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Farbkreis

In der unteren Abbildung siehst Du ein Werk des niederländischen Malers und Zeichners Vincent van Gogh (1853–1890). Seiner Arbeit gab er den Titel "Self-Portrait". Welche Farben und Kontraste kannst Du darin erkennen?

Farbigkeit und Farbkreis Komplementärkontrast Vincent Van Gogh Selbstporträt Self-Portrait Beispiel StudySmarterAbbildung 1: Beispiel einer harmonischen FarbkombinationVincent Van Gogh: "Self-Portrait" (1889)Öl auf Leinwand, 57,7 x 44,5 cmNational Gallery of Art, Washington D.C.

In dem 1889 angefertigten Kunstwerk überwiegen verschiedene Blautöne. Diesen werden Nuancen von Orange gegenübergestellt. Bei der Kombination von Blau und Orange handelt es sich um einen Komplementärkontrast, denn diese beiden Farben stehen sich im Farbkreis von Itten gegenüber. Andererseits unterscheiden sich die beiden Farben in ihrer Farbtemperatur. Durch diese kontrastreiche Farbkombination wird Energie und Ausdruck ausgestrahlt.

Nun fragst Du Dich vielleicht, wie van Gogh und viele weitere Künstlerinnen und Künstler auf solch eine Farbkombination gekommen sind? Bei der Wahl einer harmonischen Farbzusammenstellung kann der Farbkreis aus der Farbenlehre eine gute Hilfestellung darstellen.

Farbkreis – Farbigkeit

Das menschliche Auge kann nur die Farben Rot, Grün und Blau erkennen. Alle Farbtöne, die dazwischenliegen, sind Mischungen aus diesen drei Farben. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert auch ein Farbkreis in der Kunst. Bevor Künstlerinnen und Künstler mit dem Malen anfangen, legen sie meist ein Farbschema fest. Hierfür kann der Farbkreis eine Hilfestellung darstellen.

Um mehr über die Entstehung von Farben zu erfahren, klick Dich gern in die Erklärung "Farbenlehre" im Lernset "Ästhetik"!

Bei einem Farbkreis handelt es sich um ein kreisförmiges Ordnungssystem der Farbenlehre, welches dazu dient, Farben zu beschreiben und zu ordnen. Zudem können mithilfe eines Farbkreises harmonische Farbkombinationen festgelegt werden.

In den vergangenen Jahrtausenden konzentrierten sich verschiedene Kunstschaffende in ihren Farbkreisen auf unterschiedliche Schwerpunkte. Angesichts dessen variiert auch die Anordnung der Farben. In dieser Erklärung lernst Du den Farbkreis von Johannes Itten anhand von praktischen Beispielen genauer kennen.

Der Farbkreis nach Johannes Itten

Der Schweizer Maler, Kunsttheoretiker und Kunstpädagoge Johannes Itten (1888–1967) entwickelte 1961 – während seiner Zeit als Meister am Bauhaus in Weimar – einen Farbkreis mit zwölf Farben. Den Farbkreis veröffentlichte Itten in seinem Werk "Kunst der Farbe".

Bei der Entwicklung seines Farbkreises fokussierte er sich auf die Untersuchung von Farbkontrasten. Dazu gehört etwa der Komplementärkontrast, der Dir in dieser Erklärung genauer erläutert wird. Itten schaffte es, Verknüpfungen zwischen einzelnen Farben anschaulich darzustellen. Heute bildet Ittens Farbkreis an vielen Schulen die Grundlage des Kunstunterrichts.

Wenn Du genauer erfahren möchtest, was das Bauhaus ist, schaue gern in der Erklärung "Bauhaus Kunst" vorbei, die Du auf StudySmarter finden kannst.

Der Farbkreis nach Itten baut sich aus insgesamt 12 Farben auf: 3 Primär- bzw. Grund-, 3 Sekundär- und 6 Tertiärfarben:

  • Im inneren Dreieck kannst Du die drei Primärfarben erkennen: Gelb, Rot und Blau.
  • Die zweite Ebene, also die drei Dreiecke, die an den Seiten der Primärfarben liegen, beinhaltet die Sekundärfarben Grün, Violett und Orange.
  • Die äußerste Ebene, welche in Form eines Kreises um die Dreiecke dargestellt wird, zeigt die Tertiärfarben Türkis, Blauviolett, Purpurrot, Orangerot, Dunkelgelb und Gelbgrün. Die Tertiärfarben liegen immer zwischen einer Primärfarbe und einer Sekundärfarbe und stellen die Übergänge dar, sodass ein Farbkreis entsteht.
Farbkreis Itten Farbkreis StudySmarterAbbildung 2: Farbkreis nach IttenJohannes Itten: "Kunst der Farbe" (1961)

In der anschließenden Übersicht erfährst Du, was unter den Primär-, Sekundär- und Tertiärfarben verstanden wird und wie sie sich mischen lassen:

FarbkategoriePrimärfarben / GrundfarbenSekundärfarbenTertiärfarben
Kurzbeschreibungsind nicht mischbar, bilden die Grundlage für alle weiteren Farbenentstehen aus der Mischung von zwei Primärfarbenentstehen aus der Mischung von einer Primär- und einer Sekundärfarbe
Farben und wie sie gemischt werdenBlauGelbRotGrün (Gelb+Blau)Violett (Blau+Rot)Orange (Rot+Gelb)Blaugrün/Türkis (Grün+Blau)Blauviolett (Blau+Violett)Purpurrot/Violettrot (Violett+Rot)Orangerot (Rot+Orange)Dunkelgelb/Gelborange (Gelb+Orange)Hellgrün/Gelbgrün (Gelb+Grün)
Abbildung

Farbkreis Primärfarben StudySmarterAbbildung 3: Darstellung der PrimärfarbenQuelle: bilder-plus.de

Farbkreis Sekundärfarben StudySmarterAbbildung 4: Darstellung der SekundärfarbenQuelle: bilder-plus.de

Farbkreis Tertiärfarben StudySmarterAbbildung 5: Darstellung der TertiärfarbenQuelle: bilder-plus.de

Aufgrund dessen, dass sich in den vergangenen Jahrtausenden verschiedene Kunstschaffende auf verschiedene Schwerpunkte (etwa Kunst, Psychologie, Physik usw.) in ihren Farbkreisen konzentrierten, variiert auch die Anordnung der Farben.

Der deutsche Drucktechniker Harald Liebedank Küppers (1928–2021) entwickelte sein Farbmodell aus naturwissenschaftlicher Sicht. Sein Modell besteht nicht aus Primär-, Sekundär- oder Tertiärfarben. Küppers Farbkreis baut sich aus den 3 Urfarben Orangerot, Violettblau und Grün auf. Aus diesen Farben entstehen die 6 Grundfarben Gelb, Cyanblau, Magentarot, Grün, Violettblau und Gelb. Zudem integrierte Küppers die unbunten Farben Schwarz und Weiß als einen separaten Teil des Systems, welcher linear angeordnet ist.

Heute gilt der Farbkreis nach Küppers als der am besten geeignetste Farbkreis, um mit Farben zu gestalten. Deshalb wird er an vielen Hochschulen gelehrt.

Wie der bekannte deutsche Dichter Johann Wolfgang von Goethe oder Harald Liebedank Küppers ihren Farbkreis anordneten, erfährst Du in der Erklärung "Farbenlehre"!

Die Eigenschaften einer Farbe

Farben können bestimmte Eigenschaften zugeordnet werden. Dazu gehört der Farbton, die Farbhelligkeit, die Farbsättigung und zuletzt die Farbtemperatur. Mithilfe dieser Eigenschaften kann Dein bisher kennengelernter Farbraum weiter ausgebaut werden.

Der Farbton

Zu einer der Haupteigenschaften einer Farbe gehört der Farbton. Dabei handelt es sich um nichts anderes als den die Farbe selbst. Zum Beispiel sind die Farben Rot, Grün oder Blau Farbtöne.

Diese Farben werden in digitalen (Gestaltungs-) Programmen meistens in einem Farbrad angeordnet, bei dem eine bestimmte Gradzahl eine bestimmte Farbe definiert. Das Rad reicht von 0° bis 360°. Der Farbton bezieht sich dabei immer auf die Farbe, die sich am Rand des Rads befindet. Bei 0° befindet sich die Farbe Rot, bei 120° die Farbe Grün und bei 240° wiederum die Farbe Blau und so weiter. Weitere Gradzahlen kannst Du an der nachfolgenden Abbildung erkennen.

Farbkreis Farbton StudySmarterAbbildung 6: Veranschaulichung des FarbtonsQuelle: wisotop.de

Das bedeutet, mithilfe des Farbtons wird zunächst eine Farbe definiert. Durch andere Eigenschaften wie die Farbhelligkeit oder die Farbsättigung baut sich die Vielfalt der Farben aus.

Die Farbhelligkeit

Durch die Zugabe von Weiß oder Schwarz kann eine Künstlerin oder ein Künstler die Helligkeit seines gewählten Farbtons steuern. Wird einer Farbe Weiß beigemischt, wird die Farbe aufgehellt, wird einer Farbe Schwarz beigemischt, wird die Farbe abgedunkelt.

Mithilfe der Farbhelligkeit kann die Räumlichkeit einer Farbe und somit eines Kunstwerks beeinflusst werden, indem etwa Schattierungen oder Lichtreflexe in der gleichen Farbfamilie gesetzt werden.

In der folgenden Abbildung siehst Du eine Abstufung der Farbhelligkeit anhand von vier Farben. In der Mitte befinden sich jeweils die Originalfarben. Nach links werden die Farben schrittweise heller, bis sie in Weiß resultieren. Nach rechts werden die Farben zunehmend dunkler und entwickeln sich bis hin zu Schwarz:

Farbkreis Farbhelligkeit StudySmarterAbbildung 7: Veranschaulichung der FarbhelligkeitQuelle: zeix.com

Würde in einem Porträt die Hautfarbe aus nur einem Farbton bestehen, sähe die abgebildete Person nicht wirklich realistisch aus. Durch das Einbeziehen von unterschiedlichen Helligkeiten dieser Hautfarbe kann erzielt werden, dass die Person realistischer und gleichzeitig räumlicher aussieht.

Achte in der folgenden Abbildung auf den Kopf des dargestellten Mannes: Die rechte Gesichtshälfte ist dunkler als die linke. Durch Helligkeitsabstufungen der Hautfarbe erreichte der Künstler Harmenszoon van Rijn einen fließenden Übergang von Licht- zu Schattenpartien.

Farbigkeit und Farbkreis Farbhelligkeit Helligkeitsabstufung Rembrandt Harmenszoon van Rijn Alter Mann im Lehnstuhl StudySmarterAbbildung 8: Beispiel einer HelligkeitsabstufungRembrandt Harmenszoon van Rijn: "Alter Mann im Lehnstuhl" (1654) Öl auf Leinwand, 108 x 86 cmHermitage Museum, St. Petersburg, Russland

Mithilfe einer Farbabstufung kann einem zweidimensionalen Kunstwerk Räumlichkeit verliehen werden. Mehr zum Thema Räumlichkeit in der Kunst erfährst Du in der Erklärung "Raumkomposition".

Die Farbsättigung

Die Farbsättigung stellt dar, wie farbkräftig eine Farbe wahrgenommen wird. Beim Farbkreis weisen alle Farben eine Sättigung von 100 Prozent auf. Wird einer Farbe ein Grauton beigemischt, verändert sich die Farbsättigung. Die Farben verblassen und wirken wie matt und ausgewaschen. Das bedeutet also, je intensiver eine Farbe wirkt, umso höher ist die Farbsättigung und umso weniger Grautöne sind beigemischt.

Farbkreis Farbsättigung StudySmarterAbbildung 9: Veranschaulichung der FarbsättigungQuelle: hile.studip.de

Im Anschluss siehst Du dazu auch ein Praxisbeispiel aus der bildenden Kunst. Es handelt sich um das Werk "Fischerboote am Strand" (1888) von Vincent van Gogh. Achte bei dem Gemälde besonders auf die Farbigkeit der Boote. Kannst Du erkennen, wie die Farbintensität Boot für Boot an Sättigung verliert? Die Boote, die sich am rechten Bildrand befinden, sehen deutlich blasser aus, als die Boote auf der linken Seite des Kunstwerks.

Farbigkeit und Farbkreis Farbsättigung Vincent Van Gogh Fischerboote am Strand StudySmarterAbbildung 10: Beispiel einer SättigungsabstufungVincent van Gogh: "Fischerboote am Strand" (1888)Öl auf Leinwand, 65 x 81,5 cmArles, Frankreich

Die Farbtemperatur

Farben vermitteln den Betrachtenden Gefühle, die Assoziationen zu Eigenschaften aufweisen können. Mithilfe von bestimmten Farben kann auch die Empfindung einer Temperatur erzeugt werden. Wie im echten Leben wird zwischen kalt und warm unterschieden. Farben, in denen ein hoher Blauanteil existiert, werden eher als kalt wahrgenommen. Dominieren dagegen Rottöne, wird die Farbe als warm bezeichnet.

In Ittens Farbkreis befinden sich die kalten Farben links unten, also zwischen Gelbgrün und Rot. Die warmen Farben findest Du dagegen rechts oben. Dazu gehören die Farben zwischen Grün und Magenta.

Die Farbpsychologie besagt, dass kalte Farbtöne eine beruhigendere Wirkung auf den Menschen haben. Warme Farben dagegen haben eine anregende Wirkung.

Farbkreis Farbtemperatur StudySmarterAbbildung 11: Veranschaulichung der FarbtemperaturenQuelle: kunst7farbe.wordpress.com

Nachfolgend siehst Du ein Gemälde, in dem mit kalten und warmen Farbtönen gearbeitet wurde. Es stammt von dem Künstler Paul Cézanne (1839–1906) und zeigt eine Landschaft mit Häusern, Meer und Bergen. Betrachtest Du die Häuser vorn im Bild, kannst Du erkennen, dass diese sehr warm aussehen — so, als wären sie von einem warmen Sonnenschein angestrahlt.

Im Gegensatz dazu steht das blaue Meer, die blauen Berge und der blaue Himmel. Diese aufgezählten Elemente wurden durch warme Farbtöne aufgehellt, im Gesamteindruck erscheinen sie jedoch kühler. Durch die Farbkombination wirkt das Werk farbintensiv und spannend. Auch bei diesem Gemälde werden die Farben als Mittel zur Erzeugung von Räumlichkeit eingesetzt: Die Häuser erscheinen näher als das Meer, die Berge und der Himmel.

Farbigkeit und Farbkreis Warm Kalt Kontrast Beispiel Paul Cezanne Die Bucht von Marseille StudySmarterAbbildung 12: Beispiel einer Kombination von warmen und kalten FarbenPaul Cézanne: "Die Bucht von Marseille, von L'Eestaque aus gesehen" (ca. 1885)Öl auf Leinwand, 80 x 99,6 cmArt Institute of Chicago, United States

Die Wirkung einer Farbe

Der Mensch assoziiert mit verschiedenen Farben unterschiedliche Bedeutungen und Emotionen. Dieses Phänomen wird von Kunstschaffenden bei der Erstellung ihrer Werke oft genutzt, um eine bestimmte Wirkung mit den Farben zu erzielen.

Die Bedeutung einer Farbe kann für jeden Menschen unterschiedlich sein, dennoch herrscht in Kulturkreisen ein allgemeines Verständnis über die Wirkung einer Farbe.

In der folgenden Tabelle siehst Du eine Liste mit den häufigsten psychologischen Wirkungen, die bestimmten Farben zugeschrieben werden. Dabei ist es interessant zu beobachten, dass Farben manchmal gegensätzliche Wirkungen haben können – je nach Kontext:

FarbeWirkung
GelbSommer, Sonne, Wärme, Heiterkeit, Gift, Feigheit, Gier, Egoismus, Leichtigkeit, Kreativität, Eifersucht, Optimismus
OrangeLebendigkeit, Ausgelassenheit, Fröhlichkeit, Neugier, Energie, Aufdringlichkeit, Freude, Gemütlichkeit, Willenskraft
RotAchtung, Gefahr, Intensität, Liebe, Wut, Aggressivität, Wärme, Anziehung, Kraft, Feuer, Energie, Hass, Stolz
ViolettKreativität, Fantasie, Magie, Religion, Luxus, Spiritualität, geheimnisvoll, Exklusivität, Eitelkeit, Macht, Eleganz
BlauKälte, Verantwortungsbewusstsein, Meer, Himmel, Ferne, Ruhe, Depressivität, Sicherheit, Loyalität, Sauberkeit, Vertrauen, Sehnsucht, Kälte
GrünGlück, Natur, Gesundheit, Ruhe, Leben, Wachstum, Harmonie, Hoffnung, Fruchtbarkeit, Eifersucht, Unreife, Beruhigung, Erfrischung
BraunAuthentizität, altmodisch, dreckig, gemütlich, traditionell, Wärme, Natur, Erde
WeißNeutralität, Unschuld, Sauberkeit, Licht, sensibel, leer, steril, Weisheit, Frieden, Leere, Reinheit
GrauZurückhaltung, Formalität, Emotionslosigkeit, Professionalität, Modernität, Langeweile, Alter, Würde
SchwarzFinsternis, Seriosität, Tod, Trauer, Dominanz, Funktionalität, Formalität, Einsamkeit, Ernsthaftigkeit, Schmerz, Edel

Die Farbe Violett wird als besonders luxuriös und edel wahrgenommen. Anhand des nachfolgenden Gemäldes von Robert Lewis Reid (1862–1929) kannst Du diese Wirkung erkennen. Das Werk beinhaltet fast ausschließlich violette Farbtöne, wobei helle Nuancen überwiegen, die mit Weiblichkeit, Zartheit und Romantik verbunden werden. Zudem erscheint das Werk als fantasievoll, da in der Wirklichkeit selten ein solches Zusammenspiel des Farbtons zu sehen ist.

Farbigkeit und Farbkreis Veranschaulichung Wirkung Violett StudySmarterAbbildung 13: Veranschaulichung der Wirkung von der Farbe ViolettRobert Lewis Reid: "Der violette Kimono" (ca. 1910)Öl auf Leinwand, 73,6 x 67,9 cmSmithsonian American Art Museum, Washington, D.C.

Harmonische Farbzusammenstellungen

Nachdem Du nun einiges zur Farbigkeit und dem Farbkreis lesen konntest, fragst Du Dich vielleicht, wie Du mit diesem Wissen eine harmonische Farbzusammenstellung erreichen kannst? Es gibt unterschiedliche Methoden, mit denen gelungene Farbschemata kreiert werden können.

Das analoge Farbschema

Bei dieser Farbzusammenstellung, wie auch bei den anschließenden, entscheiden sich Künstlerinnen und Künstler zunächst für eine Farbe. Diese Farbe wird in der analogen Farbharmonie mit den Farben kombiniert, die im Farbkreis nach Itten direkt aneinander angrenzen. Entscheidet sich der Kunstschaffende also für die Farbe Orange, kann er damit unter anderem Gelb- und Rottöne kombinieren. Daraus resultiert ein harmonischer und sanfter Gesamteindruck, der über wenig Kontraste verfügt.

Farbkreis analoges Farbschema StudySmarterAbbildung 14: Veranschaulichung des analogen FarbschemasQuelle: blog.hubspot.de

Mithilfe des analogen Farbschemas können etwa Jahreszeiten gut dargestellt werden: Der Herbst wird in der Regel mit warmen Farbtönen dargestellt. Der Frühling dagegen wird mit kühleren Farben assoziiert. Claude Monet (1840–1926) hat 1885 ein Kunstwerk angefertigt, welches den Frühling darstellen soll.

Bei diesem Werk arbeitete er mit kühlen Farbtönen, die verwandt zueinander sind. Das bedeutet, sie unterscheiden sich hauptsächlich in der Farbintensität. Um bei diesem Bild den Eindruck von Räumlichkeit zu erreichen, malte Monet den Hintergrund in blasseren Farben als im Vordergrund. Insgesamt ist der Kontrast zwischen den Farben gering, wodurch sie umso mehr harmonieren und beinahe ineinander fließen.

Farbkreis analoges Farbschema Beispiel StudySmarterAbbildung 15: Beispiel eines analogen FarbschemasClaude Monet: "Die Weide. Frühling an der Epte" (1885)

Das komplementäre Farbschema

Im Gegensatz zur eben beschriebenen Methode können auch Farben miteinander kombiniert werden, die einen hohen Kontrast zueinander aufweisen. Dabei handelt es sich um die Kombination von Komplementärfarben. Das sind Farben, die im Farbkreis direkt gegenüber voneinander liegen. Nach Ittens Farbkreis sind das die Farben Rot-Grün, Gelb-Violett und Blau-Orange. Es bilden demnach immer eine kalte und eine warme Farbe eine Komplementärfarbe.

Eine Mischung aus zwei Komplementärfarben ergeben neutrale Farben wie Grau, Braun oder andere Erdtöne.

Farbkreis komplementäres Farbschema StudySmarterAbbildung 16: Veranschaulichung des komplementären FarbschemasQuelle: blog.hubspot.de

Das komplementäre Farbschema kann verwendet werden, um die zwei Komplementärfarben kräftiger und leuchtender darzustellen, um einem Werk Spannung und Abwechslung zu verleihen oder um damit Schattierungen zu setzen.

Im folgenden Gemälde von Agnolo Bronzino (1503–1572) kannst Du die Kombination der Komplementärfarben Grün- und Rot erkennen. Die Farben kontrastieren stark miteinander, das rote Kleid der dargestellten Dame sticht besonders hervor. Diese Betonung erzeugt bei den Betrachtenden die Wirkung von Stärke und Charakter der abgebildeten Dame.

Farbigkeit und Farbkreis Komplementärkontrast Beispiel Agnolo Bronzino A Young Woman and Her Little Boy StudySmarterAbbildung 17: Beispiel eines komplementären FarbschemasAgnolo Bronzino: "A Young Woman and Her Little Boy" (ca. 1540)Öl auf Platte, 99.50 x 76 mmNational Gallery of Art, Washington, D.C.

Neben dem Komplementärkontrast gibt es zum Beispiel auch den Farbe-an-sich- und den Qualitätskontrast. Um was es sich dabei handelt, kannst Du in der Erklärung zur "Farbenlehre" genauer nachlesen!

Das monochrome Farbschema

Kombinieren Kunstschaffende unterschiedliche Helligkeitsabstufungen einer Farbe miteinander, kann vom monochromen Farbschema gesprochen werden: Einer Farbe wird Schwarz oder Weiß beigemischt, um die Farbe abzudunkeln oder aufzuhellen. Dadurch kann Abwechslung und Tiefe in ein zweidimensionales Werk gebracht werden. In der bildenden Kunst werden monochromatische Farben besonders oft für Bildhintergründe verwendet.

Farbkreis monochromes Farbschema StudySmarterAbbildung 18: Veranschaulichung des monochromen FarbschemasQuelle: blog.hubspot.de

Im Folgenden siehst Du ein weiteres Werk von van Gogh. Dabei arbeitete er fast ausschließlich mit Gelbtönen und dessen Helligkeitsstufen, um eine Landschaft darzustellen. Im Vordergrund mischte er dem Gelb mehr Schwarz bei, wodurch es dunkler wurde. Für die Partien, die von der Sonne angestrahlt werden, fügte er dem Gelb etwas weiße Farbe hinzu. Für den strahlend gelben Himmel nutzte er dagegen nur minimale Abstufungen.

Farbigkeit und Farbkreis Monochrome Farben Vincent Van Gogh Weizenfeld mit Schnitter und Sonne StudySmarterAbbildung 19: Beispiel eines monochromen FarbschemasVincent van Gogh: "Weizenfeld mit Schnitter und Sonne" (1889)Öl auf Leinwand, 72 x 92 cmOtterlo, Niederlande

Das triadische Farbschema

Bei dem triadischen Schema werden drei Farben ausgewählt, die im Farbkreis von Itten denselben Abstand zueinander aufzeigen. Dazu gehören etwa die Farben Rot, Gelb und Blau. Diese Farbzusammenstellung ist sehr kontrastreich, weswegen diese Kombination bunt und lebendig wirkt, gleichzeitig aber auch recht aufdringlich.

Farbkreis triadisches Farbschema StudySmarterAbbildung 20: Veranschaulichung des triadischen FarbschemasQuelle: blog.hubspot.de

Im Werk "Der Schrei" arbeitete Edvard Munch mit einem triadischen Farbschema. Du kannst sowohl Rot- als auch Gelb-, Grün- und Blautöne erkennen. Es ist zudem auffällig, dass alle Farben dieselbe Sättigung und Helligkeit aufweisen. Dadurch bildet sich ein harmonischer Gesamteindruck, obwohl die Farben eigentlich stark miteinander im Kontrast stehen.

Farbigkeit und Farbkreis triadisches Farbschema Beispiel StudySmarterAbbildung 21: Beispiel eines triadischen FarbschemasEdvard Munch: "Der Schrei" (1910)Öl und Tempera auf Pappe, 83 x 66 cmMunch-Museum Oslo, Norwegen

Farbkreis - Das Wichtigste

  • Bei einem Farbkreis handelt es sich um ein kreisförmiges Ordnungssystem der Farbenlehre, welches dazu dient, Farben zu beschreiben und zu ordnen. Zudem können mithilfe eines Farbkreises Farbzusammenstellungen bestimmt werden.
  • Itten unterteilte die Farben seines Farbkreises nach ihrer Mischbarkeit in Primär- bzw. Grund-, Sekundär- und Tertiärfarben ein.
  • Primärfarben sind nicht mischbar und bilden die Grundlage für alle weiteren Farben. Sekundärfarben entstehen wiederum aus der Mischung vonzwei Primärfarben. Werden eine Primär- und eine Sekundärfarbe miteinander gemischt, entsteht eine Tertiärfarbe.
  • Farben, die im Farbkreis direkt gegenüber voneinander liegen, werden als Komplementärfarben bezeichnet.
  • Farben können bestimmte Eigenschaften zugeordnet werden. Dazu gehört der Farbton, die Farbhelligkeit, die Farbsättigung und zuletzt die Farbtemperatur.
  • Menschen assoziieren mit Farben unterschiedliche Bedeutungen und Emotionen. Beispielsweise wird mit der Farbe Rot, je nach Kontext, Gefahr, Intensität, Liebe, Wut, Feuer oder Energie verbunden.
  • Es gibt unterschiedliche Methoden, mit denen gelungene Farbschemata kreiert werden können. Dazu gehören unter anderem das analoge, das komplementäre, das monochrome und das triadische Farbschema.

Nachweise

  1. Maria Carla Prette (2017). Kunst verstehen. Naumann & Göbel Verlag.
  2. Eva Heller (2004). Wie Farben auf Gefühl und Verstand wirken. Rowohlt Taschenbuch Verlag.
  3. Johannes Itten (2021). Kunst der Farbe. Christophorus Verlag.
  4. Hans Gekeler (2007). Handbuch der Farbe: Systematik, Ästhetik, Praxis. DuMont Buchverlag.
  5. Abbildung 1: Beispiel einer harmonischen Farbkombination; Vincent Van Gogh: "Self-Portrait" (1889) (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Self-Portrait_(1889)_by_Vincent_van_Gogh.jpg) (https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/)
  6. Abbildung 2: Farbkreis nach Itten; Johannes Itten: "Kunst der Farbe" (1961) (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Farbkreis_Itten_1961.svg) (https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/)
  7. Abbildung 8: Beispiel einer Helligkeitsabstufung; Rembrandt Harmenszoon van Rijn: "Alter Mann im Lehnstuhl" (1654) (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rembrandt_Harmensz._van_Rijn_003.jpg) (https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/)
  8. Abbildung 10: Beispiel einer Sättigungsabstufung; Vincent Van Gogh: "Fischerboote am Strand" (1888) (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Vincent_van_Gogh_-_Vissersboten_op_het_strand_van_Les_Saintes-Maries-de-la-Mer_-_Google_Art_Project.jpg) (https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/)
  9. Abbildung 12: Beispiel einer Kombination von warmen;und kalten Farben; Paul Cézanne: "Die Bucht von Marseille, von L'Eestaque aus gesehen" (ca. 1885) (https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Paul_Cézanne_-_The_Bay_of_Marseilles,_Seen_from_L%27Estaque_-_Google_Art_Project.jpg) (https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/)
  10. Abbildung 13: Veranschaulichung der Wirkung von der Farbe Violett; Robert Lewis Reid: "Der violette Kimono" (ca. 1910) (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Robert_Reid_-_The_Violet_Kimono_-_1929.6.88_-_Smithsonian_American_Art_Museum.jpg) (https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/)
  11. Abbildung 15: Beispiel eines analogen Farbschemas: (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Claude_Monet._Die_Weide._Fr%C3%BChling_an_der_Epte_(Le_S%C3%A4ule,_The_Willow),_1885,_%C3%96l_auf_Leinwand,_65x92_cm,_Privatbesitz.jpg?uselang=de) – Public Domain
  12. Abbildung 17: Beispiel eines komplementären Farbschemas; Agnolo Bronzino: "A Young Woman and Her Little Boy" (ca. 1540) (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Agnolo_Bronzino_-_A_Young_Woman_and_Her_Little_Boy_-_Google_Art_Project.jpg) (https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/)
  13. Abbildung 19: Beispiel eines monochromen Farbschemas; Vincent Van Gogh: "Weizenfeld mit Schnitter und Sonne" (1889) (https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Van_Gogh_-_Weizenfeld_mit_Schnitter_und_Sonne.jpeg) (https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/)
  14. Abbildung 21: Beispiel eines triadischen Farbschemas; Edvard Munch: "Der Schrei" (1910) (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Edvard_Munch_-_The_Scream_-_Google_Art_Project.jpg) (https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/)

Häufig gestellte Fragen zum Thema Farbkreis

Als Primärfarben werden die Farben bezeichnet, die sich nicht aus anderen Farben mischen lassen. Deswegen bilden sie die Grundlage für alle weiteren Farben. Zu den Primärfarben gehören die Farben Rot, Blau und Gelb.

Werden jeweils zwei Primärfarben in einem 50:50-Verhältnis miteinander gemischt, ergeben sich die Sekundärfarben. Die Tertiärfarben ergeben sich aus der Mischung von je einer Primär- und Sekundärfarbe. 

Küppers Farbkreis, der im Grunde einem Sechseck entspricht, baut sich aus 6 Grundfarben auf, die sich im Inneren und in den Ecken des Sechsecks befinden. Dazu gehören die Farben Gelb, Orange, Magenta, Violett, Cyan und Grün. 

Farben, die im Farbkreis direkt gegenüber voneinander liegen, werden als Komplementärfarben oder Ergänzungsfarben bezeichnet. Das wären nach Ittens Farbkreis die Farben Rot-Grün, Gelb-Violett und Blau-Orange.

Finales Farbkreis Quiz

Frage

Welche Farbe ergibt was?

Antwort anzeigen

Antwort

Werden jeweils zwei Primärfarben in einem 50:50-Verhältnis miteinander gemischt, ergeben sich die Sekundärfarben. Die Tertiärfarben ergeben sich aus der Mischung von je einer Primär- und Sekundärfarbe

Frage anzeigen

Frage

Was sind Komplementärfarben?

Antwort anzeigen

Antwort

Komplementärfarben sind Farben, die im Farbkreis direkt gegenüberliegen. Dazu gehören Gelb und Violett, Grün und Rot, Blau und Orange.

Frage anzeigen

Frage

Was ist an Primärfarben besonders?

Antwort anzeigen

Antwort

Primärfarben sind nicht mischbar.

Frage anzeigen

Frage

Welche sind die Sekundärfarben?

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Antwort

Grün, Orange und Violett.

Frage anzeigen

Frage

Wie werden Tertiärfarben gemischt?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Tertiärfarben ergeben sich aus der Mischung von je einer Primär- und Sekundärfarbe

Frage anzeigen

Frage

Was passiert, wenn zwei Komplementärfarben miteinander gemischt werden?

Antwort anzeigen

Antwort

Eine Mischung aus zwei Komplementärfarben ergeben neutrale Farben wie Grau, Braun oder andere Erdtöne.

Frage anzeigen

Frage

Wann werden Farben als warm oder kalt beschrieben?

Antwort anzeigen

Antwort

Farben, in denen ein blau-Anteil existiert, werden eher als kalt wahrgenommen. Dominieren dagegen Rottöne, wird die Farbe als warm bezeichnet.

Frage anzeigen

Frage

Was ist ein Farbkreis?

Antwort anzeigen

Antwort

Bei einem Farbkreis handelt es sich um ein kreisförmiges Ordnungssystem der Farbenlehre, welches dazu dient, Farben zu beschreiben und zu ordnen. Zudem können mithilfe eines Farbkreises Farbzusammenstellungen bestimmt werden. 

Frage anzeigen

Frage

In welche drei Kategorien teilte Itten seinen Farbkreis auf?

Antwort anzeigen

Antwort

Itten unterteilte die Farben seines Farbkreises nach ihrer Mischbarkeit in Primär-, Sekundär- und Tertiärfarben ein.

Frage anzeigen

Frage

Farben können bestimmte Eigenschaften zugeordnet werden. Dazu gehört ...

Antwort anzeigen

Antwort

  • der Farbton
  • die Farbhelligkeit
  • die Farbsättigung 
  • die Farbtemperatur

Frage anzeigen

Frage

Wahr oder falsch?


Die Farbpsychologie besagt, dass kalte Farbtöne eine anregende Wirkung auf den Menschen haben. Warme Farben dagegen haben eine beruhigende Wirkung. 

Antwort anzeigen

Antwort

Falsch

Frage anzeigen

Frage

Was ist eine Farbsättigung?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Farbsättigung stellt dar, wie farbkräftig eine Farbe wahrgenommen wird. Wird einer Farbe ein Grauton beigemischt, verändert sich die Farbsättigung.

Frage anzeigen

Frage

Erkläre kurz, um was es sich bei der Farbhelligkeit handelt.

Antwort anzeigen

Antwort

Die Farbhelligkeit wird durch die Zugabe von Weiß oder Schwarz gesteuert. Wird einer Farbe Weiß beigemischt, wird die Farbe aufgehellt; wird einer Farbe Schwarz beigemischt, wird die Farbe abgedunkelt

Frage anzeigen

Frage

Warum wirkt rotes Fleisch, welches sich auf einem grünen Salat befindet, viel roter, als wenn es auf einem weißen Teller liegt?

Antwort anzeigen

Antwort

Das liegt daran, dass es sich bei den Farben Rot und Grün um Komplementärfarben handelt. Dadruch ist der Farbkontrast maximal und die Farben entfalten ihre höchstmögliche Leuchtkraft

Frage anzeigen

Frage

Welche Farben werden als Primärfarben bezeichnet?

Antwort anzeigen

Antwort

Blau

Frage anzeigen

Frage

Aus wie vielen Farben baut sich Ittens Farbkreis auf?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Farbkreis nach Itten baut sich aus insgesamt 12 Farben auf: 3 Primär- bzw. Grund-, 3 Sekundär- und 6 Tertiärfarben.  

Frage anzeigen

Frage

Erkläre das triadische Farbschema genauer.

Antwort anzeigen

Antwort

Bei dem triadischen Schema werden drei Farben ausgewählt, die im Farbkreis von Itten denselben Abstand zueinander aufzeigen. Dazu gehören etwa die Farben Rot, Gelb und Blau.

Frage anzeigen

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