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Angeborenes Verhalten

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Angeborenes Verhalten
Angeborenes Verhalten ist in der Verhaltensbiologie definiert. Es ist eine Art des Verhaltens, welche im Erbgut verankert ist. Damit kann es, wie die Biologie beschreibt, auf die Nachkommen vererbt werden.

Die Definition des angeborenen Verhaltens

Bevor du etwas über die Wissenschaft und Verhaltensbiologie zum angeborenen Verhalten lernst, muss es zunächst von anderen Formen des Verhaltens abgegrenzt werden.

Das angeborene Verhalten ist im Erbgut vorhanden und wird auf verschiedenste Arten vererbt.

Dabei ist dieses Verhalten kein alleinstehendes Merkmal, sondern vermischt sich mit dem erlernten Verhalten. Zudem muss das angeborene Verhalten keineswegs seit der Geburt verfügbar sein, sondern das Verhalten kann erst in einer späteren Lebensphase auftreten.

Die Autonomie des angeborenen Verhaltens

Auch der Begriff der Autonomie stellt bei der Definition des angeborenen Verhaltens einen wichtigen Aspekt dar. Kurz gesagt, kann Autonomie anhand von drei Punkten definiert werden. Autonomie ist ein Zustand der:

  • Selbstbestimmung,
  • Unabhängigkeit,
  • und Selbstverwaltung.

Unter Autonomie geschieht das Verhalten also ohne ungewollten Einfluss. Auch die Autonomie ist nicht in einer absoluten Form vorhanden, da es verschiedenste Aspekte benötigt, damit aus Autonomie keine Einsamkeit wird.

Autonomie und Einsamkeit hören sich im ersten Moment sehr ähnlich an. Dabei ist mit Autonomie meist ein positiver Aspekt des selbstständigen Verhaltens gemeint. Einsamkeit hingegen ist negativer konnotiert und beschreibt einen Zustand des Verlustes von Anschluss und sozialen Kontakten.

Ein Beispiel für so einen Aspekt, in der Ethologie auch Korrektiv genannt, wäre die menschliche Nähe.

Erlerntes Verhalten

Neben dem angeborenen Verhalten gibt es außerdem erlerntes Verhalten. Dieses wird im Gegensatz zum angeborenen Verhalten erst im Laufe des Lebens erworben. Das erlernte Verhalten ist durch Erfahrungen geprägt.

Ein Kind, welches sich beispielsweise schon einmal am heißen Herd verbrannt hat, wird nicht mehr auf die Herdplatte fassen. Es hat dem erlerntem Verhalten zu verdanken, dass es sich nicht noch einmal verbrennt. Das Kind weiß nun, dass die Herdplatte heiß sein kann und Schmerzen verursacht. Somit ändert es sein Verhalten dahingehend, dass der Schmerz nicht mehr auftritt.

Die Aufgabe des erlernten Verhaltens ist dabei der Schutz des Individuums.

Versuche zur Genetik des angeborenen Verhaltens

Dass angeborenes Verhalten auf das Erbgut zurückzuführen ist, wurde oben im Artikel schon erwähnt. Wie dies herausgefunden wurde, lernst du in folgendem Absatz.

Die Wissenschaft, die sich mit dem Verhalten und Verhaltensweisen auseinandersetzt bezeichnet man als Ethologie.

Die Ethologie hat verschiedene Herangehensweisen, um angeborenes Verhalten auszumachen. Hier sind die wichtigsten aufgeführt.

Kaspar-Hauser-Versuche

Bei diesen Versuchen der Verhaltensbiologie handelt es sich um Experimente, bei welchen die Versuchsobjekte unter Erfahrungsentzug gesetzt werden. Dadurch kann erforscht werden, welches Verhalten ausgeübt wird, wenn es nicht erlernt sein kann. Dafür werden diese Versuchsobjekte und ihr Verhalten isoliert betrachtet. Aus ihren Handlungen kann auf angeborenes Verhalten geschlossen werden.

Der Name Kaspar Hauser geht auf einen jungen Mann zurück, der im 17. Jahrhundert aufgefunden wurde und nicht richtig lesen oder sich verständigen konnte. Er nannte sich Kaspar Hauser und wurde vermutlich jahrelang in Isolation in einem dunklen Raum ohne menschlichen Kontakt gehalten. Deswegen tragen manche Isolationsversuche zum Verhalten seinen Namen.

Ein Kaspar-Hauser-Versuch zu Verhalten mit isolierten Kuckucken ergab, dass diese ihre Eier immer in fremde Nester legen, auch wenn sie es sich nicht bei anderen Tieren abschauen können. Ihr Verhalten bleibt trotz Isolation gleich. Auch wenn die Vögel bei anderen Arten aufwachsen, legen sie ihre Eier weiterhin in fremde Nester. Dieses Verhalten muss also angeboren und genetisch verankert sein.

Zwillingsversuche

Bei der Erforschung von angeborenem Verhalten bei Menschen werden häufig Versuche mit eineiigen Zwillingen durchgeführt. Dies ist sinnvoll, da die Zwillinge das gleiche Erbgut besitzen und dadurch eine gute Basis zum Vergleich des Verhaltens darstellen. Wenn die Zwillinge getrennt aufwachsen, kann gut darauf geschlossen werden, welches Verhalten umweltbedingt und welches angeboren sein könnte.

In einem Zwillingsversuch wurde erforscht, wie zu welchem Teil der Intelligenzquotient (kurz IQ) angeboren sein muss. Bei Zwillingen, die getrennt voneinander aufwuchsen, wurde ein sehr ähnlicher IQ festgestellt. Dies ist ein Hinweis darauf, dass der IQ zumindest eine genetische Komponente enthält. Darauf kann auf angeborenes Verhalten geschlossen werden.

Diese Erblichkeit (= Heritabilität) des IQs macht Schätzungen zufolge etwa 50% des aus, die andere Hälfte geht wohl auf Umwelteinflüsse zurück.

Kreuzungsversuche

Auch dadurch, dass verschiedene Rassen mit anderen Verhaltensweisen gekreuzt werden, kann auf die genetischen Komponenten dieses Verhaltens geschlossen werden.

Bei einem Kreuzungsversuch zum Verhalten von Zugvögeln, wurden zwei Arten miteinander gekreuzt. Die eine Art wies das Verhalten auf, im Winter weit in den Süden zu fliegen. Die zweite Art hatte ein anderes Verhalten und flog nur eine sehr kurze Strecke in den Süden. Bei den gekreuzten Tieren konnte man folgendes Verhalten beobachten: sie flogen eine mittlere Strecke gen Süden. Dadurch konnte darauf geschlossen werden, dass die Länge der Zugstrecke, welche die Vögel fliegen, genetisch bedingt sein muss und damit zu angeborenem Verhalten zählt. Die Zuglänge wurde hierbei anscheinend intermediär vererbt.

Intermediäre Vererbung bedeutet, dass zwei verschiedene Ausführungen eines Merkmals bei der Kreuzung miteinander vermischt werden. Wenn bei einem intermediären Erbgang beispielsweise Pflanzen mit roten und Pflanzen mit weißen Blüten gekreuzt werden, besitzen die Nachkommen eine Mischung dieser Merkmale. In diesem Fall wären dies dann rosa Blüten.

Hinweise für angeborenes Verhalten

Es gibt drei Hinweise, die auf angeborenes Verhalten schließen lassen:

  • Die Verhaltensweisen werden von Geburt an (oder bei der Entwicklung) vollständig beherrscht.
  • Das Verhalten läuft immer in gleicher Form ab.
  • Die Verhaltensweisen laufen im gleichen Kontext bei verwandten Arten ab.

Transkulturelle Universalien

Es gibt Verhaltensweisen und Verhalten, welches überall auf der Welt bei einer Art identisch sind. Dies zählt zum Angeborenen Verhalten und wird als transkulturelle Universalien bezeichnet.

Ein Beispiel für transkulturelle Universalien beim Menschen ist das Lächeln. Dieses Verhalten geschieht automatisch wenn man sich freut und läuft auf der ganzen Welt gleich ab.

Reifung

Teilweise sind angeborene Verhaltensweisen zwar ab der Geburt an im Erbgut vorhanden, es dauert aber, bis diese wirklich ausgeprägt werden. Manche dieser Verhaltensweisen treten erst im Jugend- oder Erwachsenenalter auf und das Verhalten wird erst durch Übung stetig verbessert. Diesen Vorgang des angeborenen Verhaltens bezeichnet man in der Verhaltensbiologie beziehungsweise Ethologie als die sogenannte Reifung.

Ein Versuch zur Reifung wurde beispielsweise an Jungvögeln durchgeführt, die an ihrem typischen Verhalten, den Flügelschlag, gehindert wurden. Trotzdem zeigten sie beim Fallen aus dem Nest das bekannte Verhalten Flügelschlagen. Somit wurde bewiesen, dass die Tiere dies nicht vorher trainieren müssen, sondern der Flügelschlag und das damit einhergehende Fliegen mit der Muskelentwicklung zusammenhängen müssen. Dieses angeborene Verhalten kann trotzdem durch Übung verbessert werden.

Elterliche Effekte

Ein weiterer Aspekt der Ethologie, welcher sich auf den Phänotyp auswirken kann, ohne genetisch veranlagt zu sein, sind elterliche Effekte.

Dabei entscheiden Entwicklungsprozesse vor der Geburt über die spätere Entwicklung und das Verhalten des Individuums. Da diese elterlichen Effekte sehr breit gefächert sind, hier ein paar wichtige Beispiele zu elterlichen Effekten, auch exogene Einflüsse genannt:

  • Bei Honigbienen werden aus unbefruchteten Eiern Drohnen, aus befruchteten aber schlüpfen Arbeiterinnen.
  • Bei Anemonen wird das stärkste Männchen, wenn das Weibchen stirbt, selbst zum Weibchen. Dieses Verhalten bezeichnet man als modifikatorische Geschlechtsbestimmung.
  • Bei Mäusen wird das Geschlecht durch den Platz beeinflusst, den sie im Mutterleib annehmen.

Das Instinktverhalten

Das Instinktverhalten zählt zu den angeborenen Verhaltensweisen. Es beschreibt eine Handlung und ein Verhalten, das bei gleichen Bedingungen immer gleich abläuft. Dieses Verhalten ist genetisch festgelegt.

Dabei ist das Instinktverhalten im Gegensatz zum Reflex eine komplexere Handlung und setzt sich nicht nur aus einer einzigen Handlung zusammen.

Zur Instinktbewegung zählt beispielsweise spezifisches Verhalten wie die Nahrungssuche einer Art oder auch das Verhalten bei der Flucht.

Im Jahre 1937 stellte Konrad Lorenz seine Theorie zur Instinktbewegung des angeborenen Verhaltens vor. Dabei machte er diese an vier Teilelementen fest:

  • Es muss einen Schlüsselreiz geben, welcher die Instinkthandlung und das Verhalten auslöst.
  • Es gibt einen angeborenen Auslösemechanismus (AAM), welcher genetisch bedingt ist.
  • Ermöglicht wird die Handlung durch eine Bewegungskomponente.
  • Ein Antrieb oder Anreiz für die Instinkthandlung muss vorhanden sein.

Weiterhin definiert Lorenz die Instinkthandlung als ein Verhalten, welches bei allen Exemplaren einer Art ablaufen muss. Dabei ist es egal, ob diese isoliert worden sind oder vorher an diesem Verhalten gehindert worden sind.

Schlüsselreize

Ein Schlüsselreiz ist definiert als ein Reiz, der ein bestimmtes Verhalten hervorruft. Um dieses Instinktverhalten auszulösen, benötigt es ein auslösendes Merkmal und den angeborenen Auslösemechanismus (AAM). Dieser gilt als Zündschlüssel des angeborenen Verhaltens.

Die Merkmale des Schlüsselreizes sind sein kurzes aber prägnantes Auftreten und dass er wenig Einzelreize benötigt. Das Handeln und Verhalten tritt daraufhin fast sofort ein; es benötigt keine langen Gedankengänge dafür.

Ein Schlüsselreiz hat die Eigenschaft, dass er motivierend und lenkend, beziehungsweise ausrichtend ist. In einigen Fällen ist der Schlüsselreiz auch abschreckend.

Mit motivierend ist gemeint, dass der Schlüsselreiz die Bereitschaft zur Handlung verstärkt. Lenkend und ausrichtend ist der Schlüsselreiz insofern, als dass er das Individuum und sein Verhalten in eine bestimmte Richtung lenkt, in welche die Handlung ablaufen soll.

So einen Schlüsselreiz kannst du bei Hühnern beobachten. Wenn das Küken nach der Mutter ruft (Schlüsselreiz), dann wendet sich die Henne sofort dem Kind zu (AAM + Instinkthandlung). Dies ist ein angeborenes Verhalten.

Reflexe

Eine weitere Form des angebornen Verhaltens ist der Reflex. Dieser hat spezielle Merkmale, die ihn von der Instinkthandlung und anderen Handlungen abgrenzen.

Reflexe sind:

  • Unwillkürlich, das heißt, das Verhalten kann von den Individuen nicht beeinflusst werden.
  • Automatisch, das Verhalten läuft ohne große Verschaltungen im Gehirn ab.

Ablauf der Reflexhandlung

Die Aufgabe des Verhaltens bei Reflexen ist der Schutz des Individuums. Ein Reflex wird im sogenannten Reflexbogen beschrieben, wie in Abbildung 1 dargestellt. Diesen lernst du in folgendem Abschnitt kennen:

  • Ein Reiz trifft auf eine Sinneszelle und ihren Rezeptor.
  • Die Sinneszelle leitet das Signal über sensorische Nerven weiter zum Rückenmark, welches zum ZNS gehört.
  • Das Signal wird im Rückenmark verschaltet und an eine sensorische Nervenzelle weitergegeben.
  • Diese motorische Nervenzelle gelangt zum Zielorgan (eine Muskelzelle), welche dann eine Reaktion und ein Verhalten, den Reflex, auslöst.

angeborenes Verhalten Reflexbogen StudySmarterAbbildung 1: Der Reflexbogen

Sensorische Nervenzellen, auch als afferent bezeichnet, leiten Signale weiter zum Zentralnervensystem (ZNS). Motorische Nervenzellen hingegen, auch efferent genannt, leiten die Signale vom ZNS zum Zielorgan, hier zum Muskel. Dieser führt das Verhalten aus.

Es gibt Eigen- und Fremdreflexe. Eigenreflexe sind dadurch gekennzeichnet, dass ein Verhalten beim Reflex am gleichen Ort passiert, an dem der Reiz aufgenommen wurde.

Dies ist beim Kniesehnen Reflex der Fall. Der Reiz wird am Knie durch einen Schlag ausgelöst und das Verhalten, in dem Fall die Bewegung im Kniegelenk, erfolgt am gleichen Ort.

Bei einem Fremdreflex, wird das Verhalten an einer anderen Stelle ausgeführt, als der Reiz eingegangen ist.

Ein Beispiel dafür ist der Pupillenreflex, da der Sehnerv gereizt wird, aber die Pupille sich verengt.

Angeborenes Verhalten - Das Wichtigste

  • Angeborenes Verhalten ist genetisch bedingt.
  • Nur weil das Verhalten angeboren ist, muss es nicht von Geburt an verfügbar sein.
  • Angeborenes Verhalten kann durch Zwillings- oder Isolationsversuche erforscht werden.
  • Das Instinktverhalten ist eine Handlung, die komplex ist und bei gleichen Bedingungen immer gleich abläuft.
  • Reflexe sind unwillkürliche Verhaltensweisen des angeborenen Verhaltens.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Angeborenes Verhalten

Angeborenes Verhalten ist im Erbgut verankert und wird von Individuen einer Art ausgeführt.

Angeborenes Verhalten ist genetisch bedingt, erlerntes Verhalten hingegen ist auf die Umwelt des Individuums zurückzuführen. Trotzdem können die Verhaltensweisen schwer isoliert betrachtet werden.

Ein Beispiel für angeborenes Verhalten wäre ein Versuch mit Zugvögeln. Dabei flog die Kreuzung zwischen Langstrecken- und Kurzstrecken-fliegenden Vögeln nur noch mittel lang.

Ein weiteres Beispiel wären Reflexe, wie der Kniesehnen Reflex.

Ein Vorteil ist, dass sich die Nachkommen auch ohne die Eltern eine Selbstständigkeit aneignen können. Trotzdem kann angeborenes Verhalten zum Problem werden, wenn es zum Beispiel nicht auf die wechselnde Umwelt angepasst ist.

Finales Angeborenes Verhalten Quiz

Frage

Was ist ein Instinkt?

Antwort anzeigen

Antwort

Ein Instinkt ist ein angeborenes Verhaltensmuster, welches nicht erlernt werden muss und dem Erhalt der Art und dem Schutz des Individuums dient.

Frage anzeigen

Frage

Beschreibe den Ablauf eines Instinkts.

Antwort anzeigen

Antwort

  1. Appetenzverhalten: Hierbei wird ungerichtet nach Schlüsselreizen gesucht
  2. Taxis: Es findet eine gerichtete Orientierungsbewegung auf einen Reiz hin statt
  3. Erbkoordination: Nach den zwei Schritten kommt es zu einer starr ablaufenden Handlung - Instinktbewegungen


Frage anzeigen

Frage

Was ist Bedingung für das Instinktverhalten?

Antwort anzeigen

Antwort

Bedingung für Instinktverhalten ist die Motivation/ Handlungsbereitschaft des Individuums und die Einwirkung eines Reizes, welchen das Individuum als Schlüsselreiz wahrnimmt.

Frage anzeigen

Frage

Welche Funktion erfüllen Instinkte?

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Antwort

Instinkte dienen dem Schutz, dem Wachstum und der Versorgung mit Nährstoffen des Individuums und sollen so den Erhalt der Art versichern.

Frage anzeigen

Frage

Nenne Beispiele für Instinkte aus der Tierwelt.

Antwort anzeigen

Antwort

Einige Antworten könnten z.B. sein:


  • Huftiere haben den Instinkt bereits sehr früh nach der Geburt aufzustehen. Sie tun dies, um der Herde zu folgen, denn die Herde bedeutet Schutz für das Jungtier.
  • Schildkröten kriechen sofort nach dem Schlüpfen ins Wasser, um sich so vor Fressfeinden am Land zu schützen.
  • Kaninchen erstarren bei Angst, weil sie so von Fressfeinden schlechter gesehen werden oder für tot gehalten werden.
  • Bienen kommunizieren über den Schwänzeltanz, welcher zuvor auch nicht erlernt werden musste. So teilen sie sich z.B. über Gefahren mit.
Frage anzeigen

Frage

Nenne Beispiele für Instinkte des Menschen.

Antwort anzeigen

Antwort

Einige Antworten könnten z.B. sein:


  • Fluchtinstinkt bei Massenpanik oder Feuer
  • Angst in der Dunkelheit und somit Vorsicht
  • Mutterinstinkt
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Frage

Was sind Instinktbewegungen?

Antwort anzeigen

Antwort

Instinktbewegungen stellen zusammen das Instinktverhalten dar und sind geerbte, untereinander koordinierte Bewegungen, welche artspezifisch sind.

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Frage

Was ist der Unterschied zwischen Instinkten und Reflexen?

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Antwort

Beide sind angeborene Verhaltensmuster, jedoch ist das Instinktverhalten deutlich komplexer, als das Reflexverhalten. Außerdem ist für das Reflexverhalten keine innere Handlungsbereitschaft notwendig.

Frage anzeigen

Frage

Was ist der Schlüsselreiz?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Schlüsselreiz ist ein Signal aus der Umwelt, welches (im übertragenen Sinn) das Instinktverhalten auslöst.

Frage anzeigen

Frage

Was ist das AAM?

Antwort anzeigen

Antwort

Das AAM ist ein Angeborener-Auslöse-Mechanismus (neurosensorischer Filter), welcher die Umweltinformationen analysiert und die dazu zugeordneten "Verhaltensprogramme" über das zentrale Nervensystem auslöst.

Frage anzeigen

Frage

Wenn das Instinktverhalten begonnen hat ist es...

Antwort anzeigen

Antwort

...nicht mehr unterbrechbar

Frage anzeigen

Frage

Wovon kann ausgegangen werden, wenn es keine Instinkte gäbe?

Antwort anzeigen

Antwort

Man kann von einer bedeutend höheren Mortalitätsrate, besonders in den frühen Entwicklungsphasen, ausgehen.

Frage anzeigen

Frage

Wie ist angeborenes Verhalten verankert?

Antwort anzeigen

Antwort

Angeborenes Verhalten ist im Erbgut verankert.

Frage anzeigen

Frage

Welche Merkmale spielen mit in das angeborene Verhalten?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Umwelteinflüsse beeinflussen auch das Verhalten.

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Frage

Nenne drei Stichpunkte, welche die Autonomie beschreiben.

Antwort anzeigen

Antwort

Autonomie ist ein Zustand der...


  • ... Selbstbestimmung,
  • Unabhängigkeit,
  • und Selbstverwaltung.


Frage anzeigen

Frage

Nenne ein Beispiel für ein Korrektiv.

Antwort anzeigen

Antwort

Ein Beispiel für ein Korrektiv ist die menschliche Nähe.

Frage anzeigen

Frage

Was ist der Gegensatz zum angeborenen Verhalten?

Antwort anzeigen

Antwort

Der Gegensatz zum angeborenen Verhalten ist das erlernte Verhalten.

Frage anzeigen

Frage

Wie nennt man die Wissenschaft, welche sich mit Verhaltensweisen auseinandersetzt?

Antwort anzeigen

Antwort

Die Wissenschaft wird als Ethologie bezeichnet.

Frage anzeigen

Frage

Wie nennt man Isolationsversuche noch?

Antwort anzeigen

Antwort

Sie können als Kaspar-Hauser-Versuche bezeichnet werden.

Frage anzeigen

Frage

Nenne eine Methode zur Untersuchung des angeborenen Verhaltens.

Antwort anzeigen

Antwort

Ein Versuch wäre beispielsweise der Zwillingsversuch oder der Kreuzungsversuch.

Frage anzeigen

Frage

Wie nennt man Verhaltensweisen, die überall auf der Welt bei einer Art gleich ablaufen?

Antwort anzeigen

Antwort

Diese Verhaltensweisen bezeichnet man als transkulturelle Universalien.

Frage anzeigen

Frage

Wie nennt man Verhaltensweisen, die erst im späteren Alter ausgeprägt werden?

Antwort anzeigen

Antwort

Diese spätere Ausprägung nennt man Reifung.

Frage anzeigen

Frage

Was sind elterliche Effekte?

Antwort anzeigen

Antwort

Dies sind Aspekte, die sich auf den Phänotyp auswirken, ohne genetisch veranlagt zu sein.

Frage anzeigen

Frage

Wie ist das Instinktverhalten definiert?

Antwort anzeigen

Antwort

Es beschreibt eine Handlung, die bei gleichen Bedingungen immer gleich abläuft.

Frage anzeigen

Frage

Wer stellte die Theorie zur Instinktbewegung auf?

Antwort anzeigen

Antwort

Diese Theorie stellte der Wissenschaftler Konrad Lorenz auf.

Frage anzeigen

Frage

Aus welchen vier Elementen besteht laut Lorenz die Instinkthandlung?

Antwort anzeigen

Antwort

  1. Es muss einen Schlüsselreiz geben, welcher die Instinkthandlung auslöst.
  2. Es gibt einen angeborenen Auslösemechanismus (AAM), welcher genetisch bedingt ist.
  3. Ermöglicht wird die Handlung durch eine Bewegungskomponente.
  4. Ein Antrieb oder Anreiz für die Instinkthandlung muss vorhanden sein.


Frage anzeigen

Frage

Was ist ein Schlüsselreiz?

Antwort anzeigen

Antwort

Ein Schlüsselreiz ist definiert als ein Reiz, der ein bestimmtes Verhalten hervorruft.

Frage anzeigen

Frage

Welche zwei Merkmale hat ein Reflex?

Antwort anzeigen

Antwort

Reflexe sind:


  • Unwillkürlich, das heißt sie können von den Individuen nicht beeinflusst werden.
  • Automatisch, sie laufen also ohne große Verschaltungen im Gehirn ab.


Frage anzeigen

Frage

Beschreibe den Ablauf der Reflexhandlung.

Antwort anzeigen

Antwort

  1. Ein Reiz trifft auf eine Sinneszelle und ihren Rezeptor.
  2. Die Sinneszelle leitet das Signal über sensorische Nerven weiter zum Rückenmark, welches zum ZNS gehört.
  3. Das Signal wird im Rückenmark verschaltet und an eine sensorische Nervenzelle weitergegeben.
  4. Diese motorische Nervenzelle gelangt zum Zielorgan (eine Muskelzelle), welche dann eine Reaktion, den Reflex, auslöst.
Frage anzeigen

Frage

Was bedeutet Erbkoordination?

Antwort anzeigen

Antwort

Erbkoordination ist ein Synonym für Instinkt

Frage anzeigen

Frage

Woran erkennt man angeborene Verhaltensmuster?

Antwort anzeigen

Antwort

Man erkennt angeborene Verhaltensmuster an:

  • Reifung
  • keine Übung notwendig
  • gleich zwischen Artgenossen
Frage anzeigen

Frage

Wovon hängt die Stärke der Instinkthandlung ab?

Antwort anzeigen

Antwort

Motivation des Individuums

Frage anzeigen

Frage

Was kann Instinkte verändern?

Antwort anzeigen

Antwort

Übung

Frage anzeigen

Frage

Wodurch werden Instinkte geformt?

Antwort anzeigen

Antwort

Instinkte werden durch die Evolution geformt.

Frage anzeigen

Frage

Was wird durch einen Schlüsselreiz ausgelöst?

Antwort anzeigen

Antwort

Eine Instinktbewegung.

Frage anzeigen

Frage

Wie wird in der Verhaltensbiologie ein Schlüsselreiz genannt?

Antwort anzeigen

Antwort

Auslöser

Frage anzeigen

Frage

Auf welche Metapher lässt sich der Begriff des Schlüsselreizes zurückführen?

Antwort anzeigen

Antwort

Auf die Metapher eines Schlüssels und eines Schlüssellochs.

Frage anzeigen

Frage

Welche drei Eigenschaften haben Schlüsselreize?

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Antwort

  • Einfach
  • Auffällig
  • Eindeutig
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Frage

Warum hat ein Schlüsselreiz einen Symbolcharakter?

Antwort anzeigen

Antwort

Schlüsselreize sind eher abstrakt zu verstehen, sie sind also nichts direkt greifbares, sondern sie passieren einfach.

Frage anzeigen

Frage

Welche vier Möglichkeiten zur Wahrnehmung von Schlüsselreizen gibt es?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Visuell
  • Chemisch
  • Akustisch
  • Taktil
Frage anzeigen

Frage

Was ist mit visueller Wahrnehmung gemeint?

Antwort anzeigen

Antwort

Meint die Wahrnehmung von bestimmten Bewegungsabfolgen oder den visuellen Eindruck bei der Fellfarbe.

Frage anzeigen

Frage

Was ist mit chemischer Wahrnehmung gemeint?

Antwort anzeigen

Antwort

Chemische Wahrnehmung bezieht sich auf Reize, die durch Gerüche wie bspw. Pheromone ausgelöst werden.

Frage anzeigen

Frage

Nenne die drei Wirkungsweisen von Schlüsselreizen.

Antwort anzeigen

Antwort

  • Motivierend
  • Richtend
  • Auslösend
Frage anzeigen

Frage

Was ist ein erlernter Schlüsselreiz?

Antwort anzeigen

Antwort

Ein erlernter Schlüsselreiz entsteht erst während des Lebens durch Prägung bzw. eine gewisse Konditionierung.

Frage anzeigen

Frage

Welche Untersuchungsmethode wird für die Definierung von Schlüsselreizen verwendet?

Antwort anzeigen

Antwort

Attrappenversuche

Frage anzeigen

Frage

Wie läuft ein sukzessiver Attrappenversuch ab?

Antwort anzeigen

Antwort

Es wird eine zunächst sehr detailgetreue Attrappe verwendet, die mit der Zeit immer weiter abstrahiert wird. Diese wird dem Versuchsobjekt immer wieder präsentiert und dessen Verhalten darauf wird dokumentiert.

Frage anzeigen

Frage

Wie läuft ein simultaner Attrappenversuch ab?

Antwort anzeigen

Antwort

Ein simultaner Attrappenversuch verläuft vom Prinzip her genau wie der sukzessive, allerdings werden dem Versuchsobjekt mehrere Attrappen präsentiert, zwischen denen gewählt werden kann.

Frage anzeigen

Frage

Wozu werden in der Werbebranche Schlüsselreize verwendet?

Antwort anzeigen

Antwort

Um Aufmerksamkeit zu erregen.

Frage anzeigen

Frage

Was sind in der Werbebranche besonders wirksame Schlüsselreize?

Antwort anzeigen

Antwort

  • Kindchenschema
  • Erotik
  • Gesichter
  • Überraschungseffekt
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Frage

Wofür steht AAM?

Antwort anzeigen

Antwort

Angeborener Auslösemechanismus

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