anzeigen

Antwort

4. September 1989

Frage anzeigen

Frage

Wann kam es zum ersten offiziellen Massenprotest in Leipzig?


Antwort anzeigen

Antwort

9. Oktober 1989

Frage anzeigen

Frage

Wie viele Menschen nahmen am ersten offiziellen Massenprotest in Leipzig teil?

Antwort anzeigen

Antwort

130.000 Menschen

Frage anzeigen

Frage

Wie viele Flyer wurden am 9. Oktober verteilt?

Antwort anzeigen

Antwort

25.000

Frage anzeigen

Frage

In welchen anderen Städten fanden ebenso Montagsdemonstrationen statt?

Antwort anzeigen

Antwort

Dresden

Frage anzeigen

Frage

Wann fand die friedliche Revolution statt?

Antwort anzeigen

Antwort

1989

Frage anzeigen

Frage

Wie hieß der letzte Parteiführer der SED?

Antwort anzeigen

Antwort

Egon Krenz

Frage anzeigen

Frage

Wie wird die friedliche Revolution 1989 auch genannt?

Antwort anzeigen

Antwort

Wende

Frage anzeigen

Frage

Wer führte die SED vor Egon Krenz an?

Antwort anzeigen

Antwort

Erich Honecker

Frage anzeigen

Frage

Wann wurde die Wahlfälschung des SED-Regimes erkannt?

Antwort anzeigen

Antwort

7. Mai 1989

Frage anzeigen

Frage

Über welche Länder flüchteten die DDR-Bürger in die Bundesrepublik?

Antwort anzeigen

Antwort

Polen

Frage anzeigen

Frage

An welchem Tag fand die Pressekonferenz durch Günter Schabowski statt?

Antwort anzeigen

Antwort

9. November 1989

Frage anzeigen

Frage

In welchem Jahr fand die offizielle Wiedervereinigung Deutschlands statt?

Antwort anzeigen

Antwort

1989

Frage anzeigen

Frage

Wie lange war Deutschland durch die Mauer in Ost und West getrennt?

Antwort anzeigen

Antwort

28 Jahre

Frage anzeigen

Frage

Wann wurde die Mauer gebaut?

Antwort anzeigen

Antwort

In der Nacht vom 12. auf den 13. August 1961.

Frage anzeigen

Frage

Wann begann die sogenannte Wende des geteilten Deutschlands?

Antwort anzeigen

Antwort

Im Jahr 1989.

Frage anzeigen

Frage

Wie wehrten sich die Bürgerinnen und Bürger der DDR gegen die Regierung?

Antwort anzeigen

Antwort

mit den Montagsdemonstrationen

Frage anzeigen

Frage

Was waren die Montagsdemonstrationen?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Montagsdemonstrationen waren friedliche Proteste hauptsächlich in der DDR, bei denen die Beteiligten das Ende der staatlichen Kontrolle, eine demokratische Regierung und unter anderem auch die Reisefreiheit (vor allem in den Westen) verlangten.

Frage anzeigen

Frage

Wie reagierte die DDR-Regierung auf die Montagsdemonstrationen?

Antwort anzeigen

Antwort

Alle Versuche der DDR-Regierung, die Demonstrierenden einzuschüchtern und den Status quo beizubehalten, scheiterten. Deshalb sahen sie sich genötigt den Bürgerinnen und Bürgern entgegenzukommen und verfassten ein neues Reisegesetz.

Frage anzeigen

Frage

Wann wurde das neue Reisegesetz entworfen?

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Antwort

Zwischen dem 08. und 09. November 1989.

Frage anzeigen

Frage

Was besagten die beiden folgenden Sätze aus dem Reisegesetz vom 09. November 1989?

"Privatreisen nach dem Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen (Reiseanlässe und Verwandtschaftsverhältnisse) beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt."

Antwort anzeigen

Antwort

Das bedeutete Reisefreiehit für alle Bürgerinnen und Bürger der DDR.

Frage anzeigen

Frage

In welchem Zusammenhang fiel die Mauer?

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Antwort

Während einer Pressekonferenz.

Frage anzeigen

Frage

Wer sagte den bekannten Satz: "Das tritt nach meiner Kenntnis... ist das sofort, unverzüglich."?

Antwort anzeigen

Antwort

Günter Schabowski

Frage anzeigen

Frage

Was passierte nach der Pressekonferenz?

Antwort anzeigen

Antwort

Tausende Menschen aus Ostdeutschland strömten zu den Grenzübergängen, vor allem in Ost-Berlin.

Frage anzeigen

Frage

Welcher Grenzübergang öffnete zuerst?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Grenzübergang Bornholmer Straße in Ost-Berlin.

Frage anzeigen

Frage

Wann war die Wiedervereinigung Deutschlands?

Antwort anzeigen

Antwort

03. Oktober 1990

Frage anzeigen
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