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Fotografie

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In der Fotografie hat sich einiges in den letzten Jahrzehnten geändert. Vor dem digitalen Zeitalter war die Fotografie ein ernstes und potenziell lebensbedrohliches Geschäft. Die Chemikalien, die verwendet wurden, um Bilder zu entwickeln, wie Quecksilber, Silbernitrat, Lauge und Ähnliches, verursachten nach längerem Kontakt Halluzinationen, oder führten sogar zum Todesfall. Heute ist die Arbeit von einem/r Fotografen*in zum Glück nicht mehr ein Spiel mit Leben und Tod. Dank moderner Technik ist es möglich, dass auch Laien Momente jederzeit mit einer Kamera festhalten können.

Die Fotografie ist eine Gattung der bildenden Kunst und bedeutet wortwörtlich: mit Licht zeichnen. Der Begriff setzt sich aus dem Griechischen photo für "Licht" und graph für "zeichnen" zusammen. Fotografieren ist das Aufzeichnen eines Bildes - einer Fotografie/eines Fotos - auf einer lichtempfindlichen Oberfläche.

Die Geschichte der Fotografie

Die Geschichte der Fotografie geht zurück bis ins 4. Jahrhundert vor Christus. Damals beobachtete bereits Aristoteles das optische Phänomen, wie in einem dunklen Raum, mit einem kleinen Loch als einzige Lichtquelle, ein Bild an die gegenüberliegende Wand projiziert werden kann. Dieses Phänomen soll Jahrhunderte später zu der Entwicklung der Camera Obscura beitragen.

Fotografie Camera Obscura StudySmarterAbbildung 1: Prinzip der Camera ObscuraQuelle: coswig.deHistorische Darstellung - Malen und Zeichnen mit der Camera Obscura

Alhazen: die Camera Obscura

Ibn Al-Haitham, im Westen bekannt als Alhazen, war ein Mathematiker, Physiker und Astronom in der Blütezeit des Islams, auch bekannt als Goldenes Zeitalter des Islams. Er gilt als einer der bedeutendsten Universalgelehrten und ist auch als „Vater der modernen Optik“ bekannt. Alhazen’s Leistungen und Beiträge zu optischen Linsen ermöglichte die Entwicklung und Herstellung erster Brillen, Mikroskope und Teleskope.

Die Camera Obscura, auch Lochkamera genannt, erfand er im Jahre 1021. In Kairo verfasste er zwischen 1012 und 1021 sein Buch zur Optik und verwendet den Begriff „Al-Bayt al Muthlim“ für die Kamera, was übersetzt ins Deutsche „dunkler Raum“ bedeutet. Hier erklärte er das optische Phänomen von Aristoteles auf wissenschaftlicher Basis.

Doch diese "Kamera" zeichnete noch keine Bilder auf, sondern projizierte lediglich auf eine Oberfläche. Künstler*innen nutzten diese Erfindung, um Linien und Formen auf Leinwände zu übertragen, anstatt die Längen und Winkel eines Motivs oder einer Szene gedanklich auszumessen.

Während sich unsere Vorstellung von einer Kamera drastisch weiterentwickelt hat, gilt die Camera Obscura als der Baustein für die revolutionären Entwicklungen und Erfindungen im Bereich der Fotografie.

Das durch das kleine Loch hindurch tretende Licht projiziert ein Bild einer Szene auf die gegenüberliegende Oberfläche des Lichteinfalls. Das menschliche Auge funktioniert ähnlich wie die Camera Obscura. Beide haben eine Öffnung (Pupille), eine bikonvexe Linse zur Lichtbrechung und eine Oberfläche, auf der das Bild entsteht (Netzhaut).

Bei der Camera Obscura hat die Größe des Lochs einen großen Einfluss auf das projizierte Bild. Ein kleines Loch erzeugt ein kompaktes Lichtbündel und erwirkt ein schärferes, aber dafür dunkleres Bild. Ein helleres Bild wird durch ein größeres Loch erschaffen, dafür ist das Bild jedoch weniger fokussiert.

Fotografie Camera Obscura Lochkamera StudySmarterAbbildung 2: Camera ObscuraQuelle: de.depositphotos.com

Die Erfindung: Joseph Nicéphore Niépce

Das erste permanente Foto View from the Window at Le Gras wurde von Joseph N. Niépce 1826 in Frankreich geschossen. Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits seit ein paar Jahrhunderten "Kameras" (Camera Obscura), diese konnten jedoch nur Licht auf eine separate Oberfläche projizieren.

Niépce gelang es, dieses Problem zu lösen. Indem er eine Zinnplatte mit Bitumen beschichtete – dessen Einwirkzeit ganze 8 Stunden erforderte – und die Kamera in Richtung zur projizierenden Oberfläche aufstellte. Mit dem Lichteinfall der Sonne wurde die Schicht aus Bitumen härter und mit dem Waschen der Platte mit Lavendelöl konnte er die Abbildung dauerhaft fixieren.

Bitumen ist ein fast geruchloses und schwarz gefärbtes Rohstoff, das aus Erdöl gewonnen wird.

Fotografie Joseph Niepce das erste Foto View from the Window at Le Gras StudySmarterAbbildung 3: Das erste permanente FotoQuelle: lemonde.frJoseph N. Niépce: "View from the Window at Le Gras" (1826)Les Gras, Frankreich

Daguerreotypie - Louis Jacques Mandé Daguerre

Der Maler Louis J. M. Daguerre war von Niépces Entdeckung so begeistert, dass er sich mit ihm zusammenschloss. Daguerre bastelte weiter an Niépce's Verfahren und entwickelte die Daguerreotypie. Indem er versilberte, mit Jod bedampfte Kupferplatten verwendete, gelang es ihm, die Belichtungszeit erheblich zu verkürzen.

Für viele Menschen war die Fotografie zu der Zeit eine kostbare Kuriosität, doch mit dieser Methode wurde die Fotografie immer mehr zum kommerziellen Material.

Fotografie Louis Daguerre Portrait Daguerreotypie StudySmarterAbbildung 4: Louis Daguerre abgelichtet mit der DaguerreotypieQuelle: wikipedia.deJean-Baptiste Sabatier Blot (1844)

So erkennst Du eine Daguerreotypie:

1. Der Behälter

Daguerreotypie-Bilder sind sehr empfindlich und können leicht beschädigt werden. Deswegen kommen sie immer in Schutzhüllen, oft aus Leder und mit Seide oder Samt gefüttert.

2. Die Platte

Fotos wurden auf hochglanzpolierten Silberplatten erstellt. Je nach Betrachtungswinkel kann man sogar das "negative Bild" erkennen.

3. Die Trübung

Wenn Daguerreotypie-Bilder der Luft ausgesetzt werden, läuft die Silberplatte an. So entstehen an den Rändern - obwohl das Bild zum Beispiel eingerahmt ist - charakteristische Anlaufspuren.

4. Die Größe

Daguerreotypien wurden zwar in diversen Größen hergestellt, aber die meisten Porträts sind ziemlich klein, meistens etwa 5x8cm.

Der Aufschwung: Richard Maddox

Der Fotograf und Physiker Richard Maddox erfand 1871 das "Trockene Gelatineverfahren" zur Herstellung von Negativfilmen, die eine sprunghafte Verbesserung bestehender Fotografieverfahren war. Bei diesem Verfahren verwendet man eine dünne lichtempfindliche Schicht aus zweier normalerweise nicht mischbaren Flüssigkeiten (Emulsion) auf Glasplatten, um Fotos zu entwickeln.

Das Gelatineverfahren war bei der Entwicklung von Fotos in Bezug auf Geschwindigkeit und Qualität nahezu gleichwertig mit den zuvor üblichen Nassplatten, auch Kollodiumverfahren genannt. Bei dem Kollodiumverfahren war man darauf angesetzt, die Bilder zu machen, während die Platten noch nass waren. Maddox's Praktik ermöglichte eine einfache Lagerung, das wiederum Fotograf*innen mehr Freiheit beim Fotografieren gab.

Außerdem konnten so auch kleinere und handlichere Kameras hergestellt werden. Durch die Verkürzung der Belichtungszeit konnten die ersten Kameras mit mechanischem Verschluss entwickelt werden.

Fotografie Trockenes Gelatinverfahren Geschichte StudySmarterAbbildung 5: Trockenes GelatinverfahrenQuelle: kimon.hosting.nyu.edu

Fotografie für alle: George Eastman

Bis George Eastman um 1880 seine Firma Kodak gründete, war die Fotografie wegen der teuren und schädlichen Chemikalien immer noch eine Beschäftigung für Reiche oder Professionelle.

Eastman entwickelte einen flexiblen Rollfilm, bei dem die festen Platten nicht ständig gewechselt werden mussten. Das ermöglichte ihm, eine in sich geschlossene Boxkamera zu entwickeln, die 100 Filmbelichtungen aufnehmen konnte. Diese Kamera hatte ein kleines Einzelobjektiv ohne Fokuseinstellung.

Unter dem Slogan „You Press the Button, We Do the Rest“ wurde der Entwicklungsprozess von den Verbraucher*innen abgenommen, ähnlich wie bei den heutigen Einwegkameras. Das Produkt von Eastman war die erste Kamera, die sich der/die Durchschnittsbürger*in leisten konnte.

Der Film dieser Kameras war aber im Vergleich zum heutigen 35-mm-Film immer noch sehr groß. Erst Ende der 1940er-Jahre wurden die 35-mm-Filme für die Mehrheit der Verbraucher finanziell tragbar. Mit der Veröffentlichung von Kodak's "Kodachrome"-Film in den 1930ern, wurde Farbfotografie zum ersten Mal für die breite Masse zugänglich und gewann auch schnell an Popularität.

Fotografie George Eastman Kodak Patent StudySmarterAbbildung 6: US-Patent für Eastman's Kodak Kameraausgegeben an George Eastman04. September 1888

Polaroid: Fotos entwickeln in Sekunden

Polaroidbilder kennst Du womöglich von Filtern oder vielleicht besitzt Du selbst eine Polaroidkamera.

Die Firma Polaroid ist primär für ihre Sofortbildkameras bekannt. Frühe Modelle wurden Land-Kameras genannt, benannt nach dem Gründer Edwin Land. Zur gleichen Zeit, als die 35-mm-Kameras populär wurden, führte Polaroid ihr erstes Modell 1948 auf den Markt: Polaroid Land Model 95. In einer Handkamera wurde die Dunkelkammer samt Chemie verpackt, und innerhalb weniger Sekunden hatte man das Bild in den Händen.

Obwohl die Kamera kostspielig war, gewann sie schnell die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Zu Mitte der 1960er-Jahre hatte Polaroid schon diverse Modelle auf den Markt gebracht, mit den verschiedenen Preisklassen konnten sich nun immer mehr Menschen eine Polaroidkamera leisten.

Fotografie Edwin Land Polaroid Land Model 95 StudySmarterAbbildung 7: Polaroid Land Model 95Quelle: collection.sciencemuseumgroup.org.uk1948-1953USA

Damals und Heute

In den 1980ern und 90ern arbeiteten zahlreiche Firmen an Kameras, die Bilder elektronisch abspeichern konnten. Die Ersten davon waren Kompaktkameras, die digitale Speichermedien anstelle von Filmen verwendeten.

1991 hatte Kodak schon die erste Digitalkamera produziert, die so weit fortgeschritten war, dass sie von Profis erfolgreich eingesetzt wurde und an sehr viel Popularität gewann. Hersteller wie Canon, Nikon, Pentax und weitere holten diesen Standard auch bald auf.

Die genannten Hersteller bieten heute fortschrittliche, digitale Spiegelreflexkameras (DSLR) an. Selbst die einfachste Kompaktkamera nimmt heute Bilder in höherer Qualität auf als die Zinnplatte von Niépce.

Der Goldene Schnitt

Von den Pyramiden von Gizeh bis hin zu Da Vinci's Mona Lisa, die Gemeinsamkeit liegt im Goldenen Schnitt.

Bei dem Goldenen Schnitt handelt es sich um ein mathematisches Verhältnis, wo zwei Größen im Goldenen Schnitt stehen, wenn ihr Verhältnis gleich dem Verhältnis ihrer Summe zur größeren der beiden Größen ist.

Dieses Verhältnis kommt vielfach in der Natur vor, zum Beispiel am menschlichen Körper. Das Maß vom Nabel bis zum Boden und vom Scheitel bis zum Nabel hat den Goldenen Schnitt. Körper von anderen Lebensarten, wie Delfine, Seesterne, Ameisen und Honigbienen, folgen auch diesem Prinzip.

Weil wir es von der Natur gewohnt sind, bevorzugt unser Gehirn tatsächlich Objekte und Bilder, die auch dieser Regelung nachkommen. Es ist fast schon eine unterbewusste Anziehungskraft, und selbst die kleinsten Veränderungen an einem Bild, die dem Goldenen Schnitt angepasst wird, haben einen großen Einfluss auf unsere Wahrnehmung.

Das entdeckten auch Künstler*innen im 15. Jahrhundert und verwendeten den Goldenen Schnitt als Grundlage für ihre Kompositionen. Renaissance-Künstler*innen nannten ihn wegen seiner Fähigkeit, Ausgewogenheit und Schönheit zu verschmelzen, die Proportio Divina, was übersetzt "göttliche Proportionen" bedeutet.

Der Goldene Schnitt ist ein mathematisches Teilungsverhältnis. Das Längenverhältnis wird durch die irrationale Zahl Phi (Φ) bestimmt. Den Goldenen Schnitt kannst Du selbst mit der Formel a:b = (a+b):a berechnen. Gerundet sollten beide Seiten 1,618 ergeben.

Diese Formel kann Dir beim Erstellen und Designen von Logos, Layouts und Formen helfen.

Design-Team (nur Beispiel)

Abbildung 8: Prinzip des Goldenen SchnittsQuelle: daskreativeuniversum.de

Zur Veranschaulichung siehst Du unten den Goldenen Schnitt eingezeichnet in Michelangelo's "Die Erschaffung Adams".

Fotografie Goldener Schnitt in Erschaffung Adams StudySmarterAbbildung 9: Goldener Schnitt, eingezeichnet in einem GemäldeQuelle: daskreativeuniversum.deMichelangelo Buonarotti: "Die Erschaffung Adams" (c. 1512)Deckenfresko 280x580cmSixtinische Kapelle

Auf StudySmarter findest Du unter "Gestaltungsmittel der Fotografie" mehr über Möglichkeiten eines/r Fotografen*in zum Gestalten seiner/ihrer Fotografie.

Die analoge und digitale Fotografie

Du findest heutzutage eine Menge an verschiedenen Kameramodellen mit den unterschiedlichsten Einstellungen und Funktionen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen analogen und digitalen Kameras.

Die analoge Fotografie

Bei der analogen Fotografie, auch bekannt als Filmfotografie, wird eine Filmrolle in die Kamera eingelegt. Mit dem Betätigen des Auslösers entsteht eine Interaktion zwischen dem Licht und den Chemikalien im Film, und es wird ein Bild aufgenommen.

Ältere Analogkameras und Sofortbildkameras haben einen Sucher, keinen Bildschirm auf der Rückseite und eine Filmrolle im Inneren, die aufgewickelt werden muss. Neuere Modelle von Analogkameras haben unter anderem die Funktion, dass der Film mit einem Knopfdruck selber aufgerollt wird.

Die grundlegenden Funktionsprinzipen der Filmkamera sind seit ihrer Erfindung gleichgeblieben. Die Chemikalien im Film werden durch einfallendes Licht aktiviert, und das Objekt vor der Kameralinse wird auf dem Film abgebildet. Der Lichteinfall wird durch den Verschluss ausgelöst, während die Verschlusszeit steuert, wie viel Licht auf den Film scheinen darf.

Je nach Filmkapazität kann man 12, 24 oder 36 Fotos schießen. Zur Entwicklung muss der Film in einer Dunkelkammer geöffnet werden, ansonsten besteht die Gefahr alle Bilder zu zerstören, denn die Chemikalien in der Rolle reagieren höchst empfindlich auf Lichteinfall.

Aufbau einer Fotokamera

Abbildung 10:Quelle: creative.dragon.works.de

Heute gilt die analoge Fotografie als Hobby für bildende Künstler*innen oder als Grundlage für sehr hochauflösende Modefotografie. Beim letzteren benutzt man Großformate oder 35-mm-Kameras mit fortschrittlichen Digitalrückteilen.

Digitale Kamerarückwände sind Geräte, die an der Rückseite einer Kamera befestigt werden und einen elektronischen Bildsensor enthalten. Auf diese Weise können Analogkameras, digitale Fotos aufnehmen.

Fotografie Pentax Filmkamera I'm Back Rückwand StudySmarterAbbildung 11: I'm Back35-Rückwand montiert an eine Pentax FilmkameraQuelle: coolsten.de

Die digitale Fotografie

Digitale Daten werden allgemein als Code oder Zahlenfolge gespeichert. Dies ist auch der Hauptunterschied zwischen digitaler und analoger Fotografie. Durch den Sensor im Gehäuse der Kamera wird Licht in elektrische Signale umgewandelt, an den Prozessor weitergeleitet und als Abbildung gespeichert.

Dementsprechend hat die digitale Fotografie auch ihre Vorteile:

  • Bilder können sofort betrachtet werden.
  • Man hat keine langen Entwicklungsprozesse, auf die man warten muss.
  • Bilder sind einfach zu teilen, über digitale Medien oder soziale Netzwerke.
  • Bilder können auf unterschiedliche Datenträger gespeichert werden.

Die digitale Fotografie wird sowohl von durchschnittlichen Bürger*innen als auch von professionellen Fotograf*innen genutzt. Während Personen der ersten Gruppe hauptsächlich einfache Geräte, wie Digital- und Kompaktkameras, Tablets oder Smartphones verwenden, setzen Fotograf*innen hochwertige Spiegelreflexkameras (DSLR) ein.

Vereinfachte Darstellung von einer DSLR-Kamera

Abbildung 12: Schematischer Aufbau einer DSLR-KameraQuelle: creative-dragon-works.de

Die Fotografie als Kunstform

Am Anfang des 20. Jahrhunderts kämpfte eine Gruppe von Fotograf*innen für die Anerkennung der Fotografie als ein Zweig der bildenden Künste.

Die Mitglieder dieser Initiative, bekannt unter "Photo-Seccession", wandten sich dem arbeitsintensiven Verfahren von Fotoabzügen zu und lehnten die alten fotografischen Ideale, die Welt so darzustellen, wie sie ist, ab. Dafür wurde eine "malerische" Herangehensweise bevorzugt und befürwortet. Wie in der Malerei sollte die Schönheit des Motivs, die Farbgestaltung und die Komposition betont werden.

Heute ist das Hauptaugenmerk der Kunstfotografie, die Vision des/der Künstler*in festzuhalten. Um eine Fotografie als Kunstwerk einzuordnen, müssen zwei Faktoren näher betrachtet werden:

  1. Wurde das Bild von einem/r Künstler*in geschossen?
  2. Erfolgte die Aufnahme mit künstlerischer Intention?

Dennoch solltest Du Dir merken, dass nicht jede von einem/r Künstler*in geschossene Fotografie sogleich ein Kunstwerk ist. Vielmehr steht die Intention und Nutzung des Werks im Vordergrund. Die Kernfrage lautet:

Wird die Fotografie für kommerzielle Zwecke genutzt?

Ja Das Foto wird nicht als Kunstwerk betrachtet.
NeinWenn die Aufnahme mit künstlerischer Intention geschehen ist, kann das Foto als Kunstwerk in Betracht genommen werden.
AusnahmeManche kommerzielle Aufnahmen, wie Modefotografie, können problematisch bei der Einordnung sein, da diese teilweise sehr künstlerische Abbildungen hervorbringen.

Wenn Du mehr über die Fotografie als Kunstform wissen möchtest, findest Du auf StudySmarter eine eigene Erklärung dazu: "Fotografie als Kunstform".

Fotografie - Das Wichtigste

  • Fotografie bedeutet wortwörtlich: mit Licht zeichnen.
  • Früher wurden Chemikalien wie, Quecksilber, Silbernitrat, Lauge und Ähnliches für die Entwicklung von Bildern eingesetzt, die Halluzinationen erzeugten oder zum Tot führen konnten.
  • Die Camera Obscura gilt als Grundstein für die Entwicklung von Kameras.
  • Joseph Niépce schoss das erste permanente Foto aus seinem Fenster.
  • Der Unterschied zwischen der analogen und digitalen Fotografie ist die Bilderfassung. Während analoge Kameras mit Filmrollen eingelegt werden, nutzt man in der digitalen Fotografie Datenträger wie beispielsweise Speicherkarten.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Fotografie

Der Goldene Schnitt ist das Teilungsverhältnis in einer Abbildung und wie diese zueinander stehen.

Digitale Bilder entstehen durch Prozessoren in der Kamera. Durch den Sensor im Gehäuse der Kamera wird Licht in elektrische Signale umgewandelt und an den Prozessor weitergeleitet.

Steven Sasson erfand die erste Digitalkamera unter der Firma Kodak im Jahre 1975.

Finales Fotografie Quiz

Frage

Wieso war die Fotografie früher sehr gefährlich für den Menschen?

Antwort anzeigen

Antwort

Die verwendeten Chemikalien, wie Quecksilber, Silbernitrat und Lauge, um Bilder zu entwickeln, verursachten nach längerem Kontakt Halluzinationen, oder führten sogar zum Todesfall.

Frage anzeigen

Frage

Welches Phänomen konnte Aristoteles beobachten?

Antwort anzeigen

Antwort

Aristoteles beobachte, wie in einem dunklen Raum mit einem kleinen Loch als einzige Lichtquelle, ein Bild an die gegenüberliegende Wand projiziert werden kann.

Frage anzeigen

Frage

Wofür ist der "Vater der modernen Optik", Alhazen, bekannt?

Antwort anzeigen

Antwort

Für die Entwicklung der digitalen Kamera.

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Frage

Wie funktioniert die Camera Obscura?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Camera Obscura konnte keine Bilder aufzeichnen, sondern lediglich auf eine Oberfläche projizieren.


Das durch das kleine Loch hindurch tretende Licht projiziert ein Bild einer Szene auf die gegenüberliegende Oberfläche des Lichteinfalls. Das menschliche Auge funktioniert ähnlich wie die Camera Obscura. Beide haben eine Öffnung (Pupille), eine bikonvexe Linse zur Lichtbrechung und eine Oberfläche, auf der das Bild entsteht (Netzhaut).

Frage anzeigen

Frage

Von wem wurde das erste fotografische Bild - wie wir sie heute kennen - erfunden und geschossen?

Antwort anzeigen

Antwort

Das erste permanente Foto View from the Window at Le Gras wurde von Joseph N. Niépce 1826 in Frankreich geschossen.

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Frage

Wie unterscheidet sich Niépces Verfahren zur Daguerreotypie?

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Antwort

Indem Daguerre versilberte, mit Jod bedampfte Kupferplatten verwendete, gelang es ihm, die Belichtungszeit erheblich zu verkürzen.

Frage anzeigen

Frage

Wer erfand das "Trockene Gelatineverfahren" und wie funktionierte dieses Verfahren?

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Antwort

Der Fotograf und Physiker Richard Maddox erfand 1871 das "Trockene Gelatineverfahren" zur Herstellung von Negativfilmen.


Bei diesem Verfahren verwendet man eine dünne lichtempfindliche Schicht aus zweier normalerweise nicht mischbaren Flüssigkeiten (Emulsion) auf Glasplatten, um Fotos zu entwickeln. Diese Methode ermöglichte eine einfache Lagerung, das wiederum Fotograf*innen mehr Freiheit beim Fotografieren gab.

Frage anzeigen

Frage

Unter welchem Slogan arbeitete die Firma Kodak?

Antwort anzeigen

Antwort

Kodak arbeitete unter dem Slogan „You Press the Button, We Do the Rest“. Der Entwicklungsprozess wurde von den Verbraucher*innen abgenommen und erleichterte somit das Fotografieren.

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Frage

Was war und ist das besondere an Polaroidkameras?

Antwort anzeigen

Antwort

Polaroidkameras sind Handkameras, die kompakt mit Dunkelkammer samt Chemie verpackt sind. Auf diese Weise kann man innerhalb von wenigen Minuten ein fertiges Bild in den Händen halten.

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Frage

Wie hat der Goldene Schnitt einen Einfluss auf den Menschen?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Goldene Schnitt ist ein mathematisches Verhältnis, das in der Natur vielfach vorkommt, wie beim menschlichen Körper und anderen Lebensarten. Da unser Gehirn diesem elementarischen Struktur vertraut ist, bevorzugen wir Bilder und Abbildungen nach diesem Muster.

Frage anzeigen

Frage

Welche Vorteile hat die digitale Fotografie?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Bilder können sofort betrachtet werden.
  • Man hat keine langen Entwicklungsprozesse, auf die man warten muss.
  • Bilder sind einfach zu teilen, über digitale Medien oder soziale Netzwerke.
  • Bilder können auf unterschiedliche Datenträger gespeichert werden.
Frage anzeigen

Frage

Was ist der Unterschied zwischen analogen und digitalen Fotografie?

Antwort anzeigen

Antwort

Unterschied zwischen der analogen und digitalen Fotografie ist die Bilderfassung. Während analoge Kameras mit Filmrollen eingelegt werden, nutzt man in der digitalen Fotografie Datenträger wie Speicherkarte, USB-Stick etc.

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Frage

Wie funktioniert die analoge Fotografie?

Antwort anzeigen

Antwort

Bei der analogen Fotografie wird eine Filmrolle in die Kamera eingelegt. Mit dem Betätigen des Auslösers entsteht eine Interaktion zwischen dem Licht und den Chemikalien im Film, und es wird ein Bild aufgenommen. 

Die Chemikalien im Film werden durch einfallendes Licht aktiviert, und das Objekt vor der Kameralinse wird auf dem Film abgebildet. Der Lichteinfall wird durch den Verschluss ausgelöst, während die Verschlusszeit steuert, wie viel Licht auf den Film scheinen darf.

Frage anzeigen

Frage

Wer kämpfte um die Anerkennung der Fotografie als ein Zweig der bildenden Künste und was waren ihre Ziele?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Gruppe "Photo-Seccession" wandten sich dem arbeitsintensiven Verfahren von Fotoabzügen zu und lehnten die alten fotografischen Ideale, die Welt so darzustellen, wie sie ist, ab. Dafür bevorzugten und befürworteten sie eine "malerische" Herangehensweise. Fokus waren:


  • die Schönheit des Motivs,
  • die Farbgestaltung und
  • die Komposition
Frage anzeigen

Frage

Welche Faktoren müssen näher betrachtet werden, um eine Fotografie als Kunstwerk einordnen zu können?

Antwort anzeigen

Antwort

Um eine Fotografie als Kunstwerk einzuordnen, müssen die folgenden Faktoren näher betrachtet werden:

  1. Wurde das Bild von einem/r Künstler*in geschossen?
  2. Erfolgte die Aufnahme mit künstlerischer Intention?
Frage anzeigen
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