Beschränkte Geschäftsfähigkeit

Das Thema dieser Ausführung ist die beschränkte Geschäftsfähigkeit im Zivilrecht - ein Begriff, der in juristischen Kreisen gut bekannt ist und doch oft für Verwirrung sorgt. Im weiteren Verlauf des Artikels wirst du eine gründliche Einführung in die Definition gemäß BGB erhalten, Beispiele und Erklärungen sowie praktische Anwendungen vorgestellt bekommen. Die rechtlichen Grundlagen der beschränkten Geschäftsfähigkeit werden ebenso erörtert, um dir ein umfassendes Verständnis dieses komplexen Themas zu ermöglichen.

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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsangabe

    Beschränkte Geschäftsfähigkeit im Zivilrecht

    Die beschränkte Geschäftsfähigkeit gehört zu einem wesentlichen Aspekt des Zivilrechts. Sie betrifft Personen, die noch nicht volljährig sind, das heißt, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, jedoch schon älter als 7 Jahre alt sind. Gemäß dem deutschen Gesetz sind diese Personen in ihrem rechtlich zulässigen Handlungsspielraum eingeschränkt.

    Beschränkte Geschäftsfähigkeit– Definition gemäß BGB

    Gemäß §104 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) sind Kinder unter 7 Jahren sowie Personen, die sich in einem die freie Willensbestimmung ausschließenden Zustand krankhafter Störung der Geistestätigkeit befinden, unbeschränkt geschäftsunfähig. Gemäß §106 BGB sind jedoch Personen, die das 7. Lebensjahr vollendet haben und noch nicht 18 Jahre alt sind, beschränkt geschäftsfähig.

    Zur Erläuterung, eine Geschäftsfähigkeit bezieht sich auf die Fähigkeit einer Person, Rechtsgeschäfte wirksam abzuschließen und Auswirkungen ihrer rechtlichen Handlungen selbst zu tragen. Mit anderen Worten: Je nach Grad der Geschäftsfähigkeit wirken sich die Handlungen der Person rechtsverbindlich auf sie aus. Voll geschäftsfähig sind grundsätzlich alle Personen, die volljährig sind und bei denen keine dauernde Beeinträchtigung der geistigen oder seelischen Leistungsfähigkeit vorliegt.

    "Beschränkt geschäftsfähig" – Beispiele und Erklärungen

    Ein praktisches Beispiel für die Auswirkungen der beschränkten Geschäftsfähigkeit ist der Kauf von Süßigkeiten durch ein Kind im Supermarkt. Dies ist ein rechtlich bindendes Geschäft, da es sofort und in vollem Umfang durchgeführt wird ("Taschengeldparagraph" §110 BGB). Im Gegensatz dazu, wenn ein 15-Jähriger versucht, einen Mietvertrag für eine Wohnung abzuschließen, dann ist dieser Vertrag ohne Zustimmung des gesetzlichen Vertreters des Jugendlichen (in der Regel sind dies die Eltern) nicht wirksam.

    Im Zusammenhang mit der beschränkten Geschäftsfähigkeit, sollte auch auf das "Taschengeldgesetz" hingewiesen werden, welches als wichtige Ausnahme gilt. Gemäß §110 BGB sind Geschäfte, die mit eigenen Mitteln abgeschlossen wurden ("Taschengeldparagraph") und bei denen der beschränkt Geschäftsfähige nichts weiter zu leisten hat, als mit den Mitteln, die ihm die Eltern zur freien Verwendung überlassen haben, sofort gültig.

    Rechtliche Grundlagen der beschränkten Geschäftsfähigkeit

    Die rechtlichen Grundlagen für die beschränkte Geschäftsfähigkeit finden sich im BGB. Hierbei sind insbesondere die §§ 104 bis 113 BGB zu beachten. Diese Paragrafen regeln, wer geschäftsfähig ist und unter welchen Voraussetzungen eine beschränkte Geschäftsfähigkeit vorliegt.

    • § 104 BGB - Geschäftsunfähigkeit: Kinder unter 7 Jahren und Personen mit dauerhafter Beeinträchtigung der geistigen oder seelischen Leistungsfähigkeit sind grundsätzlich geschäftsunfähig.
    • § 105 BGB - Nichtigkeit der Rechtsgeschäfte: Rechtsgeschäfte einer geschäftsunfähigen Person sind grundsätzlich nichtig.
    • § 106 BGB - Beschränkte Geschäftsfähigkeit: Wer das 7. Lebensjahr vollendet, aber noch nicht 18 Jahre alt ist, ist beschränkt geschäftsfähig.
    • § 110 BGB - Taschengeldparagraph: Verträge, die ein beschränkt Geschäftsfähiger nur mit Mitteln erfüllen kann, die ihm zu diesem Zweck oder zur freien Verfügung von dem Vertretungsberechtigten oder mit dessen Zustimmung von einem Dritten überlassen worden sind, gelten als von Anfang an wirksam.

    Es ist zu beachten, dass die beschränkte Geschäftsfähigkeit nicht nur Kinder und Jugendliche betrifft. Auch Erwachsene können in bestimmten Fällen beschränkt geschäftsfähig sein. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn sie unter Betreuung stehen und für sie ein Einwilligungsvorbehalt angeordnet wurde.

    Beschränkte Geschäftsfähigkeit einfach erklärt

    Die beschränkte Geschäftsfähigkeit ist ein Begriff aus dem Zivilrecht und bezieht sich auf Personen, die das 7. Lebensjahr vollendet, aber noch nicht das 18. Lebensjahr erreicht haben. Diese Gruppe von Menschen können Rechtsgeschäfte grundsätzlich nicht ohne die Zustimmung ihrer gesetzlichen Vertreter, in der Regel den Eltern, abschließen.

    Gemäß §106 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) ist festgelegt, dass die Geschäftsfähigkeit beschränkt ist, solange die Volljährigkeit nicht erreicht wurde. Doch was bedeutet das in der Praxis? Dies und weitere Fragen zum Thema beschränkte Geschäftsfähigkeit werden dir in den folgenden Abschnitten detailliert erklärt.

    "Beschränkt geschäftsfähig": Eine Einführung

    Zunächst einmal, die Geschäftsfähigkeit ist die Fähigkeit, Rechtsgeschäfte selbstständig abzuschließen und die volle rechtliche Verantwortung für die Konsequenzen dieser Handlungen zu tragen. Geschäftsfähig sind im Allgemeinen alle Personen, die die Volljährigkeit erreicht haben, sofern sie nicht unter einer krankhaften Störung der Geistestätigkeit leiden, die eine freie Willensbildung verhindert.

    Eine beschränkte Geschäftsfähigkeit liegt vor, wenn eine Person zwar das 7. Lebensjahr vollendet, aber das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht hat. Diese Personen können Rechtsgeschäfte nur mit Einwilligung ihrer gesetzlichen Vertreter abschließen, es sei denn, sie erfüllen die Bedingungen des Taschengeldparagraphs nach §110 BGB oder sie haben ein Rechtsgeschäft durchgeführt, welches lediglich einen rechtlichen Vorteil verschafft.

    Eine Ausnahme stellt der sogenannte Taschengeldparagraph (§110 BGB) dar, wonach Geschäfte, die eine Leistung mit Mitteln erfordern, die dem Minderjährigen zur freien Verfügung überlassen wurden, als von vornherein wirksam gelten. Diese Regelung dient dem Schutz sowohl des Minderjährigen als auch des Vertragspartners und erlaubt dem Minderjährigen eine gewisse Freiheit in seinem wirtschaftlichen Handeln.

    Beispiele für beschränkte Geschäftsfähigkeit

    Ein Alltagsbeispiel wäre ein 15-Jähriger, der in einem Musikgeschäft ein Instrument kauft. Steht der Kaufpreis in angemessenem Verhältnis zum Taschengeld des Jugendlichen und wird das Instrument sofort bezahlt, so könnte dieses Geschäft aufgrund des Taschengeldparagraphen als wirksam angesehen werden. Will der Jugendliche hingegen ein Musikstudio mieten, um dort mit seiner Band zu proben, so wäre hierfür die Zustimmung der Eltern notwendig, um einen wirksamen Vertrag abschließen zu können.

    Auch im Online-Bereich sind rechtliche Geschäfte von Personen mit beschränkter Geschäftsfähigkeit relevant, so zum Beispiel beim Download von Apps oder In-App-Käufen. Zu beachten ist hierbei, dass bei nicht erfolgter Zustimmung durch die gesetzlichen Vertreter, diese Geschäfte grundsätzlich unwirksam sind.

    Beschränkte Geschäftsfähigkeit spielt auch eine Rolle im Arbeitsrecht. Zum Beispiel, wenn ein minderjähriger Praktikant einen Praktikumsvertrag abschließt. Bei einer Beschäftigung Minderjähriger sind besondere gesetzliche Regelungen zu beachten. Denn laut dem Jugendarbeitsschutzgesetz ist die Beschäftigung von Kindern - mit einigen Ausnahmen - grundsätzlich verboten.

    Praxisbezogene Beispiele zur beschränkten Geschäftsfähigkeit

    Um die Realität der beschränkten Geschäftsfähigkeit besser zu begreifen, solltest du einige praktische Situationen betrachten. In diesem Abschnitt werden wir zwei Szenarien untersuchen, die dir helfen, das Konzept und seine rechtlichen Auswirkungen besser zu verstehen.

    Beschränkte Geschäftsfähigkeit: Ein Beispiel aus dem Alltag

    Denk an einen 14-jährigen Jungen namens Luca, der in einem Elektronikgeschäft ein neues Videospiel kaufen möchte. Luca hat genug Geld von seinem Taschengeld gespart, um das Spiel zu kaufen. Hier tritt der "Taschengeldparagraph" §110 BGB in Kraft, der vorsieht, dass Rechtsgeschäfte, die mit Mitteln beglichen werden, die dem Minderjährigen zur freien Verfügung stehen, von Anfang an als wirksam gelten.

    Allerdings möchten Lucas Eltern nicht, dass er das neue Videospiel kauft. Deshalb hat er es ohne ihr Wissen gekauft. Als sie davon erfahren, sind sie verärgert und möchten das Spiel zurückgeben. Aber ist das möglich? Ist der Kaufvertrag wirksam oder können sie ihn rückgängig machen?

    In diesem Szenario ist der Kaufvertrag wirksam, da Luca das Rechtsgeschäft mit seinem eigenen Geld vollzogen hat und das Geschäft sofort abgewickelt wurde. Lucas Eltern können das Spiel nur zurückgeben, wenn das Geschäft eine solche Möglichkeit vorsieht.

    Besonderheiten der rechtlichen Grundlagen beschränkter Geschäftsfähigkeit

    Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) legt die Grundlage für das Verständnis und die Anwendung der beschränkten Geschäftsfähigkeit. §106 BGB definiert, wer beschränkt geschäftsfähig ist, während §110 BGB (auch bekannt als "Taschengeldparagraph") die Ausnahmen dazu definiert.

    Demnach ist ein minderjähriger, der ein Rechtsgeschäft ohne Zustimmung seiner gesetzlichen Vertreter durchführt, grundsätzlich schwebend unwirksam, es sei denn, das Rechtsgeschäft ist lediglich rechtlich vorteilhaft oder es wurde mit Mitteln begangen, die dem Minderjährigen zur freien Verfügung standen (§110 BGB).

    Wie aber sieht es in der Praxis mit Verträgen aus, die im Internet abgeschlossen werden? Zum Beispiel, bei einem Handyvertrag oder bei In-App-Käufen bei einem Computerspiel? Hier ist entscheidend, ob die Zustimmung der gesetzlichen Vertreter vorliegt oder nicht. Ist diese nicht gegeben, dann sind solche Verträge schwebend unwirksam.

    Dass digitale Geschäfte in rechtliche Grauzonen fallen können, zeigt das Beispiel eines 17-Jährigen, der ohne Zustimmung seiner Eltern ein Abonnement für eine Online-Zeitung abschließt. Auch wenn die Zahlung des Abonnements mit dem Taschengeld des Minderjährigen erfolgt, handelt es sich hierbei nicht um ein Rechtsgeschäft, das lediglich einen rechtlichen Vorteil verschafft oder mit Mitteln, die ihm zur freien Verfügung stehen, begangen wurde. Vielmehr handelt es sich hier um eine Dauerschuldverhältnis, das grundsätzlich der Zustimmung der gesetzlichen Vertreter bedarf.

    Beschränkte Geschäftsfähigkeit - Das Wichtigste

    • Beschränkte Geschäftsfähigkeit: ein Aspekt des Zivilrechts, der Personen unter 18 Jahren, aber über 7 Jahren betrifft
    • Beschränkt geschäftsfähig nach BGB: Personen über 7 Jahre, aber unter 18 Jahren
    • Geschäftsfähigkeit: Fähigkeit, Rechtsgeschäfte wirksam abzuschließen und rechtliche Auswirkungen der Handlungen selbst zu tragen
    • Beispiel der beschränkten Geschäftsfähigkeit: Kauf von Süßigkeiten durch ein Kind, Mietvertrag durch einen 15-Jährigen braucht Zustimmung der gesetzlichen Vertreter
    • "Taschengeldparagraph" (§110 BGB): Geschäfte, die mit eigenen Mitteln abgeschlossen wurden und keine weiteren Leistungen erfordern, sind sofort gültig
    • Rechtliche Grundlagen der beschränkten Geschäftsfähigkeit: §§ 104 bis 113 BGB, inklusive Geschäftsunfähigkeit, Beschränkte Geschäftsfähigkeit, und Taschengeldparagraph
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    Häufig gestellte Fragen zum Thema Beschränkte Geschäftsfähigkeit
    Wann ist man beschränkt geschäftsfähig?
    Man ist beschränkt geschäftsfähig in Deutschland, wenn man mindestens sieben Jahre alt, aber noch keine 18 Jahre alt ist. Dabei dürfen Minderjährige nur Rechtsgeschäfte mit rechtlichem Vorteil oder mit Zustimmung der gesetzlichen Vertreter abschließen.
    Was bedeutet "beschränkt geschäftsfähig"?
    Beschränkt geschäftsfähig sind Minderjährige ab dem vollendeten siebten Lebensjahr bis zur Volljährigkeit (18 Jahre). Sie können Rechtsgeschäfte nur mit Zustimmung ihrer gesetzlichen Vertreter durchführen, außer es handelt sich um Rechtsgeschäfte, die lediglich einen rechtlichen Vorteil bringen.
    Wer ist beschränkt geschäftsfähig?
    Beschränkt geschäftsfähig sind in Deutschland laut Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB) Minderjährige im Alter von sieben bis einschließlich siebzehn Jahren. Sie können rechtliche Geschäfte nur mit Zustimmung ihres gesetzlichen Vertreters (meist die Eltern) abschließen.
    Welche Rechtsgeschäfte können beschränkt geschäftsfähige abschließen?
    Beschränkt geschäftsfähige Personen, also Minderjährige zwischen 7 und 18 Jahren, dürfen rechtlich gesehen nur Rechtsgeschäfte abschließen, die lediglich rechtliche Vorteile bringen oder bei denen sie mit eigenen Mitteln agieren, das heißt, keine Schulden entstehen lassen. Andere Geschäfte sind nur mit Zustimmung der gesetzlichen Vertreter gültig.
    Welche Folgen hat die beschränkte Geschäftsfähigkeit für Verträge?
    Verträge, die von Personen mit beschränkter Geschäftsfähigkeit abgeschlossen werden, sind grundsätzlich schwebend unwirksam. Sie entfalten erst dann Rechtswirkung, wenn der gesetzliche Vertreter (in der Regel die Eltern) zustimmt. Ausnahme hierbei sind Verträge, durch die der beschränkt Geschäftsfähige ausschließlich einen rechtlichen Vorteil erlangt.

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