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Unternehmensziele

Möchtest du ein Unternehmen gründen, dann solltest du bereits im Businessplan bestimmte Unternehmensziele definieren. Jetzt fragst du dich: Was für Ziele könnten das sein? Sie dienen als Richtlinien, an denen sich das unternehmerische Handeln orientiert. 

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Möchtest du ein Unternehmen gründen, dann solltest du bereits im Businessplan bestimmte Unternehmensziele definieren. Jetzt fragst du dich: Was für Ziele könnten das sein? Sie dienen als Richtlinien, an denen sich das unternehmerische Handeln orientiert.

Unternehmensziele – Definition

Unternehmensziele legen den betrieblichen Sollzustand fest. Der Sollzustand beschreibt den Zustand, der bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht werden soll. Unternehmensziele können in Ober- und Unterziele oder in Teilziele eingeteilt werden. Grundsätzlich gilt, wer ein Unternehmen führt, möchte wirtschaftlich erfolgreich sein. Daher ist bei den meisten Unternehmen das oberste Ziel die Gewinnmaximierung. Der Gewinn hängt von mehreren Faktoren ab. Daher ist es wichtig, immer auch Teil- oder Unterziele festzulegen.

  • Die Erhöhung des Marktanteils
  • Neukundengewinnung

Unternehmensziele haben den Zweck:

  • Mitarbeiter zu motivieren
    • Die Unternehmensziele liefern den MitarbeiterInnen einen Überblick und somit die Gründe, warum sie morgens zur Arbeit gehen sollten.
  • Orientierung zu bieten
    • Sie definieren, worauf hingearbeitet wird

Klar definierte Unternehmensziele sorgen dafür, dass alle im Unternehmen wissen, wofür sie jeden Tag zur Arbeit gehen und beeinflussen die strategische Ausrichtung des Unternehmens.

Strategisch im wirtschaftlichen Rahmen meint die langfristige, im Groben festgelegte Planung.

Unternehmensziele – Teilziele

Das Ziel der Gewinnmaximierung kann in folgende Teilziele unterteilt werden:

  • Erfolgsziele
    • Neben der Gewinnmaximierung auch Eigenkapitalrentabilität
  • Finanzziele
    • Sie unterstützen Zahlungsfähigkeit und Kreditwürdigkeit.
  • Marktziele
    • Steigern des Marktanteils
  • Soziale Ziele
    • Sicherstellung von Arbeitsplätzen
  • Prestigeziele
    • Wahrung von Image und Tradition des Unternehmens
  • Ökologische Ziele
    • Spielen insbesondere bei der Produktion eine besondere Rolle.
Eigenkapitalrentabilität ist das Verhältnis des Gewinns zum eingesetzten Eigenkapital. Sie wird in Prozent angegeben und zeigt an, wie wirtschaftlich ein Unternehmen arbeitet.

Die "ComTech GmbH" hat das Ziel, den Ertrag durch den Verkauf von mehr Computern zu steigern. Dafür setzt sich das Unternehmen Teilziele:

Neben der Maximierung des Gewinns sollen auch Eigen- und Gesamtkapitalrentabilität gesteigert werden. Zusätzlich müssen auch Zahlungsfähigkeit und Kreditwürdigkeit des Unternehmens sichergestellt sein. Durch einen höheren Marktanteil soll der Unternehmenswert gesteigert werden und um die sozialen Ziele zu verfolgen, setzt sich das Unternehmen Arbeitszufriedenheit und Personalentwicklung als Teilziele.

So führt zum Beispiel das Teilziel eines höheren Marktanteils zur Maximierung des Gewinns, da das Unternehmen oder Produkt so einen höheren Anteil des Markts einnimmt und somit mehr Einnahmen erzielt werden können.

Unternehmensziele – der zeitliche Rahmen

Üblicherweise werden die Unternehmensziele in die folgenden Kategorien eingeteilt:

  • kurzfristige Ziele
  • mittelfristige Ziele
  • langfristige Ziele

Die langfristigen Ziele sind die übergeordneten Ziele, an denen sich die mittel- und kurzfristigen Ziele orientieren.

Unternehmensziele – Welche Faktoren spielen eine Rolle?

Bei der Festlegung der Unternehmensziele gibt es einige Faktoren, die das Unternehmen berücksichtigen muss:

  • Wirtschaftliche Faktoren
  • Soziale Faktoren
  • Ökologische Faktoren

Wirtschaftliche Faktoren

In den meisten Fällen soll erreicht werden, dass das Unternehmen möglichst profitabel arbeitet. Damit dies erreicht werden kann, spielen zum Beispiel die Wahl des Standortes oder der Zielgruppe eine erhebliche Rolle. Außerdem müssen auch technologische Faktoren berücksichtigt werden. Sind die Maschinen des Unternehmens also veraltet oder technisch überholt, dann müssen sie durch moderne Maschinen ersetzt werden. Ansonsten ist das Risiko hoch, Kunden an die Konkurrenz zu verlieren.

Soziale Faktoren

Die sozialen Faktoren beziehen sich auf die Arbeitsplatzsituation des Unternehmens. Dazu gehören die Arbeitsplatzsicherheit oder die Zufriedenheit und Motivation der MitarbeiterInnen. Aber auch der Umgang mit den Kunden oder externen Dienstleistern spielt hier eine Rolle. All das sind Faktoren, die sich zwar nicht besonders gut messen lassen, sie helfen jedoch zu definieren, wofür das Unternehmen eigentlich steht.

Hier spielt auch die Social Responsibility eine Rolle. Das bedeutet, dass das Unternehmen in einer Weise handelt, die der Gesellschaft zugutekommt. Dies gewinnt vor allem hinsichtlich der Investoren und Verbraucher eine immer größere Rolle. Diese achten bei Investitionen nicht nur auf die Rentabilität, sondern auch darauf, dass diese zum Wohl der Gesellschaft und der Umwelt beitragen.

Ökologische Faktoren

Ökologische Faktoren gewinnen immer mehr an Bedeutung. Diese beinhalten vor allem den Umwelt- und Klimaschutz. Aber auch die immer knapper werdenden Ressourcen machen es erforderlich, dass bewusst mit ihnen umgegangen wird. Daher ist es für Unternehmen wichtig, auf eine nachhaltige Produktion zu achten und erneuerbare Energien zu verwenden.

Vielen Unternehmen mag dies möglicherweise nicht besonders wichtig sein, aber vor allem junge Startups achten in der Regel sehr auf die ökologischen Faktoren. Dadurch kennzeichnet man sein Unternehmen nicht nur als modern und umweltbewusst, es können auch gezielt neue Käuferschichten angesprochen werden.

Durch höhere Kosten kann hier eventuell ein ökonomischer Nachteil entstehen, durch das Erschließen neuer Käuferschichten kann jedoch auch ein Vorteil entstehen. Somit müssen sich wirtschaftliche und ökologische Faktoren nicht unbedingt ausschließen, sie können auch zusammen funktionieren.

  • Recycling von Plastik aus dem Ozean
  • Verzicht auf Schadstoffe und Mikroplastik

Unternehmensziele – Einteilung

Die Unternehmensziele lassen sich in zwei Bereiche einteilen: qualitative und quantitative Ziele. Sicher hast du schon mal etwas von Qualität und Quantität gehört. Um dir den Unterschied aber genau zu verdeutlichen, haben wir hier zwei kleine Definitionen für dich:

Unterscheidung von Qualität und Quantität:

Qualität:

Die Qualität beschreibt einen Zustand, eine Beschaffenheit oder Eigenschaften.

Quantität:

Bei der Quantität geht es um die Menge oder Anzahl von etwas.

Qualitative Unternehmensziele

Wie du dir dank der Definition sicher schon denken kannst, können qualitative Ziele nicht direkt gemessen oder in Zahlen ausgedrückt werden.

  • Kundenzufriedenheit
  • Imageverbesserung
  • Steigerung des Bekanntheitsgrades

Damit die Unternehmensziele so eindeutig wie möglich formuliert werden können, müssen UnternehmerInnen einen Weg finden, die qualitativen Ziele ebenfalls messbar zu machen.

Zur Messung der Kundenzufriedenheit wird eine Skala eingeführt. Angenommen, die Zufriedenheit wird auf eine 7 geschätzt, dann macht sich ein Unternehmer zum Ziel, eine 8 oder 9 und langfristig natürlich eine 10 zu erreichen.

Quantitative Unternehmensziele

Die quantitativen Ziele lassen sich, im Gegensatz zu den qualitativen Zielen, beziffern. Sie können also in konkreten Zahlen ausgedrückt werden, die es zu erreichen gilt.

  • Steigerung des Umsatzes um 20%
  • Einhaltung des vorgegebenen Budgets
  • Steigerung der Produktionszahlen

Unternehmensziele – Abgrenzung zu Unternehmenswerten

Die Ziele und Werte eines Unternehmens hängen stark miteinander zusammen. Vor allem zwischen den sozialen und ökologischen Zielen und den Werten eines Unternehmens sind einige Überschneidungen vorhanden. Wie soll man das also voneinander abgrenzen?

Am besten lässt sich das Ganze unterscheiden, wenn du dir vor Augen hältst, dass die Werte nicht das sind, was erreicht werden soll. Die Werte beschreiben viel eher das, was im täglichen Umgang gelebt wird. Du kannst sie dir wie Regeln des Zusammenlebens und -arbeitens vorstellen. Sie bestimmen die Kultur, die in einem Unternehmen gepflegt wird.

Die Ziele können also in Worten und Zahlen ausgedrückt werden, die Werte werden vorgelebt, sie bestimmen die Haltung des gesamten Unternehmens.

Unternehmensziele - Das Wichtigste auf einen Blick

  • Das oberste Ziel ist meistens die Gewinnmaximierung
  • Der Gewinn hängt von mehreren Faktoren ab, deshalb gibt es auch Teil- oder Unterziele
  • Zweck: Mitarbeiter motivieren und Orientierung bieten
  • Die Ziele beeinflussen die strategische Ausrichtung des Unternehmens
  • Es gibt kurz-, mittel- und langfristige Unternehmensziele
  • Wirtschaftliche, soziale und ökologische Faktoren beeinflussen die Unternehmensziele
  • Es gibt qualitative (nicht in Zahlen messbare) und quantitative (in Zahlen messbare) Ziele

Häufig gestellte Fragen zum Thema Unternehmensziele

Das übergeordnete Ziel eines Unternehmens ist meistens die Gewinnmaximierung. Um diese zu erreichen, definieren Unternehmen verschiedene Unterziele, wie zum Beispiel die Steigerung des Marktanteils.

Mit einem strategischen Ziel ist gemeint, dass das Ziel auf längere Sicht verfolgt wird. Sie legen also eine langfristige, grobe Planung fest. 

Das übergeordnete Unternehmensziel ist meistens die Gewinnmaximierung. Um diese zu erreichen, existieren mehrere Teilziele: Erfolgs-, Finanz-, Markt- und Prestigeziele, ökologische und soziale Ziele. Beispiele dafür sind die Steigerung des Marktanteils, die Sicherstellung von Arbeitsplätzen oder Wahrung von Image und Tradition des Unternehmens. 

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