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Deutsch Französischer Krieg

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Geschichte

Dieser Artikel befasst sich mit dem Deutsch-Französischen Krieg, der im Fach Geschichte das Thema Deutsches Kaiserreich ergänzt.


Hier lernst du alles Wichtige zum Verlauf des Krieges. Wir beantworten die Fragen: Wie wurde der Krieg ausgelöst? Wer war beteiligt? Und, welche Ziele verfolgten die Kriegsparteien? Außerdem geben wir dir einen kurzen Ausblick auf die Folgen des Deutsch-Französischen Krieges. Viel Saß beim Lernen!


Hier schonmal die wichtigsten Eckdaten:

  • Der Deutsch-Französische Krieg wurde durch einen Streit über die spanische Thronfolge ausgelöst.
  • Bismarck manipulierte ein Schreiben, die Emser Depesche, damit Frankreich sich provoziert fühlte und so am 19. Juli 1870 den Krieg erklärte.
  • Daraufhin kämpfte Preußen mit der Unterstützung der anderen deutschen Staaten gegen Frankreich.
  • Obwohl die deutsche Seite militärisch überlegen war, konnten die Franzosen lange Zeit durch euphorischen Nationalismus gegenhalten.
  • Am 10. Mai 1871 waren die endgültigen Friedensverhandlungen zu Gunsten Deutschlands schließlich abgeschlossen.
  • Sowohl die deutsche Einigung, als auch die Ausrufung der Dritten Französischen Republik, resultierten aus dem Deutsch-Französischen Krieg


Vorgeschichte zum Deutsch-Französischen Krieg

Bevor wir uns die Ursache vom Deutsch-Französischen Krieg angucken, ist hilfreich sich noch einmal die Hintergründe anzugucken, denn der Deutsch-Französische Krieg ist Teil der deutschen Einigungskriege und erklärt die Einigung zum deutschen Kaiserreich.


Bismarck befand sich auf dem Weg zur deutschen Einigkeit, dabei ist es unter Historikern umstritten, ob Bismarck die Reichseinigung wirklich von Anfang an zum Ziel hatte. Denn die Einigungskriege resultierten zunächst aus Bismarcks Bemühungen die preußischen Liberalen durch außenpolitische Erfolge auf seine Seite zu ziehen. Die Aussicht der deutschen Einigung war vielmehr ein Nebeneffekt der Kriege. 


Die Liberalen befanden sich seit 1860 mit der preußischen Regierung in einem Verfassungskonflikt. Während die Regierung eine Armeereform vorsah, durch die die Landwehr abgeschafft werden sollte, lehnten die Liberalen diese Reform ab, da die Landwehr für sie einen symbolischen Wert im Bezug auf die Revolution von 1848/1849 hatte. Im Zuge dieses Verfassungskonflikts wurde Bismarck preußischer Ministerpräsident und überlegte sich eine Taktik, um die Liberalen zu beruhigen. Die erwähnten außenpolitischen Erfolgen waren diese Taktik.


Der erste Einigungskrieg, zwischen Preußen und Dänemark, brachte neben dem Sieg auch die feste Bindung Lauenburgs und Schleswigs an Preußen. Mit dem zweiten Einigungskrieg, zwischen Österreich und Preußen wurde auch Holstein annektiert. Und, aufgrund der Uneinigkeiten zwischen Österreich und Preußen wurde der Deutsche Bund aufgelöst. Von da an tat sich Preußen mit den Norddeutschen Staaten im Norddeutschen Bund zusammen. Somit war auch eine Einigung der deutschen Staaten mit der kleindeutschen Lösung (also ohne österreichische Beteiligung, aber dafür unter preußischer Führung) nicht mehr unerreichbar. 


Lediglich die süddeutschen Staaten kooperierten noch nicht mit Preußen. Zudem wurde eine deutsche Einigung von den anderen europäischen Nationen als Bedrohung angesehen. Schließlich bedeutete eine deutsche Einigung auch die Stärkung Preußens und eine Veränderung des Mächtegleichgewichts in Europa. 


Der nächste Schritt in Richtung deutscher Einigung, der Deutsch-Französisch Krieg, bedurfte also einer überdachten Vorgehensweise von Bismarck, um nicht als Aggressor und Bedrohung wahrgenommen zu werden. Die kluge Vorgehensweise Bismarcks zeigt sich auch in den Ursachen des Krieges.

Deutsch-Französischer Krieg: Ursachen

Um die Ursachen des Deutsch-Französischen Krieges zu verstehen, muss man zunächst die Motive und Ziele verstehen. 


Wie schon erwähnt, musste es Bismarck gelingen die süddeutschen Staaten, Bayern, Württemberg und Baden, zu integrieren. Obwohl diese ihre Unabhängigkeit genossen und eine ablehnende Haltung gegenüber preußischer Führung verfolgten, hatten sie 1866 geheime Schutz- und Trutzbündnisse mit dem Norddeutschen Bund geschlossen. Diese Bündnisse besagten die gegenseitige Verteidigung bei einem Angriff.

Eigentlich standen die Schutz- und Trutzbündnisse im Gegensatz zu den Bemühungen die Unabhängigkeit zu bewahren. Dennoch waren die Bündnisse nötig, um die staatliche Souveränität beizubehalten, denn die süddeutschen Staaten waren durch die Gründung des Norddeutschen Bundes von drei Großmächten (Frankreich, Österreich und der Norddeutsche Bund) umzingelt. Mit zunehmendem Nationalismus schien die Annäherung an den Norddeutschen Bund die sicherste Option zu sein. Auch, da zwischen den süddeutschen Staaten und dem Norddeutschen Bund die meisten nationalen Überschneidungen lagen.


Zusätzlich war die Souveränität der süddeutschen Staaten auch für Frankreich nicht unwesentlich, denn diese grenzten zum Teil direkt an französisches Staatsgebiet an und würden im Falle eines Krieges erhebliche Truppenstärken beitragen.


Spanische Thronfolge


Bismarck benötigte einen Vorwand, um die Schutz- und Trutzbündnisse zu nutzen. Dieser Vorwand bot sich mit der spanischen Thronfolgekrise.


Ein Militärputsch stürzte die spanische Königin, Isabella II., im September 1868 vom Thron. Da es in Spanien zunächst keinen passenden Erben gab, suchten die Putschisten in anderen europäischen Königshäusern nach einem Thronfolger. Auch der deutsche Leopold von Hohenzollern wurde schließlich 1870 als Kandidat gehandelt. Im Juli 1870 wurden die Pläne, Leopold zum spanischen König zu erheben versehentlich öffentlich.

Leopold von Hohenzollern gehörte einer Nebenlinie der preußischen Monarchie an.

Ein Hohenzollern auf dem spanischen Thron war für Frankreich inakzeptabel. Frankreich wäre dann von Deutschen umzingelt gewesen, auch wenn der spanische Thron nur mit wenig Macht verbunden war. 


Der französische Kaiser, Napoleon III., geriet zunehmend unter Zugzwang, da ein Nichthandeln in dieser Situation seinen Sturz hätte bedeuten können. Somit wurde der französische Botschafter abgesandt, um mit dem preußischen König, Wilhelm I., zu reden. Der Botschafter sollte Wilhelm I. überzeugen, den spanischen Thron abzulehnen. 


Die Verhandlungen stellten sich vorerst als Erfolg heraus. Wilhelm I. versicherte, dass ihm ein Hohenzollern auf dem spanischen Thron nur aus Sicht der Hohenzollern-Dynastie, nicht aber aus preußischer Sicht, zusage. Wilhelm I. überzeugte schließlich den Vater von Leopold von Hohenzollern eine Verzichtserklärung für den spanischen Thron zu unterzeichnen.

Leopolds Vater, Karl Anton von Hohenzollern, entstammte der Linie der Hohenzollern-Sigmaringen. Somit war er ein hoher preußischer Fürst der Hohenzollern. Außerdem betagte er von 1858 bis 1862 das Amt des preußischen Ministerpräsidenten.

Emser Depesche 


Auch wenn Frankreich somit zunächst sicher war, bestand die französische Regierung darauf, dass der französische Botschafter Preußen überzeuge auch in der Zukunft für eine mögliche Beanspruchung des spanischen Throns zu verzichten. Dieser Forderung konnte Wilhelm I. aber nicht nachgeben, da sie eine internationale Demütigung Preußens bedeutet hätte. Daraufhin schickte der preußische König ein Schreiben an Bismarck, welches seine Besprechung mit dem französischen Botschafter schilderte. Bismarck war aufgefordert dieses Schreiben zu veröffentlichen, um die deutsche Position deutlich zu machen. 


Allerdings veränderte Bismarck das Schreiben, so dass von Frankreich als offene Provokation angesehen wurde.

Das Schreiben ist als Emser Depesche bekannt, da der französische Botschafter Wilhelm I. im Kurort Bad Ems aufsuchte. Mehr über die Einzelhalten der Emser Depesche findest du in unserem Artikel dazu.

Selbst in der französischen Bevölkerung wurde die Emser Depesche so provokativ wahrgenommen, dass für einen Krieg gegen Preußen demonstriert wurde. Am 19. Juli 1870 erklärte Frankreich schließlich den Krieg gegen Preußen.

Deutsch Französischer Krieg: Verlauf


Mit der französischen Kriegserklärung kam Bismarck seinem Ziel, die süddeutschen Staaten zu integrieren ein Stück näher. Denn da der Krieg von Frankreich ausgesprochen wurde, fühlten sich die süddeutschen Staaten bedroht. Außerdem verlangten die Schutz- und Trutzbündnisse, dass sie sich Preußen und dem Norddeutschen Bund im Krieg gegen Frankreich anschließen. 


Da Frankreich der Initiator des Krieges war, hielten sich auch die anderen europäischen Großmächte gegenüber Preußen neutral - und das, obwohl sie eigentlich eine Stärkung Preußens vorbeugen wollten. 


Der französischen Kaiser stand jetzt unter zunehmenden Druck: er hatte keine Verbündeten und er musste erfolgreich im Krieg gegen Deutschland sein, um sowohl Frankreichs Macht in Europa, als auch seine Macht als Kaiser zu bewahren.


Doch rein zahlentechnisch war die deutsche Armee der französischen weit überlegen, auch weil in Deutschland die allgemeine Wehrpflicht bestand. Dennoch war die deutsche Seite zu Beginn des Krieges mit mehr Verlusten versehen, als die französische. 


Die Lage änderte sich allerdings schnell. Den deutschen Truppen gelangen taktische Vorteile, wodurch die französische Armee nie geeinigt werden konnte. Nach der verlustreichsten Schlacht des Deutsch Französischen Krieges in Gravelotte am 18. August 1870, verschanzten sich Teile der französischen Armee in Metz. Wenige Wochen danach erlebten die französischen Truppen einen erneuten Niederschlag. In Sedan wurden Teile der französischen Armee eingekesselt und stark bombardiert. Die Armee musste schließlich am 2. September kapitulieren. Außerdem nahm die preußische Armee Kaiser Napoleon III. gefangen.


Das Gemälde vonWilhelm von Camphausen zeigt Napoleon III. auf dem Schlachtfeld von Sedan. Während dieser Schlacht wurde er von den Preußen gefangen genommen.Abb.1: Gemälde von Wilhelm Camphausen: "Napoleon III. auf dem Schlachtfeld von Sedan"
Quelle: dhm.de

 


Französische Unruhen


Die Gefangenschaft des Kaisers wurde unter der Bevölkerung als Anlass gesehen endgültig gegen die Monarchie vorzugehen, da das kaiserliche Regime sowieso nicht viel Ansehen genoss. Proteste sorgten dafür, dass schon am 4. September die französische Monarchie zu Gunsten einer Republik abgeschafft wurde. 

Diese Republik wird als Dritte Französischen Republik bezeichnet.

Durch die Kapitulation war die französische Armee faktisch besiegt. Friedensverhandlungen kamen trotzdem nicht in Frage, da die deutsche Seite mittlerweile Elsass und Lothringen als Entschädigung forderte. Eine Gebietsforderung in dieser Größe war für Frankreich nicht hinnehmbar.


Deshalb wurde der Krieg fortgesetzt. Der deutschen Armee gelang es bis nach Paris vorzudringen. Allerdings konnte Paris nicht eingenommen werden, da nicht genug Truppen zur Verfügung standen und der französische Nationalismus eine erhebliche Rekrutierung neuer Soldaten zuließ.


Größere Schlachten wurden zwar von den Deutschen gewonnen, aber die Belagerung von Paris und der französische Widerstand zogen sich hin. Erst im Januar 1871 zeigte sich die französische Regierung zu Verhandlungen bereit. Am 28. Januar 1871 ergab sich Paris. Jedoch blieb der informale Widerstand in Paris bestehen und es bildete sich die sogenannte "Pariser Kommune": Die Pariser Kommune lehnte die neue französische Regierung ab und formte einen eigenen Stadtrat mit dem Ziel eine autonome Republik zu bilden.


Bereits am 26. Februar wurden erste Beschlüsse der Friedensverhandlungen vorgelegt. Aber die Verhandlungen hielten noch für weitere Monate an.


Erst am 10. Mai 1871 wurde der endgültige Friedensschluss in Frankfurt verfasst. Zuvor hatte Frankreich die Verhandlungen möglichst lang gestreckt, um die Konsequenzen zu lindern. Letztlich willigte die französische Regierung aber ein, da dadurch auch Kriegsgefangene entlassen wurden, die für die Eindämmung der Pariser Kommune benötigt wurden.



Deutsch Französischer Krieg Folgen

Aus den Friedensverhandlungen ergaben sich weitreichende Folgen für Frankreich, darunter:

Reparationszahlungen in Höhe von 5 Millionen Goldfranc - bis zur Zahlung der Summe blieben deutsche Soldaten in Frankreich stationiert.

Die Abtretung von Teilen Elsass und Lothringens - damit verlor Frankreich ca. 2 Millionen Einwohner und wichtige Eisengebiete.

Vor allem der Verlust von Elsass und Lothringen hinterließ bleibende symbolische Schäden in Frankreich. 

So wurde auf die Wiedererlangung dieser Gebiete viel Wert gelegt bei den Friedensverhandlungen des Ersten Weltkrieges.

Deutsche Reichsgründung


Noch vor Kriegsende bemühte sich Bismarck auf eine Einigung mit den süddeutschen Staaten hinzuarbeiten. Die Erfolge, die die geeinte deutsche Armee seit Herbst 1870 erzielte motivierten auch die Bevölkerung zu einer Einigung. Außerdem könnte die Einigung mit den süddeutschen Staaten Frankreich davor abschrecken Rache für den Deutsch Französischen Krieg zu nehmen, so Bismarcks Gedanke. Bereits im November 1870 hatte sich Bismarck mit den süddeutschen Staaten über die Bedingungen einer Einigung geeinigt: die süddeutschen Staaten würden einem "Deutschen Bund" beitreten, dürften aber eine Selbstverwaltung in bestimmten Bereichen behalten. 

Die Verträge die Bismarck mit den süddeutschen Staaten aushandelte werden auch Novemberverträge genannt.

Im Dezember 1870 änderte der preußische Reichstag die Formulierung "Deutscher Bund" in "Deutsches Reich". Zudem wurde festgelegt, dass Wilhelm I., also der preußische König, Kaiser über das neue deutsch Reich werden sollte. Mit der Verfassung trat das neue deutsche Kaiserreich offiziell am 1. Januar 1871 in Kraft.


Gemälde von Anton von Werner, dass die Ausrufung Wilhelm I. zum deutschen Kaiser im Spiegelsaal von Versailles zeigt. Links auf dem Podest ist Kaiser Wilhelm I. zu sehen, rechts in weißer Uniform steht Otto von Bismarck.Abb.2: Ausrufung Wilhelm I. zum deutschen Kaiser in Versailles
Von Anton von Werner - Museen Nord / Bismarck Museum: Picture, Gemeinfrei, wikimedia.org

 


Die Erhebung Wilhelms I. zum Kaiser fand am 18. Januar 1871 statt. Dabei hatte die Ausrufung des neuen Kaisers hohen symbolischen Wert, denn sie fand im besetzen Frankreich statt. Der Spiegelsaal von Versailles, das ehemalige Machtzentrum der französischen Könige, diente zur Inszenierung des deutschen Triumphs. 


Zusätzlich hatte sich bereits Friedrich I. im selben Raum genau 170 Jahre zuvor, am 1. Januar 1701, zum ersten preußischen König gekrönt.

Die Provokation durch den symbolischen Akt der Kaiserernennung in Versailles nahm Frankreich den Deutschen lange übel. Genugtuung verschaffte sich Frankreich durch den Versailler Vertrag, der Deutschland für den Verursacher des Ersten Weltkrieges erklärte und im selben Raum unterzeichnet wurde.


Doch die Reichsgründung hatte auch weitreichende Auswirkungen auf Europa. Das vereinte Deutschland stieg von der Fläche und Einwohnerzahl zur zweitgrößten Nation Europas auf. Zeitgleich profitierte die deutsche Wirtschaft von der Zweiten Industriellen Revolution, die in Deutschland Fuß fasste. Dadurch wurde das deutsche Kaiserreich zur bedeutendsten Macht in Kontinentaleuropa.


Mit zunehmendem Erfolg des deutschen Kaiserreichs wurden die anderen europäischen Staaten wachsam. So wurde zum Beispiel das Modell der Wehrpflicht in anderen Großmächten übernommen. 


Der Fakt, dass die deutsche Einheit durch den militärischen Erfolg gelang, fand auch nach der Reichsgründung noch große Bedeutung in Deutschland. Militarismus wurde fortan in den Alltag integriert.

Fertig! Mehr zu den Umständen des Deutschen Kaiserreichs erfährst du in unseren Artikeln zur Reichsgründung und der Außenpolitik des Kaiserreichs.



Deutsch Französischer Krieg - Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ausgelöst durch den spanischen Trhronfolgekonflikt
  • Inszeniert durch Bismarcks Manipulation der Emser Depesche
  • Frankreich stand als Aggressor dar
  • Süddeutschen Staaten schlossen sich dem Norddeutschen Bund an
  • Überlegenheit der deutschen Armee wurde von französischem Nationalismus getrotzt
  • Sieg der Deutschen und harte Friedensbedingungen für Frankreich
    • 5 Millionen Goldfranc Reparationen
    • Abtretung von Teilen Elsass und Lothringens
  • Gründung des deutschen Kaiserreichs folgte
  • Ausrufung der Dritten Französischen Republik

Häufig gestellte Fragen zum Thema Deutsch Französischer Krieg

Der Deutsch Französische Krieg begann am 19. Juli 1870 und endete offiziell am 10. Mai 1871.

Die deutsche Seite, also der Norddeutsche Bund mit Unterstützung der süddeutschen Staaten, hat den Deutsch Französischen Krieg gewonnen.

In Spanien wurde ein neuer Thronfolger gesucht. Auch ein preußischer Prinz der Hohenzollern-Dynastie kam in Frage. Für Frankreich war ein deutscher auf dem spanischen Thron inakzeptabel, weshalb eindringliche Gespräche zwischen Preußen und Frankreich stattfanden. Obwohl Preußen bereit war, den Anspruch auf den spanischen Thron fallen zu lassen fühlte sich Frankreich bedroht. Bismarck nutze die französische Angst in einem inszenierten Schreiben, der Emser Depesche, aus, so dass Frankreich sich provoziert fühlte und den Krieg erklärte.

Der Deutsch Französische Krieg fand auf deutschem und französischem Gebiet statt. Vor allem im Verlauf des Krieges drangen die deutschen Truppen immer weiter ins Landesinnere Frankreichs ein.

Finales Deutsch Französischer Krieg Quiz

Frage

Was ist 1871 passiert?


Antwort anzeigen

Antwort

Im Jahr 1871 gewann Deutschland gegen Frankreich im deutsch-französischen Krieg, welcher 1870 ausgebrochen war. Frankreich musste sich in der Schlacht von Sedan geschlagen geben und der französische Kaisers Napoleons III. wurde in Gefangenschaft genommen. Daraufhin kam es zur Kaiserproklamation am 18. Januar 1871 und zur Gründung des Deutschen Kaiserreichs durch das in Kraft treten der deutschen Verfassung am 16. April 1871.

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Frage

Wer verfasste die Reichsverfassung von 1871?

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Antwort

Im Wesentlichen war Otto von Bismarck der Verfasser der Reichsverfassung 1871, denn unter seiner Ministerpräsidentschaft wurde 1866/1867 der Entwurf für die Verfassung des Norddeutschen Bundes ausgearbeitet. Die Verfassung des Norddeutschen Bundes galt als Vorlage für die Verfassung 1871, welche am 14. April 1871 vom Reichstag verabschiedet wurde.

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Frage

Welche Rechte hatte das Volk 1871?

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Antwort

In der Reichsverfassung waren keine bürgerlichen Grundrechte vorgesehen. Diese bestanden nur, weil Grundrechte in den einzelnen Länderverfassungen verankert waren. Insgesamt bestand daher beispielsweise das Recht des Schutzes der Persönlichkeit, sowie das Eigentumsrecht. Dennoch war die Bevölkerung vor dem deutschen Gesetz nicht gleich, was sich auch im Dreiklassenwahlrecht widerspiegelte.

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Frage

Was waren die Gemeinsamkeiten der Verfassungen von 1849 und 1871?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Konstitutionelle Monarchie 
  • Erblicher Kaiser 
  • Föderalistischer Staat 
  • Wahlrecht 
  • Ländervertretung 
  • Gewaltenteilung 
Frage anzeigen

Frage

Welche Begriffe beschreiben die Position, die der Reichskanzler in der Reichsverfassung einnahm?

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Antwort

Bindeglied 

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Frage

Wie setzte sich der Bundesrat in der Reichsverfassung zusammen?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Bundesrat wurde vom Deutschen Kaiserreich einberufen und setzte sich aus den insgesamt 58 Vertretern der 25 Bundesstaaten zusammen, welche jeweils von ihrem Bundesstaat zum Vertreter ernannt wurden. 17 Stimmen aller Stimmen im Bundestag fielen Preußen zu. Mithilfe dieser vergleichsweisen großen Repräsentation Preußens im Bundesrat, war es den preußischen Vertretern möglich Verfassungsänderungen zu verhindern. 

Frage anzeigen

Frage

Welche Rolle nahmen die Bundesstaaten im Deutschen Kaiserreich ein?

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Antwort

Die deutschen Bundesstaaten behielten ihre eigene
politische Ordnung und Länderverfassungen. Sie waren meist konstitutionell geprägt und hatten zwei Kammern, wobei eine aus einem gewählten Abgeordnetenhaus bestand und die andere aus berufenen Mitgliedern. Zudem verfügten sie über die Polizei, Justiz, die Bildung, das Gesundheitswesen und die Finanzverwaltung in ihrem Gebiet. Bayern und Württemberg wurden des Weiteren Privilegien in Verwaltungsfragen und Befugnis über die Armee eingeräumt.  

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