Landkarte

Eine neue Stadt erkunden, die richtigen Straßen in den Urlaub finden oder die Länder der Welt entdecken – das alles kannst Du mithilfe einer Landkarte machen.

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Inhaltsangabe

    Aber was genau macht eine gute Landkarte aus? Welche Informationen kannst Du aus einer Landkarte lesen? Und wer hat die Landkarte denn überhaupt erfunden?

    Landkarte – Erklärung

    In der Geographie ist eine Landkarte eine bildliche und vereinfachte Darstellung einer Region.

    Mithilfe einer Landkarte kann man Gebiete erschließen und erkunden und sich in der abgebildeten Umgebung orientieren.
    Heute werden Landkarten mithilfe detaillierter und genauer Luft- und Satellitenbilder sowie moderner Vermessungstechniken erstellt, um so möglichst genaue Abbildungen zu erstellen.

    Wie Du Dich sonst noch in einer Region orientieren kannst, kannst Du in der Erklärung zu Hilfsmitteln zur Orientierung nachlesen.

    Die vereinfachte Darstellung der wirklichen Welt nennt man Generalisierung. Je kleiner der Maßstab einer Karte ist, desto größer ist der Grad der Generalisierung.

    Was ein Maßstab ist, erfährst Du im Kapitel zum Aufbau einer Landkarte.

    Der Begriff Landkarte kann in zwei Arten von Landkarten unterteilt werden – die topografische und die thematische Landkarte.

    Topografische Landkarte

    Eine topographische Landkarte beschreibt die Umgebung wirklichkeitsgetreu, indem sie allgemeine topographische Merkmale des Geländes darstellt.

    Eine topografische Landkarte ist meist sehr genau und zeigt Details von Relief, Gewässer, Vegetation, Siedlungen und Verkehrsstrukturen in einem Gebiet.

    Sie dient so der Orientierung in einem Gebiet und der genauen Beschreibung dessen.

    Der Aufbau einer topografischen Karte gestaltet sich aus

    • Kartenrahmen, dem äußersten Bereich der Landkarte, mit der Bezifferung des Gradnetzes

    • Kartenrand, der Begrenzung der bildlichen Darstellung einer Landkarte mit generellen Informationen

    • Kartenfeld, dem Bereich, in dem die bildliche Darstellung zu sehen ist

    Was ein Gradnetz ist und welche generellen Informationen eine Karte enthält, erfährst Du im Kapitel zum Aufbau einer Landkarte.

    Thematische Landkarte

    Eine thematische Landkarte betrachtet ein bestimmtes Thema oder einen Sachverhalt genauer.

    Die topografischen Merkmale zum Gelände des dargestellten Gebiets werden bei thematischen Landkarten kaum oder gar nicht berücksichtigt.

    Themen, die eine solche thematische Landkarte behandelt und darstellt, können die verschiedensten Hintergründe haben.

    Vor allem Themen aus der Politik, der Bevölkerung, der Wirtschaft oder auch gesellschaftliche Themen werden oft in thematischen Karten aufgegriffen.

    Ein häufig aufgegriffenes Thema einer solchen thematischen Landkarte ist das Bruttoinlandsprodukt aller Staaten der Erde.

    Das Bruttoinlandsprodukt, kurz BIP, ist der Wert aller erwirtschafteten Güter und Dienstleistungen innerhalb eines Staates in einem bestimmten Zeitraum.

    Je höher das BIP in einem Staat ist, desto dunkler wird beispielsweise die Farbe, in dem der Staat auf der thematischen Karte eingefärbt ist.

    Landkarte – Merkmale

    Um als geodätisch richtig, einfacher geographisch richtig, bezeichnet zu werden, muss eine Landkarte eines von drei wichtigen Merkmale erfüllen.

    Mehrere dieser Merkmale gleichzeitig können nicht erfüllt werden, da bei jedem Merkmal die Karte unterschiedlich verzerrt wird.

    Eine Landkarte muss eines dieser Merkmale erfüllen:

    • Winkeltreue: Alle Winkel, die auf einer Landkarte, beispielsweise zwischen zwei Orten, gemessen werden können, müssen den Winkeln in Wirklichkeit entsprechen.

    • Flächentreue: Die Größe aller Flächen, die auf einer Landkarte berechnet werden können, müssen der Größe aller Flächen in Wirklichkeit entsprechen. Dabei muss der Maßstab mit einberechnet werden.

    • Längentreue: Die Länge der Abstände zwischen zwei Punkten auf einer Landkarte muss der Länge der Abstände in Wirklichkeit entsprechen. Auch hier muss der Maßstab mit einberechnet werden.

    Geschichte der Landkarte

    Der Begriff Karte hat seinen Ursprung sehr wahrscheinlich im Altägyptischen. Später wurde das altägyptische Wort dann von anderen Kulturen übernommen. Direkt stammt das Wort Karte vom griechischen Wort "carta" ab, was so viel bedeutet wie Brief oder Urkunde.

    Schon in der Steinzeit haben die Menschen sich an ersten Landkarten versucht und grobe Zeichnungen von Wegen und anderem in Stein geritzt.

    Die erste systematisch erstellte Landkarte stammt aus Mesopotamien und wurde um rund 3.800 v. Chr. gezeichnet. Weiterentwickelt wurde das Erstellen von Karten dann vor allem in der Antike von den Griechen, Römern und Chinesen.

    Der besonders große Fortschritt in der Erstellung von Landkarten setzte etwa ab dem 15. Jahrhundert ein, da ab dieser Zeit vermehrt Seefahrt und viele Entdeckungsreise betrieben wurden, wofür gute und genaue Landkarten nötig waren. Ab dem 17. Jahrhundert etwa konnte man dann das Gelände mithilfe bestimmter Techniken auch genauer vermessen und exakter darstellen.

    Landkarte – Aufbau

    Je nach Art, Thema und Herausgeber kann sich der Aufbau einer Landkarte etwas unterscheiden.

    Dennoch gibt es Merkmale, die fast immer Teil des Aufbaus einer Landkarte sind.

    Landkarte – Informationen

    Jede Landkarte, die geodätisch richtig ist und offiziell von einem Verlag oder Amt oder Ähnlichen herausgegeben wurde, muss bestimmte Informationen enthalten.

    Zum einen muss auf der Karte vermerkt sein, wer der Herausgeber ist und wann die Landkarte erstellt und veröffentlicht wurde.

    Zum anderen hat jede Landkarte einen Titel, der ebenfalls, meist am oberen Rand, auf jeder Karte zu finden ist.

    Wurde die Landkarte von dem Herausgeber mithilfe anderer Quellen erstellt, müssen auch diese angegeben werden.

    Landkarte – Maßstab

    Wie Du jetzt schon weißt, ist eine Landkarte immer eine Abbildung der Wirklichkeit, die verkleinert dargestellt wird.

    Die Verkleinerung der Wirklichkeit hält sich dabei an einen bestimmten Maßstab.

    Der Maßstab beschreibt das Größenverhältnis zwischen einer Abbildung und der Wirklichkeit.

    Angegeben wird das Verhältnis so:

    Längeneinheit auf der Karte : Längeneinheit in Wirklichkeit

    Ist eine Landkarte beispielsweise im Maßstab 1:5.000 erstellt worden, bedeutet das, dass ein Zentimeter auf der Karte 5.000 Zentimetern in der Wirklichkeit entspricht.

    Nochmals vereinfacht entspricht 1 cm auf der Landkarte genau 50 m in der Wirklichkeit.

    Der Maßstab wird je nach Größe des abzubildenden Gebiets angepasst.

    Je größer der Maßstab ist, desto kleiner ist das abgebildete Gebiet und desto detaillierter ist die Darstellung meist.

    Ein kleiner Maßstab ist beispielsweise 1:20.000.000. Dieser Maßstab wird häufig für das Erstellen einer Weltkarte genutzt. Dabei entspricht 1 cm auf der Landkarte ganzen 200 km in Wirklichkeit.

    Ein großer Maßstab ist beispielsweise der Maßstab 1:500. Dabei entspricht 1 cm auf der Karte 5 m in Wirklichkeit. Dieser Maßstab könnte etwa bei einer Abbildung einer großen Schule und den einzelnen Klassenzimmern genutzt werden.

    Genaueres zum Maßstab bei Landkarten findest Du in der gleichnamigen Erklärung.

    Landkarte – Windrose und Nordpfeil

    Wo auf einer Landkarte welche Himmelsrichtung ist, zeigen eine Windrose oder ein Nordpfeil an.

    Eine Windrose ist eine sternförmige Darstellung der Himmelsrichtungen.

    Oft hat eine Windrose vier Zacken, von denen jeweils eine nach Norden, Osten, Süden und Westen zeigt.

    Manchmal sind Windrosen noch detaillierter und haben mehr Zacken zwischen den vier großen Zacken.

    Ein Nordpfeil ist ein dicker Pfeil, dessen Spitze nach Norden zeigt.

    Die meisten Landkarten sind genordet, das bedeutet Norden ist oben auf der Landkarte. Da dies ein bekannter Grundsatz für Landkarten ist, findet man auf vielen Karten auch keine Windrose oder Nordpfeil.

    Kannst Du also keine Windrose und keinen Nordpfeil finden, ist Norden immer oben auf der Karte.

    Landkarte – Gradnetz

    Das Gradnetz der Erde ist das Netz aus Längen- und Breitenkreisen, die die Erde umgeben.

    Genauere Informationen zum Gradnetz der Erde sind in der Erklärung dazu zu finden. Lies sie Dir gerne durch!

    Besonders auf topografischen Landkarten ist das Gradnetz der Erde oft eingezeichnet.

    Mithilfe der einzelnen Längen- und Breitenkreise lässt sich so die Lage abgebildeter Orte genau bestimmen.

    Längenkreise sind in Nord-Süd-Richtung verlaufende Kreise um die Erde, die jeweils den Nord- und Südpol verbinden.

    Einen halben Längenkreis nennt man Meridian.

    Der nullte Meridian mit der Gradzahl 0° ist der Nullmeridian. Er liegt auf dem Ort Greenwich in Großbritannien.

    Vom Nullmeridian aus werden im Abstand von 1° jeweils nach Osten und Westen Meridiane bis 180° Ost und 180° West gezählt. So umschließen sie als Längenkreise die ganze Erde.

    Breitenkreise sind in Ost-West-Richtung verlaufende Kreise um die Erde, die die Längenkreise im 90°-Winkel schneiden.

    Der nullte Breitenkreis mit der Gradzahl 0° ist der Äquator, der an der dicksten Stelle der Erde liegt.

    Vom Äquator aus werden im Abstand von 1° jeweils nach Norden und Süden Breitenkreise bis 90° Nord und 90° Süd gezählt. So umschließen auch die Breitenkreise die ganze Erde.

    Landkarte – Legende

    Eine Legende ist eine Übersicht der in einer Karte genutzten Symbole und erklärt die Bedeutung dieser.

    Mithilfe einer Legende lassen sich die Symbole, die auf einer Landkarte benutzt wurden, deuten und die Karte kann so richtig gelesen werden.

    Landkarte – Symbole

    Symbole, die in einer Legende für eine Landkarte häufig zu finden sind, sind meist Zeichen für Gebäude oder Ähnliches, Linien für Verkehrswege oder Grenzen.

    Oft findet man auch Farbkästchen für die benutzen Farben in einer Landkarte. Das kann zum Beispiel ein blaues Kästchen für Gewässer sein.

    Aber auch genutzte Muster und Abkürzungen können in einer Legende erklärt werden.

    Landkarte - Das Wichtigste

    • In der Geographie ist eine Landkarte eine bildliche und vereinfachte Darstellung der Wirklichkeit, mit der man Gebiete erschließen und erkunden und sich in der abgebildeten Umgebung orientieren kann.
    • Eine topographische Landkarte beschreibt die Umgebung wirklichkeitsgetreu, indem sie allgemeine topographische Merkmale des Geländes darstellt.
    • Eine thematische Landkarte betrachtet ein bestimmtes Thema oder einen Sachverhalt genauer.
    • Der Maßstab einer Landkarte beschreibt das Größenverhältnis zwischen einer Abbildung und der Wirklichkeit.
    • Das Gradnetz der Erde ist das Netz aus Längen- und Breitenkreisen, die die Erde umgeben und ist besonders in topografischen Karten oft eingezeichnet.
    • Mithilfe einer Legende lassen sich die Symbole, die auf einer Landkarte benutzt wurden, deuten und die Karte kann so richtig gelesen werden.

    Nachweise

    1. Spektrum.de: Landkarte. (02.06.2022)
    Häufig gestellte Fragen zum Thema Landkarte

    Was ist eine Legende einer Karte?

    Eine Legende einer Karte ist eine Übersicht der in einer Karte genutzten Symbole und erklärt die Bedeutung dieser.

    Die Karte kann so richtig gelesen werden.

    Wer hat Landkarten erfunden?

    Einen bestimmten Erfinder der Landkarte gibt es nicht.

    Schon die Menschen der Steinzeit haben sich an ersten Landkarten versucht und grobe Zeichnungen von Wegen und anderem in Stein geritzt.

    Über die Jahrtausende hinweg haben sich die Karten, vor allem in der Antike und ab dem 15. Jahrhundert, immer wieder weiterentwickelt und wurden besser.

    Wie liest man eine Landkarte?

    Eine Landkarte liest man, indem man sich den Aufbau einer Landkarte genau ansieht und ihn deutet.

    Man muss sich die generellen Informationen, den genutzten Maßstab, die Himmelsrichtung, das Gradnetz und die Legende einer Landkarte genauer ansehen, um eine Karte richtig lesen zu können.

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