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Landschaftsmalerei

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Über einem kleinen Dorf breitet sich ein hell erleuchteter Sternenhimmel aus. Eine in den Himmel ragende Zypresse verbindet das Dorf mit den strahlenden Sternen, die einen auffallenden Kontrast zum nachtblauen Hintergrund darstellen. Van Goghs berühmtes Gemälde "Sternennacht" stellt eine beeindruckende Landschaftsmalerei dar, die Du vielleicht auch schon einmal bewundern durftest. Was genau unter einer Landschaftsmalerei verstanden wird, welche Merkmale die Gattung aufweist und wie sie entstanden ist, erfährst Du in der folgenden Erklärung.

Landschaftsmalerei – Definition

Die Landschaftsmalerei zählt zu den Gattungen der Malerei und befasst sich mit der künstlerischen Darstellung von Landschaften. Je nach Epoche kann sich die Art der Darstellung der Landschaft unterscheiden.

In der Landschaftsmalerei geht es somit zentral um die Abbildung einer Landschaft. Dabei können zwei Arten von Landschaften unterschieden werden:

  • Naturlandschaften, z. B. Berge, Seen, Felder, Flüsse, Meeresküsten, etc.
  • Kulturlandschaft/Stadtlandschaft (durch den Menschen geprägte Landschaften), z. B. Dörfer, Städte, Parkanlagen, Industriemotive, etc.

Der Begriff Kulturlandschaft ist umstritten. Im Allgemeinen wird darunter eine Landschaft verstanden, die durch den Menschen beeinflusst wurde oder wird. Wie groß der Einfluss der Menschen auf eine Landschaft ist, kann jedoch nicht immer klar beurteilt werden. Manche Experten differenzieren deshalb die Begriffe Stadtlandschaft und Industrielandschaft von dem Begriff Kulturlandschaft.

Wie realitätsnah die Landschaften gemalt sind, ist sehr unterschiedlich. Ähnlich wie in vielen anderen Malereigattungen, gab es Epochen in der Kunst, in denen Abbildungen naturalistisch, idealisiert oder auch verfremdet dargestellt wurden.

Landschaftsgemälde müssen nicht unbedingt menschenleer sein. Der Unterschied zur Porträtmalerei ist jedoch, dass die abgebildeten Figuren keine charakterisierenden Merkmale aufweisen. Typischerweise lassen sich abgebildete Menschen nicht erkennen und sind eher nebensächlich, solche Figuren werden auch als Staffagefiguren bezeichnet.

Der Begriff "Staffage" meint im Allgemeinen Nebensächliches. In der Malerei sind Staffagefiguren anonyme Personen, die als Beiwerk im Bild vorkommen. Besonders im Barock waren Staffagefiguren sehr beliebt und sollten das Gemälde beleben oder für eine gewisse Raumtiefe sorgen.

Zu den Epochen der Kunstgeschichte findest Du eine Erklärung, in der Du Dir einen Überblick aller Epochen ansehen kannst. Zudem kannst Du auch zu jeder Epoche, wie etwa dem Barock, eine ausführliche Erklärung lesen.

Im Rangsystem der Malereigattungen belegt die Landschaftsmalerei den vierten Platz. Sie wurde damals von den europäischen Kunstakademien als weniger wertvoll angesehen als die Gattungen "Historienmalerei", "Porträt" und "Genrebild". Landschaftsgemälde zeigten nicht wie in den höheren Gattungen ein Ereignis oder hatten im Vergleich zum Porträt keine tiefere Charakterisierung. Heute findet diese Wertzuweisung und Unterteilung nicht mehr statt.

Die Kunstakademien, umgangssprachlich auch Kunsthochschulen, wurden in Europa erstmals in Italien im Jahr 1563 gegründet. Sie wurden in der Epoche des Barocks etabliert, in der sich das Kunsthandwerk zur Bildenden Kunst und zu einem eigenständigen Beruf erhob. Sie beeinflussten die Kunstszene maßgeblich, indem sie angehende Künstler*innen lehrte und auszeichnete, Stipendien vergab sowie Ausstellungen im sogenannten Salon veranstalte. Somit brachte sie den Künstler*innen Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit.

Wenn Du mehr über die Gattungen und das Rangsystem der alten Akademien erfahren möchtest, klicke Dich in die Erklärung "Gattungen der Malerei". Zu jeder Gattung findest Du auch eine eigene Erklärung.

Landschaftsmalerei – Merkmale und Gestaltungsmittel

Gemälde mit Landschaften ähneln sich meist in einigen Aspekten und teilen sich bestimmte Gestaltungsmittel. So spielt zum Beispiel die gewählte Perspektive häufig eine zentrale Rolle in der Landschaftsmalerei.

Je nach Stilrichtung ändern sich die Gestaltungsmittel und die Bedeutung, die ihnen zukommt. Vor allem die moderne Kunst bedient sich immer weniger an festen und einheitlichen Gestaltungsmitteln.

Die Horizontlinie

Die Horizontlinie ist eine horizontale Linie, die über das gesamte Bild verläuft. Sie markiert die Stelle, an der sich Himmel und Erde treffen. Mit der Position der Horizontlinie wird die Perspektive und der Betrachterstandpunkt festgelegt: Je höher sie liegt, desto niedriger liegt auch der Betrachterstandpunkt und umgekehrt.

Bei einer nicht ebenmäßigen Landschaft kann es sein, dass die Horizontlinie nicht zu sehen ist, weil sie beispielsweise von Bergen oder Gebäuden verdeckt wird. Dennoch existiert sie. Du kannst sie ermitteln, indem Du den Betrachterstandpunkt analysierst.

Die Horizontlinie dient der räumlichen Orientierung und der Unterteilung in Vorder-, Mittel- und Hintergrund des Gemäldes.

Landschaftsmalerei Bildbereich Merkmale StudySmarterAbbildung 1: Unterteilung der BildbereichQuelle: commons.wikimedia.org (bearbeitet)Caspar David Friedrich: „Die Lebensstufen“ (ca. 1834)Öl auf Leinwand, 72,5 x 94 cmMuseum der bildenden Künste, Leipzig

Tiefenwirkung und Perspektive

Landschaftsgemälde profitieren oftmals von einer räumlichen Tiefenwirkung. Um diese realitätsnah darzustellen, werden verschiedene formale Mittel eingesetzt, unter anderem sogenannte raumschaffende Mittel:

  • Überdeckung/Überlappung: Ein Objekt liegt hinter einem anderen und scheint damit weiter weg zu liegen.
  • Größenunterschied: Das kleinere Objekt scheint weiter weg zu sein als das größere.
  • Höhenunterschied: Objekte, die weiter oben im Bild platziert sind, scheinen weiter entfernt zu liegen als solche, die weiter unten platziert sind.
  • Staffelung: Objekte, die hintereinander in einer bestimmten Richtung und in regelmäßigen Abständen angeordnet sind, erzeugen den Eindruck einer Raumtiefe.

Um die Wirkung einer räumlichen Tiefe zu unterstützen, wird in Landschaftsgemälden oft die sogenannte Fluchtpunktperspektive genutzt. Dabei verlaufen alle Fluchtlinien auf einen (oder mehrere) Fluchtpunkte zu, welcher auf der Horizontlinie liegt. Die Objektkanten kommen sich dabei in Richtung Fluchtpunkt immer näher und erzeugen so eine Tiefenillusion.

Die Themen Perspektive und formale Mittel zur Erschaffung von Raumtiefe werden hier nur zusammengefasst. In dem entsprechenden Artikel kannst Du auch eine ausführliche Erklärung zur Perspektive lesen, in der alle Punkte ausführlich erklärt werden.

Atmosphärische Perspektiven

Mit unterschiedlichen Mal- und Farbtechniken lässt sich eine Tiefe im Bild erzeugen. Zum Einsatz kommen dabei vor allem die Luft- und die Farbperspektive, die für gewöhnlich in Landschaftsgemälden Anwendung finden.

Bei der Luftperspektive werden Objekte, die weiter hinten liegen, undeutlicher dargestellt. Hinzu kommt eine zunehmende Verblassung in der Ferne. Weiter vorne liegende Objekte weisen hingegen klarere Umrisse auf und werden genauer abgebildet.

Die Farbperspektive erzeugt eine Tiefenwirkung, indem Objekte mit kalten Farben weiter weg erscheinen und Objekte mit warmen Farben näher erscheinen. Diese Technik wird auch "Verblauung" genannt, da für weiter weg liegende Bildelemente häufig die Farbe Blau benutzt wird.

Kannst Du erkennen, wie im folgenden Gemälde die Farbperspektive genutzt wird, um eine räumliche Tiefe zu erzeugen? Die im Vordergrund dargestellten Häuser wirken näher als die das dahinterliegende blaue Gewässer.

Landschaftsmalerei Merkmale Farbperspektive StudySmarterAbbildung 2: Gemälde mit Anwendung der FarbperspektiveQuelle: commons.wikimedia.orgPaul Cézanne: „Die Bucht von Marseille, von L'estaque aus gesehen“ Öl auf Leinwand, 80 x 99,6 cm Art Institute of Chicago

Die Entwicklung der Landschaftsmalerei

Die Landschaftsmalerei entwickelte sich relativ spät und wurde erst um 1600 zu einer eigenständigen Gattung. In der Antike und im Mittelalter wurden zwar auch Landschaften gemalt, diese stellten jedoch lediglich Schauplätze und Hintergründe für (biblische) Szenen dar. Die gemalte Landschaft hatte die Funktion, die dargestellten Szenen zu lokalisieren oder symbolisch zu wirken.

Ein beliebtes Motiv im Mittelalter war die Darstellung des Jenseits bzw. des Paradieses. Die Landschaft hatte dabei meist nur einen symbolischen Zweck oder diente der Lokalisierung der Szene.

Nach dem 14. Jahrhundert entstanden vereinzelt erste Gemälde, die nur Landschaften beinhalteten. Nach heutigem Stand gehört das Gemälde "Donaulandschaft bei Regensburg mit dem Scheuchenberg" (um 1528) von Albrecht Altdorfer zu einem der ersten Gemälde, in welchem die Landschaft das zentrale Thema darstellte.

Landschaftsmalerei erste Landschaftsmalerei StudySmarterAbbildung 3: Das erste reine LandschaftsgemäldeQuelle: repali.euAlbrecht Altdorfer: „Donaulandschaft bei Regensburg mit dem Scheuchenberg“ (um 1528)Öl auf Holz, 30 x 22 cmAlte Pinakothek, München

Durch die Entdeckung der Zentralperspektive in der Renaissance eröffneten sich neue Möglichkeiten, um die Wirkung einer Bildtiefe in einem Landschaftsgemälde zu erzeugen.

Dennoch löst sich die Landschaft als Motiv erst zum Anfang des 17. Jahrhunderts weitestgehend von ihrer Hintergrundfunktion und konnte sich als eigenes Bildthema etablieren. Durch die Stileinflüsse des Barocks wurden die klaren Bildkompositionen aufgebrochen und dramatische Lichtinszenierungen zunehmend beliebter.

Idyllisch-arkadische und heroische Landschaften

Im 17. Jahrhundert kann zwischen zwei maßgeblichen Stilrichtungen innerhalb der Landschaftsmalerei unterschieden werden: der idyllisch-arkadischen und der heroischen Landschaftsmalerei.

Beide Richtungen haben gemeinsam, dass es sich um idealisierte und konstruierte Landschaften handelte. Zudem stellten beide oft mythologische oder biblische Motive dar und orientierten sich hinsichtlich der Architekturelemente – sofern vorhanden – am Vorbild der Antike.

Arkadien ist ein Mythos aus der griechischen Geschichte und Poesie. Demnach ist Arkadien ein idyllischer Ort, an dem ein Leben in völliger Harmonie möglich ist. Dem Mythos zu Folge leben an diesem Ort zufriedene Hirten im Einklang mit der Natur.

Idyllisch-arkadische Landschaften charakterisieren sich durch eine liebliche und milde Umgebung und eine freundliche Stimmung. Der wolkenlose Himmel ist oft durch eine untergehende oder aufgehende Sonne in warme Farben getaucht. Staffagefiguren sind biblische oder ländliche Menschen wie Hirten. Hauptvertreter der arkadisch-idyllischen Landschaftsmalerei war der Landschaftsmaler Claude Lorrain.

Landschaftsmalerei Idyllisch-arkadische Landschaft StudySmarterAbbildung 4: Idyllisch-arkadische LandschaftQuelle: commons.wikimedia.orgClaude Lorrain: „Landschaft mit Apollo und Merkur" (ca. 1645)Öl auf Leinwand, 55 x 45 cmPalazzo Doria-Pamphilj, Rom

Gemälde mit heroischen Landschaften zeigen hingegen oftmals Motive mit wilden und naturbelassenen Gegenden. Schroffe Gebirgsformationen, durchwachsene Landstreifen und wilde Gewässer können Indizien für heroische Landschaften sein. Der Himmel ist meist wolkenbehangen oder zeigt sich stürmisch. Staffagefiguren kommen auch hier vor. So werden oft bekannte Helden und Götter aus der griechischen Mythologie oder biblische Personen dargestellt. Nicolas Poussin oder auch Jan van Goyen waren Künstler der heroischen Landschaftsmalerei im 17. Jahrhundert. In der Romantik erfuhr der Stil eine erneute Blütezeit.

Landschaftsmalerei Heroische Landschaft StudySmarterAbbildung 5: Heroische LandschaftQuelle: commons.wikimedia.org Jan van Goyen: „Landschaft mit zwei Eichbäumen“ (1641)Öl auf Leinwand, 88,5 x 110,5 cmRijksmuseum, Amsterdam

Die Landschaftsmalerei im 19. und 20. Jahrhundert

Künstler des Klassizismus orientierten sich an den Wegbereitern Lorrain und Poussin und blieben damit zum großen Teil bei einer idealisierten Darstellung der Landschaft und der antiken Umgebungsmalerei.

In der Romantik erlangte die Landschaftsmalerei große Beliebtheit. Die Natur rückte ins Licht der Aufmerksamkeit und so sahen die Künstler*innen in ihr eine Quelle der Übersinnlichkeit und der Emotionalität. Sie wurde Ausdruck einer gefühlvollen Verbundenheit und einer gedankenschweren Leidenschaft. Beispielsweise malte Caspar David Friedrich Landschaften mit einer großen Gefühlstiefe und einer tiefen Melancholie.

Landschaftsmalerei Romantik StudySmarterAbbildung 6: Landschaftsmalerei der RomantikQuelle: commons.wikimedia.orgCaspar David Friedrich: „Das große Gehege“ (ca. 1832)Öl auf Leinwand, 73,5 x 102,5 cmStaatliche Kunstsammlung Dresden

Im Realismus wuchs das Interesse, Landschaften ohne eine Idealisierung der Realität darzustellen. Adolf Menzel beispielsweise malte in Folge der Industrialisierung als einer der ersten Künstler eine Industrielandschaft und lenkte damit die Aufmerksamkeit auf Stadt- und Kulturlandschaften.

Die Freiluftmalerei in der Zeit des Impressionismus ermöglichte neue Wege, Landschaften vor Ort zu malen. Die Wahrnehmung der Umgebung wurde zum zentralen Thema und der Einfluss von Licht und Atmosphäre auf die Natur rückte in den Vordergrund. Einer der bekanntesten impressionistischen Landschaftsmaler war der Künstler Claude Monet. Seine Landschaften sind geprägt von flüchtigen Pinselstrichen, Farbe und zerfließenden Konturen.

Landschaftsmalerei Impressionismus StudySmarterAbbildung 7: Landschaftsmalerei des ImpressionismusQuelle: commons.wikimedia.orgClaude Monet: „Impression Sonnenaufgang“ (1872)Öl auf Leinwand, 48 x 63 cmMusée Marmottan Monet, Paris

Gegen Ende des Jahrhunderts zeigten Künstler wie Vincent van Gogh oder Paul Cézanne erste expressivere Schritte in Richtung Moderne. Die Landschaftsmalerei wurde farbenprächtiger und abstrahierter.

Mit der Erfindung der Fotografie verlagerte sich die Darstellung der Landschaft auch auf diesen Bereich und verlor, wie viele andere Gattungen auch, in der Malerei an Bedeutung.

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts fächerten sich die Stile der Landschaftsmalerei in viele Richtungen auf. Wesentliche Stilrichtungen, in denen die Landschaftsmalerei vertreten war, sind der Expressionismus, der Fauvismus, später auch der abstrakte Expressionismus und die Kunstrichtung "Pop-Art".

Landschaftsmalerei Expressionismus StudySmarterAbbildung 8: expressionistische LandschaftQuelle: commons.wikimedia.orgWassiliy Kandinsky: Murnau mit Kirche I (1910)Öl auf Pappe, 64,7 x 50,2 cmLenbachhaus München

Die Landschaftsmalerei heute

Heute zeigt sich die Landschaftsmalerei sehr facettenreich. Durch den Postmodernen Pluralismus gestaltet es sich zunehmend schwieriger, klare Gestaltungsmerkmale der Landschaftsmalerei zu definieren.

Die Darstellung der Landschaft hat sich inzwischen zu einem großen Teil auf die Fotografie verlagert und hat sich dort zu einem eigenen Genre entwickelt. Dennoch gibt es auch heute noch zahlreiche Künstler*innen, die Landschaften malen. Dazu gehören zum Beispiel David Hockney, Cecily Brown oder Gerhard Richter.

Die Postmoderne meint die Zeit nach der "Moderne". Der "Postmoderne Pluralismus" bezeichnet die Vielfalt der Kunsrichtungen, die in der Zeit nach der Moderne mehr und mehr entstanden sind.

Die folgende Landschaftsmalerei stammt von dem britischen Künstler David Hockney. In seinem Kunstwerk "Bigger Trees Near Water", in dem er eine Vielzahl an Bäumen kurz vor dem Erblühen im Frühjahr in Szene setzt, vereint Hockney die Malerei im Freien mit der digitalen Fotografie. Kannst Du dennoch einige typische Gestaltungsmerkmale der Landschaftsmalerei im Gemälde finden, obwohl es sich um eine postmoderne Landschaftsmalerei handelt?

Landschaftsmalerei heute Beispiel postmoderne Landschaftsmalerei StudySmarterAbbildung 9: Beispiel für eine postmoderne LandschaftsmalereiQuelle: en.wikipedia.orgDavid Hockney: "Bigger Trees Near Water" (2007)Öl auf Leinwand, 460 cm x 1220 cm

Ist dir zum Beispiel die Horizontlinie im Gemälde aufgefallen? Gut zu erkennen sind auch die Mittel, die Hockney nutzt, um eine Raumtiefe im Bild zu erzeugen: Die Bäume im Vordergrund sind deutlich größer, als das dahinterliegende Waldstück. Zudem überlappen sich die Objekte des Gemäldes, so hat Hockney beispielsweise den Baum auf der rechten Seite über dem roten Häuschen gemalt. Auf diese Weise entsteht der Eindruck, dass das Haus hinter den Bäumen liegt.

Landschaftsmalerei - Das Wichtigste

  • Die Landschaftsmalerei zählt zu den Gattungen der Malerei und befasst sich mit der Darstellung von Landschaften.
  • Wesentliche Gestaltungselemente der Landschaftsmalerei sind die Horizontlinie, die Erzeugung von Raumtiefe und die Perspektive.
  • Die Landschaftsmalerei entstand erst relativ spät, um 1600. In den Anfängen der Malerei dienten Landschaften in Gemälden meist nur einem symbolischen Zweck oder der Lokalisierung einer dargestellten Szene.
  • Insgesamt hat sich die Landschaftsmalerei im Laufe der Zeit immer stärker von einer sehr realitätsnahen zu einer individuellen und von den Eindrücken der Künstler*innen geprägten Darstellung einer Landschaft entwickelt.
  • Auch wenn in der heutigen Zeit Landschaften häufig in Fotografien festgehalten werden, widmen sich noch immer zahlreiche Künstler*innen wie zum Beispiel David Hockney der Landschaftsmalerei.

Landschaftsmalerei

Unter Landschaftsmalerei versteht man die Abbildung von Landschaften in der Malerei. Diese können sowohl Naturlandschaften (z. B. Berge, Seen, Felder) aber auch Kulturlandschaften (vom Menschen geprägte Landschaften) sein.

Eine Landschaftsmalerei kennzeichnet sich durch die Abbildung einer Landschaft (Seen, Berge, Dörfer, Städte). Dabei ist der Blick in die Landschaft meist weit und es kann eine Horizontlinie erkannt oder zumindest erahnt werden. Figuren in einer Landschaftsmalerei sind oft nebensächlich und dienen lediglich als Beiwerk.

Bei der Landschaftsmalerei wird eine Landschaft dargestellt. Wesentliche Gestaltungselemente der Landschaftsmalerei sind die Horizontlinie, die Erzeugung von Raumtiefe und die Perspektive.

Die Landschaftsmalerei entwickelte sich erst relativ spät. In der Antike und im Mittelalter diente eine Landschaft in Gemälden lediglich zur Lokalisierung von Orten und als Hintergrund. Es dauerte, bis die Landschaft zum zentralen Thema in Gemälden wurde. Im Barock erfuhr die Landschaftsmalerei ihre erste Blütezeit und entwickelte sich zu einer eigenen Gattung. Und auch in den darauffolgenden Epochen wie zum Beispiel der Romantik und dem Impressionismus war die Landschaftsmalerei ein beliebtes Thema.

Finales Landschaftsmalerei Quiz

Frage

Zwischen welchen zwei Arten von Landschaftsdarstellungen unterscheidet man?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Naturlandschaften
  • Kulturlandschaften/Stadtlandschaften
Frage anzeigen

Frage

Als was bezeichnet man Figuren, die als Beiwerk in ein Landschaftsgemälde gemalt wurden?

Antwort anzeigen

Antwort

Staffagefiguren

Frage anzeigen

Frage

In welche Bereiche kann man ein (Landschafts-)gemälde unterteilen?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Vordergrund
  • Mittelgrund
  • Hintergrund
Frage anzeigen

Frage

Erkläre die Luftperspektive.

Antwort anzeigen

Antwort

Bei der Luftperspektive werden Objekte die weiter hinten liegen undeutlicher dargestellt, Objekte die sich weiter vorne im Bild befinden werden hingegen deutlicher und mit klaren Umrissen dargestellt. Hinzu kommt eine zunehmende Verblassung in der Ferne.

Frage anzeigen

Frage

Erkläre die Farbperspektive.

Antwort anzeigen

Antwort

Die Farbperspektive erzeugt eine Tiefenwirkung, indem Objekte mit kalten Farben weiter weg erscheinen und Objekte mit warmen Farben näher erscheinen. Oft werden für die Ferne blaue Farben benutzt, weshalb man die Farbperspektive dann auch "Verblauung" nennt.

Frage anzeigen

Frage

Wozu dienten Landschaften in der Malerei bis zum 17. Jahrhundert hauptsächlich?

Antwort anzeigen

Antwort

Landschaften in Gemälden dienten hauptsächlich als Hintergrund. Sie sollten dabei helfen die dargestellten Szenen für die betrachtende Person zu lokalisieren.

Frage anzeigen

Frage

Wann wurden Landschaftsmalereien zu einer eigenen Gattung?

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Antwort

Ab dem 17. Jahrhundert wurden vermehrt Gemälde gemalt, die eine Landschaft als zentrales Thema hatten.

Frage anzeigen

Frage

Zwischen welchen zwei Stiltypen unterscheidet man innerhalb der Landschaftsmalerei im Barock?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Idyllisch-arkadische Landschaften
  • Heroische Landschaften
Frage anzeigen

Frage

Welches Merkmal passt nicht zu einer idyllisch-arkadischen Landschaftsdarstellung?

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Antwort

freundliche Stimmung

Frage anzeigen

Frage

Nenne drei Merkmale die eine heroische Landschaft haben kann?

Antwort anzeigen

Antwort

  • naturbelassene, wilde Pflanzen
  • stürmischer Himmel
  • Gebirgsformationen
Frage anzeigen

Frage

Welcher der folgenden Künstler ist bekannt für seine melancholischen Landschaftsgemälde in der Romantik?

Antwort anzeigen

Antwort

Caspar David Friedrich

Frage anzeigen

Frage

Warum war die Landschaftsmalerei in der Romatik so beliebt?

Antwort anzeigen

Antwort

In der Zeit der Romatik ging es thematisch viel um Gefühle und Leidenschaft. In der Natur sahen Künstler*innen eine Quelle der Emotionalität und der Melancholie. Sie wurde dadurch häufig zum Bildmotiv.

Frage anzeigen

Frage

Was war ein zentrales Thema in der Landschaftsmalerei des Impressionismus?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Wirkung von Licht und Atmosphäre auf die Umgebung.

Frage anzeigen

Frage

Wie hat sich die Landschaftsmalerei in der Moderne verändert?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Landschaftsmalerei wurde abstrahierter, farbenträchtiger und expressiver.

Frage anzeigen

Frage

Wie zeigt sich die Landschaftsmalerei heute?

Antwort anzeigen

Antwort

Heute gibt es keine eindeutigen Stilrichtungen in der Landschaftsmalerei. Es gibt aber zahlreiche Künstler*innen die sich auf die Landschaftsmalerei konzentrieren. Oft verlagert sich die Abbildung der Landschaft auch auf die Fotografie.

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