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Spanien Geschichte

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Spanien Geschichte

Das heutige Spanien wurde von den Narben seiner Geschichte geprägt. Schlachten, Kriege und der Wechsel der politischen Gezeiten haben das Land nachhaltig geformt. Heute ist Spanien ein vielseitiges Land, in dem es keine klare Grenze zwischen Modernität und Tradition gibt.

Spaniens Geschichte beeinflusst das Land bis heute. Wofür das "Land der Siesta und Stierkämpfe" sonst noch bekannt ist, erfährst Du in der Erklärung "Spanien".

Spanien Geschichte – Zeittafel

Die spanische Geschichte erstreckt sich über Jahrhunderte und kann durch viele verschiedene Perioden definiert werden. In der folgenden Zeittafel siehst Du die wichtigsten Ereignisse, die dazu beigetragen haben, das Spanien zu formen, das Du heute kennst:

ZeitalterEreignisse
Die frühen Jahre
  • iberische Halbinsel von keltischer und iberischer Bevölkerung bewohnt
  • 206 v. Chr.: erste Einwanderung der Römer in die iberische Halbinsel
  • 7. Jh.: arabischen Invasion von Marokko in das heutige Gibraltar und ihre Eroberung der iberischen Halbinsel
  • Zwischen 800 und 1492: "Die Reconquista"
Das spanische Imperium
  • "Entdeckung" Amerikas durch Christoph Kolumbus
  • Beginn der spanischen Inquisition
  • Erste Republik in Spanien von Februar 1873 bis Dezember 1874
Das 20. Jahrhundert
  • Erklärung der Neutralität Spaniens im Ersten Weltkrieg
  • Spanische Grippe
  • 1931: Ausrufung der Zweiten Spanischen Republik
Der Spanische Bürgerkrieg und das Franco-Regime
  • 1936: Ausbruch des Spanischen Bürgerkriegs
  • 1939: Ende der Zweiten Spanischen Republik mit dem Sieg Francisco Francos.
  • Erklärung der Neutralität Spanienst im Zweiten Weltkrieg.
  • 1975: Francos Tod
Das moderne Spanien
  • Beginn der Modernisierung Spaniens
  • 1986: Beitritt Spaniens der EU
  • 2008: Spanien stark von der weltweiten Rezession betroffen
  • 2018: Pedro Sanchez als Premierminister Spaniens.

Die Frühen Jahre Spaniens

Die iberische Halbinsel wurde hauptsächlich von Keltinnen und Kelten, sowie Iberinnen und Iberern, die ursprünglich vorwiegend aus Frankreich eingewandert waren, bewohnt. Sie waren die ersten dokumentierten Zivilisationen auf dem spanischen Festland.

Um 206 v. Chr. wurde die iberische Halbinsel für mehr als 500 Jahre Teil des Römischen Reiches. In dieser Zeit leistete das Römische Reich einen enormen Beitrag zur spanischen Kultur – von der Architektur über die Sprache bis hin zur Infrastruktur. Als das Römische Reich im fünften Jahrhundert zerfiel, wurde die iberische Halbinsel von nomadischen und germanischen Invasorinnen und Invasoren zurückerobert.

Die Geschichte des Islams in Spanien

Im 7. Jahrhundert überquerten islamische Eroberernde von Marokko aus das heutige Gibraltar und eroberten die gesamte iberische Halbinsel, mit Ausnahme von Asturien, wo die Eroberinnen und Eroberer auf heftigen lokalen Widerstand stießen. Die arabischen Erobernden hatten einen tiefgreifenden Einfluss auf die spanische Kultur, insbesondere auf die Architektur. Zwischen 800 und 1492 fand die sogenannte Reconquista statt, bei der katholische, spanische und portugiesische Truppen spanische Gebiete von den islamischen Herrschenden zurückeroberten.

Die Blütezeit Spaniens: Das Spanische Imperium

Das spanische Königreich war eines der umfangreichsten europäischen Imperien, wenn nicht sogar das größte. Das Imperium hatte seinen Anfang im Jahr 1492, als der spanische König Ferdinand II. die Reise von Christoph Kolumbus nach Indien förderte. Diese führte schließlich zur "Entdeckung" Amerikas.

Dadurch weitete sich das spanische Reich auf die Gebiete aus, die heute als Süd-, Mittel- und Nordamerika bekannt sind. Diese Eroberungszüge führten durch brutale Massaker und eingeschleppten Krankheiten zum Völkermord an der einheimischen Bevölkerung.

Wenn Du wissen möchtest, wie Kolumbus überhaupt nach Amerika kam und warum dieses Ereignis heute als besonders problematisch gesehen wird, klick Dich doch in die Erklärung "Entdeckung Amerikas".

Die neu erworbenen Kolonien brachten der spanischen Wirtschaft einen großen Zustrom von Gold, Silber und anderen Ressourcen ein. Dies wiederum führte zu einer massiven Inflation innerhalb des spanischen Reiches. Dennoch entwickelte sich Spanien schnell zu einer europäischen Supermacht, die mit Großbritannien und Frankreich rivalisierte.

Als Inflation bezeichnet man den Anstieg der Preise durch den fallenden Geldwert über einen bestimmten Zeitraum hinweg. Gegenstände werden somit immer teurer, da das Geld an sich weniger wert ist. Für einen Döner, der einmal 3,50 € gekostet hat, zahlst Du so zum Beispiel zwischen fünf und sechs Euro.

Welche Auswirkungen die Kolonialisierung auf die lateinamerikanischen Länder hat, kannst Du in der Erklärung "Spanischer Kolonialismus" nachlesen.

Einheit durch Gewalt: Die Spanische Inquisition

Nach der Kolonialisierung vieler lateinamerikanischer Länder am Ende des 15. Jahrhunderts nahm die spanische Regierung es sich zum Ziel, religiöse und kulturelle Einheit in Spanien zu schaffen. König Ferdinand und Königin Isabel von Spanien verfügten daraufhin auf Befehl des Papstes die Vertreibung der jüdischen und muslimischen Bevölkerung aus Spanien und stellten sie vor die Wahl, entweder zum Katholizismus zu konvertieren oder vertrieben zu werden. Das war die Aufgabe der spanischen Inquisition.

Die spanische Inquisition war eine Bewegung, die vom spanischen Königshaus veranlasst und durch den römisch-katholischen Papst Sixtus IV. genehmigt wurde. Im Rahmen der Inquisition wurden Mönche beauftragt, Menschen anderer Religionen (insbesondere der jüdischen und muslimischen Bevölkerung) aufzuspüren und zum Christentum zu konvertieren. Weigerten sich diese Menschen, wurden sie getötet.

Der Bestand der spanischen Inquisition kennzeichnete eine der blutigsten und gewalttätigsten Zeiten in der europäischen Geschichte. Dabei wurden Bürgerinnen und Bürger, die der katholischen Kirche nicht angehörten oder in ihren Augen sündigten, hauptsächlich mit Gefängnis, Verbannung oder Tod bestraft. Die spanische Inquisition dauerte ganze 350 Jahre an, bevor sie schließlich 1834 von Königin Maria Christina de Bourbon beendet wurde.

Chaos um den Thron: Spanischer Erbfolgekrieg

Während des Spanischen Erbfolgekriegs zwischen 1703 und 1714 besiegte das französische Haus Bourbon die spanische Monarchie und übernahm sie. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde Spanien von Napoleon und seinen Truppen schnell und einfach besiegt. Dieser krönte kurzzeitig seinen Bruder zum König von Spanien. Im Jahr 1813 wurde die spanische Monarchie nach der Niederlage Napoleons wiederhergestellt.

Zwischen 1878 und 1898 verlor Spanien sowohl den spanisch-amerikanischen Krieg als auch den zehnjährigen Kuba Krieg und damit sein gesamtes Land in Amerika sowie auf den Philippinen. Das markierte den Beginn des Untergangs des spanischen Imperiums.

Niedergang des Imperiums: Das 20. Jahrhundert

Wie viele andere europäische Länder, hat auch Spanien im 20. Jahrhundert große historische Veränderungen erlebt: vom gemeinsamen Kampf gegen die Spanische Grippe, die drei Jahre lang die Welt beherrschte und unzählige Todesopfer forderte, bis hin zu einem Bürgerkrieg und einer Diktatur.

Opfer einer Pandemie: Die Spanische Grippe

Während des Ersten Weltkriegs, bei dem sich Spanien als neutral erklärt hatte, brach weltweit eine Pandemie aus – die Spanische Grippe. Obwohl die Grippe ihren Ursprung nicht in Spanien hatte, verdankt sie ihren Namen der Tatsache, dass die spanische Presse und die spanische Regierung als Erste ausführlich über sie berichteten.

Die Spanische Grippe war eine der tödlichsten Pandemien in der menschlichen Geschichte. Auch wenn keine genauen Zahlen zur Verfügung stehen, schätzen Expertinnen und Experten, dass ein Drittel der Weltbevölkerung (500 Millionen Menschen) infiziert wurde und mindestens 50 Millionen ums Leben kamen.

Versuch einer Stabilisierung: Die Zweite Spanische Republik

Der erste Weltkrieg und die spanische Grippe hatten die Wirtschaft in Spanien stark mitgenommen. Die spanische Bevölkerung machte vor allem die Regierung für die schlechte wirtschaftliche Situation verantwortlich und wollte daher mehr Mitspracherecht.

Als sich schließlich die wirtschaftliche Situation nach der Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929 allmählich verbesserte, forderten die Spanierinnen und Spanier, die Monarchie abzuschaffen. Im Oktober 1931 wurde daher schließlich die Zweite Spanische Republik gegründet. Der spanische König Alfons XIII. floh nach Rom.

Am 9. Dezember 1931 wurde eine neue spanische Verfassung verabschiedet. Sie garantierte die Rede- und Vereinigungsfreiheit, gab den Frauen das Wahlrecht, legalisierte die Scheidung und entzog dem spanischen Adel seine Privilegien.

Die spanische Flagge wurde dreifarbig (rot-gelb-violett) mit horizontalen Streifen. Außerdem hatten die spanischen Regionen nun das Recht auf Autonomie, das 1932 von Katalonien und 1936 vom Baskenland gefordert wurde. Die Zweite Spanische Republik wurde 1939 beendet, als der Militärgeneral Francisco Franco in Madrid einmarschierte, die Regierung stürzte und sich zum obersten Führer Spaniens ernannte.

In Bezug auf Regionen bedeutet Autonomie, dass jede Region ihre eigene lokale Regierung haben durfte. Die Autonomen Gemeinschaften Spaniens sind zwar Spanien untergeordnet, dürfen sich jedoch selbst verwalten und beispielsweise eine eigene Polizei beschäftigen.

Wie genau das System der Autonomen Gemeinschaften in Spanien funktioniert, wird in der Erklärung "Autonome Gemeinschaften" beschrieben.

Der Selbsternannte Diktator: Francisco Franco

Francisco Franco war General und Anführer der nationalistischen Kräfte, die im Spanischen Bürgerkrieg (1936–39) die spanische demokratische Republik stürzten. Danach war er bis 1973 Regierungschef von Spanien und bis zu seinem Tod 1975 Staatsoberhaupt.

Von der Republik zur Diktatur: Der Spanische Bürgerkrieg

Der Terror muss ausgeweitet werden, ein Eindruck von Herrschaft muss erzeugt werden, indem wir ohne Skrupel alle eliminieren, die nicht so denken wie wir.

(Putschgeneral Emilio Mola)

Das Zitat stammt aus: Alberto Reig Tapia – "Ideología e historia. Sobre la represión franquista y la guerra civil" (1984, Madrid, S. 142)

Am 18. Juli 1936 kündigte Francisco Franco auf den Kanarischen Inseln seinen militärischen Coup gegen die Spanische Republik an. Dies markierte den Beginn des Spanischen Bürgerkriegs. Nach seiner Ankunft in Spanien marschierte Franco mit seiner Armee auf Madrid zu.

Es folgte der Spanische Bürgerkrieg, der drei Jahre lang (1936-1939) anhielt. In dieser militärischen Auseinandersetzung kämpften zwei Seiten gegeneinander, die beide ein unterschiedliches politisches System in Spanien durchsetzen wollten. In dieser Tabelle siehst Du die beiden unterschiedlichen Seiten des spanischen Bürgerkriegs und ihre Ziele:

Republikanische SeiteNationalistische Seite
  • linksorientierte Unterstützerinnen und Unterstützer der spanischen Republik

  • Ziel: Aufrechterhaltung und Verbesserung der demokratisch gewählten Republik (alle Spanierinnen und Spanier sollten politisches Mitspracherecht bekommen)

  • Untergrabung der Macht des Militärs und des Einflusses der Kirche (Verweltlichung)

  • rechtsextreme, faschistische Truppen mit der Unterstützung des Militärs unter Leitung Francisco Francos

  • Ziel: Rückkehr zu einem Staat, in dem das Militär das Sagen hat und traditionelle, christliche Werte gelten (Militär, Kirche und Adel als Elite)

  • Säuberung des Landes von liberalen Einflüssen

Wie diese militärische Auseinandersetzung im Detail abgelaufen ist, erfährst Du in der Erklärung "Spanischer Bürgerkrieg".

Franco führte die nationalistische Rebellenregierung, an. Der Spanische Bürgerkrieg endete am 1. April 1939 mit dem Sieg Francos über die republikanischen Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer. Er erlangte die vollständige Kontrolle über Spanien. Franco regierte schließlich bis in die 1970er Jahre Spanien als selbsternannter Por la Gracia de Dios, Caudillo de España ("Führer Spaniens durch die Gnade Gottes").

Francos Diktatur war ein dunkles Kapitel der spanischen Geschichte. Sie zeichnete sich vor allem durch folgende Merkmale aus:

  • Säuberung Spaniens von kommunistischen Einflüssen
  • Einführung von Konzentrations- und Arbeitslagern zur Bestrafung seiner Gegnerinnen und Gegner
  • kaum Rechte für die spanische Bevölkerung (abgesehen von Kirche, Adel und Militär)
  • schlechte wirtschaftliche Situation Spaniens, da andere Länder Francos Diktatur boykottierten

Die Erklärung "Franquismus" beschreibt Dir, wie genau Franco die spanische Bevölkerung unterdrückt hat und welche Auswirkung diese Diktatur auch heute noch auf die spanische Bevölkerung hat.

Die Rolle Spaniens im Zweiten Weltkrieg

Während des Zweiten Weltkriegs verkündete Franco Spaniens Neutralität, obwohl er, Benito Mussolini und Adolf Hitler sich als rechtsradikale Diktatoren gut verstanden. Dies bedeutete, dass sich die spanische Regierung im Weltkrieg weder mit den Alliierten (USA, Großbritannien, Frankreich und Sowjetunion) noch den deutschen Nationalsozialisten verbünden würde. Spanien hielt sich offiziell aus dem Zweiten Weltkrieg vollständig heraus.

Allerdings war Franco Hitler und Mussolini für ihre Hilfe im Spanischen Bürgerkrieg noch etwas schuldig. Sie hatten ihm damals Waffen und Fahrzeuge zur Verfügung gestellt, um gegen die Republikanerinnen und Republikaner vorzugehen. Deshalb unterstützte Franco inoffiziell die nationalsozialistische Seite im Zweiten Weltkrieg mit Waffen und Soldatinnen und Soldaten.

Francos Letzte Jahre und der Beginn der Transition

Bis zu seinem Tod am 20. November 1975 behielt Franco den Titel als spanischer Diktator, den er sich selbst nach dem Sieg im spanischen Bürgerkrieg verliehen hatte. In den letzten Jahren vor seinem Tod stellte er die spanische Monarchie wieder her.

Francos Vorhaben, die Diktatur nach seinem Tod weiter bestehen zu lassen, wurde allerdings von seinem selbst ausgesuchten Nachfolger, Juan Carlos I., durchkreuzt. Juan Carlos begann nach dem Tod Francos damit, Spanien zu modernisieren und die Diktatur durch eine demokratische Regierung zu ersetzen.

1976 ernannte Juan Carlos Adolfo Suárez zum ersten spanischen Premierminister. Die ersten freien Wahlen nach dem Ende der Diktatur fanden am 15. Juli 1977 statt. Dieser Zeitraum wird auch als Transition bezeichnet.

Wie die Rückkehr zur Demokratie genau ablief, erfährst Du in der Erklärung "Transition Spanien".

Das Moderne Spanien

Mit der Gründung der spanischen Regierung und dem Amtseintritt des ersten spanischen Premierministers Adolfo Suárez im Jahr 1976, waren die Grundbausteine für das moderne Spanien bereits gelegt. Im Jahr 1986 konnte Spanien außerdem der Europäischen Union beitreten, was eine wirtschaftliche Verbesserung und die Akzeptanz der anderen Mitgliedsstaaten bedeutete.

Politische Unruhen und Katalonien-Krise: Spanien Heute

Nach den demokratischen Wahlen im Jahr 1977 wurde ein Jahr später, im Jahr 1978, die spanischen Verfassung gültig gemacht. Seither haben zwei große politische Parteien die spanische Regierung dominiert: die PSOE (Partido Socialista Obrero España) und die PP (Partido Popular). Als Reaktion auf das aufgeheizte politische Klima, das durch die Wirtschaftskrise 2008 entstanden ist, haben sich zwei neue Volksparteien gebildet, die Unidas Podemos und Ciudadanos.

Die spanischen Parteien im Überblick:

  • PSOE: mittig-links, sozialdemokratische Arbeiterpartei (vergleichbar mit SPD)
  • PP: konservativ, christdemokratische Partei (vergleichbar mit CDU)
  • Unidas Podemos: Zusammenschluss mehrerer linker Parteien (vergleichbar mit den Grünen und der Linken)
  • Ciudadanos: liberal, ursprünglich als Regionalpartei in Barcelona gegründet (vergleichbar mit FDP)

Im Jahr 2015 führten die Parlamentswahlen zu keinem klaren Ergebnis. Die Verhandlungen aller Parteien über die Bildung einer gemeinsamen Regierung scheiterten. Das führte dazu, dass die spanische Bevölkerung kurz darauf erneut wählen musste. Im Endeffekt kam es in Spanien schließlich zu einer Minderheitsregierung.

Das bedeutet, dass die Regierung, die am Ende das Sagen hat, bei den Wahlen keine absolute Mehrheit erreicht hat. Im Umkehrschluss ist das ein Zeichen dafür, dass die spanische Bevölkerung unterschiedliche Ziele und Vorstellungen für die neue Regierung hatten, die nur schwer unter einen Hut zu bringen waren.

Durch seine Einwanderungspolitik und seine Unterstützung für Frauen in der Regierung ist der seit 2018 amtierende spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez von der Partei PSOE bei den Liberalen sehr beliebt, aber ebenso unbeliebt bei den aufstrebenden extremen Rechten. In der Zwischenzeit sind die spanische Regierung und die spanische Politik insgesamt weiterhin sehr gespalten.

Dies wird noch deutlicher, wenn man die steigende Popularität der rechtsradikalen Partei "Vox" betrachtet. Seit ihrer Gründung im Jahr 2013 haben die Vox und ihr Vorsitzender Santiago Abascal in der spanischen Bevölkerung an Popularität gewonnen, insbesondere in den südlichen Bundesstaaten Spaniens, wie in Andalusien. Im Jahr 2018 erreichte Vox einen Rekordwert von 11 % der Wählerstimmen, was von Expertinnen und Experten als Bedrohung für die Demokratie bezeichnet wird.

Katalonien-Krise 2017

Auch in einer der Autonomen Gemeinschaften, aus denen Spanien sich zusammensetzt, gibt es schon seit einiger Zeit Unruhen. Katalonien, das sich ganz im Nordosten Spaniens befindet und zu dem auch Barcelona gehört, möchte von Spanien unabhängig werden. Das liegt vor allem daran, dass sich die katalanische Bevölkerung von den Spanierinnen und Spaniern unterdrückt und als stärkste Wirtschaftsmacht Spaniens ausgenutzt fühlen.

Im Jahr 2017 hielt die katalanische Regierung eine Volksabstimmung ab, um zu entscheiden, ob sie sich vom spanischen Staat abspalten sollte oder nicht. Die katalanischen Bürgerinnen und Bürger stimmten für die Abspaltung, aber ein Bundesgericht in Madrid entschied, dass diese Abstimmung verfassungswidrig und somit ungültig. Zwölf katalanischen Separatistenführerinnen und Seperatistenführer wurde danach verhaftet. Diese Auseinandersetzung wird bis heute heiß diskutiert und ist unter dem Namen "Katalonien-Krise" bekannt.

Wieso Katalonien unabhängig von Spanien werden möchte und warum sich die spanische Bevölkerung vehement dagegen stellen, kannst Du in der Erklärung "Katalonien Unabhängigkeit" erfahren.

Spanische Geschichte und Politik - Das Wichtigste

  • Im Jahr 206 v. Chr. wurde Iberien durch Eroberungen, Teil des Römischen Reichs. Die Römerinnen und Römer hielten das Land bis zum fünften Jahrhundert.
  • siebtes Jahrhundert: Islamische Erobernde nahmen Spanien ein. Die Erobernden verloren das Land nach der "Reconquista" im Jahr 1492 endgültig.
  • 1492 förderte die spanische Krone Kolumbus Reise nach Indien. Kolumbus entdeckte jedoch stattdessen Amerika. Die Einheimischen litten unter der brutalen Eroberung ihrer Ländereien durch die spanische und portugiesische Bevölkerung. Dies jedoch machte das spanische Imperium zu einer Supermacht mit vielen Kolonien.
  • 1939 gewann Francisco Franco den Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939) und wurde Staatsoberhaupt. Er regierte als spanischer Diktator bis zu seinem Tod im Jahr 1975.
  • 1976 wurde Spanien wieder zur Demokratie. Adolfo Suárez war der erste Premierminister Spaniens.
  • Der seit 2018 amtierende Premierminister heißt Pedro Sanchez. Heute hat Spanien mit der Katalonien-Krise und dem Aufstreben rechtsextremistischer Parteien zu kämpfen.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Spanien Geschichte

Im Jahr 1504, nach der Niederlage der arabischen Invasion, erklärten Königin Johanna I. und Prinz Philipp die spanischen Königreiche zum vereinigten Spanien. Damit wurde die Grundlage für Spanien geschaffen.

Mohammed I. hat die Alhambra im Jahr 1241 gebaut.

Die spanische Sprache stammt hauptsächlich aus dem Latein. Die arabische Sprache hatte jedoch auch einen großen Einfluss auf die moderne spanische Sprache.

Die moderne spanische Regierung wurde im Jahr 1978 gegründet und somit das moderne Spanien.

Finales Spanien Geschichte Quiz

Frage

Wer waren die ersten Einwohnerinnen und Einwohner Iberiens?

Antwort anzeigen

Antwort

Iberinnen und Iberer

Frage anzeigen

Frage

Wie nannte sich die Rückeroberung Spaniens?

Antwort anzeigen

Antwort

Reconquista

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Frage

Wie hieß der spanische König der die Reise von Christopher Kolumbus förderte?

Antwort anzeigen

Antwort

Ferdinand II.

Frage anzeigen

Frage

Was war die spanische Inquisition?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Zeitraum von 350 Jahren
  • Spanische Krone und katholische Kirche wollten alle Spanierinnen und Spanier zum Christentum konvertieren. 
  • Heftige Strafen, wenn man sich nicht unterworfen hat (Gefängnis, Folter, Hinrichtung).
Frage anzeigen

Frage

Was war der Zusammenhang zwischen Spanien und der Spanischen Grippe?

Antwort anzeigen

Antwort

Nur nach Spanien benannt, weil die spanische Presse einer der ersten weltweit waren, die über die Grippe berichtet haben.

Frage anzeigen

Frage

Was war Spaniens Beteiligung am Ersten Weltkrieg?

Antwort anzeigen

Antwort

Spanien war neutral. 

Frage anzeigen

Frage

In welchem Jahr gewann Francisco Franco den Spanischen Bürgerkrieg?

Antwort anzeigen

Antwort

1945

Frage anzeigen

Frage

Welche Seiten kämpften im Spanischen Bürgerkrieg gegeneinander?

Antwort anzeigen

Antwort

Nationalistinnen und Nationalisten

Frage anzeigen

Frage

Wie hieß der spanische Militärgeneral?

Antwort anzeigen

Antwort

Francisco Franco

Frage anzeigen

Frage

Wie lange ging der Spanische Bürgerkrieg?

Antwort anzeigen

Antwort

1936-1939

Frage anzeigen

Frage

Wie hieß der Nachfolger Francisco Francos?

Antwort anzeigen

Antwort

Don Juan Carlos I. 

Frage anzeigen

Frage

Wann waren die ersten demokratischen Wahlen in Spanien nach der Franco-Diktatur?

Antwort anzeigen

Antwort

1977

Frage anzeigen

Frage

Was war die Katalonien-Krise?

Antwort anzeigen

Antwort

Konflikt, ob sich Katalonien von Spanien abspalten sollte. Gipfelte in der Katalonien-Krise 2017.

Frage anzeigen

Frage

Welche zwei politische Parteien dominierten jahrzehntelang in Spanien?

Antwort anzeigen

Antwort

PP und PSOE

Frage anzeigen

Frage

Wie schätzen Expertinnen und Experten die rechtsradikale Partei Vox ein?

Antwort anzeigen

Antwort

als Bedrohung für die spanische Demokratie

Frage anzeigen

Frage

Wann fand der spanische Bürgerkrieg statt?

Antwort anzeigen

Antwort

1936-1939

Frage anzeigen

Frage

Welches Regierungssystem wurde in Spanien vor dem spanischen Bürgerkrieg praktiziert?

Antwort anzeigen

Antwort

Republik

Frage anzeigen

Frage

Was war der sogenannte "Franquismus"?

Antwort anzeigen

Antwort

Unter "Franquismus" wird die Diktatur unter Francisco Franco nach dem Ende des spanischen Bürgerkriegs verstanden.

Frage anzeigen

Frage

Welche Seiten kämpften im spanischen Bürgerkrieg gegeneinander?

Antwort anzeigen

Antwort

Nationalist*innen unterstützt vom Militär

Frage anzeigen

Frage

Wie endete der spanische Bürgerkrieg?

Antwort anzeigen

Antwort

Sieg der Nationalist*innen

Frage anzeigen

Frage

Was waren die Gründe für den spanischen Bürgerkrieg?

Antwort anzeigen

Antwort

Unzufriedenheit der Bevölkerung durch:

  • schlechte wirtschaftliche und politische Lage Spaniens
  • massive Unterschiede in der Industrialisierung zwischen Städten und ländlichen Gegenden
  • schlechte Arbeitsbedingungen
  • Nicht-Umsetzung versprochener Reformen der Republik


Unzufriedenheit von Militär und Kirche durch:

  • Verweltlichung (Kirche verliert an Wert)
  • Machtverlust des Militärs durch die Republik
Frage anzeigen

Frage

Was war das Ziel der Republikaner*innen im Spanischen Bürgerkrieg?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Aufrechterhaltung und Verbesserung der demokratisch gewählten Republik

  • Untergrabung der Macht des Militärs und des Einflusses der Kirche (Verweltlichung)

Frage anzeigen

Frage

Was war das Ziel der Nationalist*innen im spanischen Bürgerkrieg?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Rückkehr zu einem Staat, in dem das Militär das Sagen hat und traditionelle, christliche Werte gelten

  • Säuberung des Landes von kommunistischen Einflüssen

Frage anzeigen

Frage

Was passierte beim Putsch in Spanisch-Marokko?

Antwort anzeigen

Antwort

Putsch des Militärs unter Franco von Nordafrika aus

Frage anzeigen

Frage

Was war die Legion Condor und welche Rolle spielte sie im spanischen Bürgerkrieg?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Legion Condor war ein Einsatztrupp der deutschen Luftwaffe. Sie war maßgeblich an der Zerstörung der Stadt Guernica bei einem Luftwaffenangriff am 26. April 1937.

Frage anzeigen

Frage

Wie verhielt sich die spanische Marine im spanischen Bürgerkrieg?

Antwort anzeigen

Antwort

Sie war loyal gegenüber der Republik.

Frage anzeigen

Frage

Welche Rolle spielte Francisco Franco im spanischen Bürgerkrieg?

Antwort anzeigen

Antwort

Er war der Oberbefehlshaber der Nationalist*innen.

Frage anzeigen

Frage

Warum wird der spanische Bürgerkrieg auch als Generalprobe für den zweiten Weltkrieg bezeichnet?

Antwort anzeigen

Antwort

In diesem Krieg wurden Waffen und Strategien ausgetestet, die später im Zweiten Weltkrieg zum Einsatz kamen. Der Spanische Bürgerkrieg wird daher auch als "Versuchskaninchen" oder "Labor" für die Weltmächte im Zweiten Weltkrieg bezeichnet. 

Frage anzeigen

Frage

Welche beiden Ideologien trafen im spanischen Bürgerkrieg aufeinander?

Antwort anzeigen

Antwort

Liberalismus und Nationalismus

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Frage

Welche Grundregel verfolgt die politische Ideologie des Liberalismus?

Antwort anzeigen

Antwort

Individuum > Staat

Frage anzeigen

Frage

Welche Grundregel verfolgt die politische Ideologie des Nationalismus?

Antwort anzeigen

Antwort

Staat > Individuum

Frage anzeigen

Frage

Was symbolisiert der Stier in Pablo Picassos Ölgemälde "Guernica"?

Antwort anzeigen

Antwort

Francisco Franco und seine Rolle im Krieg

Frage anzeigen

Frage

Wann war der Franquismus in Spanien?

Antwort anzeigen

Antwort

1936-1977

Frage anzeigen

Frage

Was war der Franquismus?

Antwort anzeigen

Antwort

Unter Franquismus versteht man den Zeitraum zwischen der Machtergreifung und dem Tod Francisco Francos in Spanien (1936-1977). Diese Regierungsform wird als faschistische Diktatur verstanden. 

Frage anzeigen

Frage

Mit welchen anderen Diktatoren wird Francisco Franco oft verglichen?

Antwort anzeigen

Antwort

Benito Mussolini

Frage anzeigen

Frage

Welche Rolle spielte Francisco Franco im spanischen Bürgerkrieg?

Antwort anzeigen

Antwort

Er führte die Nationalist*innen als Oberbefehlshaber an.

Frage anzeigen

Frage

Was war die Movimiento Nacional?

Antwort anzeigen

Antwort

die einzig zugelassene Partei in Spanien während des Franqiusmus

Frage anzeigen

Frage

Wie hieß die faschistische Bewegung, die Franco beim spanischen Bürgerkrieg unterstützte?

Antwort anzeigen

Antwort

Falange

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Frage

Wer ernannte Franco zum Por la Gracia de Dios, Caudillo de España ("Führer Spaniens durch die Gnade Gottes")

Antwort anzeigen

Antwort

er selbst

Frage anzeigen

Frage

Was waren Francos Ziele?

Antwort anzeigen

Antwort

Spanien sollte vom Einfluss des Kommunismus und verschiedenen Arbeiterbewegungen bereinigt werden. Außerdem wollte er die Rolle der Kirche und die Position des Militärs in Spanien stärken, da diese in der zweiten spanischen Republik immer mehr an Bedeutung verloren hatten. 

Frage anzeigen

Frage

Was war die "Blaue Periode"?

Antwort anzeigen

Antwort

die Hochphase des Franquismus in der Spanien "gesäubert" werden sollte

Frage anzeigen

Frage

Wie verhielt sich Spanien im Zweiten Weltkrieg?

Antwort anzeigen

Antwort

neutral und sie isolierten sich komplett vom Rest Europas

Frage anzeigen

Frage

Was passierte im tardofranquismo?

Antwort anzeigen

Antwort

Spanien war durch die Isolation im Zweiten Weltkrieg am Rande eines Kollapses gestanden und konnte sich nur sehr mäßig davon erholen. Die Kooperationen mit den Westmächten führten zu einer wirtschaftlichen Liberalisierung, die von der Bevölkerung sehr unterstützt wurde. Dies führte allerdings auch dazu, dass das Militär und die Kirche etwas von ihrem Status einbüßten. 

Frage anzeigen

Frage

Welche Phase ereignete sich nach dem Tod Francisco Francos?

Antwort anzeigen

Antwort

Transición

Frage anzeigen

Frage

Auf welchen Grundsätzen war der Franquismus aufgebaut?

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Antwort

  • personalistische Ausrichtung um Francisco Franco als Führer

  • Verhaltensweisen nur definiert in Abgrenzungen zu anderen Ideologien

  • konservativ-katholische Ausrichtung mit dem Ziel, die Rolle der Kirche und des Militärs wieder zu stärken

  • eine faschistische (antidemokratische und antikommunistische) Haltung
Frage anzeigen

Frage

Was bedeutet es, dass der Franquismus sehr "personalistisch" ausgerichtet war?

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Antwort

Das System wurde ganz um die Person Francos herum aufgebaut, nicht etwa um eine bestimmte Idee oder Ähnliches.

Frage anzeigen

Frage

Durch welche Merkmale zeichnet sich der Faschismus aus?

Antwort anzeigen

Antwort

Er ist demokratisch und kommunistisch.

Frage anzeigen

Frage

Wann fand die Transition in Spanien statt?

Antwort anzeigen

Antwort

1975-1982

Frage anzeigen

Frage

Was war La Transición España?

Antwort anzeigen

Antwort

Mit diesem Begriff bezeichnet man den Übergang von einer faschistischen Diktatur, dem Franquismus, zu einer parlamentarischen Monarchie in Spanien. 

Frage anzeigen

Frage

Welche Regierungsform bestand in Spanien vor der Transition?

Antwort anzeigen

Antwort

Diktatur

Frage anzeigen
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