Kreuzblütler

Du betrittst die faszinierende Welt der Biologie, in der du das Reich der Kreuzblütler entdecken wirst. Diese weit verbreitete Pflanzenfamilie bietet dir eine Vielzahl an spannenden Aspekten, von ihrer Definition über ihre Eigenschaften bis hin zu ihrer Rolle in der Ökologie. Der Artikel wird den Lebenszyklus dieser beeindruckenden Pflanzen, ihre verschiedenen Arten und ihre Bedeutung als Gemüse oder in der Botanik detailliert darstellen. Familien der Kreuzblütler werden ebenso erörtert wie wesentliche Fakten und Merkmale. Mache dich bereit für eine tiefgreifende Erkundung der Kreuzblütler.

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Inhaltsangabe

    Was sind Kreuzblütler?

    Du magst dich vielleicht fragen: Was genau sind Kreuzblütler? Als Kreuzblütler bezeichnet man eine große Pflanzenfamilie, die wissenschaftlich als Brassicaceae oder Cruciferae bekannt ist und mehr als 370 Gattungen mit über 4.000 Arten umfasst. Du kennst vermutlich viele Kreuzblütler als alltägliches Gemüse oder Gewürze. Hierzu gehören zum Beispiel Brokkoli, Kohl, Senf und Radieschen.

    Die Bezeichnung "Kreuzblütler" rührt von der charakteristischen Anordnung der vier Blütenblätter in Form eines Kreuzes her.

    Definition und Erklärung von Kreuzblütler

    Die Botanik hat eine klare Definition von Kreuzblütler. Kreuzblütler sind eine Pflanzenfamilie innerhalb der Ordnung der Kreuzblütlerartigen (Brassicales). Ihre Blüten sind vierzahlig und weisen eine kreuzförmige Anordnung auf.

    Die Blüten von Kreuzblütler sind in Blütenständen organisiert, die als Trauben bezeichnet werden. Die Blüten selbst bestehen aus vier freien Kronblättern, die in eine kreuzförmige Anordnung gebracht sind, daher stammt der Name.

    Beispiele für Kreuzblütler sind Kohl, Brokkoli, Rosenkohl, Rettich, Senf und viele andere. Sie sind in ihrer Erscheinung sehr vielfältig und reichen von kleinen einjährigen Pflanzen bis hin zu großen, mehrjährigen Sträuchern.

    Historischer Hintergrund der Kreuzblütler

    Kreuzblütler haben eine lange Geschichte und sind schon seit alten Zeiten in der menschlichen Ernährung präsent. Viele der Pflanzen, die zu dieser Familie gehören, wurden schon von den Römern kultiviert.

    Kohlpflanzen zum Beispiel wurden bereits von den Römern und Griechen nicht nur als Nahrung, sondern auch als Heilpflanze genutzt. Im Mittelalter waren sie dann ein Grundnahrungsmittel und lieferten Vitamin C, besonders während der Wintermonate.

    Merkmale der Kreuzblütler

    Du wirst eindeutige Merkmale bemerken, die Pflanzenfamilie der Kreuzblütler auszeichnen. Eine wesentliche Eigenschaft der Kreuzblütler sind ihre vierzähligen Blüten. Diese sind durch vier Kelch- und Kronblätter sowie sechs Staubblätter charakterisiert.

    Blütenteil Anzahl
    Kelchblätter \(4\)
    Kronblätter \(4\)
    Staubblätter \(6\)

    Darüber hinaus besitzen Kreuzblütler oft schotenartige Früchte, die als Schoten oder Hülsen bezeichnet werden. Diese enthalten die Samen der Pflanze. Viele Kreuzblütler sind zudem krautige Pflanzen, das heißt, sie verholzen nicht.

    Die Familie der Kreuzblütler umfasst sowohl Wild- als auch Kulturpflanzen. Beispielsweise zählt der Wildblumen-Klassiker Echtes Barbarakraut zu den Wildpflanzen, während bei den Kulturpflanzen Kohlrabi, Radieschen oder Meerrettich dazugehören.

    Arten und Beispiele von Kreuzblütler

    In der Pflanzenfamilie der Kreuzblütler finden sich viele verschiedene Arten. Sie umfasst eine riesige Bandbreite an Pflanzen, von denen viele als Nutzpflanzen bekannt sind. Im Folgenden werden einige der beliebtesten und bekanntesten Arten detaillierter vorgestellt und erläutert.

    Häufige Kreuzblütler Arten

    Die Kreuzblütler umfassen über 370 Gattungen und mehr als 4.000 Arten. Von diesen sind viele als Kulturpflanzen bekannt und wiederum andere kommen wild vor. Die Vielfalt ist enorm und reicht von kleinen, krautigen Pflanzen bis hin zu großen Sträuchern. Neben den bekannten Gemüsesorten wie Kohl und Brokkoli gehören auch viele Wildblumen zur Familie der Kreuzblütler.

    Zu den weit verbreiteten Arten von Kreuzblütlern gehören beispielsweise die Ackersenf (Sinapis arvensis), das Acker-Stiefmütterchen (Viola arvensis) und das Gewöhnliche Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris).

    Weitere häufige Kreuzblütlerarten sind:

    • Scharbockskraut (Ficaria verna)
    • Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis)
    • Kleiner Klappertopf (Rhinanthus minor)

    Beispiele von Kreuzblütler Arten

    Unter den vielen Kreuzblütler Arten gibt es einige, die besonders verbreitet oder bekannt sind. Hier sind einige Beispiele für Kreuzblütler Arten:

    • Brokkoli (Brassica oleracea var. italica): Der Brokkoli ist eine Unterart des Gemüsekohls und stammt ursprünglich aus Kleinasien. Er wird heute weltweit angebaut und ist eine sehr beliebte Gemüsesorte.
    • Raps (Brassica napus): Der Raps ist eine der wichtigsten Ölpflanzen in Deutschland und wird neben der Ölgewinnung auch als Futtermittel und zur Energieerzeugung genutzt.
    • Wilde Möhre (Daucus carota): Die Wilde Möhre ist die Wildform der Gartenmöhre und ist in Europa sehr verbreitet. Sie ist eine typische Art der Ruderalflora und wächst auf Wiesen, an Wegrändern und auf nährstoffreichen Böden.

    Ein gutes Beispiel für eine Kreuzblütler Art ist auch der Weißkohl (Brassica oleracea var. capitata f. alba). Er ist eine Unterart des Gemüsekohls und wird unter anderem zur Herstellung von Sauerkraut verwendet.

    Kreuzblütler als Gemüse

    Kreuzblütlern kommt in unserer Ernährung eine große Bedeutung zu. Viele Vertreter dieser Pflanzenfamilie sind als Gemüse bekannt und geschätzt, sei es als Rohkost, gekocht, gebraten oder eingelegt. Ihre Inhaltsstoffe sind sehr gesund und reich an Vitaminen und Mineralien. Besonders bekannt für ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften sind die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe, zu denen auch die Glucosinolate gehören.

    Glucosinolate sind schwefelhaltige Verbindungen, die in den Zellen der Kreuzblütler vorkommen und die für ihren charakteristischen, oft scharfen Geschmack verantwortlich sind. Sie haben antibakterielle und fungizide Wirkung und schützen die Pflanzen vor Schädlingen und Krankheiten. In unserem Körper können sie eine krebshemmende Wirkung haben und das Immunsystem stärken.

    Liste von Kreuzblütler Gemüsen

    Die Liste der Gemüsesorten, die zu den Kreuzblütlern zählen, ist lang. Hier sind einige Beispiele:

    • Radieschen (Raphanus sativus var. sativus): Sie sind knackig, haben einen scharfen Geschmack und sind ideal für Salate oder als Snack.
    • Brokkoli (Brassica oleracea var. italica): Er ist sehr vielseitig und kann sowohl roh als auch gekocht oder gebraten gegessen werden.
    • Rosenkohl (Brassica oleracea var. gemmifera): Die kleinen, kugeligen Kohlköpfe sind besonders im Winter beliebt.
    • Blumenkohl (Brassica oleracea var. botrytis): Er ist ein echter Allrounder in der Küche und kann sowohl roh als auch gekocht, gebraten oder überbacken gegessen werden.
    • Kohlrabi (Brassica oleracea var. gongylodes): Er schmeckt mild und leicht süßlich und kann roh, gekocht oder gebraten gegessen werden.

    Ein besonders bekanntes Beispiel für ein Kreuzblütler Gemüse ist der Weißkohl (Brassica oleracea var. capitata f. alba). Er wird gerne für Eintöpfe oder als Beilage verwendet, kann aber auch roh in Salaten gegessen werden.

    Die Funktion der Kreuzblütler in der Botanik

    Die Kreuzblütler nehmen in der Botanik eine besondere Funktion ein. Sie bieten ein reiches Forschungsfeld, unter anderem durch ihre enorme Vielfalt und ihre lange Domestikationsgeschichte. Zusätzlich sind sie aufgrund ihrer ökologischen Anpassungsfähigkeit und ihrer genetischen Diversität von besonderem Interesse.

    Rolle der Kreuzblütler in der Ökologie

    In der Ökologie spielen die Kreuzblütler eine wichtige Rolle. Zahlreiche Arten sind wichtige Bestandteile regionaler Ökosysteme in temperaten bis subarktischen Klimazonen. Sie besiedeln unterschiedlichste Habitate von vollsonnigen Standorten bis zu Schattenfluren, von trockenen Sandböden bis zu nassen Feuchtgebieten. Darüber hinaus sind Kreuzblütler als Nahrung und Nektarquelle für verschiedene Tierarten von Bedeutung und leisten einen Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität.

    Die ökologische Rolle von Kreuzblütlern zeigt sich insbesondere in folgenden Aspekten:

    • Nahrungsquelle: Viele Kreuzblütler-Arten dienen als Nahrung für Raupen und andere Insekten. Beipiele hierfür sind Schmetterlingsarten wie das großen Kohlweißling oder das Aurorafalter.
    • Bodenverbesserer: einige Kreuzblütler-Arten wie Senf und Raps werden als Gründüngung in der Landwirtschaft eingesetzt. Sie verbessern nicht nur die Bodenstruktur, sondern reichern den Boden auch mit Nährstoffen an.
    • Bestäubung: Kreuzblütler haben in vielen Ökosystemen eine wichtige Funktion als Bestäuber. Mit ihren leuchtenden Blüten ziehen sie Bienen, Hummeln und andere Insekten an und tragen damit zur Bestäubung anderer Pflanzen bei.

    Die Ökologie betrachtet die Beziehungen der Lebewesen untereinander und mit ihrer unbelebten Umwelt. Dazu gehört das Studium der Wechselbeziehungen zwischen dem Organismus und seiner biochemischen, physikalischen und geologischen Umwelt.

    Ein markantes Beispiel für die ökologische Rolle der Kreuzblütler ist der wild wachsende Ackersenf (Sinapis arvensis). Der Ackersenf wächst auf Äckern, an Straßenrändern und auf Schuttplätzen und verbessert durch seine tief gehenden Wurzeln den Boden. Gleichzeitig zieht er Insekten wie Bienen mit seinen hellgelben Blüten an und dient Schmetterlingen wie dem Kohlweißling als Futterpflanze für die Raupen.

    Lebenszyklus der Kreuzblütler

    Der Lebenszyklus der Kreuzblütler umfasst im Allgemeinen die Stadien Keimung, Wachstum und Entwicklung, Blüte und Samenbildung, Reifung und Tod. Dabei gehen manche Kreuzblütler-Arten einen zweijährigen Zyklus ein, bei dem das erste Jahr mit Wachstum und Entwicklung verbracht wird, während im zweiten Jahr die Blüte und Samenbildung stattfindet. Andere Arten sind einjährig oder ausdauernd und können mehrere Jahre lang blühen und Samen produzieren.

    Im Detail kann der Lebenszyklus der Kreuzblütler folgendermaßen beschrieben werden:

    • Keimung: Sobald die geeigneten Bedingungen vorliegen (ausreichend Licht, feuchter Boden und passende Temperaturen), beginnen die Samen zu keimen und entwickeln ihre ersten Wurzeln und kleinen Blätter.
    • Wachstum und Entwicklung: Die Pflanze wächst und entwickelt weitere Blätter und schließlich einen Blütenstand. Dieser Prozess kann von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten dauern, abhängig von den spezifischen Anforderungen der Art.
    • Blüte und Samenbildung: Bei den meisten Kreuzblütler-Arten bildet die Pflanze Blüten aus, in denen die Bestäubung stattfindet. Nach der Bestäubung beginnt die Samenbildung, was bei einigen Arten zu interessanten morphologischen Veränderungen führt, wie die Bildung von Schoten.
    • Reifung und Tod: Die Samen reifen in den Früchten und werden schließlich freigesetzt, bevor die Pflanze stirbt.

    Der Lebenszyklus einer Pflanze ist die Abfolge der Lebensphasen, die sie von der Keimung bis zum Tod durchläuft. Für viele Pflanzen ist dies ein jährlicher Zyklus, andere können jedoch auch mehrjährige Zyklen haben.

    Ein typisches Beispiel für einen zweijährigen Lebenszyklus unter den Kreuzblütlern ist der Gartenrettich (Raphanus sativus). In seinem ersten Lebensjahr entwickelt er zunächst nur Wurzel und Blätter, bevor er im zweiten Jahr blüht und Samen bildet, danach stirbt er ab.

    Wichtige Familien der Kreuzblütler

    Die verschiedenen Familien der Kreuzblütler zeigen eine erstaunliche Vielfalt und Anpassungsfähigkeit an verschiedenste Standorte. Insgesamt gibt es weltweit rund 372 Gattungen mit ca. 4.060 bekannten Arten. Innerhalb dieser Familien finden sich Arten, die als Nutz-, Zier- und Wildpflanzen von Bedeutung sind. Es sind sowohl einjährige Arten als auch mehrjährige Kräuter, Sträucher und Bäume vertreten.

    Einführung in die Kreuzblütler Familien

    In der Familie der Kreuzblütler, die wissenschaftlich als Brassicaceae oder alternativ als Cruciferae bezeichnet wird, finden sich viele bekannte Pflanzen, die von großem wirtschaftlichen Wert sind, darunter Gemüse, Öl- und Futterpflanzen. Die Pflanzen in dieser Familie sind in der Regel herb, und viele haben charakteristische kreuzförmige Blüten, welche die Namensgebung beeinflusst haben.

    In der Botanik sind Familien eine Hierarchieebene innerhalb der Systematik der Pflanzen. Sie repräsentieren eine Gruppe verwandter Pflanzengattungen mit ähnlichen Merkmalen. In der hierarchischen Ordnung der botanischen Systematik liegen sie über den Gattungen und Arten, aber unter den Ordnungen.

    Innerhalb der Kreuzblütler (Brassicaceae) lassen sich verschiedene Subfamilien unterscheiden, darunter die Brassicoideae, die Thelypodioideae und die Biscutelleae. Jede dieser Unterfamilien enthält eine Reihe von Gattungen, die jeweils eine Vielzahl von Arten umfassen. Die Gattungen variieren stark in ihrer Größe, während einige nur eine oder zwei Arten enthalten, können andere Hunderte von Arten umfassen. Beispiele für große Gattungen sind Brassica mit über 40 Arten oder Cardamine mit ungefähr 200 Arten.

    Die unterschiedlichen Unterfamilien und Gattungen in den Kreuzblütler-Familien sind im Wesentlichen durch die evolutionären Adaptionen und speziellen Anpassungen an ihre Umgebung entstanden. Sie unterscheiden sich stark in ihrer Morphologie, ihren Lebensformen und ihren ökologischen Ansprüchen.

    Beispiele von Kreuzblütler Familien

    Zu den wichtigsten Familien der Kreuzblütler zählen unter anderem die Brassicaceae, die Thelypodioideae und die Biscutelleae. Sie umfassen jeweils eine Vielzahl von Gattungen mit zahlreichen Arten.

    • Brassicaceae: Sie umfasst Gattungen wie Brassica (mit Arten wie Kohl, Raps, Rübsen) und Raphanus (mit der bekannten Art Radieschen).
    • Thelypodioideae: In dieser Unterfamilie finden sich Gattungen wie Thelypodium und Caulanthus, die in Nordamerika heimisch sind.
    • Biscutelleae: Eine weniger bekannte Unterfamilie, aber dennoch wichtig, vor allem durch Arten wie Biscutella, die in Europa und Asien verbreitet sind.

    Ein gutes Beispiel innerhalb der Familie Brassicaceae ist die Gattung Brassica, welche Wirtschaftspflanzen wie Kohl (Brassica oleracea), Raps (Brassica napus) oder Rübsen (Brassica rapa) umfasst. Diese Arten sind in vielen Teilen der Welt von entscheidender landwirtschaftlicher Bedeutung und einige von ihnen haben eine lange Geschichte der Domestizierung und Kultivierung.

    Eine genaue Übersicht über einige der wichtigsten Arten der genannten Gattungen könnte in einer Tabelle wie folgt dargestellt werden:

    GattungArtBezeichnung
    BrassicaBrassica oleraceaKohl
    BrassicaBrassica napusRaps
    BrassicaBrassica rapaRübsen
    ThelypodiumThelypodium integrifoliumGanzblättriger Turmkraut
    CaulanthusCaulanthus amplexicaulisBergjohanniskraut
    BiscutellaBiscutella laevigataGlatte Biscutelle

    Der botanische Begriff Gattung bezeichnet eine Gruppe nah verwandter Pflanzenarten. Gattungen bündeln mehrere Arten, die durch gemeinsame Merkmale und eine engere Verwandtschaft miteinander verbunden sind. Die Gattung ist eine der grundlegenden hierarchischen Ebenen des Klassifikationssystems in der Biologie.

    Kreuzblütler einfach erklärt

    Die Kreuzblütler (Brassicaceae oder Cruciferae) sind eine Familie von Pflanzen, die durch mehrere einzigartige Merkmale gekennzeichnet sind. Besonders auffällig ist die Anordnung ihrer vier Blütenblätter in Form eines Kreuzes, was zur Namensgebung geführt hat. Darüber hinaus zeichnen sich Kreuzblütler durch sechs Staubblätter aus, von denen zwei kürzer sind als die anderen vier. Die Pflanzenfamilie umfasst weltweit etwa 372 Gattungen mit rund 4.060 Arten und ist in allen Klimazonen verbreitet.

    Verstehen der Eigenschaften von Kreuzblütler

    Ein tiefes Verständnis der Eigenschaften von Kreuzblütlern ermöglicht es, die Vielfalt und Rasanz dieser Pflanzenfamilie zu erkennen. Kreuzblütler zeichnen sich durch eine Vielzahl von spezifischen Merkmalen aus, die sie von anderen Pflanzenarten unterscheiden. Ihre charakteristischsten Merkmale sind ihre blütigen Blüten mit vier gleich langen, kreuzförmig angeordneten Blütenblättern und ihre meist länglichen, durch eine falsche Scheidewand geteilten Fruchthülsen. Ihre Samen sind in zwei Reihen angeordnet.

    Die Kreuzblütler sind in allen Klimazonen anzutreffen und zeigen eine bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit an unterschiedlichste Lebensräume, von Wüsten bis hin zu alpinen Standorten. Die meisten Kreuzblütler sind Herbsträucher oder einjährige Pflanzen, obwohl es auch mehrjährige Sorten gibt. Einige der bekanntesten Kreuzblütlerarten sind Nutzpflanzen, darunter viele bedeutende Gemüsesorten wie Kohl, Brokkoli, Blumenkohl, Kohlrabi, Rüben, Radieschen und viele mehr.

    EigenschaftBeschreibung
    BlütenblätterVier, kreuzförmig angeordnet
    StaubblätterSechs, wobei zwei kürzer sind
    FruchthülsenLänglich, geteilt durch eine Scheidewand
    SamenIn zwei Reihen angeordnet
    VarietätHerbsträucher, einjährige oder mehrjährige Pflanzen
    Bekannte ArtenNutzpflanzen wie Kohl, Brokkoli, Radieschen, etc.

    Wichtige Fakten über Kreuzblütler

    Kreuzblütler spielen eine wichtige Rolle in der Landwirtschaft, in Ökosystemen und in der Wissenschaft. Sie liefern wichtige Nahrungsmittel-, Futter- und Ölpflanzen, dienen vielen Tierarten als Nahrung, sind als Gründüngung in der Landwirtschaft wichtig und bilden ein reiches Forschungsfeld durch ihre genetische Diversität und Anpassungsfähigkeit.

    Ein bemerkenswertes Merkmal der Kreuzblütler ist ihr starker Geruch, der durch sekundäre Pflanzenstoffe, sogenannte Glucosinolate, verursacht wird. Bei Beschädigung der Pflanze werden diese Stoffe freigesetzt und wirken abwehrend auf Schädlinge. Zudem sind einige Kreuzblütler, wie zum Beispiel die Rauke, für ihren scharfen Geschmack bekannt.

    Wissenschaftlich sind Kreuzblütler wegen ihrer genetischen Diversität von besonderem Interesse. Einige Kreuzblütler, wie zum Beispiel Arabidopsis thaliana, dienen als Modellorganismus in der genetischen Forschung. Ihre einfache genetische Struktur und kurze Generationszeit ermöglichen schnelle und detaillierte genetische Untersuchungen.

    Arabidopsis thaliana ist eine kleine Pflanzenart, die in der genetischen Forschung häufig als Modellorganismus verwendet wird. Ihre Genomsequenz war eine der ersten vollständig sequenzierten Pflanzengenome und sie hat wegen ihrer geringen Größe, kurzen Generationszeit und der Leichtigkeit ihrer Kultivierung Vorteile für genetische Studien.

    Der Raps (Brassica napus) ist ein Beispiel für einen Kreuzblütler von wirtschaftlicher Bedeutung, der weit verbreitet ist. Raps wird für die Ölgewinnung angebaut und hat eine hohe ökologische Relevanz, da er als wichtige Nahrungsquelle für Bienen dient. Seine leuchtenden gelben Blütenfelder dominieren während der Blütezeit im Frühling vielerorts die Landschaft.

    Glucosinolate sind sekundäre Pflanzenstoffe, die in vielen Kreuzblütlern vorkommen. Bei Zerstörung der Pflanzenzelle werden sie freigesetzt und können dann durch das Enzym Myrosinase in Senföle umgewandelt werden, die den typischen scharfen Geschmack und Geruch vieler Kreuzblütler verursachen.

    Um das Wissen über Kreuzblütler auf einen Blick zu erfassen, können die wichtigsten Fakten in folgender Liste zusammengefasst werden:

    • Landwirtschaftliche Bedeutung: Viele Kreuzblütler sind wichtige Nahrungsmittel-, Futter- und Ölpflanzen.
    • Ökologische Rolle: Sie dienen vielen Tierarten als Nahrung und sind als Gründüngung in der Landwirtschaft wichtig.
    • Glucosinolate: Kreuzblütler enthalten sekundäre Pflanzenstoffe, die für ihren spezifischen Geruch und Geschmack verantwortlich sind.
    • Genetische Diversität: Aufgrund ihrer genetischen Vielfalt sind Kreuzblütler ein wichtiges Forschungsobjekt in der Genetik.
    • Modellorganismus in der Forschung: Einige Kreuzblütlerarten, wie Arabidopsis thaliana, dienen als Modellorganismus in der genetischen Forschung.

    Kreuzblütler - Das Wichtigste

    • Kreuzblütler sind eine vielfältige Familie von Pflanzen und umfassen Gemüsesorten wie Kohl und Brokkoli sowie Wildblumen
    • Häufige Kreuzblütlerarten sind unter anderem Ackersenf, Acker-Stiefmütterchen, Scharbockskraut, Wiesenschaumkraut und kleiner Klappertopf
    • Gemüsebeispiele aus der Kreuzblütlerfamilie sind Brokkoli, Raps und wilde Möhre
    • Kreuzblütlern kommt eine große Bedeutung in unserer Ernährung zu. Sie sind sehr gesund und reich an Vitaminen und Mineralien, insbesondere sekundären Pflanzenstoffen wie Glucosinolaten
    • Kreuzblütler haben in der Botanik eine wichtige Funktion wegen ihrer enormen Vielfalt, ihrer ökologischen Anpassungsfähigkeit und ihrer genetischen Diversität
    • Der Lebenszyklus von Kreuzblütlern umfasst die Stadien Keimung, Wachstum und Entwicklung, Blüte und Samenbildung, Reifung und Tod
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    Häufig gestellte Fragen zum Thema Kreuzblütler
    Was sind typische Kreuzblütler?
    Typische Kreuzblütler sind Pflanzenarten wie Brokkoli, Blumenkohl, Kohl, Radieschen, Senf und Kresse. Sie sind bekannt für ihre vierblättrigen Blüten, die ein Kreuz bilden.
    Welche Pflanzen gehören zu den Kreuzblütlern?
    Zu den Kreuzblütlern gehören verschiedene Gemüse- und Nutzpflanzen wie Brokkoli, Blumenkohl, Kohl, Radieschen, Senf, Rucola und Kresse. Auch einige Wildpflanzen wie Hirtentäschel oder Ackersenf sind Kreuzblütler.
    Wie erkennt man Kreuzblütler?
    Kreuzblütler erkennt man vor allem an ihren vierzähligen, kreuzförmig angeordneten Blüten. Zusätzlich haben sie meist sechs Staubblätter, von denen vier länger und zwei kürzer sind. Auch ihre Früchte, die so genannten Schoten oder Schötchen, sind typisch.

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