La memoria de los seres perdidos

Im Jahr 2007 veröffentlicht der spanische Autor Jordi Sierra i Fabra den Thriller "La memoria de los seres perdidos". Du könntest diesen Titel mit "In Erinnerung an die Verloren Gegangenen" übersetzen. Dieser Roman behandelt die Geschichte der 19-jährigen Estela, deren Leben komplett auf den Kopf gestellt wird, als sie erfährt, dass ihre Familie nicht die ist, die sie vorgibt zu sein.  

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Inhaltsangabe

    "Le memoria de los seres perdidos" ist eine beliebte Lektüre im Spanisch-Unterricht. Das liegt zum einen daran, dass dieser Roman mit dem Sprachniveau B1 gekennzeichnet ist, was für etwas Fortgeschrittene gut geeignet ist.

    B1 ist eins von sechs verschiedenen Sprachniveaus. Diese helfen dabei, Sprachkenntnisse in unterschiedlichen Stufen einzuteilen. Diese sechs Stufen reichen von A1 (für Beginnende) bis zu C2 (Muttersprachenniveau).

    Außerdem sind hier die Thematisierung der Argentinische Militärdiktatur und das Motiv der Identität besonders interessant, da Estela sich letztlich der Frage stellen muss: "Wer bin ich überhaupt?"

    Für einen Überblick zu den wichtigsten Werken und Epochen der spanischsprachigen Literatur kannst Du bei der Erklärung "Spanische Literatur" vorbeischauen.

    La memoria de los seres perdidos – Inhalt

    Der Thriller "La memoria de los seres perdidos" ist eine sehr beliebte Lektüre im Spanischunterricht. Da der Roman auf dem Sprachniveau B1 angesiedelt ist, eignet er sich für Fortgeschrittene, also Schülerinnen und Schüler der Oberstufe.

    "La memoria de los seres perdidos" handelt von der 19-jährigen Estela, die mit ihrer Familie in Barcelona lebt. Im Laufe der Handlung zweifelt Estela jedoch immer mehr daran, ob sie tatsächlich ihre Familie vor sich hat. Als sie sich schließlich auf die Suche nach der Wahrheit begibt, erfährt sie, dass sie adoptiert wurde und ihre Eltern in Argentinien entführt, gefoltert und schließlich getötet wurden.

    Estela beschließt, sich auf die Suche nach ihrer Familie zu machen. In diesem Roman wird ein wichtiges Thema der argentinischen Geschichte thematisiert: Der Kindesraub im Zusammenhang mit der argentinischen Militärdiktatur.

    Wenn Du mehr über die argentinische Geschichte lernen möchtest, klick Dich doch in die Erklärung "Argentinien". In der Erklärung "Spanien Geschichte" erfährst Du außerdem, wie die spanische und argentinische Geschichte miteinander verbunden sind.

    Im Folgenden siehst Du die wichtigsten Handlungselemente der unterschiedlichen Teile aufgelistet:

    La memoria de los seres perdidos – Zusammenfassung: erste Teil (Kapitel 1-10)

    Die Geschichte spielt in Barcelona in den 1990er Jahren. Die 19-jährige Estela ist ziemlich aufgeregt: Heute wird ihre Familie ihren Freund Miguel kennenlernen! Estela ist über beide Ohren in Miguel verliebt und kann es kaum erwarten, ihn ihren Eltern vorzustellen.

    Das Treffen verläuft gut und im Anschluss erzählt Estela ihrer besten Freundin Fina davon. Fina wird hier als Gegenentwurf zu Estela vorgestellt: Sie träumt von leidenschaftlichen Romanzen und Affären, während Estela sich sicher ist, dass sie mit Miguel den Rest ihres Lebens verbringen will.

    Estela glaubt, dass sie ein ganz normales Leben mit einer ganz normalen Familie führt. Ihr Vater ist zwar eher schweigsam, jedoch ist Estela daran gewöhnt und findet nichts Seltsames daran. Auch einen Kommentar von Miguel, dass ihre Schwester Alexandra und sie einander nicht ähneln und auch beide ihren Eltern nicht ähnlich sehen, bringt sie nicht aus der Ruhe.

    Estela arbeitet seit drei Jahren bei einer gemeinnützigen Organisation, la Acción de Ayuda Directa. Während der Arbeit glaubt sie, eine Frau auf der Straße zu sehen, die sie beobachtet. Sie informiert ihren Chef darüber. Als Estela die seltsame Frau einige Tage später wieder entdeckt, bekommt sie es schließlich mit der Angst zu tun.

    Als die Familie abends die Nachrichten sieht, wird dort über einen Arbeiterstreik berichtet. Während Estelas Vater die Arbeiter scharf dafür kritisiert, argumentiert Estela, dass die Arbeiter ein Recht darauf haben, sich für eine gerechte Bezahlung und humane Arbeitsbedingungen einzusetzen.

    Dadurch bricht eine Diskussion los, in der Estelas Vater Armando den Kommentar fallen lässt, dass so etwas wie dieser Aufstand unter der Militärdiktatur in Argentinien niemals passiert wäre, da dieser "aus dem Weg geräumt" (limpiaron) wäre. Estela ist von dieser faschistischen Formulierung schockiert und möchte mehr über die Vergangenheit ihrer aus Argentinien stammenden Eltern herausfinden.

    La memoria de los seres perdidos – Zusammenfassung: erste Teil (Kapitel 11-19)

    Als Estela die geheimnisvolle Frau erneut sieht, stellt sie diese zur Rede. Die Frau stellt sich als Ana Cecilia vor und erzählt Estela ihre Geschichte: Sie sucht nach ihren älteren beiden Geschwistern. Ihre Schwester Graciela wurde, als sie schwanger war, von Soldaten entführt und, nachdem sie eine Tochter zur Welt gebracht hatte, gefoltert und getötet. Auch ihr Bruder Roberto und Schwager Claudio, Gracielas Mann, wurden gefangen genommen und schließlich getötet.

    Schließlich erzählt Ana Cecilia Estela, dass sie ihre leibliche Tante und das Baby in der Geschichte Estela ist. Estela vertraut Ana Cecilia zuerst nicht wirklich, beginnt aber immer mehr, an ihrer eigenen Vergangenheit zu zweifeln. Als sie sich schließlich ihrem Chef bei der gemeinnützigen Organisation anvertraut, erzählt ihr dieser, dass es eine Organisation gibt, die nach den Kindern sucht, die während der argentinischen Militärdiktatur verschleppt wurden: Las abuelas de la Plaza de Mayo.

    Die Asociación Civil Abuelas de Plaza de Mayo, auch bekannt unter dem Namen abueles de Plaza de Mayo, gibt es tatsächlich. Seit 1977 ist sie eine gemeinnützige Organisation in Argentinien. Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kinder, die zur Zeiten der Militärdiktatur (1976-1983) verschwunden sind, zu finden und wieder mit ihren Familien zu vereinen.

    Ein Besuch bei den abuelas bestärkt Estelas Verdacht, dass sie eines der verschleppten Kinder ist, nur noch mehr. Als schließlich auch noch ihr Chef Modesto anruft und ihr erzählt, dass er Fotos von ihren wahren Eltern und Estela gefunden hat, flüchtet sie zu Miguel nach Hause. Miguel bietet ihr an, dass sie bei ihm einziehen kann und will ihr dabei helfen, die Wahrheit über ihre Vergangenheit herauszufinden.

    La memoria de los seres perdidos – Zusammenfassung: erste Teil (Kapitel 20-27)

    Die Fotografien von Modesto bringen Estela schließlich Gewissheit: Sie ist Gracielas Tochter und wurde von ihrer jetzigen "Familie" nach Spanien verschleppt. Estela findet außerdem das Tagebuch ihrer Mutter. Es ist die einzige Erinnerung an sie.

    Estelas Tante Ana Cecilia erzählt ihr schließlich, dass Estelas Adoptivvater Armando derjenige war, der Estela nach Spanien verschleppt hat. Als Estela und Miguel Armandos Büro durchsuchen, finden sie die Beweise dafür und erfahren zudem, dass auch Estelas "Schwester" Alexandra adoptiert wurde. Estelas gesamte Vergangenheit war eine Lüge.

    La memoria de los seres perdidos – Zusammenfassung: erste Teil (Kapitel 28-31)

    Estela konfrontiert ihre beiden Adoptiveltern und sagt ihnen, dass sie die Wahrheit über ihre Herkunft kennt. Estela beschuldigt sie, dass Armando derjenige war, der Estela nach Spanien verschleppt und ihre Eltern getötet hat. Die beiden streiten dies jedoch ab. Zwar erklären sie Estela, dass sie adoptiert ist, doch Armando habe ihre Mutter nicht umgebracht.

    Estela hat jedoch einen Entschluss gefasst und will zu Miguel ziehen. Als ihre Schwester Alexandra ihr dabei hilft, will diese wissen, warum Estela auszieht. Estela sagt ihr aber nicht die Wahrheit. Der Roman endet damit, dass Estela Alexandra ansieht und denkt, dass die "Erinnerung an die Verlorenen" (la memoria perdida) immer noch Teil von Alexandras Leben ist.

    La memoria de los seres perdidos Personen & Charakterisierung

    In "La memoria de los seres perdidos" spielen besonders Estelas Familienmitglieder eine übergeordnete Rolle. Im Folgenden siehst Du die wichtigsten Personen in Sierra i Fabras Roman und ihre Charaktereigenschaften:

    Estela

    • die Hauptfigur des Romans, die Leserinnen und LEser folgen ihr bei ihrer Suche nach der Wahrheit
    • unsterblich in ihren Freund, Miguel, verliebt
    • 19 Jahre alt
    • neugierig: will unbedingt die Wahrheit über ihre Familie herausfinden
    • loyal: glaubt lange Zeit nicht daran, dass ihre Adoptivfamilie sie entführt hat und will ihr Leben lang mit Miguel zusammen bleiben
    • mitfühlend: arbeitet für eine gemeinnützige Organisation und stellt sich auf die Seite der Arbeitenden bei dem Streik, der in den Nachrichten gezeigt wird

    Ana Cecilia

    • Estelas leibliche Tante
    • die "mysteriöse Frau"
    • will Licht ins Dunkle bringen und ihre verschollene Nichte finden
    • sehr familienbezogen: Nach dem Tod ihrer Geschwister hat sie sich vorgenommen, ihre Nichte aufzuspüren

    Armando Lavalle

    • Estelas "Adoptivvater"
    • wird als sehr wortkarg und autoritär beschrieben
    • ein ehemaliger Soldat, der die Militärdiktatur gutheißt
    • faschistisch veranlagt (glaubt, dass die spanische Bevölkerung besser ist als andere Völker)
    • unmoralisch: für Estela ist klar, dass er sie als Kind entführt hat und ihre Eltern tötete.

    Weitere Charaktere

    Zudem werden diese Hauptfiguren von einigen Nebenfiguren unterstützt. Hier siehst Du die wichtigsten Nebenfiguren in "La memoria de los seres perdidos":

    • Alexandra (Estelas jüngere Adoptivschwester)
    • Miguel (Estelas Freund)
    • Petra (Estelas Adoptivmutter)
    • Modesto Sanjuán (Estelas Chef bei der gemeinnützigen Organisation)

    La memoria des los seres perdidos Aufbau und Sprache

    "La memoria de los seres perdidos" ist in vier Teile aufgeteilt:

    • Luna llena
    • Cuarto menguante
    • Luna nueva
    • Cuarto creciente

    Diese Teile sind nach den Mondphasen benannt: Vollmond, abnehmender Mond, Neumond und zunehmender Mond. Dies lässt vermuten, dass die Handlung innerhalb eines Monats spielt.

    "Le memoria de los seres perdidos" ist in einfach verständlicher Sprache verfasst. Das liegt daran, dass Du Dich als Leserin oder Leser mit den Figuren, besonders mit der Hauptperson Estela identifizieren sollst.

    Das Buch ist auf dem Sprachniveau B1 geschrieben. Das bedeutet, Du musst noch nicht perfekt Spanisch können, um "La memoria de los seres perdidos" zu verstehen. In vielen Ausgaben findest Du außerdem auf den jeweiligen Seiten immer eine Vokabelliste, sodass Du nicht ständig ein Wort nachschlagen musst.

    La memoria de los seres perdidos – Interpretationsansätze

    "La memoria de los seres perdidios" wurde im Jahr 2007 veröffentlicht und gehört daher zur Epoche der Moderne. Der Roman bietet ein sehr großes Spektrum an unterschiedlichen Interpretationsmöglichkeiten. Diese Interpretationsmöglichkeiten beziehen sich auf die zentralen Themen, Motive und Symbole, die innerhalb der Handlung auftauchen. Im Folgenden siehst Du die wichtigsten Interpretationsmöglichkeiten des Romans:

    La memoria de los seres perdidos – Zentrale Themen, Motive & Symbole

    Es gibt einige zentrale Themen, die den Fokus des Romans "La memoria de los seres perdidos" bilden. Im Allgemeinen könntest Du argumentieren, dass der Autor Jordi Serra i Ferba einen Jugendroman wählt, um auf das traurige Thema der argentinischen Militärherrschaft aufmerksam zu machen. Außerdem gibt es jedoch noch einige andere wiederkehrende Motive und Symbole innerhalb der Handlung.

    Die argentinische Militärherrschaft

    Die argentinische Militärdiktatur (1976–1983) ist ein historisches Ereignis in Argentinien. In den 1970er-Jahren ging es Argentinien überhaupt nicht gut: Neben ökonomischen und finanziellen Problemen gab es einige militärische Unruhen und Aufstände, die am 24.03.1976 in einem Militärputsch endete, bei dem Präsidenten Isabel Perón ihres Amtes enthoben wurde. Das Militär regierte ab diesem Zeitpunkt in Argentinien.

    Unter einem Putsch versteht man den Versuch einer Gruppe, die aktuelle Regierung zu stürzen und selbst die Macht zu übernehmen. Bei einem Militärputsch geht dieser, meist mit Gewalt verbundene, Versuch, von Angehörigen des Militärs aus.

    Anfangs unterstützte die Bevölkerung die neue Regierung, da die Argentinierinnen und Argentinier durch die finanziellen und wirtschaftlichen Probleme mit der Regierung Isabel Perróns unzufrieden waren. Allerdings kündigte die rechtsgerichtete Militärregierung an, vehement und auch mit Gewalt gegen die linksorientierten Guerillaorganisationen vorzugehen.

    Unter dem Begriff Guerillaorganisationen versteht man Zusammenschlüsse von kleinen Gruppen, die größtenteils gemeinsam gegen eine bestimmte Regierungsform rebellieren. Sie werden auch als Widerstandskämpfenden bezeichnet. Guerillakämpfer spielten vorwiegend bei den Südamerikanischen Unabhängigkeitskriegen (1809-1825) eine wichtige Rolle.

    Wenn Du mehr über die Südamerikanischen Unabhängigkeitskriege lernen möchtest, schau doch bei der Erklärung "Lateinamerika" vorbei.

    Die diktatorische Militärregierung verschleppte Anhänger der Guerillaorganisationen in Geheimgefängnisse, die oft mit den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten verglichen werden. Die Gefangenen wurden dort gefoltert und getötet. Schwangeren Frauen wurden nach der Geburt ihre Kinder weggenommen und an Offiziers- oder andere reiche Familien ohne Kinder verkauft. Genau das ist die Geschichte der Hauptperson Estela in "La memoria de los seres perdidos".

    Die argentinische Militärherrschaft endete schließlich mit einer Wirtschaftskrise und der Niederlage Argentiniens im Krieg gegen das Vereinigte Königreich. Die argentinische Bevölkerung hatte endgültig das Vertrauen in die Militärregierung verloren und verlangte nach einer demokratischen Republiksform.

    Schüsselszene: Las abuelas de Plaza de Mayo

    Estela lernt einige Mitglieder der Organisation Asociación Civil Abuelas de Plazo de Mayo kennen. Diese Organisation hat es sich zum Ziel gemacht, die in der argentinischen Militärdiktatur verschleppten Babys mit ihren Familien zu vereinen.

    Für Estela stellt diese Organisation eine Brücke zwischen ihrer Vergangenheit und ihrer Gegenwart dar. Durch die abuelas kann sie schließlich erkennen, dass ihr bisheriges Leben auf einer Lüge aufgebaut war. Dieser Moment stellt somit eine Schlüsselszene innerhalb der Handlung dar, denn Estela lässt hier ihr altes Leben hinter sich und erkennt ihre Identität als "verschollene Tochter" an.

    Herkunft & Familie

    Algún día tú también buscarás la memoria de los seres perdidos." (S. 160)1

    (Eines Tages wirst auch Du nach Erinnerungen an die Verloren Gegangenen suchen.)

    Dieses Zitat aus dem Roman beinhaltet nicht nur den Titel, er spielt auch auf ein zentrales Thema an. Die Suche nach der eignen Herkunft und der eigenen Familie ist ein wichtiges Thema des Romans.

    Familie spielt eine übergeordnete Rolle in "La memoria de los seres perdidos". Das Symbol der Familie verweist in den meisten literarischen Texten auf die Herkunft einer Figur, auf ihre Vergangenheit.

    Estela wird damit konfrontiert, dass ihre Herkunft eine ganz andere ist als sie glaubt. Als Figur erlebt Estela somit ein Dilemma zwischen zwei Familien, die zwei Seiten ihrer Identität darstellt: Die Familie, die sie immer gekannt hat (ihre "Adoptivfamilie") und die Familie, die sie nie kennengelernt hat (ihre leibliche Familie).

    Identität

    Dadurch, dass Estela sich nicht sicher ist, woher sie eigentlich kommt, stellt sie auch infrage, wer sie eigentlich ist. "La memoria de los seres perdidos" fokussiert sich somit auch auf das Motiv des Wandels und Erwachsenwerdens. Als Estela am Ende der Handlung ihrer kleinen "Schwester" Alexandra nicht die Wahrheit über ihre Herkunft verrät ist das nicht, weil sie Alexandra anlügen möchte. Estela will, dass Alexandras Welt nicht genauso plötzlich zerbricht und ihre Illusion über ihre "Eltern" zerstört wird, wie das bei Estela der Fall war.

    Estela erkennt somit zum Ende des Romans einerseits ihre Identität als "Verlorene Tochter" an und versucht gleichzeitig, dass Alexandra ihre kindliche Unschuld behalten kann.

    La memoria de los seres perdidos Autor: Jordi Sierra i Fabra

    In dieser Abbildung kannst Du den Autor sehen:

    La memoria de los seres perdidos Autor StudySmarterAbbildung 2: Autor Sierra i Fabra

    Jordi Sierra i Fabra wurde am 26. Juli 1947 in Barcelona geboren. Bereits mit zwölf Jahren veröffentlichte er seinen ersten Roman. Er studierte zwar ursprünglich Ingenieurswesen, wandte sich jedoch schon während seines Studiums seiner Leidenschaft, der Musik und Literatur, zu.

    In den darauffolgenden Jahren veröffentlichte Sierra i Fabra über 400 Bücher, die meisten davon sind an Jugendliche gerichtet. Er spezialisiert sich nämlich auf Jugendbücher und Kriminalromane.

    Außerdem ist Sierra i Fabra der Gründer einiger Musikzeitschriften, unter anderem der Disco Exprés, Súper Pop oder Extra. 2004 gründete er zudem die Fundación Jordi Sierra i Fabra in Barcelona und Kolumbien, zwei Stiftungen für die Nachwuchsförderung. Seine Bücher wurden mittlerweile in viele Sprachen übersetzt, unter anderem ins Deutsche, Englische, Französische, Russische und Chinesische, was ihn zu einem international bekannten Autor gemacht hat.

    La memoria de los seres perdidos - Das Wichtigste

    • "La memoria de los seres perdidos" ist ein Roman, der 2007 vom spanischen Schriftsteller Jordi Sierra i Ferba geschrieben wurde.
    • In diesem Jugendroman, der aufgrund seiner Markierung als B1-Lektüre oft im Spanisch-Unterricht gelesen wird, wird das historische Thema der argentinischen Militärdiktatur behandelt.
    • Der Roman handelt von der 19-jährigen Estela, die von einer mysteriösen Frau verfolgt wird und schließlich herausfindet, dass es sich bei dieser um ihre Tante handelt.
    • Diese Tante erzählt ihr, dass sie als Baby von Mitgliedern des argentinischen Militärs nach Spanienentführt wurde und dass ihre Eltern nicht die sind, die sie vorgeben, zu sein.
    • Die wichtigsten Figuren sind:
      • Estela, die Hauptfigur
      • Miguel, ihr fester Freund,
      • Ana Cecilia, ihre Tante
      • Armando & Petra, ihre "Adoptiveltern"
      • Alexandra, ihre "Adoptivschwester"
      • Modesto Sanjuán, ihr Chef und Verbündeter
    • In dem Roman wird ein schwerwiegendes historisches Ereignis der argentinischen Geschichte behandelt. Außerdem gibt es weitere wichtige Themen und Motive, die in "La memoria de los seres perdidos" zum Vorschein kommen:
      • Die argentinische Militärherrschaft und der damit verbundene Kindesraub
      • Die abuelas de Plazo de Mayo
      • Die Motive Herkunft und Familie
      • Die Identitäts-Frage

    Nachweise

    1. Jordi Sierra i Fabra (2007). La memoria de los seres perdidos. Klett Sprachen GmbH.
    2. Rincondelvago.com: La memoria de los seres perdidos. (09.08.2022).
    Häufig gestellte Fragen zum Thema La memoria de los seres perdidos

    Um was geht es in "La memoria de los seres perdidos"?

    In "La memoria de los seres perdidos" geht es um die 19-jährige Estela, die erfährt, das sie als Baby von Soldaten aus Argentinien nach Spanien verschleppt wurde und ihre Familie nicht die ist, die sie vorgibt zu sein. Der Roman thematisiert die argentinische Militärdiktatur.

    Wie endet "La memoria de los seres perdidos"?

    "La memoria de los seres perdidos" endet damit, dass Estela von zuhause auszieht und ihrer Schwester Alexandra die Chance gibt, weiterhin unschuldig aufzuwachsen und später selbst die Wahrheit herauszufinden.

    Wie heißt "La memoria de los seres perdidos" auf Deutsch?

    "La memoria de los seres perdidos" hat keine exakte deutsche Übersetzung. Man könnte den Titel mit "in Erinnerung an die Verloren Gegangenen" übersetzen.

    Zu welcher Epoche gehört "La memoria de los seres perdidos"?

    Da "La memoria de los seres perdidos" 2007 veröffentlicht wurde, gehört der Roman zur Epoche der Moderne. 

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