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Erich Honecker

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Erich Honecker

Vorwärts immer, rückwärts nimmer! – Erich Honecker

Dieses Zitat wird dem Politiker Erich Honecker zugeschrieben. In diesem Artikel lernst du wer Erich Honecker war, was er gemacht hat, warum er die deutsche Geschichte – besonders die der DDR – geprägt hat und was es mit diesem Zitat auf sich hat!

Wer war Erich Honecker?

Erich Honecker zählte zu den einflussreichsten kommunistischen Politikern in der DDR. Er lebte vom 25. August 1912 bis zum 29. Mai 1994. In der DDR hatte er die beiden höchsten Ämter in Partei und Staat inne.

Jugend des Erich Honecker

1912 wurde Erich Honecker in Neunkirchen geboren. Als Sohn eines Bergarbeiters lebte er während seiner frühen Kindheit im nahe liegenden Arbeiterviertel Wiebelskirchen. Sein Vater Wilhelm Honecker war ebenfalls politisch aktiv. Zuallererst war sein Vater ein SPD-Mitglied (Sozialdemokratische Partei Deutschlands). Während des Ersten Weltkriegs wechselte der Vater von Erich Honecker zur Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD).

Beeinflusst durch das politische Engagement seines Vaters, trat Erich Honecker 1922 in die Kommunistische Kindergruppe in Wiebelskirchen ein. Vier Jahre später wurde Honecker ein Mitglied im Kommunistischen Jugendverband Deutschlands (kurz: KJVD). Außerdem trat er 1930 der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) bei. Trotzdem begann Honecker nach seiner Schulzeit erstmal eine Ausbildung als Dachdecker. Die Ausbildung brach er jedoch vorzeitig ab und begann ein Studium an der Internationalen Lenin-Schule in Moskau.

Erich Honeckers politische Laufbahn

Nachdem er sein Studium abgeschlossen hatte, arbeitete Erich Honecker als Bezirksleiter des KJVD im Saarland. 1933 erfolgte jedoch die Machtübernahme und Gleichschaltung der Nationalsozialisten. Das nationalsozialistische Regime ließ politische Gegner verfolgen und verhaften, dazu gehörten auch die Kommunisten.

Weil das Saarland zu dieser Zeit nicht zu Deutschland gehörte, konnte Erich Honecker seine politische Tätigkeit zunächst fortführen. Gegen eine Wiederangliederung an das Deutsche Reich setzte er sich vehement ein. Trotzdem wurde das Saarland 1935 nach der Saarabstimmung an Deutschland angegliedert. Deshalb floh Honecker nach Frankreich. 1935 reiste er unter dem falschen Namen “Marten Tjaden” nach Berlin, um den Widerstand gegen das NS-Regime durch den KJVD zu organisieren und dort Parteiarbeit zu betreiben.

Jedoch wurde Honecker im Dezember 1935 von der Gestapo verhaftet und 1937 zu 10 Jahren Haftstrafe verurteilt, welche er im Zuchthaus Brandenburg-Görden verbrachte. Im April 1945 wurde er durch die Rote Armee befreit. Daraufhin reiste er nach Berlin und wurde der Gruppe Ulbricht zugeteilt. Sein politischer Aufstieg begann in der Nachkriegszeit.

Die Gruppe Ulbricht war eine Gruppe von deutschen, kommunistischen Politikern, welche von der Sowjetunion beauftragt wurden den Sozialismus in der sowjetischen Besatzungszone aufzubauen. Beispielsweise kümmerten sie sich um die Neuorganisation des öffentlichen Lebens, der Verwaltung Berlins und der Gründung von kommunistischen Parteien, Gewerkschaften und Organisationen.

Erich Honecker DDR

1946 war Erich Honecker an der Begründung des Verbandes der Freien Deutschen Jugend (FDJ) beteiligt. Im gleichen Jahr wurde er Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED), welche sich später zur staatstragenden Partei der DDR entwickelte.

1949 kam es zur deutschen Teilung und Gründung der DDR. Honecker war bis 1955 Vorsitzender der FDJ und hatte damit die wichtigste Position der Jugendorganisation inne. Dieses Amt ermöglichte ihm in das Zentralkomitee der SED aufzusteigen. Während der 1950er Jahren machte sich Honecker politisch zunehmend einen Namen. Zwischen 1955 und 1956 ließ er sich an einer Parteihochschule in Moskau ausbilden.

In den darauffolgenden Jahren übernahm Erich Honecker die Verantwortung für Militär- und Sicherheitsfragen im SED-Politbüro. Weil er Leiter dieses Amtes war, hatte er einen entscheidenden Anteil an dem Bau der Berliner Mauer 1961 und dem Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze. Erich Honecker wurde zu einem immer einflussreicheren Politiker, indem er seinen ehemaligen FDJ-Genossen zu wichtigsten Positionen in der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands verhalf.

„Die Mauer wird so lange bleiben, wie die Bedingungen nicht geändert werden, die zu ihrer Errichtung geführt haben. Sie wird auch noch in 50 und auch in 100 Jahren noch bestehen bleiben, wenn die dazu vorhandenen Gründe nicht beseitigt sind.“ – Erich Honecker

Erich Honecker Politik DDR - Rolle als Generalsekretär

Am 3. Mai 1971 wurde Erich Honecker der Generalsekretär des Zentralkomitees der SED und löste damit Walter Ulbricht ab. Den Vorsitz der SED hatte er bis 1989 inne. Man kann sagen, dass Erich Honecker ab 1976 der Partei- und Staatschef der SED war, weil er 1976 auch zum Vorsitzenden des Nationalen Verteidigungsrates und Ministerrates ernannt wurde.

Unter Willy Brandt und seiner Ostpolitik hatten sich die Verhältnisse zwischen den beiden deutschen Staaten entspannt. Jedoch beendete Erich Honecker während seiner ersten Regierungsjahre diese Entspannungspolitik.

Von 1969 bis 1974 war Willy Brandt Bundeskanzler der BRD und leitete eine Neue Ostpolitik zur Annäherung mit der DDR ein.

Honecker unterzeichnete 1973 die Schlussakte von Helsinki bei der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE). Somit wurde die DDR genauso wie die BRD als völkerrechtliches Mitglied in die UNO aufgenommen. Daraufhin proklamierte Erich Honecker 1974 die DDR als eine eigenständige „sozialistische Nation“. Höhepunkt war der offizielle Staatsbesuch Honeckers 1987 bei Bundeskanzler Helmut Kohl (Bundeskanzler der BRD von 1982 bis 1998) in Bonn.

Vorwärts immer, rückwärts nimmer! – Erich Honecker

Erich Honecker sagte dieses Zitat in seiner Festansprache am 7. Oktober 1989 anlässlich des

40. Jahrestag der DDR. Allerdings ist das Zitat ebenfalls der Titel eines Marsches von dem Militärmusiker Carl Latann. Somit ist es als politische Trotzhaltung gemeint.

Zudem beendete Erich Honecker den Grundlagenvertrag. Der Grundlagenvertrag lockerte die Reisegesetze zwischen der DDR und BRD. Erich Honecker sah darin eine Gefahr, dass sich die Ausreisewelle nach Westen verstärken würde. Deshalb unternahm er verschiedene innenpolitischen Maßnahmen.

  • Intellektuelle Künstler und Schriftsteller wurden als Regimekritiker ausgebürgert und verdächtige Personen wurden zunehmend durch die Stasi bespitzelt.
  • Kritische Gruppen (zum Beispiel Menschenrechts-, Friedens- und Umweltgruppen unter dem Dach der evangelische Kirche) wurden unterdrückt.

Außerdem wurde die innerdeutsche Grenze mit Selbstschussanlagen ausgebaut. Außenpolitisch engagierte er sich für das internationale Ansehen der DDR und konnte die Anerkennung der DDR bei zahlreichen nicht-westlichen Staaten erreichen.

Jedoch verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage der DDR in den 1980er Jahren drastisch, sodass Honecker Milliardenkredite seitens der BRD aufnehmen musste. Honecker wollte innenpolitisch die DDR zu einem wichtigen Industriestaat ausbauen und die Versorgungsengpässe sowie Lebensbedingungen der Bevölkerung verbessern. Jedoch konnte er aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten und seinem Festhalten am Machtanspruch der SED diese Ziele nicht erreichen.

Mauerfall und Rücktritt

Der sowjetische Staatschef Gorbatschow führte seit 1986 mit Perestroika und Glasnost neue Reformen ein. Aufgrund dessen ging die wichtigste Machtstütze der DDR verloren. Außerdem nahm Unzufriedenheit in der Bevölkerung und die Anzahl der Ausreiseanträge stetig zu, weil Honecker keine innenpolitischen Reformen durchführen wollte. Erich Honecker versuchte über Sozialleistungen die SED-Herrschaft zu stabilisieren, jedoch scheitere seine Strategie.

„Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf!“

Mit diesem Satz leugnete Erich Honecker im August 1989 das nahe Ende der DDR.

Systemkrise

Die Wirtschaft der DDR war bereits Anfang der 1980er Jahre kurz vor dem Zusammenbruch. Aufgrund von steigenden Rohstoffkosten auf dem Weltmarkt, war die DDR beinahe pleite und somit zahlungsunfähig. 1989 öffneten Polen und Ungarn ihre Grenzen und lösten von ihren sozialistischen Staatssystemen. Daraufhin flüchteten noch mehr DDR-Bürger in die BRD und am

18. Oktober 1989 fand die friedliche Revolution gegen das DDR Regime statt.

Diese Entwicklung nennt man Systemkrise. Denn im Frühherbst 1989 waren viele DDR Bürger bereit, sich für Veränderungen in ihrem Land zu engagieren. Durch die Veränderungen in der Sowjetunion, Ungarn und Polen, empfanden die DDR Bürger die Führung der SED als veraltet und unrechtmäßig. In Folge dessen wurde Erich Honecker am 18. Oktober 1989 vom SED-Politbüro zum Rücktritt gezwungen. Egon Krenz übernahm sein Amt und die Wiedervereinigung zwischen BRD und DDR nahm ihren Lauf.

Am 9. November 1989 nach dem Mauerfall wurden gegen Erich Honecker und weitere

SED-Funktionäre strafrechtliche Ermittlungen durch die Volkskammer aufgenommen. Man warf ihnen Korruption und Amtsmissbrauch vor. Zu einem erneuten Haftbefehl gegen Erich Honecker kam es im November 1990 wegen der Todesschüsse an der Berliner Mauer.

Nach seiner Flucht nach Moskau und Chile kehrte er 1992 nach Berlin zurück, wo er in Untersuchungshaft verlegt wurde. Jedoch ging es Erich Honecker gesundheitlich schlecht. Deshalb wurden die Haftbefehle gegen ihn im Januar 1993 aufgehoben. Daraufhin kehrte er nach Chile zu seiner Familie zurück und starb dort ein Jahr später.

Erich Honecker - Das Wichtigste

  • Erich Honecker war einer der einflussreichsten kommunistischen Politiker in der DDR
  • Er lebte vom 25. August 1912 bis zum 29. Mai 1994
  • Ab 1919 engagierte er sich in der KPD

  • 1935 Flucht nach Frankreich aufgrund der Machtübernahme des NS-Regimes 1933

  • 1935 Verhaftung von der Gestapo und 1937 Verurteilung zu 10 Jahren Haftstrafe im Zuchthaus Brandenburg-Görden (Befreiung 1945)

  • Sein politischer Aufstieg begann in der Nachkriegszeit: bis 1955 Vorsitzender der FDJ (Dieses Amt ermöglichte ihm in das Zentralkomitee der SED aufzusteigen)

  • Von 1971 bis 1989 : Generalsekretär des Zentralkomitees der SED

  • Ziel: DDR als eine eigenständige „sozialistische Nation“

  • Innenpolitisch: Grundlagenvertrag, Verfolgung politischer Gegner

  • Außenpolitisch: Engagement für das internationale Ansehen der DDR

  • Wirtschaftskrise der DDR in den 1980er: Aufnahme von Milliardenkrediten; keine innenpolitischen Reformen

  • Nach Mauerfall: strafrechtliche Ermittlungen gegen Erich Honecker, Flucht nach Moskau und Chile

  • Januar 1993: Aufhebung der Haftbefehle durch gesundheitlich schlechten Zustand

  • Tod am 29. Mai 1994 in Chile bei seiner Familie

Häufig gestellte Fragen zum Thema Erich Honecker

Honecker begann nach seiner Schulzeit eine Ausbildung als Dachdecker.

Erich Honecker kommt aus Neunkirchen.

Erich Honecker war einer der wichtigsten Politiker in der DDR. Er hatte die beiden höchsten Ämter in Partei und Staat inne. Von 1971 bis 1989 war er Erster Sekretär des Zentralkomitees der SED. Von 1976 übernahm er auch das Amt des Vorsitzenden des Staatsrats. 

Ab 1919 engagierte er sich in der Partei KPD und ab dem Jahr 1946 wurde Erich Honecker Mitglied der Partei SED.

Finales Erich Honecker Quiz

Frage

Was hat Erich Honecker gemacht?

Antwort anzeigen

Antwort

Erich Honecker war einer der wichtigsten Politiker in der DDR. 




Frage anzeigen

Frage

In welcher Partei war Erich Honecker? 


Antwort anzeigen

Antwort

  • ab 1930 engagierte er sich in der KPD
  • 1946 wurde er Mitglied der SED
Frage anzeigen

Frage

Wann ist Erich Honecker geboren ?

Antwort anzeigen

Antwort

am 25. August 1912

Frage anzeigen

Frage

Wann ist Erich Honecker gestorben ?


Antwort anzeigen

Antwort

am 29. Mai 1994 


Frage anzeigen

Frage

Wann trat Erich Honecker der KPD bei ? 

Antwort anzeigen

Antwort

1930

Frage anzeigen

Frage

Wann wurde Erich Honecker  Generalsekretär des Zentralkomitees der SED  ?

Antwort anzeigen

Antwort

Am 3. Mai 1971

Frage anzeigen

Frage

Erkläre den Inhalt des Grundlagenvertrages

Antwort anzeigen

Antwort

Der Grundlagenvertrag lockerte die Reisegesetze zwischen der DDR und BRD.

Frage anzeigen

Frage

Wieso unterzeichnete Erich Honecker 1973 die Schlussakte von Helsinki ?

Antwort anzeigen

Antwort

Somit wurde die DDR als ein völkerrechtliches Mitglied in die UNO aufgenommen. 

(Das Ziel von Erich Honecker war, dass die DDR eine eigenständige „sozialistische Nation“ wird.)

Frage anzeigen

Frage

Was war die Systemkrise ? 

Antwort anzeigen

Antwort

Die Wirtschaft der DDR war in den 1980er Jahre kurz vor dem Zusammenbruch. 

Im Frühherbst 1989 waren viele DDR Bürger bereit, sich für Veränderungen in ihrem Land zu engagieren und wanden sich gegen die SED.


Frage anzeigen

Frage

Wann war der Berliner  Mauerfall ?

Antwort anzeigen

Antwort

Am 9. November 1989

Frage anzeigen

Frage

Wieso wurde 1989 strafrechtlich gegen Erich Honecker ermittelt ?

Antwort anzeigen

Antwort

Man warf ihm Korruption und Amtsmissbrauch vor

Frage anzeigen

Frage

Nenne ein Zitat von Erich Honecker 

Antwort anzeigen

Antwort

Beispiel: 

„Vorwärts immer, rückwärts nimmer!“

Frage anzeigen

Frage

Was tat Erich Honecker gegen die Wirtschaftskrise der DDR ?

Antwort anzeigen

Antwort

Er nahm Milliardenkredite von der BRD auf 

Frage anzeigen

Frage

Was tat Erich Honecker gegen die Ausreisewelle nach Westen ?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Beendung des Grundlagenvertrages 
  • Unterdrückung von Kritischen Gruppen und Regimekritikern 
Frage anzeigen

Frage

Welches außenpolitische Ziel hatte Erich Honecker ?

Antwort anzeigen

Antwort

Außenpolitisch engagierte er sich für das internationale Ansehen der DDR.

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