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J. R. R. Tolkien

J. R. R. Tolkien

In a hole in the ground there lived a hobbit. Not a nasty, dirty, wet hole, filled with the ends of worms and an oozy smell, nor yet a dry, bare, sandy hole with nothing in it to sit down or to eat: it was a hobbit-hole, and that means comfort.1

In diesem Zitat kannst Du die ersten Zeilen von "Der Hobbit" lesen, einem der bekanntesten Bücher des britischen Autors J. R. R. Tolkien. Mit seinen Büchern prägte er das Fantasy-Genre weltweit und gehört heute noch zu den bekanntesten Autor*innen der Welt. Aus seiner Feder stammt nämlich das fiktive Mittelerde und die darin beheimateten Charaktere, die in "Der Herr der Ringe" und "Der Hobbit" Abenteuer erleben und gegen das Böse kämpfen.

Doch wer war der Mann hinter diesen berühmten Büchern? Wer waren seine Eltern? Hatte er Geschwister und wie verbrachte Tolkien seine Kindheit und Jugend?

J. R. R. Tolkien – Steckbrief

Um Dir einen ersten Überblick über J. R. R. Tolkien zu verschaffen, findest Du im Folgenden einen kurzen Steckbrief.

Steckbrief
NameJohn Ronald Reuel Tolkien
Geburtsdatum3. Januar 1892
GeburtsortBloemfontein, Südafrika
gestorben am2. September 1973 in Bournemouth, England
ElternArthur & Mabel Reuel Tolkien
GeschwisterHilary

J. R. R. Tolkien – Eltern

Tolkiens Vater Arthur Reuel Tolkien war Chef einer Bank in England und wurde kurz vor J. R. R. Tolkiens Geburt in das heutige Südafrika versetzt, um dort die Banken zu verwalten. Deshalb kam Tolkien auch dort zur Welt.

Mabel Reuel Tolkien, geborene Suffield, arbeitete im Haushalt und gründete später eine Schule in ihrem Haus, wo sie vor allem ihre beiden Söhne unterrichtete.

Nachdem Arthur Reuel Tolkien bereits 1896 gestorben war, starb auch Mabel recht früh (1904) an Diabetes, sodass Tolkien mit zwölf und sein Bruder mit zehn Jahren zu Waisen wurden. Die weitere Erziehung der Geschwister wurde bis zu ihrer Volljährigkeit von einem katholischen Priester als Vormund übernommen.

J. R. R. Tolkien – Geschwister

Zwei Jahre nach J. R. R. Tolkiens Geburt kam sein jüngerer Bruder Hilary in Südafrika zur Welt. Doch weil die Mutter der Geschwister gesundheitliche Probleme hatte, zog sie mit ihren beiden Söhnen 1895 nach England. Tolkiens Vater blieb in Südafrika und Mabel heiratete kein zweites Mal vor ihrem Tod, sodass Tolkien keine weiteren Geschwister bekam.

Die folgende Tabelle gibt Dir einen Überblick über J. R. R. Tolkiens kleinen Bruder:

Steckbrief
NameHilary Reuel Tolkien
Geburtsdatum17. Februar 1894
AusbildungLandwirt
Frau & Kinder
  • heiratete Magdalen Matthews
  • drei Söhne
gestorben1976

J. R. R. Tolkien – Kindheit und Jugend

1895 zog Tolkien mit seiner Mutter und seinem kleinen Bruder nach Sarehole in der Nähe von Birmingham in England. Bis zu seinem neunten Lebensjahr genoss er die Lehre seiner Mutter. Während dieser Zeit und später in der Schule bestand seine Kindheit vor allem aus zwei Aspekten:

  • neue Sprachen lernen
  • neue Sprachen erfinden

Mit ca. 13 Jahren kreierte er bereits seine eigenen ersten Sprachen, die auf Latein, Französisch, Deutsch und Mittelenglisch aufbauten.

In Tolkiens Werken kommen zum Beispiel die Sprachen Elvish und Orcish vor, aber auch für viele seiner anderen Fantasy-Wesen erfand er eigene Sprachsysteme. Dazu kreierte er nicht nur neue Vokabeln, sondern auch neue Schriftsysteme und Grammatik, die es Fans weltweit möglich machen, diese Sprachen tatsächlich wie eine echte Sprache zu lernen.

Im Jahr 1911 erhielt Tolkien ein Stipendium am Exeter College in Oxford, wo er erst Klassische Philologie studierte, also die Wissenschaft der Sprache, sich dann aber auf Englische Literatur des Mittelalters spezialisierte. Im Laufe seines Studiums lernte er so noch weitere Sprachen:

  • Gotisch
  • Walisisch
  • Altenglisch
  • Griechisch
  • Altnordisch
  • Finnisch

Wenn er nicht gerade in Vorlesungen saß, traf Tolkien sich in seiner Jugend mit einigen Freunden, um über Literatur zu sprechen. Er gründete bereits in seinem ersten Semester die Tea Club Barrovian Society oder kurz, die T.C.B.S. Die Freundschaften, die Tolkien in der T.C.B.S. schloss, waren Inspiration für seine Bücher.

J. R. R. Tolkien – Schriftsteller & Professor

Nachdem sein Freund und Mitglied des T.C.B.S., Robert Smith, im Ersten Weltkrieg gefallen war, entschied sich Tolkien dafür, einige seiner bereits geschriebenen Geschichten zu veröffentlichen. Der plötzliche Tod seines Freundes zeigte Tolkien, dass das Leben zu kurz ist, um auf den perfekten Zeitpunkt zu warten.

Auch außerhalb seiner schriftstellerischen Karriere war Tolkien im Erwachsenenalter erfolgreich. Er arbeitete z. B. am "New English Dictionary", das heute als umfangreichstes Wörterbuch der englischen Sprache gilt. Außerdem war er zwischen 1920 und 1959 Dozent und Professor an verschiedenen Lehrstellen (z. B. Englische Literatur in Oxford). In seiner Freizeit schrieb Tolkien also Kinderbücher und für seine Arbeit verfasste er Essays und Neuübersetzungen.

Besonders große Inspiration für seine Bücher bekam J. R. R. Tolkien aus seiner eigenen Ehe und von seinen Kindern. Viele seiner Werke waren ursprünglich Kinderbücher. Seine Jugendliebe Edith Mary Tolkien, geborene Bratt, heiratete Tolkien 1916.

Mit Edith hatte Tolkien vier Kinder:

  • John Francis (1917 bis 2003)
  • Michael Hilary (1920 bis 1984)
  • Christopher John (1924 bis 2020)
  • Priscilla Mary Anne (1929 bis 2022)

Im Jahr 1959 ging J. R. R. Tolkien in den Ruhestand. Dennoch arbeitete er weiter an verschiedenen Projekten. So half er 1966 zum Beispiel das Buch Jona in der "Jerusalemer Bibel" zu übersetzen, die als wichtigste internationale evangelisch-katholische Bibeledition der Gegenwart gilt.

J. R. R. Tolkien – Todesursache

J. R. R. Tolkien starb am 2. September 1973 in einem englischen Krankenhaus. Die genaue Todesursache ist nicht bekannt, aber der Schriftsteller war zuvor bereits einige Monate schwer krank. Heute liegt der Autor in Jordan Hill in Oxford auf dem Wolvercote Cementery begraben. Dort teilt er sich das Grab mit seiner Frau Edith.

Der Grabstein der beiden ist nicht nur mit ihren echten Namen beschriftet, sondern trägt auch die Namen Beren für Tolkien und Lúthien für Edith.

Dies sind beides Charaktere aus einem Gedicht. Die Liebe zwischen Beren und Lúthien geht über den Tod hinaus. Die Platzierung der Namen auf Tolkiens Grabstein deutet also darauf hin, dass auch die Liebe zwischen ihm und Edith Tolkien den Tod überdauert.

J. R. R. Tolkien – Bücher

Nun weißt Du alles, was Du über Tolkiens Kindheit, Jugend und Leben im Allgemeinen wissen solltest. Der Autor wurde jedoch nicht wegen seines herausragenden Lebens gefeiert, viel mehr erlangte J. R. R. Tolkien durch seine Bücher über Mittelerde Berühmtheit.

1937 veröffentlichte Tolkien "Der Hobbit", das er sieben Jahre zuvor begonnen hatte, für seine Kinder zu schreiben. Zusammenfassen kannst Du die Geschichte wie folgt:

  • Bilbo Beutlin (auf Englisch Bilbo Baggins) wird von seinem Zaubererfreund Gandalf besucht und gebeten an einem Abenteuer teilzunehmen.
  • Bilbo wird von einer Gruppe von Zwergen begleitet, die nach einem Schatz suchen.
  • Die Gefährten besiegen den Drachen Smaug, um an den Schatz zu kommen.
  • Auf seiner Reise begegnet Bilbo einem Wesen namens Gollum, von dem er einen Ring stiehlt.

Als sein Verleger um eine Fortsetzung bat, gab es für Tolkien nur eine logische Schlussfolgerung: Der Hobbit, Gollum und der Ring sollten eine große Rolle spielen. Daraufhin entstand "The Lord of the Rings", oder auf Deutsch "Der Herr der Ringe". Obwohl Tolkien nicht begeistert davon war, wurde der Epos aufgrund von Papiermangel nach dem Zweiten Weltkrieg in drei Teilen veröffentlicht:

  • "The Lord of the Rings – The Fellowship of the Ring" (1954), dt. "Der Herr der Ringe – Die Gefährten"
  • "The Lord of the Rings – The Two Towers" (1954), dt. "Der Herr der Ringe – Die zwei Türme"
  • "The Lord of the Rings – The Return of the King" (1955), dt. "Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs"

Ein Epos bezeichnet ein Werk, das in Prosaform geschrieben wurde und sich oft mit Mythen und Sagen beschäftigt. Klassischerweise würde "Der Herr der Ringe" als Roman (novel) gelten, doch Tolkien lehnte diese Bezeichnung stets ab.

"Der Herr der Ringe" ist eine Geschichte von Gut und Böse, die meisten Charaktere sind klar einer Seite zuzuordnen. Im Mittelpunkt steht Frodo, der den Ring, den Bilbo Baggins in "Der Hobbit" fand, von diesem vererbt bekommt. Der Ring stellt sich jedoch als Quelle des Bösen heraus, sodass sich Frodo aufmacht, diesen mit seinen Gefährten zu zerstören.

1961 wurde Tolkien für seinen Epos sogar für einen Literaturnobelpreis nominiert.

Nach seinem Tod veröffentlichten Tolkiens Kinder noch weitere Werke, die ihr Vater über Mittelerde geschrieben hatte. Darunter, z. B.:

  • "The Silmarillion" (1977)
  • "Unfinished Tales of Númenor and Middle-Earth" (1980)
  • "The History of Middle-Earth" in 13 Bänden (1983–1996)
  • "The Children of Húrin" (2007)
  • "The Tale of Beren and Lúthien" (2017)

J. R. R. Tolkien – Gedichte und akademische Werke

Neben seinen Geschichten über Mittelerde schrieb Tolkien weitere Bücher, größtenteils Kindergeschichten für seine drei Söhne und seine Tochter. Im Folgenden findest Du eine kleine Auswahl dieser:

  • "Leaf by Niggle" (1945)
  • "Farmer Giles of Ham" (1949)
  • "The Homecoming of Beorhtnoth Beorhthelm's son" (1953)
  • "Smith of Wootton Major" (1967)

Außerdem veröffentlichte J. R. R. Tolkien verschiedene Gedichte und Versepiken, wie zum Beispiel "The Adventure of Tom Bombadil" im Jahr 1934 oder "Once Upon a Time" (1965).

Auch seine Gedichte erweitern teilweise das Universum, das in "Der Herr der Ringe" bereits gezeigt wird. So ist zum Beispiel Tom Bombadil ein Charakter, den auch Frodo Baggins kennenlernt. Er zählt zu den ältesten lebenden Wesen, die es in "Der Herr der Ringe" gibt.

Zu guter Letzt machte sich Tolkien einen Namen als Philologe. Zu seinen akademischen Veröffentlichungen gehören:

  • Neuübersetzung von "Sir Gawain and the Green Knight" (1925), die ihm besondere Anerkennung brachte
  • "The Monsters and the Critics" (1936)
  • "On Fairy Stories" (1947)
  • "Ancrene Wisse" (1962)

J. R. R. Tolkien – Film

J. R. R. Tolkiens Bücher wurden mittlerweile 150 Millionen Mal verkauft und einige auch verfilmt. Am bekanntesten ist die Adaption des neuseeländischen Regisseurs Peter Jackson. In den Jahren 2001, 2002 und 2003 veröffentlichte er die "Herr der Ringe"-Trilogie. Auch "Der Hobbit" wurde zwischen 2012 und 2014 als Trilogie verfilmt und beinhaltet Aspekte aus anderen Werken Tolkiens.

Zuletzt wurde von dem Finnen Dome Karukoski 2019 eine Filmbiografie über J. R. R. Tolkien selbst gedreht.

J. R. R. Tolkien – Zitate

Eines der bekanntesten Zitate von J. R. R. Tolkien stammt aus dem dritten Teil seiner "Der Herr der Ringe"-Trilogie:

I will not say: do not weep; for not all tears are an evil.2

Der Zauberer Gandalf sagt diese Worte zu drei seiner Hobbit-Freunde, die sich von dem Helden Frodo Beutlin verabschieden. Auch das folgende Zitat stammt aus der "Der Herr der Ringe"-Trilogie:

One Ring to rule them all, One Ring to find them,

One Ring to bring them all and in the darkness bind them.3

Vor diesen Zeilen steht, dass die Menschen neun, die Elben drei und die Zwerge sieben Ringe geschmiedet hatten, um ihre Macht gegen das Böse in der Welt Tolkiens zu besiegen. Damit ist dieses Zitat Teil eines Gedichts, das die Ausgangssituation in "Der Herr der Ringe" beschreibt.

Tolkien schrieb seine Geschichten jedoch selten mit einem klaren Ziel vor Augen (z. B. Saurons Niedergang), er beschrieb sie viel mehr als etwas, das sich entwickelt. So sagte er in einem Interview mit dem Radiosender BBC:

I always in writing start with a name. Give me a name and it produces a story, not the other way about normally.4

J. R. R. Tolkien - Das Wichtigste

  • John Ronald Reuel Tolkien, auch bekannt unter J. R. R. Tolkien, war ein britischer Autor, der das Fantasy-Genre stark prägte.
  • Tolkien lebte von 1892 bis 1973. Seine genaue Todesursache ist nicht bekannt.
  • Seine Kindheit verbrachte Tolkien zuerst in Bloemfontain im heutigen Südafrika, bevor er nach Sarehole in England zog.
  • Mit 12 Jahren wurden er und sein jüngerer Bruder Hilary Waisen, da ihre Eltern starben.
  • 1916 heiratete Tolkien Edith Bratt, mit der er vier Kinder hatte. Sie waren auch Inspiration für viele seiner Bücher.
  • Tolkien studierte Klassische Philologie in Oxford, wo er später auch lehrte.
  • 1920 bis 1959: verschiedene Professuren der englischen Sprache
  • Berühmteste Bücher: "Der Hobbit" (1937) und "Der Herr der Ringe" (1954/1955)
  • 2019 wurde von dem finnischen Regisseur Dome Karukoski ein Film über J. R. R. Tolkien gedreht.

Nachweise

  1. Tolkien (1937). The Hobbit. George Allen & Unwin.
  2. Tolkien (1955). The Lord of the Rings – The Return of the King. George Allen & Unwin.
  3. Tolkien (1954). The Lord of the Rings – The Fellowship of the Ring. George Allen & Unwin.
  4. Tolkien (1964/1971). Interview mit Denys Gueroult. BBC.
  5. Carpenter (2016): J. R. R. Tolkien – A Biography. HarperCollinsPublishers.

Häufig gestellte Fragen zum Thema J. R. R. Tolkien

Tolkien hat über 50 Bücher, Gedichte, Aufsätze, Geschichten und Gedichte geschrieben.

Tolkien kommt aus Bloemfountain im heutigen Südafrika. Er lebte jedoch nur drei Jahre dort, bevor er nach England zog.

"Der Herr der Ringe" erschien auf Englisch in den Jahren 1954 und 1955. Auf Deutsch erschien das Werk erstmals 1969/1970.

Tolkien wurde im heutigen Südafrika geboren.

Finales J. R. R. Tolkien Quiz

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Welche Bücher machten Tolkien weltweit berühmt?

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  • "The Lord of the Rings"
  • "The Hobbit"

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