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Farbenlehre

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Hast Du schon einmal Deine Buntstifte nach Farben sortiert? Wenn ja, dann wirst Du vielleicht festgestellt haben, dass diese Ordnung fast schon intuitiv entsteht: Du beginnst mit Weiß, dann kommt Gelb, dann Orange, und immer so weiter. Farben in ein bestimmtes System einzuordnen, ist auch ein wichtiger Bestandteil der Farbenlehre. Mit sogenannten Farbkreisen versuchten Kunstschaffende, aber unter anderem auch Physikerinnen und Physiker Farben in eine logische Ordnung einzuteilen.

Die Farben – Grundlagen

Warum können wir Farben sehen, obwohl genau genommen nichts, was wir sehen, eine eigene Farbe hat? So ist zum Beispiel die Farbe eines Apfels, der uns rot erscheint, in Wirklichkeit nur ein Zusammenspiel aus absorbiertem Licht und Reflexion.

Wenn etwas, z. B. Licht, aufgenommen wird, kannst Du von "Absorbieren" sprechen. "Reflektieren" bezeichnet hingegen das Zurückwerfen, z. B. von Licht.

Betrachtest Du einen vom Licht angeleuchteten roten Apfel, wird ein Teil des Lichts, genauer gesagt der blaue und der grüne Anteil, von der Apfeloberfläche absorbiert, also verschluckt. Der Rest des Lichts dagegen wird reflektiert und trifft auf die Netzhaut Deines Auges.

In der Netzhaut befinden sich Zapfen, die den Lichtreiz an das Gehirn über den Sehnerv weitergeben. Auf diese Weise entsteht der Sinneseindruck einer Farbe. Dadurch siehst Du erst, dass der Apfel rot ist.

Dieses Prinzip lässt sich auch auf die anderen Farben übertragen: Betrachtest Du eine grüne Pflanze, werden der blaue und rote Gehalt des Lichts absorbiert und das Auge nimmt nur den grünen Anteil wahr. Treffen alle Farben des Farbspektrums aufeinander und nichts wird absorbiert, erkennst Du eine weiße Fläche. Das Gegenteil ist bei der Farbe Schwarz der Fall. Nimmst Du ein schwarzes Handy wahr, werden alle Lichtanteile absorbiert und nichts wird reflektiert.

Farbenlehre Farben Erklärung Grundlagen Reflektion StudySmarterAbbildung 1: reflektiertes und absorbiertes Licht anhand eines Beispiels. Quelle: fis.uni-bonn.de

Die menschlichen Sinneszellen können nur die Farben Rot, Grün und Blau erkennen. Daher sind alle Farbtöne, die dazwischen liegen, Mischungen aus der gegebenen Kombination der reflektierten Strahlen. Nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert auch ein Farbkreis in der Kunst.

Farbenlehre – Der Farbkreis

Bereits in der Antike wurde versucht, Farben einem logischen System zuzuordnen: So wurde nach Zusammenhängen zwischen den Farben gesucht und versucht, Farbwerte zu bestimmen. Je nachdem, wo der thematische Schwerpunkt (Kunst, Physik oder Psychologie) bei der Anordnung der Farben lag, kamen verschiedene Ergebnisse heraus.

So gibt es etwa die lineare Anordnung der Farben von Aristoteles, der sich dabei an der physikalischen Ordnung der Farben orientierte. Eine solche Ordnung wird auch heute noch, vorwiegend in der Physik, verwendet: Das Lichtspektrum streckt sich von ultravioletter Strahlung bis zum Infrarotlicht.

Farbenlehre Farbenordnung Aristoteles StudySmarterAbbildung 2: Die lineare Anordnung der Farben nach AristotelesQuelle: colorsystem.com

Was Dir im Kunstunterricht vermutlich häufiger begegnen wird, ist nicht die lineare Anordnung der Farben, sondern ein Farbkreis. Wie der Name verrät, sind die Farben hier kreisförmig angeordnet.

Bei einem Farbkreis handelt es sich um ein kreisförmiges Ordnungssystem der Farbenlehre, welches dazu dient, Farben zu beschreiben und zu ordnen. Zudem können mithilfe eines Farbkreises Farbzusammenstellungen bestimmt werden.

Weil sich in den vergangenen Jahrtausenden verschiedene Kunstschaffende in ihren Farbkreisen auf unterschiedliche Schwerpunkte – etwa Kunst, Psychologie, Physik – konzentrierten, variiert auch die Anordnung der Farben. Die bekanntesten und wichtigsten Farbkreise entwickelten Johann Wolfgang von Goethe, Johannes Itten und Harald Küppers.

Der Farbkreis nach Goethe

Zu einem der bekanntesten deutschen Dichtern gehört Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832). Neben seiner Arbeit als Verfasser von Gedichten ging Goethe Naturphänomenen auf den Grund. Zudem pflegte er ein Interesse für die emotionale und künstlerische Auswirkung von Farben auf die Farbwahrnehmung. Dabei erarbeitete er eine eigene Farbenlehre.

Goethes Farbkreis, den er 1810 veröffentlichte, basiert auf seiner Vermutung, dass Licht und Finsternis Auswirkungen auf die sichtbaren Farben haben. Basierend auf dieser Annahme leitete er zwei reine Farben ab, die er als Primärfarben bezeichnete: Gelb assoziiert die Helligkeit und Blau die Dunkelheit. Diese beiden Farben stehen in seinem Farbkreis gegenüber. Als dritte Primärfarbe wählte er die Farbe Rot bzw. Purpur, weil diese sich nicht aus anderen Farben mischen lässt. Das Rot bildet den Scheitelpunkt des Kreises.

Die Primärfarben Rot, Blau und Gelb lassen sich nicht aus anderen Farben mischen. Alle anderen Farben dagegen können aus diesen Grundfarben gemischt werden.

Alle weiteren Farben, die er als Mischfarben bezeichnete, entwickelte er, indem er die beiden Pole mit Rot bzw. Purpur mischte. Schließlich ergaben sich die Farben Grün, Orange und Violett.

Goethe teilte seinen Farbkreis in zwei Seiten ein: die Minus- und die Plusseite. Die Farben Rot, Orange und Gelb repräsentieren die Plusseite, welche Licht, Helligkeit und Kraft assoziieren soll. Die Minusseite dagegen reicht von Blau bis Violett und steht für Dunkelheit, Finsternis und Schwäche.

Farbenlehre Farbkreis Goethe StudySmarterAbbildung 3: Farbkreis nach GoetheQuelle: commons.wikimedia.orgJohann Wolfgang von Goethe (1810)

Der Farbkreis nach Itten

Der Schweizer Maler, Kunsttheoretiker und Kunstpädagoge Johannes Itten (1888–1967) entwickelte 1961 – während seiner Zeit als Meister am Bauhaus Weimar – einen Farbkreis mit zwölf Farben. Den Farbkreis veröffentlichte Itten in seinem Werk „Kunst der Farbe“.

Bei der Entwicklung des Farbkreises fokussierte Itten sich auf die Untersuchung von Farbkontrasten und unterteilte die Farben nach ihrer Mischbarkeit. So schaffte er es, Verknüpfungen zwischen einzelnen Farben anschaulich darzustellen. Heute bildet Ittens Farbkreis an vielen Schulen die Grundlage des Kunstunterrichts.

Wenn Du genauer erfahren möchtest, was das Bauhaus ist, schaue gern in der Erklärung "Bauhaus Kunst" vorbei, die Du auf StudySmarter finden kannst.

Farbenlehre, Farbkreis Itten, StudySmarterAbbildung 4: Farbkreis nach Itten Quelle: acrylfarben.ch

Der Farbkreis nach Itten besteht aus 12 Teilen. Im inneren Dreieck kannst Du die drei Primärfarben erkennen: Gelb, Rot und Blau. Das sind die sogenannten Farben erster Ordnung, aus denen alle anderen Farben gemischt werden können. Jedoch können die Farben erster Ordnung selbst nicht aus anderen Farben gebildet werden.

Die zweite Ebene, also die drei Dreiecke, die an den Seiten der Primärfarben liegen, beinhaltet die Sekundärfarben, auch Farben zweiter Ordnung genannt. Sie entstehen durch das gleichmäßige Mischen von zwei Primärfarben.

Rot und Blau werden zu Violett.

Blau und Gelb werden zu Grün.

Gelb und Rot werden zu Orange.

Die äußerste Ebene, welche in Form eines Kreises um die Dreiecke dargestellt wird, zeigt die Tertiärfarben. Sie liegen immer zwischen einer Primärfarbe und einer Sekundärfarbe und stellen die Übergänge dar, sodass ein Farbkreis entsteht:

PrimärfarbenSekundärfarbenTertiärfarben
Kurzbeschreibung
sind nicht mischbar, bilden die Grundlage für alle weiteren Farben
entstehen aus der Mischung von zwei Primärfarben
entstehen aus der Mischung von einer Primär- und einer Sekundärfarbe
Farben
Blau
Gelb
Rot
Grün (Gelb+Blau)
Violett (Blau+Rot)
Orange (Rot+Gelb)
Türkis (Grün+Blau)
Blauviolett (Blau+Violett)
Violettrot (Violett+Rot)
Orangerot (Rot+Orange)
Dunkelgelb (Gelb+Orange)
Hellgrün (Gelb+Grün)
Abbildung

Farbenlehre Farbkreis Itten Primärfarben StudySmarterAbbildung 5: Darstellung der PrimärfarbenQuelle: bilder-plus.de

Farbenlehre Farbkreis Itten Sekundärfarben StudySmarterAbbildung 6: Darstellung der SekundärfarbenQuelle: bilder-plus.de

Farbenlehre Farbkreis Itten Tertiärfarben StudySmarterAbbildung 7: Darstellung der TertiärfarbenQuelle: bilder-plus.de

Ist Dir aufgefallen, dass es in Ittens Farbkreis keinen Weiß- und keinen Schwarzton gibt? Das liegt daran, dass Itten diese Farben und alle Graustufen als Nichtfarben bezeichnete. Dieser Aspekt wird von vielen Kunstschaffenden als kritisch angesehen, unter anderem von Küppers, der diese Farben in seinen Farbkreis einschloss.

Weitere Kritik bekam Itten für seinen Farbkreis, weil seine Komplementärfarben – Farben, die sich auf dem Farbkreis gegenüberliegen – eigentlich keine richtigen Komplementärfarben sind. Denn beim Zusammenmischen ergeben sie kein Grau. Stattdessen entstehen weitere Tertiärfarben in Form von "schmutzigen" Brauntönen.

Auch die Wahl der Primärfarben wurde kritisiert: Bei Ittens Rot, Gelb und Blau handle es sich um gemischte Farben, also Sekundärfarben, was den Sinn verfehlen würde.

Nach heutigem Wissensstandpunkt zum Thema Farbe ist Ittens Farbkreis nicht komplett. Harald Küppers überholte durch seinen naturwissenschaftlichen Ansatz den Farbkreis von Itten. Seinen Farbkreis lernst Du im nachfolgenden Kapitel kennen.

Der Farbkreis nach Küppers

Der deutsche Drucktechniker Harald Liebedank Küppers (1928–2021) entwickelte einen Farbkreis basierend auf der Wahrnehmung und Interpretation einer Farbe. Gleichzeitig entstammt sein Farbsystem aus der additiven und subtraktiven Farbmischung, die Du im folgenden Kapitel dieser Erklärung kennenlernen wirst.

Küppers entwickelte sein Farbmodell aus naturwissenschaftlicher Sicht. Sein Modell besteht nicht aus Primär-, Sekundär- oder Tertiärfarben. Küppers Farbkreis, der im Grunde einem Sechseck entspricht, baut sich zunächst aus den 3 Urfarben Orangerot, Violettblau und Grün auf. Aus diesen Farben entstehen die 6 Grundfarben Gelb, Cyanblau, Magentarot, Grün, Violettblau und Gelb, die sich an den Ecken des Sechsecks befinden. Die Unterschiede in den Farbtönen dazwischen ergeben sich auch bei diesem Ordnungssystem durch unterschiedliche Mischverhältnisse.

Schwarz und Weiß, die Küppers als unbunte Farben bezeichnete, stellen einen separaten Teil des Systems dar, welcher linear angeordnet ist. Die Gerade streckt sich von Weiß über Grau bis hin zur Farbe Schwarz.

Farbenlehre Küppers Farbkreis StudySmarterAbbildung 8: Farbkreis nach KüppersQuelle: commons.wikimedia.orgHarald Liebedank Küppers "Basisschema der Farbenlehre" (1976)

Hast Du bemerkt, dass Itten seinen Farbkreis vor einem weißen Hintergrund präsentierte, während Küppers sich für einen gräulichen Hintergrund entschied? Durch die Verwendung eines Grautons wird es möglich, auch die unbunten Farben Schwarz und Weiß sichtbar darzustellen.

Heute gilt der Farbkreis nach Küppers als der am besten geeignetste Farbkreis, um mit Farben zu gestalten. Deshalb wird er an vielen Hochschulen gelehrt.

Die Farbmischungssysteme

In der Farbenlehre gibt es zwei verschiedene Farbmischungssysteme, die in unterschiedlichen Bereichen angewendet werden: die additive und die subtraktive Farbmischung.

Additive Farbmischung – RGB

Die additive Farbmischung beschreibt die Entstehung der Farben auf dem menschlichen Auge. Das Grundprinzip geht davon aus, dass Weißt entsteht, wenn alle drei Primärfarben Rot, Grün und Blau miteinander addiert werden.

Das mag auf den ersten Blick nicht schlüssig erscheinen, doch der Grund für unsere Farbwahrnehmung ist dieser: Ein Gegenstand erscheint in der Farbe, die nicht von ihm absorbiert wird. Wenn also keine Lichtstrahlen absorbiert werden, so treffen alle Wellenlängen auf unser Auge und der Gegenstand erscheint weiß.

Die Sekundärfarben Cyan, Gelb und Magenta entstehen durch eine Kombination von Lichtstrahlen. Wenn gar kein Licht vorhanden ist, erscheint der Gegenstand demnach schwarz:

Farbenlehre, Additive Farbmischung RGB, StudySmarterAbbildung 9: Darstellung der additiven Farbmischung Quelle: wikipedia.org

Das Prinzip der additiven Farbmischung, welches auch als RGB-System (RGB = Red-Green-Blue) bezeichnet wird, kann nicht nur auf das menschliche Sehen angewendet werden. Bildschirme, Fernseher oder Digitalfotografie funktionieren nach dem gleichen Grundsatz. Auch bei der Verwendung von bunten Scheinwerfern kommt das RGB-System zum Einsatz.

Subtraktive Farbmischung – CMYK

Während bei der additiven Farbmischung die Farben immer heller werden, ist bei der subtraktiven Farbmischung das Gegenteil der Fall. Dieses Prinzip wird nicht für das allgemeine Sehen von Farben genutzt, sondern kommt bei der Mischung von echter Farbe, z. B. beim Drucken, zum Einsatz.

Im Gegensatz zur additiven Farbmischung gehen wir hier von den Primärfarben Cyan, Gelb und Magenta aus. Werden zwei dieser Farben vermengt, entstehen die Sekundärfarben Grün, Blau oder Rot – im Grunde die Umkehrung der additiven Farbmischung. Werden alle Farben zusammengemischt, entsteht theoretisch die Farbe Schwarz. In der Praxis kommt der Farbton immer nur an Schwarz heran:

Farbenlehre Subtraktive Farbmischung StudySmarterAbbildung 10: Darstellung der subtraktiven Farbmischung Quelle: wikipedia.org

Dieses Farbmodell wird auch CMYK-System genannt: Cyan, Magenta, Yellow, Key (=Schwarz). Es bildet die Grundlage für die meisten modernen Druckerprozesse.

Die Farbeigenschaften

Farben und ihre Beziehungen zueinander können auf verschiedene Arten beschrieben werden:

  • analoge Farben: Farben sind dann analog zueinander, wenn sie auf dem Farbkreis nah aneinander liegen, z. B. Orange und Gelb.
  • komplementäre Farben: Sie sind der Gegensatz zu analogen Farben. Farben, die komplementär zueinander sind, liegen auf dem Farbkreis gegenüber.
  • monochrome Farben: Als monochrom werden Farben dann beschrieben, wenn es sich bei allen Varianten um den gleichen Farbton handelt, der nur mit Grautönen abgedunkelt oder aufgehellt wird.
  • achromatische Farben: Hierbei handelt es sich um verschiedene Grautöne. (Das Gegenteil, also chromatische Farben, ist alles, was nicht weiß, grau oder schwarz ist.)

Zudem kann man zwischen kalten und warmen Farben unterscheiden. Grundsätzlich werden Rottöne mit Wärme, und Blautöne mit Kälte assoziiert. Jedoch ist dabei immer die Relation zu beachten. Je nachdem, von welchen anderen Farben ein Farbton umgeben ist, kann er kühler oder wärmer wirken.

Die Komplementärfarben

Farben, die im Farbkreis direkt gegenüber voneinander liegen, werden als Komplementärfarben – oder auch als Ergänzungsfarben – bezeichnet.

Komplementärfarben zeichnen sich durch einen hohen Kontrast zueinander aus. Dies gilt unabhängig von der Helligkeit einer Farbe. Das wären nach Ittens Farbkreis die Farben Rot-Grün, Gelb-Violett und Blau-Orange. Es bilden demnach immer eine kalte und eine warme Farbe eine Komplementärfarbe. Eine Mischung aus zwei Komplementärfarben ergeben neutrale Farben wie Grau, Braun oder andere Erdtöne.

Was genau kalte und warme Farben sind, erfährst Du in der Erklärung zum Thema "Farbkreis".

Farbkreis Komplementärkontrast StudySmarterAbbildung 11: Darstellung der Komplementärfarben anhand des Farbkreises von IttenQuelle: daskreativeuniversum.de

Komplementärfarben können verwendet werden, um neutrale Farben (z. B. Grau, Braun bzw. Erdfarben) zu mischen, um die zwei Komplementärfarben kräftiger darzustellen, um einem Werk Spannung und Abwechslung zu verleihen oder um damit Schattierungen zu setzen.

Hast Du Dich schon einmal gewundert, warum rotes Fleisch, welches sich auf einem grünen Salat befindet, viel roter wirkt, als wenn es auf einem weißen Teller liegt? Das liegt daran, dass es sich bei den Farben Rot und Grün um Komplementärfarben handelt, die durch das Nebeneinanderlegen zu einer Kontrastüberhöhung führen. Dadruch ist der Farbkontrast maximal und die Farben entfalten ihre höchstmögliche Leuchtkraft.

Die Farbkontraste in der Farbenlehre

Grundsätzlich gibt es sieben verschiedene Farbkontrastarten, die unter anderem in der Kunst zur Gestaltung und Wirkung von Kunstwerken eingesetzt werden:

  • Bei dem Farbe-an-sich-Kontrast werden reine Farben bunt zusammengestellt.
  • Bei dem Hell-Dunkel-Kontrast entsteht der Kontrast durch verschiedene Tonwerte der Farben.
  • Beim Kalt-Warm-Kontrast werden kalte und warme Farbtöne zusammengestellt.
  • Der Qualitätskontrast entsteht durch die Verwendung von gesättigten und trüben Farben.
  • Der Quantitätskontrast entsteht durch den Einsatz von unterschiedlich großen Farbflächen.
  • Beim Komplementärkontrast entsteht der Kontrast durch die Verwendung von komplementären Farben.
  • Beim Simultankontrast wird die Wirkung einer Farbe durch die Farbe, die sie umgibt, manipuliert.

Du möchtest etwas zur Wirkung und zur Funktion der Farben erfahren? Dann klick Dich gern in die Erklärung "Farbkreis".

Farbenlehre - Das Wichtigste

  • Farben sind subjektive Wahrnehmungen, die durch die Reflexionen von Licht entstehen. In der Kunst kommt ihnen eine zentrale Bedeutung bei der Gestaltung von Werken zu.
  • Der Farbkreis ist eine Möglichkeit, Farben in ein logisches System einzuteilen.
  • Viele Menschen versuchten im Laufe der Geschichte, Farben in eine logische Ordnung zu bringen. Am bekanntesten davon sind heute die lineare Anordnung von Aristoteles, der Farbkreis von Goethe, der Farbkreis von Itten und das Farbmodell von Küppers.
  • Bei Farbmischungen wird zwischen der additiven und der subtraktiven Farbmischung unterschieden.
  • Je nachdem welche Beziehung Farben zueinander haben, können sie als analog, komplementär, monochrom oder achromatisch bezeichnet werden.
  • Farbkontraste spielen eine wichtige Rolle bei der farblichen Gestaltung und der Wirkung von Kunstwerken.

Nachweise

  1. acrylgiessen.com: Farbkreis und Farbenlehre einfach erklärt – Passende Farben finden. (04.07.2022)
  2. flyeralarm.com: CMYK vs. RGB – Die wichtigsten Unterschiede. (04.07.2022)
  3. onlineprinters.de: Farbkontraste in der Kunst » Komplementärfarben, Itten und die Zahl 7. (04.07.2022)

Häufig gestellte Fragen zum Thema Farbenlehre

Der Farbkreis zeigt, aus welchen Farbmischungen die einzelnen Farben entstehen. 


Im Farbkreis von Itten befinden sich die Primärfarben (Gelb, Blau, Rot) in der Mitte. Die Primärfarben können nicht aus anderen Farben entstehen, sondern dienen als Grundlage, um die anderen Farben zu mischen. 


Die zweite Ebene bilden die Sekundärfarben (Violett, Grün, Orange), die durch das Mischen von zwei Primärfarben entstehen. 


Ganz außen befinden sich die Tertiärfarben, die sich durch das Mischen einer Primärfarbe und einer Sekundärfarbe bilden. 

Reine Farben sind Farben, die nicht mit Schwarz, Weiß oder Grau gemischt werden. So besitzen sie die größtmögliche Leuchtkraft und Intensität.

Wenn von Grundfarben gesprochen wird, sind damit meistens die Primärfarben Gelb, Rot und Blau gemeint. Je nach Kontext, zum Beispiel beim Drucken, können aber auch die Farben Gelb, Cyan und Magenta gemeint sein.

Komplementärfarben sind Farben, die auf dem Farbkreis gegenüberliegen, zum Beispiel Blau-Orange oder Gelb-Violett.

Finales Farbenlehre Quiz

Frage

Warum sehen wir Farben?

Antwort anzeigen

Antwort

Farbe ist das Ergebnis von Lichtstrahlen, die auf ein Objekt scheinen und zu Teilen absorbiert oder reflektiert werden. Die reflektierten Strahlen fallen auf die Netzhaut und leiten die Information an das Gehirn weiter, wodurch das Objekt farbig erscheint.

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Frage

Welche Farben können die menschlichen Sinneszellen aufnehmen?

Antwort anzeigen

Antwort

Menschliche Sinneszellen können nur die Farben Rot, Grün und Blau erkennen. Alle anderen Farben sind Mischungen aus der gegebenen Kombination der reflektierten Strahlen.

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Frage

Was ist ein Farbkreis?

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Antwort

Bei einem Farbkreis wird versucht, Farben in ein logisches System einzuordnen. Wie der Name schon verrät, sind die Farben in einem Kreis angeordnet.

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Frage

Was sind die Primärfarben bei dem Farbkreis nach Itten? Was ist das Besondere an ihnen?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Primärfarben, oder Farben erster Ordnung, sind Gelb, Rot und Blau. Sie können alle anderen Farben mischen, aber nicht aus anderen Farben gemischt werden.

Frage anzeigen

Frage

Was sind die Sekundärfarben bei dem Farbkreis nach Itten? Wie entstehen sie?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Sekundärfarben, auch Farben zweiter Ordnung, sind Violett, Grün und Orange. Eine Sekundärfarbe entsteht durch das Vermischen von zwei Primärfarben.

Frage anzeigen

Frage

Wie entstehen die Tertiärfarben bei dem Farbkreis nach Itten?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Tertiärfarben entstehen durch das Mischen von einer Primärfarbe und einer Sekundärfarbe.

Frage anzeigen

Frage

Welche Kritik wurde an dem Farbkreismodell von Itten geübt?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Komplementärfarben seines Farbkreises sind keine richtigen Komplementärfarben, da sie beim Zusammenmischen kein Grau ergeben.

Frage anzeigen

Frage

Welche beiden Farbmischungssysteme gibt es?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Additive Farbmischung
  • Subtraktive Farbmischung
Frage anzeigen

Frage

Wo kommt die additive Farbmischung zum Einsatz?

Antwort anzeigen

Antwort

Die additive Farbmischung beschreibt die Entstehung der Farben auf dem menschlichen Auge. Das Prinzip kommt außerdem bei Bildschirmen, Fernsehern, Digitalfotografien oder bunten Scheinwerfern zum Einsatz.

Frage anzeigen

Frage

Was entsteht, laut der additiven Farbmischung, wenn alle Farben addiert werden?

Antwort anzeigen

Antwort

Werden die drei Primärfarben addiert, so entsteht Weiß.

Frage anzeigen

Frage

Was sind die drei Primärfarben und was sind die drei Sekundärfarben nach der additiven Farbmischung?

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Antwort

  • Primärfarben: Rot, Grün, Blau
  • Sekundärfarben: Gelb, Cyan und Magenta
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Frage

Wo kommt die subtraktive Farbmischung zum Einsatz?

Antwort anzeigen

Antwort

Die subtraktive Farbmischung wird dann verwendet, wenn es um das Mischen von echter Farbe geht, z.B. beim Drucken.

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Frage

Was sind die drei Primärfarben und was sind die drei Sekundärfarben nach dem subtraktiven Farbmischungssystem?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Primärfarben: Cyan, Gelb und Magenta
  • Sekundärfarben: Grün, Blau und Rot
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Frage

Was entsteht, laut der subtraktiven Farbmischung, wenn alle Farben zusammengemischt werden?

Antwort anzeigen

Antwort

Es entsteht Schwarz, zumindest in der Theorie. In Wirklichkeit nähert sich der Ton nur an Schwarz an, aber kann nie ganz schwarz werden.

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Frage

Was sind analoge Farben?

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Antwort

Farben sind dann analog zueinander, wenn sie auf dem Farbkreis nah aneinander liegen. Beispiel: Orange und Gelb.

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Frage

Was sind komplementäre Farben?

Antwort anzeigen

Antwort

Farben sind dann komplementär zueinander, wenn sie auf dem Farbkreis gegenüberliegen. Beispiel: Blau und Orange.

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Frage

Was sind monochrome Farben?

Antwort anzeigen

Antwort

Farben sind dann monochrom, wenn es sich bei allen Varianten um den gleichen Farbton handelt, der nur mit Grautönen abgedunkelt oder aufgehellt wird.

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Frage

Was sind achromatische Farben?

Antwort anzeigen

Antwort

Farben sind dann achromatisch, wenn es sich um pure Grautöne handelt.

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Frage

Was sind chromatische Farben?

Antwort anzeigen

Antwort

Chromatische Farben sind alle Farben, die nicht Weiß, Grau oder Schwarz sind.

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Frage

Was sind kalte und warme Farben?

Antwort anzeigen

Antwort

Farben werden mit bestimmten Temperaturen in Verbindung gebracht. Grundsätzlich sind Rottöne warm und Blautöne kalt. Es kommt allerdings auch immer auf die umgebenden Farben an.

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Frage

Was ist der Farbe-an-sich-Kontrast?

Antwort anzeigen

Antwort

Bei dem Farbe-an-sich-Kontrast werden reine Farben bunt zusammengestellt.

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Frage

Was ist der Hell-Dunkel-Kontrast?

Antwort anzeigen

Antwort

Bei dem Hell-Dunkel-Kontrast entsteht der Kontrast durch verschiedene Tonwerte der Farben.

Frage anzeigen

Frage

Was ist der Kalt-Warm-Kontrast?

Antwort anzeigen

Antwort

Beim Kalt-Warm-Kontrast werden kalte und warme Farben zusammengestellt.

Frage anzeigen

Frage

Was ist der Qualitätskontrast?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Qualitätskontrast entsteht durch die Verwendung von gesättigten und trüben Farben.

Frage anzeigen

Frage

Was ist der Quantitätskontrast?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Quantitätskontrast entsteht durch den Einsatz von unterschiedlich großen Farbflächen.

Frage anzeigen

Frage

Was ist der Komplementärkontrast?

Antwort anzeigen

Antwort

Beim Komplementärkontrast entsteht der Kontrast durch die Verwendung von komplementären Farben.

Frage anzeigen

Frage

Was ist der Simultankontrast?

Antwort anzeigen

Antwort

Beim Simultankontrast wird die Wirkung einer Farbe durch die sie umgebenden Farben beeinflusst. 

Frage anzeigen
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