Stellungskrieg: Definition & Erklärung | StudySmarter
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Stellungskrieg

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Geschichte

In diesem Artikel geht es um den Stellungskrieg im Ersten Weltkrieg. Wir erklären dir was genau ein Stellungskrieg ist, wie genau er im Ersten Weltkrieg stattgefunden hat und warum er nur an der deutschen Westfront entscheidend war. Dieser Artikel hilft dir den Ersten Weltkrieg besser zu verstehen. 


Dieser Artikel gehört zum Fach Geschichte und erweitert das Thema Erster Weltkrieg 1914-1918. 


  • Stellungskrieg beschreibt eine passive, defensive Kriegsführung, bei der sich Soldate in Schützengräben verschanzen
  • Stellungskrieg fand hauptsächlich an der Westfront während des Ersten Weltkriegs statt
  • Viele Todesopfer durch Stellungskrieg
  • Aussichtslose Situations



Stellungskrieg 


Der Stellungskrieg wurde im Ersten Weltkrieg an der Westfront durchgeführt. Dieser kennzeichnet sich geschichtlich als der längste Stellungskrieg, welcher ebenfalls die meisten Todesopfer einforderte. Erst im Frühjahr 1918 wurde der Stellungskrieg durch die deutsche Frühjahrsoffensive beendet. Insgesamt dauerte der Stellungskrieg im Ersten Weltkrieg also fast vier Jahre an. 


Unter Stellungskrieg versteht man eine eher passive Kriegsführung. Der Stellungskrieg steht im Gegensatz zum Offensivkrieg. Die Truppen an den Fronten bewegen sich fortan nicht mehr, sondern gehen in die Defensive. Die Soldaten graben sich in Schützengraben ein und schießen bei einem Stellungskrieg mit Artillerie auf den Gegner. 

Aufbau des Stellungskrieges 


Bei einem Stellungskrieg kann es dazu kommen, dass sich die einzelnen Fronten bei einer Distanz von unter 100 Meter dicht gegenüber liegen. Die einzelnen Truppen sind nur durch die geringe Distanz und durch  Stacheldrahtzäune voneinander getrennt.


Um aus einer geschützten Position den Gegner mit Waffen beschießen zu können, gruben sich die Soldaten im Boden ein. Zudem befanden sich die Kämpfer in Deckung vor Granaten und deren Splittern. Einen solchen Graben nennt man Schützengraben.


Die einzelnen Gräben waren gestaffelt aufgebaut, sodass sich hinter dem Frontgraben ebenfalls ein Unterstützungs- und Reservegraben befand. Somit wollte man sich vor einem Angriff des Gegners wappnen, falls einer der ersten Graben eingenommen werden würde. Zudem waren die Gräben alle 10 Meter abgetrennt, damit bei einer Einnahme des Frontgrabens nicht direkt der gesamte Graben eingenommen werden konnte. 


Insbesondere die deutsche Armee baute Bunker unter der Erde auf, welche nicht von Feuer zerstört werden konnten und eine sichere Deckung in 15m Tiefe boten.


Im Krieg wurden die Truppen zudem von Flugzeugen unterstützt. Diese warnten vor einem Angriff des Gegners, damit sich die Soldaten auf diesem vorbereiten konnten. 


Einen solchen Aufbau der Gräben kannst du dem folgenden Bild entnehmen:

Abb.1: Grabensystem 

Quelle: www.Srag.de


Hinter den Schützengräben befanden sich verschiedene Einrichtungen, die das Vorgehen im Krieg unterstützten. Zum einen gab es Versorgungseinrichtungen wie Bäckereien und zum anderen wurden in Depots die Kriegswaffen gelagert und Bunker erbaut, welche das mörderische Vorgehen gegen den Feind unterstützen sollten. Durch ein ausgepfeiltes Eisenbahnsystem sollte Nachschub jederzeit an die Front befördert werden können. Zudem gab es hinter der Front auch Lazarette für die verwundeten Soldaten. 


Einen solchen Schützengraben aus dem Ersten Weltkrieg kannst du auf dem folgenden Foto erkennen:


Abb.2: Schützengräben im Stellungskrieg 

Quelle: www.nzz.ch

Stellungskrieg im Ersten Weltkrieg 


Die erste Phase des Ersten Weltkriegs war von dem Offensivkrieg geprägt. Die einzelnen Mächte starteten also immer wieder Offensiven, doch insgesamt erstarrten die Fronten zunächst. Im Herbst 1914 standen sich die Soldaten an der 700 Kilometer langen Front gegenüber. Der Stellungskrieg hatte eingesetzt und die Soldaten gruben sich in die Erde ein, um keinen Gebietsverlust zu erleiden.


An der Ostfront fand zwar auch Stellungskrieg statt, dieser war jedoch zeitlich und räumlich sehr beschränkt und fiel beim Krieg an der Ostfront nicht ins Gewicht. 


Im Folgenden wird daher lediglich der Stellungskrieg an der Westfront beschrieben. 


Wenn du mehr zum Ersten Weltkrieg und den einzelnen Fronten erfahren willst, ließ auch unsere Zusammenfassung zum Kriegsverlauf des Ersten Weltkriegs. 

Das Maschinengewehr als Produkt der Industrialisierung wurde im modernen ersten Weltkrieg zur mörderischen Waffe an der Front. Stundenlang fanden die Beschießungen des Gegners statt. Ab 1915 wurde auch Giftgas im Krieg eingesetzt.


Zudem führten die Materialschlacht im Stellungskrieg zu großen Verlust, weshalb im Ersten Weltkrieg so viele Menschen ums Leben kamen. 


Die wohl bekanntesten Beispiele für diese mörderischen Materialschlachten im Ersten Weltkrieg sind die Schlacht von Verdun und an der Somme. Die Schlacht von Verdun ging in die Geschichte ein als größte Schlacht in der etwa 700.000 Kämpfer verwundet oder getötet wurden. 


Wenn du mehr zu diesem Thema erfahren willst, ließ auch unsere Zusammenfassung zur Schlacht von Verdun


Leben in den Schützengräben

Das Leben in den Schützengräben war nicht nur von der ständigen Angst eines gegnerischen Angriffs geprägt, sondern auch von schrecklichen Lebensbedingungen. Die Hygiene war äußerst schlecht und neben den Frontsoldaten hausten ebenfalls Ratten in den Gräben. 


Die Nahrung der Soldaten wurde täglich rationiert und wurde auf Notwendigkeit beschränkt. Insgesamt war das Leben im Schützengraben grausam. 


Der ohrenbetäubende Lärm und die ständige Konfrontation mit dem Tod führten bei den Soldaten zu physischen und psychischen Schäden von denen sie auch nach dem Krieg geplagt waren.

Folgen des Stellungskriegs


Im Krieg starben etwa 10% aller Soldaten und ein Soldat wurde mit etwa 56% Wahrscheinlichkeit verwundet. Dabei muss man jedoch bedenken, dass die Frontsoldaten einem weitaus höheren Risiko ausgesetzt waren und die Soldaten hinter der Front, welche in verschiedenen Einrichtungen arbeiteten, einem vergleichsweise geringem Risiko ausgesetzt waren.


Insgesamt starben etwa 10 Millionen Soldaten im Krieg, woran der Stellungskrieg maßgeblich zu beitrug. Der Erste Weltkrieg gilt daher auch als ein sehr blutiger Krieg, da so viele Menschen ihr Leben verloren.  



Stellungskrieg - Das Wichtigste auf einen Blick

  • Stellungskrieg ist das Gegenteil vom Bewegungskrieg
  • Soldaten gruben sich in Schützengräben und schossen mit Artillerie auf den Gegner 
  • Erster Weltkrieg beinhaltete den längste Stellungskrieg mit den meisten Todesopfern an der Westfront 
  • Stellungskrieg dauerte vom Herbst 1914- Frühjahr 1918 an
  • Der Stellungskrieg erstreckte sich über 700 Kilometer 
  • Gegner lagen sich in nur 100m entfernten Schützengräben gegenüber 
  • Hygienemangel und Angst bestimmen den Alltag der Soldaten in den Schützengräben 

Häufig gestellte Fragen zum Thema Stellungskrieg

Bei einem Stellungskrieg graben sich die einzelnen Fronten in Stellungsgräben in den Boden ein und schießen nur noch aus ihren Gräben, um den Gebietsgewinn sowie -verlust zu vermeiden.

Im Ersten Weltkrieg wurde der Stellungskrieg von Herbst 1914 bis zum Frühjahr 1918 an der Westfront durchgeführt. Er bedeutete für Frankreich und Deutschland große Zahlen an Kriegsopfern die durch die Materialschlacht an der Front ums Leben kamen. 

Der Stellungskrieg dauerte von Herbst 1914 bis zum Frühjahr 1918. Insgesamt also fast vier Jahre.

Finales Stellungskrieg Quiz

Frage

Was war die größte Kolonie des deutschen Kaiserreichs 

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Antwort

Namibia

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Frage

Definition Imperialismus
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Antwort

Streben einzelner Großmächte, ihren politischen und wirtschaftlichen Einfluss in der Welt zu erweitern
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Frage

Gründe und Motive des Imperialismus
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Antwort

Erschließung neuer Absatzmärkte, Rohstoffquellen, Siedlungsgebiete

Wettexpansion

Industrialisierung

Ansehensgewinn

Massenproduktion 

sich verschiebendes Mächtegleichgewicht
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Frage

Wann begann der 1. Weltkrieg

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Antwort

28. Juli 1914

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Frage

Wann endete der 1. Weltkrieg


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Antwort

11. November 1918 mit dem Waffenstillstand zwischen Deutschland und den alliierten Siegermächten Frankreich, Großbritannien und den USA

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Frage

Womit begann der 1. Weltkrieg?

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Antwort

Mit der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien

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Frage

Wie viele Soldaten starben im ersten Weltkrieg?

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Antwort

Im Ersten Weltkrieg starben zehn Millionen Soldaten und über zwanzig Millionen wurden verwundet.

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Frage

Wie unterscheidete sich der 1. Weltkrieg von anderen Kriegen im Hinblick auf die eingesetzten Waffen? 

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Antwort

Im 1. Weltkrieg kamen „moderne“ Waffen zum Einsatz wie Panzer, Maschinengewehre, Flammenwerfer, Flugzeuge oder U-Boote. 


Stellungskrieg, „Material-“ und „Abnutzungsschlachten“ oder die Verwendung von Giftgas kennzeichneten eine neue Art von Krieg

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Frage

Wieso bezeichnet man den Ersten Weltkrieg als ersten "totalen Krieg"?

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Antwort

Weil der Erste Weltkrieg die gesamte Bevölkerung der kriegführenden Mächte einbezog


Strategien wie die alliierte Seeblockade oder das „Hilfsdienstgesetz“ von 1916, das alle Männer zwischen 17 und 60 Jahren zur Arbeit in der Rüstungsindustrie oder einem kriegswichtigen Betrieb verpflichtete, hatten unmittelbare Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung.

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Frage

Wann trat die USA in den Ersten Weltkrieg ein? 

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Antwort

Die USA trat 1917 in den Ersten Weltkrieg ein 

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Frage

Nenne politische Folgen des Ersten Weltkriegs

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Antwort

  • Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich wurden aufgelöst. Aus ihrem „Erbe“ entstanden neue Staaten wie die Tschechoslowakei, Jugoslawien oder die Türkei.
  • Die Zarenherrschaft in Russland wurde bereits 1917 erst durch eine bürgerliche, dann durch die bolschewistische Revolution beseitigt
  • In Deutschland schließlich wurde die Monarchie von einer parlamentarischen Demokratie abgelöst.
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Frage

Welches Attentat gilt als Auslöser des ersten Weltkriegs?

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Antwort

Das Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 in Sarajevo

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Frage

Wem gehörten die Attentäter auf Franz Ferdinand an? 

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Antwort

Der Attentäter gehörte zu einer serbischen Geheimgesellschaft, die gegen die Herrschaft Österreich-Ungarns auf dem Balkan kämpfte und Anspruch auf die von Serben bewohnten Gebiete innerhalb des Vielvölkerstaats erhob.

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Frage

Was war das Ziel der österreichischen Regierung nach der Ermordung des österreichischen Thronfolgers?


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Antwort

Nach der Ermordung des österreichischen Thronfolgers wollten die meisten Mitglieder der österreichischen Regierung die Gelegenheit ergreifen, Serbien als mutmaßlichem Drahtzieher durch einen Krieg eine Lektion zu erteilen.

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Frage

Wie unterstützte Deutschland Österreich-Ungarn während der Julikrise im Umgang mit Serbien? 

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Antwort

Am 5. Juli 1914 sicherte das Deutsche Reich Österreich- Ungarn seine volle Unterstützung (auch im Angriffsfall) zu und stellte damit seinem Bündnispartner einen „Blankoscheck“ für sein weiteres Vorgehen gegen Serbien aus.

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Frage

Wann stellte Österreich Serbien ein Ultimatum? 

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Antwort

Am 23. Juli 1914 stellte Österreich Serbien ein auf 48 Stunden begrenztes Ultimatum mit weitreichenden Forderungen, die stark in die serbische Souveränität eingriffen.

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Frage

Akzeptierte Serbien das Ultimatum?

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Antwort

Die serbische Regierung akzeptierte wider Erwarten fast alle Bedingungen, nur mit der Mitwirkung österreichischer Beamter an der Aufklärung des Attentats war man nicht einverstanden

Frage anzeigen

Frage

Wie reagierte Österreich auf die serbische Antwort auf das Ultimatum?

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Antwort

Die österreichische Regierung betrachtete das Ultimatum als gescheitert und erklärte Serbien am 28. Juli 1914 den Krieg.

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Frage

Was ist mit dem Automatismus der Bündnisverpflichtung im Ersten Weltkrieg gemeint? 

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Antwort

  • Russland war Verbündeter Serbiens
  • Frankreich war Verbündeter Russlands
  • Deutschland war Verbündeter Österreichs 


Durch die Bündnisse wurde aus einem regionalen Konflikt ein Konflikt aller europäischen Territorialmächte 

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Frage

Wann erklärte das deutsche Reich Frankfreich und Russland dn Krieg? 

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Antwort

Das deutsche Reich forderte Russland und Frankreich ultimativ auf, die Mobilmachung zu stoppen bzw. im Kriegsfall neutral zu bleiben. 


Nachdem die Ultimaten verstrichen waren, erklärte die deutsche Regierung am 1. August Russland und am 3. August Frankreich den Krieg

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Frage

Warum erklärte Großbritannien Deutschland den Krieg? 

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Antwort

Deutschland marschierte gemäß dem Schlieffen-Plan in das neutrale Belgien ein.

Das britische Königreich garantierte die Neutralität und erklärte am 4. August Deutschland den Krieg. 

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Frage

Was sagt der "Kriegsschuldartikel" im Versailler Vertrag aus?

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Antwort

Der „Kriegsschuldartikel“ 231 des Versailler Vertrags schrieb dem Deutschen Reich und seinen Verbündeten die Alleinschuld am Kriegsausbruch zu.

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Frage

Wieso hatte Deutschland eine entscheidende Verantwortung für den Ausbruch des Ersten Weltkriegs?

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Antwort

Man hatte in Berlin kein großes Interesse an einer diplomatischen Lösung des Konflikts gezeigt und eine solche teilweise sogar sabotiert. 


So trugen der „Blankoscheck“, die Ultimaten an Russland und Frankreich oder die Unterordnung der Diplomatie unter die Zwänge der militärischen Planungen maßgeblich zur Eskalation der Julikrise bei.

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Frage

Was waren die Kriegsziele des Deutschen Reichs?

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Antwort

  • dauerhafte Ausschaltung von Frankreich als europäische Großmacht
  • Vormachtstellung in Mitteleuropa
  • Schwächung Russlands und Abdrängung in den Osten


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Frage

Was waren die Kriegsziele Frankreichs?

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Antwort

  • Revanche für 1870/71, Rückgewinnung von Elsass-Lothring
  • Ausschaltung Deutschlands als europäische Großmacht
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Frage

Was waren die Kriegsziele Russlands?

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Antwort

  • Auflösung des Osmanischen Reichs und Österreich-Ungarns
  • Kontrolle über Polen, Konstantinopel, die Dardanellen und den Bosporus
  • Vormachtstellung in Osteuropa
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Frage

Was waren die Kriegsziele Großbritanniens?

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Antwort

  • machtpolitische Eindämmung Deutschlands
  • Wiederherstellung Belgiens
  • Zerschlagung des deutschen Kolonialreichs
  • Erhalt des europäischen Gleichgewichts
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Frage

Was waren die Kriegsziele des Österreich-Ungarns?

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Antwort

  • • Ausweitung des Einflusses auf den Balkan 
  • Schwächung Russlands
  • Bestrafung Serbiens
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Frage

Was waren die Kriegsziele der Reichsregierung?

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Antwort

Das „Septemberprogramm“ zielte auf eine Ausschaltung Frankreichs als europäische Großmacht und auf eine wirtschaftliche Hegemonie Deutschlands in Europa ab. 


Dazu sahen seine Aufzeichnungen die Annexion Luxemburgs, der lothringischen Industriegebiete sowie eines Teils der französischen Kanalküste vor. 


Belgien sollte ein abhängiger Vasallenstaat werden. Frankreich wollte man zu hohen Kriegsentschädigungen verpflichten, um es dauerhaft zu schwächen

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Frage

Welche Staaten bildeten die Mittelmächte?

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Antwort

  • Deutschland und Österreich-Ungarn
  • Verbündete: Osmanisches Reich und seit 1915 Bulgarien
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Frage

Welche Staaten bildeten das Triple-Entente?

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Antwort

Frankreich, Großbritannien und Russland

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Frage

Welche Seite besaß im Ersten Weltkrieg über mehr Soldaten? 

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Antwort

Die Alliierten der Triple-Entente verfügten über ungefähr anderthalbmal so viele Soldaten wie das Deutsche Reich und Österreich-Ungarn



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Frage

Beschreibe den Krieg an der Westfront

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Antwort

In der Folge erstarrte der Krieg im Westen zum verlustreichen Stellungskrieg


Beim Versuch, gegnerische Schützengräben zu stürmen, starben Hunderttausende von Soldaten beider Seiten, ohne dass nennenswerte Gebietsgewinne erzielt worden wären.

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Frage

War der Schlieffen-Plan erfolgreich? 

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Antwort

Nein. Der deutsche Angriff konnte jedoch in der sogenannten Schlacht an der Marne (5. bis 12. September 1914), ungefähr 60 km nördlich von Paris, gestoppt werden. Damit war der Schlieffen-Plan gescheitert.

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Frage

Wann trat Italien in den Ersten Weltkrieg ein? Auf welcher Seite?

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Antwort

Italien trat 1915 auf der Seite der Entente in den Krieg ein

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Frage

Wie verlief der Krieg an der Ostfront?

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Antwort

  • Da Russland 1914 seine Truppen schneller mobilmachen konnte als erwartet, marschierten russische Armeen in Ostpreußen und ins österreichisch-ungarische Galizien ein. 
  • Nach anfänglichen Verlusten und Niederlagen für die Mittelmächte konnten die gegnerischen Truppen in der Schlacht bei Tannenberg aufgehalten werden (26. bis 30. August 1914). 
  • Nach 1915 entwickelte sich aber auch der Krieg im Osten immer mehr zum Stellungskrieg.
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Frage

Wann zog sich Russland aus den Ersten Weltkrieg zurück? Wieso?

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Antwort

Um ihre Macht zu sichern und der Kriegsmüdigkeit der Bevölkerung sowie der Soldaten zu begegnen, akzeptierte die bolschewistische Revolutionsregierung im Jahr 1917 ein Friedensangebot von deutscher Seite

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Frage

Wieso trat die USA in den Ersten Weltkrieg ein? 

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Antwort

Aufgrund des uneingeschränkten U-Boot-Krieg auch gegen Schiffe neutraler Staaten seitens Deutschlands

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Frage

Welche Rolle spielten die Kolonien für Frankreich und Großbritannien?

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Antwort

Für Frankreich und Großbritannien dienten die eigenen Kolonien vor allem als Basis für Nachschub und für die Rekrutierung von insgesamt ca. 3 Millionen Soldaten.

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Frage

Wann wurde im Ersten Weltkrieg zum ersten Mal Giftgas eingesetzt?

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Antwort

1915 wurde erstmals von deutscher Seite Giftgas verwendet, eine Waffe, die die Atemwege der Opfer verätzte oder sie erblinden ließ.

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Frage

Wieso wird der Kampf an der Westfront auch als "Materialschlacht" bezeichnet? 

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Antwort

Die Kämpfe um diese Schützengräben waren von einer bis dahin unvorstellbaren Massierung von Artilleriefeuer auf die gegnerischen Stellungen gekennzeichnet, um den folgenden Infanterieangriff vorzubereiten

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Frage

Wie viele Soldaten starben bei der Schlacht von Verdun?

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Antwort

In der Schlacht um Verdun (Februar bis Dezember 1916) starben über 700.000 Soldaten

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Frage

Wie viele zivile Opfer hatte der Erste Weltkrieg in Deutschland?

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Antwort

Über 750.000

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Frage

Nenne neue Waffen im Ersten Weltkrieg

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Antwort

  • Zeppeline, Flugzeuge
  • U-Boote
  • schwere Artillerie (z. B. Granat-, Minenwerfer) 
  • Maschinengewehre
  • Flammenwerfer
  • Giftgas
  • Tanks (Panzer)
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Frage

Charakterisiere die Kriegsführung im Ersten Weltkrieg

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Antwort

  • Einsatz von Massenheeren
  • anonymer, entpersönlichter Kampf
  • defensiver Stellungskrieg
  • „Ausbluten“ des Gegners durch „Material-“ und „Abnutzungsschlachten“
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Frage

Was war das "Kriegsfhilfsdienstgesetz" und wann trat es in Kraft?

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Antwort

Seit Ende 1916 wurden im Deutschen Reich mit dem „Kriegshilfsdienstgesetz“ alle Männer zwischen 17 und 60 Jahren, die noch nicht eingezogen waren, zur Arbeit verpflichtet.

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Frage

Wann fand der "Streckrübenwinter" satt?

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Antwort

Spätestens seit dem „Steckrübenwinter“ 1916/17 war der Kriegsalltag großer Teile der deutschen Bevölkerung von Hunger und Mangelernährung bestimmt. 

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Frage

Wie viele Menschen starben in Deutschland an den Folgen des Hungers?

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Antwort

Ungefähr 700 000 Menschen – vornehmlich alte und schwache Personen sowie Kinder – starben bis Kriegsende an den Folgen des Hungers.

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Frage

Wieso litten Arbeiter unter der wirtschaftlichen Entwicklungen während dem Ersten Weltkrieg? 

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Antwort

Weil deren Lohnerhöhungen von den Preissteigerungen weit übertroffen wurden.

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Frage

Wer profitierte von der wirtschaftlichen Entwicklung im ersten Weltkrieg?

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Antwort

Zu den Nutznießern der wirtschaftlichen Entwicklung gehörten vor allem Bevölkerungsschichten, die über Sachwerte oder Grundbesitz verfügten. 


In besonderer Weise profitierten deutsche Großunternehmen, vor allem die Rüstungsproduktion sowie andere kriegswichtige Wirtschaftszweige, von der Kriegswirtschaft

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