Nicaragua

Nicaragua, im Spanischen auch República de Nicaragua, ist das größte Land Zentralamerikas. Es grenzt nur an zwei weitere Länder, an der Südgrenze an Costa Rica und an der Nordgrenze an Honduras. Nicaragua gilt als eines der beliebtesten Urlaubsziele Amerikas, allerdings ist es auch eines der weltweit ärmsten Länder. 

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Inhaltsangabe

    Nicaragua ist ein Teil Lateinamerikas. Was es mit diesem Begriff auf sich hat, klick Dich doch in die Erklärung "Lateinamerika".

    Wichtige Fakten über Nicaragua

    Nicaragua ist ein Land in Zentralamerika, also im Verbindungsteil zwischen Nord- und Südamerika. In der folgenden Liste findest Du eine Übersicht zu den wichtigsten Basisfakten über Nicaragua:

    • Amtssprache: Spanisch
    • Hauptstadt: Managua
    • Fläche: 130.370 km²
    • Einwohnerzahl: 6.625 Millionen (2020)
    • Währung: Nicaraguanischer Córdoba

    Die nicaraguanische Flagge ist blau-weiß-blau und zeigt in der Mitte ein gleichseitiges Dreieck. Die beiden blauen Linien stehen dabei für den Pazifik und den Atlantischen Ozean. Die weiße Mitte der Flagge steht für den Frieden und das gleichseitige Dreieck symbolisiert die Gleichheit.

    In dieser Abbildung siehst Du die nicaraguanische Flagge:

    Nicaragua nicaraguanische Flagge StudySmarterAbbildung 1: Flagge Nicaragua

    Geografische Fakten über Nicaragua

    Nicaragua liegt im Herzen Zentralamerikas und grenzt sowohl an Festland als auch an Wasser. Im Norden grenzt Nicaragua an Honduras, im Süden an Costa Rica. Westlich befindet sich der Pazifische Ozean, im Osten die Karibik.

    Du willst mehr über Nicaraguas Nachbarn erfahren? Dann bist Du bei den Erklärungen "Honduras" und "Costa Rica" genau richtig.

    Klima

    Das Klima in Nicaragua ist sehr unterschiedlich in den verschiedenen Regionen. Aufgrund der Lage in der Nähe des Äquators herrscht in Nicaragua größtenteils tropisches Klima. Die Durchschnittstemperatur in Nicaragua liegt das ganze Jahr über bei etwa 27 °C. Anders sieht es in den Bergregionen aus, in denen es typischerweise mit einer Durchschnittstemperatur von etwa 12 °C sehr viel kühler ist.

    In Nicaragua gibt es zwei Jahreszeiten: die Regenzeit und die Trockenzeit. Die Regenzeit dauert in der Regel von Juni bis November, während die Trockenzeit von Dezember bis Mai andauert. Außerdem ist Nicaragua sehr anfällig für Hurrikans und Stürme, da es an zwei verschiedene Meere grenzt.

    In Nicaragua gibt es in der Regel einen größeren Hurrikan pro Jahr. Die Küste ist besonders von Stürmen und anderen Naturkatastrophen betroffen. Vor allem von Juli bis Oktober treffen teilweise bis zu acht tropische Stürme auf die Küste.

    Landschaft

    Als das größte zentralamerikanische Land ist Nicaragua auch von einer großen Vielfalt geprägt. Von Bergketten im Norden über eine Regenwaldregion im Osten bis zu ausgedehnten Naturschutzgebieten und Seen im Südwesten Nicaraguas.

    Im Norden des Landes liegt das Isabella-Gebirge. Ebenfalls im Norden, in der Nähe der Stadt León, finden Reisende den berühmten Vulkan Momotombo, der in den letzten 100 Jahren "geschlafen" hat.

    Hier siehst Du ein Bild dieses Vulkans vom 31. Oktober 2018, als dieser zuletzt Lava ausgestoßen hat:

    Nicaragua Momotombo Vulkan StudySmarterAbbildung 3: Momotombo-Vulkan

    Ein weiteres beliebtes Reiseziel in Nicaragua sind die Islas del Maiz, ein Inselpaar in der Karibik, das durch Palmenstrände und Korallenriffe charakterisiert ist.

    Im Jahr 2013 schlug das chinesische Entwicklungsunternehmen HKND der nicaraguanischen Regierung vor, den Atlantik und den Pazifik durch einen Kanal zu verbinden. Dies geschah als Reaktion darauf, dass der 1881 erbaute Panamakanal nicht mehr dem modernen Standard entsprach und so die heutigen großen Containerschiffe diesen nicht mehr durchfahren konnten.

    Diese Pläne scheiterten allerdings, da HKND erstens insolvent ging, aber auch ein internationaler Aufschrei über die mögliche Umsiedlung von etwa 100.000 Einheimischen, sowie Umweltbedenken entstanden ist.

    Mehr Details über den berühmten Panamakanal kannst Du in der Erklärung "Panama" erfahren.

    Flora und Fauna

    Auch wenn die Regenwaldregionen Nicaraguas durch Abholzung, unkontrollierte Jagd und ein schnelles Wachstum der Urbanisierung stark in Mitleidenschaft gezogen werden, beherbergen sie immer noch einen Großteil der einzigartigen und vielfältigen Flora und Fauna des Landes. Vor allem die Tierwelt ist von diesem raschen Wandel betroffen. Weiterhin ist Nicaragua immer noch eines der Länder mit der weltweit größten Artenvielfalt.

    Nicaraguas vielfältige Tierwelt umfasst eine Vielzahl von Wildkatzen-, Affen-, Reptilien-, Vogel- und Meerestierarten. Pumas und Jaguare sind einige der gefährlichsten Tiere, die in Nicaraguas Regenwäldern leben. Außerdem kannst Du viele Vogelarten, von Jagdvögeln, wie Adler bis zu bunten Aras und Papageien, finden. In einigen Gebieten, vorwiegend in den See- und Flussregionen, kann man eine große Vielfalt an Krokodilen, Schlangen und Fischen entdecken.

    Nicaragua hat zwar kein Nationaltier, wird aber offiziell von einer kleinen und farbenfrohen Vogelart namens Motmot repräsentiert.

    Die Flora Nicaraguas ist ähnlich vielfältig wie die Fauna des Landes. Es gibt schätzungsweise 30.000 verschiedene Pflanzenarten in Nicaragua. Diese sind vorwiegend in den Regenwäldern des Landes zu finden, die ein Drittel der Landesfläche bedecken.

    Geschichte von Nicaragua

    Auf dem Weg zur Unabhängigkeit musste Nicaragua einige Etappen durchlaufen. Nachdem Nicaragua sich von seinem Status als spanische Kolonie befreien konnte, befand sich das Land in einer Art Identitätskrise zwischen Demokratie und Unterdrückung. Zuerst besetzte das US-amerikanische Militär Nicaragua, um von den wirtschaftlichen Ressourcen dort zu profitieren. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts regierte außerdem die Somoza-Familie Nicaragua als Diktatur. Die Nicaraguanerinnen und Nicaraguaner mussten sich ihre Unabhängigkeit in einem langen Bürgerkrieg erst erkämpfen.

    In seiner Geschichte und Kultur wurde Nicaragua insbesondere durch den Status als spanische Kolonie stark von Spanien beeinflusst. Wodurch sich Spanien als Kolonialmacht besonders ausgezeichnet hat, kannst Du in der Erklärung "Spanien" nachlesen.

    Präkolonialzeit und Spanische Kolonie

    Nachdem Nicaragua in der Präkolonialzeit, auch Vorkolonialzeit genannt, von indigenen Bevölkerungsgruppen besiedelt wurde, besetzten im Zuge der "Entdeckung" Amerikas 1524 spanische Siedlerinnen und Siedler einen Großteil des Landes. Die Städte León und Granada wurden kurz darauf gegründet. Granada entwickelte sich schnell zu einer großen und modernen Stadt, die als Zentrum für Handel und Gewerbe fungierte. Nicaragua war zu diesem Zeitpunkt eine spanische Kolonie.

    Die Eroberung von Kolonien, der sogenannte Kolonialismus, beschreibt die, oftmals gewaltsame, Unterwerfung anderer Länder, meist durch europäische Staaten.

    Die erobernden Staaten, auch Kolonialmächte genannt, wollten die wirtschaftlichen Ressourcen anderer Länder (z. B. Gold, Früchte, Gewürze, Kaffee oder auch kulturelle Schätze) für sich haben und bekämpften deswegen die einheimische Bevölkerung. Große Teile Latein- und Südamerikas waren einmal spanische Kolonien.

    Im Jahr 1610 wurde León durch einen Vulkanausbruch zerstört, aber 30 Kilometer nordwestlich der Ruinen wieder aufgebaut. Dieses neue León wurde daraufhin zu einem Zentrum für Gelehrte, liberale Denker und Intellektuelle. Diese gründeten die liberale Partei, die sich für die Einigung Zentralamerikas einsetzte.

    Wenn Du mehr darüber lernen möchtest, wie der Kolonialismus auch die spanische Geschichte beeinflusst hat, bist Du bei der Erklärung "Spanische Geschichte" genau richtig.

    Postkoloniale Ära: Politische Unruhen und Diktaturen

    Am 15. September 1821 erklärte Nicaragua, als Teil des Königreichs Guatemala, seine Unabhängigkeit von Spanien. Im Gegensatz zu den Unabhängigkeitskämpfen anderer süd- und mittelamerikanischer Länder verlief dies in Nicaragua erstaunlich friedlich.

    Wenn Du wissen möchtest, wie genau die einzelnen lateinamerikanischen Länder ihre Unabhängigkeit erreicht haben und wie Spanien seinen Status als Kolonialmacht verlor, schau doch bei der Erklärung "Spanischer Kolonialismus" vorbei!

    Nach dieser Abspaltung verbündete sich Nicaragua mit anderen zentralamerikanischen Ländern, insbesondere Guatemala, Honduras, El Salvador und Costa Rica. Zusammen bildeten sie 1823 die Bundesrepublik von Zentralamerika, la República Federal. Diese scheiterte 15 Jahre später wegen internen Kriegen und Konflikten und Nicaragua trennte sich schließlich 1838 von der Union. Es folgte eine Zeit voller politischer Unruhen für Nicaragua.

    Nicaragua und die USA

    Zwischen 1893 und 1909 regierte José Santos Zelaya, ein modern eingestellter liberaler Diktator, das Land Nicaragua. Er war verantwortlich für den Aufbau einer modernen Infrastruktur, eines Bildungssystems und zahlreichen Regierungsgebäuden im ganzen Land. Außerdem plante er zusammen mit Deutschland und Japan den Bau eines Schifffahrtskanals, der dem Panamakanal Konkurrenz machen sollte. Später war er jedoch gezwungen zurückzutreten, da die konservative Stimmung bei der nicaraguanischen Bevölkerung zunahm. Diese wurde von den USA gefördert, um ihre Interessen am Panamakanal zu schützen.

    Dadurch entstand eine politische Instabilität und die USA beschloss, in Nicaragua einzumarschieren, um es zu besetzen. In der Folge war die nicaraguanische Regierung gezwungen, der US-Regierung Folge zu leisten. Die USA behielten ihre Interessen in Nicaragua, da sie vorwiegend an Nicaraguas Kaffeeanbau und Handel interessiert waren.

    Im Jahr 1927 entstand unter der Führung des Guerillakämpfers Augusto C. Sandino eine Bewegung, die sich gegen die US-Besatzung zur Wehr setzte. Dies führte zu einem Guerillakrieg gegen die US-Marine, der 1932 mit dem Abzug der US-Truppen endete.

    Unter einem Guerillakrieg versteht man eine oftmals gewaltsame Auseinandersetzung, in der sich eine kleinere Gruppe, meist bestehend aus gewöhnlichen Bürgerinnen und Bürgern, gegen eine unterdrückende Regierung auflehnen. Das Ziel der sogenannten Guerillakämpferinnen und Guerillakämpfer ist es, Unabhängigkeit für ihr Land zu erreichen.

    Diktatur der Somoza-Familie

    Als die USA schließlich im Jahr 1933 abgezogen waren, übernahm ein General namens Anastasio Somoza Garcia die Leitung der Nationalgarde. Er spürte die potenzielle Bedrohung und ordnete die Ermordung von Augusto C. Sandino, dem Anführer der Guerillas, an. Als Sandino 1934 erschossen wurde, wurde Somoza schließlich zum Präsidenten ernannt.

    In dieser Abbildung siehst Du den nicaraguanischen Diktator:

    Nicaragua Somoza García StudySmarterAbbildung 4: Diktator Anastasio Somoza García

    Somoza regierte das Land mit eiserner Faust zwischen 1936 und 1956. Daraufhin folgte sein Sohn Luis Somoza Debayle (1956 - 1967), der wiederum von seinem Bruder Anastasio "Tachito" Somoza Debayle abgelöst wurde (1967-1979).

    Die Somoza-Familie wurde während ihrer Regierungsperiode sowohl von der US-Regierung als auch von der nicaraguanischen Nationalgarde unterstützt. Nach einem Erdbeben im Jahr 1972, welches das Land erschütterte und zahllose Opfer forderte, versuchten die Somozas noch mehr Macht zu erlangen. Dies führte zu einer großen Unzufriedenheit der nicaraguanischen Bevölkerung hinsichtlich der Diktatur.

    Die FSLN (Frente Sandinista de Liberación Nacional, auf Deutsch: Sandinistische Befreiungsfront) ist eine marxistische Guerillaarmee, die in der nicaraguanischen Gesellschaft immer beliebter wurde. Sie führte einen langen und blutigen Krieg gegen das Somoza-Regime, den sie schließlich 1979 gewann und Anastasio "Tachito" Somoza Debayle ins Exil zwang. Die Herrschaft der Somoza-Familie war somit 1979 beendet.

    Nicaraguanische Kultur

    Wie in vielen anderen süd- und mittelamerikanischen Ländern gibt es auch in Nicaragua sowohl koloniale (von der Zeit als spanische Kolonie stammende) als auch indigene (von der indigenen Bevölkerung stammende) Bräuche. Die wichtigsten Säulen der modernen nicaraguanischen Kultur lassen sich in die folgenden Faktoren unterteilen:

    Sport

    Baseball ist die beliebteste Sportart in Nicaragua und deshalb sind etliche Baseballplätze überall im Land zu finden. Ebenso hat Boxen in Nicaragua sehr an Popularität gewonnen, nachdem der nicaraguanische Profiboxer Alexis Arguello berühmt wurde. Andere beliebte Sportarten sind Fußball, Gewichtheben und Schwimmen.

    Nicaraguanisches Essen

    Die moderne nicaraguanische Küche basiert auf dem Konzept, dass Zutaten überwiegend aus eigenem Anbau verwendet werden. In Nicaragua ist von Straßenlokalen bis zu gehobenen Restaurants, alles zu finden. In dieser Tabelle findest Du fünf typische nicaraguanische Gerichte, die in keinem Restaurant oder Zuhause fehlen dürfen:

    Gericht
    Hauptzutaten
    Gallo Pinto
    • rote Bohnen, weißer Reis, Zwiebeln
    Desayuno Nica
    • Rührei / Spiegelei, Zwiebeln, Paprika, Kochbanane, Käse, Gallo Pinto
    Nacatamales
    • Maisteig, Schweinefleisch, Kartoffeln, Yerba buena
    Quesillo
    • Tortilla, Weißkäse, Zwiebeln, Sahne
    Indio Viejo
    • Maissuppe, Rind- / Schweinefleisch, Zwiebeln

    Sehenswürdigkeiten

    Das tropische Klima in Nicaragua macht das Land zu einem beliebten Urlaubsziel. In dieser Tabelle siehst Du die berühmtesten Sehenswürdigkeiten des Landes:

    Sehenswürdigkeit

    Standort

    Informationen
    Inselchen von Granada
    Nicaraguasee
    • Inseln von vulkanischem Ursprung
    • menschenleer Inseln, einige Boutique-Hotels und touristische Angebote
    Masaya-Vulkan
    südlich von Managua
    • Besuchende können hier die im Krater brodelnde Lava aus nächster Nähe betrachten.
    Nicaraguasee
    südwestlich von Managua
    • größter See Mittelamerikas
      • Länge: 177 Kilometern
      • durchschnittliche Breite: 57 Kilometern
    • mehr als 365 Inseln (u.a. Ometepe)
    León
    westlich
    • eine historische Stadt
    • gegründet von spanischen Siedlerinnen und Siedler in 1524
    • wunderschöne Catedral de la Asunción de María
    Isla Ometepe
    Nicaraguasee
    • zwei Vulkane
    • touristisch beliebt, ideal zum Radfahren, Klettern und weiteren Sporterlebnissen

    Feste und Traditionen

    Nicht anders als in vielen anderen süd- und mittelamerikanischen Ländern wird in Nicaragua gerne gefeiert. Die meisten nicaraguanischen Feste haben einen religiösen Hintergrund. Es gibt viele Festtage, die über das ganze Kalenderjahr verteilt sind.

    Die wichtigsten nicaraguanischen Festtage und Feierlichkeiten sowie deren Bedeutung sind in dieser Tabelle festgehalten:


    Datum
    Fest / Feiertag
    Was / Wie wird gefeiert?
    5. - 18. Januar
    Dariana-Tag
    • zur Würdigung des Lebens des nicaraguanischen Dichters Ruben Dario
    • Konzerte und Paraden
    • in der Stadt Matagalpa
    Ostern
    La Judea
    • Festival im gesamten Land verteilt
    • Nachstellung der letzten Tage des Lebens von Jesus Christus
    • stadtweites Spiel: Bevölkerung sucht einen Judas, der anschließend feierlich gehängt wird
    15. September
    Nicaraguanischer Unabhängigkeitstag
    • Unabhängigkeit Nicaraguas vom spanischen Reich (1821)
    • Tragen einer Fackel von Guatemala nach Nicaragua
    • Paraden und Straßenfesten
    Anfang November
    Dia de los Muertos
    • Fest zu Ehren der verstorbenen Angehörigen des Volkes
    • Besuch der Gräber und Grabstätten
    Ende November /8. DezemberLa Purisima und La Griteria
    • Bau von Altären, um die Geburt der Jungfrau Maria zu feiern
    • Einheimische marschieren durch die Straßen und singen religiöse Lieder.

    Wenn Du Dich für dafür interessierst, wie sich lateinamerikanische Feste von spanischen Feiern und Traditionen unterscheiden, schau doch bei der Erklärung "Spanische Feste und Traditionen" vorbei.

    Sprache

    In Nicaragua wird hauptsächlich Spanisch gesprochen. Das ist auf die über 300-jährige spanische Kolonialisierung zurückzuführen. Insgesamt werden in Nicaragua jedoch sieben Sprachen gesprochen, darunter indigene Sprachen. Auch Englisch ist hier weitverbreitet, da Teile Nicaraguas einst zu britischen Kolonien zählten.

    Das in Nicaragua gesprochene Spanisch ist dem Castellano, dem klassischen Spanisch, recht ähnlich. Die beiden Hauptunterschiede sind einzigartige lokale Ausdrücke und das Weglassen des "s" bei bestimmten Wörtern. Dies ist ein gemeinsames Merkmal der meisten Varianten der spanischen Sprache in Süd- und Mittelamerika.

    Vier typisch nicaraguanische Ausdrücke kannst Du in der Tabelle entdecken:

    Nicaraguanisches Spanisch
    Castellano Spanisch
    Deutsch
    jaña
    novia
    Freundin
    lampazo
    trapeador
    Wischmop
    chapas
    aretes
    Ohrringe
    pulperia
    kiosco
    Kiosk

    Die unterschiedliche Aussprache durch das Wegfallen des "s" verdeutlicht Dir die folgende Tabelle. Hier findest Du Beispiele dazu und kannst durch die {Klammern} erkennen, wie dieses Wort in Nicaragua tatsächlich ausgesprochen wird:

    Nicaraguanisches Spanisch
    Castellano Spanisch
    Deutsch
    vo` {vo}
    vos
    Du / Sie
    bu` {bu}
    bus
    Bus
    arro` {arro}
    arroz
    Reis

    Allerdings gibt es auch in der spanischen Sprache selbst einige unterschiedliche Dialekte und Besonderheiten. Für mehr Informationen darüber klick Dich in die Erklärung "Spanische Sprache".

    Nicaragua - Das Wichtigste

    • Nicaragua ist das größte Land Zentralamerikas, die heutige Hauptstadt heißt Managua.
    • Das Land grenzt an Honduras und Costa Rica. Im Westen befinden sich Küstengebiete am Pazifischen Ozean und im Osten liegt die Karibik.
    • Nachdem sich Nicaragua 1821 von Status als spanische Kolonie (1523-1821) befreien konnte, wurde das Land im 20. Jahrhundert erst von den USA besetzt und dann von der Samoza-Familie als Diktatur regiert. Erst 1979 konnte Nicaragua wirklich unabhängig werden.
    • Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Nicaraguas gehören die Inselchen von Granada, der Masaya-Vulkan, der Nicaraguasee und die Isla Ometepe.
    • Die beliebteste Sportart in Nicaragua ist Baseball. Fußball ist auch ein sehr beliebter Sport im Land.
    • Das in Nicaragua verbreitete Spanisch ähnelt sehr dem klassischen Castellano. Allerdings gibt es einige regional verbreitete Begriffe, wie z.B. pulperia (Geschäft), während man in Spanien kiosco sagt.

    Nachweise

    1. Spiegel.de: Nicaragua. (08.08.2022).
    2. auswaertiges-amt.de: Nicaragua: Reise- und Sicherheitshinweise. (08.08.2022).
    3. deutschlandfunk.de: Nicaragua - Ein Land zwischen Repression und Hoffnung. (08.08.2022).
    4. Abbildung 1: Flagge Nicaragua (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Flag_of_Nicaragua.svg) licensed by CC0 (https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de).
    5. Abbildung 3: Momotombo-Vulkan (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Momotombo.jpg) by Ilario (https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Ilario) licensed by CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en).
    6. Abbildung 4: Diktator Anastasio Somoza García (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Anastasio_Somoza_Garcia.gif) licensed by CC0 (https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de).
    Häufig gestellte Fragen zum Thema Nicaragua

    Wie sicher ist Nicaragua?

    Nicaragua hat eine hohe Kriminalitätsrate aufgrund vieler bewaffneter Raubüberfälle, Körperverletzungen und Express-Entführungen.

    Wo befindet sich Nicaragua?

    Nicaragua befindet sich in Mittelamerika zwischen Honduras und Costa Rica. Das Land hat zwei Küstengebiete, die Karibikküste im Osten und die Pazifikküste im Westen.

    Was spricht man in Nicaragua?

    In Nicaragua spricht man Spanisch. Dies ist hauptsächlich auf die spanische Kolonialisierung des Landes zurückzuführen.

    Wie nennt man die Leute in Nicaragua?

    Die nicaraguanischen Einwohnerinnen und Einwohner nennt man Nicaraguanerinnen und Nicaraguaner.

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