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Regierung Erhard

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Regierung Erhard

In diesem Artikel geht es um die Regierung Erhard. Du lernst, was die Regierung Erhard war, was sie auszeichnete und welche Entscheidungen von ihr wir heute noch spüren. Dieser Artikel gehört zum Themenbereich Geteiltes Deutschland im Fach Geschichte.

Ludwig Wilhelm Erhard

Ludwig Wilhelm Erhard wurde am 4. Februar 1897 in Fürth geboren und starb am 5. Mai 1977 in Bonn. Neben, beziehungsweise vor, seinen politischen Tätigkeiten war er Wirtschaftswissenschaftler.

Jugend, Ausbildung, Militärdienst und wissenschaftliche Karriere

Ludwig Erhard wuchs in gut bürgerlichen Verhältnissen auf. Sein Vater arbeitete als Textilwarenhändler und Weißwarengeschäftsbesitzer. Seine Mutter kümmerte sich vor allem um ihn und seine drei Geschwister. Mit zwei Jahren erkrankte Ludwig Erhard an spinaler Kinderlähmung und behielt einen deformierten Fuß als Langzeitfolge der Erkrankung. Erhard besuchte in seiner Heimatstadt Fürth die Volks- und Realschule und schloss 1916 eine Lehre als Einzelhandelskaufmann ab.

Nach Beendigung dieser Lehre kämpfte Ludwig Erhard für die Bayerische Armee im Ersten Weltkrieg. Seinen Kriegseinsatz verbrachte er größtenteils in Rumänien und an der Westfront. 1918 wurde er in Belgien von einer Handgranate schwer verwundet, musste sieben Mal operiert werden und konnte in der Folge keine längeren Zeiten mehr stehen. Außerdem gab Erhard später an, die Verwundung seelisch nie ganz verarbeitet zu haben. 1919 schied er als Offiziersanwärter aus der Armee aus.

Durch seine Verwundung wurde die Arbeit im Geschäft seines Vaters nach dem Krieg unmöglich, sodass sich Erhard dazu entschied, in die Wissenschaft zu gehen. Von 1919 bis 1922 studierte Erhard trotz seines fehlenden Abiturs an der Handelshochschule Nürnberg. Dieses Studium schloss er als Diplom-Kaufmann ab. Bis Dezember 1925 promovierte er mit der. Note "gut" zum Dr. rer. pol. bei seinem Doktorvater Franz Oppenheimer.

"Dr. rer. pol." ist die Abkürzung für die lateinische Bezeichnung "doctor rerum politicarum", was im deutschen Doktor für Staatswissenschaften bedeutet.

Nach seiner wissenschaftlichen Ausbildung arbeitete Erhard als Geschäftsführer im Betrieb seiner Eltern, der jedoch 1928 bankrott ging. Ab 1928 war Erhard Assistent beim "Institut für Wirtschaftsbeobachtung der deutschen Fertigware an der Handelshochschule in Nürnberg" und publizierte in der linksliberalen Wochenzeitschrift "Das Tage-Buch".

In seinen Artikeln sprach sich Erhard gegen den damals weit verbreiteten Protektionismus aus und forderte stattdessen eine Förderung der Verbrauchsgüterproduktion und eine internationale Wettbewerbswirtschaft und freie Marktpreisbildung. Sich selbst bezeichnete Erhard damals als Anhänger des National- beziehungsweise Ordoliberalismus.

Mit seiner Forderung nach weniger Protektionismus vertrat Ludwig Erhard Anfang der 1930er-Jahre sehr progressive wirtschaftspolitische Ansichten, was für seine spätere Außen- und Wirtschaftspolitik sicherlich von Vorteil war. Wenn du nicht weißt, was Protektionismus bedeutet, empfehlen wir dir daher, den Artikel zu Protektionismus im Fach Wirtschaft zu lesen.

NS-Zeit

Neben einigen wissenschaftlichen Tätigkeiten war Ludwig Erhard in der NS-Zeit als wirtschaftspolitischer Berater für die Integration der annektierten Gebiete in Österreich, Polen und Lothringen tätig und beriet somit direkt den dortigen Gauleiter Josef Bückerl. Dieses und einige weitere Ämter verlor er jedoch aufgrund seiner fehlenden Mitgliedschaft in der NSDAP.

Ab Herbst 1942 beschäftigte sich Erhard in seinem selbstgegründeten "Institut für Industrieforschung" mit verschiedenen Fragen rund um die Wirtschaft im Dritten Reich.

Laut dem Historiker Werner Abelshauser erstellte Ludwig Erhard für die NS-Regierung Gutachten, wie die besetzen Gebiete in Polen am besten auszubeuten sein. Er sprach sich dabei gegen die Diskriminierung der polnischen Bevölkerung und die Pläne einiger hochrangiger Nationalsozialisten aus, Polens Bevölkerung in einer Art Sklavenstatus zu unterdrücken.

Einige Historiker*innen und Journalist*innen bewerteten Erhards Wirken im NS-Staat anders als das oft vermittelte Bild vom "unpolitischen Professor". Der Historiker Daniel Koerner bezeichnete Erhard als "keinen Widerstandskämpfer", sondern eher als "blauäugig" und "politisch naiv" im Umgang mit dem NS-Staat. Noch kritischer beurteilte die Journalistin Ulrike Hermann Erhards Wirken ein dieser Zeit. Sie warf Erhard vor, sich in der NS-Zeit "engagiert" und der Naziherrschaft somit "willig gedient" zu haben.

Ämter

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gelangte Erhard schnell in hohe politische Ämter. Unten findest du eine Liste mit allen politischen Ämtern Erhards nach dem Zweiten Weltkrieg.

Zeitraum
Amt
1945-1946Bayerischer Staatsminister für Handel und Gewerbe in der amerikanischen Militärregierung
1947Leiter der Expertenkommission "Sonderstelle Geld und Kredit" in der britisch-amerikanischen Bizone
1948 Direktor der Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebietes
1949-1977Mitglied des Deutschen Bundestages
1949-1963 Bundesminister für Wirtschaft in der BRD
1957-1963Vizekanzler der BRD
1963-1966Bundeskanzler der BRD
1966Vorsitzender der CDU

Bayerischer Staatsminister für Handel und Gewerbe

Ludwig Erhard arbeitete nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst einen Monat als Wirtschaftsreferent in seiner Heimatstadt Fürth. Jedoch gelangte er durch seinen Kontakt zum damaligen Ministerpräsidenten Wilhelm Hoegner relativ schnell in hohe politische Ämter. Bereits im Oktober 1945 wurde Erhard zum Bayerischen Staatsminister für Handel und Gewerbe. Mit den Wahlen im Dezember 1946 endete Erhards Amtszeit.

Wilhelm Hoegner wurde in der amerikanischen Militärregierung September 1945 der zweite Ministerpräsident des Freistaates Bayern. Während seiner Amtszeit war Hoegner gleichzeitig Vorsitzender vom bayerischen Verfassungsausschuss. Er gilt daher auch als "Vater der bayerischen Verfassung".

Er selbst soll vor allem für die Institutionalisierung von Volksbegehren und Volksentscheid, die Gleichstellung von Bekenntnisschule und Gemeinschaftsschule und die Verankerung der gemeindlichen Selbstverwaltung in der bayerischen Verfassung verantwortlich sein. Seine Amtszeit endete nach den ersten Wahlen im Dezember 1946.

1954 wurde er für eine zweite Amtszeit gewählt.

Da Hoegner der SPD angehörte, ist er bis heute der einzige nicht von der CSU gestellte Ministerpräsident in Bayern.

Leiter der Expertenkommission "Sonderstelle Geld und Kredit"

Mit seiner Tätigkeit als Leiter der Expertenkommission "Sonderstelle Geld und Kredit" in der britisch-amerikanischen Bizone war Ludwig Erhard für die Vorbereitung der Währungsreform zuständig. Nach anfänglichem Zögern schloss sich auch noch Frankreich dem Vorhaben an, sodass Ludwig Erhard für die Vorbereitung der Währungsreform in ganz Westdeutschland zuständig war.

Die Währungsreform im Jahr 1948 bezeichnet die Umstellung der vorherigen Währungen "Reichs Mark" und "Renten Mark" (beide RM) auf das alleinige gesetzliche Zahlungsmittel "Deutsche Mark" (DM).

Direktor der Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebietes

Am 2. März 1948 wurde Erhard auf Vorschlag der Liberalen zum Direktor der Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebietes gewählt und war somit für die Ausrichtung der Wirtschaftspolitik Deutschlands zuständig. Allerdings hatte er in dieser Position nur begrenzten Einfluss, da dieser zum Großteil bei den West-Alliierten lag. So wurde Erhard trotz seiner vorherigen Mitarbeit bei der Vorbereitung der Währungsreform erst 5 Tage vor ihrer Durchführung über den genauen Termin und Ablauf informiert.

Mitglied des Deutschen Bundestages

Ludwig Erhard saß von 1949 bis zu seinem Tod im Jahr 1977 knapp 28 Jahre im Deutschen Bundestag. Insgesamt erlebte er damit 8 unterschiedliche Legislaturperioden. Bis 1969 gewann er sechs Mal das Direktmandat im Wahlkreis Ulm, wo er zu dieser Zeit wohnte. Danach zog er noch zwei Mal über die Landesliste der CDU Baden-Württemberg in das höchste deutsche Parlament ein. Während seiner beiden letzten beiden Amtszeiten oblag ihm als Alterspräsident die Eröffnung des 7. und 8. Deutschen Bundestages.

Bundesminister für Wirtschaft

Am 20. September wurde Ludwig Erhard vom damaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer zum ersten Minister für Wirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland berufen. Dies gelang Erhard, da er sich durch seine vorherigen Ämter sowie seine wirtschaftspolitischen Anregungen innerhalb der CDU im Wirtschaftsbereich einen Namen gemacht hatte. Mehr dazu findest du im Absatz "Ludwig Erhard Soziale Marktwirtschaft".

Durch seine wirtschaftspolitische Strategie und den damit verbundenen wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland fuhr seine Partei die CDU mit 45,2% (1953) und 50,2% (1957) außergewöhnliche Ergebnisse ein.

Mit 50,2% der Zweitstimmen und insgesamt 269 von 497 Bundestagsmandaten fuhr die CDU bei der Bundestagswahl 1957 das einzige Mal in der Geschichte ein Wahlergebnis mit einer absoluten Mehrheit ein. In der Folge konnte Bundeskanzler Konrad Adenauer in seiner dritten Amtszeit noch gestärkter regieren.

Vizekanzler

In Folge der absoluten Mehrheit seiner Partei bei der Bundestagswahl 1957 wurde Ludwig Erhard von Konrad Adenauer zum Vizekanzler ernannt. Angesichts von Adenauers 81. Geburtstages im selben Jahr, wurde Ludwig Erhard durch die Ernennung bereits zu diesem Zeitpunkt als der nächste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gehandelt.

Bundeskanzler

Nach Adenauers Rücktritt wurde Ludwig Erhard 1963 Bundeskanzler. Mehr dazu findest du im Absatz "Regierung Erhard".

Vorsitzender der CDU

Auch wenn Konrad Adenauer Ludwig Erhard als Bundeskanzler verhindern wollte, gelingt Erhard 1963 der Aufstieg in das Amt des Regierungschefs. 3 Jahre später - 1966 vollzog sich dieser Wechsel auch an der Spitze der CDU.

Funfact

Auch wenn Erhard seit 1949 für die CDU bei den Wahlen antrat und sogar Bundesminister und Bundeskanzler war, ist Erhard frühestens 1966 in die CDU eingetreten. Damals wurde seine Mitgliedschaft laut Konrad-Adenauer-Stiftung auf 3 Jahre rückdatiert, also auf den Beginn von Erhards Kanzlerschaft.

Der ehemalige persönliche Mitarbeiter Erhards und Geschäftsführer der Ludwig-Erhard-Stiftung bestreitet hingegen, dass Erhard jemals Mitglied in der CDU gewesen sei.

Laut ihm liege zwar eine auf 1949 rückdatierte Mitgliederkarte aus dem Jahr 1968 im CDU-Kreisverband Ulm vor. Allerdings habe Erhard diese nie unterschrieben.

Sollte diese Aussage stimmen, wäre Erhard formal der einzige parteilose Bundeskanzler Deutschlands und gleichzeitig der einzige CDU-Bundes- und Ehrenvorsitzende, der nicht Mitglied der Partei, für die er arbeitete, war.

Ludwig Erhard Soziale Markwirtschaft

Am 28. August 1948 lud Ludwig Erhard zum Parteitag der CDU in der britischen Besatzungszone ein. Auf diesem wollte er die CDU von der Anfang 1947 im Ahlener Programm beschlossenen wirtschafts- und sozialpolitischen Position abbringen, welche als "Christlicher Sozialismus" beschrieben wurde. Er selbst sprach sich für ein Konzept einer "Sozialen Marktwirtschaft" aus.

In den Düsseldorfer Leitsätzen, welche faktisch als Wahlprogramm der CDU bei der ersten Bundestagswahl fungierte, tauchten Punkte aus beiden Konzepten auf. Sowohl inhaltlich wie auch in der Bezeichnung hat sich Erhards Konzept der Sozialen Marktwirtschaft allerdings heutzutage durchgesetzt, da Ehrhard dieses in seiner Zeit als Bundeswirtschaftsminister von 1949 bis 1963 umsetzen konnte.

Als Soziale Marktwirtschaft bezeichnet man ein gesellschafts- und wirtschaftspolitisches Konstrukt, welches versucht, die wirtschaftlichen Vorteile der Marktwirtschaft mit einer ausreichenden sozialen Absicherung zu vereinen.

Die Industrie trifft in einer Sozialen Marktwirtschaft die meisten Entscheidungen allein und der Markt bestimmt den Preis der Produkte. Jedoch kann der Staat in die Entscheidungen der Industrie sowie die Preisbildung am Markt eingreifen. Außerdem sollen alle Menschen durch die soziale Absicherung die gleichen Chancen erhalten.

Regierung Erhard

Ludwig Erhard war nach dem Rücktritt Konrad Adenauers in zwei unvollständigen Legislaturperioden zwischen dem 15. Oktober 1963 und dem 1. Dezember 1966 Bundeskanzler.

Außenpolitik

Ost- und Deutschlandpolitik

Die USA drängten in der Zeit der Regierung Erhard auf eine deutsche Beteiligung in der Entspannungspolitik gegenüber dem Osten. Die Regierung Erhard probierte hier auf der einen Seite den USA entgegenzukommen, bestand aber andererseits auch auf eine vorherige Lösung in der Deutschlandfrage. 1963 und 1964 wurden Handelsverträge mit Polen, Rumänien, Ungarn und Bulgarien abgeschlossen, welche die DDR in Europa isolieren und somit zu einer Wiedervereinigung beitragen sollten.

Mit der Veranlassung der Sowjetunion an die restlichen Ostblockstaaten, Beziehungen zu der BRD auf keinen Fall aufzubauen, der Ablehnung des Besuches vom sowjetischen Partei- und Staatschefs Chruschtschow in der Bundesrepublik sowie der Ablehnung der Bitte der DDR nach einem direkten Gespräch mit der BRD über die Deutsche Frage statt mit den "Vier Mächten" scheiterten zu Erhards Zeiten die Hoffnungen nach einer baldigen Wiedervereinigung.

Im März 1966 hob die Bundesregierung in der Konsequenz seine Forderung, dass Fortschritte in der Entspannungspolitik mit dem Osten von den Fortschritten in der Lösung der Deutschlandfrage abhängig gemacht werden sollten auf.

Die Deutschlandfrage bzw. "Deutsche Frage" bezeichnet die zwischen 1806 und 1990 in unterschiedlicher Form aufgetretene Form der Frage nach der territorialen Ordnung Deutschlands. Die Deutsche Frage war je nach Situation immer unterschiedlich. Seit der Wiedervereinigung und der vorherigen Anerkennung Deutschlands als vollständiges Mitglied in den Vereinten Nationen und der EU gilt die Deutsche Frage als abschließend geklärt und gelöst.

Bündnispolitik im Westen

Als überzeugter Atlantiker warb Erhard zu seiner Amtszeit für bessere Beziehungen mit den USA. Zusammen mit der damaligen US-amerikanischen Regierung trieb er die Pläne nach einer multilateralen Atomstreitmacht (MLF) nach vorn. Da zwischen den USA und Frankreich zu diesem Zeitpunkt Spannungen im Bereich der politischen Zusammenarbeit vorlagen, sah sich Erhard gezwungen, ein Angebot des damaligen französischen Charles des Gaulles in Zukunft die europäische Politik gemeinsam zu bestimmen, abzulehnen.

Diese Entscheidung brachte die deutsch-französischen Beziehungen ebenfalls auf einen Tiefpunkt. Da sich außer der BRD und den USA keine weiteren Staaten zur Finanzierung der MLF bereit erklärten scheiterte das Projekt.

Europapolitik

Die Bundesregierung verfolgte seit 1964 das Projekt der "Wiederbelebung der politischen Union" in Europa. Dieses Projekt sah eine intergouvernementale Zusammenarbeit in Form von regelmäßigen Ministerpräsidentenkonferenzen im Bereich der Außen-, Verteidigungs- und Kulturpolitik vor. Da die Bundesregierung jedoch Frankreich nicht von ihren Plänen überzeugen konnte und ein Beitritt Großbritanniens scheiterte, musste die Regierung Erhard ihre Pläne zurückziehen.

Nahostpolitik

Da die Sowjetunion nach einem politischen Fehler Erhards in der Frage der Einstellung aller Waffenlieferungen in die Nahostregion Ägypten wirtschaftlich und militärisch förderte, kam es zu einem Abbruch der deutsch-ägyptischen Beziehungen. Nach der Aufnahme von diplomatischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Israel brachen außerdem die meisten arabischen Staaten (außer Tunesien, Libyen und Marokko) die diplomatischen Beziehungen zur BRD ab.

Innenpolitik

Formierte Gesellschaft

Ludwig Erhard sah in seiner ersten Amtszeit den Zerfall der Gesellschaft in zu viele unterschiedliche Interessengruppen als ein großes Problem. In der Folge forderte er eine sogenannte "formierte Gesellschaft" durch eine "kooperative Demokratie". Allerdings war vielen seiner Zeitgenossen und den meisten CDU-Mitgliedern nicht ganz klar, was er unter dieser Bezeichnung verstand, sodass seine Forderung schon kurze Zeit später keine Rolle mehr spielte.

Wahl zum 5. Deutschen Bundestag

Als Wirtschaftsminister hatte sich Erhard die Bezeichnung "Vater des Wirtschaftswunders" verdient. Dadurch war er bei vielen Wähler*innen äußerst beliebt. Dadurch kam die CDU/CSU bei den Wahlen im September 1965 auf 47,6%, die SPD und FDP nur auf 39,3% bzw. 9,5%. Mit diesem Ergebnis konnte eine neue bürgerlich-liberale Koalition aus CDU/CSU und FDP gebildet werden, obwohl sich beispielsweise der damalige Bundespräsident Heinrich Lübke für eine "Große Koalition" aus CDU/CSU und SPD aussprach.

Wirtschaftliche Rezession

Kurz nach der Regierungsbildung bekamen viele Bürger*innen der BRD aufgrund von sektoralen Schwankungen in der Kohle- und Stahlindustrie Angst vor einer wirtschaftlichen Rezession. Allerdings blieb diese aus. Es gab nur kleinere Einbrüche in der Preisstabilität, welche nach dem jahrelangen wirtschaftlichen Aufschwung allerdings auch schon für viele befremdliche wirkten.

Weitere innenpolitische Krisen

Die Starfighter-Affäre, die Bemühungen rund um die Notstandsgesetzgebung sowie der Vietnam-Krieg schwächten im Laufe der Regierung Erhard das Vertrauen in die Bundesregierung und Bundeskanzler Erhard.

Ende der Regierung Erhard

Im September 1966 geriet eine Deckungslücke von 7 Mrd. DM im Kabinettsvorschlag für den Bundeshaushalt 1967 in den Fokus der Öffentlichkeit. Diese beruhte auf der Nichtberücksichtigung der zu erwartenden Steuermindereinnahmen und der noch zu leistenden Ausgleichszahlungen für die USA, für dessen Verbindlichkeit Erhard selbst verantwortlich war.

Da Erhard in Washington ebenfalls keine Minderung der noch zu leistenden Zahlungen erreichen konnte, schlug die CDU zur Gegenfinanzierung Steuererhöhungen und Kürzungen im Bereich der Spar- und Bauförderung vor. Die FDP sprach sich zunächst gegen diese Maßnahmen aus, stimmte jedoch dann einem Kompromiss zu. Für diesen erntete sie starken medialen Gegenwind, sodass kurze Zeit später alle FDP-Minister ihr Amt niederlegten.

Erhard bildete danach zunächst eine Minderheitsregierung, scheiterte jedoch mit seinem neuen Haushaltsvorschlag, da dieser einstimmig im Bundesrat aufgrund der immer noch vorliegenden Deckungslücke von 4 Mrd. DM abgelehnt wurde.

Dieses Scheitern trieb den Autoritätsverlust Erhards in der eigenen Partei und der Bevölkerung weiter voran, sodass er sich am 2. November 1966 auf Drängen seiner eigenen Bundestagsfraktion zum Rücktritt bereit erklärte. Mit der erfolgreichen Einigung zwischen CDU/CSU und SPD zur Bildung der ersten bundesweiten "Großen Koalition" wurde Kurt Georg Kiesinger der 3. Bundeskanzler der BRD. Erhard trat in der Folge endgültig zurück.

Regierung Erhard - Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ludwig Wilhelm Erhard wurde am 4. Februar 1897 in Fürth geboren und starb am 5. Mai 1977 in Bonn.
  • er saß knapp 28 Jahre im Bundestag, war ein Jahr lang bayerischer Wirtschaftsminister, 14 Jahre Bundeswirtschaftsminister, 6 Jahre Vizekanzler und 3 Jahre Bundeskanzler (1963-1966).
  • Ludwig Erhard gilt durch seine Zeit als Bundeswirtschaftsminister als der "Vater des Wirtschaftswunders und der Sozialen Marktwirtschaft"; während seiner Kanzlerschaft hingegen konnte eher weniger bewegen und wurde in der Bevölkerung unbeliebter.
  • die Außenpolitik seiner Kanzlerschaft war auf der einen Seite durch gute Beziehungen zu den USA und Israel geprägt, auf der anderen Seite aber auch durch einen Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit mehreren Nahoststaaten und einer Verschlechterung der Beziehungen mit Frankreich.
  • seine Regierung scheiterte an einer Deckungslücke im Bundeshaushalt 1967 in Höhe von 7 Mrd. Dollar, für die Erhard hauptverantwortlich war.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Regierung Erhard

Ludwig Wilhelm Erhard wurde am 15. Oktober 1963 nach dem Rücktritt des ersten Bundeskanzlers Konrad Adenauer zum zweiten deutschen Bundeskanzler gewählt. 

Nach Ludwig Erhards Rücktritt wurde Kurt Georg Kiesinger am 1. Dezember 1966 von der ersten Großen Koalition auf Bundesebene zum dritten deutschen Bundeskanzler gewählt. 

Der spätere Bundeskanzler und Wirtschaftsminister Ludwig Erhard wird oftmals als Vater der sozialen Marktwirtschaft bezeichnet, da er der CDU das Konzept 1948 vorstellte und es in der Folge als Wirtschaftsminister unter Konrad Adenauer umsetzte. 

Soziale Marktwirtschaft zeichnet eine Wirtschaftsform, welche auf dem Kapitalismus beruht, sich aber im Gegensatz zur "freien Maßnahme" auch stark mit dem sozialen Ausgleich einer Gesellschaft und der sozialen Absicherung der einzelnen Bürger*innen beschäftigt. Der Markt kann in ihr nicht vollkommen frei agieren, sondern wird durch Leitlinien, welche für soziale Gerechtigkeit sorgen sollen, begrenzt.

Finales Regierung Erhard Quiz

Frage

Wodurch entstand die Studentenbewegung 1968?

Antwort anzeigen

Antwort

Mangelhafte Auseinandersetzung Deutschlands mit seiner Nationalsozialistischen Vergangenheit, Abspaltung des SDS von der SPD, der Vietnamkrieg und die atomare Aufrüstung.

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Frage

Wann war die Studentenbewegung 1968?

Antwort anzeigen

Antwort

Von 1967-1969

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Frage

Welche Ziele hatte die Studentenbewegung 1968?

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Antwort

Zeitgemäße Lerninhalte, soziale Chancengleichheit im Bildungswesen, bessere Lernbedingungen sowie Austausch von Lehrkräften mit NS-Vergangenheit, Ende des Vietnamkriegs und Stopp atomarer Aufrüstung.

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Frage

Wie und wann starb Benno Ohnesorg?

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Antwort

Am 2. Juni 1967 auf der Demonstration gegen den Staatsbesuch des Iranischen Schahs durch den Schuss eines Polizisten.

Frage anzeigen

Frage

Warum wurde Ohnesorgs Tod im Mai 2009 erneut hervorgeholt?

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Antwort

Weil aus Stasi Akten ersichtlich wurde, dass der Polizist, der ihn erschossen hatte, SED Mitglied und inoffizielles Mitglied der Stasi war. Daraufhin wurde geprüft, ob der Tod Ohnesorgs ein Auftragsmord der Stasi war.

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Frage

Welche Folgen hatte Ohnesorgs Tod?

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Antwort

Die Proteste der Studentenbewegung 1968 wurden radikaler.

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Frage

Wann fand das Attentat auf Rudi Dutschke statt?

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Antwort

Am 11. April 1968

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Frage

Wie heißt die Zeitung, deren Ausgabe bei dem Attentäter Josef Bachmann gefunden wurde?

Antwort anzeigen

Antwort

Nationale Zeitung

Frage anzeigen

Frage

Welche Folgen hatte das Attentat auf Rudi Dutschke?

Antwort anzeigen

Antwort

Eine Studentenrevolte in ganz Deutschland, die die Auslieferung der Zeitungen des Springer Verlags verhindern wollte.

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Frage

Womit verglich eine Karikatur von Springer den SDS, nachdem sie die Fenster der Berliner Morgenpost eingeschlagen hatten und "Springer Einteignen"-Flugblätter bei ihnen hinterlassen hatten?

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Antwort

Mit der Sturmabteilung in der Reichskristallnacht 1938

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Frage

Wie viel Prozent des Zeitungs- und Zeitschriftenmarktes beherrschte der Springer Konzern in den 60ern?

Antwort anzeigen

Antwort

etwa 50 Prozent

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Frage

Was geschah mit den Mitgliedern der Studentenbewegung nach ihrer Auflösung 1969?

Antwort anzeigen

Antwort

Teile von ihnen traten den Parteien KPD und DKP bei, andere schlossen sich später der RAF an, wieder andere traten Bürgerinitiativen bei.

Frage anzeigen

Frage

Wann löste sich die Studentenbewegung 1968 auf?

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Antwort

1968

Frage anzeigen

Frage

Weshalb löste sich die Studentenbewegung 1968 auf?

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Antwort

Durch innere Zersplitterung in Machtkampf und politischen Zielen.

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Frage

Was waren die Folgen der Studentenbewegung 1968?

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Antwort

Die vertiefte Auseinandersetzung Deutschlands mit seiner NS-Vergangenheit, die verstärkte Aktivität von Bürgerinitiativen, woraus auch die Grünen entstanden, außerdem gab es Folgen für die Neuordnung des Strafrechts.

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Frage

Wofür steht die Abkürzung RAF?

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Antwort

Rote Armee Fraktion

Frage anzeigen

Frage

Wann wurde die Rote Armee Fraktion gegründet?

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Antwort

1970

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Frage

Nenne Mitglieder der 1. RAF Generation.

Antwort anzeigen

Antwort

Mitglieder der RAF

  • Andreas Baader
  • Gudrun Ensslin
  • Holger Meins
  • Jan-Carl Rasper
  • Ulrike Meinhof
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Frage

Wann wurde die RAF aufgelöst?

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Antwort

20. April 1998

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Frage

Was war die RAF?

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Antwort

Die RAF war eine linksextremistische terroristische Vereinigung 

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Frage

Was gehörte zu den Taten der RAF?

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Antwort

Geiselnahmen

Banküberfälle

Sprengstoffattentate 

Mord

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Frage

Wie viele Generationen der RAF gab es?

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Antwort

3

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Frage

Wie hieß die erste veröffentlichte Schrift der RAF?

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Antwort

Das Konzept der Stadtguerilla

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Frage

Wie sah das Logo der RAF aus?

Antwort anzeigen

Antwort

Das Logo bestand aus einem fünfzackigen Stern, einer Maschinenpistole und dem Kürzel der Vereinigung. 

Frage anzeigen

Frage

Was war das Ziel der 1. RAF Generation?

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Antwort

Sie wollten mithilfe von Gewalt einen politischen Umsturz in der Bundesrepublik herbeiführen.

Frage anzeigen

Frage

Wann lebte Ludwig Erhard? 

Antwort anzeigen

Antwort

1897-1977


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Frage

Als was arbeite Ludwig Erhard in der NS-Zeit unteranderem?

Antwort anzeigen

Antwort

Gauleiter 

Frage anzeigen

Frage

Welches Amt erlangte Ludwig Erhard direkt nach dem Zweiten Weltkrieg? 


Antwort anzeigen

Antwort

Ludwig Erhard war 1945-1946 bayerischer Staatsminister für Handel und Gewerbe in der amerikanischen Militärregierung.

Frage anzeigen

Frage

In welchem wissenschaftlichen Bereich veröffentlichte Ludwig Erhard seine Arbeiten?


Antwort anzeigen

Antwort

Wirtschaftswissenschaften 

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Frage

Als was gilt Ludwig Erhard durch seine Zeit als Bundeswirtschaftsminister? 


Antwort anzeigen

Antwort

Er gilt als Vater der Sozialen Marktwirtschaft und des Wirtschaftswunders​​​​

Frage anzeigen

Frage

Wovon machte die Regierung Erhard eine Beteiligung an der Entspannungspolitik gegenüber dem Osten abhängig? 


Antwort anzeigen

Antwort

von einer vorherigen Lösung in der "Deutschen Frage"

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Frage

Als was galt Ludwig Erhard durch seine politische Einstellung gegenüber den USA?


Antwort anzeigen

Antwort

Er galt als Atlantiker.

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Frage

An welchen beiden Akteuren bzw. an welchen beiden Vorgängen scheiterte die Wiederbelebung der politischen Union" in Europa der Regierung Erhard?

Antwort anzeigen

Antwort

An den schlechten Beziehungen zu Frankreich bzw. deren Ablehnung und dem gescheiterten Beitritt Großbritanniens. 

Frage anzeigen

Frage

Mit welchem Land nahm die BRD unter der Regierung Erhard erstmals diplomatische Beziehungen auf?

Antwort anzeigen

Antwort

Israel 

Frage anzeigen

Frage

An was scheiterte die Regierung Erhard? 

Antwort anzeigen

Antwort

An einer Deckungslücke im Bundeshaushalt für das Jahr 1967

Frage anzeigen

Frage

Mit wem bildeten Ludwig Erhard und die CDU die Regierung?

Antwort anzeigen

Antwort

FDP

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Frage

Was besagen die Notstandsgesetze?

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Antwort

  • Die Notstandsgesetze änderten das Grundgesetz 
  • Bei einem innerem Notstand, Verteidigungsfall und Spannungsfall durften die Grundrechte eingeschränkt werden.
Frage anzeigen

Frage

Was sind die  Notstandsgesetze von 1968 ?

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Antwort

Als Notstandsgesetze werden die Grundgesetzänderungen bezeichnet, welche am 30. Mai 1968  vom Deutschen Bundestag beschlossen wurden.

Frage anzeigen

Frage

Wann wurden die Notstandsgesetze vom Bundestag beschlossen  ? 

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Antwort

am 30. Mai 1968

Frage anzeigen

Frage

Warum wurden die Notstandsgesetze 1968 erlassen ?

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Antwort

Die Notstandsgesetze würden sichern, dass der Bundestag  und die Bundesregierung die nötige Handlungsfähigkeit in einem Krisenfall hätten. 


Denn die militärischen Truppen der Westmächte waren auch nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland weiter stationiert.

Frage anzeigen

Frage

Warum war ein großer Teil der deutschen Bevölkerung gegen die Notstandsgesetze ?

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Antwort

Die deutsche Bevölkerung hatte Angst, dass der Staat zu viel Macht durch die Notstandsgesetze erhalten würde und einer Diktatur gleichen würde. 

Frage anzeigen

Frage

Was bedeutet APO ?

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Antwort

Außerparlamentarische Opposition

Frage anzeigen

Frage

Warum versammelten sich am 11. Mai 1968 über 40.000 Menschen in Bonn ?

Antwort anzeigen

Antwort

Zu dem Massenprotest namens Sternmarsch 

Frage anzeigen

Frage

Sind die Notstandsgesetze auch heute noch im Grundgesetz verankert ?

Antwort anzeigen

Antwort

Ja 

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Frage

Warum gefährdete die Reichstagsbrandverordnung 1933 die Weimarer Republik?


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Antwort

Der damalige Reichspräsident Paul von Hindenburg  beschloss 1933 die Reichstagsbrandverordnung, welche die Grundrechte außer Kraft setzte und die NS-Diktatur einleitete.

Frage anzeigen

Frage

Was ist der Hintergrund der Notstandsgesetze 1968? 


Antwort anzeigen

Antwort

Hintergrund der Notstandsgesetze war, dass die Westmächte Sonderrechte zum Schutz ihrer Truppen vorbehalten hatten.


 Diese waren  in Deutschland auch nach dem Zweiten Weltkrieg stationiert. Damit Deutschland unabhängiger werden konnte, wollte die Bundesregierung sich für eine Notfallsituation gesetzlich absichern.

Frage 3

Frage anzeigen

Frage

Wann werden Notstandsgesetze verabschiedet? 


Antwort anzeigen

Antwort

Wenn die Sicherheit des Staates in Gefahr ist.

Das ist der Fall bei einem 

  • innerem Notstand
  • Verteidigungsfall
  • Spannungsfall 


Frage anzeigen

Frage

Wer entwickelte den ersten Entwurf der Notstandgesetze ?

Antwort anzeigen

Antwort

Bundesinnenministers Gerhard Schröder

Frage anzeigen

Frage

Aus welchen Parteien bestand die Große Koalition 1966?

Antwort anzeigen

Antwort

CDU und SPD

Frage anzeigen

Frage

Was  führte zum Zerfall der APO ?

Antwort anzeigen

Antwort

Das Inkrafttreten der Notstandsgesetze

Frage anzeigen
60%

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